Transcript
Speaker: Ladies and Gentlemen, herzlich willkommen zurück zu einer weiteren Folge Synchronklappe nach einer dreiwöchigen Pause.
Speaker: Nein, es sind sogar vier Wochen, weil diese Folge kommt ja erst nächste Folge raus, jetzt wo wir sie hochladen, weil das hier ist ja auch ein Hobbyprojekt und ich werde mich hier absolut nicht stressen für euch.
Speaker: Kleinen, super süßen Zuckermäuse.
Speaker: Weird.
Speaker: Klasse.
Speaker: Heute sprechen wir über einen Film, den ich zu einem meiner Favoriten zählen würde, den ich tatsächlich immer wieder gerne gucken kann.
Speaker: Wo ich aber auch gemerkt habe, ich kenne ihn inzwischen in- und auswendig.
Speaker: Wir sprechen heute über No Country for Old Men.
Speaker: Eine Frage.
Speaker: Was ist das Höchste, das Sie je beim Münzerwerfen verloren haben?
Speaker: Na ja, ich wüsste wissen, was ich dabei gewinnen kann.
Speaker: Alles.
Speaker: Sagen Sie's einfach.
Speaker: Frendo.
Speaker: Llewellyn, was ist denn in der Tasche da?
Speaker: Jede Menge Geld.
Speaker: Er ist nur ein Typ, der mein Geld gefunden hat.
Speaker: Das gefällt mir nicht, Llewellyn.
Speaker: Schöne Schweinerei, oder Sheriff?
Speaker: Wenn es noch keine wäre, wird es nicht mehr lange dauern.
Speaker: Hallo, willkommen zurück.
Speaker: Es ist immer ein bisschen lustig, wenn ich diese Kunstpause einlege.
Speaker: Ja, man weiß aber nicht, wie lange man anhält, damit der Trailer Zeit hat.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Wir warten jetzt einfach so diese drei Minuten Kunstpause.
Speaker: Genau.
Speaker: Tommelie Jones, Javier Badem, Josh Brolin von 2007 von den Coen-Brüdern.
Speaker: Und ich meine, ihre erste Verfilmung einer literarischen Vorlage.
Speaker: Ja, ist die erste richtige Literaturverfilmung quasi von ihnen.
Speaker: Ja, No Country for Old Men.
Speaker: Wie gesagt, einer von meinen Favoriten.
Speaker: Ich mag diesen Film.
Speaker: Magst du ihn auch?
Speaker: Ja, cool.
Speaker: Dann vielen Dank für's.
Speaker: Steigen wir ein ins Kurzfazit.
Speaker: Ja, also ich würde diesen Film, ich fange jetzt einfach mal direkt an, weil ich so auf Kaffee... Du bist so im Flow.
Speaker: Ja, ich bin so im Flow.
Speaker: Ich würde diesem Film tatsächlich einfach eine schöne, solide 9 von 10 Punkten geben, weil ich finde diesen Film tatsächlich so gut, wie er ist.
Speaker: Meisterwerk wäre jetzt übertrieben oder so, aber ich finde, er macht Spaß zu gucken und er macht auch Spaß immer wieder zu gucken.
Speaker: Genau, deswegen 9 von 10, alles weitere im Spoiler-Talk, Konstantin.
Speaker: Ja, ich will es auch nicht zu lang machen.
Speaker: Ich habe den Film auch vor Jahren das erste Mal gesehen und alles, was ich noch wusste, war, dass ich ihn gut fand, aber ansonsten konnte ich mich überhaupt nicht daran erinnern.
Speaker: Deswegen war es auch ganz passend, den jetzt nochmal nachzugucken.
Speaker: Und jetzt, wo ich ihn nochmal geguckt habe, bleibe ich grundsätzlich bei meiner Wertung, dass ich ihn auch immer noch gut finde.
Speaker: Ich bin nicht ganz so uneingeschränkt positiv wie Jan.
Speaker: Insbesondere, weil ich die Kritik teile, die auch viele andere dem Film vorwerfen.
Speaker: Nämlich, dass der Film gegen Ende hin so ein bisschen zerfasert.
Speaker: Aber davon mal abgesehen ist der Film erstens super spannend, er ist was die Dialoge auch angeht super kreativ, er macht Spaß, er hat Humor, er ist actiongeladen, also der macht schon Spaß und deswegen habe ich ihm in meiner Wertung so eine 8 von 10 gegeben.
Speaker: Er hätte eine 9 von 10 sein können, wie gesagt, wenn das insgegen Ende nicht so zerfasert wäre.
Speaker: Alles weitere dann im Spoiler-Part, aber ja, nichtsdestotrotz ein absolut solider Film.
Speaker: Auch die schauspielerischen Performances fand ich super.
Speaker: Ja, viel zu meinem Kurzfazit.
Speaker: Cool.
Speaker: Achtung, 3, 2, 1.
Speaker: Schick.
Speaker: Im Spoilertag.
Speaker: Es ist so die erste Folge nach dieser Pause.
Speaker: Und es fühlt sich gerade so an, als würde ich mich so komplett durchrushen.
Speaker: Lass mal schnell alles durchhämmern hier im Kurzfazit.
Speaker: Naja.
Speaker: Ich liebe Josh Brolin.
Speaker: Habe ich das schon mal gesagt?
Speaker: Josh Brolin ist einer meiner absoluten derzeitigen Lieblingsschauspieler, die ich tatsächlich so, so, so, so gerne auf der Leinwand sehe.
Speaker: Ähm...
Speaker: Ja, und deswegen finde ich es unsagbar auch gut in diesem Film, dass er da die, also eine der ertragenden Rollen spielt.
Speaker: Wobei er hat einen megacoolen Namen, ne?
Speaker: Ist mir jetzt gerade so aufgefallen, weil ich den Film jetzt das erste Mal auch auf, im englischen Original geguckt habe.
Speaker: Und Lou Ellen Moss.
Speaker: Und Lou Ellen, das klingt so wie so ein walisischer Name, ne?
Speaker: Also auch von dem Schreibstil her.
Speaker: Ich sehe es nur gerade vor mir geschrieben auf der IMDb-Seite und finde es super komisch geschrieben ist.
Speaker: Und ja, es sieht irgendwie so, wie man irgendwie walisische Namen oder derartiges kennt von der Schreibweise her.
Speaker: Aber keine Ahnung, wo der Name tatsächlich herkommt.
Speaker: Also das, was mir auf jeden Fall an diesem Film Spaß macht.
Speaker: Erstens, ich bin jetzt nicht der Hardcore-Western-Fan, aber ich mag den Ansatz, den man ja beispielsweise auch in Tarantino-Filmen hatte.
Speaker: Zum Beispiel in Kill Bill Volume.
Speaker: also gerade Volume 2, auch ansatzweise in Volume 1, diese Vermischung aus westernartigem Style, so würde ich es vielleicht umschreiben, das liebe ich tatsächlich im Film.
Speaker: Und wir sehen ja hier quasi auch so einen kleinen
Speaker: Neowestern, ne?
Speaker: Ich glaube, das ist so die gute Bezeichnung dafür oder die offizielle Bezeichnung für diese Art von Film.
Speaker: Also ich weiß nicht, ob es die Bezeichnung gibt oder ob es die offizielle Bezeichnung ist, aber Neowestern passt, glaube ich, sehr gut darauf.
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Und gleichzeitig ist das Ding ja erstens unfassbar teilweise so ein bisschen nostalgisch, melancholisch, äh,
Speaker: Auf jeden Fall die gesamte Grundstimmung des Films und darauf will ich hinaus, die gefällt mir super gut und das passt auch zu dem Style und zu der generellen Geschichte.
Speaker: Das ist sowas, was für mich diese großen Pluspunkte an diesem Film macht.
Speaker: Mhm.
Speaker: Also ich habe eben schon gesagt, ich finde den Film halt einfach generell, es ist so eine Verfolgungsjagd eigentlich über so, ja, eigentlich ist der Film eine Verfolgungsjagd.
Speaker: Ja, für Katzmausspiel, ja.
Speaker: Genau.
Speaker: Und das ist einfach solide und spannend gemacht.
Speaker: Aber das große Highlight für mich sind eigentlich die Charakterzeichnungen und die Dialoge.
Speaker: Und mein absolutes Halt ist dabei insbesondere eigentlich jede Szene mit Javier Bardem.
Speaker: Ja.
Speaker: Weil der fesselt einen einfach.
Speaker: Also ich finde, das ist so eine Mischung aus... Ich meine, er ist offensichtlich auch in dem ganzen Sprachduktus.
Speaker: Er ist offensichtlich irgendwie ein in irgendeiner Form gebildeter Mensch.
Speaker: Er ist gleichzeitig super unemotional und irgendwo brutal.
Speaker: Er hat irgendwie diese eigenen Prinzipien, denen er treu ist.
Speaker: Und man findet es...
Speaker: Als Zuschauer finde ich total, also ich fand es jedenfalls als Zuschauer total spannend, irgendwie rauszufinden oder nachzuvollziehen, wie genau funktionieren eigentlich seine Prinzipien.
Speaker: Und ich finde die Tatsache, dass er diesen Prinzipien so rücksichtslos treu bleibt, das finde ich eigentlich das Spannende an diesem Charakter.
Speaker: Und die Spannung, die er dadurch in jede menschliche Interaktion bringt, in der er involviert ist.
Speaker: Und das war also wie gesagt jede Szene in der er auf irgendwen trifft, also zum Beispiel die Szene wo er auf diesen Tankstellen Mitarbeiter trifft, ist einfach immer gekennzeichnet einerseits durch so eine Anspannung, klar, weil immer die Gefahr ist, dass er die Leute umbringt.
Speaker: Aber auch gleichzeitig und so, es hat schon fast schon humoristische Züge, weil irgendwie die Dialoge, die sich da entspinnen, auch immer sowas Abstruses haben.
Speaker: Und das ist auch das, was das Ganze so ein bisschen Tarantino-esk wirken lässt, auch wenn es nicht das Humor-Level eines Tarantinos oder vielleicht auch eines Guy Ritchie zum Beispiel, weil der ja auch so ein bisschen in die Schiene geht.
Speaker: Dieses Humorlevel erreicht es nicht.
Speaker: Soll es auch nicht.
Speaker: Aber, ja, ja, ja, das ist auch kein, aber ich meine so als Vergleich.
Speaker: Aber es geht schon in diese Richtung.
Speaker: Es hat so dieses, ja, dieses komische, dieses eigenartige, was so ein befremdliche, was dann halt diesen, ja,
Speaker: leicht humorösen Effekt hat.
Speaker: Ich würde es beschreiben als Situation wie ein Autounfall, weißt du?
Speaker: Also man kann nicht weggucken.
Speaker: Also es ist auch kein, ähm, unangenehmer Humor, also wie, wie, ähm, wie Cringe, sagen wir es so.
Speaker: Ja, ja, genau, ja.
Speaker: Ähm, sondern es ist mehr so, ähm... Man kann vor Entsetzen quasi nicht ganz weggucken, weil man nicht weiß, was der Psychopath als Nächstes jetzt gleich tut.
Speaker: Und, ähm, ja, ich würde da direkt einhaken.
Speaker: Raffiabard Demms Rolle auch absolut großartig, wie er diesen Psychopathen spielt.
Speaker: Das macht auch unfassbar viel Spaß.
Speaker: Ich glaube, am genialsten ist einfach schon sein Einstieg am Anfang des Films, wo er quasi in dieser Polizeizelle eigentlich arrestiert ist und sich im Hintergrund aus den Handschellen befreit und den armen Polizisten erwürgt.
Speaker: Und man sieht diesen Gesichtsausdruck von ihm, die weit aufgerissenen Augen und wie er seine Handschellen immer tiefer in die Gurgel des Polizisten rammt.
Speaker: Es ist herrlich, da weiß man schon, in welche Richtung dieser Film geht.
Speaker: Und das gefällt mir halt super gut, weil, wie gesagt, der Humor entsteht ja einfach so ein bisschen aus der Situation heraus, weil da normale Menschen mit jemandem interagieren, der halt in Anführungszeichen kein normaler Mensch ist oder halt auf Geflogenheiten des normalen Menschseins halt kein Pfifferling gibt.
Speaker: Und das macht das Ganze dann halt so lustig.
Speaker: Und ich meine, es ist Javier Bardemps,
Speaker: Erste große Hauptrolle im amerikanischen Kino tatsächlich.
Speaker: Ich meine, danach ging es... Er hat davor schon sehr viele spanischsprachige Filme gedreht.
Speaker: Und ich glaube, New Country for Old Men ist tatsächlich der erste richtige amerikanische Film, wo er eine Hauptrolle bekommen hat.
Speaker: Und danach ging es dann steil bergauf auch in Amerika.
Speaker: Und nur weil das gerade so gut passt, auf Arte gibt es momentan abrufbar auf YouTube eine ganz tolle Doku über Javier Bardemms Schauspielleben.
Speaker: Fand ich ganz toll.
Speaker: Hab ich geguckt und kann die nur wärmstens weiterempfehlen.
Speaker: Ein ganz toller Typ.
Speaker: Genau, Josh Brolin, kommen wir vielleicht gerade kurz auf den zurück, auch dem seine Rolle, wie gesagt, als Luellen Moss.
Speaker: Josh Brolin spielt einen Josh-Bowlin-Charakter, finde ich.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: So einen hartgesottenen Zähnenkerl.
Speaker: Mir gefällt auch sein Einstieg in die Story so gut, wie er da gerade auf der Jagd ist.
Speaker: Mir gefällt auch...
Speaker: Das passt schon wieder zur Atmosphäre des Films.
Speaker: Es passiert auch sehr viel, ohne dass gesprochen wird, sondern sehr viel über einfach nur ruhige Kameraeinstellungen und sehr viel Bildsprache, wo man sich auch als Zuschauer einfach so ein bisschen genauso wie Josh Brolins Charakter Llewellyn Moss sich quasi so zusammenreimt, was gerade passiert ist.
Speaker: Und dann fiebert man einfach nur noch mit.
Speaker: Und ich finde, das funktioniert in diesem Film richtig gut.
Speaker: Und Josh Brolin trägt das Ganze auch sehr gut.
Speaker: Also man fiebert mit ihm mit, meiner Meinung nach.
Speaker: Ja, also das auf jeden Fall.
Speaker: Auch wenn ich sagen muss, ich bin jetzt nicht so ganz so ein Josh-Brolin-Fan wie du.
Speaker: Das liegt aber auch einfach daran, dass bei mir diese zähnharten Hunde irgendwie so als Charakter nicht ganz so, ja, wie soll ich sagen, nicht so auf Sympathie treffen.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich meine, ich hatte auch nichts gegen ihn oder so, aber er war halt so ein bisschen, ja.
Speaker: Also ich glaube, ich würde es nur gerade ganz romantisch beschreiben.
Speaker: Ich glaube, mein Herz hatte er bei Sicario.
Speaker: Ja, gut.
Speaker: Da hatten wir aber schon gesagt, dass der Film mich nicht so erreicht hat.
Speaker: Ja, ich weiß, ich weiß, ich weiß.
Speaker: Aber in Dune hat er mir auch gefallen.
Speaker: Aber man merkt auch, dass die Rollen, die er spielt, das sind momentan halt noch eher die klassischen harten Hunde.
Speaker: Also da gebe ich dir definitiv recht.
Speaker: Ja.
Speaker: Ähm, was ich aber mochte gerade am Anfang ist, dass er uns dargestellt wird als jemand, der schon, ich sag mal, was drauf hat, also der viel irgendwo Erfahrungswerte hat und so, also der eine besondere Beobachtungsgabe hat und sowas, also das fand ich schon, das hat ihn auch faszinierend gemacht.
Speaker: Ähm,
Speaker: Beziehungsweise auch später, ich meine, er dafür, dass man ja, denke ich mal, davon ausgehen kann, dass er sich in einer Situation befindet, in der er sich nicht für gewöhnlich, ich sag mal, die außerhalb seiner gewöhnlichen Erfahrungswerte ist, stellt er sich richtig ganz blöd an.
Speaker: Oder er stellt sich eigentlich recht geschickt an, muss man eigentlich sagen.
Speaker: Also finde ich jedenfalls.
Speaker: Also er ist schon kreativ, wie er irgendwie den Koffer dann im Hotelzimmer versteckt und so.
Speaker: Also für jemanden, der mit sowas noch nie zu tun hatte,
Speaker: macht er das schon eigentlich nicht schlecht, dass es dann trotzdem im Endeffekt jetzt nicht so nach Plan läuft, ist halt irgendwo eine andere Sache.
Speaker: Aber ja, trotzdem, deswegen fand ich das auch spannend, ihm zuzusehen, auch einfach, weil er halt kreative Ideen hatte, wie er vorgeht und das einfach, ja, auch das hat das Ganze irgendwie spannend gemacht, finde ich.
Speaker: Ja, und ich finde, nachdem man am Anfang dann halt sieht von wegen, okay, er kümmert sich jetzt erstmal nicht um den Typen im Auto, der da angeschossen steht, sondern macht sich erstmal auf die Suche nach dem Kurier, der die Tasche voll Geld hat, weil der muss ja irgendwo noch rumhängen, wenn so eine Drogenübergabe schief geht.
Speaker: Ich finde, das, was ihn dann ja schlussendlich dann trotzdem so ein bisschen nahbar macht, ist, dass er sich ja dann am Abend trotz allem auf den Weg macht, um dem...
Speaker: äh, Typen dann sein Wasser zu bringen, was halt zu spät ist, aber, äh, schlussendlich, äh, bringt das ja dann trotzdem so ein bisschen die Sympathie mit, ne, dass man dann nicht nur mit jemandem zu tun hat, der jetzt gerade auf sein Eigenwohl bedacht ist, sondern der sich auch, äh, Gedanken macht, was erstens dieses Geld für ihn und seine Frau bedeuten könnte, weil ich meine, den beiden geht's ja finanziell jetzt nicht gerade, glaub ich, äh, so richtig gut,
Speaker: Er ist ja auch Vietnam-Soldat gewesen, oder Veteran gewesen, was man ja auch im weiteren Verlauf des Films merkt.
Speaker: Deswegen liegen vielleicht auch da so ein bisschen mehr die Findigkeiten, wie er gerade so mit bestimmten Situationen umgeht.
Speaker: Genau, und gleichzeitig aber auch, dass da anscheinend doch auch so ein kleiner guter Kern auch drin schlummert dann.
Speaker: Fand ich ganz nett.
Speaker: Dass der Film am Anfang von, oder beziehungsweise, dass der Film teilweise von Tommy Lee Jones erzählt wird aus dem Off als der alternde Sheriff, der nur in Ansätzen quasi mit dem ganzen Prozedere zu tun hat, das dann sich im weiteren Verlauf des Films ergibt.
Speaker: Finde ich auch ein cooler Kniff, tatsächlich, weil schlussendlich ist das ja auch ein Film, dessen Titel ja daher rührt, weil wir ja gerade ihn auch aus den Augen eines Tommy Lee Jones teilweise erkennen dürfen.
Speaker: Also als jemanden, der das quasi mehr nur als Beobachter mitbekommt, der nicht großartig eingreifen kann oder nicht mehr großartig das Gefühl hat, eingreifen zu können.
Speaker: Das fand ich halt zum Beispiel auch ganz spannend.
Speaker: Wobei, weil du jetzt den Titel ansprichst, ich hatte irgendwo gelesen, dass der Titel aus irgendeinem Gedicht oder sowas stammt.
Speaker: Ich weiß nur jetzt nicht mehr genau, was genau es war.
Speaker: Aber es war irgendwie so ein Zitat und da kann man dann irgendwie, also irgendwer hat da auch noch irgendwas reininterpretiert.
Speaker: Zu Deutungsebene kommen wir vielleicht noch später nochmal.
Speaker: Also ganz kurz, weil ich finde nicht unbedingt, dass der Film...
Speaker: ich sag mal, sich aufdrängt dahingehend irgendwie, ich sag mal, großartig interpretatorisch zu sein.
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Aber was mir nur eben gerade eingefallen ist, weil du jetzt auch angesprochen hast, dass er jetzt zurückkommt, um diesem Typen dann Wasser zu bringen.
Speaker: Und da ist mir eingefallen, dass das ihm ja eigentlich schon am Anfang des Films eigentlich das Leben rettet.
Speaker: Weil erst dadurch, dass er da hinfährt und dann erwischt wird und dann weiß, uh, jetzt kennen die mein Nummernschild, das heißt, die wissen, wer ich bin, das heißt, die werden zu mir nach Hause kommen.
Speaker: Erst dadurch erwartet er ja, verfolgt zu werden und kann sich deswegen darauf vorbereiten.
Speaker: Wohingegen, wenn er nicht zurückgefahren wäre,
Speaker: er ja in dem Glauben gewesen wäre, dass keiner weiß, dass er das Geld hat.
Speaker: Was ja aber falsch gewesen wäre, boah, ganz viel Konjunktiv hier, weil er ja diesen Koffer mitgenommen hat, in dem er der Peilsender war.
Speaker: Das heißt, dann hätten sie ihn auf jeden Fall gefunden, nur dass er dann nicht drauf vorbereitet gewesen wäre.
Speaker: Das heißt, eigentlich hat die Tatsache, also das, was aus seiner Perspektive sich als Fehler dargestellt hat, als eigenes voller Fehler, hat ihm eigentlich das Leben gerettet, weil er so zumindest drauf vorbereitet war, dass jemand kommt.
Speaker: Ist mir jetzt erst so gekommen, der Gedanke.
Speaker: Guter Einwand.
Speaker: Mir ist im Übrigen aufgefallen, dass die Kameraführung, also der Look des Films, wieder von unserem guten alten Freund Roger Deakins gemacht worden ist.
Speaker: Richtig?
Speaker: Ja.
Speaker: Habe ich gar nicht nachgeguckt, muss ich sagen.
Speaker: Tatsächlich wieder ein Film von diesem Kameramann, der ja unter anderem auch für 1917 und für 2049 Blade Runner seine ersten Oscars, glaube ich, eingeheimst hat für den generellen Look.
Speaker: Ich finde aber tatsächlich, die Ruhe, die dieser Film mitbringt, die sieht man ja auch in den anderen Filmen teilweise.
Speaker: Also das find ich dann ganz spannend.
Speaker: Aber... Ansonsten bin ich da zu sehr Laie, um jetzt genau immer reinzugucken.
Speaker: Ich glaub, die müsste man sich auch mal parallel angucken, um genau zu erkennen, wie ist die Bildsprache.
Speaker: Ja, also ich meine, es muss schon was, also ich sag mal so, ich fand den Film optisch definitiv schon gut gemacht.
Speaker: Ich hätte jetzt nicht sagen können, oh, das ist ein Roger Deakins.
Speaker: Auch wenn ich trotzdem sagen muss, Roger Deakins ist einer der wenigen, wo ich tatsächlich, also mich, also ich, oder sagen wir mal, was heißt interessiert mich nicht?
Speaker: Ich beschäftige mich in der Regel nicht damit, wer ist eigentlich der Film, wer hat die Kamera geführt?
Speaker: Sondern eher halt, wer hat Regie geführt oder sowas.
Speaker: Aber Roger Deakins ist für mich tatsächlich sowas, also wenn ich das höre, dann denke ich immer so, oh, Roger Deakins.
Speaker: Also bei ihm freue ich mich tatsächlich drauf, weil er einfach schon Filme gemacht hat, wo ich echt dachte, boah, also wo es mir einfach ins Auge gesprungen ist, das ist was Besonderes.
Speaker: Bei No Country for Old Men hätte ich das jetzt nicht per se sagen können.
Speaker: Also ich fand, sah schon gut aus und so, aber ich hätte das jetzt nicht zwangsläufig auf die Kameraführung zurückführen können.
Speaker: Was aber jetzt auch keine Kritik ist.
Speaker: Es muss ja nicht immer ins Auge fallen.
Speaker: Hauptsache es ist handwerklich gut gemacht und man lässt sich in diesen Film reinziehen.
Speaker: Genau.
Speaker: Ansonsten, ich finde, das gefällt mir, aber das ist so mein persönlicher Favorite.
Speaker: Also ich mag diese Geschichten, die sich im texanischen Grenzland zu Mexiko abspielen.
Speaker: Also ich finde das tatsächlich für mich einfach... Deswegen auch deine Liebe zu Sicario.
Speaker: Ja, also ich weiß, es muss nicht mal dieses Drogenthema sein, aber mir gefällt, also ich finde, die Prämisse ist halt... Das Drogenthema ist ja auch nur sehr am Rande.
Speaker: Genau, ja, ja.
Speaker: Es ist Geld aus Drogengeschäften, aber...
Speaker: Aber ich finde die Prämisse halt immer sehr spannend.
Speaker: Gerade was Sicario gemacht hat mit diesem riesen Grenzwall oder so, den es ja da einfach gibt.
Speaker: Und die Flüchtlingsthematiken, die dort teilweise angesprochen werden, find ich halt spannend.
Speaker: Ich mag einfach den Bezug dazu.
Speaker: Und Geschichten quasi dann daraus, wie zum Beispiel so einen gut gemachten Neo-Western, der sich in diesem Grenzland abspielt,
Speaker: Genialer, weil erstens, wir befinden uns da in Texas und ich glaube, andere Amerikaner haben bereits gesagt, also ganz Amerika, also Texas ist nochmal so eine Besonderheit wie hier in Bayern zum Beispiel, mit seinen eigenen Gesetzen und so weiter und ich finde es tatsächlich einfach interessant und ich werde immer noch nicht ganz satt, da mehr drüber zu sehen tatsächlich.
Speaker: Was ich ganz lustig finde an Texas ist halt einfach auch durch diese Cowboy-Hüte, die die halt auch immer noch da tragen und so.
Speaker: Ich finde, der Film wirkt so ein bisschen aus der Zeit gefallen.
Speaker: Also ich meine, klar, man sieht Autos und so, aber davon mal abgesehen, gefühlt, also der Film...
Speaker: konnte vor 40 Jahren irgendwie genauso spielen, wie er es heute spielen könnte.
Speaker: Ich finde, der ist relativ zeitlos irgendwie in der, also was heißt, ne?
Speaker: Aber irgendwie, keine Ahnung, ich finde halt, weil dieses texanische Setting, das ist irgendwie so, gefühlt verändert sich da nicht so viel.
Speaker: Genau, und da finde ich das... Aber da kommen wir vielleicht später drauf, weil wir sowieso über den interpretatorischen Gedanken spielen wollen.
Speaker: Also das Katz-und-Maus-Spiel, was sich ja dann entwickelt nach dem coolen Anfang, bei dem auch trotz dessen, dass er so ruhig erzählt ist, ja trotzdem viel passiert.
Speaker: Also sprich mit, wir lernen bereits unseren Javier Bardem kennen mit seinem genialen Topfschnitt.
Speaker: Und wir lernen Josh Brolin kennen und das Geld wird gefunden und so weiter und so fort.
Speaker: Also es passiert trotzdem unheimlich viel.
Speaker: Und das Katz-und-Maus-Spiel, was sich ja dann entwickelt, hat mir persönlich super gut gefallen.
Speaker: Besonders gerade halt die Szenen, die in dem Motel quasi stattfinden.
Speaker: Sprich Geldkoffer verstecken und wie Josh Brolin quasi, wir hatten es eben schon angesprochen, sich so ein bisschen drauf vorbereitet.
Speaker: Und...
Speaker: Ja, ich fand es nur ganz lustig, der Film spielt 1980.
Speaker: Ich glaube, da ist es dann ganz simpel, dass man nicht gerade direkt drüber nachdenkt, dass vielleicht ein Peilsender in dem Geld versteckt ist, ne?
Speaker: Würde ich jetzt mal so sagen.
Speaker: Ja, weil ich meine, gut, heutzutage vielleicht wird man eher dringend, oh, ein Air-Tag drin oder so.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Aber ja, ich fand das, ich sag mal so, ich kann schon verstehen, dass er nicht mit einem Peilsender gerechnet hat.
Speaker: Ich finde es aber tatsächlich trotzdem komisch,
Speaker: dass er den, einfach den ursprünglichen Koffer nimmt, weißt du?
Speaker: Nicht mal durchsucht, ne?
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Ja, erstens durchsucht, weil vielleicht ist da auch was anderes drin und so, womit du irgendwie nicht erwischt werden willst oder keine Ahnung was.
Speaker: Und mal abgesehen davon, ich meine, wenn du halt genau den Koffer nimmst, den die halt schon vorher hatten, ja, den brauchst du ja nicht mal verstecken.
Speaker: Wenn du mit dem in der Hand rumläufst, dann sehen die da schon, na ey, das ist unser Koffer.
Speaker: Also ich hätte allein deswegen schon irgendwas umgefüllt und bei dem Umfüllen wäre ihm dann vielleicht auch aufgefallen, dass es dann Paisern ist.
Speaker: Wobei, gut, wer weiß, es war ja, glaube ich, in einem Geldbündel mit drin.
Speaker: Genau, da war das eingelegt, ja.
Speaker: Aber ich glaube, ich hätte das Geld dann auch schon aufgezahlt.
Speaker: Ich glaube, ich hätte es schon nicht an einem Ort gehabt, sondern irgendwie einen Teil schon direkt irgendwo verbuddelt und so und in anderen Teilen, also weißt du, irgendwie keine Ahnung.
Speaker: Sehr gut, Leute.
Speaker: Also macht euch auf die Säge.
Speaker: Das ist eure Anleitung.
Speaker: Irgendwo auf der Grand Line ist ein Schatz versteckt.
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Aber wie gesagt, diese gesamten Motel-Szenen, die fand ich wirklich klasse.
Speaker: Besonders, weil die Spannung ja auch unfassbar gut aufgebaut ist, nachdem Anton Chigur mit seinem Ortungsgerät ja quasi an diesem Motel dann quasi vorbeifährt und merkt, hey, da ist das Geld irgendwo.
Speaker: Und sich da ja dann auch erstmal ein Zimmer nimmt und dann diese Parallelmontagen, die wir ja dann kriegen, die sind ja richtig gut gemacht.
Speaker: Ich finde, wenn man gerade den Film das erste Mal sieht, also ich finde, die funktionieren beim ersten Mal richtig gut.
Speaker: Ich meine, beim zweiten Mal fehlt halt der Überraschungseffekt, aber ich glaube, gerade beim ersten Mal ist da die Spannung wirklich greifbar.
Speaker: Ja, also ich muss natürlich auch sagen, also mir gefällt ja auch, wie du hast eben schon angesprochen, dass er eben so ruhig erzählt ist.
Speaker: Aber trotz der Tatsache, dass er eigentlich über weite Teile total ruhig ist,
Speaker: bricht die Spannung nicht ab, sondern die bleibt einfach erhalten.
Speaker: Und das finde ich einfach cool.
Speaker: Also das macht einen Großteil des Schauwerts in diesem Film aus.
Speaker: Dass er es eben schafft, ruhig zu erzählen und trotzdem spannend zu bleiben.
Speaker: Und was ich noch hinzufügen würde, die Gewalt, die in diesem Film passiert, passiert einfach.
Speaker: Also es ist kein, und da kommen wir auch zum Thema Musik, es gibt keinerlei richtige Musik in diesem Film, bis zum Abspann, dann kriegen wir ein Musikstück.
Speaker: Alles andere funktioniert tatsächlich eher so über, ich nenne es mal Ambienz, also Hintergrundgeräusche oder Töne, die eingespielt werden, aber dann halt auch nur partiell.
Speaker: Und das funktioniert
Speaker: funktioniert für mich richtig gut in diesem Film.
Speaker: Und gerade da die Gewalt einfach passiert, also es gibt kein Violin-Gekreiche oder so, wenn der arme Typ am Straßenrand von dem Bolzenschussgerät erledigt wird oder so, wo dir die Musik auch zusätzlich suggeriert von wegen, hey, das ist schrecklich, was da passiert, sondern es passiert einfach.
Speaker: wenn die Mexikaner erschossen werden, es passiert einfach.
Speaker: Also das gefällt mir und bringt auch so einen schönen Realismusfaktor meiner Meinung nach mit rein, weil... Ja, das macht das ein bisschen unkommentierter.
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Und wenn man da diese Präzision, mit der Javier Bardem quasi erst seinen Bolzenschuss gerät ans...
Speaker: Und ans Schloss der Tür setzt, um dann reinzukommen und die Leute im Bett abzuknallen und in der Dusche.
Speaker: Es ist einfach, es passiert einfach.
Speaker: Es ist wie eine Lawine, die man nicht auffällt und das gefällt mir tatsächlich auch sehr gut.
Speaker: Und allein diese Idee dieses Bolzenschussgerätes als Mordwaffe, die ist halt so... Also ich hab's noch nie woanders gehört, also schon irgendwie einzigartig.
Speaker: Und es ist gleichzeitig auch so... Also die Vorstellung, finde ich, ist so brutal.
Speaker: Auch gerade weil die Leute das Ding ja, also zum Beispiel an dieser Autobahn-Szene, wo er halt denkt, okay, das ist ein komischer Polizist und was ist das für ein... Also er weiß ja auch nicht, dass das irgendwie eine Bedrohung ist, weil er das Gerät halt auch nicht erkennt als solches.
Speaker: Sondern er sagt nur, was soll das denn?
Speaker: In dem Moment drückt er schon ab und es wäre... Also dieses... diese... diese Ausnutzen der Unwissenheit oder der Tatsache, dass die Leute das halt nicht erwarten,
Speaker: oder nicht als Gefahr erkennen, macht das Ganze irgendwie nochmal ein Stück weit grausamer, finde ich.
Speaker: Also es ist noch was anderes als die gezückte Waffe, wo die Leute dann direkt, also wo die Leute nochmal Gelegenheit haben, kurz in Panik zu verfallen, bevor sie erschossen werden.
Speaker: Und bei dem Ding ist es gefühlt nur Verwunderung, hä?
Speaker: Und dann ist schon, ähm, ja, also das fand ich, fand ich eine coole Idee und es passt auch total zu dem Charakter, weil der Charakter ja auch irgendwie,
Speaker: brutal und ungewöhnlich ist.
Speaker: Und genauso ist seine Mordwaffe.
Speaker: Und ich finde es schön, wenn da so einen Einklang gibt zwischen Mordwaffe und Täter.
Speaker: Außerdem fand ich auch nett, das mit dem Sheriff oder was das ist, mit zu rätseln, als dann heißt, ja, okay, wir haben eine Eintrittswunde, keine Austrittswunde und trotzdem keine Kugel, hat er die Kugel wieder rausgepult.
Speaker: Wie zur Hölle kann das sein?
Speaker: Das fand ich auch ganz spannend.
Speaker: Oder, ja.
Speaker: Dann kommen wir gerade so in der Mitte des Films, also dann kriegen wir da unseren ersten richtigen Shootout zwischen Josh Brolin und Javier Badem, wo Josh Brolin dann auch inzwischen gemerkt hat, von wegen, dass da dieser Peilsender drin ist.
Speaker: Ich finde, das ist auch nochmal eine Szene, bei der es richtig knallt.
Speaker: Ja, also es hat schon so leicht... In dem Hotel meinst du?
Speaker: Genau, bei dem zweiten Hotel, wo er sich einquartiert.
Speaker: Und dann steht ja auch Javier Badem mit seinem Ortungsgerät, wo er sich einquartiert hat.
Speaker: wo man auch hört, dass er es hat.
Speaker: Man hört dieses Tick, Tick, Tick, Tick im Hintergrund.
Speaker: Und Josh Bullen hat halt kurz vorher gemerkt, dass dieser Peilsender halt da drin ist.
Speaker: Und dieser Shootout in diesem Hotel, den find ich richtig gut.
Speaker: Auch hier wieder keinerlei Musik.
Speaker: Insbesondere der...
Speaker: Ich finde insbesondere den Build-Up, als man so unter dem Türspalt durchsieht, man sieht nur den Schatten vor der Tür stehen und dann lassen sie sich halt so schön viel Zeit, weil es kommt eben nicht direkt der Schuss, mit dem er dieses Schloss raushaut, sondern es ist einfach erst mal nur Stille und das ist halt wieder das, was so extrem...
Speaker: Weißt du, so wie man fragt sich, okay, was passiert jetzt, was macht er jetzt, wer reagiert zuerst und das ist halt schon eigentlich das Stärkste.
Speaker: Ich mein, das, wenn es sich dann entlädt und sie anfangen zu schießen, ist dann halt einfach eine normale Schießerei, aber der Build-Up, die Hinführung, die ist schon, also für mich das Coole da dran.
Speaker: Ja, und woran mich das Ganze auch wieder erinnert hat, im Grunde ist es ein Duell um 12 Uhr, high noon, schön auf der Straße, nur halt nicht offen, sondern mit einer Tür dazwischen.
Speaker: Das gefällt mir halt zum Beispiel auch daran gut.
Speaker: Wer zieht als erstes, wer schießt als erstes?
Speaker: Und das Ganze dann halt räumlich nochmal durch diese Tür getrennt, während wir ja eigentlich nur Josh Brolins Charakter dann in diesem Moment halt quasi die Daumen drücken oder halt mit ihm die Spannung aushalten müssen.
Speaker: Das ist...
Speaker: Wirklich top gemacht.
Speaker: Ich war die ganze Zeit da dran und hab auch selbst bei diesem Durchgang gesagt, von wegen, ey Junge, ich hätte mich hinterm Bett verschanzt oder so mit der Schrotflinte, anstatt auf dem Bett sitzen zu bleiben.
Speaker: Also das hat er durchgezogen.
Speaker: Richtig gut.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich fand's auch krass, als er aus dem Fenster rausgesprungen ist, wo ich dachte, boah, jetzt bricht ja nix oder so.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber ja, ich sag mal, das war echt super spannend.
Speaker: Auch wenn ich irgendwie fand, also wenn ich jetzt gefunden hätte, oh, hier ist ein Peilsender.
Speaker: Mhm.
Speaker: Ich glaube, ich hätte an seiner Stelle dann versucht, den Peilsender irgendwo anders in ein Auto zu verfrachten, damit er diesem Auto dann vielleicht erst mal eine ganze Weile folgt.
Speaker: Also mir wäre wichtig gewesen, dass der Peilsender dann auch unterwegs ist, damit er nicht direkt zu mir kommt.
Speaker: Anstatt, was er gemacht hat, war er schon relativ risikoreich.
Speaker: Also so im Sinne von, ich stelle mich dem jetzt.
Speaker: Zumal wenn du halt denkst, dass es jetzt wirklich ein Drogenkartell oder sowas ist, dann rechnest du ja theoretisch mal nicht mit nur einer Person, was das Ganze eigentlich noch viel risikoreicher macht.
Speaker: Also ja.
Speaker: Das wäre so meine Gedanken gewesen, wenn ich es mit dem mexikanischen Drogenkartell anlegen würde.
Speaker: Die zweite Waffe, die Anton Chigurda benutzt, ist ja die Remington 1187.
Speaker: Ich muss jetzt mal kurz nachgucken.
Speaker: Ich wollte gerade sagen, wenn du es sagst.
Speaker: Ich kenne mich mit den... Fuck yeah, Amerika!
Speaker: Das erkennt man doch.
Speaker: Aber ich fand die cool, weil er ja diesen riesen Schalldämpfer mit diesen Austrittslöchern benutzt, weil das ganze Ding ist ja eigentlich eine Schrotflinte.
Speaker: Aber dieses Geräusch, wenn er die abfeuert, das fand ich halt auch cool.
Speaker: Also erstens muss das unbedingt ganz schön Angst machen, wenn du so einen Pfeifen hörst, bevor du von so einem Ding zerfetzt wirst.
Speaker: Aber die fand ich tatsächlich auch richtig passend für ihn.
Speaker: Also dieses Bolzenschussgerät und diese komische Schrot mit dem Schalldämpfer, richtig gut.
Speaker: Ja.
Speaker: Auch wenn man natürlich dazusagen muss, dass die Darstellung von Schalldämpfern im Film extrem übertrieben ist im Sinne von, alles ist total still und die Leute im Nebenraum hören schon den Schuss nicht mehr.
Speaker: Also so funktioniert ein Schalldämpfer eigentlich nicht.
Speaker: Aber für die Zwecke des Films kann ich das akzeptieren, auch wenn es halt nicht so funktioniert.
Speaker: Aber egal.
Speaker: Bei diesem Shootout verwunden sich ja beide quasi und dann kommen wir ja quasi in dieses letzte Drittel des Films rein, sodass beide ja erstmal wieder ihre Wunden lecken müssen.
Speaker: Während Josh Brolins Charakter den Koffer mit Gold am Niemandsland quasi, also über den Zaun schmeißt, quasi zwischen Mexiko und Amerika.
Speaker: Und dann quasi in Mexiko.
Speaker: Mehr abgesehen davon auch eine meiner Lieblingsszenen, wo er quasi aufwacht, dann irgendwo in Mexiko und diese Mariachi-Band spielt vor ihm.
Speaker: Das ist auch was zum Schmunzeln und die hören dann auch direkt auf, zu spielen.
Speaker: Ja, weil sie dann irgendwann mitkriegen, oh kacke, dem geht's, weil die das Blut sehen und sehen, oh kacke, dem geht's schlecht und der gibt denen dann diesen total blutigen Dollarschein oder blutige Geld und die nehmen das dann sehr zögerlich an.
Speaker: Genau, ja, aber sie schaffen ihn anscheinend auf jeden Fall.
Speaker: Ja, das fand ich auch eine starke Szene.
Speaker: Genau, sie schaffen ihn aber auf jeden Fall ins Krankenhaus, sodass er da dann versorgt werden kann.
Speaker: Und da bekommen wir ja dann quasi auch so ein kleines Zwischenspiel und zwar mit der Einführung eines neuen Charakters, der im Grunde innerhalb von den nächsten 10 Minuten oder 15 Minuten dann auch schon direkt wieder abgefrühstückt wird.
Speaker: Nämlich Woody Harrelson als der vermutlich auch Auftragskiller oder zumindest in der ähnlichen Branche tätig.
Speaker: Ich dachte, der wäre irgendwie von der FBI oder irgendwas.
Speaker: Nee, ich meine, der war auch.
Speaker: Irgendeine staatliche Stelle, dachte ich.
Speaker: Ja, meinte?
Speaker: Also ich dachte, der wäre ein Ermittler gewesen.
Speaker: Ich habe das so verstanden, dass er Ermittler ist.
Speaker: Okay.
Speaker: Also halt ein ungewöhnlicher Ermittler mit vielleicht auch ungewöhnlichen Methoden.
Speaker: Der wird hier als Vietnam-Veteranen, Auftragsmörder und Bekannter von Chigur beschrieben.
Speaker: Also der ist nicht offiziell irgendwo bei einer Behörde oder so.
Speaker: Und der wird auch von der, das ist ja die Mafia quasi, also von der er beauftragt wird.
Speaker: Also genau.
Speaker: Ja, egal.
Speaker: Also Woody Harrelson-Charakter.
Speaker: Erstens auch Woody Harrelson sehe ich tatsächlich sehr gerne.
Speaker: Mein Herz, und da sind wir schon wieder, hat er damals mit Zombieland auch so ein bisschen erobert.
Speaker: Hast du den Film mal gesehen?
Speaker: Ja, aber schon lange her, muss ich sagen.
Speaker: Okay, alles klar.
Speaker: Auch so eine typische Woody Harrelson-Rolle, finde ich.
Speaker: Und ja, den sehe ich tatsächlich auch sehr gerne.
Speaker: Auch besonders, wenn das halt in so einem Film passiert, dann mit seinem süßen Lächeln.
Speaker: Hahaha.
Speaker: Ja, ich meine, ich glaube, er bekommt ja auch mal gerne so abgedrehte Rollen.
Speaker: Naja, auf jeden Fall.
Speaker: Ich fand seine Rolle auf jeden Fall auch nett.
Speaker: Also es hat in den Film reingepasst.
Speaker: Es war auch ein nettes Gegengewicht zu dem, ja, zu dem, wie hieß er nochmal, unser Agentur-Gonist.
Speaker: Anton Chigur, dem Psychopathen.
Speaker: Ja, genau, zu dem Psychopathen.
Speaker: Dem Psycho.
Speaker: Ja.
Speaker: Genau und das äh... Ich fand auch die Interaktion zwischen ihm und also zwischen den beiden fand ich auch spannend.
Speaker: Mhm.
Speaker: Also sowohl das Verhandeln mit unser, mit Jeff äh äh äh nicht Jeff.
Speaker: Josh Brolin, ja.
Speaker: Äh also mit Josh Brolin, genau.
Speaker: Ähm als auch dann halt die Verhandlungen mit äh mit dem Psycho.
Speaker: Äh ich fand das ganz nett.
Speaker: Also er hatte zwar nicht viel Screentime, aber die die er hatte, ich fand er hat schon einen Mehrwert gebracht in dem Film.
Speaker: Würde ich auch sagen, genau.
Speaker: Und ich finde auch die Szene, die du gerade schon angesprochen hast, wo er quasi unserem Psychopathen gegenüber sitzt in dem Hotel und eigentlich hat er gedacht, er hätte alles unter Kontrolle und dann merkt man so richtig, wie sie ihm entgleist, dass er sich dann nicht mit seinem charmanten Lächeln oder so rausreden kann, wenn man einem Psychopathen entgegensitzt, der nach seinen Prinzipien handelt und halt prinzipiell los ist im Grunde.
Speaker: Ähm... Und die Szene find ich halt zum Beispiel auch unfassbar spannend, weil ich bei dieser Szene halt die ganze Zeit auf den Schuss gewartet hab, ne?
Speaker: Also... Und dann hat mir das supergut gefallen, als dann dieses Telefon klingelt, ne?
Speaker: Und Woody Hamilton halt nur, man sieht so an den Augen, scheiße, jetzt hat er verloren.
Speaker: Aber dann sieht man halt auch nicht, wie er erschossen wird, sondern man sieht das quasi aus der Perspektive des Sessels.
Speaker: Und man sieht halt Anton Chigurh halt mit der Waffe auf ihn zielen und dann, wie er halt die ganze Zeit auf dieses Telefon guckt und dann drückt er einfach gnadenlos ab.
Speaker: Und dann geht er entspannt ans Telefon, richtig gut gemacht.
Speaker: Ja, hat mir auf jeden Fall auch gut gefallen.
Speaker: Und dann zerfasert der Film für dich so ein bisschen, ne?
Speaker: Genau, das ist es halt.
Speaker: Also eigentlich zerfasert er für mich ab dem Moment.
Speaker: Wir haben ja, also es gibt ja so einen Perspektivwechsel.
Speaker: Also wir folgen ja eigentlich Josh Brolin.
Speaker: Und der deckt sich neu ein, kommt aus dem Krankenhaus raus.
Speaker: Und dann...
Speaker: trifft er sich ja oder macht er einen Treffpunkt aus mit seiner Frau?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und ist auf jeden Fall in diesem Hotel an dem Pool und wird noch von dieser einen Frau da so ein bisschen angemacht.
Speaker: Und dann gibt es ja so einen Schnitt und eigentlich ab dem Moment, ab dem wir sozusagen ihn verlassen, das ist der Moment, ab dem der Film für mich zerfasert, denn also erstmal, wir sehen ja gar nicht, was eigentlich mit ihm passiert, sondern wir sehen dann nur plötzlich das Ergebnis, dass er eben, wo dann halt der Sheriff ankommt und
Speaker: sehen, er ist erschossen.
Speaker: Und ab dem Moment ist für mich alles so ein bisschen, also das ist für mich so ein bisschen erzählerisch nicht so ganz nachvollziehbar, warum man sich entschieden hat, das so zu erzählen.
Speaker: Also auch auf diese Weise.
Speaker: Also erstmal geht der Film ab dem Moment noch eine ganze Weile und man weiß gar nicht mehr, worauf sollen das jetzt noch hinauslaufen.
Speaker: Unser Protagonist ist Fudge.
Speaker: Und ich finde es auch ein bisschen, ich finde es ist eine verpasste Chance, dass wir, obwohl wir doch die ganze Zeit Josh Brolin eigentlich verfolgen, in dem sozusagen die dramatischste Szene, nämlich diejenige, wo es dann alles endgültig schief läuft und wo er halt erwischt wird, dass wir die...
Speaker: nicht mitbekommen, sondern dass die so übergangen wird, ist sowas, das verstehe ich nicht so ganz, warum man das tut.
Speaker: Das zweite ist, ich finde es auch ein bisschen unbefriedigend, weil er wird ja im Endeffekt gar nicht von dem... Antran Chigua erwischt, sondern von den Mexikanern.
Speaker: Chigua erwischt, sondern von einfach irgendwelchen anderen Mexikanern, wo man auch das Gefühl hat, okay, wie sind die überhaupt auf ihn gekommen?
Speaker: Ja, aber das wird doch im Film erzählt.
Speaker: Achso, du meinst, woher sie wissen, wer es ist oder was?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Wer es ist und wie sie zu ihm gekommen sind.
Speaker: Weil das wirkte so ein bisschen überraschend.
Speaker: Also ich meine, dass Anton Chigur das irgendwie hinkriegt, ja okay, aber wie haben die das rausbekommen?
Speaker: Keine Ahnung.
Speaker: Also das fand ich so ein bisschen, das ist...
Speaker: Ja, also es ist schwer nachvollziehbar, finde ich, als Zuschauer.
Speaker: Es kommt und kommt auch deswegen überraschend.
Speaker: Und es ist nicht so eine Überraschung im Sinne von, oh, das haben sie aber geschickt oder schlau eingefädelt, sondern man kann es einfach nicht nachvollziehen.
Speaker: Und das finde ich ein bisschen schade.
Speaker: Und dann auch alles, was dann später noch kommt, hat man dann plötzlich, man hat nicht mehr das Gefühl, dass das Ende irgendwie so ein, ich sag mal, kausal, also so das Ergebnis einer Kausalkette ist,
Speaker: die wir in dem Film verfolgt haben.
Speaker: Sondern der Film hat ja eigentlich eine aufeinander aufbauende Kausalkette.
Speaker: Und ab seinem Tod wird irgendwie gefühlt, oder sogar sein Todesereignis hat damit aber gar nichts mehr zu tun, sondern wird durch was ganz anderes ausgelöst.
Speaker: Und dann sehen wir noch so ein paar Endszenen, die...
Speaker: gefühlt, da fehlt dann jeglicher Zusammenhang noch.
Speaker: Also ich meine, am ehesten haben wir den noch, als Anton Chigur dann noch bei der Frau vorbeikommt.
Speaker: Das fand ich eigentlich noch eine ganz spannende Szene.
Speaker: Aber dann auch alles, was danach kommt, ist dann so super random, auch dass er dann halt wegfährt und dann ist er in diesen Autounfall verwickelt und hat diesen offenen Bruch, was wieder widerlich ist und dann geht er einfach weg und der Film ist vorbei.
Speaker: Und es ist alles so ein bisschen...
Speaker: Also ich meine, ich störe mich nicht daran, dass das nicht aufgedeckt wird oder so, aber es fühlt sich irgendwie unvollendet an, finde ich.
Speaker: Und das ist das, was mich an dem Film so ein bisschen stört.
Speaker: Und ich wäre der Meinung, von wegen... Jan, halte dagegen.
Speaker: Ich wäre der Meinung, dass das genau richtig ist, so wie es ist tatsächlich.
Speaker: Ja, wieso?
Speaker: Zum einen, ich habe ganz kurz mal überflogen, wie der Roman abläuft und der ist tatsächlich... Der ist spannend.
Speaker: Ja?
Speaker: Ja, so spannend.
Speaker: Wie verhält ich dich denn da?
Speaker: Entschuldigung, ich hab dich nicht ganz verstanden.
Speaker: Die literarische, also die Coen-Brüder haben sich sehr eng an die literarische Vorlage gehalten.
Speaker: Der einzige Unterschied besteht tatsächlich darin, dass es noch so einen kleinen Zwischenpart gibt, wo Josh Brolin, also Llewellyn Moss in dem Fall, quasi sich auch auf diesen Weg zu diesem Hotel macht, das er mit seiner Frau quasi abgemacht hat, wo sie sich treffen sollen mit dem Geld.
Speaker: Und der sagt da quasi noch,
Speaker: ein Mädchen auf oder so, was irgendwie weggelaufen ist.
Speaker: Und die haben nochmal einen Dialog zusammen und so weiter.
Speaker: Und dann fahren die zu diesem Hotel und das Mädchen stirbt dann halt mit ihm.
Speaker: Ich glaube, das ist quasi so das Äquivalent im Film zu der Frau quasi an dem Pool, die ihn dann quasi da so ein bisschen anspricht.
Speaker: Und im Roman ist dann auch ja quasi...
Speaker: wird das halt quasi dann halt nachher so dargestellt, dass die Frau denkt von wegen, dass Luellen Moss sie auch noch betrogen hat mit irgendwem oder so, weil die da halt auch tot rumliegt.
Speaker: Genau, das ist so der einzige Unterschied.
Speaker: Alles andere, also sprich mit dem Verrat, also beziehungsweise die Mexikaner, die ihn dann halt vorher bekommen und so weiter, das ist alles tatsächlich so drin, wie es hier ist und auch der gesamte Rest des Films, das ist tatsächlich auch...
Speaker: sehr nah an, ja, quasi fast eins zu eins der Buchvorlage getreu.
Speaker: Zumindest in dem Artikel, den ich gelesen habe.
Speaker: Wie gesagt, das Buch habe ich nicht gelesen.
Speaker: So, warum mir jetzt das Ende so gut gefällt, wie es ist.
Speaker: Erstens, ich war total überrascht, dass dieser Film sich traut, den Hauptprotagonisten einfach abzusägen.
Speaker: Das fand ich spannend.
Speaker: Hatte ich damals... Ja, so ein Game of Thrones-Prinzip.
Speaker: Hatte ich in meinem ersten, also ich glaube, in meinem ersten Filmerlebnis habe ich noch nie, glaube ich, vorher einen Film gesehen, wo ein Hauptprotagonist
Speaker: der offensichtlich der Hauptprotagonist ist, quasi abgesäbelt wird.
Speaker: Und dann geht's tatsächlich auch noch weiter.
Speaker: Das, was mir da dran so gut gefällt, ist, dass... dass es einfach passiert.
Speaker: Also, dass diese Mexikaner ihn einfach schnappen.
Speaker: Ich würde mit dem Kritikpunkt tatsächlich mitgehen, weil ich jetzt auch grade nicht mehr im Kopf hatte,
Speaker: Wie sind die restlichen Mafia-Mitglieder auf den Gedanken gekommen, wie sieht Josh Brolins Charakter überhaupt aus?
Speaker: Wo finden die den?
Speaker: Also das, wo finden die den, ist ja klar.
Speaker: Sie befragen ja die Mutter von seiner Frau, die das dann ausplaudert, wo es hingeht.
Speaker: Aber schlussendlich wüsste ich jetzt gerade nicht, wie die da überhaupt drauf gekommen sind.
Speaker: Ich glaube, dafür sehen wir zu wenig vom Handeln der Mafia quasi.
Speaker: Also eigentlich...
Speaker: würde ich mitgehen und Javier Bardemps Charakter hätte diesen Endschuss quasi verdient gehabt.
Speaker: Aber schlussendlich, was danach dann wieder passiert und dass der Film danach noch weitergeht, gefällt mir trotz allem sehr gut, weil es ja zum einen erstens die Hilflosigkeit oder beziehungsweise die Fassungslosigkeit eines Tommy Lee Jones gut darstellt, der einfach die ganze Zeit schon mit sich am Hadern ist und der diese
Speaker: Diese typisch konservativen alten Männersätze bringt von wegen, früher war alles besser und heute blickt man bei Sachen gar nicht mehr durch und diese schlimmen Sachen, die alle überall passieren und man kann ja irgendwie gar nicht mehr so richtig dagegen halten.
Speaker: Fand ich richtig gut.
Speaker: Und das Ende, wo man sieht, dass Javier Bardemps Charakter sein Prinzipien-Ding durchzieht und Llewellyn Moss' Frau quasi noch einen Besuch abstattet,
Speaker: Und die dann auch, ja, also er tötet sie.
Speaker: Also zumindest ist meine Interpretation darüber.
Speaker: Ich wollte gerade sagen, tötet er sie denn oder tötet er sie nicht?
Speaker: Das ist ja eigentlich eine spannende Frage.
Speaker: Also im Buch und wir sind ja im Spoiler Talk, tötet er sie.
Speaker: Ja.
Speaker: Ah ja, okay.
Speaker: Genau.
Speaker: Und im Film weigert sie sich ja, die Münze werfen zu lassen.
Speaker: Ja, wo er sagt, mehr kann er ja für sie nicht tun, außer diese Münze entscheiden zu lassen.
Speaker: Und sie weigert sich ja.
Speaker: Und da sie sich weigert, wird er sie vermutlich auch im Film umgebracht haben.
Speaker: Deswegen guckt er auch meiner Meinung nach noch mal nach seinen Schuhen, nachdem er auf ihrer Veranda steht, um zu gucken, ob er irgendwelche Spuren hinterlässt.
Speaker: Würde für mich am meisten Sinn machen.
Speaker: Würde auch gut zum... Hatte ich gar nicht drauf geachtet.
Speaker: Ich hätte eine spannende Frage sonst gefunden, wie er denn darauf reagiert, wenn jemand sein Spiel eben gerade nicht mitspielt.
Speaker: Also ob sie vielleicht dadurch tatsächlich schaffen kann, ihn zu erreichen.
Speaker: Ja, was heißt erreichen?
Speaker: Aber so aus dem Konzept zu bringen, dass er es dann plötzlich mit seinen Prinzipien nicht vereinbaren kann, sozusagen die Leute zu erschießen, ohne die Münze entscheiden zu lassen zu haben.
Speaker: Aber würde eigentlich auch Quatsch sein, weil er wirft ja nicht bei allen Leuten eine Münze.
Speaker: Also das zieht er ja nicht bei allen Leuten durch.
Speaker: Ja, das stimmt, das stimmt.
Speaker: Ich meine, es gibt ja auch, und ich habe eine Deutungsvariante gelesen, wo Leute gesagt haben, der ganze Film ist eine Allegorie und eigentlich der Charakter von Anton Chigur soll eigentlich gar kein Mensch sein, sondern das ist eigentlich die Personifikation des Todes.
Speaker: Und weshalb halt alle Leute, die ihn sehen,
Speaker: sterben und weshalb er auch so schwarz angezogen ist und deswegen fragt er auch irgendwie, ich weiß nicht, war das ein Bankmitarbeiter oder Kanzleimitarbeiter, wo er reinkommt und die dann, und er dann fragt, töten sie mich jetzt und er sagt, kommt drauf an, haben sie mich gesehen?
Speaker: Und das dann so, die Antwort sozusagen dann ist, jeder der ihn gesehen, also jeder der den Tod gesehen hat, der stirbt, ja und wenn er sagt, nee, dann überleben sie.
Speaker: Ja, also ich weiß nicht, ob das, ja, also
Speaker: Ist ein netter Gedanke, kann man mal so ein bisschen durchspielen.
Speaker: Ich weiß nicht, wie zielführend das ist.
Speaker: Also ich sag mal, versteht man den Film dann jetzt, also bringt das irgendeine neue Bedeutung jetzt in den Film rein, wenn man ihn jetzt als den Tod sieht?
Speaker: Und worauf genau soll das jetzt eine Allegorie sein, außer...
Speaker: Wilder Westen brutal, viele sterben.
Speaker: Der Tod zieht umher.
Speaker: Also ich weiß nicht genau, welche zusätzliche Bedeutung man jetzt daraus ziehen soll, ehrlich gesagt.
Speaker: Und das ist so eine Kategorie, wo ich persönlich jetzt sagen würde, also der Film hat mir so schon Spaß gemacht und
Speaker: Weiß nicht, wenn ich jetzt irgendwie zwei Wochen lang eine Hausarbeit schreiben muss, um noch eine zusätzliche Bedeutung rauszuziehen aus diesem Film, dann ist es mir den Aufwand nicht wert.
Speaker: Also entweder ist das Ganze ein bisschen offensichtlicher oder es ist mir egal.
Speaker: Weißt du?
Speaker: Also in dem Fall, ich würde jetzt nicht allzu viel reininterpretieren, so von mir aus oder ohne weiteren Anreiz.
Speaker: Allerdings, und das muss ich dann doch wiederum dazusagen, es gibt tatsächlich schon, wenn man mal so ein paar andere Sachen auch von den Coen-Brüdern sich anguckt,
Speaker: Ähm, gibt es tatsächlich die Tendenz, dass Leute, die andere Leute abmurksen, gerne mal komplett schwarz tragen bei ihnen.
Speaker: Mhm.
Speaker: Und so gesehen mag die Idee, dass, ähm, dass Anton Chigur vielleicht irgendwie so eine Art Persönifikation des Todes ist, ähm,
Speaker: vielleicht doch nicht so weit hergeholt sein, weil er halt schwarz ist.
Speaker: Aber man könnte auch genauso sagen, vielleicht machen sie halt einfach nur so die Killer gerne schwarz, weil irgendwie so ein schwarz angezogener Killer irgendwie nochmal mehr badass ist als irgendwie so, keine Ahnung.
Speaker: Also man kann so und so sehen.
Speaker: das alles, was ich dazu sagen will.
Speaker: Vielleicht ob du noch irgendwas anderes... Ich hätte jetzt auch nicht so viel da rein interpretiert.
Speaker: Ich hätte jetzt tatsächlich auch diese Interpretation von wegen, dass das die Personifikation des Todes ist, finde ich tatsächlich ein bisschen too much.
Speaker: Würde aber eher sagen von wegen, also das, was besser passen würde, ist, dass der Charakter von Javier Badem sich in seiner
Speaker: Psychopathie, sagt man das so, in seinem Charakter, glaube ich, einfach sehr gerne so sieht.
Speaker: Also so macht er sich die Welt.
Speaker: Er hat die Macht darüber, Leute zu töten oder das nicht zu machen.
Speaker: Und eigentlich lässt er dann auch einfach die Münze entscheiden, weil es ihm eigentlich vielleicht auch Schnurzpiepe ist.
Speaker: Also irgendwie eher so...
Speaker: Das, was ich aber tatsächlich ganz nett finde, ist die... Und das ist das, was mir halt dann... Da kommen wir jetzt noch grad auf das Ende zu.
Speaker: Er hat ja diesen Autounfall am Ende, nachdem er von der Frau wegfährt.
Speaker: Und das gefällt mir ganz gut, weil wir hier... Wir haben in diesem Film zweimal die Situation, in denen es zu Momenten kommt, in denen der einen Charakter Hilfe benötigt, also richtige Hilfe.
Speaker: Das ist zum einen Josh Bolin, der angeschossen auf der Brücke steht und eine Jacke braucht von den Jugendlichen, die ihn quasi eigentlich ausnehmen wollen.
Speaker: Und er bezahlt sie dann mit einem 50er oder so und dann bekommt er da widerstrebend die Jacke und auch noch das Bier und das Ganze läuft aber nicht sehr harmonisch.
Speaker: Und dann im Vergleich zum Ende des Films, wo Anton Chigur quasi diesen Unfall hat und dann halt rausgeht.
Speaker: Und er bekommt direkt Hilfe von zwei jungen Kindern im Grunde, die ihm sagen, ey, Mister, alles in Ordnung und so weiter und so fort.
Speaker: Da hat schon jemand den Krankenwagen gerufen.
Speaker: Und der eine zieht sein Hemd direkt aus, nachdem Anton Chigur fragt, was er für das Hemd haben möchte.
Speaker: Und er sagt von wegen, ja, gar nichts, hier, nehmen Sie mein Hemd.
Speaker: Und das finde ich halt so cool, weil das wieder zum Anfang des Films so ein bisschen zurückführt, weil es ja auch diesen Dialog von Tommy Lee Jones gibt, der als Sheriff sagt von wegen, ey, was ist mit dieser Gesellschaft passiert?
Speaker: Die Leute grüßen nicht mehr und, also ich übertreibe es jetzt mal, weil ich den Dialog nicht mehr ganz im Kopf habe, aber so im Sinne von, die jungen Leute helfen auch nicht mehr oder...
Speaker: Es geht alles den Bach runter.
Speaker: Ich finde es so cool eingerahmt, dass gerade der Psychopath am Ende von den Leuten Hilfe bekommt, wo der Sheriff eigentlich sagt, die ganze Gesellschaft kümmert sich eigentlich gar nicht mehr.
Speaker: Ich finde, das ist so spannend, den Film so enden zu lassen.
Speaker: Also was mir tatsächlich auch schon beim Gucken sofort aufgefallen ist, ist diese Parallelität der Szenen.
Speaker: Also einmal als unser Joe, wie hieß der nochmal?
Speaker: Also unser Protagonist, genau, eben verletzt ist zwischen den Grenzen und da eben nach dieser Jacke gefragt, dass beide im Grunde verletzt sind und jemanden bezahlen, um Kleidungsstück zu behalten, um sich im weitesten Sinne, ja,
Speaker: Nicht zu verarzten, aber sie bezahlen beide für so ein kleines... Also das ist so eine Parallele, die ist ganz offensichtlich nicht zufällig.
Speaker: Und das schreit förmlich nach einer Interpretation.
Speaker: Ich weiß nur nicht, was ich damit machen soll.
Speaker: Also persönlich, ich meine, was soll ich daraus ziehen?
Speaker: Das ist mir persönlich tatsächlich nicht so klar.
Speaker: Auch, weil ich habe das Gefühl, das ist so eine eindeutige Parallele.
Speaker: dass sie eben, dass es das konstruiert.
Speaker: Und dann frage ich mich, warum?
Speaker: Und ich persönlich habe darauf irgendwie keine sinnvolle Antwort.
Speaker: Ich meine, ich habe gerade eben schon gesagt, eigentlich bin ich der Meinung, der Film erfordert nicht zwingend eine Interpretation, aber dieser eine Umstand ist tatsächlich dann doch irgendwo was, wo ich denke, ah,
Speaker: Das ist so, was wollen die jetzt?
Speaker: Was soll das?
Speaker: Warum?
Speaker: Also das ist so ein bisschen, da juckt es mich tatsächlich dann doch ein bisschen.
Speaker: Aber ich habe keine, also für mich keine sinnvolle Antwort gefunden.
Speaker: Naja, das Spannende an diesem Film ist ja zum Beispiel, dass es ja eigentlich um Geld geht.
Speaker: Am Ende weiß keiner, wo das Geld ist.
Speaker: Und viele Leute sind tot, eigentlich umsonst gestorben.
Speaker: Ja, also sinnlose Tode.
Speaker: Genau, das Ganze... Des Geldeswillen.
Speaker: Genau, des Geldeswillen.
Speaker: Und das Ganze hat ja diesen resignierenden Charakter.
Speaker: Also, warum das Ganze?
Speaker: Und das Ganze wird ja auch dann halt über Tommy Lee Jones, der das Ganze ja auch irgendwie so gar nicht mehr...
Speaker: Also er weiß ja, warum das Ganze passiert ist, einfach wegen Geld, aber der halt auch irgendwie damit abgeschlossen hat, also so gar nicht mehr damit umgehen kann mit diesen schrecklichen Schicksalen.
Speaker: Und ich würde definitiv sagen, von wegen, dass der Film auch keine Interpretation benötigt, weil im Grunde ist es ja einfach das, was der Titel schon impliziert, einfach ein...
Speaker: Ein Land, was für alte Männer nicht mehr funktioniert, weil sie es einfach nicht mehr verstehen.
Speaker: Und das lässt sich ja eins zu eins auf jede Situation ummünzen, die ja die ältere Generation oder beziehungsweise jede Generation, sobald sie älter wird, ja ab einem bestimmten Zeitpunkt hat.
Speaker: Dass einfach das Leben weitergeht und bestimmte Sachen nicht mehr...
Speaker: nachvollziehbar sind oder Sachen schlimmer empfunden sind, als ob sie früher nie passiert wären oder so.
Speaker: Das finde ich halt ist einfach so die Grund-Message.
Speaker: Ja, beziehungsweise wie ich es auch ein bisschen verstehe, ist auch einfach ein Land, das so brutal und rau ist, dass es einem gar nicht die Möglichkeit gibt, alt zu werden.
Speaker: So habe ich es auch verstanden.
Speaker: Aber ja, genau.
Speaker: Und da gefiel mir, und ich weiß nicht, der Film endet ja schlussendlich nochmal mit dem Sheriff, der ja inzwischen pensioniert ist und der nochmal mit seiner Frau spricht, die eigentlich auch froh ist, dass er sich nicht mehr großartig in Gefahr begeben hatte, glaube ich, und jetzt einfach pensioniert ist.
Speaker: Aber mit diesem Menschen, der von seinem Traum erzählt...
Speaker: Und irgendwie noch gar nicht weiß, was er jetzt mit dem Rest seines Lebens anfangen soll.
Speaker: Fand ich irgendwie spannend.
Speaker: Und hat mir gut gefallen, dass dieser Film quasi mit der Erzählung des Sheriffs beginnt und mit der Erzählung des Sheriffs dann auch endet.
Speaker: Also die Einraumung hat mir gut gefallen.
Speaker: Ich finde halt diese Erzählerstimme, ich weiß nicht, ob ich es eben schon gesagt habe.
Speaker: Ich finde, es hat so ein bisschen was...
Speaker: Märchenstunde mäßiges.
Speaker: Also sowieso wie jemand, der ein modernes Märchen erzählt im Grunde.
Speaker: Ja, nur dass es halt kein Tarantino-eskes Märchen ist mit Once Upon a Time in the West, sondern es ist mehr halt eher so ein reelles Märchen, was ich so zugetragen hätte.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ein Märchen über die Resignation.
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Also wie gesagt, ich bleibe dabei, dass mich das Ende nicht so ganz abgeholt hat.
Speaker: Ich glaube, ich könnte sogar damit leben, dass wir das Ende von Joellen, dem Typ von unserem Protagonisten, nicht sehen.
Speaker: Luellen.
Speaker: Luellen, sowas, ja.
Speaker: Jedes Mal einen trinken, wenn man den Namen Luellen hört.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich könnte damit leben, dass man sein Ende nicht per se sieht und dass das nicht dramatisch, ich sag mal, ausgeschlachtet wird.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber ich hätte es glaube ich stärker gefunden, wenn man Höhepunkt und Ende des Films mit dieser Konfrontation mit der Ehefrau, wenn man das zum Ende gemacht hätte.
Speaker: Also so er geht dann aus dem Haus raus und gut ist.
Speaker: Ich finde diese Szene mit diesem er fährt weg und dann nochmal einen randomen Unfall und diese ganze Interaktion, die danach kommt, die ist so...
Speaker: Ich finde, die verlagert den Fokus dann irgendwie von komplett von dieser zuvormals irgendwie sehr persönlichen Geschichte irgendwie rund um Llewellyn.
Speaker: Und das ist dann das, was mir irgendwie... Das macht das Ganze plötzlich unruhend, weil gefühlt wird dann plötzlich ein neues Fass aufgemacht irgendwie.
Speaker: Ein komplett neues Problem.
Speaker: Wir folgen jetzt ihm statt... Also, weißt du, das ist das, was mich einfach so ein bisschen gegen Ende hin...
Speaker: Ja.
Speaker: Aber gut.
Speaker: Nichtsdestotrotz ein solider Film, finde ich.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Und ich will jetzt gar nicht mehr großartig noch ein Fass aufmachen, aber ich finde trotz allem... Ja.
Speaker: Wobei, ist egal.
Speaker: Nee, wir lassen das mal so stehen.
Speaker: Genau.
Speaker: Auf jeden Fall von meiner Seite aus trotz allem eine Sehempfehlung.
Speaker: Also... Ja.
Speaker: Ich finde, trotz allem, was man da geboten bekommt, es macht Spaß.
Speaker: Wenn man auch mit etwas düsterem Humor oder zumindest einem Schmunzeln, was zwischendurch da mal rauskommt, aufgrund der Situation, die es da gibt, was anfangen kann.
Speaker: Im englischen Original macht es sehr viel Spaß, den zu sehen.
Speaker: Die deutsche Synchronisation ist aber auch super.
Speaker: Und dementsprechend von mir auf jeden Fall eine Sehempfehlung.
Speaker: Ja, von mir auch.
Speaker: Also von uns beiden.
Speaker: Von uns beiden.
Speaker: So, ja.
Speaker: Und jetzt sind wir wieder relativ weit am Ende angelangt.
Speaker: Genau, es geht um die Honorable Mentions.
Speaker: Die Ehrenwerden.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ich bin gerade tatsächlich am überlegen, ähm,
Speaker: Boah, so Neo-Western-mäßig.
Speaker: Jetzt müsste ich mal echt überlegen, was da geht.
Speaker: Hast du schon was?
Speaker: Weil dann würde ich gerne gerade noch ganz kurz nachdenken, ob mir noch was einfällt.
Speaker: Also ich persönlich hatte jetzt nicht unbedingt eine Idee, aber auf IMDb kriegt man ja dann irgendwie unten direkt angezeigt so mehr davon.
Speaker: Und das, was ich tatsächlich so ansatzweise irgendwie passend finde von diesen Vorschlägen, die da kommen, ist zum einen Taxi-Driver.
Speaker: Weil das auch so ein bisschen diese, einerseits Brutalität hat und andererseits so ein bisschen Entzauberung oder einfach so eine graue Realität.
Speaker: Gewisse Themen findet man da irgendwie wieder.
Speaker: Django, weil es ein Tarantino-Western ist, ein bisschen sehr, also ein bisschen sehr viel lustiger, aber...
Speaker: geht schon so in die Richtung.
Speaker: Dann beziehungsweise Fargo liegt, glaube ich, auf der Hand.
Speaker: Erstmal, weil es auch von den Coen-Brüdern ist.
Speaker: Es ist auch so ein bisschen logischerweise dann auch so ein bisschen dieses makaber, düstere.
Speaker: Es gibt aber auch brutale Elemente mit drin.
Speaker: Also ich meine jetzt Fargo, den Film.
Speaker: Es gibt auch eine Serie dazu, die habe ich auch nicht gesehen.
Speaker: Ja.
Speaker: Also das, was ich hier sehe, was ich als passend empfinde.
Speaker: Gut, der Will Be Blood wird auch vorgeschlagen.
Speaker: Ich weiß, dass es auch so ein Western-Setting ist.
Speaker: Ich will den Film schon ewig gucken, weil der ultra gut, also hochgelobt wird.
Speaker: Ich hab ihn aber noch nicht gesehen.
Speaker: Deswegen kann ich das noch nicht sagen.
Speaker: Ich glaube, das sind auch gute Pics.
Speaker: Ja, und sonst ein Kill Bill.
Speaker: Kill Bill hast du ja schon angesprochen.
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Das geht auch so ein bisschen in die Richtung.
Speaker: Also hat so auch so was Westernmäßiges teilweise.
Speaker: Ja, er zitiert halt auch sehr viel.
Speaker: Also beziehungsweise es wird halt, ja, so, also
Speaker: Teilweise, also Neo-Western ist es definitiv nicht, aber es ist auf jeden Fall so, dass er bestimmte Szenenabfolgen halt einfach wirklich gut persifliert, schrägstrich kopiert, schrägstrich daraus einfach sowas in die Geschichte über die Braut quasi so einwebt.
Speaker: Aber ja, Volume 2 auf jeden Fall da glaube ich so der Go-To, das Go-To.
Speaker: Ja, aber mir... Ja, das ist schon richtig, ja, genau.
Speaker: Ja.
Speaker: Ansonsten würde mir tatsächlich nichts einfallen.
Speaker: Sicario würde ich im Grunde noch dazu nehmen in die Liste, weil es einfach um die gleiche Region geht und man gleichzeitig auch so ein bisschen, ja, die Cowboy-Mentalität der texanischen Ranger da mit dabei hat und das ganze Ding halt auch sehr spannend ist und gleichzeitig auch wieder sehr ruhig abfilmen.
Speaker: Auch Josh Brolin.
Speaker: Unter anderem schon besprochen in einer dieser wundervollen Podcast-Folgen.
Speaker: Und Javier Badem.
Speaker: Genau, Javier Badem.
Speaker: Nee, gar nicht wahr.
Speaker: Das ist Benicio Del Toro.
Speaker: Da ist Javier Badem gar nicht dabei.
Speaker: Aber Josh Brolin und Benicio Del Toro.
Speaker: Ja, haben wir auf jeden Fall auch besprochen in unserem Podcast.
Speaker: Hört da gerne rein.
Speaker: Lasst einen Kommentar da an, Like.
Speaker: Und vielen Dank fürs Zuhören für die heutige Folge, die sehr viel Spaß gemacht hat.
Speaker: Und dann hören wir uns beim nächsten Mal wieder, wenn es wieder heißt Synchronklappe.
Speaker: Viel Meinung, wenig Ahnung.
Speaker: Mann, habe ich das jetzt gut gemacht in meinem Redefluss.
Speaker: Wow, Jan, ich bin begeistert.
Speaker: Ich bin flow.
Speaker: Ja, aber dann kommt es halt auch... Ja, komm, scheiß drauf.
Speaker: Genau, aber dann bis zum nächsten Mal.
Speaker: Tschö.
Speaker: Tschö.
Speaker: Das war die 55.
Speaker: Episode von Synchronklappe.
Speaker: Die Musik ist wie immer lizenziert über Epidemic Sound.
Speaker: Dieses Mal zu hören Transmission Road von Nelonia und Dark Tavern von Walt Adams.
Speaker: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Episode.






