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Warum am Ende selten passiert, was du entschieden hast - Mit dem Transformationsexperten Dr. Rolf Kluge

Business-Liebe
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22 plays · Aug 9, 2026

Du triffst jeden Tag hunderte Entscheidungen. Viele davon bewusst.  Und trotzdem kommt am Ende oft etwas ganz anderes raus, als du eigentlich gemeint hast. Woran liegt das wirklich? Erfahre, warum 95 Prozent deiner Entscheidungen gar nicht deine eigenen sind. Zu Gast ist Dr. Rolf Kluge, promovierter Ingenieur und heute Begleiter für Menschen und Unternehmen in tiefgreifenden Veränderungsprozessen. In dieser Episode erfährst du unter anderem: * Warum eine einzige BMW-Regel zeigt, wie Entscheidungen auf dem Weg nach unten eine vollkommen andere Richtung bekommen * Wie dein Unterbewusstsein die meisten Entscheidungen längst trifft, bevor du überhaupt nachdenkst * Weshalb dein Bauch oft ehrlicher ist als jedes Meeting * Was der Dreck unter dem Teppich mit dem Wachstum deines Business zu tun hat * Wie du in Sekunden spürst, ob eine Entscheidung wirklich deine ist Falls du denkst, dass du zwar ständig entscheidest, aber selten das bekommst, was du dir vorgestellt hast, solltest du diese Episode nicht verpassen. Du lernst, wie du dein Unbewussten bewusst nutzen kannst um bessere Entscheidungen zu treffen. Mehr Infos zu Rolf: https://www.drrolfkluge.com [https://www.drrolfkluge.com/] Wenn du dich jetzt fragst: Hab ich eigentlich die richtige Entscheidung getroffen, was meine Positionierung betrifft? Dann mach den Test: https://go.business-liebe.de/positioned Dir hat die Folge gefallen? Dann folge uns, lass eine 5-Sterne-Bewertung da und teile die Show mit einer Frau, die genau das jetzt braucht. Folge uns auf Instagram für mehr Inspirationen: https://www.instagram.com/business_liebe/

Transcript

Isabell & Sven Haase: Unser heutiger Gast hat einen großen Teil seines Lebens damit verbracht, komplexe Systeme zu verstehen.

Isabell & Sven Haase: Als promovierter Ingenieur und Führungskraft wusste er genau, wie man Störungen analysiert, Ursachen findet und auch Lösungen entwickelt.

Isabell & Sven Haase: Bis sein eigenes System eine Störung meldete, die er weder berechnen, kontrollieren noch abschalten konnte.

Isabell & Sven Haase: Ein schriller Ton in seinem Ohr, der sieben Jahre lang blieb.

Isabell & Sven Haase: Das hat ihn auf einen Weg geführt, um noch einmal völlig neu zu lernen, wie Menschen und Systeme wirklich funktionieren.

Isabell & Sven Haase: Und heute begleitet Rolf Menschen und Unternehmen in den tiefgreifendsten Veränderungsprozessen.

Isabell & Sven Haase: Und genau darüber möchten wir heute mit ihm sprechen.

Isabell & Sven Haase: Was geschieht eigentlich, wenn unsere bisherigen Lösungen und Strategien, die wir für uns hatten, nicht mehr greifen?

Isabell & Sven Haase: Was will eigentlich sichtbar werden, wenn ein Mensch, ein Körper, ein gesamtes Unternehmen vielleicht nicht mehr so funktioniert, wie wir uns das wünschen?

Isabell & Sven Haase: Und was müssen wir möglicherweise verlieren, um überhaupt in eine echte Transformation gehen zu können?

Isabell & Sven Haase: Darüber sprechen wir heute und herzlich willkommen an dieser Stelle Dr. Rolf Kluge.

Dr. Rolf Kluge: Wunderbar.

Dr. Rolf Kluge: Vielen lieben Dank, Isabel.

Dr. Rolf Kluge: Wirklich eine super Anmoderation.

Dr. Rolf Kluge: Ich hätte es nicht besser machen können.

Dr. Rolf Kluge: Alles schon abgeholt, dementsprechend.

Isabell & Sven Haase: Ja.

Dr. Rolf Kluge: Viel, wie gesagt, sodass wir gut in die Tiefe eintauchen können.

Dr. Rolf Kluge: Schön.

Dr. Rolf Kluge: Freue mich drauf.

Isabell & Sven Haase: Ja, mega schön.

Isabell & Sven Haase: Und ja, wir haben es ja schon gehört, du warst promovierter Ingenieur oder bist promovierter Ingenieur, warst Führungskraft, hast komplexe Probleme gelöst, bis du dann plötzlich durch das Leben auf einen anderen Weg geführt wurdest.

Isabell & Sven Haase: Vielleicht magst du mal so ganz kurz die Zuhörerinnen und Zuhörer abholen.

Isabell & Sven Haase: Wer war der Mann, der damals in diesem Auto saß und was hat dieser Prozess mit dir gemacht?

Dr. Rolf Kluge: Wer war dieser Mann?

Dr. Rolf Kluge: Ich sage mal, ein gestresster Manager, der freitagsabends nach Hause zu seiner Familie gerne möchte.

Dr. Rolf Kluge: Mit einem schlechten Gewissen, das eine oder andere auf den Job doch noch wieder, ich hätte noch mehr machen müssen eigentlich fürs Wochenende.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Den Koffer voller Sachen, was man noch bearbeiten sollte auf alle Fälle.

Dr. Rolf Kluge: Aber einfach der Wunsch und die Sehnsucht, dann doch irgendwann nach Hause zu kommen.

Dr. Rolf Kluge: Ja,

Dr. Rolf Kluge: So bin ich dementsprechend in den Fahrstuhl gestiegen, abwärts auf die Autobahn und so saß ich dann im Auto und genau so ging es mir noch abwärts.

Dr. Rolf Kluge: Und das war einfach dieses Gefühl, was in mir einfach dann hochkam und ich...

Dr. Rolf Kluge: Ich erinnere mich einfach genau und manchmal spüre ich es auch noch, dieses Gefühl, wenn ich mich in diese Situation hineinversetze, zurückkommt, dieser Schmerz und dieser Druck und auch diese Angst, die damals sozusagen in mir hochgekommen ist.

Dr. Rolf Kluge: Plötzlich war da einfach so ein Geräusch, was ich nicht zuordnen konnte.

Dr. Rolf Kluge: Ich weiß nicht, eine pfeifende Heizung kennt vielleicht jeder, ja?

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Oder so ein Zahnarztbohrer-Geräusch.

Dr. Rolf Kluge: Aber wenn es plötzlich im Ohr pfeift, sorry, das war für mich was komplett Neues in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Und es war an meinem linken Ohr.

Dr. Rolf Kluge: So ein schriller, absolut schriller Fieptum, der so mächtig, so kräftig einfach einsetzte,

Dr. Rolf Kluge: als würde sozusagen so ein schriller Zahnarztbohrer genauso hochtonquietschen machen und dir so ein ganzer Schauer über den Rücken läuft einfach.

Dr. Rolf Kluge: Und genau so ging es mir in dem Moment.

Dr. Rolf Kluge: Und ich dachte einfach nur, wow, was ist das, was kommt da?

Dr. Rolf Kluge: Ich konnte n icht, ich habe nur noch sozusagen geguckt, wo kann ich rechts ranfahren, die nächste Haltestelle, um einfach mal zu mir zu kommen.

Dr. Rolf Kluge: Und das war ein riesen stechlicher Schmerz einfach, der da war, plus das Pfeifen.

Dr. Rolf Kluge: Und das war einfach krass.

Dr. Rolf Kluge: Absolut unnormal, aber ich sage mal, es hat mich wirklich übermannt in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Ja, Schmerzen pur.

Isabell & Sven Haase: Wow.

Isabell & Sven Haase: Und dann auch, wenn es sich wieder weggeht, das stelle ich mir krass vor.

Isabell & Sven Haase: Also ich kann mich entsinnen, als unsere jüngste Tochter sehr klein war, die hat mir aus Versehen mal ins Ohr gebrüllt.

Isabell & Sven Haase: Und da hatte ich quasi mal für eine kurze Zeit auch so ein Piepsch.

Isabell & Sven Haase: Aber das geht ja dann wieder weg.

Isabell & Sven Haase: Aber wenn das wirklich noch mit Druck, mit Schmerz verbunden ist, boah, ich stelle mir das wirklich krass vor, dass man da überhaupt noch bei sich bleiben kann, oder?

Isabell & Sven Haase: Ja.

Dr. Rolf Kluge: Ja, es war Kopf verloren, Ohr verloren.

Dr. Rolf Kluge: Weil wirklich, wenn es in deinem Kopf plötzlich drinsteckt, dieses Geräusch, das verwechseln ja viele.

Isabell & Sven Haase: Ja.

Isabell & Sven Haase: Ja.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Ich sage mal, du nimmst es vielleicht im Ohr warm, aber meistens steckt es dann doch im Kopf, weil wir ja doch mit dem Gehirn hören und nicht mit den Ohren.

Dr. Rolf Kluge: Der Ohr ist ja sozusagen der Schallempfänger in dem Bereich nur.

Dr. Rolf Kluge: Aber dann die Reaktion im Körper, die war wirklich einfach krass.

Dr. Rolf Kluge: Und genau auch mit den Ängsten.

Dr. Rolf Kluge: Du hast es kurz angesprochen.

Dr. Rolf Kluge: Wie lange bleibt das jetzt eigentlich?

Dr. Rolf Kluge: Ich will das Zeug eigentlich nicht.

Dr. Rolf Kluge: Und am besten bleibt fern von mir in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Und das ist einfach das Spannende, was mich dann auch einfach weitergetragen hat.

Dr. Rolf Kluge: Der Kampf gegen dieses Geräusch an, diese Abwehrhaltung, auch auf dem Weg zum Hals nach den Ohren hat es dann ja

Isabell & Sven Haase: Ja.

Dr. Rolf Kluge: bis du dann komplett verloren bist, weil er sagt, jo, ich kann Ihnen nicht helfen, ich höre das Geräusch auch nicht, also bitte.

Dr. Rolf Kluge: Ja, und erst im Nachhinein hat er mir noch einen der schlimmsten Tipps gegeben, den ich schon selbst gemacht habe, so, verdrängen Sie das Geräusch, ja, drängen Sie es aus Ihrem Leben raus.

Dr. Rolf Kluge: Er sagt, na, ist ja wunderbar.

Dr. Rolf Kluge: Später habe ich dann erfahren, dass es genau das Schlimmste ist, was man tun kann, weil es dann gerade noch zunimmt in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Ja.

Dr. Rolf Kluge: Ja, einfach eine Odyssee mit diesem Geräusch.

Isabell & Sven Haase: Neu-Waar.

Dr. Rolf Kluge: Und viele, viele Jahre hat es für mich gebraucht, überhaupt, ich sage mal, die Schulmedizin mal abzuklappern in dem Bereich und zu schauen, welche Möglichkeiten, Stellhebel gibt es,

Dr. Rolf Kluge: Aber nein, es ist einfach keine Chance auf Heilung gewesen.

Dr. Rolf Kluge: Egal, welche OPs, welche Schmerzen ich mir noch zugefügt habe, um da irgendwie durchzukommen.

Dr. Rolf Kluge: Akupunkturnadeln machen nicht unbedingt Spaß in gewissen Orten.

Dr. Rolf Kluge: Geschweige denn, ich sage mal, Auffräsen von Kieferbereichen.

Dr. Rolf Kluge: Okay, ich will nicht weit ins Detail gehen, aber es war echt unangenehm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Aber in den eigentlichen Bereich mal einzutauchen, da wo Schmerzen auch herkommen, da oben, ich sage es ja, es kommt eigentlich aus dem Gehirn.

Dr. Rolf Kluge: Das hat mir keiner gesagt.

Dr. Rolf Kluge: Bis ich dann irgendwann auf eine Heilpraktikerin gestoßen bin und habe gesagt, hast du eigentlich auch mal daran gedacht, dieses Phänomen dir zu überlegen?

Dr. Rolf Kluge: Und dann bin ich selbst eingestiegen, genau in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Ja, und dann hat es weitere Jahre gedauert, weil bis du dann, ich sage mal, dieses ganze komplexe Gebilde durchdrungen und verstanden hast, wie die ganzen Dinge zusammenwirken, sag mal, als systemfreudiger Mensch, als leidenschaftlicher Ingenieur, Ingenieur ist nichts zu schwören, also gehe ich da auch mit voller Energie und Leidenschaft rein und erst recht, wenn es für mich ist, ja, also besser geht es ja gar nicht.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Ja, und sich da auf den Weg zu machen, genau mit den Therapieformen, die dann notwendig sind, die richtigen Stellhebel zu finden.

Dr. Rolf Kluge: Klar, auch Rückschläge zu erleben wieder.

Dr. Rolf Kluge: Auch das gehört zum Ingenieursleben dazu.

Isabell & Sven Haase: Ja.

Dr. Rolf Kluge: Aber trotzdem von Erfolg gekrönt.

Dr. Rolf Kluge: Und das ist das Schöne einfach.

Dr. Rolf Kluge: Nicht aufzugeben,

Dr. Rolf Kluge: Okay, ruhig, geduldig zu sein manchmal, weil es braucht seine Zeit auch, ja.

Dr. Rolf Kluge: Weil wenn man viele Jahre ein Tinnitus gehabt hat, dann geht es nicht von heute auf morgen.

Dr. Rolf Kluge: Es geht nicht mit dem Fingerschnippen, es geht nicht, wie wir vielleicht gewohnt sind.

Dr. Rolf Kluge: Pass auf, da hast du die rote oder die blaue Pille und wenn du die blaue Pille nimmst, dann passiert das und wenn du die rote Pille nimmst, nimmst du was anderes, ja.

Dr. Rolf Kluge: Nee, genau so geht es nicht.

Dr. Rolf Kluge: Und da durfte ich in dem Fall an mir selbst arbeiten.

Dr. Rolf Kluge: Und das war ein längerer Prozess, aber wie gesagt, von Erfolg gekrönt.

Dr. Rolf Kluge: Und mich hat es damals einfach bewogen, zu sagen, das, was dort passiert ist,

Isabell & Sven Haase: Hmm.

Dr. Rolf Kluge: Das hat doch einfach größere Ursachen.

Dr. Rolf Kluge: Und das passiert nicht nur noch mir.

Dr. Rolf Kluge: Und wenn ich mir die heutigen Foren anschaue, dann bin ich echt manchmal entsetzt, wenn ich sage, was für Leidensgeschichten sind da eigentlich und wie schlecht sind sie beraten.

Dr. Rolf Kluge: Weil selbst die Schulmedizin ist heute auf einem anderen Weg unterwegs.

Dr. Rolf Kluge: Und auch die Schulmedizin sagt heute, Tinnitus ist behandelbar.

Dr. Rolf Kluge: Also da passieren viele, viele tolle Sachen, aber man darf sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Dr. Rolf Kluge: Und diejenigen, die betroffen sind, dürfen sich dann auch Menschen anvertrauen, sich Geschichten anhören, wie andere da rausgekommen sind in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Und das ist für mich meine Leidenschaft, heute, wenn ich Menschen spreche mit Tinnitus, sie dabei zu unterstützen.

Dr. Rolf Kluge: aber auch, ich sag mal, präventiv einzugreifen, in Unternehmen reinzugehen und da mal hinter die Kulissen zu schauen und zu sagen, okay, wie geht es den Menschen dort wirklich?

Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.

Dr. Rolf Kluge: Und die Unternehmen wollen nichts anderes als mehr Performance.

Dr. Rolf Kluge: Und ich sage, der Mensch im Unternehmen möchte nichts anderes als leistungsfähig und gesund sein.

Dr. Rolf Kluge: Und so kann man einfach beide Facetten doch optimal miteinander vereinen, wenn beide miteinander so eine Win-Win-Situation eingehen.

Dr. Rolf Kluge: Also das ist das, was ich heute leidenschaftlich gerne mache, sowohl das Therapeutische als auch präventiv in den Unternehmen reinzugehen und dort für bessere Führung, mehr Lead und mehr Klarheit zu sorgen.

Isabell & Sven Haase: Ja, mega schön.

Isabell & Sven Haase: Und wenn ich nochmal kurz in deine Geschichte gehen darf.

Isabell & Sven Haase: Also ich fand die Stelle besonders schön, als du gesagt hast, hey, also ich habe vieles probiert, was die Schulmedizin mir so angeboten hat.

Isabell & Sven Haase: Es ist so quasi im Außen irgendwo noch eine Lösung gesucht.

Isabell & Sven Haase: Da sind Experten, die werden schon wissen, was irgendwie mit mir los ist.

Isabell & Sven Haase: Und dann aber der Moment kam, wo du diesen einen Impuls bekommen hast von der Halbpraktikerin und wo das komplett geschifftet ist in dir.

Isabell & Sven Haase: Ja, wo du einfach in dich reingeguckt hast, hey, was stimmt innen in mir nicht?

Dr. Rolf Kluge: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Wo du die Entscheidung für dich getroffen hast, so, und jetzt...

Isabell & Sven Haase: Jetzt gucke ich mal in mich rein, jetzt beschäftige ich mich mal mit den Themen, weil du die Entscheidung getroffen hast, ich gehe jetzt meinen Weg und hast dir damit letztendlich deine Macht auch zurückgeholt.

Isabell & Sven Haase: So diese Selbstermächtigung, hey, ich kann das schaffen, das ist mein Thema, ich kann das lösen, so mit diesem Ingenieurgeist.

Isabell & Sven Haase: Und das mal aufgreifend, wie wichtig ist es denn heute überhaupt, dass genau solche Entscheidungen auch in Unternehmen passieren?

Isabell & Sven Haase: Also da wird ja auch, also das, was wir so kennen manchmal, dann, ich entscheide nichts.

Isabell & Sven Haase: Nein, mach du das mal, dafür bin ich nicht zuständig.

Isabell & Sven Haase: Nein, nein, das muss die Abteilung entscheiden.

Isabell & Sven Haase: Also oftmals stoßen wir da ja auch so ein bisschen an Entscheidungsgrenzen und damit machen wir auch die Menschen, die irgendwo dort arbeiten, so ein bisschen Köre, würden wir hier sagen, weil sie irgendwie gar nicht wissen, was Fisch und was Fleisch ist.

Isabell & Sven Haase: Und nimm uns doch da mal ein bisschen mit.

Isabell & Sven Haase: Was erlebst du so und welche Rolle spielen vielleicht auch Entscheidungen im Leben, auf Arbeit und so weiter?

Isabell & Sven Haase: Welche Auswirkungen hat das vielleicht auch auf unsere Gesundheit?

Dr. Rolf Kluge: Ich gebe euch ein einfaches Beispiel.

Dr. Rolf Kluge: Vielleicht hat es jeder, jeder, der im Business ist, schon mal erlebt.

Dr. Rolf Kluge: Jedenfalls diejenigen, die in größere Besprechungen reingehen.

Dr. Rolf Kluge: Und wenn du in die Gesichter schaust, dann erzählen die Gesichter der Menschen in der Besprechung absolute Bände.

Dr. Rolf Kluge: Also wirklich, sind sie dabei oder sind sie nicht dabei?

Dr. Rolf Kluge: Aber schön sind die Gespräche, die du im Nachhinein dann mit den Menschen führen kannst und sagen, okay,

Dr. Rolf Kluge: was war denn jetzt dein Beitrag eigentlich zu diesem Meeting?

Dr. Rolf Kluge: Und sie zucken mit den Schultern.

Dr. Rolf Kluge: Oder Oder wusstest du im Vorfeld, was das Ziel überhaupt von dem Meeting ist?

Dr. Rolf Kluge: Und wieder kommt, ich sag mal, ein Augenbrauen zucken oder ein großes Fragezeichen auf der Stirn.

Isabell & Sven Haase: Ja.

Dr. Rolf Kluge: Und wenn du dann noch einen Schritt weiter gehst und sagst, jetzt gehen wir mal wirklich von dem Ergebnis aus.

Dr. Rolf Kluge: Also das Ergebnis, was dort drin ist, wer hat eigentlich dazu wirklich beigetragen?

Dr. Rolf Kluge: Warst du das?

Dr. Rolf Kluge: Ist dein Buy-in wirklich dahinter, dass du es konkret nachher umsetzen kannst, die Entscheidung, die dort getroffen worden ist?

Dr. Rolf Kluge: Oder waren es nicht doch die beiden, die da in der Ecke sitzen, die sich einmal angeguckt haben und dann mit Lautstärke einfach das ganze Meeting überrollt haben und ihre Meinung durchgedrückt haben?

Dr. Rolf Kluge: Also wo ist dementsprechend da die Entscheidung, wie gefällt worden?

Dr. Rolf Kluge: Und das, was da im Meeting passiert ist, sind absolute Ineffizienzen.

Dr. Rolf Kluge: Und wenn du jetzt aufs persönliche Leben gehst,

Dr. Rolf Kluge: dann kannst du dir ja auch die Frage stellen, wie ist es eigentlich mit deiner ganz persönlichen Entscheidung in dem Bereich?

Dr. Rolf Kluge: Wie?

Dr. Rolf Kluge: Ja, ich sage mal, im Endeffekt, du triffst jede, jede Sekunde, Hunderte, Tausende von Entscheidungen, bewusst und unbewusst.

Dr. Rolf Kluge: Ja, weil nicht nur, ich möchte A, ja, dann sage ich auch parallel, ich möchte nicht B oder C. Ja,

Dr. Rolf Kluge: Also nicht nur, was ich will, sondern automatisch kommt auch immer, was ich nicht will.

Dr. Rolf Kluge: Und das ist das, was wir uns einfach klar machen müssen.

Dr. Rolf Kluge: Wir können eigentlich heute nicht nicht entscheiden.

Dr. Rolf Kluge: In jeder Sekunde treffen wir einfach Entscheidungen.

Dr. Rolf Kluge: Und entweder ist sie für uns, in unserem ureigensten, positiven Sinn, oder sie ist gegen uns.

Dr. Rolf Kluge: Nur das ist

Dr. Rolf Kluge: Das passiert dann erst viel, viel später, weil die Erkenntnis, ob sie für einen ist oder nicht, die kriegen wir dann erst, wenn wir ein bisschen weitergegangen sind und dann zurückgeblickt haben.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Meistens heißt es, nach vorne gehen und zurückblickend das Leben verstehen.

Dr. Rolf Kluge: Das ist genau das, was ich sage mal bei mir persönlich im Krankheitsfall passiert ist.

Dr. Rolf Kluge: Ich habe zurückgeblickt und habe genau, ich sage mal, die Entscheidungen gesehen, die Stellhebel gesehen, die Muster gesehen mit meiner Expertise, die gesagt hat, okay, da hätte ich vielleicht anders reagieren sollen in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Da hätte ich andere Entscheidungen treffen sollen.

Dr. Rolf Kluge: Tja, aber leider ist doch die Frage, wie treffen wir dann Entscheidungen?

Isabell & Sven Haase: Ja, ja.

Dr. Rolf Kluge: Und da sagt doch jeder hier, der da oben mit dem Finger auf dem Kopf zeigt, ich, ich treffe ganz bewusst die Entscheidung.

Dr. Rolf Kluge: ja, es sind dann meistens mehrere Gespräche, um die Person gegenüber dann aufzuklären und zu sagen, vielleicht kennst du ja dieses Eisbergmodell, ihr beide kennt auf alle Fälle das Eisbergmodell, ja, wo du halt bewusst und unterbewusst sein halt miteinander trennst.

Dr. Rolf Kluge: Und wenn du noch meinst, bewusst, ja, ich rede jetzt bewusst zu allen, die dort draußen was hören, aber im Endeffekt, was ich sage,

Dr. Rolf Kluge: Das wird genau durch den unteren Teil des Eisbergs gesteuert in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Sogar welche Worte manchmal gewählt werden.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Vielleicht eine kleine Anekdote.

Dr. Rolf Kluge: Es ist egal eigentlich, welche Rede ich halte und zu wenig rede.

Dr. Rolf Kluge: Im Endeffekt, wir bereiten uns vor.

Dr. Rolf Kluge: Wir schreiben vielleicht sogar die Reden aus, ganz wortwörtlich, damit ich genau die Pointe sage oder das ein oder andere Wort bringen kann.

Dr. Rolf Kluge: Und dann stehe ich da und schaue in die Gesichter oder stelle mir die Zuhörer vor und sage, nee, die brauchen jetzt genau in dem Moment was ganz anderes.

Dr. Rolf Kluge: Und dann spricht mein Unterbewusstsein, ja, das, was mir gerade an Eingebung kommt, an Worten, die direkt sozusagen dann die Wirkung zeigen können.

Dr. Rolf Kluge: Und ja, das, was dann vielleicht mehr Entscheidungskraft, Entscheidungsqualität mit sich bringt,

Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.

Dr. Rolf Kluge: Und ich bin heute, das ist vielleicht mehr und mehr etwas, was ich vielen ans Herz legen kann, davon überzeugt, schaut mal, wo eure Entscheidungskraft, eure echte Entscheidungskraft liegt in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Bei mir liegt sie ganz klar im Bauch.

Dr. Rolf Kluge: Nicht, dass ich jetzt so eine große Kugel wie so ein Weihnachtsmann hätte, ja, das absolut nicht.

Dr. Rolf Kluge: Aber ein Gespür, fühlt sich diese Entscheidung jetzt gut an?

Dr. Rolf Kluge: Resoniert das oder ist das absolut konträr?

Dr. Rolf Kluge: Und das mal wirken zu lassen, innen zu halten und zu sagen, wie ist das, wenn nicht diese Entscheidung wirklich getroffen wird?

Dr. Rolf Kluge: Aber die meisten gehen ja sozusagen aus dem Meeting raus mit einem grummelnden Magen, schlucken alles runter, haben Magengeschwür und beschweren sich dann, weil ihrem Chef, ja das Meeting war blöd, ich hätte überhaupt nicht hingehen müssen.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Ja, warum machen sie den Mund nicht vorher auf?

Isabell & Sven Haase: Ja, da sind ja ganz viele Aspekte drin, in dem, was du jetzt gerade gesagt hast.

Isabell & Sven Haase: Und wenn wir das mal so ein bisschen auströfeln, auseinandernehmen, ist ja zum einen klar, 95 Prozent unserer Entscheidungen passieren durch unser Unterbewusstsein.

Isabell & Sven Haase: Und am Ende ist es ja ganz viel auch wirklich unbewusst, weil auch Prägungen drin sind, die irgendwie schon Jahre zurückliegen und wir ja immer noch davon beeinflusst werden.

Isabell & Sven Haase: Weil viele einfach nicht diese Awareness haben, um zu sagen, okay, was ist denn da eigentlich in meinem Unterbewusstsein wirklich abgespeichert?

Isabell & Sven Haase: Und wie kann ich da neue Informationen reingeben?

Isabell & Sven Haase: Weil eines, was einem im Unterbewusstsein ist, das ist da programmiert.

Isabell & Sven Haase: Und das Unterbewusstsein, das entscheidet auch nicht, ist das richtig oder falsch.

Isabell & Sven Haase: Sondern das ist ja für mich wie so ein Computer, dem gebe ich einmal einen Befehl und dann ist der Befehl ständig ausgeführt, ausgeführt, ausgeführt, bis ich irgendwann mal Stopp drücke.

Isabell & Sven Haase: Und dazu darf man sich ja erstmal wirklich bewusst die Zeit nehmen, zu sagen, okay, stopp, ich will jetzt gerne ein anderes Protokoll in meinem Unterbewusstsein haben.

Isabell & Sven Haase: Das ist für mich erstmal der wichtigste Aspekt und ich glaube, viele gerade im Unternehmen haben gar nicht, oder nehmen sich gar nicht die Zeit, da wirklich mal bewusst hinzuschauen, wie agieren wir denn eigentlich und was von dem, was wir hier gerade tun, passiert wirklich bewusst auch mit einer konkreten

Isabell & Sven Haase: gemeinsam Intentionen?

Isabell & Sven Haase: Das ist ja die Frage, die man sich da erstmal beantworten darf.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Die Frage ist, machen sie einen Job oder sind sie vollkommen dabei, was sie tun?

Dr. Rolf Kluge: Und wenn ich wie ferngesteuert im Business einfach durch die Gegend laufe und einfach nur das tue, was mir aufgetragen wird, ohne mit ganzem Körper, das heißt bewusst und unbewusst, voll dabei zu sein,

Dr. Rolf Kluge: dann könnte ich auch eine AI-Maschine dorthin stellen, weil es ist eine reine Abarbeitung.

Dr. Rolf Kluge: Aber das, die Inspiration, die Begeisterung, die Leidenschaft für ein Unternehmen, für eine Vision, für etwas, was in die Welt getragen muss, nein, dazu brauche ich einen ganzen Menschen, der dann, wie du schon sagst, lieber Sven,

Dr. Rolf Kluge: innehalten darf.

Dr. Rolf Kluge: Und das heißt nicht nach dem Motto, jetzt setze ich mich Stunden hin und sinniere über das, was passiert ist.

Dr. Rolf Kluge: Nein, das sind manchmal nur Bruchteile von Sekunden, um das einfach mal wirken zu lassen.

Dr. Rolf Kluge: Und bewusstes Innehalten, viele sprechen zwar von Achtsamkeit, aber es ist wirklich, es sind nur kleine, kleine Nuancen.

Dr. Rolf Kluge: Und dann auch mit genau dieser Einstellung und Haltung tagtäglich dann auch ins Büro zu gehen.

Dr. Rolf Kluge: Also manche, ich nehme mich nicht aus, ich war damals ganz, ganz genauso.

Dr. Rolf Kluge: Gedanklich war ich oben noch im Büro, aber eigentlich saß ich physisch schon im Auto.

Dr. Rolf Kluge: Der Weg dorthin, der war ausgeblendet.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Keine Ahnung, wo ich mit meinen Gedanken war.

Dr. Rolf Kluge: Aber vielleicht erlebt es der eine oder andere auch, wenn er Auto fährt.

Dr. Rolf Kluge: Nach dem Motto, eigentlich sitze ich hier, aber wo sind die letzten fünf Kilometer geblieben?

Dr. Rolf Kluge: Wo war ich da eigentlich gedanklich?

Dr. Rolf Kluge: Oder bin ich mit vollem Bewusstsein und Unterbewusstsein wirklich auf der Straße?

Dr. Rolf Kluge: Oder bin ich eigentlich in meinen Gedanken verhaftet und es dreht sich und dreht sich und ich beschäftige mich einfach mit Dingen, aber nicht dem, was wirklich aktuell gerade mit mir passieren sollte, im Hier und Jetzt.

Dr. Rolf Kluge: Es gibt einen wirklich absolut schönen Spruch,

Dr. Rolf Kluge: Ich sage mal von einem Theologen, von Dietrich Bonhoeffer, der sagt, der größte, der allergrößte Moment in der gesamten Weltgeschichte, das ist die Gegenwart, das Hier und Jetzt.

Dr. Rolf Kluge: Weil daraus wird alles, alles einfach abgeleitet.

Dr. Rolf Kluge: Weil in dem Moment, wenn du jetzt sagst, ist es schon wieder vorbei.

Dr. Rolf Kluge: Es ist wirklich infinitissimal klein.

Dr. Rolf Kluge: Es ist ein Bruchteil einfach nur.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Und ich liebe einfach, sich bewusst Zeit zu nehmen für diesen kurzen Moment, für dieses kurze Innehalten, um bei sich zu sein.

Dr. Rolf Kluge: Und für mich heißt es, diejenigen, die die Fähigkeiten haben,

Dr. Rolf Kluge: sind.

Dr. Rolf Kluge: Meistens ist es in den Firmen halt anders.

Dr. Rolf Kluge: Und dann gehe ich halt rein und das, was genau im Unterbewusstsein steckt, mache ich sichtbar.

Dr. Rolf Kluge: Ich zeige ihnen wie in einem Spiegel nach dem Motto, da stehst du als Unternehmen.

Dr. Rolf Kluge: Und im Endeffekt,

Dr. Rolf Kluge: In der Beratung von den Unternehmen kannst du viele Wege neu aufzeigen.

Dr. Rolf Kluge: Aber diese Wege werden nicht funktionieren, wie das klassische Beratungsmanagement läuft, wenn das Unterbewusstsein nicht mitgeht.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Weil dann trennt sich irgendwas ab und schön wäre es doch, wenn es beim Sammeln ist.

Dr. Rolf Kluge: Und noch schöner ist es, wenn es sichtbar und transparent ist,

Dr. Rolf Kluge: Und einfach dann zusammen in die Zukunft gehen kann.

Dr. Rolf Kluge: Und das ist einfach mein Job, wenn ich in die Unternehmen reingehe, präsent zu sein, im Moment zu sein, den Spiegel vorzuhalten, das Unsichtbare sichtbar zu machen, egal wie schmerzhaft es ist.

Dr. Rolf Kluge: Weil viele mögen den Dreck unter dem Teppich nicht, wenn man den plötzlich nach oben holt.

Isabell & Sven Haase: Okay.

Dr. Rolf Kluge: Die putzen oben drüber die Berater und sagen, ja, ihr solltet mal den und den Staubsauger nehmen, dann würde es besser gehen.

Dr. Rolf Kluge: Nein, genau das eben nicht.

Dr. Rolf Kluge: Weil wenn Wachstum stattfinden soll, dann kann der Mief unter dem Teppich nicht nach oben durchdringen.

Dr. Rolf Kluge: Das sollte einfach beiseite geräumt sein und wirklich klar sein.

Dr. Rolf Kluge: Die Unternehmen dürfen sich bewusst mit dem beschäftigen,

Dr. Rolf Kluge: Was ist der effizienteste Staubzauger?

Dr. Rolf Kluge: Da können Sie mich gerne fragen.

Dr. Rolf Kluge: Aber auch, wie kriege ich den Dreck unter dem Teppich weg?

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Wie kriege ich die Klarheit und Transparenz in die Entscheidung, damit ich genau weiß, was ist jetzt wirklich notwendig?

Dr. Rolf Kluge: Was ist wichtig?

Dr. Rolf Kluge: Weil viele probieren einfach rum.

Dr. Rolf Kluge: Ja, dann machen wir doch mal die Marketingkampagne und schalten noch eine andere parallel.

Dr. Rolf Kluge: Und die, die besser wird, die favorisieren wir dann.

Dr. Rolf Kluge: Ja, A- und B-Tests.

Dr. Rolf Kluge: Sag ich, ja.

Dr. Rolf Kluge: Und wie viel Geld wollt ihr noch ausgeben für das, was nicht funktioniert?

Dr. Rolf Kluge: Weil das ist wieder operatives, bewusstes Rumprobieren, statt Unterbewusstsein und die Informationen zu nutzen, die heute sehr gut verfügbar sind.

Dr. Rolf Kluge: Wir leben heute

Dr. Rolf Kluge: Ich sage mal, nicht nur im Bereich der künstlichen Intelligenz, sondern in Summe in Informationsräumen, die uns viel, viel an Möglichkeiten geben.

Dr. Rolf Kluge: Und mit derartigen Technologien, dafür bin ich auch leidenschaftlicher Ingenieur, arbeite ich in den Unternehmen und mit den Menschen, um genau dieses Unsichtbare sichtbar zu machen und sie dabei zu unterstützen, einfach den richtigen Weg und die richtigen Entscheidungen dafür zu treffen.

Dr. Rolf Kluge: Und das mit Herz und Leidenschaft.

Isabell & Sven Haase: Ich mag das Bild mit dem Staubsauger auch sehr.

Isabell & Sven Haase: Ich verwende dazu immer sehr gerne das Bild vom Baum.

Isabell & Sven Haase: Das ist so, was du beschrieben hast, wir versuchen mal andere Marketingmaßnahmen, ist so, als ob ich jetzt versuche, einen Apfelbaum irgendwie Birnen ranzuhängen, damit die Früchte besser aussehen.

Isabell & Sven Haase: Würde ein Gärtner auch nicht machen, sondern er würde erstmal gucken, okay, brauche ich vielleicht einen anderen Baum?

Isabell & Sven Haase: Oder was kann ich in den Wurzeln machen?

Isabell & Sven Haase: Was kann ich im Erdreich machen?

Isabell & Sven Haase: Oder passt dieser Baum überhaupt in das Klima, wo wir gerade sind?

Isabell & Sven Haase: Oder darf ich vielleicht auch überhaupt erstmal das ganze Feld, in dem sich der Baum gerade befindet, passt das überhaupt zu dem Baum?

Isabell & Sven Haase: Also dann zu gucken, wo sind denn wirklich die Ursachen?

Isabell & Sven Haase: Und die wenigsten haben allerdings, glaube ich, noch den Mut, da wirklich hinzusehen, oder?

Isabell & Sven Haase: Wie ist da deine Erfahrung?

Isabell & Sven Haase: Weil du hast ja vorhin gesagt, das kann manchmal schon ganz schön schmerzhaft sein, wenn ich da wirklich mit dieser Wahrheit konfrontiert werde, weil Dinge, die ich irgendwie die letzten fünf Jahre mehr oder weniger bewusst oder unbewusst getan habe, mir dann plötzlich klar waren, dass es irgendwie nicht so ganz sinnvoll gewesen ist.

Dr. Rolf Kluge: In dem Moment, wenn du betroffen bist, wenn du deinen Beitrag auch dann in dem Unternehmen siehst, dann wird dir klar, dass dieser Mut irgendwann kommen wird.

Dr. Rolf Kluge: Du darfst auch sicherlich ein Vertrauen dann in dem Bereich haben.

Dr. Rolf Kluge: Aber für mich ist immer die zentrale Frage dann auch ans Management, willst du weiterhin diese Komplexität in all deinen Prozessen, in all deinen Entscheidungen haben?

Dr. Rolf Kluge: Möchtest du weiter, ich sag mal, rumprobieren, dieses Rauschen, dieses Versuchen?

Dr. Rolf Kluge: Möchtest du weiter die blinden Flecken haben und nicht wissen, wohin es geht?

Dr. Rolf Kluge: Und willst du weiterhin diese langsame Geschwindigkeit haben?

Dr. Rolf Kluge: Oder wie wäre es dann, wenn du einfach mehr Klarheit hast, weil du in vornherein weißt, was deiner Entscheidung trägt, mehr Präzision in der Entscheidung, einen echten Qualitäts- und Differenzierungsvorteil und einfach dadurch in Summe mehr Speed, mehr Geschwindigkeit.

Dr. Rolf Kluge: Also diejenigen, die das nicht überzeugt hat, muss ich sagen, die leben dann noch in ihrem aktuellen Bewusstsein in der Komplexität und

Dr. Rolf Kluge: und möchten gar kein echtes Wachstum haben.

Dr. Rolf Kluge: Aber in der heutigen Zeit, weil viele, gerade wenn ich jetzt mal einen Mittelstand hernehme, die sagen, ich weiß nicht, die wirtschaftliche Lage ist so schwer und im Außen, ich habe so wenig Kunden und es wäre doch schön, wenn ich mehr Aufträge hätte oder die Marge heuer ein bisschen besser wäre.

Dr. Rolf Kluge: Du schmunzelst, ja, aber das sind doch die klassischen Sachen.

Dr. Rolf Kluge: Und das Einzige, was sie machen, sie kaufen mit teuren Invest künstliche Intelligenz

Isabell & Sven Haase: Kennen wir alle, ist ja deswegen schmutzlig.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Und ich sage, kauft nicht Künstliche Intelligenz, ihr habt eigentlich die Körperintelligenz im Haus, die KI, die ihr eigentlich nutzen solltet in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Und vielleicht mit einem anderen Blickwinkel, nehmt doch mal eure entsprechenden farbigen Brillen ab, die ihr die ganze Zeit getragen habt und nutzt die Klarheit einfach auf den Sachverhalt und wenn nicht, dann lasst einen anderen draufschauen, der die Brillen schon abgelegt hat.

Dr. Rolf Kluge: Mit dieser Klarheit, ganz klar, so wie es die Mitarbeiter nach dem Meeting schildern, kannst du aber schon im Meeting Regeln und Strukturen aufbauen.

Dr. Rolf Kluge: Und wenn du im Vorfeld schon eingreifst auf das Unterbewusstsein, dann wirst du ein ganz anderes Meeting plötzlich erleben.

Dr. Rolf Kluge: Das heißt, sowohl die Leitplanken als auch die Straße komplett eine andere Beschaffenheit für Entscheidungsprozesse.

Dr. Rolf Kluge: Und das ist einfach meine Sichtweise, der Weg, den wir heute gehen müssen.

Dr. Rolf Kluge: Nicht das eine oder das andere, sondern beides.

Dr. Rolf Kluge: Und absolut jede Entscheidung komplett in Frage stellen.

Dr. Rolf Kluge: Nicht, das haben wir schon immer so gemacht.

Dr. Rolf Kluge: Ja, dann werden wir jetzt mal andere Wege gehen, weil wenn du immer das Gleiche tust, ja, dann wirst du auch immer die gleichen Ergebnisse bekommen.

Dr. Rolf Kluge: Da wird sich ja nichts dran ändern.

Dr. Rolf Kluge: Also bitte, wir müssen mal was anderes probieren.

Dr. Rolf Kluge: Und ich bin ein Freund genau von dieser Offenheit und man kann sich ja an den Mut so langsam rantasten, den der Sven erwähnt hat, ja.

Dr. Rolf Kluge: Dann machen wir kleinere Piloten, ja, dann wird das Thema größer und sie gewöhnen sich dran,

Dr. Rolf Kluge: aus dieser Komfortzone mal rauszugehen und mal neue Regeln zu definieren, die plötzlich dann wieder eine Gewohnheit werden.

Dr. Rolf Kluge: Also für mich ist es ein ganz normales Spiel in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Sie dürfen sich daran gewohnen.

Dr. Rolf Kluge: Ist es ungewohnt am Anfang?

Dr. Rolf Kluge: Ja, definitiv, weil es sind neue Wege.

Isabell & Sven Haase: Okay, und wie sind dann deine Erfahrungen, wie schnell oder wie lange braucht es, damit ich sage immer so schön Bauch und Verstand dann auch tanzen gehen, weil dann bin ich in meiner vollkommen intuitiven Kraft, wenn es sich logisch anhört und auch noch gut anfühlt, das ist ja unser Optimalzustand, also wie schnell kriege ich das hin in so einem mittelständischen Unternehmen, dass ich das drehen kann, geht das relativ schnell, wie viel Zeit braucht es, also was sind da so deine Erfahrungen?

Dr. Rolf Kluge: Wie viel gehen mit dem Weg?

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Das ist ja das große Thema.

Dr. Rolf Kluge: Es braucht wie immer eine neuralgische Masse.

Dr. Rolf Kluge: Wir brauchen, ich sag mal, wenn der Familien- und Firmeninhaber von einem Familienunternehmen ganz oben steht und er die Fahne schwenkt und sagt, wir gehen in die Richtung und bisher alle erfolgreich mit ihm mitgegangen sind, dann dauert es nur kurze Zeit.

Dr. Rolf Kluge: Dann dauert es nur wenige Monate in dem Bereich.

Dr. Rolf Kluge: Aber wenn es Unternehmen gibt, die dann, ich sag mal, auf jeder Hierarchie-Ebene das, was da drüber gewesen ist, in Frage zu stellen, geschweige dann, es Regularien gibt, die bewusst dazu ermutigen, es zu hinterfragen oder neu zu interpretieren, dann stimmt die oberste Entscheidung nicht mit dem, was unten rauskommt.

Dr. Rolf Kluge: Ich gebe euch ein Beispiel.

Dr. Rolf Kluge: interpretieren.

Dr. Rolf Kluge: Vorstandsentscheidungen sind intelligent zu interpretieren und dann so, wie du es interpretierst, auch umzusetzen.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Sodass jetzt die Interpretation ein großes, großes Feld ist und dass das nicht unbedingt, was dort oben entschieden worden ist, konkret umgesetzt wird.

Dr. Rolf Kluge: Ich glaube, das ist selbstverständlich.

Dr. Rolf Kluge: Aber diese Freiheit in einer Struktur bewusst zu haben, ja,

Dr. Rolf Kluge: Die Intention ist sicherlich gewesen, also wie du das umsetzt, was ich will, streng dein Hirn an, nutze dein Bewusstsein und dein Unterbewusstsein, um in meiner Richtung als Unternehmer zu agieren.

Dr. Rolf Kluge: Das war vielleicht die ursprüngliche Intention.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: aber dass die Spielwiese immer weiter wird und dass nach unten die Kaskade größer wird und der Weg, ich sage mal, so etwas Breites, Aufwendiges, kostet außerdem viel, viel Ressourcen, dann wieder einzufangen in dem Bereich und dann wieder viele Varianten der Lösungen zu haben, die dann wieder aufwendig kanalisiert werden müssen, was sollte eigentlich rauskommen.

Dr. Rolf Kluge: Ja, also das ist sehr, sehr ressourcenaufwendig statt, wenn ich wirklich klare Vorgaben mache, was ich mir konkret vorstelle.

Dr. Rolf Kluge: Weil viele gerade im Mittelstand wünschen sich, ja, ich möchte mehr Umsatz.

Dr. Rolf Kluge: Okay, du möchtest mehr Umsatz.

Isabell & Sven Haase: Ja.

Dr. Rolf Kluge: In welchem Zeithorizont?

Dr. Rolf Kluge: Mit welchen Kunden?

Dr. Rolf Kluge: Und willst du wirklich mehr Umsatz oder möchtest du eigentlich mehr Ergebnis?

Dr. Rolf Kluge: Ah ja, okay.

Dr. Rolf Kluge: Und wenn du mit dem mehr Ergebnis möchtest, mit welchem Produkt möchtest du denn mehr Ergebnis oder welcher Dienstleistung?

Dr. Rolf Kluge: Also die Frage ist, wie spezifisch sind die Zielsetzungen heute und könnten die nicht eigentlich schon top-down vorgegeben sein?

Dr. Rolf Kluge: Wie konkret sind wir in dem Bereich wirklich aufgestellt?

Dr. Rolf Kluge: Und manchmal auch im Daily Business.

Dr. Rolf Kluge: Gehen Sie morgens an den Schreibtisch und setzen sich dann erst die Ziele für den Tag an.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Isabell & Sven Haase: Mhm.

Dr. Rolf Kluge: Und da ist wieder Ressourcenverschwendung ohne Ende einfach vorhanden, weil ich nicht mit einem klaren, strukturierten Plan im konkreten Detail wirklich rangehen kann und am Umsetzen bin.

Dr. Rolf Kluge: Und wirklich, mein Gefühl sagt mir ganz klar, dass

Dr. Rolf Kluge: Wenn Unternehmen bereit sind, sich diesen neuen Richtungen zu widmen, mehr Klarheit, mehr konkretere Themen, nur als ein Beispiel, wirklich anzunehmen, sich mit den gesamten Informationen, die ein Unternehmen bereitstellt, bewusst und unbewusst damit auseinandersetzt, dann sind die Potenziale, die wir heute haben, noch definitiv viel, viel größer, als die jemals erahnen.

Dr. Rolf Kluge: Wir werden eine Dynamik ins Unternehmen kriegen, die Sie selbst absolut erstaunt.

Dr. Rolf Kluge: Damit hätten Sie nie gerechnet, wenn Sie einfach mal sehen, was wirklich an Potenzial vorliegt.

Dr. Rolf Kluge: Und das überrascht dann einfach viele Geschäftsführer, viele Führungskräfte, CEOs, gerade in dem Bereich.

Isabell & Sven Haase: Ja, und damit schließen wir auch so wunderschön den Kreis zu dem Beginn.

Isabell & Sven Haase: Am Ende braucht es

Isabell & Sven Haase: wie bei deinem persönlichen Weg, nur wirklich die klare Entscheidung, jetzt die Verantwortung wirklich nach innen zu holen und zu gucken, was sind eigentlich die Ressourcen, die in mir schon drin sind, wie kann ich die bestmöglich nutzen, wie kann ich dort wieder Ordnung in das natürliche System bringen, anstatt mich irgendwie immer nur am Außen zu orientieren, was ist denn da gerade und worauf kann ich denn die Schuld schieben, dass gerade was nicht läuft.

Dr. Rolf Kluge: Vielen Dank.

Isabell & Sven Haase: Sondern wirklich die Entscheidung zu treffen, die Verantwortung zu übernehmen und dann zu gucken, ja, wie kann ich meine eigenen Ressourcen wieder in Ordnung bringen und damit auch wieder die volle Power auf die Straße bringen.

Isabell & Sven Haase: In diesem Sinne, lieber Rolf, für dieses fantastische Bild, dass wir das einmal so schön rund gemacht haben, vielen, vielen herzlichen Dank.

Isabell & Sven Haase: Und das letzte Wort vielleicht noch an dich.

Isabell & Sven Haase: Wie kann man denn jetzt, wenn man die Entscheidungen trifft, zu sagen, okay, klingt spannend, wie kann man jetzt den ersten Schritt machen, zu sagen, okay, ich vergesse jetzt mal alles, was im Außen ist, ich fokussiere mich jetzt mal in, wie kann man diese Entscheidung am besten treffen?

Dr. Rolf Kluge: Wie kann man dir eine Entscheidung am besten treffen?

Dr. Rolf Kluge: Am besten mit Unterstützung.

Dr. Rolf Kluge: Weil du weißt nicht, warum du so entscheidest.

Dr. Rolf Kluge: Und deshalb, ich sag mal, das Bewusste mal aufs Tableau bringen.

Dr. Rolf Kluge: Das Bewusste hinführen.

Dr. Rolf Kluge: Wie solltest du eigentlich die Information sehen?

Dr. Rolf Kluge: Das gesamte Bild sehen?

Dr. Rolf Kluge: Du selbst siehst nur einen Teil und deshalb bewusst einen externen Nutzen, der dir nur mal die Gesamtsicht zeigt, warum das Unternehmen oder die Einzelperson genau dort steht.

Dr. Rolf Kluge: Und das ist einfach auch mein erster Schritt, wenn ich mit Unternehmen zusammenarbeite.

Dr. Rolf Kluge: Einfach, dass sie die Chance nutzen zu sagen, sag mir doch mal, wo stehe ich wirklich?

Dr. Rolf Kluge: Und was sind die Potenziale, die ich eigentlich liegen lasse in dem Bereich?

Dr. Rolf Kluge: Und da gibt es, ich sage mal, Telefon, Handy, E-Mail, um einfach Kontakt aufzunehmen.

Isabell & Sven Haase: Ja, sehr schön.

Isabell & Sven Haase: Und natürlich, lieber Rolf, werden wir alle deine Kontaktdaten, Homepage etc.

Isabell & Sven Haase: in die Show Notes verlinken, damit man sehr schnell eine Entscheidung treffen kann und sich bei dir melden kann.

Isabell & Sven Haase: Wenn man jetzt sagt, oh ja, das klingt so spannend, ich will unbedingt da auch mal hingucken.

Isabell & Sven Haase: Und der Rolf, der ist mir so sympathisch hier gewesen.

Isabell & Sven Haase: Ich traue dem das zu, dass der genau zu mir kommen muss, weil ich will hier hinschauen.

Isabell & Sven Haase: Wie gesagt, alle Links kommen hier unten rein und wir sagen herzlichen Dank für das richtig, richtig tolle Interview.

Isabell & Sven Haase: Und wenn dir da draußen die Folge gefallen hat, dann lass uns doch wieder gerne 5 Sterne da und hör beim nächsten Mal wieder rein.

Isabell & Sven Haase

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