Transcript
Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.
Speaker: Hier sind eure Gastgeber Emilia und Bastian.
Speaker: Hallihallo.
Speaker: Hallo Hallee.
Speaker: Na?
Speaker: Wie geht es dir?
Speaker: Wie geht es euch?
Speaker: Es ist so schön, dich zu sehen.
Speaker: Hi, Basti.
Speaker: Wie geht es dir?
Speaker: Das kann ich nur zurückgeben.
Speaker: Mir geht es, jetzt wo ich dich sehe, geht es mir gleich noch viel besser natürlich, liebe Lina.
Speaker: Ja, ist doch klar.
Speaker: Also tatsächlich, ich freue mich ja immer auf unsere Termine.
Speaker: Und deswegen heute Freitag, kurz vorm Wochenende auch noch, muss ich sagen, freue ich mich gleich noch mehr.
Speaker: Zur besten Sendezeit, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Zur besten Sendezeit, wenn du so möchtest, genau.
Speaker: Und ich freue mich auch auf den Film heute mit dir.
Speaker: Ja, wo hast du denn den Film gesehen?
Speaker: Auf diese Frage habe ich mich heute sehr gefreut, weil ich hatte ein Kinodebüt.
Speaker: Ich war zum ersten Mal im Monopolkino in München.
Speaker: Ja.
Speaker: Und es ist tatsächlich ein total nettes Film.
Speaker: ein total nettes Kino.
Speaker: Das ist so im Keller.
Speaker: Das ist so ein Kellerkino.
Speaker: Da läufst du dann runter.
Speaker: Das ist in der Schleißheimer Straße in München.
Speaker: Und ich habe mir ein Ticket gebucht und gleich noch einen Getränke- und Snack-Gutschein dazu.
Speaker: Und dann war ich gut ausgestattet.
Speaker: Es gibt keinen Popcorn, das muss ich dazu sagen.
Speaker: Das ist auch das Erste, was ich gehört habe.
Speaker: Ich habe mir so einen Getränke- und Snack-Gutschein gekauft.
Speaker: Dann hat es mir gleich gesagt, ja, du kannst dir alles aussuchen, aber wir haben keinen Popcorn.
Speaker: Also die Frage scheint dann wohl doch öfter gestellt zu werden.
Speaker: Aber gibt es da nur einen Raum?
Speaker: Nein, da gibt es, glaube ich, insgesamt drei Säle.
Speaker: Ah, okay.
Speaker: Also in Berlin gibt es, jetzt muss ich lügen, weiß ich nicht, ein Kino, wo die eben nur einen großen Raum haben und die sagen eben auch, sie verkaufen kein Popcorn, weil die zeigen irgendwie von 13 Uhr bis 21 Uhr Filme und sie würden dann einfach mit dem Aufräumen nicht hinterherkommen und verkaufen eben nur Snacks, die die Sitze nicht so dreckig machen.
Speaker: Ja, genau, die
Speaker: Die leicht aufzuräumen oder sauber zu machen sind.
Speaker: Genau.
Speaker: Was die bei mir gemacht haben, das fand ich auch ganz interessant, die haben die Gyps, die ich mir ausgesucht habe, aus der Knistertüte, wenn du so möchtest, in einen Korb mit Servietten ausgelegt getan, damit man dann wahrscheinlich, nehme ich jetzt mal ganz stark an, während dem Film nicht so laut raschle.
Speaker: Ja.
Speaker: Das ist genius.
Speaker: Oh Gott.
Speaker: Und ich muss auch sagen, das Geraschel hat sich auch sehr in Grenzen gehalten während des Films.
Speaker: Das ist ja fantastisch.
Speaker: Das darf...
Speaker: In andere Kinos überschwappen.
Speaker: Oder?
Speaker: Oh wow.
Speaker: Ja, cool.
Speaker: Das Problem ist halt nur, du kannst es halt da nicht mit nach Hause nehmen.
Speaker: Ich hatte dann gemerkt, vielleicht wollte ich gar nicht alle Chips aufessen.
Speaker: So, während des Films schon sind wir ein bisschen zu viel.
Speaker: Da habe ich mir gedacht, ja, ich kann jetzt auch den Korb nicht mit nach Hause nehmen.
Speaker: Dann muss ich sie doch wohl oder übel aufessen.
Speaker: Ja, vielleicht hätte sie die Plastiktüte zurückbekommen.
Speaker: Vielleicht, ich glaube, die hat es da schon in den Abfall geschafft, aber es sind auch erste Weltprobleme.
Speaker: Also deswegen, wo bist du denn gewesen, in welchem Kino?
Speaker: Ja, ganz langweilig.
Speaker: Ich war wieder im Passagekino in Neukölln.
Speaker: Warum?
Speaker: Weil es wahrscheinlich irgendwie am nächsten ist.
Speaker: Es ist ein ganz, ganz tolles Kino.
Speaker: Ich liebe es sehr, aber es ist eines der Klassiker, würde ich sagen.
Speaker: Natürlich war ich entweder im Rollberg oder im Passagekino.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, aber die sind ja auch schön.
Speaker: Ich finde die sehr, sehr schön.
Speaker: Ja, ich finde auch.
Speaker: So, und jetzt sag doch mal, was haben wir uns denn angeguckt?
Speaker: Basti, sag uns doch mal.
Speaker: Sag doch mal.
Speaker: Sag doch endlich mal.
Speaker: Wir haben uns den Film Primetime angeschaut mit Robert Pattinson, der ja irgendwie die ganze Zeit durch die Kinos läuft.
Speaker: Dieses Jahr.
Speaker: Also vier Filme, oder?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und ich glaube, dreimal davon zusammen mit Zendaya auch, oder?
Speaker: Also The Drama, Odyssey und June.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also die können sich hoffentlich gut leiden, weil sonst für die Filmsets eher weniger gut.
Speaker: Wobei, man ist ja auch professionell und so.
Speaker: Aber es soll doch helfen, wenn man sich auch ein bisschen schätzen kann.
Speaker: Versteht, ja.
Speaker: Genau, den haben wir uns angeschaut und das ist ein sehr interessanter Film und ich würde jetzt einfach mal ganz kurz einsteigen, worum es eigentlich geht und dann steigen wir ein bisschen tiefer ein, was uns an dem Film so beschäftigt hat, auch nachhaltig, auch vor allem mich, weil es ist ein durchaus sehr...
Speaker: Also kontroverses Thema auch, würde ich sagen.
Speaker: Also der Film handelt von, also zunächst mal ist der Film Lenz Oppenheims Spielfilmdebüt.
Speaker: Das ist der Regisseur, der sonst eigentlich eher dokumentarisch tätig war.
Speaker: Das ist also sein erster narrativer Film.
Speaker: Und das ist ein, ich würde jetzt mal sagen, ich habe jetzt oft gelesen, im Psychothriller ist es irgendwie auch...
Speaker: Aber er beruht auf wahren Begebenheiten, nämlich eigentlich geht es vor allem um Chris Hansen, einen TV-Moderator Anfang der 2000er Jahre, der die Sendung To Catch a Predator hatte.
Speaker: Und diese Sendung war etwas ganz Besonderes, aber ich würde jetzt nicht sagen, was ganz Besonderes im wirklich positiven Sinne.
Speaker: Ich würde es jetzt mal wertneutral einfach so stehen lassen.
Speaker: Ja, aber man kann schon sagen, einzigartig als Fernsehshow.
Speaker: Ja, einzigartig in dem Sinne, das stimmt.
Speaker: Da würde ich dir jetzt Brief und Siegel drauf geben.
Speaker: Es geht nämlich darum, dass in dieser Fernsehsendung, in diesem Format mit Lockvögeln Männer angelockt werden, die sich in Chatforen, damals war das ja auch der letzte Scheiß, der heiße Scheiß, würde ich sagen, Chatforen generell, die sich dort mit vermeintlichen Teenagern in solche Räume zurückgezogen haben und sie dann, die sexuell übergriffig wurden,
Speaker: Erstmal natürlich verbal in diesen Chaträumen und die man dann mit Lockvögeln in Häuser gelockt hat, um dann dort sie zu konfrontieren, was sie sich denn dabei gedacht hätten, mit 12, 13, 14-Jährigen Minderjährigen in Kontakt zu treten und sie zu Hause zu besuchen, wenn die Eltern nicht zu Hause sind.
Speaker: Du merkst schon, das ist eine sehr denkwürdige Form der Konfrontation und so ist der Film dann eben auch aufgebaut.
Speaker: Also es geht sehr, sehr stark eben darum, es geht gar nicht um die Opfer in dem Film, muss man auch sagen.
Speaker: Das ist erst ein bisschen verstörend, finde ich, aber es ist sehr konsequent, weil die Sendung eigentlich auch nie um die Opfer ging.
Speaker: Ich finde das jetzt eine spannende Frage.
Speaker: Wer sind denn die Opfer?
Speaker: in dieser Serie.
Speaker: Die Frage, die müssen wir im Laufe der Aufnahme heute, denke ich, noch ein bisschen öfter besprechen, weil das ist genau der springende Punkt und das ist eine gute Überleitung, weil das ist, was den Film ausmacht.
Speaker: Also es heißt, To Catch a Predator hieß ja die Sendung, also einen Jäger, einen
Speaker: einen Jäger zu fangen sozusagen, weil Predator ist ja im Englischen auch vor allem ein Raubtier, das ist ganz klar so gelagert und deswegen ist am Ende des Films stellt man sich durchaus die Frage, wer ist denn hier eigentlich das Raubtier, sind das die Männer, die sich an Minderjährige wenden und du merkst schon, das ist eine sehr schwierige Frage, weil eigentlich sollte die Antwort darauf klar sein.
Speaker: Aber durch diese mediale Inszenierung verschieben sich diese Grenzen sehr, sehr stark.
Speaker: Und gerade eben auch dadurch, dass der Film, der 2006 ansetzt, da läuft diese Sendung schon zwei Jahre, eben im Primetime-Fernsehen Mittwochabends um 9 Uhr laufen soll.
Speaker: Und diese Dynamik, eben jetzt im Primetime-Fernsehen zu sein, weckt nochmal ganz andere Ambitionen und dadurch eben auch nochmal ganz andere Zuspitzungen und auch wirklich Extreme, die davor nicht so waren und an der diese Sendung dann am Ende auch scheitert, ohne jetzt das Ende vorwegzunehmen.
Speaker: Das ist aber einfach historisch auch so.
Speaker: Und da will ich jetzt einfach mal...
Speaker: ein bisschen weiter einsteigen.
Speaker: Du hattest was auf dem Herzen.
Speaker: Ich habe die Recherche dann gleich weitergemacht und eben auch den Dokumentarfilm mir direkt danach angeguckt.
Speaker: Der heißt Predators.
Speaker: Kann man sich sehr gut angucken, wenn einem das interessiert.
Speaker: Ich erinnere mich daran, dass ich den Trailer gesehen habe.
Speaker: Ich fand den Trailer, der wurde auch sehr Thriller-mäßig aufgemacht, mehr oder minder.
Speaker: Also es war schon sehr doll dramatisch auf eine Art und Weise, wo ich auch gedacht habe, ich bin mir nicht sicher, ob ich gut mit diesem Thema umgehen kann.
Speaker: Ich weiß nicht, ob ich mir das wirklich angucken möchte, um dann eben, also ich habe vor dem Film ein bisschen Recherche betrieben, weil ich eben da, ja, es gibt einfach gewisse Themen, auf die ich so ein bisschen emotional reagiere und die mich da mitnehmen und die ich ja dann nicht unbedingt im Kino sehen muss.
Speaker: Und ja,
Speaker: Dann eben zu wissen, ach, die Serie gab es ja wirklich.
Speaker: Und ich habe noch nie was von dieser Serie gehört, obwohl Primetime, aber wie du gesagt hast, das war ja irgendwie zwischen 2003 und 2007 irgendwie.
Speaker: Und dann später dann eben auch noch Primetime, deshalb haben sie sich ja entschieden.
Speaker: Da gibt es dann irgendwie auch dieses wundervolle Zitat, dass der Sender sagt, oh, ihr habt so viele Einschaltquoten, wir packen euch jetzt in die Primetime-Section mit Lost-Series.
Speaker: Zusammen.
Speaker: Also wer sich da an die Serie erinnert, ich nicht, ich kann mich an die Serie nicht erinnern.
Speaker: Ich schon.
Speaker: Aber du bestimmt schon.
Speaker: Einige Staffeln von gesehen.
Speaker: Und dann sagt er halt, dass die mit Lost um die Einschaltquote...
Speaker: Darf ich da ganz kurz einhaken?
Speaker: Ja.
Speaker: Nur ganz kurz, weil du siehst in dieser Darstellung tatsächlich auch, da ist ja dann der Senderschef, die haben dann einen Vorstellungstermin bei ihm und der Büro ihnen das eben offenbart und der sagt gleich ganz zu Anfang, ich finde eure Sendung eigentlich jetzt sinngemäß eigentlich total scheiße, aber die Zuschauer stehen gerade auf sowas, wir haben ja wirklich hochproduzierte Anwesen.
Speaker: qualitativ hochwertig geschriebene Sendungen auf Halde liegen, aber irgendwie hat man die Leute keinen Bock drauf, deswegen kriegt die jetzt den Primetime-Slot.
Speaker: Also das zeigt schon diese Dynamik des Primetime-Fernsehens, dass sie wohl was ganz anderes ist und sich an ganz anderen Merkmalen orientiert, also an Qualität offensichtlich.
Speaker: Ja, das wollte ich nur sagen.
Speaker: Ja, vergleichsweise in Deutschland weiß ich ja auch nicht, ob es da nicht auch viele Sendungen gibt, wo Einsteigquote wichtiger ist als Inhalt.
Speaker: Aber das lassen wir so stehen, das wollen wir ja gar nicht zu tief einsteigen.
Speaker: Also ich bin ein Star, holt mich hier raus, das Qualitätsfernsehen finde ich zum Beispiel.
Speaker: Also das finde ich schon, also die Joy nur.
Speaker: Primetime heißt.
Speaker: Primetime, genau.
Speaker: Aber jedenfalls, ich fand das, also meine erste Reaktion war eben auch dieses Oh mein Gott, Amerika.
Speaker: Also ich könnte es mir nirgendwo anders vorstellen, dass eine Sendung, die aufgebaut wird um einen und ich finde, das kann man bestimmt einfach schon auch sagen, dass dieser Chris Hansen ein Narzisst vor dem Herrn ist, der sich wie... Ja, und in dem Film wird das auch andauernd dargestellt und gezeigt auch.
Speaker: Genau.
Speaker: Der sich wie Gott dahinstellt, um dann einfach...
Speaker: Erstmal auch mit dieser, also er hat, sein Einstieg ist eigentlich immer, willst du nicht Platz nehmen?
Speaker: Was wäre denn passiert, wenn ich nicht da gewesen wäre?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das ist der Satz, mit dem er die Täter dann eigentlich immer konfrontiert, wenn die sich ins Haus begeben und dann der Lockvogel sich zurückzieht und dann kommt er um die Ecke mit einem Skript, mit dem Chatverlauf und konfrontiert sie und sagt dann erst mal, so jetzt setz dich mal hin.
Speaker: Was wäre passiert, wenn ich nicht hier gewesen wäre?
Speaker: Genau, nur zur Einordnung.
Speaker: Ich fand einfach persönlich zu sagen, wie warte, das gab es wirklich?
Speaker: Also Leute haben sich das angeguckt.
Speaker: Warum?
Speaker: Oder?
Speaker: Ich glaube, es ist immer die Konfrontation mit dem Unsagbaren, mit dieser Katastrophentourismus.
Speaker: Ich glaube, das ist im Fernsehen, muss man ja immer wieder feststellen, durchaus auch etwas, wo sich eine gewisse Masse mit...
Speaker: befasst und auch eine gewisse Befriedigung erfährt irgendwie.
Speaker: So dieser tiefsten Ängste.
Speaker: Ich glaube dasselbe wie auch mit Horrorfilmen und so.
Speaker: Diesen Ängsten gegenüber zu sitzen, sich denen auszusetzen und auch wirklich aus der Ferne an so einem Spektakel teilzuhaben.
Speaker: Ich glaube, das bedient so unsere niederen Instinkte so ein bisschen, aber die sind ja durchaus vorhanden.
Speaker: Und das zeigt eben eine Serie wie To Catch a Predator eben auch.
Speaker: Und dann noch dazu, ich glaube, on top ist
Speaker: dass man so das Gefühl hat, da wird irgendwie Gerechtigkeit inszeniert.
Speaker: Aber das ist ein Punkt, auf den komme ich auch später noch zu sprechen.
Speaker: Weil was ist denn inszenierte Gerechtigkeit und ist das nicht auch vielleicht ein bisschen problematisch?
Speaker: Ich würde jetzt mal auch nochmal vor allem auf die stilistischen Elemente zu sprechen kommen, weil der Film ist tatsächlich sehr inszeniert, stilistisch, kamerastilistisch unglaublich inszeniert.
Speaker: Ich habe doch nie gesehen sowas.
Speaker: Ja genau, der hat wirklich eine ganz eigene Bildsprache, die eigentlich andauernd Referenzen zu dieser Zeit schaffen.
Speaker: Also das Ganze ist wirklich sehr grobkörnig.
Speaker: Also auch so diese VHS-Ästhetik würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Kannst du doch mal kurz erklären, was VHS ist?
Speaker: Das war die Zeit, wo Bilder noch auf Magnetbändern gespeichert wurden.
Speaker: Und deswegen, da gibt es dann auch eben Magnetismus, da gibt es auch gewisse Interferenzen, das siehst du dann auch manchmal auf Bildern.
Speaker: Also die Bildqualität war nicht die gleiche wie heute, aber das wird eben die ganze Zeit gemacht.
Speaker: Also diese Bildsprache von so billigen Reality- und Nachrichtenformaten der Nullerjahre, die stellt er ganz, ganz bewusst nach.
Speaker: Und das sind dann eben, und er hat auch auf so originalen DV-Kameras von damals gedreht, die waren eben auch auf Tape.
Speaker: Und auf 16mm Kameras für dieses Grobkörnige eben, die hat er ganz speziell eben dort genutzt.
Speaker: Und es ist auch nicht im 16 zu 9 Format wie sonst, sondern auch im 4 zu 3 Format wie damals.
Speaker: Also manche sagen auch, es war ein bisschen mehr, aber tatsächlich optisch, wenn du siehst, ist es im Geiste gleich erstmal 4 zu 3.
Speaker: Und das erzeugt tatsächlich auch in diesem Film, und ich glaube, das gelingt ganz gut, du hast sehr, sehr viele Nahaufnahmen auch und das im
Speaker: Das Verhältnis und zusammen mit diesem 4 zu 3 Format, das erzeugt auch so eine gewisse klaustrophobe Stimmung, allein visuell schon und das ist so wirklich beklemmend auch und das machen die Bilder, das transportieren die ganz ausgezeichnet.
Speaker: Ja, aber es wechselt sich eben dann auch.
Speaker: ab mit diesen Split-Screens.
Speaker: Also literally das Gefühl zu haben, dem Produzenten und dem Kameramann über die Schulter zu gucken, um eben wirklich in diesem Geschehen dann dabei zu sein.
Speaker: Also es fühlt sich an wie im Editing-Room von der Serie.
Speaker: Und dann ist man aber, wie du sagst, mit diesen Nahaufnahmen und so dann vier eben bei dem Protagonisten Chris Hansen.
Speaker: Absolut, genau.
Speaker: Und auch die Farben auch noch, also du siehst schon, ich verbringe ein bisschen mehr Zeit mit der Kamerastilistik, weil die wirklich den Film trägt.
Speaker: Ich finde, die ist wirklich ein ganz essentieller Bestandteil des Films.
Speaker: Mehr als in vielen anderen Filmen oft.
Speaker: Weil du auch diese Farben und diese Kontraste sind extremst hoch, das hat immer so eine gewisse Schmutzigkeit auch, was ja auch zu dem Thema tatsächlich passt.
Speaker: Und es sind dann teilweise auch wirklich sehr schnelle Schnitt.
Speaker: Das hat auch sehr, sehr oft was von so einer Überwachungskamera-Ästhetik, die dann mit drinnen steckt.
Speaker: Und das ist bemerkenswert, finde ich, weil das wirklich durch die Kamera so gut transportiert wird.
Speaker: Und Oppenheim selber nennt diesen Film tatsächlich auch einen Fiebertraum und eine Mediencollage.
Speaker: Und wenn er das so sagt, dann hat er das auch ganz gut umgesetzt, finde ich.
Speaker: Ich bin eingestiegen und ich war total drin.
Speaker: Also ich habe auch gemerkt, dass das einen so eingesaugt hat, sofort, um irgendwie da mit umzugehen, um wirklich, also ich habe das so lange nicht mehr gehabt, dass ich wirklich so wie am Bildschirm gehang.
Speaker: Also so glued to the screen.
Speaker: Aber ich hatte in der Mitte auch kurz so ein, das ist jetzt ein bisschen viel Moment.
Speaker: Also weil das so ungewohnt ist.
Speaker: Da bin ich auch wieder rausgekommen, aber ich hatte in der Mitte irgendwann wirklich so ein... Kann sich irgendwo irgendwie was realistisch Normales wiedergeben?
Speaker: Was dieser Film stilistisch und von den Farben eben halt gar nicht...
Speaker: Ich finde, das ist lustig, dass du das sagst, weil das war primär ähnlich.
Speaker: Also ich glaube, so bei der Mitte kam mir das dann manchmal so ein bisschen formularisch vor.
Speaker: Also so gut es auch am Anfang funktioniert, finde ich, vielleicht hätte man dann zu einem gewissen Punkt auch aussteigen können.
Speaker: Wobei das ist auch schwierig, wenn ich das jetzt sage.
Speaker: Aber du hast das Gefühl gehabt, es ist einer gewissen Formel gefolgt.
Speaker: Und die hat mich dann auch so ungefähr zur Mitte des Films so ein bisschen...
Speaker: Überanstrengend.
Speaker: Kann man tatsächlich so sagen, finde ich.
Speaker: Aber glaubst du, es lag daran, dass wir einfach anderes gewohnt sind oder dass es sich auch ein bisschen zu voll und wahrgenommen hat?
Speaker: Auch das ist eine sehr gute Frage.
Speaker: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es tatsächlich auch damit zu tun hat, dass es so gut gemacht war, dass es deshalb auch zu viel wurde.
Speaker: Weil ich habe schon gesagt, so diese klaustrophobischen Elemente, die der Film hat, also durch diese vielen Nahen auch.
Speaker: Du siehst ja auch gleich zu Anfang eine Nahe von Händen, glaube ich.
Speaker: Und da geht es dann auch schon um so ein Chatprotokoll, das er vor sich hinspricht.
Speaker: Das sind lauter Close-Ups.
Speaker: Und das in diesem 4 zu 3 Format eben, das zieht sich durch den Film durch.
Speaker: Und ich glaube, dass das durchaus den Effekt erzielt, den es durchaus auch erzielen möchte.
Speaker: Und ich glaube, dass so die Stärke von dem Film dann vielleicht auch sogar zu einer seiner Schwächen wird, würde ich meinen, in dem Zusammenhang dann.
Speaker: Also es ist ganz interessant, diese Dynamik so ein bisschen zu verfolgen, auch über eigenen Geiste, wenn du so im Kino sitzt.
Speaker: Ja, so würde ich das vielleicht, so habe ich das zumindest empfunden in dem Moment.
Speaker: Ja, ich glaube, ich auch.
Speaker: Ähnlich.
Speaker: Du glaubst du auch?
Speaker: Ja.
Speaker: Also letztendlich geht es um vier Schauspieler.
Speaker: So, wir haben Chris Hansen gespielt von Robert Pattinson, wir haben die Produzentin Andy Bender, die gespielt wird von Merit Weaver, wo ich die ganze Zeit auch gedacht habe, woher kennen wir sie denn?
Speaker: Und dann war so, New Girl!
Speaker: Stimmt!
Speaker: Ja, stimmt.
Speaker: Gut, dass du es jetzt sagst.
Speaker: Ja, jetzt, jetzt, jetzt.
Speaker: Fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
Speaker: Genau, dann haben wir den Dan Plum, der den einen Lockvogel spielt.
Speaker: Also gespielt von Skylar.
Speaker: Skylar Chisondo.
Speaker: Genau.
Speaker: Dann haben wir den...
Speaker: eigentlich Aufnahmeleiter slash Editor slash Researcher, der irgendwie alles macht, oder?
Speaker: Der Xavier...
Speaker: Ja, der ist eigentlich so, der ist der, der hinter den Kulissen, wie würde ich sagen, der sich in diese Chaträume begibt und tatsächlich in diese Unterwelt eintaucht.
Speaker: Und dann anhand dieser Chatprotokolle oder dieser Chatverläufe, er gibt selber vor, tatsächlich ein 13-jähriges Mädchen zu sein oder auch Junge, das kommt natürlich auch vor.
Speaker: Und so die, ja, die
Speaker: Ich wollte jetzt fast schon sagen Opfer.
Speaker: Das ist natürlich auch, da sind wir schon an so einem Punkt, das ist ganz, ganz schwierig.
Speaker: Aber die Täter, sage ich jetzt dann einfach mal, und die vermeintlichen Täter, weil das ist ja dann doch auch wieder ein Problem, es gibt ja kein Gerichtsverfahren.
Speaker: Und das ist ja auch in diesem Film das durchaus...
Speaker: Wie soll ich sagen, das sehr Beunruhigende finde ich, dass es keinerlei Gerichtsverfahren, es gibt niemanden, der sich das mal anschaut und auch überprüft auf Rechtmäßigkeit, sondern eigentlich findet da schon eine Verurteilung statt, alleine dadurch, dass die Leute dort im Fernsehen auftauchen durch diese Chatverläufe.
Speaker: Und das ist ja hoch problematisch.
Speaker: Es gibt ja einen Rechtsstaat und ein Rechtssystem aus gutem Grund.
Speaker: Und das heißt, es wird dadurch zu so einer Selbstjustiz.
Speaker: Und dieser Xavier, also gespielt von Matthew Marr, der steckt da eben ganz tief drinnen und ist auch einer von diesen, ja, der wirklich diese Selbstjustiz auch als ein Mittel zum Zweck ansieht und sich dadurch auch zu so einer Art Rächer der Selbstjustiz,
Speaker: der der Opfer empor schwingt, würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Und da wird es dann eben sehr schwierig und auch sehr, sehr unscharf, weil es dann eben auch zeigt, dass wenn du inszenierte Wirkung und
Speaker: vermischst und das Ganze unter so einem Banner der Gerechtigkeit parkst, wie die das ja dann machen, dann stößt du irgendwie so das Tor auch zu Selbstgerechtigkeit auf und zu moralischer Blindheit.
Speaker: Und das passiert in dem Film eben.
Speaker: Weil die alle zusammenwirken... Es passiert nicht in dem Film, es passiert in der Serie.
Speaker: Also im Original ist das passiert.
Speaker: Der Film zeigt ja oder kopiert ja eigentlich nur, es ist ja nichts fiktiv.
Speaker: Wobei sie, also genau, am Schluss haben sie das gesagt, Primetime.
Speaker: Naja, einige ist es schon auch fiktiv, glaube ich.
Speaker: Aber mit viel küsserischer Freiheit.
Speaker: Wobei, wie gesagt, habe ich die Dokumentation gesehen und ich finde, so viel künstlerische Freiheit war da gar nicht.
Speaker: Also natürlich wurde Chris Hansen extrem dargestellt und dazu im Film finde ich halt auch total krass, wie da diese Ebenen sind.
Speaker: Also dadurch, dass es eigentlich nur um vier Schauspieler geht, fünf, wenn man sie noch mit reinnimmt.
Speaker: Aber es gibt die Geschichte des jungen Schauspielers,
Speaker: der irgendwo in Los Angeles mit seinen Freunden permanent Texte übt und wirklich unbedingt will und Schauspieler sein will und dann angefragt wird, weil er eben so jung aussieht und weil er nicht nur jung aussieht, sondern auch eine sehr hohe Stimme hat.
Speaker: Und diese Lockvögel in der Serie, da ist es eben wichtig, dass die dann eben auch diesen Kontakt aufbauen.
Speaker: Dann fangen die an mit den Predators an.
Speaker: Zu telefonieren und natürlich nimmt man jemanden mit einer höheren Stimme ab, 13 zu sein als nicht.
Speaker: Und dann haben sie eben einmal den weiblichen Lockvogel im Film, ich glaube in der Serie hatten sie mehrere und dann einmal diesen männlichen.
Speaker: Und dann sieht man aber diese Tragik dieser Rolle, die so reingedrängt wird und denkt, er wird jetzt Filmstar, weil er dreht ja eine Serie mit und letztendlich ist er eigentlich nur Support Act für den großen Chris Hansen und kriegt aber auch gar nicht mit, was da alles so passiert.
Speaker: Und ich finde in diesem Film eben auch, wie ihm diese Hoffnung immer und immer wieder gemacht wird, bis es dann ja eben zu diesem Showdown kommt, der ja total
Speaker: raus aus allem ist.
Speaker: Also da war ich wirklich so, das kann, das ist nicht passiert.
Speaker: Bitte, das geht, Gott, naja.
Speaker: Ganz am Ende, ja.
Speaker: Da kommen wir dann ganz am Ende auch noch drauf zu sprechen, aber das ist genau, also wir haben ja gesagt, es gibt keine Opfer in dem Film, also auf die wird nicht geschaut.
Speaker: Es geht eigentlich immer nur um die Täter und den Blick auf die Täter, die Opfer, die vermeintlichen, um die geht es ja nicht.
Speaker: Es geht auch nie wirklich um die Beantwortung von strukturellen Dingen, von
Speaker: Kinderschändung, Kindermissbrauch generell.
Speaker: Um die geht es eigentlich gar nicht wirklich.
Speaker: Das tritt alles zurück hinter dieser Form der Inszenierung tatsächlich.
Speaker: Aber wenn es ein Opfer gibt in dem Film, dann wäre es tatsächlich Dan Plum.
Speaker: Also Decoy Dan, wie ihn ja dann auch...
Speaker: Chris Hansen nennt, der ja auch immer mit ihm wieder in Kontakt tritt und ihn versucht so, weil er findet, dass er sehr gut passt zu dieser Rolle.
Speaker: Er hat so dieses Kindliche, er hat die Stimme, wie du ja schon gesagt hast und deswegen meint er, dass ein gewisser Anteil des Erfolgs der Serie auch von seiner Darbietung abhängt und deswegen versucht er ihn auch immer wieder davon zu überzeugen, dabei zu bleiben und erzählt ihm immer vieles und macht ihn
Speaker: macht ihn unheimlich wichtig und baut ihn auf, aber man merkt dann mit der Zeit eigentlich, es dient alles nur ihm selber und alles muss nur ihm selber zufließen.
Speaker: Und deswegen ist er eigentlich so ein bisschen so dieses moralische Zentrum des Films, geht eigentlich um Dan Plum herum, um seine Rolle.
Speaker: Wie wird er gebraucht, auch missbraucht in dem Film, um eigentlich die Ziele aller anderen zu verfolgen, die nichts anderes im Sinn haben, als eigentlich ihr eigenes Ego und ihre eigene Wirksamkeit in der Öffentlichkeit zu verfolgen.
Speaker: Das würde ich so festhalten.
Speaker: Wobei in der Dokumentation, was ich da spannend finde, ist, dass es eben Jahre später, als sie dann abgesetzt wurde, von einem Moralisten angeschaut wurde.
Speaker: Also da fängt sozusagen die Dokumentation an, dass diesem Moralisten und dem Psychologen diese Serie gezeigt wird, um die
Speaker: seine Perspektive zu sehen, um dann über die ganzen Lockvögel, die da eben auch nochmal ihre Rolle hinterfragen, zu Chris Hansen rübergehen.
Speaker: Es ist spannend.
Speaker: Ich fand es sehr spannend.
Speaker: Aber eben auch mit sehr viel Unbehagen.
Speaker: Also mir war das sehr beklemmend zumute einfach, weil dieses... Absolut.
Speaker: Mir auch.
Speaker: Ich kann dich beruhigen.
Speaker: Mir ging das auch so.
Speaker: Ich finde auch, ich muss nochmal auf Robert Pattinson zu sprechen kommen, Robert Pattinson spielt das großartig, finde ich.
Speaker: Für Sex ist leider gar nicht der Meinung.
Speaker: Genau.
Speaker: Jaja, nein, das habe ich gar nicht gehört, aber das kann ich mir vorstellen, also wäre ich wahrscheinlich auf...
Speaker: An seiner Stelle auch nicht unbedingt.
Speaker: Wobei ich jetzt auch nicht so tun möchte, dass ich mich unbedingt den Chris Hansen Schuhe übergeben möchte.
Speaker: Aber er spielt den großartig.
Speaker: Aber ich habe mir durchaus noch ein, zwei Folgen angeschaut von To Catch a Predator.
Speaker: Und ich finde nicht, dass er einen Chris Hansen spielt, der versucht, ihn zu imitieren.
Speaker: Sondern er macht tatsächlich eine ganz eigene Rolle daraus.
Speaker: Und das ist absolut legitim und auch in Ordnung.
Speaker: Ich glaube, das passt auch zu dem Film.
Speaker: Aber ich glaube, das alleine ist so ein bisschen der...
Speaker: Geschichte oder dem Narrativ abträglich, dass es jetzt wirklich dokumentarisch gedacht wäre oder dass es versucht, der Film versucht, die Realität abzubilden, eine wahre Begebenheit nachzubauen.
Speaker: Ich glaube, das sieht man alleine schon an Robert Pattinson, dass es ein bisschen anders gelagert ist, der Film.
Speaker: Weißt du, wen Chris Hansen lieber gehabt hätte?
Speaker: Nee, das wüsste ich gerne, sag mal.
Speaker: Dennis Leary.
Speaker: Der spricht in Diego bei Ice Age.
Speaker: Das wäre seine erste war gewesen.
Speaker: Das ist so ein blonder, ich weiß, und der ist so ein bisschen… Mehr Comedian als Schauspieler tatsächlich, aber ja.
Speaker: Ja, wobei der hat schon auch so eine gewisse Schwere.
Speaker: Ich überlege gerade, ich komme jetzt auf keinen Film, aber ich kenne ihn und ich kenne auch sein Gesicht.
Speaker: Das würde schon irgendwie passen, aber ja, okay, wenn er meint, ich muss das ja jetzt auch nicht bewerten.
Speaker: Aber den hat er nicht bekommen.
Speaker: Bad News, sorry Chris.
Speaker: Aber ich glaube, man hat ihn auch gar nicht gefragt.
Speaker: Also man hat wenig mit ihm abgestimmt.
Speaker: Hat man auch, weil er hat sich dazu, er hat ein NDA, also ein Non-Disclosure Act, wollte er nicht unterschreiben.
Speaker: Dann hat man ihm gesagt, wenn du es nicht unterschreiben möchtest, dann können wir dir leider auch keine Details zu dem Film zukommen lassen.
Speaker: Und dann war er eigentlich ziemlich raus, ist das, was ich gehört habe.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber der Film wirft eben sehr viele Fragen auf.
Speaker: Was sind denn Fragen, die dir da in den Sinn gekommen sind, als du ihn geschaut hast?
Speaker: Wie es dazu gekommen ist, dass es diese Serie so lange gab und dazu eben auch, also wir enden ja sozusagen mit dem High dieser Serie, mit etwas, was so aus den Rudern läuft, dass das der größte Push war, auch diese Serie nochmal.
Speaker: Und nur weil das passiert ist, gab es dann eben Nachahmer.
Speaker: Auch international.
Speaker: Du meinst Serien im Fernsehen?
Speaker: Gab es so ähnliche Formate?
Speaker: Und wenn man sich das jetzt aber auch anguckt, das geht auch zu weit, aber wenn man sich jetzt diese ganzen Men is Fear Dudes anguckt, die da irgendwie im Internet Live-Sachen schalten und sich ermächtigen, auch dieses Catch a Predator Ding ins Internet zu bringen, also nach dem Schema A der Serie, ich finde das arg.
Speaker: Ich kann das, ich kann... Why, how?
Speaker: Es ist so sick.
Speaker: Ich finde es so... Man hat doch auch eine Verantwortung.
Speaker: Also man hat ja auch, und das finde ich ja, eben diese Frage, die der Film ja irgendwie stellt, zu sagen, natürlich ist es total falsch, Kinder im Internet zu sagen.
Speaker: Aufzulauern.
Speaker: Diese Catch-a-Predator-Geschichte.
Speaker: Ich meine, in der Serie gab es ja eben auch diese 18-, 19-Jährigen, die es einfach irgendwie nicht geschafft haben, in ihrem Erwachsenensein so weit vorzukommen und eigentlich nur nach Kumpels oder Freunden oder nach irgendwas gefunden haben.
Speaker: Also es gibt, natürlich gibt es ganz furchtbare Chats, die anderweitig klipp und klar Absichten ähm
Speaker: gesagt haben.
Speaker: Und das liest er ja dann auch vor.
Speaker: Aber es gab eben auch die Jungs, die einfach gar nicht so richtig wussten, wie, da wurden die eingeladen und da war eben jemand nett zu denen.
Speaker: Also es gibt so eben viele verschiedene Perspektiven.
Speaker: Und dann aber auch diejenigen, die da sind, so
Speaker: an den Pranger zu stellen.
Speaker: Das hat er, das zertiert er ja glaube ich auch irgendwann, dass er gesagt hat, früher wurden einfach so Menschen an den Marktplatz, an den Posten ausgepeitscht.
Speaker: Und tut aber so, als ob das Mittelalter die bessere Zeit gewesen wäre damit.
Speaker: Ja, das sind alles die Fragen, die so wahnsinnig spannend sind bei dem Film tatsächlich.
Speaker: Und da fängt eben genau das an und da fängt für mich so der Denkprozess auch ein bisschen an.
Speaker: Weil er gibt ja vor, diese Sendung gibt ja vor, für Gerechtigkeit zu sorgen, wo es vielleicht zuvor institutionelles Versagen gegeben hat.
Speaker: Die laufen da frei rum.
Speaker: Es gibt niemanden, der die stellt, aber wir machen das als Fernsehsendung.
Speaker: Jetzt trifft das aber Fernsehsendungen und das sieht man eben bei Chris Hansen und dessen wieder auch als dieser Narzisst dargestellt, der sich in einigen Szenen dann zeigt, zum Beispiel, als er mit seiner Geliebten in einem Restaurant ist und das irgendwie droht aufzubrechen oder in die Öffentlichkeit zu geraten.
Speaker: Er macht mit ihr Schluss.
Speaker: Er ist überhaupt nicht empathiefähig.
Speaker: Gar nicht.
Speaker: Also der Mann bezieht alles nur auf sich.
Speaker: Aber natürlich sind Narzissten im Fernsehen und gerade im Primetime
Speaker: diejenigen, die diese Ambitionen dieser Sendung natürlich auch am besten bedienen können, teilweise.
Speaker: Und dann hast du diesen Rückkopplungseffekt, auf der einen Seite Gerechtigkeit, aber auf der anderen Seite geht es um dich.
Speaker: Und dann vermischst du eben diesen Narzissmus unter diesem Banner der Gerechtigkeit und wirst dann selbst gerecht.
Speaker: Und dann wirst du moralisch blind.
Speaker: Und dann wirst du eigentlich eher zu einem Problem als zu der Lösung des Problems und bringst das Gegenteil von Gerechtigkeit in die Welt, nämlich eine Vorverurteilung von Menschen,
Speaker: über die du nichts anderes in Erfahrung bringst.
Speaker: Und das ist ja genau der springende Punkt.
Speaker: Eigentlich müssten wir uns ja strukturell mehr Gedanken machen, was denn diese Dinge sind, warum solche Dinge passieren.
Speaker: Warum zum Beispiel ist auf Meta, ich weiß nicht, seit 2006, 2007, da war Meta noch nicht ganz so groß oder Facebook hieß es ja damals noch.
Speaker: Aber die Fragen, die wir uns ja stellen müssen, ist ja doch eher,
Speaker: Die strukturelle Natur der Dinge auch.
Speaker: Wie können Erwachsene auf solchen Plattformen mit solchen Kindern so einfach in Verbindung treten zum Beispiel.
Speaker: Aber auf diese strukturellen Fragen hat so eine Sendung eben überhaupt gar keine Antwort, weil es nur um Inszenierung geht und nur um die öffentliche Wirkung.
Speaker: Und da läuft das vollkommen ins Leere dann.
Speaker: Und um noch einen schlimmeren Text zu finden, noch eine größere Persönlichkeit.
Speaker: Also es muss auch immer stärker, weiter, krasser sein, um diese Quote zu halten.
Speaker: Und
Speaker: Ja, und so kam es eben dann zu diesem Ende des Films, wo das, wie gesagt, alles so extrem aus dem Ruder läuft.
Speaker: Und kurz bevor das passiert, gibt es eben auch, ich glaube, das ist wirklich sehr künstlerischer Freiraum, diese Enttäuschung des Moderators, dass denjenigen, den sie dachten, jetzt an der Angel zu haben, dass der nicht gekommen ist.
Speaker: Und dann kriegt er da so eine Art Zusammenbruch.
Speaker: und entscheidet dann eben aufgrund dessen, selbst Justiz zu begehen und einfach zu sagen, okay, ich scheiße jetzt auf alle Regeln, ich mache jetzt, was ich will.
Speaker: Einsteigquoten wegen, genau.
Speaker: Genau, das ist ja auch, die wollen dann einen sogenannten Wahl fangen, also jemanden aus hohen Regierungskreisen.
Speaker: Also die brauchen immer noch den nächsthöheren Fall, jetzt nicht mehr so den Nachbarn von nebenan, das interessiert schon gar nicht mehr, sondern muss es irgendwie Regierungsvertreter werden, vielleicht ein Politiker in einer Szene sogar, könnte es sogar der Präsident sein, der am anderen Ende sitzt.
Speaker: Ja, das ist auch noch so eine Szene.
Speaker: Also es muss immer schneller, weiter, noch empörender werden als alles andere.
Speaker: Und damit...
Speaker: ist der Film tatsächlich so unglaublich relevant für unsere Zeit.
Speaker: Weil nach diesen Prinzipien verfährt ja mittlerweile alles in unserer Aufmerksamkeitsökonomie.
Speaker: Es geht wirklich nur noch darum, Bilder zu produzieren, die die Menschen höchstmöglich empören, wo man sich dann wirklich hoch emotional hinter begeben kann und auf dieser Welle mitreiten kann.
Speaker: Und das zeigt eigentlich, dieser Film war vor 20 Jahren eigentlich auch schon der Fall, nur gab es da noch lineare Medien,
Speaker: Heute verselbstständigt sich das Ganze natürlich in den sozialen Medien und wächst dadurch exponentiell.
Speaker: Und deswegen ist der Film wirklich für unsere Zeit auch wahnsinnig relevant und aktuell, obwohl er eigentlich 20 Jahre zurückliegt, weil er diese Mechanismen offenlegt.
Speaker: Sollen wir zu den Fun Facts gehen?
Speaker: Lass uns zu den Fun Facts gehen.
Speaker: Hast du... Jünter, wir brauchen einmal bitte Fun Facts.
Speaker: Fun Facts.
Speaker: Na, jetzt.
Speaker: Okay.
Speaker: Was hast du denn, liebe Emilia?
Speaker: Also, der gute, gutmütige Chris Hansen hat eben immer sein Interview mit diesen Predators und
Speaker: um denen dann ganz liebevoll zu sagen, but you're free to go, also du darfst jetzt auch gehen, um dann eben ganz dramatisch von der Polizei abgeführt zu werden.
Speaker: Und in dieser Serie war das tatsächlich so, dass es diese Action Shots, also es wurden Kameras auf diese Waffen gepackt.
Speaker: Und die gab es, bevor es Body Kameras gab.
Speaker: Was waren das dann für Kameras?
Speaker: Weißt du, das habe ich nämlich gar nicht in Erfahrung gebracht.
Speaker: Die haben ja noch keine GoPros gehabt damals, nehme ich ganz stark an.
Speaker: Das müssen wir nachreichen, ich merke schon.
Speaker: Aber es war so diese erste Form im Fernsehen, du meinst auch von so einer entfesselten Kamera, die da direkt so dann an diesem Gerät angebracht ist?
Speaker: Ja, aber eben bei den Polizisten.
Speaker: Also die ja eigentlich auch in einem gewissen Law and Order Ding... Genau, und erstmal eigentlich neutral sein sollten.
Speaker: Und dann kommt aber das Produktionsthema und sagen, ja, ihr kriegt ja aber so die besseren Shots hier.
Speaker: Wir packen jetzt die Kameras auf die Waffen.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, das ist ja sowieso diese Grenze zwischen...
Speaker: Also Law Enforcement und dann dem Fernsehsender, in dem Sinne ist ja dann sowieso immer mehr auch weggeschmolzen, weil auch die Polizei am Ende gesehen hat, da ging es dann auch um Wahlen, die sind dann nach Texas gegangen, noch so kurz an dieser Stelle, dass man das durchaus auch für sich selber nutzen kann, weil Sheriffs werden dort auch wieder gewählt, für die eigene Wiederwahl zu inszenieren.
Speaker: Und das hat eben auch da einen ganz großen blinden Fleck des Systems auch dadurch gezeigt.
Speaker: Und diese, wie du gerade gesagt hast, die Kameras auf den Waffen, die waren eigentlich so das Sinnbild dafür, jetzt ist wirklich die Grenze komplett überschritten.
Speaker: Jetzt sind alle Leinen los.
Speaker: Was hab ich denn?
Speaker: Ich hab zum einen gesehen, dass die Entstehung des Films läuft tatsächlich oder geht zurück auf eine Chris Hansen Cameo, die seine Frau ihm geschenkt hat, also Lance Oppenheim.
Speaker: Cameos muss man sich vorstellen in den USA, das gibt's bei uns gar nicht, die kann man sich kaufen.
Speaker: Im Internet zahlt man einem
Speaker: einen Prominenten, eine Geldsumme und dann spricht er so einen Text für dich auf, den du dann deinen geliebten Familie, wie auch immer, als Geschenk eben zuschicken kannst.
Speaker: Und sprechen sie dann die Kamera an den Text, den du denen schickst.
Speaker: Und sowas hat sie ihm eben auch geschickt.
Speaker: Und so ist dann eigentlich auch die Idee für diese, weil er diese Serie immer sehr, sehr gerne mochte.
Speaker: Also Lance Oppenheim fand die Serie gut.
Speaker: Und als er diese Cameo gefunden hat, hat er sich dann gedacht, ah, da können wir ja einen Film drüber machen.
Speaker: Ja, Geschenke können Biografien maßgeblich beeinflussen.
Speaker: Robert Pattinson hat gesagt, dass er To Catch a Predator das erste Mal gesehen hat und kennengelernt hat, als er damals, damals, man erinnert sich zurück, Twilight gedreht hat.
Speaker: Also anscheinend war er im Hotel mal und hat ihn einfach durchgesappt und hat gesagt, ah, guck mal, das gucken wir uns an.
Speaker: War aber bestimmt ein Rerun, oder?
Speaker: Twilight lief doch nicht in den 2000er Jahren, oder?
Speaker: Nein, als er ihn gedreht hat.
Speaker: Als er Twilight gedreht hat.
Speaker: 2004.
Speaker: Ja, aber das meine ich.
Speaker: Aber die Serie gab es noch.
Speaker: Achso, hat ja Twilight 2004 gedreht.
Speaker: Ist das schon so lange her?
Speaker: Das meine ich ja gerade.
Speaker: Ja, ich glaube, es ist schon so lange her.
Speaker: Wow, ja das meine ich eben, ich hatte gedacht, so lange ist es schon wieder über 20 Jahre her.
Speaker: Wow.
Speaker: Ja, wir werden halt.
Speaker: Du hast recht, du hast ja auch ein bisschen älter geworden.
Speaker: Ja, Wahnsinn.
Speaker: Okay, ich habe gerade gemerkt, die Zeitkapseln, die ich mich gesetzt habe, die fliegt schneller, als ich dachte.
Speaker: Okay, ja, okay, ja, so kann das ja auch passieren.
Speaker: Beim Seppen, was man halt nicht schon alles entdeckt hat.
Speaker: Was ich auch noch gesehen habe, ist also zum einen, dass Jeff Zucker auch nicht verwandt oder verschwägert mit Zuckerberg, der ist der Chef von NBC.
Speaker: Ja, ich weiß nicht, da muss ich jetzt irgendwie dran denken.
Speaker: Weil wir vorhin gerade bei Meta waren, habe ich gedacht, Zucker, naja, wie auch immer.
Speaker: Du meinst, es gibt bestimmt irgendjemanden, der Mark Zuckerberg Zucker nennt, so als Nickname.
Speaker: Das war, glaube ich, meine persönliche Assoziation jetzt, ja.
Speaker: Okay.
Speaker: Auf jeden Fall, das war der NBC-Universal-Chef damals, als diese Entscheidung mit der Primetime eben gefallen ist.
Speaker: Und der hat sich tatsächlich auch selber gespielt.
Speaker: Also der Mann in dem Film, der den Jeff Sucker spielt, ist Jeff Sucker selber.
Speaker: Also von daher ganz einfach.
Speaker: Da war kein Method-Acting nötig, würde ich jetzt mal behaupten.
Speaker: Und das zeigt eben auch, dass es so eine zusätzliche Reibung zwischen Rekonstruktion und Fiktion und Mediengeschichte gibt.
Speaker: Also das ist so ein...
Speaker: Das zeigt das, also dass die da viele, viele Dinge in dem Film eben auch zusammenbringen und wo die Grenzen dann durchaus auch ein bisschen fließend sind.
Speaker: Der Film feierte Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig dieses Jahr, 2026.
Speaker: Und danach äußerte sich der Moderator, der echte Moderator, Chris Hansen, öffentlich kritisch auch noch über seine Darstellung und bezeichnete sie als sehr stark fiktionalisiert.
Speaker: Oh!
Speaker: Ja, also ich glaube, da ist durchaus was dran, weil wie gesagt, ich habe ja schon gesagt, das ist jetzt keine Imitation.
Speaker: Ich glaube nicht, dass sich Robert Pattinson darum bemüht hat, Chris Hansen nachzuspielen.
Speaker: Und es gibt ja auch so viele Szenen in dem Film, wo er wirklich auch dann diese Chatverläufe so fetischisiert und die so im Geiste durchgeht und so.
Speaker: Ich glaube, das kann man natürlich auch gar nicht wissen.
Speaker: Ich glaube, da ist was dran, aber am Ende des Tages muss ich gar nicht sagen, ist es mir ziemlich egal.
Speaker: Okay, fair.
Speaker: Auch fair.
Speaker: Also ich glaube, ich habe jetzt sonst gar nicht so viel mehr.
Speaker: Was ist mit dir?
Speaker: Hast du noch was für ihn?
Speaker: Ich hätte noch zwei.
Speaker: Und zwar, es gab Szenen, wo es einfach keine Proben gab, um einfach Robert Pattinson spontan dabei zuzugucken, was er mit dieser Figur macht.
Speaker: Und vor allem diese Szene, wo er diesen Zusammenbruch hat, ist eine davon.
Speaker: Das fand ich sehr spannend.
Speaker: Also, kurzer Schlenker, ich habe Lost versucht anzufangen.
Speaker: Ich konnte mit Lost leider nichts anfangen.
Speaker: Hast du versucht jetzt anzufangen oder schon früher?
Speaker: Also es hat jetzt nichts mit dem zu tun?
Speaker: Vor drei Jahren oder so habe ich mal versucht Lost anzufangen, weil sehr viele irgendwie gesagt haben, du hast Lost nicht gesehen und hast gesagt, ist das eine gute Serie?
Speaker: Und dann haben alle gesagt, ja, musst du gesehen haben.
Speaker: Und dann hat das angefangen und dann war mir, weiß ich, also es hat irgendwas anscheinend auch mit Bären zu tun, dann sind da irgendwelche Eisbären auf dieser Insel.
Speaker: Ich fand das aber, du weißt bestimmt mehr als ich, das ist okay, ich höre mir das gerne nochmal an.
Speaker: Kurzfassung, du machst eine Folge über Lost, die ich mir dann anhören kann, um zu sagen, ja.
Speaker: Ich glaube, eine Folge reicht da gar nicht, weil das sind, ich weiß gar nicht, wie viele Staffeln waren es am Ende?
Speaker: Sechs?
Speaker: Acht, glaube ich.
Speaker: Acht?
Speaker: Oh, schau, ich bin schon viel früher.
Speaker: Ich glaube, ich bin nach Staffel vier dann irgendwann ausgestiegen.
Speaker: Aha.
Speaker: Naja, aber jedenfalls fand ich dieses, also diesen, wie sagt man, Zeit...
Speaker: so interessant, als dann erwähnt wurde, ihr lauft jetzt zur gleichen Zeit wie Lost, dann ist mir nochmal eingefallen, das ist auch schon so lange her.
Speaker: Und da meinten die halt eben, also Lost lief damals auf ABC und war 2006 einer der größten US-amerikanischen Serien.
Speaker: Und To Catch a Predator lief als Teil von NBC.
Speaker: Und wurde aber zu verschiedenen Terminen ausgestrahlt.
Speaker: Also zum Beispiel Mittwoch und Freitag.
Speaker: Und Lost hatte irgendwie nur einen Sendeplatz.
Speaker: Und die hatten dann tatsächlich sogar zwei in der Woche.
Speaker: Überleg dir das mal.
Speaker: Oh Gott.
Speaker: Ja, waren aber insgesamt nur, ich glaube, 20 Folgen, wenn ich mich nicht täusche.
Speaker: Es war gar nicht so viel, wie man sich jetzt durchaus denkt.
Speaker: Also ja, ich glaube 20 Folgen insgesamt, Beiträge gab es.
Speaker: Also es war jetzt gar nicht so viel.
Speaker: Das heißt, aber eine Staffel war dann wahrscheinlich nur so...
Speaker: sieben, ich glaube es gab drei Staffeln, drei Jahre, also werden dann so nach Adam Riese so um die sieben Folgen gewesen sein pro Staffel.
Speaker: Ja, bestimmt auch ein Special und irgendwas dazu.
Speaker: Wahrscheinlich, irgendwie sowas.
Speaker: Aber man muss auch dazu sagen, natürlich Lost war damals schon ein ziemlich heißer Scheiß.
Speaker: Also das war, das hat Fernsehen schon durchaus
Speaker: revolutioniert.
Speaker: Diese Form des Storytellings, da war Lost wirklich ganz, ganz vorne mit dabei.
Speaker: Das weiß ich noch.
Speaker: Also es hat damals jeder geschaut.
Speaker: Und deswegen ist auch in diesem Film eben so diese Verheißung, ihr kommt jetzt, ihr nehmt jetzt den Sendeplatz von Lost ein, natürlich auch nochmal eine ganz besondere.
Speaker: Es wird sogar kurz gezeigt.
Speaker: Es gibt...
Speaker: Ganz kurzes Snippet von Lost.
Speaker: Ja, stimmt.
Speaker: Von dem Flugzeugabsturz.
Speaker: Ich glaube, so viel kann man verraten, ob der die Sendung noch nie gesehen hat.
Speaker: Dass er die ersten drei Minuten.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Okay.
Speaker: Und du hast noch einen, oder?
Speaker: Du hast ja noch zwei.
Speaker: Nee, ich glaube, das waren die beiden.
Speaker: Ja, im Zählen bin ich auch nicht besonders gut.
Speaker: Das ist jetzt gerade auch deutlich geworden.
Speaker: Dann, ja wunderbar, dann würde ich sagen, Zitat.
Speaker: Das Filmzitat.
Speaker: Was hast du da im Angebot?
Speaker: Also, ich glaube, das Zitat ist, es ist eben das Zitat, aber eben, er kommt meistens die Treppe irgendwo runter oder von irgendeinem Hinterraum und dann fragt er dann eben diese ganzen Fragen.
Speaker: What would have happened if I wasn't there?
Speaker: You see how this looks, right?
Speaker: At the end of the day, a man must be held accountable for the decisions that he makes.
Speaker: Do you agree?
Speaker: Do you watch television?
Speaker: Well, there's something you should know.
Speaker: I'm Chris Henson with Dateline NBC and you're about to be part of television history.
Speaker: Wow.
Speaker: Ich würde mal sagen, das spricht für eine gewisse Retterfantasie und eine gewisse Selbstüberschätzung.
Speaker: Passend zu einem Narzissen wie ihm.
Speaker: In allen 20 Folgen genauso.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Sehr starkes, also sehr formularisch auch.
Speaker: Deswegen passt es auch zu dem Film, weil die Sendung an sich auch sehr formularisch war und der Film ja auch sehr formularisch funktioniert.
Speaker: Also auch alleine schon mit der Kamerastilistik und so.
Speaker: Also, ja.
Speaker: Gutes Zitat, das habe ich tatsächlich auch bei mir stehen als eines von zweien.
Speaker: Deswegen ist es gut, dass ich mir zwei rausgesucht habe.
Speaker: Ich habe da noch was in der Hinterhand.
Speaker: Und zwar habe ich mir das, also Andy, seine Produzentin, die eigentlich mit ihm die Sendung, die eigentlich ihm immer den Rücken frei hält und halt die Finanzierung und alles macht.
Speaker: Also eigentlich die, die das Ganze, die ganzen Zügel in der Hand hält.
Speaker: die gespielt wird von Merit Weaver, wie du ja schon gesagt hast, die sagt dann am Ende, also ich will das Ende nicht vorwegnehmen, ich würde es einfach mal so beschreiben, es geht darum, es endet mit einer sehr großen menschlichen Tragödie und während die sich gerade abspielt und das Ausmaß bewusst wird und alle noch in Schock, unter Schock stehen, schaut sich Andy die Szene an, die sich dort gerade für ihren Augen ereignet hat und sagt nur, I think I can make this work.
Speaker: Also im Schnitt für die Sendung.
Speaker: Also das zeigt für mich tatsächlich das Ausmaß dieser Sendung, weil es jegliche Form der Empathie aufgibt, jede Form der Selbstreflexion und sich nur noch wahrnimmt aus der Sicht eines Publikums und der Zusehenden.
Speaker: Und dadurch wirklich die Moral eigentlich komplett nur noch eine Inszenierung ist und nur noch wirklich den Einschaltquoten zu dienen hat.
Speaker: Und dieses Zitat bringt es am Ende wirklich ganz fantastisch auf den Punkt und deswegen ist das mein Zitat des Films.
Speaker: Nice.
Speaker: Nice.
Speaker: Dann hätten wir noch die Szene, die Lieblingsszene.
Speaker: Die Lieblingsszene.
Speaker: Es gibt halt, wie vorhin schon erwähnt, verschiedene Ebenen über verschiedene Personen und es gibt sozusagen den Chris Hansen Mythos, der eben ihn beschreibt, wie er damals in Indien war.
Speaker: Und ganz alleine auch sozusagen, woher überhaupt diese Idee kam, zu diesem Catch a Predator Serienkonzept und dass er da in einem Dorf war, wo ganz viele Kinder verschwunden sind und da eben dann ein Monster war.
Speaker: Und da bedient sich dieser Film auch nochmal in einem ganz anderen stilistischen Mittel und zeigt eben dieses Monster, das dann auch am Ende des Films nochmal auftaucht.
Speaker: Und mehr oder minder wahrscheinlich zur Charakterbildung des Chris Hansen dienlich sein soll, aber ich finde einfach, das bricht nochmal komplett mit dem ganzen Film und ich fand das so spannend, wie sie das...
Speaker: auch aufgelöst haben.
Speaker: Okay, ja, cool.
Speaker: Ich habe mir eine Szene ausgesucht, die, glaube ich, gleich in vielerlei Hinsicht so ein bisschen den Finger auch in die Wunde legt, was das gesamte Format betrifft.
Speaker: Und zwar gibt es eine Szene, da kommt ein Mann, so wie auch sonst, immer wieder mal in eines dieser Häuser mit irgendeinem Geschenk, um eben einen, ich glaube, es war der Lockvogel, ich glaube auch der in Plamm,
Speaker: Kommt dort rein und wie das dann so ist, verlässt er das Zimmer und Dan Hansen kommt hinein und sagt ihm, er soll sich hinsetzen.
Speaker: Aber er weigert sich.
Speaker: Und sagt dann, er wäre ein Rabbi.
Speaker: Und in diesem Moment, wo er sich nicht hinsetzt und sich nicht in seine Rolle fügt, sich nicht dieser Illusion hingibt und dieser göttlichen Gerechtigkeit quasi, die man diesem Medium zuschreibt, fällt das Konstrukt so ein bisschen in sich zusammen.
Speaker: Und die Szene zeigt, dass damit diese
Speaker: Sendung funktioniert, müssen einfach viele Dinge zusammenkommen.
Speaker: Nämlich zum einen diese Inszenierung und diese selbstgerechte Moral, die sie an den Tag legen, aber eben auch auf der anderen Seite, dass sie von den Menschen so hingenommen wird, dass sie Medien als diese institutionelle Form der Gerechtigkeit überhaupt akzeptieren.
Speaker: In dem Moment, in dem sie das nicht tun, sagen, nö,
Speaker: Ich setze mich nicht hin.
Speaker: Ja, wer bist du denn?
Speaker: Wer bist du denn eigentlich?
Speaker: Fällt das in sich zusammen?
Speaker: Und das zeigt ihm, und das ist die Szene, die ist so wichtig, weil es zeigt, es hängt nicht nur an Chris Hansen, sondern es hängt an allen Leuten, die da mitspielen.
Speaker: An den Leuten, die dort...
Speaker: Also mitspielen.
Speaker: Luftgänsefüßchen, genau.
Speaker: Und eben aber auch das Publikum, die Zusehenden, die sind genauso mitverantwortlich wie alle anderen an der Sendung.
Speaker: Alle, die das sehen, tragen eine Mitverantwortung dafür, wie die Sendung funktioniert und wie die Mechanismen sich dort zeigen.
Speaker: Also deswegen ist das eine sehr starke Szene, weil es den Finger tatsächlich nach außerhalb der Kamera richtet, finde ich.
Speaker: Countdown!
Speaker: Okay, gut.
Speaker: Jünter, einmal Countdown, bitte.
Speaker: T-minus, 6, 5, 4, 3, 2, 1.
Speaker: Absolut.
Speaker: Jein.
Speaker: Was?
Speaker: What's wrong with you?
Speaker: Why?
Speaker: Hä?
Speaker: Ich kann mich heute, ich kann mich heute, ich kann wirklich heute nicht, ich tue mir, ich ist schwer.
Speaker: Ich kann mich nicht entscheiden.
Speaker: Ich kann mich bei dem Film wirklich nicht entscheiden.
Speaker: Es schlagen wirklich zwei Herzen in meiner Brust.
Speaker: Ist so.
Speaker: Erkennen Sie sich.
Speaker: Klären Sie sich.
Speaker: Herr Fischer, was ist das hier?
Speaker: Also auf der einen Seite finde ich, wir haben ja einmal kurz darüber gesprochen, gleich zu Anfang eigentlich, hat mich das Formulage, als ich da in der Mitte mal so war, das hat mich wirklich irgendwie, das fand ich irgendwann dann, ja, rausgehauen und ich glaube, wie ich auch vorhin schon gesagt habe, das ist einfach, weil es zu gut funktioniert, wird die Stärke auch zu einer Schwäche, dass
Speaker: Ja, das kann ich irgendwie nicht auflösen.
Speaker: Und auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass der Film inhaltlich einfach wahnsinnig viel bietet und einfach so eine unglaubliche Relevanz auch für heute besitzt und eben auch dafür, wie Medien funktionieren.
Speaker: Diese Mechanismen, die Dynamik, die dem Ganzen innewohnen und deshalb, ich kann mich heute einfach nicht entscheiden.
Speaker: Ich muss heute einen Joker ziehen.
Speaker: Ich würde sagen, macht euch selber ein Bild.
Speaker: Schaut euch an, macht euch selber ein Bild.
Speaker: Ich
Speaker: Auch das Klaustrophobe, auch weil es eben so gut ist, ist aber halt auch, ich tue mir schwer.
Speaker: Du merkst es schon.
Speaker: Es ist schwierig heute für mich.
Speaker: Verstehe ich überhaupt nicht.
Speaker: Also Nummer 1 Todespluspunkt.
Speaker: Ey, es ist so kurz.
Speaker: Er ist einfach... 110 Minuten, meinst du?
Speaker: Ja, also ich bin aus dem Kino gegangen und musste den auch erstmal wirken lassen, deshalb habe ich noch nicht sofort meine Kopfhörer aufgesetzt und dann habe ich wirklich zwei, drei Leute gesagt, die gesagt haben, es ist ja noch so früh, der Film war ja total kurz und das ist heutzutage, wo jeder Film irgendwie noch dreimal, also schon bei Serien ja auch, alles nochmal erklären muss und nochmal super brutal.
Speaker: Ich finde,
Speaker: Im Film zeigen sie eben eine gewisse Feinfühligkeit und stellen sehr viel in Frage.
Speaker: Dass die Serie moralisch fragwürdig ist, darauf können wir uns alle einigen.
Speaker: Wer guckt sich sowas an, Leute?
Speaker: Scheinbar, ziemlich viele Leute.
Speaker: Amerikaner, I don't know.
Speaker: Also ich meine, es gibt ja auch Leute, die gerne Reality-TV gucken und ich möchte denen ja auch nichts absprechen.
Speaker: Auch das verstehe ich nicht.
Speaker: Ich verstehe halt nicht, warum man im Fernsehen
Speaker: auf Leute runtergucken möchte, um sich entertain zu fühlen.
Speaker: Gibt's was, das versteht ich halt nicht.
Speaker: Scheint gut zu funktionieren.
Speaker: Ja, ich meine, darf ja jeder auch selber für sich entscheiden.
Speaker: Mir gefällt das halt nicht.
Speaker: Ich finde das befremdlich.
Speaker: Aber, also ich meine, dass es diese Serie gegeben hat, da kann ja der Film nichts dafür.
Speaker: Aber ich finde, was der Film gemacht hat und auch in so einem wirklich kleinen Rahmen von vier Schauspielern, die da miteinander wirken und jeder irgendwie so den Teil hat.
Speaker: Und Robert Pattinson, he's killing it.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Also wenn der da jetzt nicht irgendwie, also...
Speaker: Wenigstens eine Nomination.
Speaker: Zumindest ein Golden Globe.
Speaker: Ja.
Speaker: Also das würde mich schon auch stark wundern.
Speaker: Und ich meine, der hat wirklich Bestleistungen dieses Jahr abgegeben.
Speaker: Und auch letztes Jahr mit Die My Love und alles.
Speaker: Also große, große, große Filme und große Rollen.
Speaker: Aber
Speaker: So damit dann eben auch zu brechen, das ist schon krass.
Speaker: Und eben wie du gesagt hast, es stellt ja weiterhin die Frage, auch dieser Film endet ja mit der Mutter, die das Kind dann fragt und sagt, hattest du schon jemals Kontakt im Internet zu Fremden?
Speaker: Und das Kind sagt, ja, aber nur zu den netten Menschen.
Speaker: Und die Mutter sagt so, du kannst das überhaupt nicht einschätzen.
Speaker: Hab einfach keinen Kontakt zu fremden Leuten im Internet.
Speaker: Du, jeder, jeder, der hier zuhört.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Internet und so.
Speaker: Oder also habt vielleicht Kontakt, aber trefft euch dann einfach auch nicht mit denen.
Speaker: You never know.
Speaker: Also ich finde eben der Film gerade heutzutage irgendwie wichtig.
Speaker: Und ich finde, ja, also ich habe auch sowas, sowas habe ich noch nie gesehen.
Speaker: So eine Art von Film.
Speaker: Und auch ich hatte irgendwie in der Mitte meine Schwierigkeiten.
Speaker: Ich bin dann aber wieder reingekommen.
Speaker: Also ich hatte auch kurz so einen Moment, wo ich gedacht habe,
Speaker: Puh, das ist gerade viel.
Speaker: Aber ich meine, wir sind so viel in Medien unterwegs, vor allem du und ich, und kriegen irgendwie so viel Scheiß mit und sind da permanent irgendwie zugebombt, dass das vielleicht auch einfach an uns liegt.
Speaker: Am Ende des Tages liegt es wahrscheinlich immer an uns.
Speaker: Also ich glaube, diese Möglichkeit sollte man immer in Betracht ziehen.
Speaker: Weil sonst wird man sehr schnell selbstgerecht und entwickelt eine moralische Blindheit.
Speaker: Dann fängt man an, komische Serienkonzepte zu schreiben und bei der Primetime zu laufen.
Speaker: Absolut, ja.
Speaker: So oder so ähnlich.
Speaker: Wunderbar, das hast du doch sehr schön jetzt auf den Punkt gebracht.
Speaker: Hast du dich jetzt umentschieden?
Speaker: Oder bleibst du bei deinem Joker?
Speaker: Ich will immer noch dabei bleiben.
Speaker: Ich bleibe bei meinem Joker.
Speaker: Den werde ich auch wirklich jetzt wahrscheinlich, den kann ich, ja jetzt muss ich ihn wahrscheinlich erstmal ein paar Jahre in der Schublade lassen.
Speaker: Ich freue mich schon, wenn ich meinen ziehen kann.
Speaker: Heute ziehe ich ihn.
Speaker: Oh, ich bin gespannt.
Speaker: Das wird spannend.
Speaker: Dann haben wir noch eine einzige Kategorie heute.
Speaker: Meine Lieblings.
Speaker: Deine Lieblingskategorie.
Speaker: Genau.
Speaker: Die Szene der Woche.
Speaker: Du darfst anfangen.
Speaker: Ich darf anfangen?
Speaker: Mhm.
Speaker: Wenn du jetzt gerade tatsächlich zwei in den Kopf kommst, nachdem du so auf Amerika geschimpft hast, aber ich entscheide ihn jetzt trotzdem für eine andere, weil du letzte Woche ja über den Film Was haben wir gelacht gesprochen hast und ich fand das wahnsinnig wichtig, dass du es gemacht hast und ich fand auch, dass wir darüber immer noch viel zu wenig sprechen, aber ich habe trotzdem mit dem im Kopf einen kleinen Clip gesehen im Internet, den fand ich ganz großartig und zwar waren das lauter kleine, kurze Schnipsel zusammengeschnitten von Männern, die in der Öffentlichkeit
Speaker: Frauen gegenüber eine wirklich zuvorkommende Aufmerksamkeit gezeigt haben.
Speaker: Und eine ganz besondere Szene, die ich fand, war, das war tatsächlich, ich weiß nicht, wo es war, es war so ein Video, wie wir alle kennen, so ein Reel oder so, aber es war im asiatischen Raum, ein Mann, der war wirklich sehr adrett gekleidet, im Anzug, Krawatte und der
Speaker: Die läuft auf so eine Rolltreppe zu, von rechts darauf zu, von links eine Frau, die hat ein sehr kurzes Kleid an, geht auf diese Rolltreppe und er fährt immer hinterher her und das Erste, was er macht, er zieht sein Jackett aus, breitet es sich über seinen Arm aus, über den linken und hält es quasi vor ihren Po, damit er niemand unter den Rock schauen kann.
Speaker: Und das hat er in einer einzigen Bewegung gemacht, die war so smooth, so großartig, wo ich mir gedacht habe, wow, es geht.
Speaker: Man kann Gentleman sein und gleichzeitig trotzdem Frauen einfach gegenüber die größte Aufmerksamkeit schenken und trotzdem achtsam sein.
Speaker: Und das war so eine wahnsinnig schöne Szene, die fand ich großartig, weil die das so auf den Punkt gebracht hat.
Speaker: Und da musste ich eben an deine Szene der Woche von letzter Woche denken.
Speaker: Ja, aber ich finde, man kann da aufmerksam sein jedem gegenüber.
Speaker: Absolut, ja.
Speaker: Natürlich.
Speaker: Ich weiß ja nicht, wie oft du mit deinem Röckchen durch München läufst, aber wäre ja auch gut, wenn das jemand für dich machen würde, oder?
Speaker: Also wenn ich Rocky Horror schaue, dann kann das durchaus mal passieren.
Speaker: Da würde ich mich auch freuen.
Speaker: Nein, aber es hält sich ja manchmal so ein bisschen das Gerücht.
Speaker: Man kann irgendwie kein Gentleman mehr sein oder so wegen Rogue oder so.
Speaker: Und dann denke ich mir immer, das ist totaler Bullshit.
Speaker: Und ich finde, dieses Video bringt es einfach so wahnsinnig schön auf den Punkt.
Speaker: Und deswegen, liebe Männer, gerne Gentleman sein, aber eben auch daran denken, dass ihr Frauen gegenüber einfach immer den nötigen Respekt entgegenbringt.
Speaker: Ja, sehr schön.
Speaker: Ja, das war es.
Speaker: Ich weiß nicht, wie Basti gesagt hat, es ist Freitag, es war eine lange Woche.
Speaker: Ich weiß nicht, ich kann mich, glaube ich, für keine Szene der Woche entscheiden.
Speaker: Ich meine, womit habe ich mich beschäftigt?
Speaker: Ich habe jetzt Primetime gesehen und dann die...
Speaker: Doku zu gucken und wahrscheinlich ist es, ich würde die Doku eben glaube ich dann jetzt als Szene der Woche, als Film der Woche irgendwie empfehlen, um zu sagen, da hat sich wirklich jemand nochmal damit beschäftigt und das nicht künstlerisch irgendwie dargestellt, sondern ist da wirklich nochmal ins Detail gegangen und wer irgendwie den Mechanismus dahinter verstehen will, um eben auch zu merken, wie da Leute auch emotional ausgebeutet wurden und wie einfach es am Ende dann war, eben diese Lockvögel zu bekommen,
Speaker: Oder die Leute fürs Team zu bekommen und dann eben auch die andere Seite zu sehen und zu sagen, wer auch immer da gecatcht wurde, dem wurde da einfach auch wirklich eine Lebensgrundlage weggenommen.
Speaker: Es ist Havi, es...
Speaker: Es ist aber da, also es ist und es ist eine sehr gute Dokumentation, die aber eben auch nicht so ganz einfach wegzustecken ist.
Speaker: Harte Kost, würde ich jetzt einmal sagen.
Speaker: Vielleicht sind nicht alle so sensible wie ich.
Speaker: Naja.
Speaker: Also ist jetzt auch keine wirklich, wie gesagt, ist schon eine harte Kost, ich glaube für alle.
Speaker: Aber ja, schaut die euch an.
Speaker: Ich werde mich vielleicht auch noch anschauen.
Speaker: Finde ich gut.
Speaker: Danke für die Empfehlung.
Speaker: Dann sind wir durch für heute.
Speaker: Ja, wir freuen uns.
Speaker: Ich habe letztens gehört, das hat mir sehr gut gefallen, es war mir ein inneres Barfuß über Moos laufen mit dir heute, liebe Emilia.
Speaker: Ich bin großschank, ich weiß nicht, was das ist.
Speaker: Blumen pflücken?
Speaker: Ja, das kann ich.
Speaker: Das kann ich.
Speaker: Damit kann ich was anfangen.
Speaker: Dann in diesem Sinne, ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende.
Speaker: Wir hören uns in zwei Wochen wieder und wir uns auch.
Speaker: Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Speaker: Wir wünschen euch allen ein schönes Wochenende und wir hören uns in zwei Wochen.
Speaker: Wir freuen uns auf euch.
Speaker: Bis dahin.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.
Speaker: So, das Urteil ist gefallen.
Speaker: Wie Forrest Gump sagen würde, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.
Speaker: Man weiß nie, was man kriegt.
Speaker: Genau wie bei Filmen.
Speaker: Manchmal ein Treffer und manchmal... Reden wir lieber nicht drüber.
Speaker: Und jetzt kommt der Teil, wo wir euch brauchen.
Speaker: Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns eine Bewertung da.
Speaker: Kommentiert, schreibt uns, sagt uns eure Meinung.
Speaker: Wir lesen wirklich alles.
Speaker: Auf Instagram findet ihr uns auch.
Speaker: Hinter den Kulissen, mit Kinonews und gelegentlich auch Fotos von uns.
Speaker: Wie Schwarzenegger schon sagte, I'll be back.
Speaker: In unserem Fall, we'll be back.
Speaker: Bis in zwei Wochen mit dem nächsten Film.
Speaker: Tschüss.






