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No Bullshit Founders: PR ist kein Verteiler. PR ist Beziehung.

No Bullshit Founders
No Bullshit Founders

60 plays · Jun 16, 2026

In dieser Folge sprechen wir mit Nils von Dunkelblau 360 Grad über Public Relations ohne Bullshit: Warum gute PR nicht mit Pressemitteilungen beginnt, sondern mit Relevanz, Vertrauen und echten Beziehungen. Es geht um Krisenkommunikation, Startups, Journalisten, KI im Schreibprozess und die Frage, warum Unternehmen zuerst wissen müssen, welches Problem sie eigentlich lösen – und für wen.

Transcript

Nils: Vielen Dank.

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit verhauenlässt.

Tim Uhlott: Heute wieder mit einem spannenden Gast, mit Nils.

Tim Uhlott: Er ist Managing Partner bei Dunkelblau 360 Grad.

Tim Uhlott: Nils, sag doch mal gerne ein, zwei Worte zu dir.

Nils: Oh, mir fallen eher ein, zwei Absätze zu mir ein.

Nils: Aber genau, hallo, ich bin Nils, ich bin, du hast es gerade gesagt, Managing Partner von Dunkelblau 360 Grad.

Nils: Was machen wir im Kern?

Nils: Klingt ein bisschen langweilig, aber wir machen einfach PR.

Nils: Das heißt, wir sorgen dafür, dass am Ende die Leute, die mit dem Unternehmen zu tun haben, Stakeholder, am Ende anders über das Unternehmen denken.

Nils: Und das mit verschiedenen Mitteln.

Nils: Können wir vielleicht auch später nochmal drüber sprechen.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Tim Uhlott: Okay, sehr gut.

Tim Uhlott: Schön, dass du da bist.

Tim Uhlott: Ja, es ist holl ich, oder?

Nils: Aber das ist so der Kern dessen.

Nils: Wir haben das gegründet Anfang des Jahres zusammen mit meinen Geschäftspartnern aus Leipzig, dunkelblau, deswegen dunkelblau 360 Grad, die nur Krisenkommunikation machen.

Nils: Also wenn ihr gehackt werdet,

Nils: ein großes Unternehmensort gehackt werdet, erpresst werdet, was auch immer.

Nils: Dunkelblau.

Nils: Ja, danke für die Einladung.

Kai Ole Hartwig: Moritz und ich werden ja nicht gehackt.

Kai Ole Hartwig: Ach nee, nicht Moritz.

Kai Ole Hartwig: Tim meinte ich.

Kai Ole Hartwig: Moritz weiß ich nicht.

Moritz Hofmann: Ja, ich habe ihn.

Kai Ole Hartwig: Die Kühe irritieren mich heute total bei Moritz.

Kai Ole Hartwig: Da komme ich noch nicht so mit zu.

Tim Uhlott: Ein anderer Hintergrund.

Kai Ole Hartwig: Genau, wir werden natürlich nicht gehackt, weil wir ja super sicher aufgestellt sind mit unserer Erfahrung.

Tim Uhlott: Ja, super, Cyber Security Experten.

Kai Ole Hartwig: Ja, und DevSecOps.

Tim Uhlott: Und sonst haben wir ja Nils.

Tim Uhlott: So, falls noch was passiert.

Kai Ole Hartwig: Genau.

Nils: Genau.

Kai Ole Hartwig: Wenn es schief geht, Nils, dann rufen wir dich an.

Nils: Also ich kann euch nicht bei der Krise helfen, aber ich kann euch dabei helfen, wenn ihr reingeschissen habt und breit darüber berichtet wurde, dass ihr reingeschissen habt, dann kann ich euch helfen.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Nils: Oder ich kann euch dabei helfen, dass ihr erst gar nicht reinscheißt und gute Kontakte habt zu den richtigen Leuten.

Nils: Das ist eher so der Kern am Ende.

Tim Uhlott: Okay, interessant.

Nils: Es ist ein Beziehungsgame.

Nils: Ja.

Tim Uhlott: Hast du da eigentlich direkt vielleicht ein interessantes Beispiel, was du nennen kannst, wo du irgendwie einen Kunden hattest?

Tim Uhlott: Also ich weiß nicht, ob es dann vielleicht NDAs oder wie auch immer halt gibt, wo du vielleicht erzählen kannst, irgendeine Geschichte?

Tim Uhlott: Sonst wäre nicht schlimm.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Okay.

Nils: Also ich kann natürlich jetzt ehrlicherweise dann nur Beispiele erzählen, wo ich nicht beteiligt war, aber auch ein öffentliches Beispiel großer Juwelier aus, ich weiß gar nicht, woher die kommen, aber das war es, was die Kollegen aus Leipzig gemacht haben, aber ein großer Juwelier, wo wurde das System gehackt, die Presse haben gesagt, okay, pass auf, entweder überweist ihr zwei Millionen in Kryptos oder ihr kommt nie wieder rein.

Nils: Ihr kriegt euer Passwort nicht.

Nils: Ja gut, dann musst du sozusagen damit klarkommen, musst gucken, was sind meine Optionen, musst dich vorbereiten auf verschiedene Szenarien.

Nils: Und am Ende des Tages hat, glaube ich, der Markus da die zwei Millionen in Kryptos, hat das begleitet, dass die da hingeschickt werden.

Nils: Und dann war das Passwort wieder da und der Zugang zum System und Krise abgewendet.

Nils: Weil ich meine, du kannst ja nicht die ganzen Kundendaten ziehen im Zweifel.

Nils: Du kannst ja tausend Sachen machen, Schindluder treiben.

Nils: Und ehrlicherweise, ich glaube, das ist so diese ganze Cyber-Security-Welt, da bin ich jetzt ehrlicherweise nicht der Experte, aber ist ja so ein riesiger Bereich und mit, weiß nicht, was Claude, mit der neuesten Claude-Version und so, die, glaube ich, noch nicht freigegeben ist, aber kannst du ja wirklich krasse Sachen machen.

Nils: Und während du früher, weiß ich nicht,

Nils: ein paar Stunden Zeit hattest, um zu reagieren, sind es heute halt Minuten.

Nils: Und ist schon doll.

Nils: Sehe ich ehrlicherweise bei vielen Kunden, die im kritischen Bereich unterwegs sind, irgendwie am Rande von Defense Base zum Beispiel, wo dann Infrastruktur versucht wird zu hacken, wo dann irgendwie 600.000 Attacken sind irgendwie im Monat.

Nils: Also das ist schon doll.

Nils: Aber genau das vielleicht nur als kleines Beispiel.

Nils: Es gibt ja tausend andere Geschichten, wo sozusagen

Nils: an der Reputation leiden kann.

Tim Uhlott: Ja, das stimmt auf jeden Fall.

Nils: Aber im besten Fall kommt es halt nicht dazu, weil du erstens technisch gut vorbereitet bist und zweitens kommunikativ gut vorbereitet.

Tim Uhlott: Ja, cool, danke.

Tim Uhlott: Das ist auf jeden Fall echt spannend.

Tim Uhlott: Du bist bei dunkelblau, 60 Grad, Managing Partner.

Tim Uhlott: Was macht man als Managing Partner?

Tim Uhlott: Was heißt das?

Nils: Naja, also eigentlich, ich bin Geschäftsführer.

Nils: Man kann es auch Managing Director nennen oder, also es gibt ja so viele schöne Titel.

Nils: Ich klang einfach, es klang nach, es klang wichtig.

Nils: Das ist für mich das oberste, das ist für mich das oberste Kriterium.

Tim Uhlott: Berliner Haus.

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Und daher kommt es also, ich führe die Geschäfte.

Nils: Sieht aktuell so aus, dass ich natürlich alles mache, was sozusagen zur Geschäftsführung dazugehört.

Nils: Aber natürlich auch noch Beratung auf Kunden.

Nils: Also,

Nils: Beispiel, ein Kunde möchte sich eine politische Diskussion irgendwie einbringen, möchte gehört werden, weil er meint, es gibt da gerade eine mittelständische Stimme, die sozusagen im Bereich Defense und Space gerade nicht gehört wird.

Nils: Sorgen wir also dafür, dass sie gehört werden und begleiten dann, weiß ich nicht, ganz konkret dabei mit Perspektiven,

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Nils: mit bestimmten Botschaften, Forderungen, stellen den Kontakt her zu Journalistinnen, gehen da in Gespräche.

Nils: Also erstmal so kennenlernen, erstmal Hintergrundgespräche, um den Geschäftsführer zum Beispiel als Gesprächspartner da ins Gespräch zu bringen und dass sie im Zweifel halt auf ihn zurückgreifen und er ein paar kluge Sachen sagt, die sie dann für ihre Berichterstattung verwenden können, weil sie vielleicht auch ein bisschen anders sind und ein bisschen

Nils: mehr bold als das, was sie vielleicht von anderen hören, weil ganz ehrlich, in dieser Unternehmenswelt, wenn du halt zu einem Konzern gehst oder zu einem größeren Unternehmen, die Statements, die Journalisten bekommen, sind ja alle geschliffen ohne Ende.

Nils: Das hat ja keine Ecken und Kanten mehr.

Nils: Das ist ja todeslangweilig.

Nils: Und die freuen sich, wenn sie ab und zu mal ein paar Leute haben, die mal so ein bisschen

Nils: bisschen Tacheles reden.

Nils: Genau, also das Spektrum, was ich mache, ist relativ breit, deswegen das in einem Satz zu beantworten, ist schwierig, aber ich bin umtriebig.

Nils: Ich mache ja auch einen Podcast und Interview rein und keine Ahnung was neben diesen ganzen Sachen.

Tim Uhlott: Ja, kann ich mir auf jeden Fall gut vorstellen.

Nils: Also deswegen der Tagesablauf und die Tätigkeit sieht dann so aus, dass sie eigentlich relativ bunt ist von Gesprächen mit Journalistinnen, mit Kunden, sich Strategien überlegen.

Nils: Ja, ist am Ende auch viel Kreativität dabei.

Tim Uhlott: Das ist ja auf jeden Fall ein super breites Spektrum, was du gerade aufgezählt hast.

Tim Uhlott: Aber du hast ja nicht, ich sag mal, direkt so gestartet.

Tim Uhlott: Du hast ja erst als

Tim Uhlott: Freelancer beziehungsweise selbstständig mit deiner Firma Fuchs Konzept gestartet.

Tim Uhlott: Ah.

Tim Uhlott: Oh, gerne, gerne.

Tim Uhlott: Sehr gerne.

Nils: Ja, beziehungsweise da war ich Freelancer.

Nils: Also ich bin, wir können noch ein bisschen, ich glaube, wir können noch ein bisschen weiter zurückgehen, wie ich sozusagen meine Karriere als professioneller Quacksalver, sage ich immer.

Nils: Das, ehrlicherweise, das ist auch ein bisschen wie beim Bewerbungsgespräch.

Nils: Ich habe dir diese Geschichte schon so oft erzählt, ich versuche sie sehr, sehr kurz zu halten.

Nils: Also,

Nils: Schule, ja, war okay.

Nils: Ich war nicht sonderlich gut, aber auch nicht sonderlich schlecht.

Nils: Ich hatte relativ wenig Lust auf Schule.

Nils: Also ich war auch häufiger nicht da.

Nils: Ich sage es mal so, vor allem nicht im Matheunterricht.

Nils: Eine Affinität zur Sprache hatte ich immer.

Nils: Ich habe Geschichte und Germanistik dann auch studiert, weil ich diese Affinität hatte.

Nils: Ich dachte eigentlich, ja, vielleicht wirst du Lehrer.

Nils: Dann gab es einen Cousin meines Vaters, da hieß es, der macht irgendwas mit Werbung.

Nils: Und dann habe ich mir das mal angeschaut, was er macht eine Woche nach dem Abitur und fand das ganz cool.

Nils: Und das war halt PR.

Nils: Mit Geschichte und Germanistik startest du jetzt nicht direkt die Karriere.

Nils: Und deswegen habe ich schon relativ früh, als ich in Düsseldorf, wo ich studiert habe, habe ich irgendwie...

Nils: bin ich Teil von einer studentischen Unternehmensberatung geworden und habe da halt irgendwie erstmal Leute aus anderen Disziplinen kennengelernt, was jetzt für Geschichtsstudenten nicht so typisch ist.

Nils: Die meisten, ja, langhaarig, ungewaschen, die Klischees, die stimmen alle.

Nils: Ähm, kein...

Kai Ole Hartwig: Ich muss jetzt gerade an die Füllfack denken, ne?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: In Düsseldorf, ne?

Nils: Ja, ist auch gar nicht böse, aber es ist schon sehr, sehr viel Klischee und die Offenheit gegenüber, weiß nicht, Wirtschaftswissenschaftlern, Wirtschaftspsychologen, Wirtschaftschemikern, Psychologen, whatever, ist relativ gering und der Austausch auch nicht vorhanden.

Kai Ole Hartwig: So das typische Bild.

Nils: Ich habe es als große Bereicherung wahrgenommen, ehrlicherweise, und die Leute glaube ich auch, weil ich natürlich nochmal eine andere Denke hatte als die, weil ich vielleicht nochmal aus einer anderen Richtung komme und auch eine andere

Nils: vielleicht auch anders erzogen bin, weiß ich nicht, aber so so ein bisschen.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: Und danach, nach dem Studium habe ich mich dann halt beworben auf Traineeships, wie das halt so ist, in einer kleinen Agentur angefangen.

Nils: Und da war von Anfang an ehrlicherweise immer so erklärungsbedürftige Themen.

Nils: Also einer der Kunden war so die älteste Unternehmensberatung, eine der ältesten Unternehmensberatung der Welt, Managementberater, Arthur D. Little heißen die.

Nils: Und da gab es so lustige Themen wie Rückbau von Kernkraftwerken.

Nils: Und dann, damals gab es sozusagen diese Gesellschaft noch nicht, wo das dann ausgelagert wurde.

Nils: Das war 2008.

Nils: 15 und das dann sozusagen aufbereitet für ein Handelsblatt für die Welt und so.

Nils: Also immer versucht, komplexe Dinge zu übersetzen für eine allgemeine Öffentlichkeit, für ein Publikum, für Journalistinnen.

Nils: War dann bei einem Mittelständler, wo es genau auch darum ging, bei Vargo in Minden, vielleicht kennst du einen oder anderen, riesiger Laden,

Nils: Aber super, super unbekannt, Automatisierungstechnik, der ganze sexy Scheiß, ihr kennt das.

Nils: Und dann nach Berlin politische Kommunikation ein bisschen bei einem Verband, Luftfahrtverband, also Luftfahrtlobbyist, so ein bisschen.

Nils: Und dann noch bei einem anderen Automobilzulieferer.

Nils: Und dann letzte Station quasi voller Selbstständigkeit war...

Nils: GetPress, also Startup-Kommunikation primär.

Nils: Die habe ich dann mitgeleitet, die Agentur und bin dann jetzt seit einem guten Jahr selbstständig tatsächlich, genau.

Nils: Das ist jetzt in aller Kürze in Anführungsstrichen.

Nils: So kurz war es jetzt nicht, aber ehrlicherweise vielleicht ein Gedanke dazu noch.

Tim Uhlott: Ja gerne.

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Ich meine, ich glaube, ich habe das gestern noch einer potenziellen Werkstudentin erzählt.

Nils: Ich glaube, was so ein unterschätzter Softskill generell ist, meiner Meinung nach, worüber auf LinkedIn zu wenig geschrieben wird, weil alle zu sehr damit beschäftigt sind, sich selbst abzufeiern,

Nils: ist erstens Neugier.

Nils: Neugier ist ein super unterschätzter Soft-Skill.

Nils: Und den zweiten habe ich vergessen.

Nils: Was wollte ich denn als zweiten sagen?

Nils: eine Begeisterungsfähigkeit, weißt du?

Nils: Weil das Ding ist, du musst von einem Thema, also wenn du jetzt für einen Kunden ein Thema behandelst, du machst eine große Strategie und Analyse und dann überlegst du dir, wie du es übersetzt bekommst und dann gehst du sozusagen, rufst du die Journalisten an und wenn die dann merken, ah ja, wenn du dann sagst, ja, ich habe ein ganz tolles Thema für sie, es geht um

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Es geht um SPSen, es geht um Automatisierung und dann sagen die, ja, herzlichen Glückwunsch, interessiert mich aber nicht, wieso soll das relevant für mich sein?

Nils: Du musst halt immer, erstens musst du eine gute Geschichte haben und das ist mein Punkt und zweitens musst du halt, du musst irgendwie ein bisschen, ne, la passion, sagt der Spanier, du musst ein bisschen Begeisterung haben und es auch transportieren können, ehrlicherweise.

Nils: Ich glaube, das sind zwei super unterschätzte Soft Skills und was einem auch erst im Nachhinein bewusst wird, ehrlicherweise.

Nils: Ich meine,

Nils: wie bin ich sozusagen dahin gekommen, immer, ja, Interesse an Sprache, aber ich habe so letztens nochmal darüber nachgesagt, ich habe mit sieben oder acht schon so kleine Geschichten geschrieben und immer, wenn wir eine freie Stunde hatten in der Schule, wo man dann so, weiß nicht, in so freie Dinge machen konnte, habe ich immer irgendwelche Aufsätze geschrieben, so sechs, sieben, acht, neun, zehn Seiten lang.

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Ich glaube nicht, dass ich jetzt der beste Schreiber bin, absolut nicht, aber reden kann ich.

Nils: Aber dementsprechend, das ist so ein bisschen diese Kontinuität.

Nils: Am Ende geht es immer darum, also in der PR, um nochmal vielleicht zum Kern zu kommen, es geht immer darum, gute Geschichten zu erzählen.

Tim Uhlott: Es ist halt wirklich, glaube ich, auch ein Handwerk, was man einfach lernen muss.

Tim Uhlott: Ich meine, wenn du seitdem du sechs oder sieben bist und dich schon selber so gesehen schulst mit deinen Geschichten, das reicht ja wahrscheinlich nicht, aber das ist schon mal ein guter Start auf jeden Fall.

Nils: Genau.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Nils: Nee, ich würde das gar nicht mystifizieren.

Tim Uhlott: Ja.

Nils: Also ich sage immer, PR kannst du einem interessierten Affen beibringen.

Nils: Also wenn vorausgesetzt interessierte Affen könnten sprechen und schreiben.

Nils: Aber ihr wisst, was ich meine, weil am Ende des Tages, und das wird immer so getan, es ist immer alles so nivellös ohne PR.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: Beratungen rufen ja auch entsprechende Tagessätze ab.

Nils: Ich gehöre auch dazu.

Tim Uhlott: Ja, genau.

Nils: Aber am Ende des Tages ist es, wie du es gerade gesagt hast, ein Handwerk, was du lernen kannst.

Nils: Und ich meine, es geht ja hier um No Bullshit.

Nils: Und ich glaube, das ist wichtig.

Nils: Und auch an alle Leute, die vielleicht ein Startup haben, selber gründen wollen.

Nils: Man kann am Anfang auch relativ viel selbst machen.

Nils: Wenn man halt weiß, wie und wenn man jetzt nicht anfängt, Journalisten mit irgendeinem Bums zuzuballern, der sie halt überhaupt gar nicht juckt.

Nils: Aber am Ende des Tages, ja, das kann jeder lernen.

Nils: Man braucht natürlich schon gewisse sprachliche Affinität, allerdings mit Gemini, Cloud und Co.,

Nils: Die können ja mittlerweile auch okay schreiben.

Nils: Das heißt, wenn du denen sagst, was du schreiben willst, kriegen die das vielleicht auch hin.

Nils: Also ich möchte an der Stelle alle ermutigen, fangt an, Journalisten zu belästigen.

Nils: Nein.

Tim Uhlott: Das wurde, wurde das gerade so gesagt mit den AI-Modellen.

Nils: Ja.

Tim Uhlott: Benutzt ihr denn auch sowas, mal einen Text vorzuschreiben und dann schleift ihr die fein oder einfach komplett selber alles?

Nils: Gar nicht.

Nils: Alles Handwerk.

Nils: Nein, natürlich.

Nils: Wäre mehr dämlich, wenn wir es nicht nutzen würden.

Nils: Wahrscheinlich behaupten alle, dass es alles handgeschrieben ist.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Okay.

Nils: Wir sind quasi eine Wortmanufaktur.

Nils: Aber wir sind ja auch nicht blöde.

Nils: Ich merke das schon, es gibt so ein paar Dinge, mit denen du dann einfach deutlich schneller bist.

Nils: Bestimmte Texte erstellen, du musst den Kollegen Claude schon ganz genau briefen.

Nils: Claude ist nicht immer gut im Schreiben, muss ich sagen.

Nils: Manchmal switche ich dann auf Gemini um, ehrlicherweise.

Nils: Also das sind so die beiden, zwischen denen ich hin und her gehe.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Nils: Aber am Ende des Tages, was vielleicht gut ist, ich arbeite sehr viel mit Whisperflow.

Nils: Das heißt, ich spreche das alles ein.

Nils: Ich sage dem mit Spracheingabe, was kann ich sehr empfehlen.

Nils: Bist du viel produktiver mit.

Nils: Hier hast du einen Shortcut auf der Mac-Tastatur FN und dann ab dafür.

Nils: Und wenn du dem dann genau sagst, was du möchtest, was ist die Dramaturgie, dann kriegt das okay hin.

Nils: Aber es ist ehrlicherweise meistens, es ist nicht so punchy, wie wenn es von mir kommt.

Nils: Also ohne mich hier selbst zu loben, aber wenn es von Menschen kommt, du musst halt gucken, am Ende des Tages, ich meine, wie funktioniert Journalismus heutzutage?

Tim Uhlott: ja clickbait ja

Nils: Sehr verkürzt.

Nils: Naja, was klickt sich gut?

Nils: Also, was sich gut klickt, ist relevant und Clickbaiting und deswegen, die Headlines müssen halt, du musst eine geile Headline direkt haben, das ist so das Wichtigste und du musst dir halt klar sein, worum geht es.

Nils: Wieso ist das relevant?

Nils: Ich nenne es immer Trust-Faktoren.

Nils: Also wieso bist du relevant?

Nils: Wieso ist das, was du machst, relevant?

Nils: Ja, das können bei einem Start-up Investoren sein, die besonders bekannt sind und schon woanders investiert haben oder dass die Gründer schon mal irgendwo was anderes gegründet haben.

Nils: und so weiter und bestimmte namhafte Kunden.

Nils: Also das sind immer die Sachen, die ich ehrlicherweise ganz stumpf immer in jedem Gespräch, in jedem Pitch kommt das quasi als erstes, weil du halt diese Relevanz erzeugen musst.

Tim Uhlott: Immanuel.

Nils: Denn, ich meine, das wissen wir auch alle, Journalisten werden auch immer weniger...

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: Und ja, PRler und Startups und keine Ahnung, wer Journalisten anschreibt, werden gefühlt immer mehr.

Nils: Das heißt, die haben am Ende des Tages Hunderte bis Tausend E-Mails pro Tag, die sie bekommen.

Nils: Und da musst du halt gucken, dass du erstens thematisch rausstichst oder halt, das ist eher so ein bisschen unser Ansatz, zu sagen, na gut, am Ende geht es halt um Beziehungen.

Nils: Beziehungen aufbauen, Beziehungen pflegen, Beziehungen verstärken.

Nils: Und es klingt auch immer so einfach, ehrlicherweise.

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Alles ist es, aber nicht.

Nils: Es ist fucking Arbeit.

Nils: Auch allein dieses Pitchen, die passenden Leute raussuchen.

Nils: Du brauchst ja niemandem, jetzt weiß ich nicht, wir haben hier ein Landwirtschaftsmotiv im Hintergrund beim Rote, du brauchst ja niemandem was zu Futtermitteln pitchen, der über Autos schreibt.

Nils: Ähm,

Nils: ist dann halt automatisch nicht relevant für ihn.

Nils: Aber genau, das ist sozusagen da ein wichtiger Part.

Nils: Aber ich meine, das ist sozusagen jetzt der direkte Kontakt mit Journalisten, die tausend andere Sachen, die du machen kannst, um mit deiner Zielgruppe irgendwie in Interaktion zu treten.

Nils: Das könnte ja auch irgendwie sein, dass du auf irgendwelchen Speaker, auf irgendwelchen Events unterwegs bist als Speaker oder halt die klassische, ich meine, LinkedIn.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Wenn du es als B2B-Unternehmen nicht machst,

Nils: kostenlose organische Reichweite auf LinkedIn, bist du eigentlich dämlich.

Nils: Also musst du immer mitdenken.

Nils: Und was ich auch viel sehe, wo viel Nachfrage da ist, ehrlicherweise, auch von unseren Kunden, was ich aber auch so viel höre, ist so ein bisschen auch Gespräche, Kontakt, Einfluss auf Politik, ja, auf das, was sozusagen regulatorisch passiert oder auch nicht passiert.

Nils: Das ist sozusagen dann, Kommunikation ist ja ein, um es mit Fontane zu sagen, ein weites Feld,

Nils: Und da muss man sich immer ganz genau anschauen, was ist eigentlich für mich gerade in dem Moment wirklich, was sind die richtigen Maßnahmen?

Nils: Und es ist natürlich, und ich verstehe das auch, ihr unterbrecht mich, wenn ihr Fragen habt oder ich zu viel rede, aber natürlich wollen alle ins Handelsblatt.

Moritz Hofmann: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Nils: Aber ich stelle dann immer die Frage, wieso?

Nils: Also nicht jeder muss ins Handelsblatt.

Nils: Ich hatte letztens einen Kunden, ich mochte den Gründer ganz gerne, das ist so ein kleines Unternehmen, die machen Wärmetauscher.

Nils: Sexy Thema.

Nils: Die muss ich ja nicht ins Handelsblatt bringen, sondern da reicht es schon, ganz ehrlich, in diesem Maschinenbau-Ingenieursbereich, du wirst es wissen, VDI-Nachrichten

Nils: geil.

Nils: Ja, haben die direkt danach irgendwie ein paar Anschriften gekriegt, ein paar Kunden gekriegt, weil die darauf aufmerksam geworden sind.

Nils: Und da gibt es so, Deutschland hat eine krasse Fachmedienlandschaft, noch, wo du dich ehrlicherweise auch gut einkaufen kannst, andere Geschichte.

Nils: Aber, naja, also man muss immer gucken, wen will ich eigentlich erreichen und sich die Frage ganz genau stellen, jetzt abseits von irgendwelchen

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: Ego-Interessen.

Nils: Natürlich ist es geil, irgendwie als Gründer oder als Unternehmer am Handelsplatz zu stehen, aber sollte jetzt nicht immer sozusagen der erste Schluss sein, genau das voranzutreiben.

Nils: Ist fancy, ist super, Glitter und so, aber ist nicht immer das Richtige.

Nils: Manchmal reicht es auch im Hintergrund, mit den richtigen Leuten zu sprechen.

Nils: Ja.

Tim Uhlott: Ja, so eine richtige Zielgruppe erwischen.

Tim Uhlott: Das wäre super wichtig.

Moritz Hofmann: Meine andere Frage, du hast dich ja jetzt vor allem nicht allzu langer Zeit selbstständig gemacht.

Moritz Hofmann: Ist es so, wie du es dir vorgestellt hast?

Nils: Ich hatte ehrlich gesagt gar keine Vorstellung, wenn ich ehrlich bin.

Nils: Ich meine, das, was ich jetzt mache, habe ich ja in ähnlicher Form vorher schon gemacht.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: Also die Aufgaben sind jetzt ein bisschen breiter geworden, weil ich natürlich Buchhaltungsgeschichten und so habe ich vorher selber nicht gemacht.

Nils: Diese ganzen Finanzthemen habe ich vorher selber nicht gemacht.

Nils: Aber so im Kern ist es gleich geblieben.

Nils: Mit Leuten reden, die ein Problem haben, ein kommunikatives Problem, die Beratung brauchen, um das zu lösen, die bestimmte Unternehmensziele haben, wo Kommunikation helfen kann und mit denen sozusagen Sparing machen und schauen, was sind die richtigen Sachen.

Nils: Das habe ich vorher auch gemacht.

Nils: Was schon ein Unterschied ist, ich habe dann zuletzt nicht so viel operativ gemacht.

Nils: Jetzt rufe ich wirklich die Journalisten auch wieder an oder schreibe denen oder treffe die und so weiter und so fort.

Nils: Das wollte ich auch bewusst wieder.

Nils: Ich wollte auch dieses Inhaltliche wieder haben.

Nils: Aber am Ende des Tages brauchst du, glaube ich, eine gute Mischung aus allen Sachen.

Nils: Und natürlich so dieses am Anfang, wenn du quasi alleine startest, musst du halt gucken, dass du so ein bisschen deinen Rhythmus findest.

Nils: Das hat eine Weile gedauert, aber mittlerweile würde ich sagen, bin ich da auf einem ganz guten Level.

Nils: Und das Schwierigste ist halt, du hast ja als...

Nils: als Unternehmen würde ich sagen, als Dienstleister, aber auch generell als Unternehmen, es gibt immer zwei Flaschenhälse, das eine sind Kunden, das andere sind Mitarbeiter.

Nils: So.

Nils: Ich habe ehrlicherweise lieber zu wenig Mitarbeiter als zu wenig Kunden.

Nils: Das ist, glaube ich, das bessere Problem.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Nils: Und es ist wirklich schwer, gute Leute zu finden.

Nils: Im Zweifel musst du halt drei Monate auf diejenigen warten.

Nils: So, das habe ich jetzt gemerkt, aber

Nils: Da bin ich dann auch bei den richtigen Leuten dabei und habe auch noch fest davon überzeugt, ich stelle lieber weniger Leute ein, dafür sehr erfahrene Leute und bezahle denen mehr, anstatt irgendwelche Juniorigen, denen ich dann erstmal alles beibringen muss.

Nils: Erstens, ich habe die Geduld dafür, also das sage ich ganz ehrlich, ich bin kein geduldiger Mensch und deswegen, ich arbeite gerade viel mit Freelancern und so,

Nils: Aber es kommen auch demnächst zwei Feste, in denen ich sehr lange dran war, wo ich auch wirklich hart gekämpft habe, dass die zu mir kommen, die wirklich gut sind und die wirklich auch gute Vorerfahrungen mitbringen.

Nils: Und wo ich weiß, auf die kann ich mich verlassen, denen kann ich Sachen geben und die machen die einfach selbstständig so.

Nils: Das ist so für mich wichtig, dass ich Leute habe, da habe ich gestern auch eine...

Nils: wie gesagt, dieser potenziellen Werkstudentin gesagt, ich erwarte, also ich sage immer, mein Führungsverständnis ist, ich schmeiße mich vor euch, wenn die Kugeln fliegen, ja, dafür erwarte ich von euch, dass ihr immer den Rücken frei haltet.

Nils: So einfach ist das.

Nils: Also dann ist das ein Geben und ein Nehmen.

Nils: Und ja, ich glaube, damit bin ich ehrlicherweise immer ganz gut gefahren.

Nils: Aber das war eine sehr ausführliche Antwort auf deine Frage.

Moritz Hofmann: Yep.

Nils: Aber ey, es gibt, glaube ich, immer Überraschungen und Dinge, die anders laufen, die man sich anders vorgestellt hat.

Nils: Aber es ist halt immer, es ist einfach hart.

Nils: Es ist fucking hart.

Nils: Ich glaube, es ist egal, in welchem Bereich du unterwegs bist.

Nils: Es gibt gute Tage, es gibt schlechte Tage.

Nils: Es gibt Tage, an denen man an sich zweifelt.

Nils: Ich bin sowieso ein selbstkritischer Mensch.

Nils: Ich bin jemand, der sich selbst abfeiert, auch wenn das vielleicht jetzt vorhin anders klang.

Nils: Aber natürlich hat man dann auch Zweifel und denkt sich, ist das so richtig?

Nils: Aber am Ende des Tages...

Nils: wenn man dann so zurückblickt und guckt, was sind so die Themen, die man so angestoßen hat, was sind so die auch die strategischen Grunddingen, die man angestoßen hat, die Grundinitiativen, die man losgetreten hat.

Nils: Und das ist bei mir eher so ein, ehrlicherweise so ein intuitives Ding, weil ich ja, ich habe ja nie irgendwas mit Wirtschaft oder Führung oder so gelernt, in Anführungsstrichen, sondern bei mir ist es dann schon eher intuitiv, mit gesundem Menschenverstand und nicht aus irgendeinem Buch oder so.

Nils: Ich lese auch ehrlicherweise, seitdem ich arbeite, und das ist jetzt seit

Nils: elf Jahren, also direkt nach dem Studium, ich lese fast gar nichts mehr, also keine Bücher, ich lese keine, ist nicht populär, das zu sagen, ja, ich lese keine Bücher, aber ich lese auch schon gar nicht irgendwelche Ratgeber, Business, Literatur, whatever, so, ich glaube, ich kenne ein paar Leute, die klug sind, mit denen unterhalte ich mich da, mit denen tausche ich mich aus, die haben vielleicht dann die Bücher gelesen, das weiß ich nicht,

Nils: Und das gibt mir irgendwie mehr, als jetzt irgendwie zu versuchen, irgendwelche Schablonen über mein Tun zu legen.

Nils: Das ist mir irgendwie, das ist nicht mein Ding.

Moritz Hofmann: Du hattest gerade die Mitarbeiter erwähnt.

Moritz Hofmann: Klar, Mitarbeiter sind große Kostenpunkte.

Moritz Hofmann: Mich würde interessieren, um dich selbstständig zu machen, musstest du irgendeinen größeren Invest tätigen oder konntest du einfach deine Erfahrungen nehmen und dann einfach versuchen, Kunden zu kriegen oder du hast dich mit den beiden aus Leipzig zusammengetan?

Moritz Hofmann: Wie genau hat sich das abgespielt?

Nils: Ja.

Nils: Also, ich mache jetzt mal so, ich mache jetzt mal so dieses klassische Startup-Agentur-Gelaber.

Nils: Wir sind komplett bootstrapped.

Nils: Ja, natürlich bist du komplett bootstrapped, weil wie dumm musst du sein, sorry, wenn du eine Agentur aufbaust und brauchst dafür ein Investment.

Nils: Also es sei denn, du willst extrem skalieren oder eine Software dahinter bauen, aber eigentlich brauchst du ja nur Kunden.

Nils: Mehr brauchst du nicht und dann kannst du eine Beratung aufbauen.

Nils: Mich persönlich nervt das immer, egal an welcher Stelle, dass die Leute sagen, wir sind komplett gebootstrapped und keine Ahnung, dann ist entweder...

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: das Geschäftsmodell so, dass man es eigentlich nicht bootstrappen müsste oder, weiß ich nicht, du hast halt irgendwie im Hintergrund irgendein Familienunternehmen, ja, du bist irgendwie ein Unternehmer, also ich denke sehr, sehr stark in Klischees und ein Unternehmerkind und hast dann irgendwie, ist das eine Ausgründung oder so und am Ende ist es dann irgendwie komplett, also ich halte wenig davon, dass das sozusagen, also ich konnte relativ leicht anfangen mit den Skills, die ich hatte, ähm,

Nils: Die größte Herausforderung am Anfang ist halt, wie es glaube ich in allen Bereichen ist, ist Kunden zu bekommen.

Nils: Und mir bei den Jahren baust du natürlich ein Netzwerk auf.

Nils: Und dementsprechend ging das dann relativ schnell.

Nils: Leicht würde ich nicht sagen, aber ich habe mir da jetzt auch keinen Kopf gemacht.

Nils: Also ich habe auch ehrlicherweise die Entscheidung, was Eigenes zu machen, die kam ja jetzt auch nicht über Nacht und es ist nicht so, dass ich wusste, ich will schon immer was Eigenes machen.

Nils: Ich wusste, ich bin Macher oder so.

Nils: Das ist ja Bullshit.

Nils: Sondern ich war immer, ich bin Schisser, absolut.

Nils: Und ich habe wirklich Jahre, also bestimmt zweieinhalb, drei Jahre oder eigentlich sogar letzten...

Nils: Vor acht Jahren, dass ihr das erste Mal die Idee gehabt habt, ich mache mal was Eigenes.

Nils: Ich hatte aber nie die Eier dazu, ich sage es ganz ehrlich.

Nils: Und eigentlich bin ich jetzt in einer Situation, bin vor anderthalb Jahren Vater geworden.

Nils: Eigentlich ist das nicht die Situation, wo du dich selbstständig machst, sondern das ist eigentlich die Situation, wo Leute sich in Festanstellungen flüchten.

Nils: Und ich sage das bewusst genauso, gar nicht wertend gemeint, aber weil es halt die größere Sicherheit gibt.

Nils: Aber ich wusste, mein Antrieb war erstens Freiheit, Selbstbestimmung.

Nils: Ich entscheide selber, was ich mache, was ich nicht mache.

Nils: welche Termine in meinem Kalender stehen und welche nicht.

Nils: Ich bin nicht fremdbestimmt.

Nils: Das ist für mich der Hauptmotivator gewesen.

Nils: Und ich kann entscheiden, wann ich Zeit für mein Kind habe oder auch nicht.

Nils: Natürlich musste viel arbeiten.

Nils: Und dann zwölf auch mal eine hasse Diskussion mit der Frau, weil die sonntags da nochmal sitzt.

Nils: Aber das ist dann halt so.

Nils: Und am Ende des Tages...

Nils: war meine Haupttriebfeder, das klingt jetzt ein bisschen philosophisch, war ehrlicherweise dieses Thema Selbstbestimmtheit, weil ich so komplett eingeengt war und ich brauche einfach, ich brauche Raum und

Nils: um denken zu können.

Nils: Weil wenn du natürlich in einer gewissen Funktion bist, ob es in einem Unternehmen ist, in einer Agentur, in einem Startup und du die ganze Zeit in diesen Hamsterrad Operations bist und die ganze Zeit Termine hast und dadurch hustlst, dann hast du wenig Zeit nachzudenken.

Nils: Und das ist sozusagen eine Sache, die ich sehr viel hatte.

Nils: Zeit nachzudenken.

Nils: Ist auch nicht gut, wenn man zu viel nachdenkt, aber irgendwie auch mal so ein bisschen, weißt du, die Gedanken hin- und herschweifen lassen.

Nils: Das tut, glaube ich, gut.

Nils: Und die besten Ideen kommen mir mittlerweile auch, entweder wenn ich joggen bin, weil ich dann so die Distanz aufbaue, oder wenn ich irgendwie im Urlaub bin und dann so durch Schweden fahre und dann

Nils: reflektiert man nochmal mit ein bisschen Distanz bestimmte Dinge und dann kommen irgendwie immer gute Ideen, muss ich sagen.

Nils: Und es ist mir letztens auch nochmal aufgefallen, dass ich auch bei meiner vorherigen Station viele gute Ideen habe und die vorangetrieben habe und auch von den Gründern da, ja der Raum da, weil die gesagt haben, ja cool Nils, ja machen wir so, lass uns das ausprobieren.

Nils: Und das sind Sachen, deren Früchte ich jetzt nicht mehr ernte.

Nils: Aber irgendwie zumindest freut es mich dann aus der Distanz, das zu sehen.

Nils: Und dann ist mir letztens dann wieder aufgefallen, dass es ja auch zum Teil auch meine Idee war, die Dinge, die dort dann jetzt erfolgreich umgesetzt wurden.

Tim Uhlott: Das ist eigentlich ganz cool.

Tim Uhlott: Man sieht, dass seine Ideen auf jeden Fall Früchte tragen.

Tim Uhlott: Das macht auch Spaß.

Tim Uhlott: Oder?

Nils: Ja, auch wenn ich natürlich jetzt nichts mehr davon...

Tim Uhlott: Ja, aber trotzdem.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Tim Uhlott: Das ist ja trotzdem cool zu sehen.

Tim Uhlott: Du hast ja gerade gesagt, euer Team, ihr stellt noch zwei Leute ein.

Tim Uhlott: Wie groß seid ihr im Moment?

Tim Uhlott: Wie viele Mitarbeiter habt ihr?

Nils: Also auch da, no bullshit.

Nils: Wir sind ja gerade ungefähr mit Freelancern und ich habe gerade eine Praktikantin und so, sind wir fünf Leute.

Nils: Ich Kollegen in Leipzig sind zehn Leute, also zwei Geschäftsführer, insgesamt drei Partner dort.

Nils: die das, sag ich mal, primär führen und die sind über zehn Leute.

Nils: Das heißt, wenn man es mal hochrechnet, dunkelblau insgesamt, sind wir 15 Leute.

Tim Uhlott: Okay, das ist ein paar.

Nils: Ich habe aber für mich auch immer die Idee gehabt, wir können uns ja gerne nochmal in fünf Jahren unterhalten, wie es dann aussieht.

Nils: Mein Plan war gar nicht und das war witzig, weil ich habe irgendwann auch mal ein Bewerbungsgespräch mit, ich habe so eine Art

Nils: Faunus Associate gesucht, die mir hilft, so ein AI OS für die Agentur aufzubauen.

Nils: Ja, eine junge Inderin war das.

Nils: Weil, also ist ja logisch, wenn man irgendwas mit AI oder so ausschreibt, dann eigentlich zu 99% Inder und Pakistanis und die war wirklich sehr, die hatte auf jeden Fall einen Hummeln im Hintern und war dann so, ja, was ist denn mein Ziel mit meinem Unternehmen?

Nils: Und ich so, na gut, also

Nils: Ich habe jetzt nicht vor, jetzt krass zu skalieren oder so, was ja dann auch immer alle sagen, krass skalieren, sondern ich möchte eigentlich, ich habe immer gesagt, ich möchte irgendwie zwischen fünf und zehn Leute haben.

Nils: Ja, ein gutes Geschäft, am besten eine Gewahrsliste für Kunden, damit ich mir die besten raussuchen kann und dann einfach, weiß ich nicht, was das umsatztechnisch bedeutet, aber dann landest du irgendwo bei, weiß ich nicht, zwischen zwei, drei, vier Millionen Euro Umsatz im Jahr, machst einen guten Gewinn, hast eine gute Marge

Nils: gutes Gehalt und machst halt das, was dir Spaß macht, die Themen mit Leuten, denen das auch Spaß macht, die aber trotzdem auch noch ein Leben haben.

Nils: Das ist so für mich der Sweet Spot, ehrlicherweise.

Nils: Und es geht gar nicht darum, jetzt krass zu skalieren oder so oder jetzt einen Exit zu forcieren, sondern einfach erstmal, ja, erstmal einen guten Job zu machen, was ja gar nicht so leicht ist.

Nils: So, also bevor wir mich jetzt verlieren in irgendwelchen übertriebenen Zielen oder so, bin ich der Meinung,

Nils: erst mal einen ordentlichen Job machen und dann ergeben sich auch Sachen.

Nils: Dann entwickeln sich sowas vielleicht auch gedanklich nochmal weiter.

Nils: Dann entwickeln sich vielleicht auch nochmal Ziele anders weiter.

Nils: Aber sie war so, das ist kein Ziel.

Nils: Da dachte ich mir so, ja, sorry, Girl, Girl, du hast ein bisschen zu viel Business-Podcasts gehört und ein bisschen zu viel Business-Literatur gelesen.

Nils: Weil es gibt ja unterschiedliche Wege und jeder muss ja auch für sich das Modell finden.

Nils: was zu ihm passt und was auch so zum Bereich passt.

Nils: Und ehrlicherweise dieses PR-Game zu skalieren, das kann man machen.

Nils: Aber ich meine, in diesem Beziehungsgame, du brauchst wirklich Zeit.

Nils: Und die Zahl von Journalistinnen und Co., was wirklich der Kern von PR ist, zumindest aktuell noch, das kann sich verändern.

Nils: Du brauchst einfach die Zeit dafür und Journalisten werden weniger.

Nils: Und ich meine, du kannst es, es gibt einfach, du stößt an eine natürliche Grenze, eben dadurch, dass sozusagen deine Counterparts ja auf eine Art und Weise auch begrenzt sind.

Nils: Deswegen fangen Agenturen auch irgendwann an, tausende andere Sachen anzubieten.

Nils: Auf einmal erst sagen sie, wir sind spezialisiert und dann kommt noch das dazu und das dazu und das dazu.

Nils: Deswegen, das wäre jetzt ehrlicherweise nicht mein Ansatz, sondern ich bin der Meinung, und ich habe das auch letztens im Sales-Gespräch gesagt,

Nils: Da habe ich ganz klar gesagt, ja, macht ihr Social Media oder keine Ahnung.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: Was ist das, Social Media?

Nils: Ich so, nee.

Nils: Wir sind schon sehr, sehr stark spezialisiert auf dieses Beziehungsgame, auf PR und auch so ein bisschen an Anlehnung natürlich auch Stakeholder, Relations nenne ich jetzt, Beziehung zu Stakeholdern.

Nils: Das kann auch Politik sein.

Nils: Ich bin dann aber für bestimmte Sachen nicht mehr der Experte.

Nils: Und das sage ich bewusst.

Nils: Ich sage bewusst, was ich kann.

Nils: Und auch in den Sales-Course, also Erwartungsmanagement und was ich nicht kann.

Nils: Und selbst wenn ich Sachen nicht kann, dann kenne ich aber jemanden, der es kann, der die Spezialisierung hat.

Nils: Und dann kenne ich halt eine Social-Media-Agentur, eine gute, wo ich weiß, die werden das grandios regeln für die.

Nils: Und dementsprechend, man muss nicht alles können.

Nils: Man muss wissen, was man kann und was man nicht kann.

Nils: Und wo man es nicht kann, sollte man es auch lassen.

Kai Ole Hartwig: Schön gesagt.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Gerade in der Agenturwelt bin ich ja auch unterwegs, ist ja viel so, ah ja, machen wir auch noch.

Kai Ole Hartwig: Machen wir auch noch.

Kai Ole Hartwig: Das ist, glaube ich, das Schlimmste, was man tun kann.

Kai Ole Hartwig: Und wo wollte ich denn jetzt drauf hinaus?

Nils: Das weiß ich nicht.

Nils: Das weiß nur Gott allein.............

Kai Ole Hartwig: Ja, ich glaube, der hat es auch vergessen.

Kai Ole Hartwig: Auf jeden Fall, man merkt sehr, dass du für dein Thema brennst.

Kai Ole Hartwig: Also, das merkt man.

Kai Ole Hartwig: Das finde ich sehr schön und sehr inspirierend jetzt an den Gesprächen.

Kai Ole Hartwig: Gerade, wobei es ja mehr monologisch ist.

Kai Ole Hartwig: Aber man merkt einfach deine Begeisterung für das Thema.

Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist cool.

Kai Ole Hartwig: Und ich finde, wenn Gründer für das Brennen, was sie tun, dann merkst du es auch nachher in den Ergebnissen.

Tim Uhlott: Ja, auf jeden Fall.

Kai Ole Hartwig: Also,

Nils: Das Ding ist halt, man muss mich bremsen.

Nils: Also im Zweifel.

Nils: Ich hatte das Fun-Fact, ist wirklich vor kurzem passiert.

Nils: Erstes Kennenlernen mit einem, auch kam über die Kollegen in Leipzig, ein potenzieller Kunde.

Nils: Sollte ich mich kurz vorstellen.

Nils: Und ihr habt das so kurz gemacht, wie ich es jetzt gerade bei euch gemacht habe.

Nils: Ich habe mich so kurz gehalten, wie jetzt gerade.

Nils: Ja, also die Energy-Level waren nicht sozusagen ausbalanciert.

Nils: Und dann meinte er zu mir nur,

Nils: Nils, ja, das war jetzt beim nächsten Mal bitte nicht ausführlich.

Nils: Wenn ich es ausführlicher haben will, dann sage ich dir Bescheid.

Nils: Habe ich geschluckt kurz, dann dachte ich mir danach, er hat recht, auf eine Art, war ein bisschen beleidigt.

Nils: Mittlerweile verstehen wir uns sehr gut.

Nils: So, weil am Ende, nein, man lernt sich ja nochmal kennen und so, man weiß die Dinge aneinander zu schätzen und auch die Stärken, die ich habe und die Schwächen, ja, die es auch geben mag.

Nils: Aber am Ende des Tages, na gut, das ist halt auch mein, also labern, labern ist halt auch, aber nicht labern im Sinne von drumherum labern, sondern

Nils: Dinge erklären, Bezüge herstellen, ist halt auch einfach mein Job.

Nils: Also ich muss das ja auch in Gesprächen mit Journalistinnen.

Nils: Also vielleicht noch ein Beispiel, also wenn ich das darf, ein Beispiel, weil es ein aktuelles Beispiel ist.

Kai Ole Hartwig: Macht.

Nils: Die Frage ist ja, pass auf, du kommst rein und sagst, ja, ich habe hier ein Startup, das entwickelt Chips für AI-Inference.

Nils: Und normalerweise, das Startup würde wahrscheinlich losgehen und sagen, hier, Pressemitteilung, wir machen, wir sind ein geiles Startup, wir haben die und die Investoren, die machen AI-Inference-Chips.

Nils: Aber kein Schwein weiß, was AI-Inference ist.

Nils: Also, im Journalismus wirkt, also selbst die Leute, also nicht alle, aber viele, die sich viel mit KI beschäftigen, ja, aber mit KI auf der, sag ich mal, Application-Layer-Ebene, die wissen das einfach nicht.

Nils: Also, weil es ist halt ein langweiliges Infrastruktur-Thema so, ne?

Nils: Und da werde ich ja, da werde ich Feuer und Flamme, weil, ja, ist langweilig, aber ist die Grundlage für alles.

Nils: Überall, wo du irgendwas eingibst bei einem LLM, musst im Hintergrund, irgendwo im Rechenzentrum, müssen Chips sozusagen das liefern.

Nils: Und die müssen das schnell liefern und am besten zu einem günstigen Preis.

Nils: Weil sonst hast du am Ende, KI ist gerade eins, entweder du hast halt irgendwie richtig geile KI und die ist scheißen teuer, oder du hast halt, ähm,

Nils: billige KI, aber die ist halt dann auch nicht so richtig geil.

Nils: Das heißt, es gibt da so einen kleinen Zielkonflikt.

Nils: Und was wir jetzt gerade in Europa machen ist, wir bauen, wir wollen jetzt Gigafactories aufbauen, irgendwelche Giga-Rechenzentren bestückt mit Nvidia-Chips.

Kai Ole Hartwig: Okay.

Nils: Ja, die wir einfach importieren uns also eine Technologie, die auch funktioniert aus den USA und wollen dann sozusagen das damit abbilden.

Nils: Und was mich dann so begeistert und was ich dann immer erkläre, gerade bei diesem konkreten Thema ist, na gut, aber pass mal auf, wir haben ja auch, also erstens kostet es Energie, es kostet Fläche und Wasser für die Kühlung.

Nils: Darüber macht sich ja keiner Gedanken.

Nils: In den USA mag das kein Problem sein, die haben Fläche ohne Ende.

Nils: Auch nicht überall.

Nils: Energie kostet einen Bruchteil dessen, was es hier kostet.

Nils: Das heißt, wir haben einen absoluten Europa, Deutschland hat einen Wettbewerbsnachteil, wenn diese Nvidia-Technologie hier eingesetzt wird.

Nils: Das heißt, das braucht auch neue Lösungen, um sozusagen diesen Konflikt aufzulösen, um auch eine Art Wettbewerbsfähigkeit, eine gewisse Souveränität aufzulösen.

Nils: und auch vernünftige Geschäftsmodelle zu ermöglichen.

Nils: Da hängt ja am Ende viel dran.

Nils: Und wenn man das einmal erklärt hat, ich weiß nicht, ob man das jetzt verstanden hat, aber wenn man das sozusagen als Basis nimmt, was sozusagen dieses Unternehmen löst, dann, aha, okay, krass.

Nils: Und wenn du dann noch ein paar Zahlen hast und so, und dann bist du auf einmal als Startup der Nvidia-Jäger, so schreibt es dann das Handelsblatt und so.

Nils: Aber das sind genau die Sachen, die mich so...

Nils: die mich dann, die mich triggern, wo ich sage, wo ich dann auch, selbst wenn Leute sagen, ja nee, das ist nichts für uns, wo ich mir sage so, hier, natürlich ist das ab für euch, du weißt es nur noch nicht, du raffst es noch nicht.

Nils: Also selbst das habe ich manchmal, dass ich mir denke, so wie ignorant kann ein Mensch bitte, auch bei Journalisten manchmal, sei mal nicht so ignorant.

Nils: Ja, du willst, früher oder später kriege ich dich.

Nils: So.

Nils: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, gerade das Thema ist ja mega spannend.

Kai Ole Hartwig: Also mehr oder weniger, ich glaube, was mich jeden Tag beschäftigt.

Kai Ole Hartwig: Allgemein ist ja Europa sehr, oder sagen wir Deutschland, gar nicht ganz Europa, aber sehr...

Kai Ole Hartwig: verschlafen in der Kommunikation, was Startups angeht und die auch einfach mal zu feiern.

Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist ein Thema, wo wir

Kai Ole Hartwig: mit PR als Startups Gründer eigentlich viel mehr hinmüssten.

Nils: Vielen Dank.

Kai Ole Hartwig: Wir müssten schauen, dass dieses Gründertum und Startups und innovative Ideen viel mehr gefeiert wird in der Öffentlichkeit.

Kai Ole Hartwig: Wir bräuchten einfach mehr, viel mehr diese Kultur, auch gerade dieses Kommunizieren, hey, wir sind quasi der Nvidia Jäger.

Kai Ole Hartwig: Die Chinesen machen das ja auch sehr erfolgreich mit ihren Modellen.

Kai Ole Hartwig: Die haben viel effizientere Modelle und viel effizientere Chips entwickelt, als wir Nvidia Chips nicht bekommen.

Kai Ole Hartwig: Krasses Zeugs.

Kai Ole Hartwig: Und wir bekommen die und sind dann so ein bisschen faul oder gehen dann halt nicht so in die Vollen und sagen, hier, aber wir sind viel geiler.

Kai Ole Hartwig: Und ich finde, das fehlt.

Kai Ole Hartwig: Wir sollten das viel häufiger tun.

Kai Ole Hartwig: Mach, mach.

Nils: Ja, da möchte ich dir gerne widersprechen, weil, also es stimmt zum Teil, aber was ich schon auch sehe ist, dass halt bestimmte Startups oder eher dann Scale-Ups dann wie die Sau durchs Dorf gejagt werden.

Nils: Also das beste Beispiel ist, und das sage ich auch ganz offen und ehrlich, ist für mich, wenn ihr euch mal anschaut, ich habe da noch keine Analyse gemacht, wirst du mal mal machen.

Nils: Die Berichterstattung des Handelsblatts über Aleph Alpha und über auch alle anderen deutschen Medien, wo Leute, die nah dran waren, die wirklich Ahnung hatten, gesagt haben, das ist absolut, also das funktioniert so nicht, das liefert nicht das, was es verspricht und so weiter und so fort.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich bin.

Nils: Es wurde wochenlang, monatelang hochgejazzed.

Nils: Und jetzt haben sie es zum Glück irgendwie an die Kanadier verkloppt, weil die Schwarzgruppe sozusagen ihre Bilanz ein bisschen beschönigen will.

Nils: Aber ja, das ist glaube ich wirklich, also ich glaube das Problem ist eher, dass es sozusagen diese Extreme gibt.

Nils: Dass es so Einzelne gibt, die extrem gehypt werden.

Nils: Es ist aber in der Masse sehr, sehr viele gibt, die genauso gut sind und vielleicht sogar besser.

Nils: Und die eben vielleicht nicht das Geld haben oder vielleicht nicht die Priorität und sagen, wir ballern jetzt in Marketing und Kommunikation.

Nils: Wer das gerade auch sehr gut macht, da wird sich auch zeigen, was davon bleibt.

Nils: Wer Marketing und Kommunikation richtig geil durchspielt, sind halt diese ganzen Defense Startups gerade.

Nils: Also ob es jetzt Helsing ist, ich war jetzt gerade auf der ILA, ob es jetzt Helsing ist oder...

Kai Ole Hartwig: Ja.

Nils: Andrew Real.

Nils: Ich habe mir vor kurzem ein paar Podcasts angehört mit Paul Malacchi, mit dem Gründer von Andrew Real.

Nils: Also was er sozusagen lösen will, ist er halt ein richtig geiles, wie sagt man, Value Proposition, ja.

Nils: Dass er sagt nämlich, es kann doch nicht sein und das macht er gut, ne.

Nils: Auch ihr müsst euch mal diese YouTube-Videos, die Marketing-Videos anschauen.

Nils: Da denkst du dir, es sind am Ende ja Mörderwerkzeuge, aber denkst du dir, ja,

Nils: ja geil, sieht geil aus und geile Musik im Hintergrund.

Nils: Also, ne, und seine Value Proposition ist so, es kann doch nicht sein,

Nils: dass wir Milliarden ausgeben, Milliarden an Steuergeldern für irgendwelche Waffensysteme, die erstens viel zu lange entwickelt werden und am Ende nicht das liefern, was sie versprechen.

Nils: Irgendwann ist das auch ein Problem, was wir in Deutschland haben.

Nils: Sondern er sagt, wir müssen das mit einfachen Mitteln auf einer Industrialisierungsebene hinbekommen, das so krass zu skalieren,

Nils: dass wir dadurch auch irgendwie schon Abschreckungen generieren, ja, und das mit, wie gesagt, mit einfachen Mitteln, das ist keine, es ist am Ende immer noch Hochtechnologie, aber die du halt in jeder, du kannst am Ende jedes Werk von GM, und das ist das, was er sagt, jedes Werk von GM umstellen von Automobilproduktion auf theoretisch Waffenproduktion.

Nils: Das kann man jetzt gut oder schlecht finden.

Nils: Ich würde das gar nicht moralisieren.

Nils: Aber das, was er sozusagen ja verspricht und das Problem, was er adressiert und wie er es kommuniziert mit dem ganzen Marketingapparat dahinter, das ist schon sehr geil, muss ich sagen.

Nils: Und da gucken sich auch einige was von ab.

Nils: Und ich glaube, es müsste dieses Versprechen für die Allgemeinheit, was er ergibt,

Nils: Ja, das holt dann am Ende schon, vor allem die patriotischen Amerikaner holt es dann natürlich schon sehr ab.

Nils: Und dementsprechend kriegt er auch die ganzen Aufträge.

Nils: Aber er muss natürlich auch liefern.

Tim Uhlott: Das ist ja direkt dieses Thema Neugier, was du ja, ich sage mal, mit dich am Anfang ja so ein bisschen ja auch erwähnt hast.

Tim Uhlott: Was würdest du denn Startups raten, wie die zum Beispiel Neugier bei Journalisten erwecken können oder vielleicht sogar auf Politiker zugehen können, um dafür ihr Thema vielleicht Neugier zu erwecken?

Tim Uhlott: Ist das ein paar kleinere Tipps oder ist das schwierig zu generalisieren?

Nils: Also ich glaube, es ist schwierig zu generalisieren, aber eine Frage solltest du immer beantworten können und ehrlicherweise können das auch nicht immer alle.

Nils: Nämlich, welches Problem löst du eigentlich?

Nils: Und für wen?

Tim Uhlott: Ja.

Nils: Und wieso ist das relevant?

Nils: Also wenn du das nicht beantworten kannst,

Nils: dann kannst du den Laden auch eigentlich dicht machen.

Nils: Also, dann kannst du den Laden wirklich dicht machen.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: Weil wenn du nicht sagst, welches Problem du lösen kannst, wie willst du das Produkt irgendwie verkaufen?

Nils: Also, ist ja auch irgendwie klar.

Nils: Aber das ist sozusagen, glaube ich, der erste Schritt.

Nils: Und ich glaube, ich

Nils: Ich glaube schon, ich schätze so die journalistische Landschaft schon so ein, dass da auch eine Offenheit da ist für neue Themen.

Nils: Also wenn du einfach gut erklärst, welches Problem du löst, ja, auch vielleicht in welchem Scale, wieso das eine Relevanz hat und wenn du es vielleicht als Gründer auch persönlich machst oder auch mal auf eine Veranstaltung, das ist so ein bisschen der amerikanische Ansatz, zu Leuten gehst und die einfach ansprichst, zu Journalistinnen gehst und die einfach ansprichst,

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Warum nicht?

Nils: Was hast du zu verlieren?

Nils: Das Schlimmste, was passieren kann, ist ja, dass sie sagen...

Nils: Nee, interessiert mich nicht.

Nils: Und deinen Namen vergessen sie dann eh, weil sie wahrscheinlich ständig von Leuten angeschrieben oder angesprochen werden.

Nils: Aber ich glaube, am Ende muss man, wie auch sonst bei unternehmischen Dingen, da einfach mutig sein.

Nils: Aber sich auch immer, also du musst halt immer von der Zielgruppe aus denken.

Nils: Also was für Fragen stellt sich ein Journalist, was ist für den relevant?

Nils: Das sind andere Dinge, als jetzt bei einem Kunden direkt, außerdem jetzt sozusagen Journalisten jetzt ein Sales Paper herüber zu schicken und zu sagen, ja, irgendwie, das kostet jetzt so und so viel weniger und so und so viel schneller.

Nils: Das juckt die nicht.

Nils: Also die technischen Details oder die Business-Details jucken die zu einem gewissen Maße, sondern erstmal geht es darum, welches Problem löst du.

Tim Uhlott: Mhm.

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Das ist ehrlicherweise Dreh- und Angelpunkt und am Ende des Tages musst du es immer einbetten in eine größere Erzählung.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Nils: Du kannst einfach schauen, was passiert gerade.

Nils: Ja.

Nils: Und du könntest zum Beispiel, wenn wir jetzt wieder beim Thema, weil ich da gerade ein bisschen drin bin in dem Thema, sorry, ich bin jetzt kein Defense- und Space-Spezialist, aber weil ich da gerade drin bin, da passiert halt gerade viel.

Nils: So, wenn du jetzt zum Beispiel ein Start-up bist, was jetzt irgendwie, weiß ich nicht, ähm,

Nils: irgendwelche Aufklärungsdrohnen oder so entwickelt und du das Gefühl hast irgendwie, wir lösen damit wirklich ein Problem, weil die sind bisher zu teuer und wir machen es viel smarter und viel, viel günstiger und damit schaffen wir sozusagen größere Sicherheit, bla bla bla.

Nils: Du hast aber das Gefühl, dass du bist bei der Vergabe, weil Vergabe, Bundeswehr und kannst du knicken, du bist da nicht berücksichtigt,

Nils: dann hast du damit natürlich einen Punkt, wo du sagst, auf der einen Seite, es werden, weiß ich nicht, die großen Startups werden viel beachtet und die großen Konzerne, die bekommen alle die Aufstürge, diese ganzen Konsortien aus Rheinmetall, Airbus und Co.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Nils: Ja, und wir kleinen und wie in der Mitte, wir werden irgendwie so gar nicht gehört.

Nils: Das könnte ja auch ein Contrarian-Ansatz sein, um zu sagen, pass mal auf, müssten wir es nicht mal ein bisschen anders machen, weil

Nils: wir sind ja diejenigen hier in der Mitte, die diese ganze Stabilität ja auch in eine deutsche Wirtschaft hineinbringen.

Nils: Also jetzt eher auf Mittelstand bezogen.

Nils: Aber wir werden gerade nicht gesehen.

Nils: Und da gibt es ja auch aktuelle Vergabevorgänge für bestimmte Projekte, wo man dann anknüpfen kann.

Nils: Oder man könnte jetzt, hier FKAS ist ja dieses...

Nils: Das gemeinsame Flugzeug, was da entwickelt werden sollte, dieses gemeinsame System.

Nils: Und wenn man da, also immer gucken, gibt es gerade aktuelle Dinge, darauf will ich hinaus, an die man anknüpfen kann.

Tim Uhlott: Ja.

Nils: Ja, das kann auch ein Börsenjagd von SpaceX sein, dass man sagt, ja, ist da schön und gut, aber, oder dass man sagt, wenn man, auch ein anderes Beispiel, gerade Biotech-Unternehmen, kleines Biotech-Unternehmen aus Rheinland-Pfalz,

Nils: was gerade auch irgendwie guckt, dass es irgendwie Finanzierung bekommt, Förderung bekommt, einfach gestärkt wird, ja, in dem Umfeld und die sichern ja auch Arbeitsplätze am Ende des Tages.

Nils: Ja gut, Böhringer Ingelheim und Eli Lilly haben gerade gesagt, dass sie Milliardeninvestitionen zurückziehen.

Nils: Gut, dann ist die Frage, wer sorgt dafür am Ende, dass der Biotech-Standort Rheinland-Pfalz erhalten bleibt?

Nils: Das sind dann diejenigen, die da sind und mit denen vielleicht manchmal auch ein bisschen zu wenig geredet wird und die ein bisschen zu wenig in der ersten Reihe stehen.

Nils: Und damit hast du dann so Ansätze, um zu sagen, lassen Sie es doch mal mit denen reden, die so jeden Tag das Brot- und Buttergeschäft machen.

Nils: Ja, und die jetzt nicht sozusagen immer die lautesten sind, weil sie auch keine klassischen Shareholder haben an der Börse, die sie irgendwie...

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Nils: beglücken müssen.

Nils: Also deswegen, ich glaube, das eine ist erstens Relevanz, welches Problem löst man?

Nils: Und das zweite ist Kontextualisierung.

Nils: Dann hast du eigentlich schon ehrlicherweise das Wichtigste.

Nils: Und dann Trust-Faktoren, das ist es am Ende schon.

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Es ist einfach.

Nils: Und sich mit demjenigen beschäftigen.

Nils: Sie haben ja vor kurzem darüber geschrieben, hätten sie nicht mal Lust, diesen Aspekt zu beleuchten, was sie noch nicht getan haben, so ungefähr.

Nils: Also ich glaube, das klingt einfach am Ende, aber man muss sich halt mit den Leuten beschäftigen, mit dem Kontext und dann sagen, welches Problem man löst.

Nils: Ja.

Tim Uhlott: Auf jeden Fall gut.

Tim Uhlott: Ich hätte noch eine letzte Frage noch, Nils.

Tim Uhlott: Was sind vielleicht Fehler in der Public Relation, die man auf jeden Fall vermeiden sollte?

Tim Uhlott: Vielleicht soll Startup oder vielleicht Mittelständler von Zuhören.

Nils: Na, Fehler, also Fehler ist für mich immer die klassische Pressemitteilung, die einfach einen Verteiler rauszuschicken und zu hoffen, dass irgendwas passiert und es irgendwen juckt.

Nils: Das ist ehrlicherweise der größte Fehler, was aber auch viele Unternehmen, also viele größere Unternehmen, und das ist manchmal erschreckend, was ich ja schon gesehen und gehört habe, viele größere Unternehmen noch machen.

Nils: Also der größte Fehler, den man machen kann, ist sich, wie ich es gerade beschrieben habe, sich nicht mit seiner Zielgruppe zu beschäftigen.

Tim Uhlott: Ja, steht es kein...

Nils: Das ist der allergrößte Fehler.

Nils: Und wie selbstverständlich davon auszugehen, dass man relevant ist und dass die Leute es ja schon verstehen werden, was man löst.

Nils: Also auch die Dinge gut zu erklären.

Nils: Immer Dinge voraussetzen.

Nils: Du musst dich immer in die Welt derjenigen und auch in die Begriffswelt derjenigen begeben, die du erreichen möchtest, weil sonst funktioniert es halt nicht.

Nils: Du kommst mit technischen Sachen und am Ende versteht es halt keiner.

Nils: Das ist, glaube ich, ehrlicherweise der größte Fehler.

Nils: Und der zweite Fehler ist,

Nils: davon auszugehen, dass irgendwie Journalisten jetzt darüber schreiben müssen.

Nils: Sie sind halt keine, also habe ich auch mal so ganz klar gesagt, Journalisten sind keine nützlich-Idioten, die dir Reichweite geben, einfach so, wo du irgendwie Geld bezahlst und dann läuft das, sondern es ist eine gute Sache, dass wir den Journalismus haben und auch Dinge unabhängig objektiv beleuchtet werden, auch wenn man natürlich an vielen Stellen Kritik üben kann, gar keine Frage,

Tim Uhlott: Mhm.

Nils: Aber sie sind keine nützlichen Idioten und man sollte sie auch nicht so behandeln, sondern als Menschen und sollte zusehen, dass man vernünftige Beziehungen zu denen aufbaut, denen Mehrwert liefert und sie vielleicht auch mal kontaktiert und fragt, ob sie was brauchen, auch wenn man mal nichts von ihnen will.

Nils: Das versuche ich auch jeden Tag umzusetzen.

Nils: Also das Predigen ist einfach, das umzusetzen ist hart, aber da muss ich auch jeden Tag dran arbeiten.

Tim Uhlott: Okay, super Schlusswort.

Tim Uhlott: Cool.

Nils: Tipptopp.

Tim Uhlott: Danke dir, dass du da warst.

Tim Uhlott: Es hat richtig viel Spaß gemacht, Nils.

Nils: Gerne, danke für die Einladung.

Tim Uhlott: Wie findet man dich oder euch am besten?

Tim Uhlott: Am besten per LinkedIn?

Tim Uhlott: Kann sich mit euch verknüpfen oder?

Nils: Genau, einfach am besten per LinkedIn.

Nils: Man kann mir auch schreiben.

Nils: Ich antworte auch sogar.

Nils: Da ist kein Bot, der antwortet.

Tim Uhlott: Ja, sehr gut.

Nils: Ich mache das noch alles selbst.

Nils: Das ist alles bei uns Manufaktur.

Tim Uhlott: Ja, okay, sehr cool.

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.

Tim Uhlott: Und dann hören wir uns nächste Woche.

Kai Ole Hartwig: Macht's gut.

Kai Ole Hartwig: Ciao, ciao.

Moritz Hofmann: Dann ciao, ciao.

Nils: Ciao.

Nils

Tim Uhlott

Nils

Moritz Hofmann

Tim Uhlott

Nils

Nils

Kai Ole Hartwig

Moritz Hofmann

Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Moritz Hofmann

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Tim Uhlott

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Moritz Hofmann

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

Moritz Hofmann

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Kai Ole Hartwig

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Moritz Hofmann

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Moritz Hofmann

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Moritz Hofmann

Moritz Hofmann

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

Kai Ole Hartwig

Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

Nils

Kai Ole Hartwig

Nils

Kai Ole Hartwig

Tim Uhlott

Kai Ole Hartwig

Nils

Kai Ole Hartwig

Tim Uhlott

Kai Ole Hartwig

Nils

Kai Ole Hartwig

Nils

Kai Ole Hartwig

Nils

Nils

Kai Ole Hartwig

Nils

Kai Ole Hartwig

Nils

Kai Ole Hartwig

Nils

Nils

Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

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Tim Uhlott

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

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Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

Nils

Tim Uhlott

Kai Ole Hartwig

Moritz Hofmann

Nils

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