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Wo wir schon im wilden Westen sind... "The Ballad of Buster Scruggs"

Synchronklappe: Viel Meinung und wenig Ahnung

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Speaker: Ich habe kurz überlegt, ob ich jetzt so einen Cowboy anfangen mache, so Howdy.

Speaker: Jeeha.

Speaker: Aber den spar ich mir und sage einfach, Ladies and Gentlemen, herzlich willkommen zurück zu einer weiteren actionreichen, lustigen, naja, okay, komm, was soll das, ist ein Podcast, ne?

Speaker: Also was willst du hier rausholen?

Speaker: Seien wir ehrlich.

Speaker: Ich fange gleich an nichts zurück.

Speaker: Zu einer weiteren Filmbesprechung hier auf Synchronklappe, dem Podcast, wenn es um Filme und Serien geht.

Speaker: Hi.

Speaker: Du bist immer so schüchtern am Anfang.

Speaker: Du darfst es auch gerne, dich mal extruiert hier zeigen.

Speaker: Na.

Speaker: Was hältst du davon?

Speaker: Weiß ich nicht.

Speaker: Überlege ich mir noch.

Speaker: Man muss sich ja auch ein bisschen was für die künftigen Folgen aufheben.

Speaker: Das ist richtig.

Speaker: Wir gehen also heute mit Halbmotivation an diese Folge rein.

Speaker: Natürlich nicht, wir sind total voll motiviert.

Speaker: Denn wir sprechen heute über einen Film, ähm...

Speaker: Oder beziehungsweise ein Film, der aus vielen Filmen besteht.

Speaker: Wir sprechen heute über The Ballad of Buster Scruggs.

Speaker: Menschen sind ja so leicht abzulenken.

Speaker: Ich bin die Ablenkung mit einer Geschichte.

Speaker: Die Menschen kriegen nie genug, weil sie wohl sich selbst in den Geschichten sehen.

Speaker: Wir alle stehen gern im Mittelpunkt.

Speaker: Solange wir den Menschen in den Geschichten ähneln.

Speaker: Aber nicht zu sehr.

Speaker: Jetzt wird's ernst.

Speaker: Ich bin Buster.

Speaker: Buster's Crux.

Speaker: Funktioniert dein Schießheißen?

Speaker: Es hat den Anschein, ja.

Speaker: Da war die Kunstpause, jetzt sind wir schon wieder drin.

Speaker: Herzlich willkommen zurück nach dem Trailer.

Speaker: Habe ich das erste Mal gesehen, glaube ich, ganz frisch, kurz nachdem der veröffentlicht worden ist.

Speaker: Und ich mag Western.

Speaker: Wie stehst du eigentlich zu Western, Konstantin?

Speaker: Ich mag Western auch.

Speaker: Ich mag das Setting sehr gerne.

Speaker: Ja, mag ich auch.

Speaker: Ich meine, die ganz alten Western, als die mal so ihr Hoch hatten, da bin ich jetzt nicht unbedingt ein Fan von.

Speaker: Habe jetzt auch nicht übertrieben viele davon gesehen, nichtsdestotrotz.

Speaker: Also diese Klischee-Western, hm.

Speaker: Aber ich finde so, nachdem das Ganze abgeflacht ist, die Western, die danach gekommen sind, da gibt es ein paar sehr kreative und sehr unterschiedlich ausgeprägte Western.

Speaker: Dann kann man sich, ich meine, das weicht dann natürlich das typische, ich sag mal, das ist dann nicht mehr typisches Western-Genre, aber das mag ich dann trotzdem ganz gerne.

Speaker: Ja, aber generell, ich mag Western, um das mal so pauschal zu lassen.

Speaker: Ich habe meine Liebe dazu so ein bisschen dazu gefunden, weniger, dass ich, also ich habe wenig alte Western gesehen.

Speaker: Also ich glaube, der älteste, den ich tatsächlich geguckt habe, war Spiel mir das Lied vom Tod und The Good, The Bad and The Ugly mit Clint Eastwood.

Speaker: Beides im Übrigen Filme, die ich tatsächlich auch deutlich weiter empfehlen würde.

Speaker: Also es sind wirklich tolle Filme meiner Meinung nach, auch wenn sie, glaube ich, in heutiger Zeit auch wieder ein bisschen Sitzfleisch abverlangen.

Speaker: Aber meine Liebe zum Western habe ich tatsächlich so ein bisschen über Quentin Tarantino gefühlt, weil der mich halt mit seiner Liebe quasi dazu so ein bisschen angesteckt hat, weil in seinen Filmen ja trotz allem auch sehr viel Western drinsteckt.

Speaker: Also sagen wir Inglourious Bastards oder, jetzt muss ich gerade lügen, weil der ist eigentlich von Robert Rodriguez, aber hier der Film mit den Vampiren, wo Quentin Tarantino selber die Hauptrolle spielt, wie hieß denn der noch?

Speaker: Also nicht Vampiren, weiß ich gerade nicht, was du meinst.

Speaker: Ja, das war nicht ein Tarantino-Film, der war von seinem Kumpel Robert Rodriguez, wo die in die Bar fahren mit der Geisel.

Speaker: Mann, wie heißt denn der nochmal?

Speaker: From Dusk!

Speaker: Ah, ja, okay.

Speaker: Der hat ja auch teilweise so am Anfang wirklich schon so ein bisschen mit dem Shootout und dem generellen Western und so weiter.

Speaker: Ja, also es sind so Sachen, da hat Quentin Tarantino mich so ein bisschen angefixt, nicht zuletzt mit Volume 2 von Kill Bill.

Speaker: Genau, deswegen Western finde ich cool.

Speaker: Hab danach dann tatsächlich auch, hab das immer sehr gerne gemacht.

Speaker: Wir haben in der letzten Folge über No Country for Old Man gesprochen, der das ja Ganze auch irgendwie als diese Art Neo-Western halt transportiert.

Speaker: Und auch das finde ich richtig cool, dass dieses Feeling trotzdem aufgegriffen wird und dann halt aber in einem etwas moderneren Setting.

Speaker: Gefällt mir richtig gut.

Speaker: Und jetzt haben wir quasi mit The Ballad of Buster's Crux

Speaker: Meiner Meinung nach ja ein Anthologie-Film mit einer sehr teilweise unfassbar romantisierten, märchenhaften Interpretation des Westerns.

Speaker: Also nicht so düster, sondern sehr farbenreich eingefangen, meiner Meinung nach.

Speaker: Und gleichzeitig wie als würde man ein Karl-May-Buch lesen.

Speaker: Ja.

Speaker: So könnte man es vielleicht beschreiben.

Speaker: Wobei es ein Stück weit auch irgendwo, ich finde, eine Parodie auf diese romantisierte Sicht auch ist irgendwo.

Speaker: Unter anderem, ja.

Speaker: Auf jeden Fall, genau.

Speaker: Auf jeden Fall eine, also Anthologie-Filme, sprich mehrere Kurzfilme hintereinander.

Speaker: Ich hatte mal gelesen, glaube ich, dass die eigentlich daraus geplant hat, eine Serie zu machen.

Speaker: Es kam dann aber tatsächlich dann, ja, dass sie das quasi so als Film dann schlussendlich rausgebracht haben hintereinander.

Speaker: Ja, ich, das...

Speaker: Die Frage hätte ich dich sowieso jetzt nämlich gefragt, was du eigentlich von diesem Veröffentlichungsmodus hältst, weil ich persönlich bin ja tatsächlich jetzt beim Gucken echt auch der Meinung gewesen, das Ding hätte ein bisschen besser funktioniert, wenn man es tatsächlich als Serie publiziert hätte, also als Miniserie.

Speaker: Also wenn du die Folgen wirklich einzeln gehabt hättest.

Speaker: Ja, ich glaube, das Einzige... Weil ich finde, das so am Stück zu gucken ist so ein bisschen... Weiß nicht.

Speaker: Also ich habe es jetzt beim zweiten Mal gucken tatsächlich auch dann immer wie immer... Also Stückweise geguckt.

Speaker: Ja, ging mir auch so.

Speaker: Und ich persönlich fand das eigentlich irgendwie... Also mir hat das besser gefallen, das Stückchenhaft zu gucken.

Speaker: Insbesondere, weil die Einzelfilme auch von der...

Speaker: von der Stimmung her sehr unterschiedlich sind.

Speaker: Und dann so überzuleiten von einem Film auf den anderen, das passt sonst finde ich nicht immer.

Speaker: Also mir hat es besser gefallen, das so stückchenweise zu gucken.

Speaker: Und ich finde es auch ganz spannend, weil ich meine Netflix, das finde ich eigentlich ganz cool, dass Netflix das jetzt mittlerweile öfters mal macht, also solche Kurzgeschichten, Sammlungen,

Speaker: Und die auch gerne mal wirklich als Miniserie.

Speaker: Also zum Beispiel hier Love Death Robots zum Beispiel.

Speaker: Aber auch, oder was ich auch lustig finde, ist, es gab jetzt letztens hier diese Kurzgeschichte, Kurzfilme von, na, wie heißt er?

Speaker: Wes Anderson.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also der Autor ist Roy Dahl, der Regisseur Wes Anderson.

Speaker: Und da fand ich es ganz lustig.

Speaker: weil sie da die Kurzfilme erst einzeln publiziert haben und dann später kam noch hinzu, dass es eine Version gab, wo die alle hintereinander zusammengeschnitten als ein Film waren und die gibt es mittlerweile auf Netflix beide parallel.

Speaker: Also man kann die sich entweder alle einzeln anklicken und zusammensuchen und anklicken und angucken oder man kann sie sich als einen Film angucken, wo sie direkt hintereinander geschnitten sind.

Speaker: Finde ich auch eine interessante Art, das zu publizieren, also sozusagen, dass man beides tatsächlich anbietet.

Speaker: Und das gibt es dann teilweise auch bei anderen Serien, also Miniserien, also zum Beispiel American Horror Story gab es zum Beispiel auch, wo sie, das sind jetzt keine Kurzgeschichten mehr, aber wo sie sozusagen von Staffel zu Staffel immer ein neuer Fall haben.

Speaker: Und erst waren die mehrere Fälle, waren dann zusammen als eine Staffel und dann haben sie dann doch irgendwie einzeln publiziert.

Speaker: Ist wahrscheinlich auch so eine Frage, was bekommt Aufmerksamkeit, was nicht.

Speaker: Aber jetzt bin ich schon total abgeschwiffen.

Speaker: Was hältst du von der Publikation, also wie verhält es dich für dich mit dieser Publikation als Film?

Speaker: Also mir wäre es, glaube ich, komplett Wumpe gewesen, wenn es jetzt quasi in Serienformat oder, ich bin auch gerade am überlegen, ob abgeschwiffen ein richtiges Wort ist.

Speaker: Ja, lass uns da nicht zu lange drüber nachdenken.

Speaker: Ja, dann reg dich auch nicht über meinen Wumpe auf, ja?

Speaker: Mir wäre es tatsächlich egal gewesen, glaube ich, ob das jetzt im Serienformat gelaufen wäre oder wie jetzt im Filmformat, weil ich die generelle Aufmachung tatsächlich trotzdem so gut finde, dass, wie du es jetzt zum Beispiel gemacht hast oder ich jetzt auch im zweiten Durchgang, dass du einfach dann auch einfach mal auf Pause gedrückt hast und hast mal was anderes gemacht.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann konntest du ja quasi nahtlos wieder einstellen, weil ja dieses Format, was mir so gut gefällt, das ist ja quasi wie aus einem Westernbuch, was man so nach und nach dann durchliest.

Speaker: Das hat das Ganze für mich dann trotzdem einfach so gut verbunden.

Speaker: Das reicht mir ja dann quasi so als kleiner...

Speaker: Da ist jetzt Geschichte zu Ende, wie in einem Kapitel, wenn man es gerade zu Ende gelesen hat und dann macht man halt eine Pause und dann guckt man es weiter.

Speaker: Deswegen fände ich es ganz gut und damit wären wir auch quasi direkt schon ein bisschen bei der Einrahmung und wo auch mein einziger Knackpunkt, glaube ich, liegt, weil ja quasi das Ganze die Balladen von Buster Scruggs heißt.

Speaker: Es aber nur in einer Folge um Buster Scruggs geht.

Speaker: Und das finde ich tatsächlich ein bisschen merkwürdig, weil mir da so ein bisschen dann in den weiteren Geschichten so ein bisschen der Faden gefehlt hat, der das vielleicht miteinander verbindet.

Speaker: Also dass vielleicht Buster Scruggs diese Geschichten auch erzählt oder das Buch geschrieben hat oder sonst irgendwas.

Speaker: Also das ist so mein kleiner Kritikpunkt.

Speaker: Ansonsten finde ich die Aufmachung halt mit diesem, als ob wir gerade ein Westernbuch lesen, eigentlich richtig cool.

Speaker: Mhm.

Speaker: Aber jetzt sind wir schon voll tief in der Thematik drin.

Speaker: Vielleicht machen wir erstmal nochmal unseren typischen Vorweg-Ersteindruck.

Speaker: Spoilerfrei.

Speaker: Bevor wir so richtig reinsteigen.

Speaker: Wow.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Willst du anfangen?

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Obwohl ich direkt schon sagen muss, nachdem ich das jetzt gerade gesagt habe, eigentlich finde ich es komisch, das Ding gesamt zu bewerten, weil es ja mehrere Einzelgeschichten sind.

Speaker: Also an sich müsste man ja jede Einzelgeschichte bewerten.

Speaker: Aber ich gebe dem Ganzen jetzt trotzdem mal so insgesamt einen Eindruck, wie es mir insgesamt gefallen hat und das wäre für mich so eine 8 von 10.

Speaker: Es gibt so ein paar, so 1, 2 von diesen Geschichten, die mir ein bisschen besser gefallen haben.

Speaker: Für mich war es insbesondere so, mir hat eigentlich so die erste Hälfte des Films, wenn man das jetzt mal als Film nimmt, mir hat die erste Hälfte des Films besser gefallen, also die erste Hälfte der Geschichten besser gefallen als dann die zweite Hälfte.

Speaker: Das lag insbesondere daran, dass die zweite Hälfte, in der zweiten Hälfte die Geschichten, das sind ja dann auch nur noch zwei, also die sind dann auch verhältnismäßig länger, ohne dass sie mir so viel mehr geben.

Speaker: Und das hat mir bei den ersten Geschichten eigentlich besser gefallen, dass sie gefühlt eher so einen Dreh- und Angelpunkt haben, irgendwas worauf sie hinauslaufen und das noch in irgendwo...

Speaker: In der Kürze steckt die Würze, sagt man ja immer so schön.

Speaker: Also die schaffen das irgendwie zum... Ja, es war für mich runder.

Speaker: Ja, die zweite Hälfte, die Geschichte in der zweiten Hälfte haben mir nicht so gut gefallen.

Speaker: Nichtsdestotrotz insgesamt 8 von 10.

Speaker: Das ist mein Kurzfazit.

Speaker: Und Jan, wie sieht es bei dir aus?

Speaker: Cool.

Speaker: Ich glaube, ich würde mich gerne auch bei der 8 von 10 einsiedeln, weil erstens finde ich das cool, dass es sowas mal wieder gegeben hat.

Speaker: Also gerade in dem Western-Setting, was glaube ich relativ tot ist derzeit, zumindest im Mainstream, wenn man das so bezeichnen möchte.

Speaker: Und mir generell alle Filme gut gefallen haben.

Speaker: Auch wenn ich die Anordnung tatsächlich, glaube ich, ein bisschen geändert hätte.

Speaker: Das ist auch eine interessante Erwägung.

Speaker: Da kommen wir vielleicht auch gleich im Spoiler-Talk noch drauf, aber nur gerade ganz kurz.

Speaker: Also es fängt komödiantisch an.

Speaker: Mhm.

Speaker: es geht komödiantisch weiter und dann hast du so einen Plot, wo es eigentlich mehr so, ja, es wird immer düsterer irgendwie zum Ende.

Speaker: Genau, es wird immer ernster.

Speaker: Und vielleicht hätte ich das tatsächlich noch mal ein bisschen anders angeordnet vielleicht.

Speaker: Also zumindest so einen Film getauscht.

Speaker: Also gemischter oder eher von Traurig zu heiter?

Speaker: Genau, also das ist nicht so die ganze Zeit.

Speaker: Weißt du was, wir gehen mal in den Spoiler-Talk.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann können wir ja da ein bisschen was giebiger.

Speaker: Machen wir das Ganze mit Klangschalen-Action?

Speaker: Ja, natürlich.

Speaker: Achtung, drei, zwei, eins.

Speaker: Ich bin leicht eingeschlafen.

Speaker: Ich mache einfach gerade an der Stelle weiter.

Speaker: Genau, einfach weiter über die Anordnung, ja.

Speaker: Genau, also es geht ja mit der Ballade von Buster Scruggs los.

Speaker: Dann haben wir die zweite Kurzgeschichte, wo es ja um den fehlgeschlagenen Überfall auf eine Bank geht.

Speaker: Der ja auch relativ schwarzhumorisch ist.

Speaker: Dann Teil Nummer drei ist, glaube ich, dann schon das Tal mit dem Goldgräber.

Speaker: Ja, ich glaube auch.

Speaker: Und Nummer vier ist das relativ langatmige Trailer-Fährt Richtung Oregon.

Speaker: Und dann haben wir... Oder?

Speaker: Es gibt noch diesen, wie nennt man das, also Schauspieler, den... Ja, genau, stimmt, die Liam Neeson-Episode.

Speaker: Genau.

Speaker: Stimmt, ja.

Speaker: Genau, die habe ich vergessen.

Speaker: Die ist noch irgendwo dazwischen, ich weiß nicht genau.

Speaker: Genau, die müsste nach dem Goldgräber oder vor dem Goldgräber kommen.

Speaker: Ich glaube sogar davor, aber bin ich sicher.

Speaker: Genau, und da hätte ich einfach gesagt, weil erstens Buster Scruggs geht halt drauf in der ersten Episode, womit ich tatsächlich nicht gerechnet habe.

Speaker: Dann haben wir in der zweiten Episode, wo ebenfalls der Hauptcharakter drauf geht,

Speaker: In der dritten Episode geht ein Charakter drauf, der auch eigentlich Hauptcharakter ist.

Speaker: Und dann haben wir diese Goldgräber-Episode.

Speaker: Ich habe vor dem Bildschirm damals beim ersten Mal gucken gesessen, als dem armen alten Mann in den Rücken geschossen wird.

Speaker: Und habe mir gedacht, ganz ehrlich, das kann es doch jetzt nicht sein.

Speaker: Die können doch nicht alle vier Filme es immer schlecht enden lassen, in Anführungszeichen.

Speaker: Und dann war ich sehr froh, dass die den haben wieder aufstehen lassen, Gott sei Dank.

Speaker: Aber das fand ich halt ganz spannend, weil ich glaube, so ein bisschen durch mich da, also sprich auch mal die Episode von Liam Neeson vielleicht an zweiter Stelle einfach zu haben, nachdem es dann sehr lustig geworden ist oder so.

Speaker: Oder es ist auf jeden Fall einfach ein bisschen ausgewogener, glaube ich, zu haben, anstatt lustig, lustig auf traurig, trauriger, am traurigsten folgen zu lassen.

Speaker: Ja, das, ja.

Speaker: Und ich denke, die Coen-Brüder haben da eigentlich ein sehr gutes Händchen dafür, weil der Humor ist ja teilweise sehr schwarzhumorisch.

Speaker: Und ich denke, da hätten sie, glaube ich, noch eine etwas bessere Mixtur hinbekommen.

Speaker: Aber das ist nur mein Empfinden.

Speaker: Also ich kann das auf jeden Fall total nachvollziehen, deine Erwägung.

Speaker: Ich muss aber auch sagen, ich könnte jetzt auch nicht sagen, dass mich das so, wie es angeordnet war, gestört hätte.

Speaker: Meine Erwägung wäre tatsächlich ein bisschen eine andere gewesen.

Speaker: Ich finde es ein bisschen komisch, dass man in der ersten Hälfte diese immer mehr eher kürzeren Kurzgeschichten hat, wo sozusagen so eine Geschichte auf die nächste folgt.

Speaker: Gerade am Anfang sind ja nur wenige Minuten nur und sie werden dann nach und nach immer länger.

Speaker: Und gegen Ende hat man dann Geschichten, die dann, sagen wir so, irgendwo bei 15 Minuten oder 20 Minuten liegen.

Speaker: Ich weiß nicht, hundertprozentig, aber so sehr viel länger sind als die ersten Kurzgeschichten.

Speaker: Ja.

Speaker: Ähm, und da hätte ich's netter gefunden, wenn vielleicht nach einer längeren noch mal was Kürzeres kommt und dann wieder was Längeres oder so.

Speaker: Damit das so ein bisschen... ja.

Speaker: Aber das liegt vielleicht auch einfach nur daran, dass mich die letzten Geschichten auch ohnehin nicht ganz so abgeholt haben.

Speaker: Also vielleicht ist es gar nicht mal so sehr die Länge, sondern vielleicht lag's auch einfach am Inhalt, dass es mir deswegen zu lang vorkam, weil... Ja.

Speaker: Aber die waren halt auch lang, tatsächlich.

Speaker: Also mein Empfinden ist da tatsächlich genau das Gleiche.

Speaker: Also ich meine, die erste Episode ist ja auch die leichtfüßigste, ne?

Speaker: Also mit der zweiten, glaube ich.

Speaker: Wobei die zweite dann halt einfach auch nochmal in Sachen Schwarzhumor... Es gibt schon diesen Gradienten, dass es immer düsterer wird, ne?

Speaker: Und der Humor geht immer ein bisschen... Es gibt immer so diese skurrilen Elemente, stecken glaube ich überall mit drin.

Speaker: über die man vielleicht auch nur ein bisschen schmunzeln kann hin und wieder.

Speaker: Aber am Anfang ist definitiv Humor mehr oder weniger an erster Stelle.

Speaker: Und das wandelt sich von Kurzgeschichte zu Kurzgeschichte.

Speaker: Das finde ich auch spannend, weil die Leute, die... Also ich meine, der Trailer, ich meine, den habe ich damals auch gesehen, kurz bevor ich das Ding gesehen habe.

Speaker: Der wirkt dann halt in dem Moment auch wieder ein bisschen irreführend.

Speaker: Weil du denkst eigentlich, okay, alles klar, du guckst dir da vielleicht eine Komödie an oder so.

Speaker: Oder du erwartest mehr Episoden im komödiantischen Format, wie nette Cowboys, die singen.

Speaker: Also im Sinne von psychopathische Cowboys, die singen, sollte man vielleicht dazu sagen.

Speaker: Ich hatte kurz überlegt, wie wir es aufrollen.

Speaker: Und vielleicht hast du Lust, wir fangen mal mit unserer, vielleicht mit einer Folge an, die wir am besten fanden oder mit der, die wir am schwächsten fanden.

Speaker: Was sollten wir machen?

Speaker: Was meinst du?

Speaker: Wir sind doch positive Menschen.

Speaker: Ich würde sagen, wir fangen erstmal mit der Folge an, die wir am besten fanden.

Speaker: Okay, dann möchtest du deine Lieblingsfolge tatsächlich daraus mal kurz reviewen?

Speaker: Also die Lieblingsfolge für mich, oder die Lieblingskursgeschichte für mich, war die Liam Neeson Folge.

Speaker: Die hat mir gut gefallen, weil ich erstens die ganze Lichtstimmung super voll fand, also die Bilder fand ich toll, ich fand die Naturaufnahmen cool.

Speaker: Das gilt zwar für alle von diesen Folgen, aber da halt schon nochmal besonders.

Speaker: Ich mochte auch irgendwie diese Kutsche, wie die aussah und so, wie sie mit diesen Karren, mit dem sie da rumgefahren sind und so.

Speaker: Und ich fand dieses ganze Dasein, was da gezeigt wurde von diesem, wie soll man das dann sagen, Entertainer im Grunde, diesen arm- und beinlosen Entertainer,

Speaker: Es war irgendwie skurril, es war ein skurriles Dasein, ist ein bisschen komisch.

Speaker: Auch gerade dieser Clash zwischen dem, was sie präsentieren, was ein bisschen sehr hochgestochene Unterhaltung für gebildetes Klientel eigentlich ist und das aber vortragen sehr einfachen Menschen, um es mal so auszudrücken.

Speaker: Allein dieser Kontrast hat schon was skurriles an sich.

Speaker: Und gleichzeitig ist es halt auch so ein dramatisches Dasein eigentlich, weil ich meine, ich meine, einerseits ist es schön, dass er was gefunden hat, womit er Geld verdienen kann, andererseits dramatisch, weil so richtig Geld verdienen tun sie ja gerade irgendwie nicht.

Speaker: Es ist ja relativ schwierig, haben die beides, ja.

Speaker: Und dann dieser bitterböse...

Speaker: düstere Unterton, mit dem diese Geschichte endet, in dem, wo wir sehen, wie der Mann diesen Stein einmal zu dieser Brücke runter stößt und der, ich nenne ihn jetzt mal Protagonist, also den Dichter oder wie auch immer man es nennen will, der dem zuguckt und weiß, vielleicht will er mich loswerden und diese Anspannung, die da drin liegt,

Speaker: Also die war schon, die hat ihre Wirkung erzielt.

Speaker: Und ich finde auch gut, dass es tatsächlich auch offen endet.

Speaker: Also es ist jetzt nicht so, dass wir wissen, er macht es tatsächlich.

Speaker: Das ist nur so eine Befürchtung, die wir mit diesem Charakter teilen.

Speaker: Und auf dieser bitterbösen Befürchtung oder mit dieser bitterbösen Note endet diese Geschichte.

Speaker: Und das fand ich irgendwie cool.

Speaker: Mal ganz abgesehen davon, dass auch

Speaker: Ja, wie gesagt, die ganze... Ich finde, er ist relativ ruhig erzählt und so.

Speaker: Also das hat mir... Ja, das sind so alles Dinge, die mir einfach gut gefallen haben.

Speaker: An dieser Geschichte.

Speaker: Würde ich definitiv unterschreiben, so.

Speaker: Ich habe da auch gar nichts mehr Großartiges hinzuzufügen.

Speaker: Ich komme gerade leider nicht auf den Namen.

Speaker: Der die Lerche gespielt hat, so wird er ja quasi geschrieben, der Schauspieler.

Speaker: Ich fand, diese Folge ist auch so prägnant, weil ja der Dialog meistens, also der Dialog findet ja nur dann auf der Bühne statt, wo er dann quasi sein Theaterstück aufzieht.

Speaker: Fast nur, muss ich sagen.

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Der Rest ist größtenteils nur Blicke oder... Genau, ja.

Speaker: Und das ist der absolute Wahnsinn, weil du... Alleine diese... Nach einem Auftritt der Moment, wo die beiden dann am Lagerfeuer sitzen und die Lärche muss gefüttert werden und die Sachen müssen gemacht werden, die so ein Mensch halt braucht, aber er kann es halt nicht selber machen.

Speaker: Das ist...

Speaker: Krass, also es ist zuzugucken wie bei einem Autounfall.

Speaker: Man kann irgendwie nicht weggucken und das Ganze dann, dass das dieses bittere Ende hat, das ist schon spannend.

Speaker: Und vor allem fand ich es halt trotzdem cool, weil ich mir schon habe vorstellen können, dass es solche, diese Art von Auftritten auch gegeben hat.

Speaker: Also ich meine, dass es gerade auch diese literarischen Auftritte gegeben hat in einem Land, wo...

Speaker: Ja, dass er halt wild ist, wo das irgendwie gar nicht so hinpasst, dieses ganze europäische literarische Gehabe zum Beispiel.

Speaker: Das fand ich halt sehr spannend und ich fand es auch toll vorgetragen, wie du schon gesagt hast, toll in Bildern eingefangen und die würde ich tatsächlich auch.

Speaker: Ich glaube, für mich...

Speaker: Okay, ich glaube, die rutscht bei mir ganz knapp auf Platz 2.

Speaker: Was ich noch ganz kurz erwähnt haben wollte, was ich natürlich auch irgendwie ganz cool fand, cool in Anführungszeichen, aber, dass sie ja dann, dass der, ich weiß gar nicht, was der Vater eigentlich ist oder einfach nur sein Chef in Anführungszeichen, aber dass Liam Neeson ja dann sieht, als sie einmal sehen, dass sie kaum Kundschaft haben oder kaum Kundschaft.

Speaker: Zuschauer, dass die alle da sind und sich dieses komische Huhn angucken, was da ist.

Speaker: Und dass sie sozusagen verlieren gegenüber so einer, ich sag mal, sehr einfachen Unterhaltung.

Speaker: Das könnte man schon fast nehmen als Kritik an der Unterhaltungsindustrie oder man kann da durchaus auch irgendwie Parallelen ziehen zu, was gucken sich die Leute heutzutage im Fernsehen an, ja?

Speaker: Gucken sie sich irgendwie, ich weiß nicht,

Speaker: irgendwas Aufwendiges an oder irgendwas, wo es um inhaltlich was geht oder gucken sie doch Love Island oder so.

Speaker: Ja, genau, ja.

Speaker: Und das ist so fast schon die Parallele dazu, so ein bisschen, ja.

Speaker: Außerdem fand ich ganz nett, dass der Film die Tristesse ihres Daseins durch diese ständigen Wiederholungen des immer gleichen Textes sehr schön darstellt, weil man irgendwie, also sehr schnell kann man schon fast mitsprechen, diesen Text, weil man ihn so oft hört in diesem Kurzfilm.

Speaker: Auch das finde ich, es kann nerven als Zuschauer, aber an sich würde ich dann auch momentan schon fast die gewünschte Wirkung.

Speaker: Ja.

Speaker: Also das ist das, was mir an dem Film sehr gut gefallen hat.

Speaker: Aber du hast ja jetzt schon angeteasert, für dich nur auf Platz 2.

Speaker: Was ist denn dein Platz 1?

Speaker: Mhm.

Speaker: Mir ist nur gerade eingefallen, meinst du, diese Folge hält den Leuten quasi den Spiegel vor, die sich diese Anthologie-Filme angucken und die ganze Zeit bei dieser Folge denken, Mann, wann ist die endlich vorbei, weil sie die erste Folge so cool fanden und die so schön kurz ist.

Speaker: Und halt einfach zugänglich.

Speaker: Vielleicht.

Speaker: Meine Lieblingsfolge ist tatsächlich die mit dem Goldgräber.

Speaker: Die rutscht bei mir noch einen kleinen Tucken mehr auf Platz 1, weil ich die mit dem Vorschlaghammer hervorgebrachte Naturkritik natürlich sehr angepasst, passend finde.

Speaker: Aber das Ganze halt auch so wunderschön eingefangen ist in diese...

Speaker: genialen Naturaufnahmen, dann auch wieder von diesem absolut idyllischen Tal mit allen möglichen Tieren, die sich da tummeln und dann bricht halt quasi dieser Mensch in dieses von Gott geschaffene Paradies rein.

Speaker: Könnt ihr es lyrisch quasi beschreiben und das gefällt mir so unfassbar gut.

Speaker: weil diese Idylle ja quasi durch einen Menschen gestört wird und der Mensch wird schlussendlich auch wieder durch einen anderen Menschen gestört und nicht durch irgendwas anderes.

Speaker: Also das ist halt Kritik mit dem Vorschlaghammer, die man da dann halt einfach rausfinden kann.

Speaker: Aber ich finde, wie dieser Film trotz allem eingefangen ist, man richtig so mitleidet und das auch cool findet, wie der Mann da nach dem Gold sucht.

Speaker: Und ich fand diese ganze Episode tatsächlich einfach cool, hat Spaß gemacht und einfach gut eingefangen.

Speaker: Mhm.

Speaker: Das einzige was mich an der Folge so ein bisschen gestört hat, war, ich fand es schade, dass man am Ende sieht einen Hirsch.

Speaker: Und ich fand es schade, dass das ein CGI Hirsch war.

Speaker: Weil ich halt fand, du hast ja auch andere Tiere, eine Eule oder sowas hattest du auch da und das war ja eine echte Eule.

Speaker: Wie viel hätte es gekostet, da einen echten Hirsch zu zeigen?

Speaker: War der CGI-Hisch?

Speaker: Klar, das ist immer mit so gewissen Problemen verbunden, das ist mir schon, ne?

Speaker: Aber ich hätte eine echte Aufnahme besser gefunden.

Speaker: Und ich meine, man kann ja im Zweifel, kannst du den ja Greenscreen und einfügen und so, ne?

Speaker: Also du musst ihn ja nicht wirklich an die Location schleppen oder so.

Speaker: Das ist ja machbar.

Speaker: Deswegen, das fand ich so ein bisschen schade, weil wenn es schon die Natur im Zentrum ist und die Natur und ihre Bewohner sozusagen, dann zeigt doch echte Natur, weißt du?

Speaker: Das ist so.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber ansonsten fand ich die Folge durchaus auch unterhaltsam.

Speaker: Auch wenn ich finde, dass eigentlich im ganzen Verlauf die...

Speaker: diese Kritik im Sinne von Ausbeutung der natur-durchslichen Menschen oder sowas, sich schon sehr im Hintergrund auffällt.

Speaker: Also, dass das eigentlich das im Zentrum der Aussage des Films stehen soll.

Speaker: Findest du?

Speaker: Ich finde, das wird halt erst, du hast am Anfang diese Idylle, die gestört wird und dann am Ende, und die Idylle kehrt wieder ein.

Speaker: Und zwischendrin bist du aber schon sehr fixiert auf den Menschen, finde ich.

Speaker: Deswegen, also, dass es zwischendrin immer noch geht um die arme Natur,

Speaker: Ich habe dann eher mitgefiebert mit, findet er Gold, ja oder nein?

Speaker: Und bringt der André ihn um, ja oder nein?

Speaker: Und überlebt er an diesen Wunden, ja oder nein?

Speaker: Aber tatsächlich, dass das im ganzen Verlauf überhaupt noch um Natur gehen soll, fand ich jetzt nicht so...

Speaker: Ich würde es tatsächlich schon so beschreiben, weil, also nicht plakativ dann in der Mitte des Films, auch so wie du es jetzt gerade beschrieben hast, aber auf jeden Fall, dass es trotzdem ein Film ist, weil er gräbt da halt alles um, ne, es sieht dann nachher einfach wirklich so aus, als ob da eine Bombe eingeschlagen hätte, weil er die ganzen Löcher da auch gräbt.

Speaker: Dementsprechend glaube ich schon, dass das halt auch, also es funktioniert halt schon, aber dann ist es ja auch ganz nett, dass es halt im Hintergrund nicht dauernd

Speaker: ja dieses Plakative ist, ne?

Speaker: Also er knallt auch keine Tiere ab oder so und selbst als er auf den Baum klettert, um sich die Eier dann zu schnappen von der Eule, ist er so fair und legt die drei dann zurück und nimmt dann eins mit, weil, ne, der Uhu kann ja nicht zählen.

Speaker: Fand ich auch ganz nett, diese Szene.

Speaker: Und ich glaube, meine absolute Lieblingsszene ist tatsächlich der Moment, wo er diese Goldader gefunden hat, in dem Loch steht und plötzlich sieht er hinter sich diesen Schatten sich bewegen und das ist so, das fand ich schon richtig gut gemacht.

Speaker: Also wo du so richtig in seinem Auge Gesicht siehst, so scheiße, da ist jemand hinter mir.

Speaker: Einfach erzählerisch, weil es ist so ein einfaches Mittel, wie du zeigst einen Schatten.

Speaker: Und das dann halt auszukosten, diese Spannung, die sich da aufbaut, indem du halt auch nicht direkt die Situation auflöst, sondern die erst innehalten lässt und nach seiner Waffe suchen lässt oder sowas.

Speaker: Also das haben sie, das war sehr, sehr gut gemacht.

Speaker: Rein erzählerisch und rein filmtechnisch einfach.

Speaker: Ich mag mal Spannung über einen Schatten aufzubauen, da musst du auch erstmal drauf kommen.

Speaker: Auch weil ich letztens erst wieder Sachen in Filmen gesehen hatte, wo die ganze Zeit alles immer nur durch erklärt wurde.

Speaker: Wie sterbenslangweilig ist es, wenn du deinen kompletten Film nur über Dialoge aufbaust.

Speaker: Also ich finde es immer sehr, sehr wichtig, dass du das hinkriegst.

Speaker: Das ist einfach erzählerisch gut gemacht gewesen, dieser Moment.

Speaker: Das stimmt schon.

Speaker: Und die Auflösung, also sprich, wo sich der Antagonist, dessen Namen wir niemals erfahren werden, sich da dann quasi erstmal hinzieht, nachdem er auf den armen alten Mann geschossen hat und sich dann erstmal eine Zigarette ansteckt, um zu warten, ob der Mann sich nochmal regt oder so.

Speaker: Dass sich dieser Film halt dafür auch die Zeit nimmt, fand ich auch wirklich toll.

Speaker: Ja, und ich war dann umso begeisterter, dass der alte Mann noch lebt und dann mit Gold zur nächsten Bank sich aufmachen kann und dieses Tal dann wieder verlässt.

Speaker: Und ich fand es dann auch nett, dass sie dann einfach wieder gezeigt haben, wie der Hirsch dann kommt, auch wenn es ein CGI-Hirsch war, das kann ich genauso bemängeln wie du, weil es halt einfach tatsächlich sehr unecht ausgesehen hat.

Speaker: Aber ansonsten fand ich es tatsächlich einfach sehr nett und deswegen rangiert diese Episode tatsächlich bei mir auf Platz 1, weil es mir glaube ich von allen Filmen tatsächlich so das meiste gegeben hat und auch an Schauwerten so ein bisschen gegeben hat.

Speaker: Ja, ich meine, das war auf jeden Fall so ein Tal.

Speaker: Man hat es gesehen, die Aufnahmen und hat sich im Grunde gewünscht, das da zu picknicken oder so.

Speaker: Das war schon sehr, sehr schön.

Speaker: Im Übrigen, und damit schlage ich jetzt auch schon die Brücke zu unserer letzten Folge, ist, was sich hier so ein bisschen durchzieht, tatsächlich, wir haben ja diskutiert in der letzten Folge, dass die Coen-Brüder dazu neigen, gerne sozusagen Leute, die andere umbringen oder den Tod in Person oder keine Ahnung was, in Schwarz zu kleiden.

Speaker: Und das sieht man so ein bisschen auch in den Kurzfilmen, die hier enthalten sind.

Speaker: Nämlich haben wir, ich meine, dass dieser Typ, der eben in den Rücken schießt, dass der, glaube ich, auch in schwarz gekleidet ist.

Speaker: Und in dem ersten Kurzfilm der Cowboy oder dieser Schützentyp, der Buster Strux letztlich abknallt, ist auch in schwarz, komplett in schwarz gekleidet.

Speaker: Und ich weiß gar nicht, ob es noch bei anderen, irgendwie bei der Kutsche oder so, aber es ist auf jeden Fall dieses, wir kleiden den Tod in schwarz, als roten Faden bei den Coenbrüdern, findet sich schon so ein bisschen wieder in den Kurzgeschichten.

Speaker: Auch wenn es nicht immer ein Garant ist.

Speaker: Weil nämlich, wir haben nämlich ja ziemlich genau, wo es nämlich auch auftaucht ist bei dem, dieses voll auf die Pfanne oder wie die heißt, bei diesem Banküberfall.

Speaker: Da ist nämlich die Person, die er, unser Protagonist sieht, als er aus der Bewusstlosigkeit aufwacht und sich auf einem Pferderücken kurz vorm Gehängtwerden wiederfindet.

Speaker: Die Person, die da vor ihm steht und ihm sagt, du bist jetzt hier zum Tode verurteilt, ist nämlich auch komplett in Schwarz gekleidet.

Speaker: Da funktioniert es zwar vielleicht nicht komplett, weil der ihn letztlich nicht hinrichtet, sondern selber abgeknallt wird, aber vom Prinzip her.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau.

Speaker: Dann haben wir jetzt über unsere zwei stärksten Episoden dieser Anthologie-Filme gesprochen.

Speaker: Was ist denn deine Schwächste?

Speaker: Also die, die für dich am schwächsten funktioniert hat.

Speaker: Also die beiden Schwächsten waren für mich tatsächlich die letzten beiden.

Speaker: Also einerseits dieses mit dieser Karawane, also keine Karawane, aber dieses... Ja, der Trail.

Speaker: Genau, genau.

Speaker: Und die Kutschfahrt, müsste ich mich festlegen, würde ich glaube ich tatsächlich am ehesten noch sagen, die Kutschfahrt.

Speaker: Krass.

Speaker: Weil ich irgendwie sagen muss, also ich könnte noch nicht mal mehr sagen, was da eigentlich Inhalt war.

Speaker: Also da ist einfach nichts hängen geblieben.

Speaker: Soweit ich weiß, ist es einfach nur eine Kutschfahrt und die reden ein bisschen miteinander.

Speaker: Und das...

Speaker: Hätt ich nicht gedacht, dass die tatsächlich bei dir auf dem letzten Platz landet.

Speaker: Ja, die Thematik ist irgendwie cool, ne?

Speaker: Weil es geht ja irgendwie um, ja, wir fahren jetzt ja alle in den Toten, sie haben keine Ahnung was, aber... Wollen wir mal gerade über die sprechen?

Speaker: Also, gerne mal.

Speaker: Ja, ja, können wir gerne machen, ja.

Speaker: Aber ich hab's ja nicht... Aber lass mal gerade machen.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Das Einzige, was ich halt dazu noch sagen kann, ist, siehst du mir halt, ich kann kaum was dazu sagen, weil sie mir kaum in Erinnerung geblieben ist.

Speaker: Und das ist ja so...

Speaker: Ich meine, das ist schon ein bisschen länger her, aber nichtsdestotrotz, das ist eigentlich schon per se meine Kritik an diesem Kutschfilm.

Speaker: Jan, wie siehst du das Ganze denn?

Speaker: Ich hab gedacht von wegen, wow, das muss jetzt eine Folge von Konstantin sein, weil halt, ne, es ist eigentlich ein Kammerstück.

Speaker: Es findet halt eigentlich nur in dieser Kutsche statt.

Speaker: Die Atmosphäre ist bedrohlich, leicht gruselig.

Speaker: Gleichzeitig haben wir da so Sachen drin wie surreale Gespräche, die so ein bisschen bekloppt anmuten und ein bisschen Situationskomik beinhalten.

Speaker: Gleichzeitig dann wieder Momente, die so richtig schön sind wie Brandon Gleeson, der dieses schöne Lied singt dann auf dem Weg.

Speaker: auf dem Weg quasi und man nach und nach eigentlich sich zusammen reimt, je dunkler die Fahrt wird, dass diese Kutsche nicht in ein normales Vor fährt, sondern quasi in, ja sagen wir mal, sagen wir mal vor das Himmelstor oder so.

Speaker: Und das hat mir tatsächlich, also mir gefällt diese Folge tatsächlich sehr gut, weil sie mir atmosphärisch sehr gut gefallen hat.

Speaker: Und Brandon Gleeson ist für mich sowieso immer so ein kleiner Pluspunkt dann.

Speaker: Das Grundsetting und die Atmosphäre fand ich auch gut.

Speaker: Mein Problem an der Sache ist, ich mag diese Kammerstücke ja dann, wenn sie es schaffen, trotz ihrer reduzierten Mittel irgendwie Spannung aufzubauen oder irgendwie zu überraschen.

Speaker: Und ich fand, dieser Kurzfilm, der plätscherte einfach so dahin und dann kamen wir halt an und gut war.

Speaker: Also ich glaube, der hätte für mich funktioniert, wenn er irgendein überraschendes Element gehabt hätte gegen Ende hin, wenn er irgendwas umgedreht hätte, wenn er irgendeinen Twist gehabt hätte oder jetzt muss ich mal ganz ein Twist gehen, aber du verstehst, was ich meine, so in die Richtung.

Speaker: Mein Problem mit dem Kurzfilm ist einfach nur, da kommt irgendwie nicht so viel dann anschließend und ja, das ist das, was Herbert mich so nicht so überzeugt hat.

Speaker: Ja, ich finde es hier halt mega spannend, weil, also ich fand es trotzdem spannend, weil man am Ende zumindest kurzzeitig, glaube ich, dem Zuschauer nochmal so ein bisschen überlässt, wo sie da jetzt genau gelandet sind.

Speaker: Weil auch die Person in der Kutsche vielleicht schon anfangen zu begreifen,

Speaker: So sieht es zumindest aus, so Richtung Ende hin, bevor sie aussteigen müssen, was gerade mit ihnen passiert ist.

Speaker: Und was ja auch angesprochen wird von einem der, ich nenne sie jetzt mal Sensenmänner, dass er das immer am angenehmsten findet, dieser kurze Moment, bevor die anfangen quasi zu, ja, genau zu wissen, was gerade mit ihnen passiert und dass man das dann halt auch im Film sieht, fand ich halt klasse.

Speaker: Und ich fand's halt wirklich gut, weil diese Kutsche dann trotzdem erstmal anhält und man steigt nochmal aus.

Speaker: Das fand ich halt spannend, ne?

Speaker: Also andererseits hätte ich jetzt erwähnt von wegen, okay, das endet irgendwie mit einer Höllenfahrt oder sowas in der Richtung.

Speaker: Eventuell, das hätte ja auch sein können.

Speaker: Dass diese ganzen drei Charaktere, die da drin sitzen, es irgendwie verdient hätten, vielleicht dann doch eher direkt in die Kreise der Höhle hinabzufahren.

Speaker: Mhm.

Speaker: Aber man steigt dann quasi da aus und ist dann in diesem Gasthaus, wo die ganzen reingehen.

Speaker: Ich fand auch dieses Türaufstoßen.

Speaker: Und dann wird dieser Raum plötzlich sehr groß, wo gerade die beiden Sensenmänner, also Brent Gleason und der Schauspieler, dessen Name ich leider nicht...

Speaker: die Leiche hochschleppen, die sie abgeholt haben, und man nicht ganz sicher ist von wegen, was ist es denn jetzt eigentlich?

Speaker: Dann steht man ja noch ein bisschen länger mit dem einen Schauspieler, der auch Insasse der Kutsche war, quasi vorne, der dem Kutscher hinterherguckt, wie der schon wieder zurückjagt.

Speaker: und sieht die gegenüberliegenden Häuser, die wirklich aussehen, als ob das Attrappen wären.

Speaker: Und das fand ich halt ganz cool.

Speaker: Und dann macht er die Tür auf, die Tür mit einem Teufels- und einem Engelsgesicht verziert.

Speaker: Und dann ist die Episode aus.

Speaker: Ich hab da trotzdem ziemlich viel Liebe für, für diese Episode.

Speaker: Mhm.

Speaker: Ja.

Speaker: Dann, deine Zweitschwächste war dann der Trail, ne?

Speaker: Genau.

Speaker: Da können wir ja auch noch drüber sprechen.

Speaker: Die Zweitschwächste war für mich der Trail.

Speaker: Tatsächlich, also die Kritik ist eigentlich eine recht ähnliche.

Speaker: Ja.

Speaker: Aus meiner Warte aus.

Speaker: Ich finde an sich so die ganze, der Verlauf hat mir da tatsächlich ein ganzes Stück mehr Spaß gemacht eigentlich.

Speaker: Mein Problem an der Sache war eigentlich nur, dass es im Endeffekt auf nichts hinausgelaufen ist.

Speaker: Also irgendwie die Frau, die komplette Familie der Frau und die Frau selber sind gestorben.

Speaker: Der Typ hat sich irgendwie, sie hat ihr ein Heiratsangebot gemacht und naja, das ist dann irgendwie doch nichts geworden und aus.

Speaker: Ja.

Speaker: Also irgendwie, ja, also, wie gesagt, wenn es am Ende auf irgendwas hinausgelaufen wäre, dann wäre ich voll fein damit gewesen.

Speaker: Aber ich finde dafür, dass der, auch dafür, dass halt der Film dann so lang ist,

Speaker: hat er erstaunlich wenig Ziel irgendwie und das ist, das fand ich dann irgendwie schade.

Speaker: Und das ist auch eigentlich, das ist auch schon alles, was ich im Film kritisieren würde, weil an sich die Einzelelemente waren schon okay, waren schon ordentlich und so.

Speaker: Aber ja, man kann sich so weit steuern, diese ganze Schlacht, dieses Gefecht mit den Indianern war so ein bisschen übertrieben.

Speaker: Aber das gehört ja irgendwie dazu, dieses Skurril und so.

Speaker: Aber ja, aber das war eigentlich schon.

Speaker: Also meine Kritik ist an sich eine sehr ähnliche.

Speaker: Wie sieht es bei dir aus?

Speaker: Was ist deine Ansicht dazu?

Speaker: Ich fand sie, ja, ich bin da ein bisschen zwiegespalten, weil ich eigentlich den Ansatz ganz cool fand, quasi auch diese Siedlersicht zu sehen.

Speaker: Also sprich, dieser

Speaker: Wir müssen jetzt von einem Ort zum anderen.

Speaker: Wir machen das logischerweise im Trail, weil wir dann sicherer sind vor Indigenen oder anderen Gefahren, die uns auf dem Weg begegnen.

Speaker: Und das quasi aus den Augen dieser Frau zu sehen, die ja erst noch mit ihrem Bruder reist.

Speaker: Der Bruder stirbt aber quasi auf der Reise und das ziemlich schnell an der Ruhe.

Speaker: Was ja irgendwie so, also ich finde, das war die realistischste Folge, die wir gesehen haben in dieser ganzen Anthologie-Serie, weil man sich so irgendwie so ein bisschen vorstellen konnte, ja, so könnte es gewesen sein.

Speaker: Und ja, das ist definitiv eine anstrengende Sache gewesen, wo man sich nicht sicher gewesen ist, ob man am anderen Ende ankommt.

Speaker: Wobei die eben nächsten Folge war auch recht realistisch.

Speaker: Das stimmt, ja, da hast du recht, ja.

Speaker: Genau, ähm, aber ich fand's tatsächlich auch ein bisschen schade, dass diese Folge nicht so ganz zu, ja, zu was führt, so wie du's quasi gesagt hast.

Speaker: Also ich hätt dann mir eher gewünscht, weil das schon in so vielen anderen jetzt dieser Episoden passiert ist, dass quasi diese, diese Folge vielleicht auch eher ein etwas freundlicher,

Speaker: fröhlicheres Ende nimmt, vielleicht auch, dass eine Charakterentwicklung der Frau passiert, die sich aber halt weiterhin in diesem Film halt leider nicht sehr entwickelt, was aber gleichermaßen ja witzigerweise ja auch eigentlich wieder realistisch ist, weil das halt einfach auch die Gegebenheiten der damaligen Zeit gewesen ist.

Speaker: Ja, also

Speaker: Was ich tatsächlich ganz witzig finde an dieser Frau als Person, also als Charakter, ist, sie ist so extrem unselbstständig und so extrem Männer, ähm, abhängig von Männern.

Speaker: Genau.

Speaker: Also ich finde, das ist schon fast eigentlich übertrieben,

Speaker: Also ich empfinde es als übertrieben, dass aber die Kritik an, wie war die Rolle der Frau damals, sehr offensichtlich wird, wie ich finde.

Speaker: Und deswegen fand ich eigentlich ganz, das klingt irgendwie komisch, aber ich fand es ganz stark, dass sie so ein schwacher Charakter ist.

Speaker: Also schwach im Sinne von so unemanzipiert, so sollte man es vielleicht eher sagen, so ein unemanzipierter Charakter ist.

Speaker: Fand ich ganz cool, weil dadurch, dass sie so extrem unemanzipiert war,

Speaker: das Problem nochmal sehr viel verdeutlicht hat.

Speaker: Weil ich glaube, ich meine, klar, Frauen hatten es jetzt nicht so einfach in der Zeit, aber ich glaube, es gab trotzdem schon sehr viel, ich sag mal,

Speaker: Frauen mit mehr Selbstbehauptung.

Speaker: Ohne dass du jetzt auch direkt eine Suffragette sein musstest oder so was in der Art.

Speaker: Ich glaube, das ist schon auch... Das fand ich im Prinzip ja ganz nett.

Speaker: Ich fand halt nur die Idee des Films, was das auf den Haus läuft, ist, wir haben dann diesen alten Typen, der mit einer schlechten Nachricht sich sozusagen seinem Kollegen nähert.

Speaker: Ich fand das halt ein relativ langweiliges Ende für das ganze Ding.

Speaker: Also...

Speaker: Da hätte ich es schon fast irgendwie, da hätte ich es schon fast ein runderes Ding gefunden, wenn sie ihn tatsächlich geheiratet hätte und es endet damit, wie sie irgendwie, keine Ahnung, sich ihre eigene Farm kaufen oder so.

Speaker: Dann wäre es zumindest einfach nur so ein Happy End.

Speaker: Dann wäre es einfach ein Happy End gewesen, hätte ich irgendwie runder gefunden als das, was jetzt so passiert ist.

Speaker: Weil es auch so ein unnötiger Tod war, ne?

Speaker: Dieses, ich meine ja, es ist natürlich auch dramatisch, aber...

Speaker: Also, hat mich nicht so ganz... Ich muss dazu sagen, das Drama hat mich tatsächlich abgeholt, weil ich mir einfach auch während des Films so gewünscht hätte, von wegen, hey, das klappt jetzt alles, und jetzt ist da dieser nette Cowboy, der auch wirklich lautere Absichten hat, und sich da so ein bisschen kümmert, und eventuell wird das was, und eventuell wächst sie auch da dran, und...

Speaker: Ja, und dann hat das Drama halt für mich trotzdem funktioniert, dass sie dann diese Knarre in die Hand gedrückt bekommt und dann leider dummerweise nicht lange genug wartet oder halt mal nachguckt.

Speaker: Ich meine, wenn sie am Ende vielleicht über diese Reise hinweg dann irgendwann doch sich tatsächlich emanzipiert hätte und gesagt hätte, nee, ich heirate jetzt nicht, ich mache das jetzt, ich regle das jetzt hier alles von eigener Faust, das wäre auch eine interessante Charakterentwicklung gewesen.

Speaker: Also dann sozusagen die Entwicklung von einem sehr abhängigen Menschen zu einem sehr selbstbestimmten Menschen.

Speaker: Das wäre auch wieder spannend gewesen.

Speaker: Aber ja, gut.

Speaker: Hätte man auch mit dem Stallburschen da machen können, der sie ja quasi führt, dem man ja das Geld schuldig ist quasi, dass sie sich ihm gegenüber quasi dann auch emanzipiert und sagt von wegen, ey, nee, den Deal hattest du mit meinem Bruder und du kriegst das und das, das ist dein Jax.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Also es hätte schon Möglichkeiten gegeben, das anders zu erzählen, aber ja.

Speaker: Und ich fand es halt wirklich traurig, dass dieser Film dann wirklich so endet, dass sie sich dann quasi in den Kopf schießt und ja, gleichermaßen hätte ich mir tatsächlich auch ein bisschen mehr gewünscht von dem...

Speaker: coolen, schweigenden Oldie zu sehen, der dann quasi die indigenen Urheilwohner aufs Korn nimmt dann.

Speaker: Mit einer Gelassenheit, die seinesgleichen sucht.

Speaker: Und das hat mir tatsächlich sehr gut gefallen.

Speaker: Das ist wieder so ein cooles Moment gewesen, den ich in Western sowieso generell ganz toll finde.

Speaker: Und bei dem Charakter hat das natürlich dann auch wie auf die Faust, wie die Faust aus Auge gepasst.

Speaker: Genau.

Speaker: Gut, und dann bleiben uns ja jetzt nur noch zwei Episoden, über die wir sprechen können, die sich ja dann vermutlich bei uns beiden dann einfach so im netten Mittelfeld bewegen.

Speaker: Und zwar die Auftaktepisode The Ballad of Buster Scruggs, bei der viel gesungen wird.

Speaker: Ja.

Speaker: Die mir jetzt im zweiten Durchgang auch tatsächlich trotzdem sehr gut gefallen hat, weil mir im ersten Durchgang, glaube ich, nicht so ganz klar geworden ist, dass wir die erste Episode quasi durch die Augen eines Psychopathen sehen.

Speaker: Ja.

Speaker: Zumindest interpretiere ich die Folge jetzt inzwischen so, was ich ganz lustig finde.

Speaker: Also Psychopath hätte ich ihn jetzt tatsächlich nicht genannt.

Speaker: Der ist ein Psychopath, tut mir leid.

Speaker: Ja, er ist sicherlich nicht normal.

Speaker: Er schießt Leute und er ist ein kleiner Sadomaso.

Speaker: Ich meine, der knallt die Leute ab.

Speaker: Aber dann sind ja alle Kopfgeldjäger im Wilden Westen Psychopathen.

Speaker: Ach der ist.

Speaker: Also ich sag mal so, was ich an der Folge halt so ein bisschen nervig fand, war halt das Gesinge.

Speaker: Okay.

Speaker: Dabei fand ich es tatsächlich nicht überbordend.

Speaker: Ich stehe nicht auf Musicals, ne?

Speaker: Also musst du dazu sagen.

Speaker: Ja, ich auch nicht an sich.

Speaker: Aber es war halt einfach, es ist nicht meine Musik.

Speaker: Ich konnte ihm einfach nicht so wirklich was abgewinnen.

Speaker: Was ich aber witzig fand oder was ich ganz cool fand, war natürlich, dass er mit seinen Gesangseinlagen...

Speaker: immer sofort eingestiegen ist auf das aktuelle Geschehen oder auf, das war immer ein Kommentar an den umstehenden Personen.

Speaker: Das hat sehr gut funktioniert.

Speaker: Und was mir auch Spaß gemacht hat, ist die Tatsache, dass der Typ halt total hochgestochen spricht.

Speaker: Und das halt in der Regel mit Leuten, die dem ja fast schon nicht folgen können oder die jedenfalls sich eines sehr viel schlichteren Vokabulars bedienen.

Speaker: Das führt halt wieder zu so einem skurrilen Kontrast, der halt irgendwo ganz witzig ist.

Speaker: Beziehungsweise diese extrem überbordende, unrealistische, aber halt lustige Gewalt.

Speaker: Also wie ich schieße den Leuten einen Finger einzeln ab oder ich trete auf dieses Brett auf dem Tisch, das geht gegen die Hand des Typen, der sich dann versehentlich selbst erschießt und das natürlich direkt dreimal.

Speaker: Ja, also wenn man sowas mag, dann ist ich fand es sehr lustig.

Speaker: Aber das mag auch nicht jedermanns Sache sein, aber ja.

Speaker: Gleichzeitig aber, wie gesagt, wegen dieses Gesangs wäre das so was.

Speaker: Also da würde ich mir keinen Film in Vollzeit wünschen.

Speaker: Ich bin da ein bisschen lockerer, weil ich ja auch Johnny Cash Fan teilweise bin.

Speaker: Dementsprechend kann ich mir sowas eigentlich ganz gut anhören.

Speaker: Das, was ich aber tatsächlich auch ganz cool fand, vielleicht noch so ein paar kleine Details, zum Beispiel am Anfang der Story, wo er in diese erste Bar geht, um da Pause zu machen, die ja einfach mitten im Nirgendwo aufgebaut ist, was irgendwie so wieder so ein bisschen an abstrakte Sachen wie Lucky Loop Comics erinnert.

Speaker: Ja, auch von der Aufmachung her sieht der ja schon so aus, wie so eine Comicfigur.

Speaker: Auf jeden Fall, genau.

Speaker: Also er hätte nur noch so einen Strohhalm und seinen Pferd Jolly Jumper nennen können und dann wären wir quasi bei Lucky Luke gewesen und das hat mir tatsächlich sehr gut gefallen und auch so, also es hat so einen kleinen Nostalgiefaktor, finde ich.

Speaker: Ja, und die Szene in der Bar, wo er erst den Pokerspieler da abfertigt und dann fangen alle Leute an zu singen mit ihm und alle feiern ihn, während der Bruder des Getöteten quasi da sitzt.

Speaker: Da kann mal jemanden gucken, der ist tot und dann trauert er da so rum.

Speaker: Also es ist

Speaker: Herrlich, genauso wie der Shootout am Ende, wo er dann mit dem Spiegel halt da sein Final macht von wegen, dass er da nicht zu fancy quasi den bleibenden Schuss macht dann.

Speaker: Ja, und wie gesagt, an der Episode hat mich tatsächlich dann sehr überrascht, dass Buster Scruggs dann halt drauf geht am Ende.

Speaker: Was aber gut ist, weil Psychopathen gehören nicht ins freie Leben, möchte ich nur so sagen.

Speaker: Ist der andere, denn deiner Meinung nach so viel besser ist doch eigentlich vom Gleichen.

Speaker: Ja, weil der hat den einen Psychopathen fertig gemacht und der hat schöner gesungen.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Danach bemisst sich das dann.

Speaker: Verstehe, verstehe.

Speaker: War aber schon süß gemacht.

Speaker: Also ich fand das schon goldig, wie Buster Scruggs dann quasi so als Engel mit einer Harfe dann quasi in den Himmel einzieht und beide singen.

Speaker: Das war halt dann das letzte Körnchen on top, was halt so übertrieben war.

Speaker: Ja, aber ich fand's schon goldig, muss ich sagen.

Speaker: Was mir sehr gut gefallen hat an der Folge oder an dem...

Speaker: Kurzgeschichte ist noch, dass Buster Scruggs halt die ganze Zeit mit den Zuschauern auch spricht.

Speaker: Also dieses Durchbrechen der dritten Wand.

Speaker: Ich mag es immer, wenn das passiert, wenn das gemacht wird.

Speaker: Und deswegen fand ich es auch ganz nett hier.

Speaker: Fand ich auch gut.

Speaker: Nicht, dass es immer gut wäre.

Speaker: Vor allem, weil das hier auch wieder sehr gut eingesetzt ist.

Speaker: Es ist kein, ähm, haha, ich spreche jetzt mit euch durch die Wand durch, also mit euch quasi als Zuschauer, sondern es wirkt so schön natürlich.

Speaker: Noch ein bisschen natürlicher, find ich, wie bei einem Deadpool tatsächlich, weil das auch ein ganz guter Vergleich ist.

Speaker: Aber Tim Blake Nelson als nettem Cowboy, der einem eine Geschichte erzählt, hört man doch gerne zufällig.

Speaker: Die letzte Episode, über die wir jetzt noch sprechen, ist quasi, boah, ich hab schon wieder vergessen.

Speaker: Voll auf die Pfanne.

Speaker: Voll auf die Pfanne, genau, auf Deutsch.

Speaker: Und da haben wir ja, wie heißt er noch?

Speaker: Franco, James Franco?

Speaker: Wenn es der James ist, aber ja, ich glaube, es ist James Franco.

Speaker: Keine Ahnung, es ist auf jeden Fall einer von den Frankos.

Speaker: Und die Episode ist ja, glaube ich, die, ja, ich würde schon sagen, es ist die schwarzhumorigste.

Speaker: Also von denen.

Speaker: Ja, also ich muss tatsächlich sagen, für mich steht die tatsächlich so von der Wertung her tatsächlich an zweiter Stelle.

Speaker: Also mir hat die sehr gut gefallen, insbesondere beim zweiten Mal gucken.

Speaker: Weil ich bei der finde, dass die ein sehr rundes Ding ist.

Speaker: Erstens, weil sie so schwarzhumorig ist.

Speaker: Und das schwarzhumorige kommt bei mir immer gut an.

Speaker: Aber ich fand auch dieses Prinzip, dieses Typen, bei dem er irgendwie alles schief läuft und der immer wieder in Situationen gerät, wo er theoretisch sterben könnte, sollte.

Speaker: Das fand ich eigentlich ein cooles Prinzip.

Speaker: Das wäre sowas, wo ich mir tatsächlich gewünscht hätte, das als kompletter Film, wo das die ganze Zeit passiert,

Speaker: Fände ich cool.

Speaker: Insbesondere diese eine Szene, wo er dann das zweite Mal am Galgen ist und der eine fängt an zu heulen, weil er weiß, er wird jetzt gleich geheimt.

Speaker: Und er fragt ihn nach, das ist das erste Mal.

Speaker: Das fand ich halt echt, das fand ich witzig.

Speaker: Also es hat mir gut gefallen.

Speaker: Ist es, genau.

Speaker: Ich glaube, zu der Episode habe ich sonst auch gar nichts großartig zu sagen.

Speaker: Klar, also der kleine Shootout in der Bank ist halt lustig.

Speaker: Ist auch überkehltiv.

Speaker: Ja, dann dieser Indianerüberfall, der ihn quasi, ja, quasi rettet.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann quasi, ja, von diesem Typen gerettet zu werden, der diese Rinderherde eigentlich geklaut hat und sich dann verpisst nach dem...

Speaker: Ja, also es ist schon lustig.

Speaker: Mich hatte tatsächlich auch an dieser Episode tatsächlich wieder leicht zum Schmunzeln gebracht, nämlich das Ende, wo er ja dann den Sack übergezogen bekommt.

Speaker: Kurz vorher sieht er dieses Mädchen, was ihn anlächelt.

Speaker: Und man denkt sich so, alles klar, es könnten jetzt eventuell noch weitere 10 Minuten Filme auf uns zukommen, aber nein.

Speaker: Man hört nur noch, wie der Galgen geht.

Speaker: Kurze Schwarzblende und dann sind wir schon wieder bei einem Buch und das fand ich tatsächlich dann schon leicht zum Schmunzeln, dass sie die Folge tatsächlich einfach so zum Ende gebracht haben.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Dementsprechend kann man sagen, diese Film-Anthologie ist ein rundes Produkt mit für jeden, glaube ich, was dabei.

Speaker: Also Drama, Komödie, Schwarzhumor und auch definitiv tolle Bilder und ich finde, wie gesagt, sehr viel Atmosphäre und auch

Speaker: halt dieser nostalgische, vielleicht ein bisschen märchenhafte, verklärte Blick auf den Western an sich, finde ich, ist sehr schön eingefangen und dementsprechend von mir aus auf jeden Fall eine Sehempfehlung.

Speaker: Was ich noch sagen würde zu dem Gesamtding, also zu der Veröffentlichung als ein Film, finde ich es vielleicht auch insofern ein bisschen ungünstig, als dass vielleicht manch einer da reinschaltet, sich vielleicht den ersten Film anguckt und vielleicht auch noch den zweiten und dann aber sagt, boah, ne, ist mir alles viel zu albern und wegschaltet.

Speaker: Und das, obwohl vielleicht einer der ein bisschen ernsteren Kurzgeschichten so einer Person ja vielleicht doch ganz gut gefallen würde.

Speaker: Ja.

Speaker: Ähm, dementsprechend wer auch immer das jetzt irgendwie sich hört und dann reinguckt und dann halt vielleicht findet, oh, es ist mir zu blöd, bleibt vielleicht mal dran oder skippt vielleicht zur nächsten Geschichte vor, wenn ihr die, die ihr sagt, wenn ihr es gar nicht ertragt, ähm, weil sich das vielleicht trotzdem auch lohnt.

Speaker: Ähm, ich sag das nur deswegen, weil ich hatte dem, ähm,

Speaker: Film, oder auch mal angefangen mit meiner Freundin zu gucken.

Speaker: Und meine Freundin hat es halt, also die hat auch glaube ich nur die ersten beiden gesehen und weiter wollte sie dann auch gar nicht mehr sehen, weil sie das überhaupt nicht abgeholt hat.

Speaker: Ja, das nur so als kleines Caveat.

Speaker: Ja, ansonsten Honorable Mentions.

Speaker: Du hast eben ja schon so ein bisschen andere Western genannt, wie irgendwie Django Unchained oder so, klar.

Speaker: Oder, gut, Dinge von den Co-Ellenbrüdern sind ja auch irgendwo naheliegend.

Speaker: Ja, hatten wir ja wie in der letzten Episode quasi ja schon so ein bisschen angesprochen.

Speaker: Genau.

Speaker: Jo.

Speaker: Deswegen würde mir jetzt auch... Nee, tatsächlich nicht.

Speaker: Also ich meine, klar, man könnte jetzt auf die Nostalgie-Western noch aufspringen, aber ich finde, das passt hier tatsächlich auch nicht so dazu, weil es einfach nochmal eine andere Herangehensweise ist.

Speaker: Ansonsten, wer einen coolen Western sehen müsste, der absolut ganz wenig Humor hat und unfassbar viel Goar, der kann sich gerne Bone Tomahawk angucken.

Speaker: Ja, das ist schon Genre-Technisch ganz anders.

Speaker: Das ist ein wilder Genre-Mix.

Speaker: Das ist der beste Western-Horror, den ich jemals gesehen habe in meinem Leben.

Speaker: Kennst du so viele Western-Horror?

Speaker: Nee, tatsächlich nicht.

Speaker: Aber ich glaube, das ist dann auch der beste, der jemals gemacht worden ist.

Speaker: Dann ist es vielleicht auch gar nicht so schwer, wenn du nicht viele kennst.

Speaker: Hast du den schon mal gesehen?

Speaker: Du hast es mir sogar ausgeliehen, deswegen habe ich ihn gesehen.

Speaker: Ah, cool, ja.

Speaker: Ja, cool.

Speaker: Aber der war doch gut, oder?

Speaker: Ja, also, tatsächlich, ich kann mich so gut gar nicht mehr daran erinnern.

Speaker: Das, woran ich mich am besten erinnern kann, ist dieses komische Geräusch, was diese Kannibalenmenschen da drin gemacht haben.

Speaker: Und ich war dann irgendwann mal unten am Rhein unterwegs und da gab es Wildgänse.

Speaker: Und irgendeine von diesen Wildgänsen hat genau dieses Geräusch gemacht.

Speaker: Unangenehm.

Speaker: Ja, ich wollte gerade sagen, diese Assoziation dieser Kannibalen war dann sofort geweckt.

Speaker: Ja, es war ein bisschen gruselig.

Speaker: Direkt die Beine in die Hand nehmen und weg will laufen von den Gänsen.

Speaker: Wer weiß, was die mit einem anstellen.

Speaker: Na ja, gut, dann sind wir am Ende der heutigen Episode angelangt.

Speaker: Wir bedanken uns fürs Zuhören und freuen uns, wenn ihr auch das nächste Mal wieder dabei seid.

Speaker: Wenn es wieder heißt, Synchronklappe, viel Meinung und wenig Ahnung.

Speaker: Bis dann.

Speaker: Jawohl.

Speaker: Tschüssi.

Speaker: Tschö.

Speaker: Das war die 56.

Speaker: Episode von Synchron Klappe.

Speaker: Die Musik ist wie immer lizenziert über Epidemic Sound.

Speaker: Dieses Mal zu hören Dark Tavern von Walt Adams sowie Transmission Road von Nelonia.

Speaker: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Episode.

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