Transcript
Isabell & Sven Haase: No more limits no matter what.
Isabell & Sven Haase: Das ist nicht nur die Lebensphilosophie von unserem heutigen Gast, sondern das ist wirklich eine Entscheidung.
Isabell & Sven Haase: Und das ist die Entscheidung, sich nicht damit abzufinden, ständig müde zu sein, sich nicht damit abzufinden, immer wieder nur zu funktionieren und sich nicht erzählen zu lassen, dass weniger Energie, weniger Gesundheit und weniger Lebensfreude einfach mal zum Älterwerden dazugehört.
Isabell & Sven Haase: Und dieser besondere Gast, den wir heute da haben, das ist Stina Herz und sie ist Chiropraktikerin, sie ist Gesundheitsexpertin und sie ist Feuerlaufinstruktorin und macht noch so viel weiteren Crazy Shit.
Isabell & Sven Haase: Und sie begleitet Menschen dabei, Grenzen zu sprengen
Isabell & Sven Haase: und wieder Energie in ihr Leben zu bringen, Klarheit in ihr Leben zu bringen und auch ein bisschen Vertrauen einfach wieder zu gewinnen.
Isabell & Sven Haase: Und sie zeigt uns, dass eine Positionierung absolut nicht spitz sein muss.
Isabell & Sven Haase: Liebe Stina, das ist so schön, dass du heute da bist.
Isabell & Sven Haase: Herzlich willkommen!
Stina Herz: Vielen herzlichen Dank, ich habe Gänsehaut, wow.
Stina Herz: Und ich suche immer wieder nach diesem Intro, was ich selber über mich sagen soll und mir fasst das einfach so toll zusammen.
Stina Herz: Ganz großartig, vielen Dank, ich freue mich sehr.
Isabell & Sven Haase: Dann kannst du das Intro jetzt gerne übernehmen.
Stina Herz: Also das werde ich tun, weil das war wirklich auf den Punkt, so kurz wie möglich, all das, was ich tue.
Isabell & Sven Haase: Ja, und so schön, wir sind ja gerade im Vorgespräch, hatten wir ja schon ewig weitererzählen, aber wir mussten dich ja wirklich unterbrechen, dass wir überhaupt noch die Chance haben, aufnehmen zu drücken, weil du hast ja immer so viele schöne Geschichten und auch deine Geschichte ist ja so beeindruckend und auch so berührend.
Stina Herz: Ja, schön.
Isabell & Sven Haase: Und no more limits, no matter what.
Isabell & Sven Haase: Wie ist es eigentlich bei dir dazu gekommen, dass du gesagt hast, ich treffe jetzt diese Entscheidung, was bedeutet sie für dich?
Stina Herz: Ich glaube, da möchte ich ein bisschen weiter zurückgehen in der Zeit.
Isabell & Sven Haase: Super gerne.
Stina Herz: Denn es gab einen Moment, der für mich mitentscheidend war.
Stina Herz: Es glaubt mir kein Mensch, aber mit Anfang 20 war ich tatsächlich, ich hatte Panikattacken, ich hatte eine Angststörung.
Stina Herz: Ich hatte eigentlich vor fast allem Angst.
Stina Herz: Ich hatte Höhenangst, Flugangst, Angst vorm Dunkeln, Angst zu sterben.
Stina Herz: Das war fürchterlich.
Stina Herz: Ich habe mich damals sehr schlecht ernährt.
Stina Herz: Ich habe sehr viel geraucht.
Stina Herz: Ich habe bis zu zwei, zweieinhalb Schachteln am Tag geraucht.
Stina Herz: Glaubt mir heute auch keiner mehr.
Isabell & Sven Haase: Hm.
Stina Herz: Und hatte viele, viele Stimmungsschwankungen, sehr depressive Phasen und war natürlich todunglücklich.
Stina Herz: Ich hatte etwas mehr auf den Rippen als jetzt.
Stina Herz: Und war einfach gar nicht angekommen im Leben, irgendwie hatte ich so den Eindruck.
Stina Herz: Hatte was mit der Familie zu tun, tatsächlich.
Stina Herz: Meiner Mutter ging es sehr ähnlich, aufgrund ihrer ganz eigenen Geschichte.
Stina Herz: Ich habe dann erfahren, dass es meiner Großmutter auch eine Zeit lang so ging.
Stina Herz: Also das scheint so ein Kreislauf der Frauen in meiner Familie gewesen zu sein.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Auf der väterlichen Seite war es gar nicht so viel anders.
Stina Herz: Und ich...
Stina Herz: habe das Leben gar nicht so richtig genießen können, obwohl ich schon immer viel Energie und Power hatte.
Stina Herz: Und bin dann da irgendwie so durchgerutscht und habe meinen Weg gemacht.
Stina Herz: Und ich habe meine erste offizielle Berufsausbildung mit 36 abgeschlossen.
Stina Herz: Habe immer was gemacht, habe immer gearbeitet, habe viel gearbeitet und habe auch sehr vertrauensvolle Arbeiten gemacht.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Als Rettungssanitäterin in der Notaufnahme auf dem Rettungswagen, was aber damals keine richtige Ausbildung war mit dreieinhalb Monaten.
Stina Herz: Aber war immer...
Stina Herz: irgendwie am Machen und Tun und sehr glücklich auch zum Teil.
Stina Herz: Aber diese Ängste waren immer da.
Stina Herz: Und ich habe mich dann sehr verliebt in einen Mann und der sagte, Mensch, komm mich doch bei mir im Sportverein besuchen und
Stina Herz: Ich bin dann da hingefahren.
Stina Herz: Ich kam gerade aus dem Urlaub mit meinem Sohn und wir hatten eine tolle Zeit in Dänemark gehabt.
Stina Herz: Ich bin ja halb Dänen.
Stina Herz: Meine Eltern hatten ein Haus in Dänemark an der Nordsee.
Stina Herz: Wir kamen gerade zurück mit Freunden und er war dann bei seinem Vater übers Wochenende und ich habe meinen neuen Freund besucht.
Stina Herz: Wir waren gerade ein halbes Jahr zusammen.
Stina Herz: Und ich stehe da und sehe diese ganzen Leute und denke, cool, schönes Gefühl hier und höre plötzlich aus den Lautsprechern, Stina, Stina, komm mal zum Moneyfest, du machst jetzt einen Tandemsprung.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Es war ein Fallschirmsprungplatz, also er war in einem Fallschirmsportverein.
Stina Herz: Und mein Puls ist sofort hoch, mein Blutdruck sofort runtergegangen, meine Hände und Füße wurden taub, mein ganzer Bauch hat sich zusammengeschnürt und ich habe gesagt, auf gar keinen Fall.
Stina Herz: Das stand für mich völlig fest, also das war nicht diskutierbar.
Stina Herz: Höhenangst, Flugangst, so, ich hatte ein Kind, der war gerade irgendwie zweistellig, also elf Jahre alt.
Isabell & Sven Haase: Oh, mein Gott.
Stina Herz: Und dann sterbe ich eventuell bei einem Fallschirmsprungfall.
Stina Herz: Also alle Ängste kamen zusammen.
Stina Herz: Und dann kam mein Tandem-Master, Jörg.
Stina Herz: Und Jörg stellte sich vor mir, so ein richtiger Hamburger Jungen, und sagte, somm ihn deren, wir müssen mal über Ängste reden und so.
Stina Herz: Und ich habe diesen Menschen sofort vertraut.
Stina Herz: Chance.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Das ist deine Chance, mindestens einer Angst, wenn nicht sogar allen, jetzt mal wirklich den Mittelfinger zu zeigen, die Zunge rauszustrecken und zu sagen, ich springe jetzt über diesen Schatten, ich muss das jetzt tun.
Stina Herz: Dann kam noch mein damaliger Freund.
Stina Herz: Versuchte natürlich auch mit ganz viel Liebe und Erklärung und Höhenangst zählt in 4000 Metern nicht und das merkst du gar nicht.
Stina Herz: Höhenangst zählt nur so bei 20, 30 Metern.
Stina Herz: Und dann dann habe ich gesagt, okay, ich springe.
Stina Herz: Ich hatte immer noch kein Gefühl in den Händen und in den Füßen und mein Magen war sehr flau.
Stina Herz: Und dann passierte das, was am Fallschirmsprungplatz häufiger passiert, das Wetter wurde schlecht.
Stina Herz: Und dann saß ich da mit meiner Entscheidung und musste warten.
Stina Herz: Und eine halbe Stunde später hieß es dann so, alle fertig machen, die Wolken ziehen weg, wir steigen ein.
Stina Herz: Und ich war so aufgeregt,
Stina Herz: dass ich etwas getan habe, wo ich immer denke, das macht doch kein normaler Mensch.
Stina Herz: Ich wollte vorne am Propeller an der Maschine vorbeigehen, um in das Flugzeug einzusteigen und mein Handelmaster griff mich im Beingurt und zog mich hinten ums Flugzeug rum.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich war so, ich war wirklich aufgeregt.
Stina Herz: Und dann saß ich in diesem Flieger, da passen so 16 Menschen rein.
Stina Herz: Du siehst den Piloten, wenn du dich umdrehst, weil du sitzt mit dem Rücken in Flugrichtung.
Stina Herz: Wir haben auf dem Fußboden damals noch gesessen in dieser Maschine.
Stina Herz: Und mir ging es super.
Stina Herz: Mein Tandemmaster hinter mir, mein Kerl saß vor mir, alle so dicht auf dicht, damit möglichst viele reinpassen.
Stina Herz: Neben mir der Tandemgast, der war grün und gelb im Gesicht.
Stina Herz: Und ich dachte, oh Gott, der spuckt gleich.
Isabell & Sven Haase: Hm.
Stina Herz: Neben mir die Springerin, die ist einfach eingeschlafen.
Stina Herz: Wie kann man denn in einem Flugzeug, die will doch Fallschirm springen, das ist doch aufregend.
Stina Herz: Die ist einfach eingeschlafen.
Stina Herz: Und ich so, wow.
Stina Herz: Und dann kommt ja dieser berühmte Moment, von dem alle immer berichten, dann ging die Tür auf.
Stina Herz: In einem Flugzeug.
Stina Herz: Was natürlich ich auch noch nie erlebt hatte, dass in einem Flugzeug in 4000 Metern die Tür aufgeht.
Stina Herz: Und es wurde kalt, denn es war
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Und dann rutschten wir also auf den Fußboden, ich schön angekettet an vier Karabinern, haben sie mir noch erzählt, jeder kann irgendwie eine Tonne halten oder so, an die Tür und...
Stina Herz: Und dann guckst du da runter und denkst, ich bin doch völlig bekloppt.
Stina Herz: In dem Moment machte mein Tandemmaster nur den, weil du musst den Kopf nach hinten lehnen.
Stina Herz: Und dann machte er vorwärts, rückwärts, raus.
Stina Herz: Ich kann mich an nichts erinnern.
Stina Herz: Wirklich.
Stina Herz: Und das müssen so zwei Sekunden gewesen sein.
Stina Herz: Und plötzlich hatte ich das Gefühl, ich bin
Stina Herz: Ich falle.
Stina Herz: Und es ist das schönste Gefühl, was ich je in meinem Leben hatte, ausgenommen der Moment, wo ich das erste Mal meinen Sohn im Arm hielt.
Stina Herz: Und es war alles egal.
Stina Herz: Es war egal, was am Boden vorher war, was die Zukunft bringt.
Stina Herz: Moment.
Stina Herz: Und dieser Freifall dauert ja so nicht ganz eine Minute.
Stina Herz: Und ich habe das so gefeiert.
Stina Herz: Ich war so glücklich.
Stina Herz: Alle Ängste waren weg und dann wurde der Schirm geöffnet und irgendwie waren wir dann auch unten mit Kurvenfliegen und allem und wir sind gelandet und ich habe gesagt, das muss ich lernen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Wenn ich das nicht lerne, dann verpasse ich etwas unglaublich Wichtiges in meinem Leben.
Stina Herz: Ich verkaufe alles, was ich verkaufen muss, damit ich die Lizenz zur Fallschirmspringerin machen kann.
Stina Herz: Also das war, glaube ich, die extremste Erfahrung, die ich je gemacht habe in meinem Leben.
Stina Herz: Von hochgradiger Angst und Übelkeit und kein Gefühl in den Händen und dieses klassische Frieren hin zu das beste Gefühl meines Lebens.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Freiheit.
Stina Herz: Nichts ist mehr wichtig, nur der Moment.
Stina Herz: Die pure Achtsamkeit.
Stina Herz: Im Nachhinein, viele Jahre später ist mir klar geworden, dass Fallschirmspringen eine der achtsamsten Dinge ist, die ich in meinem Leben mache.
Stina Herz: Denn ich bin immer im Moment.
Stina Herz: Ich habe zwar das Fallschirmspringen dieses Jahr ja an den Nagel gehängt.
Stina Herz: jetzt nach zwölf Jahren, aber trotzdem ist es ein so wichtiger Bestandteil nach wie vor meines Lebens, weil es mir zeigt, wie wichtig Achtsamkeit ist, wie wichtig es ist, im Moment zu sein, den Moment zu genießen, denn die Vergangenheit können wir nicht ändern und wir wissen ja gar nicht, was in der Zukunft kommt.
Stina Herz: Und sei es in zehn Minuten.
Stina Herz: Und das war ein absoluter ausschlaggebender Faktor für meinen Weg danach.
Stina Herz: Weil ich das erst mal
Isabell & Sven Haase: War das so der Moment, wo du gemerkt hast, dass wir uns die Grenzen eigentlich immer bloß im Kopf setzen und wir einfach über die Grenzen mal hinübergehen dürfen, um dann zu sehen, was auf der anderen Seite ist?
Stina Herz: Total.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Total.
Stina Herz: Total.
Stina Herz: Und das hat dann die Tür aufgemacht zu vielen, vielen weiteren Dingen.
Stina Herz: Sei es im Job, dass ich mich auf Dinge beworben habe oder dass ich dann auch beruflich Dinge getan habe, die ich mir vorher gar nicht zugetraut hätte.
Stina Herz: Ich habe angefangen, auf Gebäude zu klettern.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich weiß noch genau, es gab diese eine Nacht, da war die ISS um die Erde gekreist und wir hatten Blutmond und noch irgendwas war auch noch.
Stina Herz: Und alle sind sie auf das Dach von dem alten Flugzeug, also hier Lufthafentower,
Stina Herz: der nicht mehr aktiv war.
Stina Herz: Und ich wollte da unbedingt hoch, 35 Meter.
Stina Herz: Und ja, ich stand da so ein bisschen breitbeinig und habe ausgeglichen, aber ich war oben.
Stina Herz: Ich bin selber hochgeklettert.
Stina Herz: Durch so eine Metallleiter einfach nur.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und meine, also durch das, was dann kam, habe ich keinerlei Flugangst mehr.
Stina Herz: Meine Höhenangst ist kaum noch da, also so gut wie nie.
Stina Herz: Und wenn dann nur ganz leicht.
Stina Herz: Angst vorm Dunkeln habe ich schon gar nicht mehr.
Stina Herz: Ich liebe die Dunkelheit mittlerweile.
Stina Herz: Der Tod, also ganz ehrlich, wenn ich vor etwas Angst habe, was wirklich unausweichlich ist in diesem Leben, dann macht das wenig Sinn.
Stina Herz: Dann sehe ich doch lieber zu, dass ich den Moment genieße und das Beste irgendwie aus dem Moment mache und aus meinem Leben mache, damit ich sagen kann, ja, war ein geiler Ritt.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Irgendwie so.
Stina Herz: Weil ich weiß ja nicht, wann es zu Ende ist.
Stina Herz: So, und da ich ja nun aus dem Rettungsdienst und aus der Notaufnahme komme ursprünglich, weiß ich, dass das manchmal vor einer Sekunde auf die nächste sein kann.
Stina Herz: So, und das macht mir keine Angst.
Stina Herz: So, ja.
Stina Herz: Und dann kamen die nächsten Sachen dazu.
Stina Herz: Dann kam mit 39 Verdacht auf Herzinfarkt.
Stina Herz: Ich saß am Esstisch, mein Sohn saß mir gegenüber und plötzlich hatte ich alle Symptome eines Herzinfarktes.
Isabell & Sven Haase: Hmm.
Isabell & Sven Haase: Hmm.
Isabell & Sven Haase: Hmm.
Stina Herz: habe.
Stina Herz: Und wieso auch immer das nicht gut ankam in dieser Fortbildung.
Stina Herz: Und dann am Esstisch saß und wirklich von einer Sekunde auf die nächste Todesangst hatte.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: massivste Herzschmerzen, ich wurde kaltschweißig, mein Herz hat sehr schnell geschlagen und ich habe dann versucht, heimlich unterm Tisch meinen Puls zu fühlen und festgestellt, dass mein Puls noch bei knapp über 30 ist.
Stina Herz: Also das Herz hat viel schneller geschlagen, aber die Pulswelle ist nicht, also da ist kein Puls rausgegangen aus dem Herz.
Stina Herz: Und mein damaliger Partner sagte sofort, merkte das natürlich sofort und sagte, was ist los?
Stina Herz: Und in meinem Kopf war diese Geschichte von 50% aller Herzinfarktpatienten sterben innerhalb der ersten 24 Stunden, die meisten davon in der ersten Stunde.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich habe selber das Thema unterrichtet, als Konzentin im Rettungsdienst.
Stina Herz: Und ich habe meinen Sohn angeguckt und habe gesagt, wie viele Minuten kann ich noch mit ihm reden, noch ihn wahrnehmen, bei ihm sein.
Stina Herz: Das hat die Angst natürlich noch mal verstärkt.
Stina Herz: Und
Stina Herz: Es war glücklicherweise kein Herzinfarkt.
Stina Herz: Es war eine massive Herzrhythmusstörung, die eben zu den gleichen Symptomen geführt hat.
Stina Herz: Ausgelöst vermutlich durch Ernährung.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Ich hatte sehr viel Luft an dem Tag im Bauch.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Und diese Luft hat scheinbar auf mein Herz gedrückt und eine Herzrhythmusstörung ausgelöst.
Stina Herz: Und ich habe dieses Syndrom selber unterrichtet.
Stina Herz: Röhm-Held-Syndrom, aber ich bin nicht drauf gekommen, dass es das sein könnte.
Stina Herz: Wie auch, ich hatte Angst.
Stina Herz: Echte Todesangst.
Stina Herz: Und das ist ein Leitsymptom beim Herzinfarkt.
Stina Herz: Und im Endeffekt ging dann die Geschichte in die gesundheitliche Richtung weiter.
Stina Herz: Dass ich gesagt habe, jetzt will ich ganzheitlich wissen, was ist hier los?
Stina Herz: Dann wurde eine Autoimmunkrankheit festgestellt im Zusammenhang mit dieser Herzinfarkt-Thematik.
Isabell & Sven Haase: Toll, genau, wundervoll.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und mir wurde eine Schilddrüsenerkrankung, ein Hashimoto, diagnostiziert.
Stina Herz: Und alle sagten halt so, wie das so ist in der Schulmedizin, ja, dann ist die Schilddrüse halt irgendwann weg, dann nimmst du halt Enthurox.
Stina Herz: Ich sage, ich bin keine 40.
Stina Herz: Wie lange soll ich denn das Medikament nehmen?
Stina Herz: Ja, musst du dann dein Leben lang nehmen.
Stina Herz: Ich sage, Entschuldigung, am Arsch die Waldfee.
Stina Herz: Ich werde alles tun, um das zu verhindern.
Stina Herz: Das kann nicht richtig sein.
Stina Herz: Wo kommt diese Krankheit her?
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Für Autoimmunerkrankungen gibt es keine Ursache.
Stina Herz: Und dann habe ich gesagt, okay, ich hatte eine dreijährige Ausbildung zur Heilpraktikerin viele, viele Jahre vorher gemacht.
Stina Herz: zurück.
Stina Herz: Und habe innerhalb von anderthalb Jahren diese Erkrankung komplett ausgeheilt.
Stina Herz: Über Ernährung, über Entspannungsübungen, über Yoga.
Stina Herz: Meditation, Dr. Joe Dispenza ist mein bester Freund geworden für eine Zeit lang.
Stina Herz: Ich habe angefangen, mein Mindset zu ändern, zu noch mehr Positivität und die Erkrankung war anderthalb Jahre hinterher nicht mehr nachweisbar.
Isabell & Sven Haase: Ja, crazy.
Stina Herz: Und dann habe ich gesagt, wenn ich das kann, dann können andere das auch.
Stina Herz: Und so ist mein Weg in die ganzheitliche Ernährungstherapie und Ernährungsbegleitung und Blutanalysen und alles.
Stina Herz: So hat es gestartet.
Isabell & Sven Haase: Und gibt es auch noch so eine krasse Geschichte, wie die Chiropraktik dann noch dazu gekommen ist?
Stina Herz: Ja, natürlich.
Stina Herz: Also, so krass ist sie nicht, so unbefassbar.
Isabell & Sven Haase: Natürlich.
Isabell & Sven Haase: Natürlich, wie sonst, ja wir kennen dich ja schon ein bisschen, wäre sonst komisch, wenn nicht.
Stina Herz: So krass ist sie gar nicht eigentlich, weil ich hatte in meiner dreijährigen Heilpraktika-Ausbildung, es war eine Vollzeitausbildung, es war für mich das Einzige, was Sinn machte, gleich nach dem Abi, nachdem das Lehramtsstudium eine Katastrophe war und ich nach einem halben Semester schreiend aus der Uni gerannt bin,
Stina Herz: habe ich gesagt, ich muss jetzt mal was ganz anderes machen.
Stina Herz: Meine Schwester hatte als Kind sehr, sehr schwer Neurodermitis und die wurde von einem Heilpraktiker ausgeheilt, so mithilfe eines Heilpraktikers.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und ich hatte überlegt, Ergotherapie, das fand ich auch sehr spannend, das Thema, und bin dann aber doch zur Heilpraktik gegangen, weil ich da mehr Möglichkeiten gesehen habe in den Therapien.
Stina Herz: Und einer meiner Anatomielehrer war und ist auch immer noch Chiropraktiker.
Stina Herz: Und in der Ausbildung zum Osteopathen.
Stina Herz: Und mein Vater sagte damals schon, Mensch, Osteopathie, das ist doch der Hammer.
Stina Herz: Und Chiropraktik war da noch gar nicht so in der Welt richtig.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und dabei gibt es die schon seit 1895.
Stina Herz: Und der hat mich dann das erste Mal justiert.
Stina Herz: Nur an den Füßen.
Stina Herz: Im Unterricht.
Stina Herz: Und ich habe ein sogenanntes Emotional Release bekommen.
Stina Herz: Ich habe Rotz und Wasser geheult.
Stina Herz: weg?
Stina Herz: Und das konnte er über meine Füße fühlen.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Stina Herz: Und ich bin aufgestanden von der Liege und ich bin nicht mal mehr bis zu meinem Platz gekommen und da liefen mir schon die Tränen in Bächen runter.
Stina Herz: Und habe mich dann mehrmals von ihm in seiner Praxis auch behandeln lassen.
Stina Herz: Habe das dann aufgrund, ich weiß gar nicht warum, schleifen lassen.
Stina Herz: Wahrscheinlich, weil ich nicht sofort die Heilpraktikerprüfung machen durfte damals, weil ich noch zu jung war.
Stina Herz: Ich war erst 24.
Stina Herz: Die darfst du erst um 25 machen in Deutschland.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Isabell & Sven Haase: Mm-hmm.
Isabell & Sven Haase: Mm-hmm.
Isabell & Sven Haase: Mm-hmm.
Stina Herz: Also bin ich da in den Rettungsdienst gegangen und habe noch meine vernünftige Ausbildung zur Rettungssanitäterin obendrauf gesetzt.
Stina Herz: Wollte dann eigentlich in die Heilpraktik zurück, bin aber im Rettungsdienst hängen geblieben.
Stina Herz: habe noch ein Kind bekommen zwischendurch.
Stina Herz: Und dann bin ich wegen meines Sohnes wieder zu diesem Hero hingegangen, weil mein Sohn ein sogenanntes KISS-Syndrom hatte.
Stina Herz: Kopf-Gelenk-induzierte Symmetriestörung.
Stina Herz: Das heißt, der konnte seinen Kopf eigentlich drehen, aber er wollte nicht krabbeln.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Isabell & Sven Haase: Krass.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und es kann wirklich eine Störung an der Halswirbelsäule sein, weil die können den Kopf dann nicht so nach hinten nehmen.
Stina Herz: Und dann hat er einmal meinen Sohn justiert, zwei Tage später ist mein Sohn gekrabbelt mit elf
Stina Herz: Und wenn man ein bisschen die Neurologie der Menschen kennt und weiß, wie wichtig krabbeln ist, dann war das ein wahnsinnig entscheidender Faktor.
Stina Herz: Es gibt so einen Satz in der Chiropraktik, da sagen wir gerne, wer nicht krabbelt, kann kein Mathe.
Stina Herz: Weil wir brauchen für das Krabbeln ja diese Überkreuzbewegung.
Stina Herz: weiter.
Stina Herz: Und das wiederum ist wichtig, damit wir beide Gehirnhälften gleichzeitig vernetzen und benutzen.
Stina Herz: Auch über die andere Seite greifen und sowas.
Stina Herz: Und insofern, mein Sohn ist sehr gut in Mathe.
Stina Herz: Er ist zwar in der Neunten wegen Mathe sitzen geblieben, aber es lag wohl eher an anderen Dingen als an Mathe.
Stina Herz: Denn jetzt studiert er International Management und hat Ökonomie als Fach und da machen die nur Statistik und Mathe.
Stina Herz: Und also das klappt ganz gut.
Stina Herz: Und darüber bin ich wieder in Kontakt mit dem Chirurg gekommen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Es hat aber immer noch nicht gefunkt.
Stina Herz: weil ich ganz anderes, ich war halt noch im Rettungsdienst, beziehungsweise bin dann wieder zurück in den Rettungsdienst, erste Hilfeausbilderin und habe dann meinen, also war dann Single für ein paar Jahre und habe in der Notaufnahme gearbeitet und habe dann eben meinen Ex-Mann kennengelernt.
Stina Herz: Der wurde einmal dann justiert,
Stina Herz: jung.
Isabell & Sven Haase: Oh.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und ich war zu dem Zeitpunkt freiberufliche Dozentin für medizinische Berufe.
Stina Herz: Und ich wurde abkommandiert.
Stina Herz: Ich brauche dich für die Praxis, ich schaffe das nicht alleine, weil es war dann innerhalb von, ich glaube, einem Monat hatten wir über 100 Patienten die Woche.
Stina Herz: Und es wurden 300 die Woche.
Stina Herz: Und Und ich habe trotzdem immer noch nicht meinen Heilpraktikerschein nachgemacht.
Isabell & Sven Haase: Hm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: versagen.
Stina Herz: Ich bin nicht gut genug, um die Heilpraktikerprüfung zu bestehen.
Stina Herz: Und da gab es tatsächlich einen Moment, in dem mir bewusst geworden ist, dass ich aufgrund dieser Angst vor Bewertung, Beurteilung, Versagen, dass ich deswegen nicht schon längst Chiro geworden bin.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und das war bei einem Seminar von einem ganz tollen Chiro-Praktiker aus Kalifornien,
Stina Herz: der in Italien, in Florenz ein Seminar gemacht hat, wo es viel mehr darum ging, eigentlich wieder aus dem Kopf ins Herz zu kommen, hatte nichts mit Technik chiropraktisch zu tun.
Stina Herz: Aber am Ende sollten wir fühlen und justieren.
Stina Herz: Und ich habe genau gefühlt, wo ich justieren würde, aber ich wusste nicht
Stina Herz: Und das war fürchterlich.
Stina Herz: Und dann habe ich angefangen zu weinen.
Stina Herz: Und dann ist mir bewusst geworden, dass ich mich ganz klein gemacht habe all die Jahre.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und bin drei Tage später beim Chiropraktik-Kongress auf die Bühne gegangen, weil da jeder so einen kleinen Slot haben konnte von vier Minuten und habe meine Geschichte mit Chiropraktik erzählt und wie sehr sie mir geholfen hat, weil ich natürlich jede Woche justiert wurde.
Stina Herz: Und dann war ich, dass ich bei diesem Seminar war und dass mir bewusst geworden ist, dass ich mich selber klein halte, weil ich denke, ich bin zu dumm, wirklich.
Stina Herz: Ich dachte, ich wäre zu dumm für die Prüfung.
Stina Herz: Ich schaffe das eh nicht.
Stina Herz: Und ich bin nach Hause gekommen, habe mich angemeldet, habe angefangen zu lernen, wie eine große... Ihr müsst euch überlegen, ich war Dozentin für Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich hatte schon viel bessere Startvoraussetzungen als alle anderen.
Stina Herz: Ich musste nur noch Themen lernen, die nicht in meinem Repertoire waren.
Stina Herz: Naja, und im...
Stina Herz: Das war im Oktober, im Mai des Folgejahres, im April des Folgejahres war ich fertige Heilpraktikerin.
Isabell & Sven Haase: Herkühe, mega.
Isabell & Sven Haase: Mega.
Stina Herz: Und dann ging es wirklich los.
Stina Herz: Und dann habe ich angefangen, auch selber Blut abzunehmen, Ernährungstherapie zu machen, habe Fortbildung gemacht für Chiropraktik, bis ich mich sicher genug fühlte, selber auch zu justieren.
Stina Herz: Bin Chiro geworden und das sind jetzt meine beiden Herzensthemen, wenn es um ganzheitliche Gesundheit geht.
Stina Herz: So kann es.
Stina Herz: Ja.
Isabell & Sven Haase: Mega cool.
Isabell & Sven Haase: Und du hast ja auch so eine richtig coole Praxis.
Isabell & Sven Haase: Und die kam ja irgendwie mehr oder weniger auch so ein bisschen zufällig auch zu dir.
Isabell & Sven Haase: Oder wie war das?
Isabell & Sven Haase: Und die hatte auch so einen geilen Namen.
Isabell & Sven Haase: Erzähl doch mal.
Isabell & Sven Haase: Wie ist die so in dein Leben gekommen?
Isabell & Sven Haase: Weil ich weiß, der Weg dahin war auch nicht so geradlinig.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Also in meinem Leben ist es tatsächlich so, dass das Universum, ich bin sehr universumsgläubig, andere nennen es Gott oder Allah, das ist für mich wirklich, ich möchte niemanden diskreditieren, aber es ist für mich, mein Universum ist wie für andere wahrscheinlich Gott.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und ich bin da so tief verankert in diesem Glauben an das Universum, gerade durch die letzten drei Jahre meines Lebens, wo ja noch ein bisschen mehr passiert ist.
Stina Herz: Und ich weiß, manchmal braucht das Universum scheinbar den Vorschlaghammer, um mich zu überzeugen von dem, was für mich gut ist.
Stina Herz: Wir hatten eine sehr erfolgreiche Praxis, beziehungsweise mein Ex-Mann, ich war ja Teil dieser Praxis,
Stina Herz: Und ich war sehr stark zuständig für Schwangere und Babys und die ganzen Erstuntersuchungen und die Buchhaltung im Hintergrund und habe meine Ernährungstherapie gemacht, auch basierend auf Blutwerten.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und uns hat, so wie vielen anderen auch, die weltweite Massenhysterie zu Corona-Zeiten doch so einige Probleme beschert, beziehungsweise für uns war es nicht ganz leicht, für meinen Ex-Mann, glaube ich, noch ein bisschen schwerer.
Stina Herz: Und wir sind ausgewandert.
Stina Herz: Und nach Schweden, nach Lappland, in ein ganz kleines Dorf, wo wir auch eine Praxis aufmachen wollten und so weiter.
Stina Herz: Also nochmal komplett neu alles.
Stina Herz: Da habe ich auch dann die ersten Seminare beziehungsweise Retreats gemacht, wo dann der Motivationscoach noch eine Rolle spielte, den ich noch gemacht habe und die Feuerlaufinstruktoren-Ausbildung.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und da das alles nicht so richtig, also sagen wir so, ich bin zurückgekommen und habe komplett neu angefangen.
Stina Herz: Das war für mich, glaube ich, wenn man es denn überhaupt negativ nennen möchte, will ich aber eigentlich gar nicht.
Stina Herz: Das war für mich eine der größten Herausforderungen meines Lebens.
Stina Herz: Also die größte Herausforderung, weil ich emotional nicht mehr wusste, wo oben und unten ist, weil das völlig überraschend für mich zu Ende gegangen ist, weil ich hatte nichts mehr.
Stina Herz: Ich hatte mich selbst und ich hatte das beste Umfeld der Welt.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Aber ich hatte kein eigenes Bett mehr, keinen Kühlschrank.
Stina Herz: Ich musste mein Auto verkaufen.
Stina Herz: Ich musste viele, viele Kosten decken.
Stina Herz: Und ich war so ein bisschen lost.
Stina Herz: Und habe lange gebraucht, habe tatsächlich weitergemacht in Deutschland, habe das Konzept mit meiner Ernährungsgeschichte auf ein ganz anderes Level nochmal gehoben.
Stina Herz: Food Up Your Life ist entstanden, also das Programm dazu.
Stina Herz: Und
Stina Herz: gehen.
Stina Herz: Weil ich eigentlich gar nicht mehr sesshaft sein wollte.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Weil wenn dir einmal jemand den Boden unter den Füßen weggezogen hat oder du das Gefühl hast, dass dir der Boden weggezogen wird und du einfach ins Bodenlose fällst,
Stina Herz: dann willst du dieses Risiko nicht nochmal eingehen.
Stina Herz: Also bei mir war es so.
Stina Herz: Und ich habe dann gesagt, ich bereite alles vor für permanentes Reisen.
Stina Herz: Ich mache von unterwegs meine Blutanalysen.
Stina Herz: Ein Jahr lang bin ich bis nach Südtirol gefahren, um Leuten Blut abzunehmen.
Stina Herz: Das war toll.
Stina Herz: Und habe dann mit einer meiner besten Freundinnen, die hier ist, entschieden, ich fahre mit zum Kongress.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Das erste Mal ohne meinen dann Ex-Mann, was sehr komisch war.
Stina Herz: Und saß bei diesem Kongress, kämpfte noch damit, dass ich das erste Mal ohne meinen Ex-Mann da war, dass alle zu mir gekommen sind.
Stina Herz: Wo ist denn dein Mann?
Stina Herz: Und ich sage, nee, ist nicht mehr.
Stina Herz: Und wir da auch sehr herausfordernde Übungen machen, wie sehr intensives, holotrophes Atmen, was ihr ja auch kennt,
Isabell & Sven Haase: Wow.
Stina Herz: Und ich sehr an meine emotionalen Grenzen nochmal gekommen bin und viel losgelassen habe, viel geweint habe, viel geschrien habe.
Stina Herz: Und dann natürlich aber diese positive chiropraktische Energie, weil ganzheitliche Chiros sind einfach sehr hoch energetisch.
Stina Herz: Es waren immerhin 700 Menschen.
Stina Herz: Und wir saßen abends beim Abendessen bei einem guten Glas Rotwein und plötzlich machte es wirklich in meinem Kopf,
Stina Herz: Kabumm!
Stina Herz: da.
Stina Herz: Ich wollte keine Praxis aufmachen.
Isabell & Sven Haase: Cool.
Isabell & Sven Haase: Richtig.
Stina Herz: Und ich fand das auch gar nicht so geil.
Stina Herz: Und ich sage zu meiner Freundin, mir ist gerade der Name gekommen, Kiez-Hiro.
Stina Herz: Und meine Freundin sagt, wie geil!
Stina Herz: Ich sage, dann kann es ja nur nach St.
Stina Herz: Pauli gehen.
Stina Herz: Weil, für die, die es nicht wissen, die Reeperbahn wird von uns Hamburgern als Kiez bezeichnet.
Stina Herz: So, K-I-E-Z.
Stina Herz: Also, wenn ich Kiez-Hiro heiße, muss ich auch an den Kiez.
Stina Herz: Davon abgesehen, wollte ich schon immer Obdachlosen helfen.
Stina Herz: Und generell arbeite ich sehr, sehr gerne auch ehrenamtlich für Kinderorganisationen und fand es auf St.
Stina Herz: Pauli einfach, da ist es vielleicht genauso nötig wie in anderen Stadtteilen, aber hier vielleicht auch noch mal ein bisschen mehr.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und Und habe dann
Stina Herz: angefangen zu suchen nach einer Praxis, also nach Räumen.
Stina Herz: Und hier in Hamburg findest du dann so Räume für 100 Quadratmeter 4.000 Euro.
Stina Herz: Kalt.
Stina Herz: Und ich dachte, das kann doch nicht wahr sein.
Stina Herz: Und ich weiß nicht, ob ich nicht richtig gesucht habe, aber ich habe dann entschieden, Feierabend, ich beerdige jetzt die Hero-Praktik, das schafft mich, immer dieses Hin- und Hergerissene.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Einerseits mache ich Food up your life, kann mich aber nicht richtig darauf fokussieren, weil ich ja eine Praxis suche und das würde ja auch wieder viel Fokus kosten und was mache ich eigentlich?
Stina Herz: Dann wollte ich noch Feuerläufe machen, habe ein krasses Event in Tansania am Fuße des Kilimanjaro gemacht
Stina Herz: mit Feuerlauf und so, alles 24.
Stina Herz: So, das war schon geplant, das war schon ausverkauft und ich habe dann entschieden, die Hieropraktik geht jetzt aus meinem Leben.
Stina Herz: Habe ein Loch gegraben im Garten meiner Schwester, habe die Hieropraktik so richtig schön da reingestellt, Erde obendrauf gekippt und habe gesagt, ich beerdige dich.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Isabell & Sven Haase: Krass.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Rest in peace.
Stina Herz: Und das war echt ernst gemeint.
Stina Herz: Und ich fühlte mich erleichtert.
Stina Herz: Und habe gesagt, okay, es wird eben doch das permanente Reisen.
Stina Herz: Habe einen Businessplan geschrieben über Ernährungstherapie à la Food Up.
Stina Herz: Das war ein sensationeller Businessplan.
Stina Herz: Also Also das Universum.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Mein Sohn sagt zu mir, Mama, ich gucke mir heute eine Wohnung an, Ecke St.
Stina Herz: Pauli-Altona hier.
Stina Herz: Und sagt zu mir, aber ich fahre da alleine hin.
Stina Herz: Wir wollten ja eigentlich essen gehen heute Abend, aber ich fahre da alleine hin.
Stina Herz: Das ist schon okay.
Stina Herz: Ich sage, lass uns doch zusammen hinfahren und hinterher essen gehen.
Stina Herz: Weil wir haben hier in der Gegend, in der schönsten Straße von St.
Stina Herz: Pauli, das ist die Paul-Rosen-Straße,
Stina Herz: Ändert dann den Namen noch im Verlauf.
Stina Herz: Ist eine wunderschöne Straße.
Stina Herz: Und da ist ein Burgerladen, der hat glutenfreies Brot, beste Rindfleisch-Patties, also aus Bio-Fleisch.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Nope.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Du kannst alles glutenfrei oder auch vegan bekommen, wenn du möchtest.
Stina Herz: Und da ich halt kein Schweinefleisch esse, kein Weizen und auch keine Kuhmilchprodukte, eben aufgrund des Hashimoto's und Food Up,
Stina Herz: hat er gesagt, ach Mensch, cool, dann gehen wir da hin.
Stina Herz: Ich bin damit hingegangen, super witzige Geschichte, weil ich sehe jetzt vielleicht nicht unbedingt aus wie 51 und mein Sohn sieht nicht unbedingt aus wie 24.
Stina Herz: Und wenn wir zusammen irgendwo auftreten, wissen die Leute manchmal nicht so genau, wie unser Verhältnis zueinander ist.
Stina Herz: Es ist immer sehr witzig, die Gesichter zu sehen.
Isabell & Sven Haase: Möi!
Stina Herz: Und wir kommen also dahin und der Vermieter kommt, es ist eine große Wohnungsmöglichkeit,
Stina Herz: Gesellschaft in Hamburg und kommt mit seinem schicken Oldtimer Käfer-Cabriolet und schnickert Typ und steigt aus und gibt mir die Hand und ich sage Moin, ich bin Stina und Lennart sagt Moin, ich bin Lennart.
Stina Herz: Er guckt ihn an, er guckt mich an, er guckt ihn an, er guckt mich an.
Stina Herz: Du wusstest genau, da ist ganz viel Platz für Interpretationen.
Stina Herz: Und innerlich habe ich so gelacht.
Stina Herz: Und dann habe ich auch noch gesagt, weißt du, guck dir die Wohnung mal alleine an.
Stina Herz: Ich gehe ein bisschen um den Block.
Stina Herz: Wenn du fertig bist, sagst du mir Bescheid.
Stina Herz: Und er sagt mir Bescheid und sagt, coole Wohnung, habe mich beworben.
Stina Herz: Ich sage, cool, gehe mit ihm durch den Park, so ein bisschen den Berg runter in die Paul-Rosen-Straße, die ich ja so schön finde.
Stina Herz: Die hat so eine besondere Energie, weil du hast den Dönerladen neben einem Zwei-Sterne-Restaurant.
Isabell & Sven Haase: Cool.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Schrottkarren.
Stina Herz: Und du hast alles, du hast Familien, du hast Menschen, wo du genau siehst, okay, wow, die kaufen nicht in den gleichen Geschäften ein wie ich.
Stina Herz: Du hast alles.
Stina Herz: Und ja, natürlich hast du Menschen, die auf der Straße leben.
Stina Herz: Das macht St.
Stina Herz: Pauli aus, diese Mischung.
Stina Herz: Und wir gehen so den Berg runter auf den Weg zu unserem Burgerladen und dieses Käfer-Cabriolet fährt an uns vorbei.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und wir sind das ja witzig.
Stina Herz: Und mein Sohn sagt noch, du, vielleicht haben die hier irgendwo ihr Büro.
Stina Herz: Und geht direkt vor uns rechts in ein Geschäft.
Stina Herz: Und wir kommen an dieses Geschäft.
Stina Herz: Zwei, ihr müsst euch vorstellen, eine Tür in der Mitte, zwei Stufen geht es runter, so ins Halbsutterrain und zwei große Schaufenster.
Stina Herz: Und ich gucke da rein und sehe vor meinem inneren Auge zwei chiropraktische Erwachsenen liegen und eine
Isabell & Sven Haase: Oh.
Stina Herz: Also es war leer.
Stina Herz: Und er kommt raus und sagt, das ist ja witzig, was macht ihr denn hier?
Stina Herz: Und ich konnte kaum reden.
Stina Herz: Ich habe gesagt, was ist das?
Stina Herz: Er sagt, das ist eine Gewerbeimmobilie von uns, die vermieten mir.
Stina Herz: Heute ist Besichtigung.
Stina Herz: Und ich gucke so durch die Fenster und sehe, offenes Mauerwerk, wie ich es immer haben wollte.
Stina Herz: Ein Justierraum, ein Warteraum.
Stina Herz: Hinten konnte ich sehen, ist noch so ein kleiner Raum, wo ein Untersuchungsraum hinpasst, hinten drin eine Küche.
Stina Herz: Glaubt ihr, ich bin reingegangen?
Stina Herz: Nein, ich habe es mir nicht angekuckt.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Ach krass.
Stina Herz: Ich habe gesagt, könntest du dir vorstellen, hier eine Chiropraxis reinzunehmen?
Stina Herz: Und er sagt, wie geil ist das denn?
Stina Herz: Die haben nämlich schon Chiro an einer ganz anderen Ecke in Hamburg unter ihren Mietern.
Stina Herz: Er sagt, mega Idee für St.
Stina Herz: Pauli.
Stina Herz: Aber hier kommt auf gar keinen Fall ein Dönerladen rein und auch kein Kiosk.
Stina Herz: Ich sage, okay.
Stina Herz: Und gehe mit meinem Sohn weiter ins Restaurant.
Isabell & Sven Haase: Was hat dich abgehalten?
Isabell & Sven Haase: Meine Güte, das ist ja quasi Präsentierteller.
Stina Herz: Das war der Überraschungsmoment.
Isabell & Sven Haase: Ja, okay.
Stina Herz: Ich bin damit nicht klar gekommen.
Stina Herz: Ich habe doch entschieden, dass ich das nicht will.
Isabell & Sven Haase: Beerdigt, ja, es wurde beerdigt.
Isabell & Sven Haase: Ja, aber was hast du beerdigt?
Isabell & Sven Haase: Wir wissen ja, wie die Geschichte ausgeht.
Stina Herz: Wir gehen essen, alles super.
Stina Herz: Ich, abends um 10, mein Sohn hat noch im gleichen Haus gewohnt wie ich.
Stina Herz: Ich habe ja bei meiner Schwester oben unterm Dach gewohnt, er im Souterrain in meinem alten Abizimmer.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich schreibe ihm eine WhatsApp von oben runter und sage, Alter, du musst mir die Nummer von dem Vermieter geben, ich muss mich da jetzt bewerben.
Stina Herz: Er sagt, tut mir leid, Mama, das ist seine Privatnummer, die gebe ich nicht raus.
Stina Herz: Ich sage, wer hat dich denn erzogen?
Stina Herz: eine E-Mail geschrieben, unter Tränen, meine beste Freundin angerufen, geheult, Rotz und Wassern.
Stina Herz: Ich habe gerade meine Traumpraxis gesehen.
Stina Herz: Ich wollte immer 70 Quadratmeter, sie hat 67,2.
Stina Herz: Es ist genau die Raumaufteilung, die ich haben wollte.
Stina Herz: Es ist die schönste Straße auf St.
Stina Herz: Pauli.
Stina Herz: Eimer.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich rufe am nächsten Morgen eine Freundin an, der ich erzählt habe, dass ich die Chiropraktik beerdigt habe und dann fängt sie an zu lachen.
Stina Herz: Sagt sie, das war keine Beerdigung.
Stina Herz: Du hast einen Samen
Stina Herz: Und in dem Moment ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen.
Stina Herz: Da war ich schon auf dem Weg nach Karlsruhe, um Blut abzunehmen.
Stina Herz: Und mein Sohn ruft mich mittags an und sagt, ganz witziger Anruf gerade von dem Vermieter, ich habe die Wohnung, ich sage, Mensch, cool, großartig, herzlichen Glückwunsch.
Stina Herz: Und er sagt, und dann hat er zu mir gesagt, und die Dame, die da bei dir war.
Stina Herz: Und dann habe ich ganz laut gelacht und habe gesagt, schon gut, das war meine Mutter.
Stina Herz: Dann haben wir beide nochmal ganz laut gelacht und dann hat er gesagt, und deine Mutter kriegen wir auch schon unter.
Stina Herz: Und das war der Moment, wo ich dann wirklich auf den nächsten Rastplatz gefahren bin und erstmal ein bisschen die Tränen habe laufen lassen.
Isabell & Sven Haase: Yes.
Stina Herz: Kommen wir immer noch jetzt.
Stina Herz: Und wo ich wusste, okay, das Wochenende ist nicht frei, ich schreibe am Wochenende einen neuen Businessplan an.
Stina Herz: Und das Ganze geht ja so weiter.
Stina Herz: Also das Ding ist, ich habe diesen Businessplan dann in 48 Stunden geschrieben.
Stina Herz: Keine Ahnung wie.
Stina Herz: Und ich habe da noch kein Chat-GPT benutzt oder irgendwas.
Stina Herz: Ich wusste nicht mal, dass das existiert.
Stina Herz: Und habe das also reingegeben in die Bank.
Stina Herz: Und die Bank ruft mich zwei Tage später an und sagt, Frau Herz, das ist der beste Businessplan, den wir je gelesen haben.
Isabell & Sven Haase: Cool.
Stina Herz: Aber wir geben ihm kein Geld.
Stina Herz: Was?
Stina Herz: Und dann hat sie mir das erklärt und das mit den Kosten und das würde sich ja alles nicht decken durch die Justierung.
Stina Herz: Und ich habe gesagt, das kann nicht sein.
Stina Herz: Ich habe mit wirklich lockeren Zahlen gerechnet.
Stina Herz: Und dann sagt sie, es tut mir leid.
Stina Herz: Ich hatte die Progredierens vergessen einzurechnen in der Excel-Tabelle.
Stina Herz: Das heißt, ich hatte vergessen, dass sich das ja vermehrt, wenn ein paar Leute da sind, da kommen ja noch welche dazu.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Und das habe ich in der Tabelle, ich habe einen Rechenfehler gemacht.
Isabell & Sven Haase: Oh, shit.
Isabell & Sven Haase: Hm.
Stina Herz: Ich kenne Excel nicht so gut und ich habe es leider niemandem zu lesen gegeben vorher.
Stina Herz: Und dann habe ich mit einer Freundin telefoniert, die, also bei mir, das passieren ja auch die wildesten Wege, wie Sachen passieren.
Stina Herz: Das ist eine Ex-Freundin von meinem Sohn, zu der ich aber weiterhin Kontakt habe.
Stina Herz: Und die sagte dann, Mensch, kannst du mir mal den Businessplan schicken?
Stina Herz: Ich zeige Frauen, die in der Arbeitslosigkeit sind, wie sie sowas schreiben können, wenn sie sich selbstständig machen wollen.
Isabell & Sven Haase: Krass.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich sage, kein Problem.
Stina Herz: Zwei Stunden später klingelt mein Telefon.
Stina Herz: Businessplan?
Stina Herz: Und sie sagt, und damit hast du kein Geld gekriegt?
Stina Herz: Ich sage, ja, nee, wahrscheinlich und hier Fehler in der Rechnung und dann wollten sie aber insgesamt nicht.
Stina Herz: Dann sagt sie, wie viel brauchst du?
Stina Herz: Ich gebe es dir.
Stina Herz: Und so konnte ich meine Liegen bezahlen.
Stina Herz: So konnte ich die Einrichtung bezahlen, so konnte ich die Sicherheit hinterlegen, so konnte ich erstmal die Löcher stopfen, die schon aufgegangen waren und habe dann zum ersten Zehnten die Praxis übernommen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Bin dann erstmal nach Tansania für das Retreat, wo ich dann wieder in meinem anderen Job als Feuerlaufinstruktorin und Eisbademeisterin und Motivationscoach wilde Sachen gemacht habe.
Stina Herz: Ich weiß gar nicht, ob ihr das kennt, gibt es ein wunderschönes Video auf YouTube von mir, No More Limits Tansania, wo man so sieht, was ich dann als Motivationscoach mache und
Stina Herz: und habe am 16.
Stina Herz: November meine Praxis eröffnet, 2024.
Stina Herz: Ja.
Isabell & Sven Haase: Das ist eine crazy Geschichte und da sieht man mal wieder, wie schön das Universum doch alles genau für uns schon vorplanet, weißt du?
Isabell & Sven Haase: Als ob dein Sohn die Freundin irgendwann hatte, dass ihr euch schon mal begegnet, dass ihr, als ich denke, Kontakt schon habt.
Isabell & Sven Haase: dass sie dann, wenn du die Praxis eröffnen willst, in deinem Leben ist.
Isabell & Sven Haase: Und das ist das Schöne, wir müssen gar nicht wissen, wie die Sachen gehen können.
Isabell & Sven Haase: Das ist ja, deine Geschichten zeigen das ja einfach.
Isabell & Sven Haase: Wir müssen bloß wissen, was wir wollen.
Isabell & Sven Haase: Und manchmal dürfen wir einfach loslassen und sagen, I care but not that much.
Isabell & Sven Haase: Und das Universum kümmert sich dann drum.
Stina Herz: Das ist etwas, was ich eben durch diese sehr schmerzhafte Trennung, durch die finanziellen Ängste, ich hatte wahnsinnige Existenzängste.
Stina Herz: Also meine Schwester musste mir auch nochmal Geld leihen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich dürfte bei denen kostenfrei wohnen.
Stina Herz: Also ohne das hätte ich es anders geschafft.
Stina Herz: Sicher hätte ich es irgendwie geschafft.
Stina Herz: Aber vielleicht wäre ich dann doch nicht an der Insolvenz vorbeigekommen.
Stina Herz: stand zweimal im Raum.
Stina Herz: Ich habe versucht, das Schwedenhaus rückab zu wickeln, weil es noch gar nicht ganz bezahlt war.
Stina Herz: Da sind Löcher aufgetaucht und Verfehlungen aufgetaucht, von denen ich erstmal nichts wusste.
Stina Herz: Ich musste fast einen Rechtsstreit führen in Schweden.
Stina Herz: Ich musste einen Anwalt organisieren.
Stina Herz: Ich habe in Deutschland noch ein Haus verkauft.
Stina Herz: Nebenbei noch eine sehr, also für mich, emotionale Scheidung.
Stina Herz: Gut, irgendwann war es nicht mehr emotional, aber...
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Trotzdem war es für mich lange diese Frage, warum ist das eigentlich alles passiert?
Stina Herz: Und jetzt weiß ich warum.
Stina Herz: Wir wissen eben viele Dinge oft erst rückblickend.
Stina Herz: Ich führe jetzt nicht ein, sondern das Leben meiner Träume.
Stina Herz: Ich verbinde all das, was mir etwas bedeutet und womit ich Menschen helfen kann.
Stina Herz: Und all das, was mir auch geholfen hat, egal ob es Chiropraktik war, egal ob es die Ernährungstherapie war, basierend auf Blutwerten, Nahrungsergänzungsmittel hochdosiert, überglühende Kohlengen, war für mich 2015 das erste Mal.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Stundenlang in der Schwitzhütte sitzen und wirklich erkennen, wer bin ich eigentlich, was ist mein Weg, wo möchte ich hin?
Stina Herz: Alle möglichen Dinge mit meinem Hals brechen, verbiegen.
Stina Herz: Und ich bin als Kind zweimal beinahe erstickt.
Stina Herz: Das heißt, für mich ist mein Hals wirklich heilig gewesen, weil ich konnte nicht nur Rollkragenpullis tragen.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Meine Schwester hat mit, da war sie erst ganz jung, fünf Jahre, hat die schwerste Verbrennung am linken Arm gehabt.
Stina Herz: Die hat richtig in Flammen gestanden.
Stina Herz: Bis ich 16 war, konnte ich gar keine Kerzen am Weihnachtsbaum ab.
Stina Herz: war für mich die Hölle.
Stina Herz: Generell Feuer musste immer alles geschützt sein und mit Gitter und ich weiß nicht, Wache einmal daneben.
Stina Herz: Und jetzt bin ich Feuerlaufinstruktorin und mache Feuer.
Stina Herz: Die sind so groß, dass einige Leute echt Sorge haben, dass sie vorher lieber schon mal die Feuerwehr rufen wollen.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Und ich stehe daneben und liebe es, mit Feuer zu arbeiten.
Stina Herz: Also das war alles schon da, nur anders und alles gehörte zu meinem Weg dazu.
Stina Herz: Und auch Herausforderungen, ich finde einfach nur, es sind Ereignisse im Leben, die mich wachsen lassen.
Stina Herz: Also haben sie gar keinen negativen Charakter mehr.
Stina Herz: Und
Stina Herz: Ihr wisst es ja auch, letztes Jahr kam ja dann nochmal so ein richtiger Knaller.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Mein Leben war gerade zur Ruhe gekommen.
Stina Herz: Die Praxis lief richtig gut.
Stina Herz: Ich hatte so viele Patienten wie noch nie im Juli 25.
Stina Herz: Und ich sitze am Fallschirmsprungplatz, mache einen Fallschirmsprung und habe die schlimmste Öffnung meines Lebens durch, wisst ihr ja, nicht mal durch einen eigenen Fehler, so sagen wir es mal,
Stina Herz: Und habe vier Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule.
Stina Herz: Und kann den linken Arm kaum fühlen und nicht richtig bewegen.
Isabell & Sven Haase: Oh mein Gott, wäre krass.
Stina Herz: Und den rechten Arm zwar fühlen, aber nicht richtig bewegen.
Stina Herz: Tiro.
Stina Herz: Und trotzdem war mir klar, mein Körper schafft das.
Stina Herz: Aber Aber das war noch mal eine ganz andere Herausforderung.
Stina Herz: Ich habe ja noch anderthalb Tage gearbeitet nach dem Unfall.
Stina Herz: Ich kann mich an diese Tage auch nur dunkel
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Und als dann meine eigenen Chiros zu mir gesagt haben, sie gehst jetzt auf die Couch, da kam der
Stina Herz: Und dann habe ich drei Wochen auf der Couch gelegen.
Stina Herz: Das Einzige, was ich gemacht habe, war zum Chirurgen, zur Physio und zum Osteopathen.
Stina Herz: Hochdosiert Nahrungsergänzungsmittel, gut ernähren.
Stina Herz: Schmerzmittel habe ich ganz schlecht darauf reagiert.
Stina Herz: Vielleicht auch, weil ich es einfach innerlich schwierig finde, Schmerzmittel zu nehmen.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Und dann gab es diesen einen Tag, wo ich morgens beim Physio war, dann glaube ich beim Osteopathen und dann noch bei der Chiro.
Stina Herz: Und ich hatte für eine halbe Stunde keine Schmerzen.
Stina Herz: Und ich wusste,
Stina Herz: das wird.
Stina Herz: Die kamen dann wieder und sie waren auch zum Teil permanent.
Stina Herz: So, ich habe ganz schlecht geschlafen, dann kamen die finanziellen Ängste, ich hatte die Praxis zu, Selbstständige und so weiter, das kennt ihr auch, das kennen viele und da kamen wirklich Existenzängste hoch.
Isabell & Sven Haase: Das ist ja witzig.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und ich habe so wunderschöne und hilfreiche Tipps bekommen.
Stina Herz: Das Einfachste, was mir jemand gesagt hat, ist, nimm deinen Daumen und umschließ ihn mit der anderen Hand.
Stina Herz: Egal welche Seite, das, was sich besser anfühlt.
Stina Herz: Und das hat mir eine totale Ruhe innerlich gegeben.
Stina Herz: Weil der Daumen steht wohl für Ohrvertrauen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und das war auch der Moment, ich bin nie in diesen Gedanken gegangen, ich hätte sterben können.
Stina Herz: Es ist mir total bewusst, dass das hätte passieren können.
Stina Herz: Wäre ich nicht so sportlich durchtrainiert gewesen, hätte ich mich nicht richtig verhalten und die richtige Körperhaltung bei dieser viel zu schnellen Öffnung gehabt.
Stina Herz: weil von 200 auf 20 kmh in unter einer Sekunde, wenn du keinen Anschnallgurt hast, sondern einfach so in der Luft liegst und der Kopf halt so, also ich bin mit dem Kinn wahrscheinlich auf die Brust geschlagen und habe mich auch nochmal 360 Grad um mich selbst gedreht.
Isabell & Sven Haase: Ja, genau.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Das heißt, das war so ein asymmetrischer Input.
Stina Herz: Und das hat mir aber nochmal gezeigt, Fokus, wo ist dein Fokus?
Stina Herz: Und ich habe noch eine Mission.
Stina Herz: Wenn sonst wäre ich nicht mehr da.
Stina Herz: Bin ich mir ganz sicher.
Stina Herz: Wenn die Sanduhr abgelaufen gewesen wäre, dann wäre ich auch nicht mehr da.
Stina Herz: Und deshalb macht es für mich gar keinen Sinn jetzt zu sagen, oh mein Gott, ich hätte sterben können.
Stina Herz: Ja, bin ich nicht.
Stina Herz: Und danach habe ich noch mal ganz anders mich um meine Praxis gekümmert, um mich gekümmert.
Stina Herz: Dann kam plötzlich auch
Stina Herz: Die Wohnung, die ich dann endlich auch bezahlen konnte.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Wow.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Also dann habe ich meinen jetzigen Freund getroffen, nach drei Jahren das erste Mal wieder in einer Partnerschaft.
Stina Herz: Ich hatte das Gefühl, dass irgendwie dieser Knall nochmal sein musste, im wahrsten Sinne des Wortes, weil man nennt das im Fallschirmspringen Knallöffnung.
Stina Herz: Das war wirklich ein Knall, weil so ein Fallschirm knallt dann auch.
Stina Herz: Und
Stina Herz: Und es hat mich voll ausgebremst, damit ich einfach nochmal neu mich sortiere, wieder aufstehe und gucke, in welche Richtung will ich jetzt eigentlich weitergehen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Was soll ich sagen?
Stina Herz: Der Januar, Februar war wieder eine Herausforderung in der Praxis, weil, oh Gott, Hamburg hat Schnee.
Stina Herz: Ich glaube, es war mein Fokus.
Stina Herz: Ich bin wieder zu sehr in andere Themen reingegangen, habe mich wieder komplett fokussiert.
Stina Herz: Und jetzt ist es mittlerweile so, dass ich Arbeitgeberin bin, eine Assistentin in der Praxis habe, dass ich diese Woche das zum erneuten Male die vollste Woche aller Zeiten habe.
Stina Herz: Und ich glaube, viel glücklicher kann man nicht sein, als ich es bin.
Stina Herz: Ja.
Isabell & Sven Haase: Super cool.
Isabell & Sven Haase: Super spannend auch, dass du immer diesen Knall gebraucht hast im Leben.
Stina Herz: Ja.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Und ich wünsche dir einfach, dass du diesen Knall nie wieder brauchst.
Stina Herz: Und ich
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Das ist das Ding.
Stina Herz: Beim letzten Netzwerktreffen in Amsterdam hat mir das jemand sehr klar gespiegelt.
Stina Herz: Weil wenn ich dem Universum sage, ich kriege alle Herausforderungen gelöst, dann gibt es auch immer mehr.
Isabell & Sven Haase: Dann gibt es die immer, genau.
Isabell & Sven Haase: Natürlich.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Und ich habe mittlerweile beschlossen, ich brauche sie gar nicht.
Stina Herz: Und ich schwöre euch, das war der Moment, wo ich entschieden habe, ich höre auf mit Fallschirmspringen.
Stina Herz: weil ich weiß eben nicht, wann kommt die nächste komische Öffnung.
Stina Herz: Also so wie es bei mir war, wird es nicht nochmal kommen, weil das war tatsächlich ein Fehler einer anderen Person, die an meinem Fallschirm gearbeitet hat.
Stina Herz: Aber trotzdem kann es immer mal sein, dass wir eine schnelle Öffnung haben.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und Bandscheiben brauchen lange, um auszuheilen, wenn sie es denn jemals tun.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich gebe alles dafür, dass es passiert.
Stina Herz: Und ist auch ganz gut, ich bin fast so beweglich wie vorher.
Stina Herz: aber ich will es nicht riskieren.
Stina Herz: Ich will es einfach nicht riskieren.
Stina Herz: springt?
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Finden mich die Leute dann immer noch cool?
Stina Herz: Muss ich überhaupt cool sein?
Stina Herz: Worum geht es eigentlich?
Stina Herz: Und ich mache ja einen Scherbenlauf nicht, weil es so cool ist.
Stina Herz: Ich mache einen Feuerlauf nicht, weil es so cool ist.
Stina Herz: Nein, es verändert Menschen, es transformiert Menschen.
Stina Herz: Es macht etwas mit ihnen.
Stina Herz: Und es lässt sie entweder ihre Vergangenheit mehr ins Herz schließen oder mehr für ihre Vision gehen und für sich selber in die Zukunft zu schauen und zu sagen, ich, nur ich, dann kommen irgendwann Kinder und Partner, dann kommen irgendwann andere Familienmitglieder, dann kommt was auch immer.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Yes.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: kann.
Stina Herz: Wenn ich mich für alle aufreibe, dann bin ich nicht mehr lange da.
Stina Herz: Und deshalb, ich bin zwar die Crazy Shit Beauftragte, ja, und es ist Crazy Shit, weil die meisten Menschen empfinden es nicht als durchschnittlich, wenn man über 600 Grad heiße Kohlen geht.
Stina Herz: Oder mit dem Hals eine Stahlstange verbiegt zu zweit.
Stina Herz: Das ist schon Crazy Shit.
Stina Herz: Aber ich kenne auch Crazy Shit, der ist ganz leise.
Stina Herz: Und der bringt dich so dermaßen über deine Grenzen.
Stina Herz: Und da gibt es ja noch so ein paar zukünftige Treffen, wo ihr das ja miterleben werdet.
Stina Herz: Pläne gibt es schon genug.
Isabell & Sven Haase: Definitiv.
Isabell & Sven Haase: Und das Schöne ist, egal was du machst, du transformierst immer Menschen auf unterschiedlichen Ebenen.
Isabell & Sven Haase: Ich finde das so beeindruckend.
Isabell & Sven Haase: Wir sind ja mit dir auch schon gemeinsam über Scherben gegangen und im nächsten Moment hast du da die Liga aufgebaut und zack, zack, zack, justierst uns mal alle fein.
Isabell & Sven Haase: Und du denkst so, oh mein Gott, wie das knackt.
Isabell & Sven Haase: Das ist für mich der eigentliche Crazy Shit gewesen, weil ich kenne tatsächlich da, wo wir wohnen, nicht wirklich viele Chiropraktiker.
Isabell & Sven Haase: Und selbst die Osteopathen, wie viele sich zum Beispiel an den Hals nicht rantrauen, weil sie sagen, lieber nicht.
Isabell & Sven Haase: Also das ist für mich so der crazy shit eigentlich.
Isabell & Sven Haase: Und du zack, zack, zack, zack und los geht's und du traust dich daran.
Isabell & Sven Haase: Also es ist für dich ja kein Traum, weil für dich ist es völlig normal und es ist dein...
Isabell & Sven Haase: Geschenk, was du in die Welt trägst.
Isabell & Sven Haase: Du transformierst Menschen und das ist unglaublich, was du da leistest und dass du eben auch den Leuten zeigst, so eine spitze Positionierung muss ich nicht haben.
Isabell & Sven Haase: Ich mache einfach das, wo mein Herz aufgeht.
Isabell & Sven Haase: Wahrscheinlich ist deswegen auch dein Name so.
Isabell & Sven Haase: Solange dein Herz aufgeht und du Freude dran hast, dann wird es gelingen.
Isabell & Sven Haase: Und das ist so schön zu sehen.
Isabell & Sven Haase: Ich kenne dich ja jetzt schon ein bisschen und wie der Knoten damals gelöst war und ich sehe dich so strahlen.
Isabell & Sven Haase: Ich sage so, jetzt ist es endlich gefallen.
Isabell & Sven Haase: Ich sehe dich so strahlen.
Isabell & Sven Haase: Ich habe eine Entscheidung getroffen und ich wusste tief in mir drin, sie hat es.
Isabell & Sven Haase: Ich wusste einfach, sie hat es.
Isabell & Sven Haase: Es wird richtig gut.
Stina Herz: Ja, das Ding ist, dass es kommt immer wieder so dieser Moment, wo mir Dinge bewusst werden und ich bin mittlerweile einfach wirklich so, ich lasse einfach alle Türen offen und ich versuche, alle Türen offen zu lassen, sofern ich diese Türen denn wahrnehme und lasse einfach durch diese Tür kommen, was kommt.
Isabell & Sven Haase: Sie hat es.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und
Stina Herz: Damit fahre ich im Moment sehr gut.
Stina Herz: Das beste Beispiel ist ja dieses, ich bin ja, manifestieren ist so eine Sache.
Stina Herz: Ich manifestiere mir, dass ich glücklich bin.
Stina Herz: Ich manifestiere mir, dass sich alles lösen wird.
Stina Herz: Aber ich manifestiere mir nicht ein bestimmtes Auto.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Genau.
Isabell & Sven Haase: Genau.
Stina Herz: Oder, wisst ihr, was ich meine?
Stina Herz: Also nicht so konkret.
Stina Herz: Weil, was ist, wenn ich dem Universum die Möglichkeit nehme, mir die beste Lösung zu geben?
Stina Herz: Und was ich aber tue, ist, dass ich alles als Geschenk nehme.
Stina Herz: Und ich glaube, das ist ganz wichtig.
Stina Herz: Und wenn wir diese, das wisst ihr auch, wenn wir diese positiven Energien ausstrahlen, mich regt ja auch so schnell nichts auf.
Stina Herz: Also Dienstagabend, das erste Mal seit ganz langer Zeit, bin ich kurz hektisch geworden.
Isabell & Sven Haase: Oh.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Weil mich mein Neffe anruft, warte, elf Jahre alt, und seine Mutter war nicht da, sein Bruder war nicht da, und ich sollte abends einfach den Abend mit ihm verbringen.
Stina Herz: Und es war erst sieben, es war alles entspannt.
Stina Herz: Und er sagte, ich wollte nur mal fragen, ob was passiert ist.
Stina Herz: Weg.
Stina Herz: Alter Verwalter, mein Freund musste sehr schnell seine Schuhe anziehen.
Stina Herz: Und was auch kurz zu einem Stimmungsabbruch geführt hat.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Aber das war mir einfach sehr unangenehm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Weil ich bin ein sehr zuverlässiger Mensch, behaupte ich zumindest, das war mir sehr unangenehm, dass ich das einfach völlig verdrängt hatte.
Stina Herz: Und ich hatte zu viele Termine im Kalender.
Stina Herz: Wenn man ins Handy guckt und die Termine sieht und die untersten drei siehst du nicht mehr, weil so viele Termine drinstehen.
Stina Herz: Aber ansonsten bin ich eher so, weißt du, wenn mir Leute erzählen, wie schlecht alles ist und hast du die Nachrichten gesehen, dann sage ich immer, nein.
Stina Herz: Nein.
Isabell & Sven Haase: Nein, natürlich nicht.
Isabell & Sven Haase: Warum sollte ich die anschauen?
Stina Herz: Genau.
Stina Herz: Und dadurch passieren, glaube ich, wenn ich das Gute zulasse, dann passieren auch mehr gute Dinge.
Stina Herz: Ich habe es ja vorhin einmal schon im Vorgespräch erzählt.
Stina Herz: Ich habe wirklich...
Stina Herz: Ich werde sehr genau überprüft vom Finanzamt aufgrund von ein paar Geschichten in meiner Vergangenheit und die sind bei mir sehr hinterher, Geld einzuziehen, aber die Erstattungen, naja, da sind sie so ein bisschen schludrig mit und behalten sie zurück, weil sie müssen noch Dinge berechnen und so weiter.
Stina Herz: Das passiert sehr vielen Menschen, das weiß ich.
Stina Herz: Und ich bin aber so, dass ich das Finanzamt jetzt einfach in mein Herz geschlossen habe, weil ich lebe jetzt in Hamburg.
Stina Herz: Das Finanzamt, bei dem ich vorher war, wird nicht mehr lange mein Finanzamt bleiben.
Stina Herz: Also können wir uns jetzt auch in Liebe trennen, wie ich so schön sage.
Isabell & Sven Haase: genau.
Stina Herz: Und
Stina Herz: Und das Telefon klingelt und da, wo meine Steuerfachangestellte normalerweise sagt, du, ich bin heute die Überbringerin der nicht so guten Nachrichten, sagte sie, ja, die Steuer für 24 ist fertig und du kriegst 7.000 Euro
Stina Herz: Wenn du alles für möglich hältst, passieren eben auch solche Dinge.
Isabell & Sven Haase: Ja, genau.
Stina Herz: Und wenn du immer nur sagst, das böse Finanzamt oder die blöde Behörde oder was weiß ich, dann bleiben sie auch blöd und böse.
Isabell & Sven Haase: Dann kriegst du das gespiegelt.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Und das ist so ein schönes Beispiel, wenn wir den Dingen mit Liebe begegnen und am Ende auch gar nichts erwarten, sondern einfach nur offen sind und auch die Entscheidung, da sind wir wieder, dann schließt sich der Kreis wieder so schön, die Entscheidung treffen, für alles offen zu sein und die Dinge einfach anzunehmen und auch offen sind für Dinge, die wir vielleicht gar nicht erwarten und auch diese positiven Dinge einfach anzunehmen und sie uns auch erlauben anzunehmen.
Stina Herz: Ja.
Stina Herz: Ja, ganz wichtig.
Isabell & Sven Haase: Dann kommen sie auch.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Ich glaube, dass die beiden wichtigsten Dinge im Leben sind Dankbarkeit und Vergebung.
Stina Herz: Also abgesehen von Liebe.
Stina Herz: Liebe steht über allem in meinen Augen.
Stina Herz: Und ich habe ja nun diverse Tattoos und auf meinem Arm steht ja auch Unconditional Love, no matter what.
Stina Herz: Auf meiner Brust steht No More Limits, no matter what.
Stina Herz: Also dieses no matter what darf man auch nicht falsch interpretieren, bis zur Selbstaufgabe natürlich.
Stina Herz: aber schon, du bist ein Mensch.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Du hast genauso viel Liebe verdient wie jeder andere auf diesem Planeten.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Du hast so viel Liebe verdient wie mein eigenes Kind.
Stina Herz: Denn du bist ein Mensch und du hast eine Geschichte.
Stina Herz: Und wenn du mich jetzt schlecht behandelst, dann brauchst du vielleicht noch mehr Liebe als die, die mich gut behandeln.
Stina Herz: Und das ist meine ganz klare Einstellung.
Stina Herz: Aber dieses in die Dankbarkeit gehen für Dinge, die im ersten Moment vielleicht nicht
Stina Herz: positiv oder gut erscheinen und zu sagen, irgendwo ist hier ein Geschenk, ich sehe es nur noch nicht.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Und überleg doch mal, ich bin jetzt 51, habe zwei Firmen, Firmen, die gut laufen, ich werde, mein Plan ist es, auf jeden Fall meinen Umsatz mindestens zu verdoppeln zu letztem Jahr und das sieht jetzt schon mehr als gut aus.
Stina Herz: Aber das Geld ist es nicht, sondern
Stina Herz: Menschen.
Stina Herz: Das ist es.
Stina Herz: Und ich lebe auf St.
Stina Herz: Pauli jetzt ja auch seit Dezember.
Stina Herz: Ich lebe in dem Stadtteil, wo alle sagen, oh Gott, da musst du dein Fahrrad aber doppelt anschließen.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Stina Herz: Ich lasse natürlich den Schlüssel meiner Praxis einfach mal draußen stecken.
Stina Herz: Zwei Stunden.
Stina Herz: Glaubt ihr, irgendjemand ist reingegangen?
Stina Herz: Nö.
Stina Herz: Ich bin einfach in die Mittagspause und habe meinen Schlüssel stecken lassen.
Stina Herz: Für jeden ersichtlich.
Stina Herz: So, nichts ist passiert.
Stina Herz: Und ja, vielleicht bin ich da manchmal ein bisschen naiv, aber ich ehre meine Naivität sehr.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Denn jemand anders gegenüber naiv zu sein, gibt ihm einen Vertrauensvorschuss meiner Seite.
Stina Herz: Den hat er verdient.
Stina Herz: Wenn ich von vornherein auch da mit einer negativen Energie reingehe und sage, ich bin irgendwo am anderen Ende von Hamburg und denke, oh mein Gott, mein Schlüssel hängt an der Tür.
Stina Herz: Irgendjemand bricht jetzt bestimmt in die Praxis
Stina Herz: Ist nicht so unwahrscheinlich, dass es dann passiert.
Stina Herz: Und dieses Vergeben.
Stina Herz: ohne dass ich diese Vergebungszeremonien, die es ja so gibt und Ho'oponopono und was weiß ich nicht alles, ohne dass ich das kannte, habe ich Anfang 20 schon mich mit meinen Eltern zusammengesetzt und habe gesagt, wir müssen mal reden.
Stina Herz: weiter.
Stina Herz: Ich vergebe euch alles, was war, es ging hauptsächlich um meinen Vater, ich vergebe euch alles, was war, denn ich bin mir absolut sicher, ich habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt,
Stina Herz: Und ich möchte ab jetzt anders weitermachen.
Stina Herz: Es gab ein Riesendrama in der Familie.
Stina Herz: Nach zwei Tagen hat mein Vater wieder mit jemandem geredet.
Stina Herz: Und dann habe ich zu ihm gesagt, jetzt haben wir die Chance, eine richtig gute Vater-Tochter-Beziehung zu führen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Stina Herz: Was hältst du
Stina Herz: Weil alles, was war, hat mich ja zu der Frau gemacht, die ich bin.
Stina Herz: Und die ist ziemlich cool.
Stina Herz: Und das hat er dann so langsam auch begriffen.
Stina Herz: Mein Vater ist auch durch eine harte Schule gegangen durch mich, muss ich auch echt sagen.
Stina Herz: Und also ich war ja früher ein Punk und mit bunten Haaren und Hippie-Klamotten.
Stina Herz: Alle dachten, ich nehme Drogen und dabei habe ich das gar nicht.
Stina Herz: Und also es war im gut beschaulichen Vorort von Hamburg, die nehmen doch bestimmt Drogen.
Stina Herz: Naja, und da ist er schon durch eine härtere Schule gegangen, aber wir haben halt dann einen super schönen Weg gefunden, miteinander umzugehen.
Stina Herz: Und das geht nur über Dankbarkeit und Vergebung.
Stina Herz: Ja, das stimmt.
Isabell & Sven Haase: Yes, und das ist so ein schönes Schlusswort.
Isabell & Sven Haase: Besser könnte man es, glaube ich, endlich treffen.
Isabell & Sven Haase: Und ich glaube, die Zuhörer könnten dir noch stundenlang zuhören und du hättest wahrscheinlich auch noch Geschichten für Stunden.
Isabell & Sven Haase: Und gleichzeitig ist sie aber auch in jeder Geschichte für jeden ein Learning dabei gewesen.
Isabell & Sven Haase: Und das ist so wundervoll und dafür ganz herzlichen Dank, liebe Stina, dass du heute da warst.
Isabell & Sven Haase: Und vielleicht kommst du einfach nochmal wieder und erzählst dann noch mehr Geschichten von noch mehr crazy Shit.
Stina Herz: Super gerne.
Stina Herz: Sehr, sehr gerne.
Isabell & Sven Haase: Und
Stina Herz: Vielen Dank.
Isabell & Sven Haase: In diesem Sinne an dich ganz herzlichen Dank an die Zuhörer da draußen.
Isabell & Sven Haase: Wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst fünf Sterne da.
Isabell & Sven Haase: Wenn ihr mehr zu Stina wissen wollt, wir verlinken alles zu Stina, wie ihr sie erreichen könnt, unter dem Video oder unter dem Podcast in den Shownotes.
Isabell & Sven Haase: Und dann sagen wir auf Wiedersehen, auf Wiederhören und bis zum nächsten Mal, ihr Lieben.





