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No Bullshit Founders: Was bei unseren Startups gerade wirklich passiert

No Bullshit Founders
No Bullshit Founders

99 plays · Apr 21, 2026

In dieser Folge No Bullshit Founders wird’s wieder schön direkt: Ole, Moritz und Tim sprechen über das, was bei ihren Startups gerade wirklich passiert — ohne Buzzword-Bingo und ohne Hochglanzfassade. Es geht um den Start von OnlyOle, riskante E-Commerce-Modelle mit ungewöhnlichen Payment-Setups, die Herausforderungen des chinesischen Marktes und die Frage, wie viel Regulierung Startups eigentlich noch sinnvoll stemmen können. Dazu kommen Themen wie Azubi-Pflicht in Berlin, der neue Widerrufsbutton im B2C-Commerce, Barrierefreiheit im Web und ein Blick auf Claude 4.7, Claude Mythos und den wachsenden Einfluss von KI auf Security und Softwareentwicklung. Eine Folge über echte Baustellen, spannende Marktbewegungen und die Frage, wie man als Gründer zwischen Tempo, Risiko und Compliance noch sauber manövriert.

Transcript

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit Founders.

Tim Uhlott: Wie immer mit Ole und mir und heute mal wieder ohne Gast, das waren nur unsere alte Dreierungen, wir wollen euch heute mal ein bisschen abholen, was bei uns so ansteht in unseren Startups.

Tim Uhlott: Was aktuell passiert und dachten wir uns, was vielleicht mal interessant ist, sind so die aktuellen Themen,

Tim Uhlott: Ja, die neuen Gesetze, die vielleicht für die ganzen Startups interessant sein können.

Tim Uhlott: Das sind zum Beispiel der EU AI Act, das NIST2-Umsetzungsgesetz oder der tolle neue Widerrufsbutton für B2C-Shops, vielleicht nochmal ein bisschen Claude, Mythos, vielleicht mal die interessante Azubi-Pflicht in Berlin, aber da kommen wir gleich nochmal zu den ganzen Themen.

Tim Uhlott: Deswegen jetzt erst mal zu uns.

Tim Uhlott: Was mich auf jeden Fall interessiert, Ole, was macht dein OnlyOle?

Kai Ole Hartwig: Wir starten mit spicy Content heute, ne?

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Kai Ole Hartwig: Nein, nochmal kurz für alle, die noch nicht wissen, was OnlyOle ist, oder onlyole.consulting.

Kai Ole Hartwig: Da biete ich quasi 1 zu 1 Beratung zu DevSecOps-Themen an.

Kai Ole Hartwig: Alles, was Lieferketten-Sicherheit, Pipeline-Sicherheit und alles, was man so sich vorstellen kann, in diesem ganzen Bereich stattfindet.

Kai Ole Hartwig: ist jetzt ja erst auch Ende März gestartet, also noch relativ frisch.

Kai Ole Hartwig: Ich habe auf jeden Fall dann noch jetzt Kapazitäten frei, aber schon ein paar ganz interessante Dinge gesehen.

Kai Ole Hartwig: Und ich sage mal, die aktuellen MPM-Schwachstellen bringen natürlich Gesprächsbedarf in dem einen oder anderen Team.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Das ist auf jeden Fall ganz interessant.

Kai Ole Hartwig: Auch mal noch mal komplett andere Perspektive zu dem, was

Kai Ole Hartwig: sonst so jeden Tag bei mir auf dem Tisch landet.

Kai Ole Hartwig: Und ja, ich denke, ich habe noch so ein bisschen Kapazitäten.

Kai Ole Hartwig: Also wer Interesse hat, einfach melden.

Kai Ole Hartwig: Könnt auch einfach mal auf die Seite schauen.

Kai Ole Hartwig: Das ist ein bisschen absichtlich provokativ.

Tim Uhlott: Aber bist du denn soweit zufrieden?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Das ist etwas, was man stealen kann, die Idee.

Kai Ole Hartwig: Nein, natürlich sollte man das nicht klauen.

Kai Ole Hartwig: Ist ja meine Idee.

Kai Ole Hartwig: Aber wer es kopieren möchte, ja, ich denke, das ist ein spannender Bereich.

Kai Ole Hartwig: Es lohnt sich da auf jeden Fall, unterwegs zu sein.

Kai Ole Hartwig: Und wenn man das Wissen halt auch hat, gerade diese Mischung zwischen Dev, also Entwicklung, Sicherheit und auch Betrieb, ist natürlich eine spannende Perspektive, die, wie ich gestern auch beim Smart Lab in Düsseldorf gelernt habe, einfach in vielen Teams auch fehlt.

Tim Uhlott: Ja, ja.

Kai Ole Hartwig: Da gibt es dann immer jemand, der macht Security, der macht Dev, der macht Ops und es gibt auch Teams, wo echt DevOps gelebt wird, aber dann Security nochmal überall so richtig einbinden ins tägliche, das findet einfach noch gar nicht so häufig statt.

Kai Ole Hartwig: Und ich denke, das wird immer sicher, äh, immer wichtiger.

Kai Ole Hartwig: So, ja, gerade auch auf Hinblick jetzt CAA kommt jetzt ja auch in Deutschland irgendwann.

Kai Ole Hartwig: Das wird immer wichtiger.

Tim Uhlott: Und zum Beispiel auch NIST 2, das habe ich zur Vorbereitung auch ehrlich gesagt unterschätzt, weil das kann einen doch auch ziemlich schnell betreffen.

Tim Uhlott: Aber da können wir gleich nochmal drüber reden.

Tim Uhlott: Aber ich meinte mit dem Konzeptstil, meinte ich das nicht unbedingt perfekt eins zu eins, da habe ich nicht die Idee natürlich mit dem DevSecOps, sondern generell einfach dieses Consulting einfach, mit so einer, ich sag mal, ein bisschen...

Tim Uhlott: provokativ ist ja auch nicht, aber so eine ansprechende Seite sage ich jetzt einfach mal, um halt irgendwie Aufmerksamkeit zu schaffen.

Tim Uhlott: Das könnte ja auch andere Consulting-Bereiche einfach sein.

Tim Uhlott: Muss ja auch nicht nur Informatik-Bereich sein.

Kai Ole Hartwig: Ja, es ist sehr klassisches Attention Hacking.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Du assoziierst erst mal was anderes, dadurch merkst du es dir besser und kommst halt eher auf die Idee nochmal zu sagen, ja komm, eigentlich ist es witzig oder auf jeden Fall habe ich es mir gemerkt und deswegen gehe ich dahin.

Kai Ole Hartwig: Das ist wie mit dem neuen Ferrari flexen, um zu zeigen, dass alles voll super ist.

Tim Uhlott: Ich auch.

Tim Uhlott: Okay, also läuft doch gut.

Tim Uhlott: Ja, war sehr cool.

Tim Uhlott: Sehr cool.

Tim Uhlott: Und bei dir, Moritz, was macht der Shop?

Tim Uhlott: Was macht das E-Commerce?

Kai Ole Hartwig: Ist ja nicht mein Ferrari und ich habe auch nicht damit geflext, aber andere, die diese Methode verwenden, tun das ja aktuell.

Kai Ole Hartwig: Ohne Name-Dropping jetzt wieder zu machen.

Moritz Hofmann: Der Shop ist soweit ganz interessant, dass ich jetzt bin, jetzt reden mit einmal einem möglichen Entwickler und auch mit zwei Payment Providern, mit denen ich auch früher mal gearbeitet habe für ein sehr ähnliches Projekt, was ich damals hatte.

Moritz Hofmann: Genau.

Moritz Hofmann: Die Sache ist aber, das Projekt ist halt ein bisschen Risiko.

Moritz Hofmann: Ich weiß nicht genau, ob das jetzt genauso, wie ich mir das denke, funktioniert.

Moritz Hofmann: Und deswegen muss ich mal schauen, wie ich das Risiko begrenze.

Moritz Hofmann: Jetzt auch bei den Kosten und so weiter.

Moritz Hofmann: Genau.

Tim Uhlott: was für Art von Payment Provider sind das?

Tim Uhlott: Du hast ja gesagt, du möchtest ja auch Telefon anbieten.

Moritz Hofmann: Ich hatte mich ja damals darauf spezialisiert, dass man mit seinem Handy bezahlen konnte, so Direct Carrier Billing, sowas und auch so Service Rufnummern, wo du dann anrufen kannst und dann pro Minute oder pro Anruf bezahlst.

Tim Uhlott: Hm, okay.

Moritz Hofmann: Genau, solche Sachen.

Tim Uhlott: Was ist da so das Risiko, was du da siehst?

Moritz Hofmann: Das Risiko ist ein bisschen in dem, wie ich das anbieten möchte.

Moritz Hofmann: Ich habe damals einfach angeboten, dass man damit bezahlen konnte oder einkaufen konnte und da hatte ich dann immer das ganze Risiko, weil es

Moritz Hofmann: ziemlich hohen Fraud-Risk gab.

Moritz Hofmann: Das heißt, dass irgendwie Leute betrügerisch bezahlt haben oder dann wurde das Geld zurückgebucht oder sowas.

Moritz Hofmann: Und deswegen habe ich auch damit aufgehört mit den Geschäftsmodellen.

Moritz Hofmann: Jetzt habe ich mir eine Art und Weise ausgedacht, wie ich dieses Risiko für mich einschränken kann, indem ich nämlich

Tim Uhlott: Ja.

Moritz Hofmann: den Leuten ihr Guthaben, was sie aufladen, über diese Hochrisikomethoden erst über einen längeren Zeitraum gutschreibe.

Moritz Hofmann: Und dann teile ich sozusagen das Rückbuchungsrisiko mit den Kunden direkt selber.

Moritz Hofmann: Ob die das annehmen, weiß ich nicht genau.

Moritz Hofmann: Und das ist halt das Hauptrisiko, ob die Leute das annehmen.

Tim Uhlott: ok verstehe

Moritz Hofmann: Ich kann dann, ich würde dann, also der Hauptwettbewerber, den es damals auch schon gab, als ich aktiv war, der macht das halt genauso, wie ich immer noch, wie ich das damals gemacht habe.

Moritz Hofmann: Ich würde jetzt halt dieses Risiko mit den Kunden teilen, dafür aber den Kunden einen viel höheren Payout oder viel niedrigere Payment-Kosten anbieten, dass sie zum Beispiel statt 10 Euro Handyzahlung in 5 Euro Amazon umwandeln können, können sie bei mir dann halt vielleicht 10 Euro Handyzahlung in 7 Euro oder 7,50 Euro Amazon umwandeln, beispielsweise.

Tim Uhlott: Ach so, das ist gar nicht 1 zu 1, auch bei deinem Konkurrenten.

Tim Uhlott: Das heißt, 10 Euro zahlst du ein und kriegst nur 5 raus.

Moritz Hofmann: Man hat mindestens immer so 25% Payment-Kosten bei den Payment-Providern direkt und die Konkurrenz, die berechnet halt die ganzen Rückbuchungen mit ein und dann machen die halt nicht 25% Payment-Kosten, sondern 50% Payment-Kosten.

Tim Uhlott: Ach okay, krass.

Kai Ole Hartwig: Ach krass.

Moritz Hofmann: Genau.

Tim Uhlott: Das hätte ich nicht gedacht.

Tim Uhlott: Also ich meine, wo ich zum Beispiel das Amazon-Gutschein oder wo auch immer kaufe, dann ist das eigentlich 1 zu 1.

Tim Uhlott: Das zahle ich mit Paypal 25 Euro und kriege ich 25 Euro Gutschein oder was auch immer.

Moritz Hofmann: Klar, klar, wenn du, aber hier geht es ja speziell um die Handy-Payment, speziell darum, Handy gut haben zu Geld zu machen im Endeffekt.

Tim Uhlott: Was ist da so der Spezialfall?

Tim Uhlott: Ich meine, warum möchte man das lieber mit dem Handy bezahlen als mit dem Paypal-Konto oder mit was auch immer?

Moritz Hofmann: Ich habe da schon über die Zeit sehr viele verschiedene Fälle kennengelernt.

Moritz Hofmann: Das geht damit los, dass irgendwelche Minderjährigen kein eigenes Konto haben.

Tim Uhlott: Mhm.

Moritz Hofmann: Es gibt den Fall, dass irgendwelche Drogendealer kein Geld von ihren Kunden kriegen, dann nehmen sie den Handyvertrag.

Moritz Hofmann: das geht darüber, dass irgendwelche Leute sehr billig an Prepaid-SIM-Karten kommen und dann laden die tausend verschiedene Prepaid-SIM-Karten bei dir auf, um das halt umzutauschen mit Profit.

Moritz Hofmann: Es gibt verschiedenste.

Kai Ole Hartwig: Interessant.

Kai Ole Hartwig: Da öffnen sich ja ganz andere Welten.

Moritz Hofmann: Es ist interessant, weil es halt ja für mich funktioniert damals.

Moritz Hofmann: Aber bei mir hat es damals ja auch so gut funktioniert, weil ich habe angefangen, ohne eine Webseite, ohne einen Online-Shop einfach direkt Sachen zu verkaufen für die Spiele damals.

Moritz Hofmann: Und dann, als ich einen Online-Shop schon hatte, hatte ich dann die Idee, lass auch mal sowas wie Amazon verkaufen.

Moritz Hofmann: Und dann musste ich da jetzt nicht erst ein Risiko-Invest von 20.000 Euro oder so tätigen, sondern ich hatte schon den Shop, ich hatte schon die Payment Provider, ich hatte schon alles.

Moritz Hofmann: Habe ich einfach nur Amazon-Gutscheine mit reingenommen, es hat dann gut funktioniert.

Moritz Hofmann: Genau.

Tim Uhlott: Okay, das ist richtig spannend auf jeden Fall.

Tim Uhlott: Aber cool, der muss uns auf jeden Fall auf dem Laufen halten.

Tim Uhlott: Und du, Ulle, auch.

Moritz Hofmann: Ja, ja, man stört, man stört.

Tim Uhlott: Was da bei dir passiert.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Hm.

Tim Uhlott: Das sind schon zwei sehr spannende Ideen auf jeden Fall.

Tim Uhlott: Also bei mir ist gerade eher so das größte Problem, dass China sich so ein bisschen von dem US-amerikanischen Markt so ein bisschen abkoppelt.

Tim Uhlott: Das heißt, alles, was ich anbiete...

Tim Uhlott: muss ich mittlerweile halt auch mit auf dem chinesischen Markt halt speziell anbieten.

Tim Uhlott: Das heißt, es gibt dann amerikanische Shops, wo ich meinen Kram drin verkaufe.

Tim Uhlott: Und es gibt ja mittlerweile, ja, chinesische Shops, wo ich einfach eins zu eins genau das Gleiche halt anbieten muss.

Tim Uhlott: Plus halt nur übersetzt halt.

Tim Uhlott: Das ist ein bisschen blöd, weil, ja, ich sag mal so 30, 40 Prozent meiner Kunden kommen halt auf so einen chinesischen Markt.

Tim Uhlott: Und das ärgert mich so ein bisschen, weil ich die Sprache natürlich nicht

Tim Uhlott: natürlich auch nicht lesen kann und schreiben kann das heißt natürlich kann das natürlich mit die die oder halt mit cloud was auch immer alles schön übersetzen lassen aber du weißt halt nicht ist es jetzt wirklich alles so korrekt man das dann auch sagen würde wirklich oder auch schreiben würde dass das ärgert mich so ein bisschen also ich kenne jemanden der das ganz gut der guckt dann noch mal darüber wenigstens

Tim Uhlott: ob das so passt und in die richtige Richtung geht.

Tim Uhlott: Das ist halt trotzdem ein bisschen ärgerlich, wenn du so einen großen Kundenstamm hast, der eine Sprache spricht, die du nicht erfassen kannst, nicht greifen kannst.

Tim Uhlott: Das ist ein bisschen nervig.

Moritz Hofmann: Das finde ich sehr spannend, weil damals bei meinem Shop, bei dem wir darüber gesprochen haben, da habe ich ja auch als Supplier mit chinesischen Firmen zusammengearbeitet.

Moritz Hofmann: Und da habe ich auch öfters mal überlegt, ob ich mir irgendwie so eine 400 Euro chinesische Kraft anstelle, die einfach viel so Outreach machen soll zu möglichen Suppliern oder so, weil man steckt da ohne richtig...

Moritz Hofmann: Chinesisch zu können und so in der Kultur drin zu sein, steckt man ja nicht so richtig drin.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich erlebe das auch bei unseren Kunden, jetzt von der Muselwahl noch, regelmäßig, die halt auch im chinesischen Markt sind, wie, was ist denn heute los?

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Die halt wirklich viel Aufwand da reinstecken.

Kai Ole Hartwig: Also allein, die müssen halt für ihre Online-Shops auch jeweils ein eigenes Hosting im Land haben mittlerweile.

Kai Ole Hartwig: Und dann auch halt alles geht tausendmal hin und her.

Kai Ole Hartwig: Also das ist echt aufwendig und

Kai Ole Hartwig: mit viel, viel Arbeit und viel, vielen Kosten verbunden, quasi den Markt noch mit zu bedienen.

Tim Uhlott: Ja, aber es lohnt sich halt in dem Fall.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Erstens, okay, es sind 40% meiner Kunden sind halt wirklich im chinesischen Markt und generell 70% aller möglichen erreichbaren Kunden von mir, also es sind alles Spieleentwickler, die kommen halt aus China.

Tim Uhlott: Das heißt, 30% sind halt nur

Tim Uhlott: der Rest und 70% kommen halt aus der Region, also lohnt es sich schon extrem.

Tim Uhlott: Also ich habe das bis jetzt so gelöst, ich hatte einen Kunden aus China, der, ja, das hat damit angefangen, dass er Probleme hatte, wirklich meine Software in den amerikanischen Markt zu kaufen, da kann ich ihm das Gespräch und über meine Webseite habe ich ihm einfach die ganzen Lösungen dann erstmal kostenlos einfach angeboten und da haben wir so einen kleinen Deal halt gemacht, der kann halt kostenlos meine Software halt

Tim Uhlott: verwenden, guckt halt dann immer nur über meine Texte und korrigiert dann meine Texte, die ich halt auf dem chinesischen Markt veröffentliche.

Kai Ole Hartwig: Oh.

Tim Uhlott: So ein bisschen Win-Win halt für beide.

Tim Uhlott: Er kann halt kostenlos Software benutzen und ich habe halt immer nochmal irgendwo drüber geguckt.

Tim Uhlott: Also die ganze Übersetzungstool, die können das ja mittlerweile eigentlich ganz gut.

Tim Uhlott: Aber manchmal gibt es dann so zwei, drei so kleinere Feilstricke oder irgendwie sowas und das korrigiert er mir dann und das ist schon auf jeden Fall echt ganz nett.

Moritz Hofmann: Das Interesse hast du ihm mal gefragt, ob er irgendwie Ideen hat, wie du noch mehr Umsatz auf dem chinesischen Markt machen könntest?

Tim Uhlott: Ja, der hat einige Sachen schon mal gesagt, aber da bin ich noch nicht so tief hinterher.

Tim Uhlott: Zum Beispiel, ich biete ja verschiedene Support-Channels an.

Tim Uhlott: Einer ist ja zum Beispiel jetzt meine neue Community über Discord.

Tim Uhlott: Discord kannst du zum Beispiel ja gar nicht erreichen aus China.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Tim Uhlott: Die nutzen dann halt irgendwelche anderen Tools.

Tim Uhlott: Sehr viel geht dann über WeChat oder sowas.

Tim Uhlott: Das habe ich zum Beispiel nicht.

Tim Uhlott: Das wäre vielleicht eine Möglichkeit, da nochmal in die Richtung zu expandieren und vielleicht da nochmal einen Kanal irgendwie anzubieten.

Tim Uhlott: Plus hat er natürlich nochmal ein, zwei andere Tools, die es gibt und Lösungen.

Tim Uhlott: Und da vielleicht mal Fuß reinkriegt.

Tim Uhlott: Aber da ist auch wieder Schwierigkeit.

Tim Uhlott: Bei einigen Sachen ist es so, dass du als Europäer oder westlicher Mensch dich da gar nicht für anmelden kannst oder das gar nicht nutzen kannst.

Tim Uhlott: Das kommt manchmal auch dazu.

Kai Ole Hartwig: Und was ich noch weiß, ist auch unsere Kunden, also die Kunden, die in China wirklich Geschäft machen, die hosten halt auch ihre Videos extra nochmal bei Yuko oder so in China, um da die mitzunehmen, weil YouTube, glaube ich, nicht erreichbar ist oder teilweise erreichbar ist, irgendwie sowas.

Kai Ole Hartwig: Das ist halt auch echt, ja, es ist halt mit Arbeit verbunden, damit du im Markt sichtbar bleibst und wirst und erreichbar bist.

Tim Uhlott: Genau, das kommt auch dazu.

Tim Uhlott: Ja, ja, ja.

Tim Uhlott: Du musst halt wirklich alles irgendwie doppelt machen.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Ist ein bisschen nervig, aber ich sag mal, hoffentlich lohnt es sich am Ende.

Tim Uhlott: Schauen wir einfach mal, ne?

Kai Ole Hartwig: Wenn 70% eines Marktes da sind, lohnt es sich, glaube ich, schon.

Kai Ole Hartwig: Spannend.

Moritz Hofmann: Dann lohnt es sich ja eher fast Europa abzuschalten.

Tim Uhlott: Ja, aktuell kommen ja auch 60% meiner Kunden aus Europa und Amerika oder auch Afrika viele.

Tim Uhlott: Das ist auf jeden Fall sehr interessant und ich glaube, dass diese Spannung werden in Zukunft auch noch zunehmen.

Tim Uhlott: Aber naja, da bleiben wir einfach dran und ich berichte auch, was da so passiert.

Tim Uhlott: Ja, naja, jetzt vielleicht mal zu den Themen, die wir

Tim Uhlott: anfang angesprochen haben was vielleicht so interessant sein könnte da hast du letztens einen sehr interessanten bericht aufgeworfen ohne mit der azubi pflicht in berlin ja

Kai Ole Hartwig: Ah ja.

Kai Ole Hartwig: Hilf mir nochmal, wie viele Azubis man auf wirklich viel festgehalten macht.

Kai Ole Hartwig: Es war auf jeden Fall sehr niedrig, ab wann man das braucht.

Kai Ole Hartwig: Berlin hat auf jeden Fall jetzt die

Kai Ole Hartwig: eingeführt oder wolltest du einführen?

Kai Ole Hartwig: Ich bin mir gerade nicht mehr so sicher, ich habe den Artikel nicht mehr im Kopf zu 100%.

Tim Uhlott: Ja, ja, also ab.

Kai Ole Hartwig: Ja, das war so, ich bin nicht in Berlin, das ist gut.

Tim Uhlott: Ja, das ist so.

Kai Ole Hartwig: Weil du jetzt halt tatsächlich verpflichtet wirst, abhängig von der Anzahl der Beschäftigten Azubis zu haben und sonst musst du Abgaben dafür zahlen.

Kai Ole Hartwig: Und was ich dazu so absurd fand, war,

Kai Ole Hartwig: Es gibt Unternehmen, die halt einfach ihre freien Stellen für Azubis gar nicht besetzt bekommen.

Kai Ole Hartwig: Und dann hast du auf der anderen Seite halt super viele Startups, wo auch Leute sitzen, die aber auch gar nicht ausbilden könnten oder dürften.

Kai Ole Hartwig: Die haben gar nicht die Voraussetzungen, auch um ein Ausbildungsbetrieb zu werden.

Kai Ole Hartwig: Ich finde das so absurd.

Kai Ole Hartwig: Einerseits möchte Berlin Haupt-Startup-

Kai Ole Hartwig: City in Deutschland sein.

Kai Ole Hartwig: Ja, oder und dann kommt man mit solchen Regeln um die Ecke, wo ich mir so denke, wem soll das denn jetzt wirklich helfen?

Kai Ole Hartwig: Wen soll das voranbringen?

Kai Ole Hartwig: Ja, also noch schnelle Umziehen.

Tim Uhlott: Ja, also das Gesetz wurde am 26.

Tim Uhlott: März, also vor knapp drei Wochen, wurde das jetzt final verabschiedet im Berliner Abgeordnetenhaus und gilt ab 2027.

Tim Uhlott: Und wie du gesagt hast, ja, beziehungsweise die ersten Rechnungen, was du gerade gesagt hast, erst ab 2028, also hast du noch knapp anderthalb Jahre Zeit.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Aber generell sind halt alle Berliner Unternehmen betroffen, die mindestens zehn Mitarbeiter haben.

Tim Uhlott: Und das geht ja, wenn einem das Startup ganz gut läuft, geht das ja relativ fix.

Tim Uhlott: Da hast du ja noch nicht mal das Bürogebäude.

Tim Uhlott: Und dann ist die Quote, die du erfüllen musst, also die Ausbildungsquote von 4,6%.

Tim Uhlott: Also auf deine Mitarbeiter natürlich bezogen.

Kai Ole Hartwig: Ja, wie, also, das ist auch spannend, ne?

Kai Ole Hartwig: Wo nimmst du denn den 0,6?

Kai Ole Hartwig: Also, du hast ja irgendwo einen halben Azubi.

Kai Ole Hartwig: Aber egal.

Tim Uhlott: Also wahrscheinlich alle zwei oder drei Jahre musst du dann einmal einen durchziehen.

Kai Ole Hartwig: Jetzt sind wir mal ehrlich, gerade die Startups mit VC wachsen schnell, aber die holen sich ja keine Azubis rein.

Tim Uhlott: Also

Tim Uhlott: Ja, ja.

Tim Uhlott: Da gibt es keine Zeit, auch so.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Dafür ist das ja, also da hat ja keiner die Zeit.

Kai Ole Hartwig: Wie willst du das machen?

Kai Ole Hartwig: Und das hilft jetzt ja auch keinem Startup und das hilft ja auch keinem Azubi, weil ja einfach die Startup-Welt eine völlig andere ist als

Kai Ole Hartwig: die Corporate-Welt nachher oder die, also das ist ja nochmal komplett anders.

Kai Ole Hartwig: Da brauchst du einen ganz anderen Typ Mensch, der sich da wohlfühlt und der da wachsen kann, als wenn du jetzt sagst, komm, ich mache jetzt Azubi, meinetwegen in so einer Consulting-Bude oder in einem klassischen Unternehmen.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und das ist auch gut, dass du da lernst, weil dann lernst du halt quasi für...

Kai Ole Hartwig: den normalen Arbeitsmarkt, wenn du sagst, ich habe mehr Bock auf Startups, dann ist das ein gutes Ding nach Studium oder Ausbildung.

Kai Ole Hartwig: Aber jetzt Ausbildung beim Startup, dann kannst du gut rutschen und Tischtennis spielen und crazy shit, alle zwei Wochen ändert sich alles und die klassischen Inhalte musst du dann irgendwie in der Berufsschule mitnehmen und die Berufsschulen waren zumindest zu meiner Zeit nicht so geil.

Kai Ole Hartwig: Na, ich weiß es ja nicht.

Kai Ole Hartwig: Und was ist zum Beispiel, wenn du duale Studenten hast?

Kai Ole Hartwig: Wir hatten auch mal dualen Studenten bei uns.

Kai Ole Hartwig: Zählt der dann mit in die Azubi-Quote?

Kai Ole Hartwig: Weiß ich nicht, müsste man mal nachlesen.

Kai Ole Hartwig: Ja, ne?

Tim Uhlott: Könnte ich mir schon vorstellen, weil der macht ja gleichzeitig die Ausbildung irgendwie mit.

Tim Uhlott: Das ist ja so ein Spezialfall, aber...

Tim Uhlott: Der einzige Vorteil ist halt, das ist halt so ein bisschen Zucker, Brot und Peitsche, also Kosten.

Tim Uhlott: Wenn du unter diesen 4,6% liegst, dann musst du eine Umlage von 0,5% der Bruttolohnsumme zahlen.

Tim Uhlott: Jetzt habe ich gerade nicht nachgeguckt, ob Bruttolohnsumme sich auf das Azubi-Gehalt bezieht oder auf den kompletten Umsatz der Firma.

Kai Ole Hartwig: Garantiert auf das, was in deinem Unternehmen läuft.

Tim Uhlott: Aber du kriegst halt, wenn du die Quote erfüllst oder auch zusätzliche Plätze schaffst, erhältst du halt Zuschüsse aus dem Fonds mit ein paar tausend Euro pro Azubi und ja.

Tim Uhlott: Also das ist wenigstens okay, aber ich sehe eher sogar das größte Problem auch, dass es einfach gar nicht genug Azubis gibt.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Tim Uhlott: Der auch zum Einstieg gesagt ist.

Kai Ole Hartwig: Was machst du, wenn du einen Platz anbietest, niemanden findest?

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Also, und ich finde, das ist ja genau die Situation, man findet gerade nicht genug Azubis, aber viele Unternehmen finden keine Azubis.

Kai Ole Hartwig: Und jedes Jahr sind Stellen frei und ja, jedes Jahr gibt es auch welche, die haben keinen Ausbildungsplatz gefunden, aber dann ist es ja ja einfach, also das kann ja nicht das Problem der Unternehmen werden und sein, fände ich jetzt auch persönlich.

Tim Uhlott: Ja, ja.

Kai Ole Hartwig: Solange sich da an der Situation nichts ändert, sollte man halt nicht solche Regeln machen.

Kai Ole Hartwig: Aber vielleicht bin ich da zu liberal, was das angeht.

Tim Uhlott: Ja, bin ich mal gespannt, wenn das ab nächstes Jahr greift, was das so genau bedeutet und die Fragen hat.

Kai Ole Hartwig: Ja, ach, dann ziehen die Startups dann ins Ruhrgebiet um?

Tim Uhlott: Ja, wäre ja auch gut für uns hier.

Kai Ole Hartwig: Ja, warum nicht?

Kai Ole Hartwig: Wir haben ja noch alte Stollen, die kann man zu Büroflächen umwandeln.

Kai Ole Hartwig: Besonderes Büroflair.

Tim Uhlott: Stimmt, du brauchst ein paar Büros rein.

Tim Uhlott: Du fährst immer eine Viertelstunde, zwar nur runter dann immer mit dem Fahrstuhl, aber dann haben wir eine tolle Atmosphäre.

Kai Ole Hartwig: Hat auch nicht jedes Büro in den Bergbaustollen einfahren als Bürobeschäftigung.

Tim Uhlott: Ja, ja.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja, dann.

Kai Ole Hartwig: Neues Leben auf der Zeche.

Tim Uhlott: Ja, aber dann gibt es auch noch so ein zweites neues Gesetz, was ich gesehen habe, was auch ein bisschen nervig sein kann.

Tim Uhlott: Natürlich aus der Kundensicht kann man es natürlich vollkommen verstehen, aber aus so einer Startup-Sicht, das kann da schon nervig sein, wenn man einiges mal beachten muss.

Tim Uhlott: Das ist nämlich der tolle neue Wiederrufsbutton für den E-Commerce-Bereich, den man ab dem 19.

Tim Uhlott: Juni 2026, also

Kai Ole Hartwig: Übermorgen.

Tim Uhlott: knapp zwei Monate, musst du den halt drin haben.

Tim Uhlott: Das heißt, neben deinem Kündigungsbutton, den es jetzt neuerdings gibt, was auch ganz gut ist, die ganzen Fitnessstudios oder andere, die nicht diese ewig langen Verträge mal anbieten können oder schwierig machen zu kündigen, gibt es jetzt ja diesen tollen Widerrufsbutton.

Tim Uhlott: Das heißt, wenn du B2C-Shop

Tim Uhlott: bis oder B2C halt irgendwie anbietest, musst du halt ein Widerrufsrecht halt natürlich anbieten, plus halt diesen schönen Button jetzt anbieten, dass man innerhalb von den 14 Tagen kannst du ganz entspannt einfach kostenlos wieder rufen.

Tim Uhlott: Und finde ich für mich persönlich ein bisschen nervig.

Tim Uhlott: Meine Produkte Produkte richten sich zwar Richtung B2B, aber

Tim Uhlott: du musst halt sicherstellen, dass wenn du B2B nur anbietest, dass es auch nur B2B-Unternehmen sind, die sich bei dir anmelden, beziehungsweise auch diese Subscriptions oder Payments halt ausführen.

Tim Uhlott: Und das kann ganz schön nervig sein.

Tim Uhlott: Also ein bisschen guckt, was man halt machen kann.

Tim Uhlott: Also Möglichkeit 1, natürlich in die AGB reinpacken.

Tim Uhlott: Guckt sich aber trotzdem wahrscheinlich keiner an.

Tim Uhlott: Möglichkeit 2 ist, beziehungsweise zusätzlich noch, dass du bei deinem Payment darstellst, also bei deinem

Tim Uhlott: bei dem Pricing, wirklich darstellst, okay, die Subscriptions oder die Sachen, die du kaufen kannst, richten sich wirklich nur an B2B-Unternehmen.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Tim Uhlott: Dass du mal so einen kleinen Infotext auf jeden Fall dazu packst, der es offensichtlich macht.

Tim Uhlott: Und natürlich das Dritte, das Beste ist natürlich, dass du, wenn sich jemand anmeldet, da direkt entweder den Business-Namen halt mit abfragst, um darüber sicherzustellen, dass es halt ein Unternehmen ist, oder halt sowas wie Umsatzsteuer oder sowas, aber das ist

Tim Uhlott: Kann ein bisschen übertrieben sein.

Tim Uhlott: Das Recht, weil das pro Land ja auch unterschiedlich ist.

Tim Uhlott: Also... Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, wobei viele fragen die Umsatzsteuer-ID ab, ne?

Kai Ole Hartwig: Also zumindest im B2B-Bereich ist das halt relativ üblich.

Moritz Hofmann: Ja, die Umsatzsteuer-ID wird ja auch oft abgefragt, damit man theoretisch ein bisschen Kosten sparen kann, dass irgendwie die Mehrwertsteuer nicht mitberechnet wird oder so.

Moritz Hofmann: Ja, richtig.

Kai Ole Hartwig: Naja, dann hast du Reverse Charge, das liebe ich immer, ne?

Kai Ole Hartwig: Da kommt dann Freude auf in der Buchhaltung.

Kai Ole Hartwig: Und was mega ätzend ist mit Reverse Charge, ne?

Kai Ole Hartwig: Wenn du viele, ähm,

Kai Ole Hartwig: Reverse-Charge-Buchungen hast, prüft dich das Finanzamt häufiger.

Tim Uhlott: Ach, ja, da freut man sich doch richtig.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: So, das ist total toll.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Wenn du dann als Unternehmen in Europa unterwegs bist und das dann üblicherweise hast, dann wirst du häufiger geprüft.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Also soviel zu europäischen Wirtschaftsraum und alles ist super und einfach.

Kai Ole Hartwig: Aber ja, der

Moritz Hofmann: Ein Kommentar zu dem Thema, als auch mit dem Widerrufspartner und so.

Moritz Hofmann: Ich finde das auch natürlich wie immer übertrieben, was Deutschland alles so macht und worum man sich dann irgendwie halten soll.

Moritz Hofmann: Und das auch besonders für Leute, die gerade sich selbstständig machen wollen.

Moritz Hofmann: Und noch neu... Das weiß ich auch gerade nicht.

Kai Ole Hartwig: Ist das aber nicht sogar eine EU-Richtlinie?

Tim Uhlott: Oh, das habe ich gerade nicht im Kopf.

Tim Uhlott: Das kann vielleicht sein.

Tim Uhlott: Sondern alle zusammen.

Moritz Hofmann: Aber ich meine allgemein auch EU-weit...

Tim Uhlott: Aber das ist ja an sich ja gut.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich wollte nochmal kurz Deutschland in Schutz nehmen.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht ist es gar nicht Deutschland, die nervig sind.

Moritz Hofmann: EU-weit, deutschlandweit gibt es immer wieder solche Sachen.

Moritz Hofmann: Ich meine, schon allein die DSGVO-Sache, was damals so war, als es angefangen ist.

Moritz Hofmann: Aber ich meine,

Kai Ole Hartwig: Und wenn man ehrlich ist, also DSGVO, das Ding ist, wenn man sich vorher ans Datenschutzgesetz gehalten hat, ist eigentlich nur das Auskunftsersuchen und diese Löschklamotten dazu gekommen.

Kai Ole Hartwig: Alle haben diese riesige Welle gemacht bei der DSGVO, aber eigentlich, und das ist nämlich der Punkt, war da nicht viel Neues drin.

Tim Uhlott: Tür.

Kai Ole Hartwig: So, da sind wir jetzt wieder nach der kurzen Postunterbrechung

Kai Ole Hartwig: Bei Tim sind wir jetzt wieder zurück.

Kai Ole Hartwig: Wir waren, ihr wisst das bestimmt, weil ihr gar keine Unterbrechung hattet, DSGVO und jetzt der neue, was war es?

Kai Ole Hartwig: Wiederrufsbutton.

Tim Uhlott: Widerrufs-Button, genau.

Kai Ole Hartwig: Wiederrufsbutton, ja, sehr gut.

Tim Uhlott: Göttings-Button gibt es schon, Widerrufs-Button kommt jetzt.

Kai Ole Hartwig: Wiederrufsbutton ist jetzt neu.

Kai Ole Hartwig: Ich meine, aus Agentursicht ist es total hervorragend, dass die Regulierungen kommen, weil es bringt mehr Umsatz.

Kai Ole Hartwig: Aber als Shop-Betreiber ist es natürlich schwierig und ich finde halt auch, was du eben meintest, Moritz, mit für Startups wird es natürlich immer aufwendiger, alle Regulierungen sofort einhalten zu müssen, ne?

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Das macht es natürlich auch unattraktiver, in den Markt einzusteigen und zu gründen und zu sagen, ja komm, jetzt machen wir.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Kai Ole Hartwig: Dein Invest steigt halt mit jeder Compliance-Anforderung, die erfüllt sein muss irgendwie.

Kai Ole Hartwig: Oder du fängst halt an auf irgendeiner Plattform und hast dann da das vielleicht mit drin oder sicher mit drin.

Kai Ole Hartwig: hast dafür aber halt höhere Kosten die ganze Zeit laufen für den Betrieb.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Moritz Hofmann: Da würde ich gerne nochmal eure Meinung zu hören.

Kai Ole Hartwig: Kommt halt darauf, alles was du machst.

Kai Ole Hartwig: Hm?

Moritz Hofmann: Und zwar, ja, ich sehe das nämlich auch so, diese Anforderungen werden immer höher, aber ich finde, als jemand, der sich selbstständig machen möchte, der was Neues probieren möchte oder auch was

Moritz Hofmann: was es schon ganz viel gibt, irgendwas Neues aufmachen möchte, sollte man sich nicht so sehr davon beeindrucken lassen, finde ich jetzt.

Moritz Hofmann: Also ich finde ganz am Anfang, um erstmal das Geschäftsmodell zu testen, ob man damit sein Geld verdienen kann, das

Moritz Hofmann: Ich bin da jemand, ich kümmere mich um diese ganzen hakeligen Sachen erst, wenn ich überhaupt weiß, dass es überhaupt funktioniert.

Moritz Hofmann: Also das heißt, ich gehe das Risiko teilweise ein, dass jetzt vielleicht noch kein Widerrufsbutton auf meiner Webseite ist.

Moritz Hofmann: Aber wenn ich merke, okay, ich kann ja mit Geld verdienen, dann kann ich auch in jede kleine Regularie dann da noch reingehen und das Geld investieren.

Moritz Hofmann: Wie seht ihr das?

Moritz Hofmann: Ist das für euch zu viel Risiko?

Kai Ole Hartwig: spezialisieren.

Kai Ole Hartwig: Und in der Vergangenheit war es ja so, mit jeder neuen Regulierung gab es auch immer diese Abmahnwelle.

Kai Ole Hartwig: Jeder, der es nicht eingehalten hat, ich sage nur Google Fonts etc., hat dann erst mal Post bekommen.

Tim Uhlott: Okay.

Kai Ole Hartwig: Mal.

Kai Ole Hartwig: Weiß ich nicht.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht ist dann auch der bessere Weg, von Anfang an einen technischen Partner zu haben, der diese Compliance-Anforderungen schon für andere gelöst hat und das einfach, ich sage mal, im Standardpaket mit drin hat.

Kai Ole Hartwig: dann ist vielleicht der Weg starker technischer Partner oder halt fertige Plattformlösung dann doch besser.

Kai Ole Hartwig: Also ich würde das Risiko persönlich jetzt nicht eingehen wollen.

Kai Ole Hartwig: Das lohnt sich.

Kai Ole Hartwig: Also ich finde, da gibt es Risiken, die lohnen sich mehr einzugehen.

Tim Uhlott: und ich meine erst recht wenn ich schon parent provider irgendwie drin hast

Tim Uhlott: Da musst du halt irgendwie noch einen kleinen Check irgendwie mit einbauen.

Tim Uhlott: Das guckt wird, okay, wenn wir die Subscription abgeschlossen oder der Kauf, dann zeigst du die nächsten 14 Tage halt noch einen Button an, mit dem man halt die Subscription rückabwickeln kann.

Tim Uhlott: Oder das Payment.

Tim Uhlott: Das ist natürlich ein bisschen nervig, aber ich glaube gar nicht so viel Aufwand, weil es natürlich auch

Tim Uhlott: Finde ich dann zum Beispiel blöd, Moritz, wenn du es dann meinst, okay, ich mache das erst später, oder generell, wenn man sich überlegt, das später zu machen, ist die Strafe, soweit ich das jetzt rausgefunden habe, keine Geldstrafe, sondern das Widerrufsrecht verlängert sich jeweils um ein Jahr.

Kai Ole Hartwig: Ja, und das wieder...

Tim Uhlott: Das heißt, der Kunde hat dann ein Jahr und 14 Tage Widerrufsrecht.

Tim Uhlott: Dann gucken wir am Ende, wie sich das danach akkumuliert.

Tim Uhlott: Hast du vielleicht auch immer direkt 100 Kunden und dann kommen die nach einem Jahr an.

Tim Uhlott: Oh ja, jetzt hätte ich gerne meine, keine Ahnung,

Tim Uhlott: 5000 Euro bitte jetzt zurück.

Tim Uhlott: Dein Business lief gar nicht.

Tim Uhlott: Okay, einmal generell.

Tim Uhlott: Okay.

Moritz Hofmann: Da muss man sicherlich auch schauen, um welche Sache es jetzt geht, wenn bei diesem Widerrufspartner, das hört sich so an, das würde ich auf jeden Fall auch dann sofort machen.

Moritz Hofmann: Aber ja, es ist

Kai Ole Hartwig: Also.

Moritz Hofmann: Ja, klar kann man das so machen, wie ihr sagt.

Moritz Hofmann: Ich weiß halt nur, dass... Also ich kenne halt zum Beispiel niemanden, der wegen irgendeiner von diesen Sachen abgemahnt wurde, jemals.

Tim Uhlott: Wahrscheinlich ist man auch zu klein.

Tim Uhlott: Das kann auch sein, dass die Anwälte natürlich auch da gucken, wo es am meisten Geld gibt.

Kai Ole Hartwig: ein paar der größeren Kunden, wo ich so unterwegs bin, haben da entsprechend Probleme gehabt.

Kai Ole Hartwig: Gar nicht, weil sie es nicht umsetzen wollten, sondern einfach, weil, naja, die meisten Teams sind halt entsprechend ausgelastet.

Kai Ole Hartwig: Manchmal sind halt zwei Jahre dann in der einen oder anderen Gesamtkonzernplanung doch echt kurz.

Kai Ole Hartwig: Oder dann wird halt doch gesagt, so aus Strategiesicht, dass es jetzt

Kai Ole Hartwig: Wir machen das einfach einen Monat später.

Kai Ole Hartwig: Also zum Beispiel so Sachen wie Cookie Banner.

Kai Ole Hartwig: Kleine Anekdote dazu.

Kai Ole Hartwig: Da wurde mit der Umsetzung an dem Tag des Inkrafttretens erst gestartet.

Kai Ole Hartwig: Plan.

Kai Ole Hartwig: Riesenkonzern, wer weiß wie viel Compliance-Anwälte und hast du nicht gesehen, überall mit drin.

Kai Ole Hartwig: Aber bis es dann beim Entwicklungsteam tatsächlich mal da war, dass es umgesetzt werden konnte, dass klar war, welche Lösung soll es auch wie sein, hat dieser ganze Prozess so lange gedauert, dass es halt erst dann in die Teams getragen wurde.

Kai Ole Hartwig: So, das war dann irgendwie drei Tage oder vier Tage auch später da.

Kai Ole Hartwig: Das war jetzt nicht so das Thema, ne?

Kai Ole Hartwig: Ähm,

Kai Ole Hartwig: Aber selbst wenn du groß bist, schützt sich das halt kein Stück vor solchen Sachen.

Kai Ole Hartwig: Und dann sind Dinge auch sehr überraschend für einige.

Tim Uhlott: Das ist genau das gleiche wie mit der Barrierefreiheit.

Tim Uhlott: Das ist ja ein zweites Unternehmen, was ich ja mit Aufbau, User Aid, kümmern uns ja um Barrierefreiheit für Webseiten.

Tim Uhlott: Das unterschätzen halt auch sehr viele.

Tim Uhlott: Also erstens fehlt das Wissen, wer überhaupt barrierefrei sein muss.

Tim Uhlott: Und, also mal kurz zur Erinnerung, ab 10 Mitarbeiter, B2C oder 2 Millionen Jahresumsatz.

Tim Uhlott: Und viele Firmen, also entweder sie wissen es nicht, deswegen muss man da viel Arbeit reinstecken, oder sie unterschätzen es total.

Tim Uhlott: Oder sie lassen sich irgendwas von irgendwem...

Tim Uhlott: einreden, dass halt irgendwelche anderen Lösungen zum Beispiel reichen.

Tim Uhlott: Es gibt hier zum Beispiel, was viele von euch vielleicht schon mal gesehen haben, ist so ein Widget, das ist wie so ein Icon, das unten rechts oder unten links so eine Ecke ist, das ist ein bisschen wie so ein Cookie-Banner.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Da kannst du draufklicken und dann ein bisschen an der Webseite ein bisschen Kontraste einstellen, Texte erhöhen und so weiter und so fort.

Tim Uhlott: Und da glauben halt viele, beziehungsweise es gibt viele, die verkaufen das,

Tim Uhlott: Und sagen dann, ja, das ist jetzt die Lösung, das braucht er, das kauft er mal für uns von, für uns, bei uns von, für, keine Ahnung, 10 Euro im Monat, dann seid ihr fertig, dann glauben die das und dann werden sie trotzdem mal abgemahnt, weil das gar nicht, das erfüllt das gar nicht.

Tim Uhlott: Und zwar, es funktioniert auch nur, wenn die Webseite barrierefrei auch ist einfach.

Tim Uhlott: Aber, ja.

Kai Ole Hartwig: Das Problem ist aber auch, das ist gar nicht mal so einfach, weil auf der Umsetzungsseite, es gibt gar nicht so viele Entwickler, die tatsächlich genau wissen, wie das funktioniert.

Kai Ole Hartwig: Und dann hängt es auch immer ganz stark an,

Kai Ole Hartwig: Wenn du dann ein entsprechendes Audit machst, hängt das Ergebnis auch immer ganz, ganz stark davon ab, von welcher Prüfer war das denn dran.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil jeder Prüfer bewertet die Ergebnisse oder die Sachen, die da sind, auch noch ein bisschen unterschiedlicher.

Kai Ole Hartwig: Das ist jetzt nicht so, dass man jetzt sagen könnte, 100% sind davon hart durchtestbar und es gibt ein, zwei, drei richtige Wege zur Lösung, sondern es ist halt mega...

Kai Ole Hartwig: mit Unschärfen belegt, was denn jetzt auch wie bei welcher Prüfung durchgeht.

Kai Ole Hartwig: Wir haben Menüstrukturen, zum Beispiel, die wir überall gleich haben eigentlich.

Kai Ole Hartwig: Die sind in der einen bei ihren Freiheitsprüfung ohne Probleme durchgegangen, alles war in Ordnung.

Kai Ole Hartwig: Und in der anderen hat der Prüfer gemerkt, er möchte das anders haben.

Tim Uhlott: Ja, ja, das ist total beschwert.

Tim Uhlott: Mhm.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Und gleichzeitig hast du dann ja auch so Sachen wie der HTML5-Standard ändert sich.

Kai Ole Hartwig: In 5.2 war es jetzt, glaube ich, ist rausgeflogen wieder, dass du Überschriften pro Section eigentlich strukturieren kannst und so Sachen.

Kai Ole Hartwig: Und dann war mal eine ganze Zeit lang der Trend, mehrere H1 auf der Seite zu haben, nämlich für Navigation, für den Main-Bereich und so weiter.

Kai Ole Hartwig: Und dann kommt ein Prüfer und sagt, ja, hier, aber das möchte ich haben und das geht nach heutigen Standards einfach nicht mehr, weil es nicht mehr gültig ist.

Kai Ole Hartwig: oder auch nie so richtig unterstützt wurde.

Kai Ole Hartwig: Also, naja, so.

Tim Uhlott: Das ist natürlich richtig, aber gleichzeitig market SEO das Ganze auch hat.

Tim Uhlott: Viele H1-Überschriften auf der gleichen Seite.

Tim Uhlott: Finde ich Google jetzt auch nicht toll und rankt die da entsprechend auch wieder niedriger.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau, deswegen ist es ja auch wieder aus dem HTML-Standard her wieder rausgeflogen.

Tim Uhlott: Man hat auch die Struktur haben.

Tim Uhlott: Okay.

Kai Ole Hartwig: Das war quasi mal eine Idee, die nie ins Leben gerufen wurde, dass das wirklich überall unterstützt wird.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: wieder.

Tim Uhlott: ja, das stimmt.

Kai Ole Hartwig: Weil heute was barrierefrei ist, heißt das nicht, dass es morgen noch ist.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Das stimmt, die Regeln entwickeln sich natürlich auch weiter.

Tim Uhlott: Und nur weil etwas technisch barrierefrei ist, heißt es ja trotzdem nicht, dass jemand, der die Webseite sich anguckt, die auch barrierefrei bedienen kann.

Tim Uhlott: Man muss schon immer häufig so eine Kombi irgendwie machen, dass die Menschen wirklich die entsprechenden Probleme, die Bedienung,

Kai Ole Hartwig: Ja, und da kommen dann nochmal, ich war in so einem großen angelegten Test auch drin mal, und da kommen dann komplett andere Anforderungen und Ergebnisse raus, als eigentlich technisch gefordert werden.

Tim Uhlott: haben, dann auch nochmal drüber schauen.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Kai Ole Hartwig: Die sagen dann zum Beispiel, nee, das ist totaler Unsinn, das brauchen wir eigentlich gar nicht.

Kai Ole Hartwig: Das steht aber drin, du musst das machen.

Kai Ole Hartwig: Dann sagen die, eigentlich wäre viel hilfreicher, macht A, B, C, D. Und das kannst du da aber nicht machen, weil sich das eigentlich mit anderen Regeln weist.

Kai Ole Hartwig: Also auch da sind dann wieder Schwierigkeiten.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Und theoretisch gilt ja dieses Gesetz ab letztem Jahr.

Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist ein mega wichtiges Thema.

Kai Ole Hartwig: Aber es fehlt eigentlich an der Klarheit immer noch, wie das alles so umzusetzen ist, dass es tatsächlich gut bedienbar ist.

Tim Uhlott: Juni?

Tim Uhlott: Juli?

Tim Uhlott: Das gehört gar nicht mehr ganz im Kopf.

Tim Uhlott: Aber so Abmahnwellen gingen da jetzt auch noch nicht los.

Tim Uhlott: Und ich glaube, das ist halt auch so ein bisschen das Ding.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja auch schwieriger zu prüfen, weißt du.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, das ist dann wieder so, das ist anders als so eine Buttonlösung.

Kai Ole Hartwig: So eine Buttonlösung ist halt super einfach zu prüfen.

Tim Uhlott: Das stimmt.

Kai Ole Hartwig: Ist es da, ist es nicht da.

Kai Ole Hartwig: Kein technischer Aufwand hinter.

Kai Ole Hartwig: Barrierefreiheit in echt prüfen, ist halt mit echtem Aufwand verbunden.

Kai Ole Hartwig: So.

Tim Uhlott: Ja, ja.

Tim Uhlott: und auch und auch kosten also das haben wir auch verbieten ja auch so ein automatisches tool mit an aber das braucht schon ein bisschen bisschen rechenpower also es muss ja die verschiedenen webseiten durchgehen dann hast du 100 plus regeln und die muss halt auf alle html elemente automatisiert anwenden und dadurch kann das schon auch ein bisschen länger auch immer dauern

Tim Uhlott: die Automatisierung auch ein bisschen kostenverbunden und dann hast du recht, ne?

Tim Uhlott: Müssten sich solche Anwälte ein Tool halt auch so ein Tool halt irgendwie kaufen?

Kai Ole Hartwig: Ja, aber immer noch... Ja, das ist immer noch günstiger als der klassische Barrierefreiheitstest.

Tim Uhlott: Hat man das durchzuchecken?

Kai Ole Hartwig: Mit echten menschlichen Prüfern.

Tim Uhlott: Ja, ja, klar.

Tim Uhlott: Das kostet mal ein paar Euro mehr.

Tim Uhlott: Aber schon sinnvoll.

Tim Uhlott: Ja, ähm, ja.

Kai Ole Hartwig: Bisschen abgedriftet.

Tim Uhlott: Ist doch gut.

Tim Uhlott: Ich hätte noch mal so ein paar, ein, zwei, drei andere Themen mitgebracht.

Tim Uhlott: Wollen wir ein bisschen über Claude quatschen oder NIST 2, das Umsetzungsgesetz, was findet ihr denn irgendwie so mal spannendes?

Tim Uhlott: Ein bisschen letztes Abschlussthema.

Kai Ole Hartwig: Koritz, sag was.

Moritz Hofmann: So, Claude, da kann ich vielleicht ein bisschen was noch mit zu sagen.

Tim Uhlott: Okay, dann lassen wir es mal über

Moritz Hofmann: Können wir gerne das Thema nehmen, aber wenn ihr erstmal einsteigt, wäre super.

Tim Uhlott: Können wir gerne machen.

Tim Uhlott: Also ich hätte zwei Sachen so gesehen mitgebracht, also sehr gebrannt aktuell, Claude47, was ja gestern rausgekommen ist, plus halt ClaudeMythos, was jetzt schon ein bisschen länger draußen ist, vielleicht noch mal kurz zu ClaudeMythos.

Tim Uhlott: Das ist ja ein ganz tolles Cyber Security Modell, was das Antropic halt rausgebracht hat und unter Verschluss hält, weil das halt, was sie auch mit Tests nachgewiesen haben, das nicht nur Marketing ist, aktiv Sicherheitslücken findet und die auch ausnutzen kann.

Tim Uhlott: Das ist komplett autonom.

Tim Uhlott: Weil wir uns zum Beispiel mit Cloud 4.6, das letzte Modell,

Tim Uhlott: vor 4, 7, haben sie es verglichen und das clort Opus 4, 6 oder nehmen wir es einfach mal an,

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: hatte mit Hilfe von Menschen es geschafft, ja, circa bei 10% der Versuchen halt irgendwelche Sicherheitslücken zu finden, konnte sie aber auch nicht selber irgendwie ausführen.

Tim Uhlott: So, und das Mythos ist in der Lage, in 70% der Fällen komplett alleine Sicherheitslücken zu finden und die auch komplett alleine auszunutzen.

Tim Uhlott: Und das sind halt auch wirklich Sicherheitslücken,

Tim Uhlott: drin, dass der dich einfach über deinen Browser ganz entspannt angreifen kann und halt den kompletten PC übernehmen kann.

Tim Uhlott: Und da dachten sie sich, ja, das mal so in die Welt loslassen, ist vielleicht auch nicht so eine gute Idee.

Tim Uhlott: Deswegen, ja, das ist erstmal unter Verschluss und haben so eine, genau, Glassbring heißt das jetzt.

Kai Ole Hartwig: Ja, beziehungsweise in dem Projekt Glasswing jetzt drin.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Kai Ole Hartwig: Ja, für, ich glaube, zehn Unternehmen oder so, die drin sind.

Tim Uhlott: Ja, ich weiß, AWS, Google, Microsoft, ganze Linux Foundation plus halt die ganzen Banken und sowas, die ziehen sie da irgendwie alle mit rein.

Kai Ole Hartwig: Google und so.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Plus, minus, was da noch so drunter fällt.

Tim Uhlott: Die sind auf jeden Fall, die nutzen das auch schon, um halt ihre Sicherheitslücken zu fixen.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich sag mal, ich finde, dass dieser Kreis so geschlossen ist, nicht so gut.

Kai Ole Hartwig: Obmeier hatte jetzt ja dann quasi als Gegenschlag GPT-5-4-Cyber rausgebracht, oder Cyber Defense oder so heißt das, aber und das Programm ist offener, das heißt, wenn du nachweisen kannst, dass du in

Kai Ole Hartwig: quasi in der Sicherheitsforschung unterwegs bist, kannst du dich da reinbewerben in das Programm, damit du Zugriff bekommst.

Kai Ole Hartwig: Ich finde den Ansatz ein bisschen attraktiver und offener.

Tim Uhlott: Amen.

Kai Ole Hartwig: Weil es gibt ja noch mehr als nur die amerikanischen Unternehmen, die halt ihre Software absichern müssten oder gerne absichern würden auch.

Kai Ole Hartwig: Also ich finde, das ist jetzt so die Tür.

Kai Ole Hartwig: Also erst sagt man, ah, das ist mega gefährlich alles.

Kai Ole Hartwig: Wir können quasi das gesamte Internet lahmlegen.

Kai Ole Hartwig: Und dann geht man hin und sagt, ja, sorry, aber nur unsere guten amerikanischen Unternehmen bekommen den Zugriff darauf.

Kai Ole Hartwig: Weil ich glaube, Linux und Dash.

Kai Ole Hartwig: Aber so im Großteil finde ich ein bisschen uncool.

Kai Ole Hartwig: Ich würde mir da halt einen anderen Ansatz wünschen, aber ja, mal sehen.

Tim Uhlott: Ja, das stimmt.

Tim Uhlott: Aber es wäre nicht... Also, ich kann schon verstehen, dass erst mal die großen Player...

Moritz Hofmann: Was meint ihr denn, wieso die diesen Ansatz fahren?

Moritz Hofmann: Wieso die das so geschlossen machen?

Moritz Hofmann: Was haben die davon?

Kai Ole Hartwig: Das ist es.

Moritz Hofmann: Was haben die davon?

Tim Uhlott: erstmal reinbringen wollen und dann erstmal alles absichern wollen, weil entweder laufen halt Sachen über dein Windows-PC, es ist ein Linux-PC, was ja meistens die ganzen Server-Farmen ja alle betrifft, oder halt deine MacBooks halt irgendwie.

Tim Uhlott: Plus halt dann natürlich gibt es auch noch die ganzen iOS, Android und was es noch so gibt.

Kai Ole Hartwig: Also ich finde das geschlossene Vorgehen an sich nicht verkehrt, aber ich finde, es ist zugeschlossen.

Tim Uhlott: Und bewerben finde ich auch ganz gut von OpenAI.

Kai Ole Hartwig: Wie gesagt, ich...

Kai Ole Hartwig: Ja, also ich finde halt den Ansatz zu sagen, okay, jeder, der wirklich ernsthaft nachgewiesen Sicherheitsforschung macht und da tätig ist, dann entsprechend nach Prüfungen Zugang zu geben, finde ich deutlich attraktiver, weil damit schafft man halt, da kann man halt ernsthaft Sicherheit schaffen.

Tim Uhlott: Hm.

Kai Ole Hartwig: Ich finde das jetzt den anderen Ansatz sehr, sehr unattraktiv gerade, weil für mein Gefühl,

Kai Ole Hartwig: sorgt dieses Gatekeeping nicht dazu oder trägt nicht dazu bei, allgemein die Sicherheit zu erhöhen.

Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist nett, dass Hyperscaler das können, aber als europäische Cloud-Anbieter, die ja auf die gleichen Lösungen zugreifen müssen, können halt nicht jetzt ihre Infrastruktur absichern.

Kai Ole Hartwig: Und das finde ich

Kai Ole Hartwig: okay.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich tue mich ein bisschen schwer damit.

Kai Ole Hartwig: Und eigentlich würde ich gerne auch selber rumspielen, ja.

Moritz Hofmann: So ist es einfach.

Tim Uhlott: Aber ich glaube, für Privatpersonen wird es auch ein bisschen teuer.

Tim Uhlott: Also im Schnitt kostet es, so eine Sicherheitslücke zu finden, 10.000 bis 50.000 Dollar.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber wir haben jetzt halt auch eigene Software, die wir entwickeln, für die wäre das natürlich schon attraktiv, auch um halt besser mal prüfen zu können, wie sicher sind zum Beispiel unsere Pipelines, wie gut greifen unsere Maßnahmen, die wir für Lieferketten Sicherheit ergreifen.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Das sind ja so ganz reelle Probleme.

Kai Ole Hartwig: Wir sind ja einfach Zulieferer auch für NIST 2-pflichtige Kunden.

Kai Ole Hartwig: Also in dieser Lieferkette sind wir dann halt auch irgendwie in der Pflicht, gewisse Nachweise zu erbringen.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Das ist auf jeden Fall.

Kai Ole Hartwig: Und ja, dann wäre es halt schon cool, wenn man auch prüfen kann und absichern kann.

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Aber das ist, jetzt sind wir so klein, wir sind so unbedeutend an der Stelle, dass es halt auch nicht so richtig attraktiv ist, dass wir jetzt sofort Zugriff haben, verstehe ich alles.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber wir müssen es ja auch am Tagesende machen.

Kai Ole Hartwig: machen und leisten können.

Kai Ole Hartwig: Das bringt ja nichts, wenn jetzt AWS ganz toll abgesichert ist am Tagesende, aber mein Container, den ich nach AWS deploye, weil ich auf Open Source sitze, die nicht entsprechend gesichert werden konnte, ist dann wieder unsicher und dann wird es bei AWS, wird dann mein Container gehackt.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: So, schade.

Kai Ole Hartwig: Ja, oder wenn ich den bei Hetzner oder sonst irgendwo liegen habe, ist dann ja völlig egal.

Moritz Hofmann: Ich finde trotzdem, also ich bin ja Laie, aber wenn ich mir das so durchdenke, dann finde ich es gut, wenn man erstmal mit den Sachen, worauf alles basiert, anfängt, wie jetzt zum Beispiel Microsoft Windows, Linux, Apple, so mit den Sachen erstmal anfängt, die erstmal sicher macht und dann kommen die Softwarebetreiber, die auf diesen Sachen dann aufbauen oder so und dann geht man immer höher.

Moritz Hofmann: Also hätte ich.

Kai Ole Hartwig: Naja, aber schau mal, das ist ja so, wenn wir so einen rootless, distroless Container bauen, dann bauen wir da ja einen Linux ein.

Kai Ole Hartwig: Und diese Linux-Distribution ist jetzt nicht von der Linux-Foundation gepflegt.

Moritz Hofmann: Okay.

Kai Ole Hartwig: Und

Kai Ole Hartwig: Das heißt zwar, der Kernel mag dann abgesichert sein, der da mit reingezogen wird.

Kai Ole Hartwig: Machen wir aber zum Beispiel gar nicht, weil wir den tatsächlich ja auf dem Server liegen haben.

Kai Ole Hartwig: Wir haben keinen, wir deployen den Kernel nicht mit in dem Ding, weil es Distroless ist und so.

Kai Ole Hartwig: Und dann, oder eine Andistribution, so heißt das sogar genau.

Kai Ole Hartwig: Und das ist halt einfach das Ding, wo ich sage, okay, ähm,

Kai Ole Hartwig: Das hilft mir jetzt gar nicht, dass diese großen Player da drin sind, weil es gibt halt, das Internet wird betrieben auf Open-Source-Software und diese Open-Source-Software muss sicher werden.

Kai Ole Hartwig: Ja, Ja, also.

Moritz Hofmann: Okay.

Tim Uhlott: Aber ich glaube, längerfristig wird das sogar auch so passieren.

Tim Uhlott: Ich habe mal jetzt... Ja, ich habe zum Beispiel, ich höre sehr gerne Cybersecurity Podcast, Security Now heißt es.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Da habe ich auch wenig Zweifel dran, aber es ist gerade finde ich ein bisschen unbefriedigend einfach und irgendwie auch ein bisschen kritisch.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Tim Uhlott: Das ist auch ein...

Tim Uhlott: das ist ein Security-Experte, der, ich glaube, den Podcast schon seit 20, 30 Jahren oder so macht, also seitdem man irgendwie Audio aufnehmen kann, gefühlt.

Tim Uhlott: Und der hat gesagt, dass wahrscheinlich so Modelle wie Cloud Mythos dazu führen werden, dass Software bugfrei und nicht angreifbar in Zukunft sein wird, sondern eher dann halt, ja, die Menschen.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Tim Uhlott: dann wie es jetzt aktuell auch sehr viel ist, das größte Hauptproblem einfach werden, dass die Software am Ende gar nicht mehr so richtig angreifbar ist, weil das Ding einfach alles findet in deiner Pipeline später.

Tim Uhlott: Das hat wirklich danach noch gezielt, wirklich nur noch der Mensch angreifbar ist.

Kai Ole Hartwig: Das wäre ja auch gar nicht schlimm, wenn wir Software mit weniger Fehlern hätten.

Kai Ole Hartwig: Also jede Software ist fehlerhaft, das muss einem bewusst sein, egal welcher auf dem Markt ist, egal wo, man muss immer davon ausgehen, da sind Fehler drin und ja, dass das reduziert ist voll super.

Tim Uhlott: Ja, ja.

Kai Ole Hartwig: sehe ich auch so, dass es irgendwann kommen wird, dass die Qualität dann doch steigen kann.

Kai Ole Hartwig: Auf der anderen Seite, wenn ich mir die Ergebnisse von den aktuellen Modellen anschaue, bauen die sehr regelmäßig sehr schöne Sicherheitslücken ein.

Kai Ole Hartwig: So.

Tim Uhlott: Ja, noch schon, aber vielleicht dann zukünftig nicht mehr.

Kai Ole Hartwig: Wenn

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Und jetzt mit dem neuen Update bauen, werden noch schneller Sicherheitslücken gebaut und Code.

Kai Ole Hartwig: Und dann sagst du, okay, jetzt machen wir mal Security Audit hier drüber und dann findet er ja auch wieder welche und so.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht zukünftig dann nicht mehr.

Kai Ole Hartwig: Wäre ja auch schön.

Kai Ole Hartwig: Macht ja nichts.

Tim Uhlott: Aber das passt dann auch perfekt zu dem letzten kleinen Teil, sag ich dann auch mal ein bisschen.

Tim Uhlott: Ich hatte ja gesagt, vielleicht nochmal Claude 4.7 ist immer ansprechend, was jetzt vor ein, zwei Tagen rausgekommen ist.

Tim Uhlott: Da verspricht jetzt Anthropic, dass die Programmierfähigkeiten von dem 4.7 jetzt von dem Level ausreichend auf autonom gestiegen sein sollen.

Tim Uhlott: Ist die Frage, ob das jetzt wirklich mal so stimmt.

Tim Uhlott: Ich wollte das jetzt die Tage mal nochmal durchtesten.

Tim Uhlott: Aber das wird dann vielleicht ein Problem lösen, was du gerade gesagt hast, oder?

Kai Ole Hartwig: Ja, sagen wir mal in meinem kurzen Test, den ich hier gemacht habe.

Tim Uhlott: Aber schauen wir mal.

Kai Ole Hartwig: 4, 7.

Kai Ole Hartwig: Heute Morgen ganz schnell.

Tim Uhlott: Mit 4.6 oder 4.7?

Tim Uhlott: Ah, okay.

Tim Uhlott: Hast du schon getestet.

Tim Uhlott: Ah, nice.

Moritz Hofmann: Ja, das ist ja.

Kai Ole Hartwig: geworden.

Kai Ole Hartwig: Aber wirklich autonom.

Kai Ole Hartwig: Nee.

Kai Ole Hartwig: Also autonom mehr als vorher.

Kai Ole Hartwig: Ja, es hat ein Problem jetzt zum Beispiel, das 4.6 hat ein Problem jetzt über fünf Tage debugged, irgendwie das immer wieder aufgetreten ist.

Kai Ole Hartwig: Ähm.

Kai Ole Hartwig: Das habe ich einfach nochmal in 4.7 jetzt reingeschmissen gehabt, also quasi gepositiv zurückgesetzt und gesagt, hier, das passiert ständig.

Kai Ole Hartwig: Ähm.

Kai Ole Hartwig: Da ist es dann tatsächlich jetzt relativ zügig in einer halben Stunde auf eine Lösung gekommen.

Tim Uhlott: Okay, das ist auch schon ziemlich cool.

Kai Ole Hartwig: Ähm.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja, aber jetzt...

Kai Ole Hartwig: Das ist auf jeden Fall cool.

Kai Ole Hartwig: Und jetzt mal schauen, wie das so ist.

Kai Ole Hartwig: Also ich finde ja, seitdem der Kontext so riesig geworden ist, ist die Qualität so furchtbar runtergegangen.

Kai Ole Hartwig: Mal sehen, wie das jetzt so ist.

Kai Ole Hartwig: Ich bin auch noch skeptisch.

Kai Ole Hartwig: Aber ich habe manchmal auch komische Probleme.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht bin ich auch das Problem, dass ich komische Sachen mache.

Tim Uhlott: Achtung mal mit deinem PHP auch, das ist das Problem.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Ist aber ein Witz.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Es ist ja nicht nur PHP.

Kai Ole Hartwig: Also jetzt kannst du es nicht aufs PHP schieben.

Kai Ole Hartwig: Das PHP ist meistens gar nicht das Thema bei dem Ding.

Kai Ole Hartwig: Ja, sowas wie Podman-Konfigurationen und Compose-Konfigurationen, wo er dann irgendwie sich sehr schnell verheddert mit

Kai Ole Hartwig: Und manchmal fantasiert er auch immer noch Sachen, in was Docker oder Container-Files zu können.

Tim Uhlott: Ah, okay, spannend.

Kai Ole Hartwig: Da bin ich auch noch nicht so hintergekommen.

Tim Uhlott: Ja, das ist natürlich.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht liegt das an der Distribution, die wir als Grundlage nehmen oder so.

Kai Ole Hartwig: Da gibt es, ich sage mal, Herausforderungen.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Aber was sie jetzt versprechen und was das noch mehr können soll, ist jetzt, also erstens, was auf jeden Fall kann, ist jetzt hochauflösende Bilder verstehen.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Tim Uhlott: Vorher wusste ich auch nicht, wurden die Bilder halt extrem halt runter skaliert.

Tim Uhlott: Dementsprechend konnten manchmal

Tim Uhlott: Feinheiten einfach gar nicht erkannt werden in den Bildern.

Tim Uhlott: Erst recht, wenn er irgendwie den Browser oder sowas bedient hat, sich ein Screenshot gemacht hat und dann vielleicht mal irgendwas, paar Pixel von links nach rechts schieben sollte, dann konnte er das gar nicht.

Tim Uhlott: Das soll das neue Modell jetzt können.

Tim Uhlott: Es gibt dann noch ein weiteres höheres Reasoning, das natürlich noch teurer macht.

Tim Uhlott: Das ist dann das X-High.

Tim Uhlott: Aber dann ist ganz gut, meint ja mittlerweile die ganzen Tasks und Tools dann ja mittlerweile in den Agentenmodellen.

Tim Uhlott: Da kann man jetzt eine Kostenkontrolle jetzt einstellen.

Tim Uhlott: Das heißt, Tool X oder Tool Y darf jetzt nur noch die und die Kosten einfach verursachen.

Tim Uhlott: Das ist ganz gut.

Tim Uhlott: Je nachdem, was man nutzt, kann das halt auch teuer sein.

Kai Ole Hartwig: Naja, definitiv.

Tim Uhlott: Und Wissensstand haben sie erhöht.

Tim Uhlott: Von 4,6 war der nur bis Mitte 2025.

Tim Uhlott: jetzt bis 2026.

Tim Uhlott: Aber was ich auch gesagt habe, wo vielleicht viele jetzt auf die Nase fallen werden, das reagiert jetzt deutlich präzise auf das, wie man was genau schreibt.

Tim Uhlott: Das heißt, der vibet nicht mehr so ein bisschen mit, sag ich mal, und denkt sich, ah, das könnte der User gemeint haben, sondern er folgt dann eins zu eins dem, was du dem sagst.

Tim Uhlott: Kann einige Nachteile haben.

Tim Uhlott: Also man muss sich wirklich

Tim Uhlott: Besser auf jeden Fall ausdrücken, nicht hier fix mal oder mach mal.

Tim Uhlott: Oder mach mal schön.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: So, heißt jetzt, wir haben das Softwareentwicklungsproblem mit ungenauen Angaben, haben wir jetzt in die KI erfolgreich migriert.

Tim Uhlott: Ja, muss ein bisschen mehr Mühe wahrscheinlich geben.

Tim Uhlott: Aber der Preis ist gleich.

Kai Ole Hartwig: Jetzt brauchen wir Leute, die noch präziser beschreiben können als bisher.

Kai Ole Hartwig: Ach, das wird toll.

Tim Uhlott: Ja, dann sind wir doch noch sicher vor dem Kunden, weil er immer noch nicht weiß, was er genau haben möchte.

Tim Uhlott: Dass wir irgendwie ersetzt werden.

Tim Uhlott: Ja, aber sehr schön.

Kai Ole Hartwig: immer noch mit Kunden sprechen als Entwickler.

Tim Uhlott: Genau, das muss er noch machen.

Tim Uhlott: Okay, ja, ich würde sagen, dann sind wir für Holz durch.

Tim Uhlott: Ich habe es ein bisschen länger gemacht als sonst, aber wir haben noch schön was abgedeckt, würde ich sagen.

Tim Uhlott: Dann machen wir die Tage mal die ganzen anderen Themen mit NIST 2 und EU AI Act.

Tim Uhlott: Das könnte auch nochmal spannend sein, finde ich.

Kai Ole Hartwig: Definitiv, definitiv.

Tim Uhlott: Okay.

Moritz Hofmann: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Dann.

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt, zugehört habt.

Tim Uhlott: Ich hoffe, es war einiges Spannendes für euch mit dabei.

Tim Uhlott: Und dann sehen wir uns nächste Woche wieder.

Tim Uhlott: Oder hören uns.

Kai Ole Hartwig: Macht's gut.

Kai Ole Hartwig: Ciao, ciao.

Tim Uhlott

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