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Folge 4 - Dreiecke im Bubiza

Dr meet Stift
Dr meet Stift

65 plays · Nov 24, 2023

Transcript

Speaker: Hört das jetzt auf?

Speaker: Ja.

Speaker: Moin und herzlich willkommen zum Podcast Dr. Mietstift.

Speaker: Ja, hi.

Speaker: Ich bin der Doktor.

Speaker: Ja, ich bin der Stift noch.

Speaker: Der Sau-Stift?

Speaker: Ja, nö.

Speaker: Wie, nö?

Speaker: Nicht mehr so ganz.

Speaker: Aber bist ja ein Sau-Hund.

Speaker: Ja.

Speaker: Guck mal, bei dir sind die Ausschläge hier ganz schön gering.

Speaker: Ja, weiß ich auch nicht, warum das so ist.

Speaker: Das ist ja, wahrscheinlich hast du einen Kack-Rechner.

Speaker: Ja, ich weiß nicht.

Speaker: Auf jeden Fall wollen wir doch mal ganz herzlich unsere neuen Zuhörer begrüßen, die Buben.

Speaker: Ich habe gehört, es gibt tatsächlich Leute, die das hören.

Speaker: Ja, habe ich auch gehört.

Speaker: Ja, herzlich willkommen.

Speaker: Wahnsinn.

Speaker: So, also, worum geht es heute?

Speaker: Max?

Speaker: Ja, laut meinen Aufzeichnungen geht es heute um...

Speaker: Ein Teil der überbetrieblichen Ausbildung.

Speaker: Ah ja, heute geht es um die Lehrbaustelle.

Speaker: Ja, kann man so sagen.

Speaker: Aber was ich vorher noch erzählen wollte, mir ist aufgefallen, als ich mit dem Fahrrad heute gefahren bin, ich bin ja so ein Bodenkunde Öko-Fuzzi, sonst haben ja Leute auch ein Elektroauto und ich bin mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren und dann

Speaker: Es gibt so ein generelles Zeichen, wenn man das macht, dann klappt man alles.

Speaker: Das ist dieses, wenn man einfach beim Autofahren oder beim Fahrradfahren, ist egal, einfach so die Hand hebt und die Hand so nach vorne, so wie bei Sprich zu der Hand macht, dann so, ah, sorry, sorry.

Speaker: Und dann kann man einfach auch rechts vor links, ist egal.

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Wirklich, das ist einfach das allgemeine Zeichen für...

Speaker: das war doch okay, oder?

Speaker: Ja, ist so.

Speaker: Das ist wie wenn man ein alter Mensch ist.

Speaker: Dann ist auch alles okay.

Speaker: Einfach alles, ist so.

Speaker: Und dann gibt es noch, habe ich mir auch überlegt, wenn man sich immer so frech bedankt, wenn man zum Beispiel bei Reißverschlussverfahren oder so, oder wenn man aus so einer Seitenstraße auf eine Hauptstraße fährt und es war mal wieder knapper als gedacht,

Speaker: Ja, dann macht man auch einfach immer so ein Danke, Danke, als hätte der andere das absichtlich gemacht und würde sich einfach nur mega angepisst sein.

Speaker: Ja, so ein Halb entschuldigen, Halb Danke sagen, Halb halt die Schnauze, schön, dass ich mit dir bin.

Speaker: Aber das war ich auch immer, wenn ich einen reinlasse, dann denke ich auch immer, ich hätte jetzt irgendwie, wäre die Arbeiter wohlfahrend und hätte sonst was erreicht.

Speaker: Ja, aber wenn ich dann mich irgendwo so reindränge, dann gucke ich natürlich auch weg, während ich so die Hand hebe, damit ich die Reaktion sehen muss.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

Speaker: Danke.

Speaker: Und dann geht es weiter.

Speaker: Dann rege ich mich über den nächsten auf, der sich vor mir so blut reingedrängelt hat.

Speaker: Ja, ich lasse auch immer nur einen rein.

Speaker: Ja, ich auch.

Speaker: Ziehe mich am Anfang und dann vergesse ich das manchmal und lasse ich noch einen rein.

Speaker: Ich stand nämlich letzte Woche tatsächlich im Stau.

Speaker: Standst du schon mal im Stau?

Speaker: Ja, regelmäßig auf dem Weg.

Speaker: Aber im Stau, nicht im stokenden Verkehr.

Speaker: Ja, ich stand schon mit dir im Stau.

Speaker: Wo denn?

Speaker: Vorm Tauern-Tunnel.

Speaker: Echt?

Speaker: Ja, also es war Blockabfertigung.

Speaker: Das war nicht der Tauern-Tunnel, das waren diese 80 Millionen Tunnel hintereinander.

Speaker: Tunnelkette Klaus.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja, stimmt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Stau ist nämlich nervig, da steht man ja.

Speaker: Ja, aber da kann man wenigstens mal aussteigen.

Speaker: Ja, aber ich saß da so und dachte mir, bitte, hoffentlich habe ich keinen Durchfall.

Speaker: Aber ich musste immer ein Pinkeln und es war schon dunkel, also bin ich ausgestiegen, war ich natürlich irgendwo pinkelnd.

Speaker: Und dann beim Rückgehen, also ich bin dann halt so nach vorne gegangen, um zu gucken, ob ich irgendwas erkennen kann.

Speaker: Kann man natürlich nicht, weil als würde ich 10 Kilometer nach vorne laufen.

Speaker: Aber dann kam ich zurück und habe mich einfach schon gefühlt, als wäre ich jetzt, keine Ahnung, König von Deutschland oder so.

Speaker: Weil einfach jedes Auto dann, was halt im Stau stand, das Fenster runter gemacht hat und gefragt hat, und, sieht man was?

Speaker: Ah ja, man sieht nichts, aber doch, da vorne ist ein bisschen Blaulicht und so, ah ja, ja.

Speaker: Hat man einfach quasi Lob eingeheimst oder quasi ohne, dass man irgendwas gemacht hat.

Speaker: Ja, sehr gut.

Speaker: Ja, aber ich frage mich auch, warum steigen die Leute da nicht aus?

Speaker: Das frage ich mich auch.

Speaker: Meist haben sie Angst, dass sie dann verpassen, sofort losfahren zu können.

Speaker: Ja, das ist ja einfach auf Stau, man steht und dann geht's los.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja, aber es stand auch so, wir standen tatsächlich so 100 Meter, ach nicht mal, wir standen quasi zwischen Auffahrt und Abfahrt.

Speaker: Ja, ich zeige das natürlich gerade mit meiner Hand.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber das war eine Baustelle.

Speaker: Und wir waren, ich nehme immer die innere Spur, also manchmal muss man ja bei Baustellen auf die Gegnerspur fahren.

Speaker: Ja.

Speaker: Und das mache ich immer, weil da fährt man so über die Mitte und das ist dann, als würde man so eine Steilkurve fahren.

Speaker: Das finde ich geil.

Speaker: Ja, ist so.

Speaker: So, und dann kann man aber nicht runterfahren natürlich.

Speaker: Und dann standen wir genau zwischen Auf- und Ausfahrt.

Speaker: Ne, das ist ja auch eine Auffahrt.

Speaker: Ausfahrt und Auffahrt.

Speaker: Und in der Ausfahrt, in der Einfahrt quasi, auf der Auffahrt, so, da standen die Autos auch.

Speaker: Da dachte ich mir, da hätte ich doch umgedreht.

Speaker: Ja.

Speaker: Ist das verboten?

Speaker: Vermutlich, aber naja.

Speaker: Das hättest du auch gemacht, oder?

Speaker: Man sieht ja, ob hinter einem die Polizei ist und von vorne wird niemand kommen.

Speaker: Die Polizei ist ja vorne, beim Unfall.

Speaker: Ganz genau.

Speaker: Und da stand auch so ein Bus, also so ein Linienbus einfach und der hat sich einfach gedacht, ah, fuck it, ich werde pro Stunde bezahlt.

Speaker: Ja.

Speaker: Naja.

Speaker: Vielleicht hat es ja jemanden interessiert.

Speaker: So, also, Lehrbaustelle ist das Thema.

Speaker: Du bist ja gerade auf der Lehrbaustelle.

Speaker: Ich bin gerade auf der sogenannten Lehrbaustelle, der überbetrieblichen Ausbildung.

Speaker: Überbetriebliche Ausbildung, Lehrbaustelle.

Speaker: Warum kürzt man das Bubitzer ab?

Speaker: Ja, weil es gibt so verschiedene Zimmererzentren in Deutschland und das, in dem ich bin, ist halt das in Kassel und das ist das Bubitzer.

Speaker: Bubitzer?

Speaker: Ja.

Speaker: Und das ist in der Zimmerausbildung in Hessen ist das so, dass es drei Teile von der Ausbildung gibt.

Speaker: Einen Teil verbringst du im Betrieb, ganz normal in der Firma, wo du angestellt bist, wie man sich das so vorstellt in der Ausbildung.

Speaker: Dann gibt es einen Teil, der ist in der Berufsschule.

Speaker: Das ist bei dem Freihaben dann, oder?

Speaker: Ja, so ziemlich.

Speaker: Das ist relativ entspannt.

Speaker: Und dann gibt es halt noch den überbetrieblichen Teil.

Speaker: Im ersten Lehrjahr ist das so, das nennt sich Lehrbauhof.

Speaker: Das ist so gemischt.

Speaker: Da ist man ja auch noch nicht in einer Klasse mit den Zimmerleuten nur, sondern da ist man gemischt mit verschiedenen Gewerken vom Bauhauptgewerbe, so Maurer, Fliesenleger, Straßenbauer.

Speaker: Das heißt, du lernst dasselbe wie ein Straßenbauer im ersten Jahr?

Speaker: Ja, im ersten Jahr schon.

Speaker: War das das, wo du ja immer Betonbau gemacht hast?

Speaker: Ja, ganz genau.

Speaker: Da habe ich heute eine Doku drüber gesehen.

Speaker: Da brauchten sie irgendeinen A-Ständer oder einen A-Ständer.

Speaker: Jedenfalls war die Betonwand so hoch, dass sie die Betonwand schützen mussten, weil sie sonst durch den Auftrieb die Schalung nach oben geschwommen wäre.

Speaker: Damn.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Das hast du ja nur gelernt im Bubitzer.

Speaker: Nein, nicht im Bubitzer.

Speaker: Das Bubitzer kommt erst im zweiten Lehrjahr.

Speaker: Das war das, wo du, darf ich die Stadt sagen?

Speaker: Ja, wenn man das Bubitzer sagt, dann, das gibt es nur an einem Ort in Deutschland.

Speaker: Also am Anfang warst du in, sagen wir, Schmommberg.

Speaker: Ja.

Speaker: Ist das das gewesen?

Speaker: Nein, das ist die Berufsschule.

Speaker: Ernsthaft?

Speaker: Ich denke, die Berufsschule ist in Kassel.

Speaker: Ja, das ist die Berufsschule im zweiten Lehrjahr.

Speaker: Warum ist es eine andere?

Speaker: Weil, ja, das wollte ich ja gerade erklären, als ich das Lehrjahr für Lehrjahr abgehen wollte.

Speaker: Im ersten Lehrjahr ist man auf einer Berufsschule im Kreis bei uns mit allen oder mit allen Gewerken des Bauhauptgewerbes.

Speaker: Schön Stuhlkreis.

Speaker: Also Maurer.

Speaker: Wienkreis.

Speaker: Ja, ich habe es verstanden.

Speaker: War doch nicht witzig, oder was?

Speaker: Doch, war gut.

Speaker: Okay, also du bist da mit dem Bauhauptgewerbe und das ist, was ist das Bauhauptgewerbe?

Speaker: Das hast du schon mal gesagt, ich habe es vergessen.

Speaker: Ich habe es gerade gesagt, ja.

Speaker: Straßenbauer.

Speaker: Ja.

Speaker: Zimmerer, Maurer, Tiefbauer, Fliesenleger.

Speaker: Was ist der Unterschied zwischen dem Tiefbauer und dem Straßenbauer?

Speaker: Das musst du in dem Podcast Straßenbauer und Professor bereden.

Speaker: Okay.

Speaker: Da kannst du dir einen einladen.

Speaker: Ich kann dir da zwei Leute empfehlen, die es im Straßenbau wohl drauf haben.

Speaker: Und Elektriker, hast du schon gesagt.

Speaker: Nein, Elektriker sind kein Bauhauptgewerbe, das sind Elektriker.

Speaker: Ernsthaft?

Speaker: Aber sie bauen doch Häuser.

Speaker: Hä, welcher Elektriker baut denn Häuser?

Speaker: Naja, wenn nicht ein Hausbau kommt, der Elektriker.

Speaker: Ja, wenn du ein Haus baust, kommt auch der Makler.

Speaker: Ah ne, der kommt wahrscheinlich nicht, aber halt irgendwie, was weiß ich, der Architekt.

Speaker: Welcher Hausbau kommt auf jeden Fall der Makler?

Speaker: Aber ich verstehe, also ich verstehe das in dem Bauhauptgewerbe so grob, aber ich verstehe nicht, warum die Elektriker keine sind.

Speaker: Aber okay, muss ich auch nicht.

Speaker: Ja, ich verstehe das auch nicht mit dem Bauhauptgewerbe.

Speaker: Ich würde jetzt einfach mal wild in den Raum schmeißen, unwissend, dass das alle sind, die in Rohbau bis zum Dach fertig bauen und dann Innenausbau macht halt Baunebengewerbe so Elektriker.

Speaker: Aber das weiß ich natürlich nicht.

Speaker: Aber du hast mal was erzählt, dass quasi der Bauhauptgewerbescheinmann darf

Speaker: Warte mal, die konnten doch irgendwas.

Speaker: Die durften irgendwie einen Haus planen?

Speaker: Nein, ich habe mal erzählt, dass Zimmermeister ein Haus bis 200 Quadratmeter planen dürfen.

Speaker: Okay, also Bauhauptgewerbe bringt mir gar nichts, wenn ich das bin.

Speaker: Außer, dass ich mit dir in die Schule darf.

Speaker: Ja, und dass du halt im Tarifvertrag von Bauhauptgewerbe bist.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja.

Speaker: Das war das in Schmommberg.

Speaker: Das war die Berufsscherle Schule in Homberg, ja.

Speaker: Und der Lehrbauhof in Kassel.

Speaker: Das ist aber nicht das Bubitzer.

Speaker: War das da, wo ihr gerade gefahren seid?

Speaker: Nein, das war eine Arbeit.

Speaker: Ach, okay.

Speaker: Also, im ersten Jahr ist das Bauhauptgewerbe alle zusammen in diesem Lehrbauhof.

Speaker: Und da lernt man eigentlich von jedem Gewerk, mit dem man da zur Schule geht, so ein bisschen was.

Speaker: Damit auch der Zimmermann, wenn er auf die Baustelle kommt, mal

Speaker: eine Mauer machen kann oder sich angucken kann, ob der Maurer das vernünftig gemacht hat.

Speaker: Oder damit der Maurer auch mal weiß, was eine Fette ist und das nicht nur von zu Hause kennt.

Speaker: Ich dachte, die Arbeit bei Geld ist gar nicht.

Speaker: Das ist so schlecht einfach.

Speaker: Aber da ist nämlich noch die Sache, wenn man jetzt Bauhauptgewerbe ist, okay, ich würde mir das jetzt mal so vorstellen,

Speaker: Und bei uns, wenn man zum Beispiel, ich habe ja was Naturwissenschaftliches studiert, da muss man halt, obwohl ich damit dann später nicht unbedingt viel arbeite, man muss auch Physik machen.

Speaker: Einfach damit man irgendwie so eine grundlegende Kenntnis hat und nicht einfach nur ein stumpfer Fachidiot ist.

Speaker: Ja, und damit, falls irgendwann mal so ein Bauherr oder so zu dir kommt und dir mal eine Frage stellt und nicht dann dastehst und keine Ahnung von nichts hast.

Speaker: Ja.

Speaker: Finde ich gut.

Speaker: Und wahrscheinlich gibt es auch einfach...

Speaker: Könnte ich mir auch vorstellen, dass es halt praktischer ist, wenn man alle diese Berufe erstmal so ein grundlegiges Verständnis im ersten Lehrjahr hat und dann halt Klassen im Kreis bildet oder halt in der Nähe und nicht alle nach Kassel fahren müssen immer.

Speaker: Aber im zweiten Lehrjahr ist das dann halt, dass man immer weiter wegfahren.

Speaker: Okay.

Speaker: Hatten wir schon, wenn ich jetzt anfangen wollen würde, hatte ich glaube ich schon gefragt, weiß ich aber nicht.

Speaker: Realschule braucht man für Zimmermeister.

Speaker: Zimmermann, Frau Zimmerer.

Speaker: Nee, da brauchst du gar keine Zugangsvoraussetzung.

Speaker: Sollte es halt nicht besonders schlecht in Mathe sein oder so.

Speaker: Aber wenn dich jemand nimmt und dich ausbilden will und du in der Berufsschule dann gut mitkommst, dann brauchst du eigentlich nichts.

Speaker: Aber

Speaker: So ein Grundverständnis von Mathematik und räumlichem Denken, das hilft schon sehr.

Speaker: Das merkt man dann aber auch relativ schnell in der Schule, ob man da mitkommt oder nicht.

Speaker: Ja, du hattest ja auch erst so ein Praktikum gemacht oder so was, ne?

Speaker: Ein Monat.

Speaker: Ich habe eine Woche Probe gearbeitet.

Speaker: So, ja, und da hättest du ja schon gemerkt, ob du was kannst oder gar nichts kannst, sag ich mal jetzt ganz grob.

Speaker: Ja.

Speaker: Gut, also das war jetzt, ich kann es mir nicht merken.

Speaker: Das war eine Berufsschule im ersten Lehrjahr und der Lehrbauhof im ersten Lehrjahr.

Speaker: Das ist in der gleichen Stadt.

Speaker: Nein.

Speaker: Also, die Berufsschule war in Homberg und der Lehrbauhof war in Kassel.

Speaker: Ah, aber du musst nie wieder nach Homberg.

Speaker: Ich muss nie wieder nach Homberg, genau.

Speaker: Und der Lehrbauhof, ja okay, okay.

Speaker: So.

Speaker: Weiter, zweites Lehrjahr.

Speaker: Zweites Lehrjahr, dann hat man Berufsschule und Betrieb und Kassel.

Speaker: Das heißt?

Speaker: Also Bubitzer.

Speaker: Der Betrieb ist halt dein Betrieb, wo man lernt, ganz normal.

Speaker: Ja, das verstehe ich.

Speaker: Gut, dann gehst du zur Berufsschule nach Kassel oder in eine weitere, in irgendeine Berufsschule in deinem Kreis, ich weiß ja nicht, wo unsere Hörer so sind.

Speaker: Ja, wahrscheinlich weltweit sogar.

Speaker: Ja, dann gehst du halt in deine dir zugewiesene Berufsschule.

Speaker: Okay.

Speaker: Und in dein zugewiesenes überbetriebliches Ausbildungszentrum, in meinem Fall das Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes in Kassel.

Speaker: Okay.

Speaker: Das ist aber nicht die Berufsschule, das Bubitzer.

Speaker: Das sind zwei getrennte Schuhe, die aber zufällig in Kassel sind.

Speaker: Genau.

Speaker: Okay.

Speaker: Es gibt zum Beispiel auch Leute, die gehen in die überbetriebliche Ausbildung, also ins Bubitzar nach Kassel, kommen aber aus Gießen oder Frankfurt und gehen dann in die Berufsschule in Gießen oder Frankfurt.

Speaker: Okay, und dieses Bubitzar gibt es auch mehrmals?

Speaker: Ja, das gibt es auch in Kassel zum Beispiel.

Speaker: Und dann gibt es noch eins in, ich glaube, Biberach oder so.

Speaker: Und halt verschiedene Standorte in Deutschland.

Speaker: Okay.

Speaker: Und in der Berufsschule machst du Mathe?

Speaker: Ja, in der Berufsschule macht man verschiedene Fächer.

Speaker: Da gibt es so, das nennt sich Lernfelder.

Speaker: Das ist so berufsbezogen.

Speaker: Und dann hat man auch so Deutsch, Ethik und POVI.

Speaker: Okay.

Speaker: Also man hat jetzt nicht explizit Matheunterricht, aber in den berufsbezogenen Unterrichten, da gibt es dann Lernfelder, in denen Mathe vorkommt.

Speaker: Okay, klingt spannend.

Speaker: Ja, das ist so wie an der Uni gibt es ja auch keine, was weiß ich, da gibt es ja auch Vorlesungen für Mathe, aber da gibt es ja auch Vorlesungen für, was weiß ich, wo man dann Mathe braucht.

Speaker: Ja, da hat man aber vorher Mathe und Statistik 1.

Speaker: Ja, hatte ich ja auch in der...

Speaker: Schule früher.

Speaker: Okay.

Speaker: Und würdest du jetzt sagen, wenn man also wie schwer ist das?

Speaker: Fallen da viele raus jetzt von der schulischen Leistung, die wirklich, dass man sagt, da wird hart gefehlt oder wenn man sich irgendwie zusammenreißt, schafft man das?

Speaker: Wahrscheinlich muss man schon irgendwie lernen.

Speaker: Ja, also in der Berufsschule ist das so, dass naja,

Speaker: Wenn man das will und das lernt, also man kann alles lernen.

Speaker: Okay.

Speaker: Und wenn man es nicht lernt und nicht kann, dann wird man halt rausgefiltert, aber das ist ja überall im Leben so.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Entweder du kannst es oder du lernst es.

Speaker: Das ist jetzt keine Kernphysik.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Die kannst du sowieso nicht und lernen können sie doch manche.

Speaker: Ich verstehe es nicht.

Speaker: Ich verstehe Quantenphysik nicht.

Speaker: Quanten sind für mich Füße.

Speaker: Aber ich verstehe es halt nicht.

Speaker: Und ich verstehe Strom nicht.

Speaker: Wenn uns einer von den Hörern Strom erklären kann, vielleicht können wir einen Gast haben, der Strom erklärt.

Speaker: Ich weiß, was Strom ist.

Speaker: Ich weiß, es gibt Wechselstrom und Gleichstrom.

Speaker: Aber wie wechselt Strom?

Speaker: Gleich Strom ist, wenn man Lichtschalter drückt.

Speaker: Dann ist Gleich Strom.

Speaker: Ja, was für ein Wechselstrom?

Speaker: Dann sagen die immer, ja, das ist ganz einfach, das wechselt von Plus zu Minus.

Speaker: Ja, wie denn?

Speaker: Ich habe noch Plus und Minus.

Speaker: Ja, ich verstehe das auch nicht.

Speaker: Deswegen bin ich auch kein Elektriker.

Speaker: Und weil ich keine Strings mag.

Speaker: Und dann hat man noch, okay, dann hat man noch diese anderen Strom mit noch mehr.

Speaker: Plus, Minus, Plus.

Speaker: Ich verstehe es halt nicht.

Speaker: Keine Ahnung.

Speaker: Ich auch nicht.

Speaker: Ich bin ja auch kein Elektriker.

Speaker: Ich kenne auch keinen.

Speaker: Gut.

Speaker: Also zweites Lehrjahr machst du da deine... Da waren wir bis jetzt nur bei der Berufsschule.

Speaker: Und in den Berufsleerenfeldern im Kreis klatschen.

Speaker: Für mich klingt das so, als würde ihr da... Als wäre das so eine pädagogische Sache.

Speaker: Warum?

Speaker: Lernfelder.

Speaker: Das klingt für mich so, als würde man im Kreis sitzen und Puzzle machen.

Speaker: Und sich erzählen, wie es einem geht.

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Dann bin ich immer gespannt, was du von Vorlesungen hältst.

Speaker: Da puzzelt man nicht.

Speaker: Da liest einem einer schön was vor.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, jedenfalls lernt man da halt ganz normal wie in der Schule auch Sachen.

Speaker: So, dann gibt es die überbetriebliche Ausbildung, die ist weniger theoretisch, sondern eher handwerklich.

Speaker: Dann im ersten Lehrjahr, da mauert man halt normalerweise in der überbetrieblichen Ausbildung.

Speaker: Alle Bauhauptgrundgewerbe-Menschen.

Speaker: Alle Bauhauptgewerbe-Leute mauern da normalerweise und machen so einen Straßenbau-Lehrgang und machen einen Holzbau-Lehrgang und einen Stahl-Beton-Bau-Lehrgang und einen Trockenbau-Lehrgang und was weiß ich für einen Lehrgang.

Speaker: Aber bei mir im ersten Lehrjahr war das so, wir waren irgendwie, warte, lass mich überlegen, wir waren, glaube ich, vier Zimmerleute in dieser, oder nee, mehr später.

Speaker: Zwei Zimmerleute eigentlich gegendert.

Speaker: Oder sagt man Zimmerleute schon immer?

Speaker: Sagt man so.

Speaker: Okay, wir wollten ja auch niemanden verlieren, mir ist das egal.

Speaker: Jedenfalls waren wir da mehrere Zimmerleute, aber nicht genug, um irgendwie eine eigene Gruppe zu sein.

Speaker: Deswegen wurden wir immer überall mit reingestopft.

Speaker: Und weil nie irgendwo Platz war, waren wir eigentlich nur sechsmal beim Stahlbetonbau.

Speaker: War das kannst du jetzt?

Speaker: Ja, das konnte ich auch wahrscheinlich schon nach dem dritten Mal oder so.

Speaker: Aber das ist für dich jetzt, also als Außenstehender Nichtskönner, denke ich mir, Semi.

Speaker: Ja, das war auch nicht so geil.

Speaker: Aber egal, das hast du ja jetzt geschafft, jetzt ist es ja im dritten Lehrjahr.

Speaker: Ist das zweite jetzt schon fertig von deinen Erzählungen?

Speaker: Nein.

Speaker: Oh, sorry.

Speaker: Jetzt komme ich ja zum Bubitzer.

Speaker: Du warst doch jetzt schon Stahlbeton bauen.

Speaker: Ja, wie gesagt, im ersten Lehrjahr.

Speaker: Ach so.

Speaker: Und im zweiten Lehrjahr ist man dann endlich in diesem Bubitzer.

Speaker: Okay.

Speaker: Dort baut man kleine Modelle aus Holz von Dächern zum Beispiel.

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Oder von Dachkonstruktionen.

Speaker: Von Hand.

Speaker: Oder man macht so einen Maschinenkurs, damit man mal die Werkzeuge von Zimmerleuten kennenlernt.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja.

Speaker: Und die kurze Einwurf natürlich, weil ich dich ja immer unterbrechen muss, das ist ja unser Ding.

Speaker: Ich könnte jetzt überall schlafen.

Speaker: Das ist schön für dich.

Speaker: Ich meine du.

Speaker: Ey Mann, also gibt es die Möglichkeit, ich habe keinen Führerschein, bin 14, kann ich dann da pennen?

Speaker: Ach so, ja.

Speaker: Wow.

Speaker: Als würde ich dir sagen, dass ich überall schlafen kann.

Speaker: Wen interessiert das?

Speaker: Nein, ich wollte quasi wissen, ob das für dich, deine Frage hätte ja auch sein können, ist das überall so, dass man da einfach reinschlafen kann?

Speaker: Nein, das ist nur in der Berufsschule so.

Speaker: Okay.

Speaker: Naja, okay, und da lernst du jetzt quasi deine... War das das, wo du... Ja, da hast du ja so Bilder geschickt, dass du so ein kleines Dach gebaut hast.

Speaker: Ja.

Speaker: Willst du jetzt wissen, ob man da pennen kann?

Speaker: Ja, hast du doch gesagt, nur in der Berufsschule.

Speaker: Nein.

Speaker: In der Berufsschule kann man schlafen, weil man nicht aufpasst.

Speaker: Ah.

Speaker: Es gibt aber auch für die überbetriebliche Ausbildung in Bubiza, da ist so ein Internat angeschlossen, da kann man pennen.

Speaker: Internat klingt so, als wären da Pädagogen, die auf einen aufpassen.

Speaker: Ja, da gibt es so einen Internatsleiter, der, weiß ich nicht, halt aufpasst.

Speaker: Ich war da noch nie, weil... Da ist immer aber Rambazamba, oder?

Speaker: Sagen das die jungen Leute noch?

Speaker: Ja, oder?

Speaker: Da ist ganz wild auch, sagen die bestimmt.

Speaker: Ja, das ist richtig... Knorke.

Speaker: Ja, Knorke.

Speaker: Da geht richtig, da steppt der Bär.

Speaker: Ist so, da wird man mal auf den Putz.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Der Arm geputzt.

Speaker: Unsere Mutter kannte meinen, der hieß Putz.

Speaker: Ja.

Speaker: Egal.

Speaker: Schön.

Speaker: Man kann im Internat schlafen.

Speaker: Ja, und das gibt es in Kassel dann halt.

Speaker: Wenn man in der Berufsschule kann man nicht schlafen, dort muss man täglich anreisen.

Speaker: Okay.

Speaker: Dies macht ihr mit Fahrgemeinschaften.

Speaker: Manche, manche nicht.

Speaker: Okay.

Speaker: Manche wohnen einfach da.

Speaker: Ja, ich finde es irgendwie semi, dass man da echt nach Kassel, das kostet doch einen Haufen Geld.

Speaker: Ja.

Speaker: Also wirklich.

Speaker: Ja, das ist so.

Speaker: Und ich meine, ihr zahlt ja im ersten und zweiten Jahr kaum Steuern vermutlich.

Speaker: Das heißt, euch bringt auch die Entfernungspauschale gerade gar nichts.

Speaker: Ja.

Speaker: Und was kostet so ein bescheuertes Ticket für Bahn?

Speaker: Kostet 49 Euro?

Speaker: Ja, es gibt so ein Hessen-Ticket.

Speaker: Das kostet irgendwie 365 Euro im Jahr.

Speaker: Ja, aber man kriegt halt Arschpilz, wenn man Bahn fährt vermutlich dann.

Speaker: Ja, und das ist dann, je nachdem, wo man wohnt und wie die Züge fahren, muss man dann halt eine Stunde früher da sein oder muss noch eine Stunde da jeden Tag rumhängen.

Speaker: Ja, ist fürchterlich.

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Also das zweite Lehrjahr macht man das.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Gibt es da noch Infos zu von deiner Seite?

Speaker: Gibt es da eine Mensa oder so?

Speaker: Kann ich da essen?

Speaker: Ja, also da gibt es eine ganz tolle Mensa.

Speaker: Da ist... Da hat öfter der Besitzer gewechselt jetzt und... Das ist eigentlich immer ein gutes Zeichen.

Speaker: Ja, also man kann da essen.

Speaker: Da ist für Verpflegung gesorgt.

Speaker: Ja, zu... Ich würde sagen, nicht Uni-Mensa-Preisen.

Speaker: Mehr oder weniger?

Speaker: Mehr.

Speaker: Es ist schon...

Speaker: Weiß ich nicht.

Speaker: Ich würde sagen, man kann dafür auch schon fast in einem normalen Restaurant essen gehen.

Speaker: Meinst du ein normales Restaurant, zum Beispiel dieses mit dem goldenen M?

Speaker: Ja.

Speaker: Echt?

Speaker: Ja.

Speaker: Also man kann schon für 8 Euro oder so kriegt man schon was zu essen.

Speaker: Aber es ist halt nicht 2,50.

Speaker: Ja, also man kann da essen.

Speaker: Und es gibt Kakao für 1 Euro.

Speaker: Der ist wohl sehr zu empfehlen, habe ich gehört.

Speaker: Still Kakao.

Speaker: Also bleibt halt Kakao.

Speaker: Soll ich dir mal, ich kann dir mal gerade, deswegen, ich hab mal geguckt, was bei uns Essen kostet, ja?

Speaker: Ja.

Speaker: Heute, Freitag gibt's in Deutschland Fisch, das ist so, keine Ahnung, wegen Jesus.

Speaker: Also ernsthaft.

Speaker: Ja, ich weiß.

Speaker: Freitags gibt's bei uns veganen Milchreis, also heute gab's veganen Milchreis mit heißen Rosmarinkirschen.

Speaker: Äh, was Rosmarinkirschen?

Speaker: So.

Speaker: Kostet für Studierende 2,50.

Speaker: Ich bin nicht mehr Studierender, ich bin Bediensteter.

Speaker: Kostet 5 Euro.

Speaker: Ein fucking Milchreis.

Speaker: Vegan.

Speaker: Ja.

Speaker: So, und als Fleischgericht oder Fischgericht gab es heute Seelachsfilet im Backteig mit hausgemachter Remoulade.

Speaker: Und Schwenkkartoffeln.

Speaker: So, 4,40 Euro für Studierende und für Erwachsene für 6,90 Euro.

Speaker: Aber das ist doch frech.

Speaker: 7 Euro quasi.

Speaker: Ja, aber das ist zwar auch frech, okay.

Speaker: Aber bei uns ist es ja so, egal ob du Azubi bist oder nicht, du zahlst halt immer mehr...

Speaker: Ich würde jetzt schätzen, bei uns das würde 8 Euro kosten, aber ich esse da nie.

Speaker: Ich denke immer nur, Kaffee vom Automaten, der kostet 80 Cent, das ist schon okay.

Speaker: Ja, am Ende ist es halt, ich finde die Idee von so einer Verpflegung, also bei euch ist es ja wahrscheinlich einfach ein externer Anbieter, okay.

Speaker: Bei uns ist es halt das Studentenwerk, das kriegt, da musst du halt monatlich, oder nicht monatlich, sondern jedes halbe Jahr musst du als Student, ich glaube mittlerweile sind es 380 Euro oder so, ein Studentenwerk bezahlen, davon wären dann

Speaker: die Wohnheime subventioniert und das Essen und so weiter.

Speaker: Und das sind halt Vereine.

Speaker: Also das ist irgendwie ein eingetragener Verein, diese Studentenwelt.

Speaker: Und das Essen wird auch subventioniert.

Speaker: Das heißt, die dürfen einerseits keinen Gewinn machen, halt so Quersubventionierung, okay.

Speaker: Und das wird subventioniert.

Speaker: Und trotzdem kostet es so viel.

Speaker: Dann denke ich mir, nee,

Speaker: So.

Speaker: Außerdem bin ich jetzt wieder fett, deswegen muss ich Brot essen.

Speaker: Jeden Tag scheiß Brot.

Speaker: Lecker.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber ich beleg mir das zu Hause mit Schinken, ist ja der Geheimtipp von dir.

Speaker: Hat keine Kalorien und nur Eiweiß, also schon Kalorien, aber wenig.

Speaker: Geil.

Speaker: So.

Speaker: So, zweites Lehrjahr fertig, Bubica, Schluss.

Speaker: Jetzt bist du ja im dritten Lehrjahr.

Speaker: Ja.

Speaker: Wann gehst du jetzt auch mal arbeiten?

Speaker: Ja, äh.

Speaker: Auch manchmal.

Speaker: Im dritten Lehrjahr ist es so, da geht man auch nach zu seiner bestimmten Berufsschule und in sein bestimmtes Ausbildungszentrum.

Speaker: Also in meinem Fall beides in Kassel, Berufsschule und Bubitzer.

Speaker: Und im dritten Lehrjahr ist man halt dann mal wesentlich mehr im Betrieb, weil im ersten Lehrjahr, da ist man glaube ich so, ich glaube insgesamt sechs oder acht Wochen im eigentlichen Betrieb.

Speaker: Also in der Firma, die dich bezahlt und anstellt.

Speaker: Und im zweiten Lehrjahr ist man ungefähr so die Hälfte des Jahres in der Firma.

Speaker: Und im dritten Lehrjahr ist man dann, ich glaube, insgesamt ist man da, lass mich schätzen.

Speaker: Warte, ich schätze kurz mit meiner Mappe, in der das steht.

Speaker: Nein.

Speaker: Als wäre ich so gut vorbereitet.

Speaker: Zählst du gerade mit deinen Fingern?

Speaker: Nein.

Speaker: Ich musste noch die Schuhe ausziehen, weil es sind mehr als vier Wochen.

Speaker: Weil, also, ja, hat ja 40 Tage.

Speaker: Nein, ich sage jetzt einfach mal 18 Wochen.

Speaker: 18 oder 20 Wochen ist man dann in der Schule und im Bubitzer zusammen.

Speaker: Also in der überbetrieblichen ist man im letzten Jahr nur noch vier Wochen.

Speaker: Okay.

Speaker: Und im Bubitzer ist aber auch, das ist eigentlich so das Wichtigste, was man lernt, lernt man im Bubitzer für die Gesellenprüfung, weil in der Gesellenprüfung baut man auch von Hand so ein kleines Modell aus Holz, um damit zu gucken, ob man dafür geeignet ist, auf der Baustelle mit Maschinen ein Dach zu bauen.

Speaker: Also du weißt schon, dass für mich ein kleines Modell ist einfach so ein 5x5 cm kleines Haus, was ihr baut.

Speaker: Nein, das wäre ein sehr kleines Haus.

Speaker: Es gibt halt verschiedene Modelle.

Speaker: Manche sind so 20x30 cm und manche sind 1 m mal 1 m und so 60 cm hoch.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja.

Speaker: Wow, dein Handy macht diese Geräusche, wie Nokia 3210 gemacht hat bei Boxen.

Speaker: Ja, cool.

Speaker: Ich wette, das wird hier rausgeschnitten und am Ende hast du wieder einfach nur darauf hingewiesen, dass hier ein Geräusch ist, was keiner hört.

Speaker: Ist das schon mal passiert?

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist doch Quatsch.

Speaker: Als würde das Programm, dieses Billo-Programm hier, was uns übrigens Geld kostet, als würde das das rausschneiden.

Speaker: Ja, ich weiß nicht.

Speaker: Du kannst dir die Folge ja mal anhören, nachdem wir sie aufgenommen haben.

Speaker: Mache ich doch.

Speaker: Bevor ich sie hochlade, prüfe ich natürlich, ob ich sie gut finde.

Speaker: Ja, und?

Speaker: Ist doch schön.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich habe sie mir ja jetzt auch schon angehört.

Speaker: Ja, live quasi.

Speaker: Ja.

Speaker: Gut.

Speaker: Drittes Lehrjahr.

Speaker: Aber da ist wieder halt, da werdet ihr auf die Gesellenprüfung vorbereitet.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Die Zwischengesellenprüfung ist irrelevant, oder?

Speaker: Die besteht man oder nicht?

Speaker: Ja, es gibt eine Zwischenprüfung nach dem zweiten Lehrjahr, eine theoretische und eine praktische.

Speaker: Das ist bei der Gesellenprüfung auch so.

Speaker: Der theoretische Teil, den lernt man eher in der Berufsschule und den praktischen eher in Bubitzer.

Speaker: Und im Betrieb lernt man eigentlich nur alles, was man so braucht für nach der Lehre.

Speaker: Ich dachte, man hätte hauptsächlich schleppen und kehren.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ich weiß nicht.

Speaker: Aber bei der Zwischenprüfung, die hat halt, die findet dann irgendwann statt.

Speaker: Im Sommer vom zweiten Lehrjahr, also Ende zweites Lehrjahr, gibt es eine Zwischenprüfung.

Speaker: Die ist quasi so eine kleine Gesellenprüfung.

Speaker: Da musst du auch... Hast du halt... Wow.

Speaker: Wenn man klein ist, muss man die wohl nach zwei Jahren machen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja, ich will jetzt hier keine Namen nennen für kleine Gesellen, aber...

Speaker: Man kriegt nach zwei Jahren dann halt die Zwischenprüfung.

Speaker: Okay.

Speaker: Bist du jetzt kleiner?

Speaker: Also man ist dann auch nicht.

Speaker: Man ist dann nichts.

Speaker: Nein, man kann aber, es gibt eine Ausbildung zum kleinen Gesellen quasi, das ist letztlich der Ausbau Facharbeiter.

Speaker: Das ist, wenn dein Chef

Speaker: Dein Chef sagt dir quasi am Anfang, ja, wir machen erstmal einen Vertrag für zwei Jahre und einen Ausbau-Facharbeiter-Vertrag.

Speaker: Dann lernst du alles in zwei Jahren.

Speaker: Deine Zwischenprüfung ist deine Abschlussprüfung.

Speaker: Danach bist du Ausbau-Facharbeiter und verdienst einfach weniger Geld und bist dann aber halt schon nach zwei Jahren fertig.

Speaker: Aber die ist für immer gleich.

Speaker: Also diese kleine Gesellenprüfung.

Speaker: Diese Zwischenprüfung quasi, die ist dann nicht anders, wenn ich diesen Ausbaufachtypen da mache.

Speaker: Früher war das so, da hat man manche Leute haben bei uns, ich war auf so einer Gesamtschule, da haben die Leute, die auf dem Gymnasium waren, haben nach der 10.

Speaker: Kasse auch einen Realschulabschluss, die Prüfung einfach mitgeschrieben.

Speaker: Das ist so lustig, weil ich war sieben Jahre vor dir in der Schule.

Speaker: Ich war ja länger in der Schule, weil ich so schlau war, dass die wollten, dass ich noch ein Jahr bleibe.

Speaker: Bei uns gab es diese Abschlussprüfung nicht, sondern auf der Realschule gab es die.

Speaker: Wenn man aber auf dem Gymnasium war, hat man einfach nach der neunten Klasse seinen Hauptschulabschluss ohne Prüfung.

Speaker: Du hast einfach zehnte Klasse, fertig.

Speaker: Ja, das ist ja praktisch.

Speaker: Und wenn du weiter nach der 10. halt dann Realschule und so weiter.

Speaker: Du hattest sogar nach der 12, ich weiß nicht, wie das heute ist, wenn du nach der 12 das nicht geschafft hast, nee, warte mal, musst du das schaffen, wenn du dann dein Abi aber nicht geschafft hast, nach dem 13.

Speaker: Schuljahr, konntest du einfach ein Jahr Praktikum machen und hattest Fachabi.

Speaker: Mhm.

Speaker: Irgendwie unfair, weil man musste dann nie Abschlussprüfungen schreiben.

Speaker: Ja, aber man hat dann auch nur Fachabi.

Speaker: Also ich habe auch nur Fachabi.

Speaker: Aber ihr musst ja wenigstens eine Prüfung schreiben.

Speaker: Ja.

Speaker: Der Dominik übrigens fällt mir... Verdammt.

Speaker: Wie komme ich da jetzt wieder raus?

Speaker: Gar nicht.

Speaker: Okay, also.

Speaker: Jemand, der nicht Dominik heißt, hat...

Speaker: Nee, egal.

Speaker: Ich erzähle das mal anders und sage nicht, wer es ist.

Speaker: Okay.

Speaker: Kurze Frage jetzt.

Speaker: Also, du hast jetzt diese kleinen Gesellenprüfungen und am Ende kommt die Abschlussgesellenprüfung, richtig?

Speaker: Ja.

Speaker: Aber diese kleine Gesellenprüfung, wenn ich die nicht bestehen würde, erstens geht das und zweitens, was passiert dann?

Speaker: Die Zwischenprüfung.

Speaker: Ja.

Speaker: Als du, als ich.

Speaker: Der Große.

Speaker: Die Leute wissen, wie ich heiße.

Speaker: Max.

Speaker: Ja.

Speaker: Hallo, jetzt sag ich meinen Namen.

Speaker: Nein.

Speaker: Wow.

Speaker: Das war eine dramatische... Ne, das war eine Trommel.

Speaker: Da geht's.

Speaker: Man kann die nicht nicht bestehen.

Speaker: Also man kann da durchfallen, aber das macht nichts.

Speaker: Okay.

Speaker: Das ist einfach egal.

Speaker: Um mal zu gucken.

Speaker: Ja, und dein Chef weiß dann halt, dass du doof bist oder nicht.

Speaker: Also das heißt jetzt nicht, dass man doof ist, nur weil man die Zwischenprüfung nicht versteht.

Speaker: Aber ich frage nicht, wie viele sie bestanden haben.

Speaker: Ja, das weiß ich auch gar nicht.

Speaker: Nein, das weiß man nie.

Speaker: Habe ich schon von den Noten bei der Doktorprüfung erzählt?

Speaker: Du hast so gesagt, dass du die nicht sagst.

Speaker: Ja, aber dass es welche gibt, habe ich erzählt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Wir hatten ja eigentlich immer als Ziel die schlechteste Note, aber haben wir nicht geschafft.

Speaker: Ah, der letzte Folge war, wie man Doktor wird, ne?

Speaker: Ja.

Speaker: War die auch, wie man Prof wird schon?

Speaker: Teilweise, glaube ich.

Speaker: Doch, ja.

Speaker: Okay.

Speaker: Jedenfalls macht man dann am Ende die Abschlussprüfung bei euch und die besteht man auch immer.

Speaker: Was ist, wenn man da durchfällt?

Speaker: Kann man da durchfallen?

Speaker: Ja.

Speaker: Da fallen Leute regelmäßig durch, ja.

Speaker: Und da kann auch jeder durchfallen.

Speaker: Und dann?

Speaker: Da musst du wiederholen.

Speaker: Schön nochmal drei Jahre, fängst du wieder an.

Speaker: Hallo.

Speaker: Nein, dann muss man die ein halbes Jahr später wiederholen.

Speaker: Auch wenn man krank ist zum Beispiel, dann muss man auch ein halbes Jahr später die Prüfung wiederholen.

Speaker: Aber hat man jetzt eher Angst vor Theorie oder Praxis?

Speaker: Das kommt auf dich an.

Speaker: Also ich habe eher Angst vor Praxis.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja.

Speaker: Also was heißt Angst?

Speaker: Ich habe jetzt auch nicht Angst und denke mir, oh nein, ein Praxis.

Speaker: Mein Nachbar ist so.

Speaker: Er hat es einfach Praxis.

Speaker: Wow.

Speaker: Wow.

Speaker: Ja, der ist aus Griechenland.

Speaker: Praxis Gynäkologus.

Speaker: Wow.

Speaker: Wow.

Speaker: Jedenfalls heißt es wirklich Praxis, nur sein Nachname ist nicht so.

Speaker: Also Vorname ist Praxis.

Speaker: Ja.

Speaker: Praxis.

Speaker: Ja, Praxis, oder?

Speaker: Aber macht ihr da auch wieder so ein Gesellenstück quasi?

Speaker: Und ich kenne das von meinem Mitbewohner, der war Schreiner.

Speaker: Der hat das Gesellenstück so in den Schrank gemacht, wie jeder wahrscheinlich.

Speaker: Und machst du jetzt ein Gesellenstück, baust du dir ein Dach und nimmst es mit heim?

Speaker: Genau.

Speaker: Krass.

Speaker: Natürlich nicht.

Speaker: Da baut man wieder so ein ein Meter großes Modell.

Speaker: Kein kleines Modell.

Speaker: Nein, man baut dann wieder so ein Modell.

Speaker: Ja, und das wird dann halt bewertet.

Speaker: Da ist nicht so, dass man schön in seiner Werkstatt sitzt und da acht Monate Zeit hat.

Speaker: Also du machst das live quasi?

Speaker: Ja.

Speaker: Krass.

Speaker: Das war doch bei der Zwischenprüfung auch so.

Speaker: Da hast du acht Stunden Zeit, musst dir da was aufzeichnen und dann musst du das halt bauen.

Speaker: Und wenn ich Durchfall habe in den acht Stunden?

Speaker: Ja, dann kannst du passieren, dass du durchfällst.

Speaker: Darf ich aufs Klo gehen?

Speaker: Ja, man darf sogar eine Frühstückspause machen.

Speaker: Darf man rauchen?

Speaker: es gibt um 9 Uhr so eine Frühstückspause, da gehen halt alle Leute raus.

Speaker: Und dann unterhält man sich.

Speaker: Dann unterhält man sich und gibt sich Tipps.

Speaker: Und ja.

Speaker: Das macht für mich den Eindruck, als würde man bei der Praxis, wenn man jetzt wirklich sich da irgendwie vorbereitet, ein bisschen, also bei uns gab es immer so Prüfungen und so, also es gab bei uns auch mündliche Prüfungen, ja.

Speaker: Und so würde ich das jetzt mit der praktischen Prüfung, zumindest stelle ich mir das so vor, dass wenn man jetzt, also in der schriftlichen Prüfung war ich immer schlecht, weil du kannst einfach, da ist irgendeine Frage und dann verkackst du es und verrennst dich so und dann hast du halt verloren bei null.

Speaker: Und in der praktischen Prüfung oder in so einer mündlichen Prüfung war das immer so, natürlich, wenn dein Prüfer jetzt kein gemeiner Mensch ist, dann sagt er dir natürlich vorher schon mal so, ah nee, das ist Kacke jetzt.

Speaker: oder sagt halt irgendwie so, ja, überleg doch nochmal in eine andere Richtung.

Speaker: Und so, ich stelle mir das jetzt, du baust ja dann nicht, wenn du jetzt das Dach komplett falsch baust.

Speaker: Dann baust du es komplett, nein.

Speaker: Erzhaft?

Speaker: Ja, da sind, du bist ja da auch nicht alleine, sondern da sind irgendwie... Machen das alle gleichzeitig?

Speaker: Ja, natürlich.

Speaker: Ja, aber dann siehst du das doch.

Speaker: Ja, aber du kannst ja nicht die ganze Zeit bei deinem Nachbarn abgucken und was nachbauen.

Speaker: Also kannst schon, haben vielleicht, also kann man schon machen.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber erstens wird darauf geachtet, dass du nicht abguckst.

Speaker: Ich muss darauf auch achten, wenn ich Klauselaufsicht habe.

Speaker: Mache ich auch immer.

Speaker: Ja, aber bei uns, die machen das auch.

Speaker: Und die sagen einem halt auch nicht, wenn du irgendwas falsch machst.

Speaker: Die kommen nur manchmal und verunsichern einen oder labern einen voll oder erzählen einem spannende Sachen.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber du kannst halt nicht abgucken.

Speaker: Du kannst ja auch nicht, weiß ich nicht, wenn du keine Ahnung hast, wie das funktioniert, bringt es dir ja auch nichts.

Speaker: Man hat es doch gemacht vorher.

Speaker: Ja, sowas ähnliches.

Speaker: Ja, aber da sagt ja einer, baue jetzt so ein Dreieck und legt da die Ziegel drauf.

Speaker: Wir sind ja keine Dachdecker.

Speaker: Ohne Ziegel, okay, ist halt dann kein Dach.

Speaker: Aber das ist doch dann ein Dach, ist dreieckig, ich verstehe es nicht.

Speaker: Du baust doch da, ja gut, das kann man hier jetzt aber auch schwer vermitteln, was wir da bauen.

Speaker: Ich habe dir doch schon mal Fotos geschickt.

Speaker: Ja, das war ein Dreieck, das war ein viereckiger.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Nee, sag.

Speaker: Also in meiner Erinnerung war das ein viereckiger Basisriss, auf dem dann quasi die Front, Bug und Heck quasi war ein Dreieck und da oben war so eine Fette drauf.

Speaker: Hä?

Speaker: Kennst du das Haus vom Nikolaus?

Speaker: Das klingt wie ein Urlaubsfoto von deiner Ma.

Speaker: Wow.

Speaker: Aber das ist so dumm.

Speaker: Es ist jedenfalls... Ja, keine Ahnung.

Speaker: Zeig mir einfach Bilder.

Speaker: Wir laden auf unserem Instagram-Account Bilder hoch.

Speaker: Ja.

Speaker: Gut.

Speaker: So, dann bist du Geselle.

Speaker: Dann würde mich interessieren, nächste Folge, also übernächste, weil nächste Folge bin ich dran.

Speaker: Bei mir sind ganz aufregende Sachen passiert.

Speaker: Nächste Folge, die von dir würde mich das mit diesem Walzen interessieren.

Speaker: Was machen wir eigentlich, wenn wir fertig erzählt haben von der Ausbildung?

Speaker: Ja, weiß ich nicht.

Speaker: Dann musst du halt nochmal was lernen oder so.

Speaker: Oder wir haben Gäste.

Speaker: Vielleicht kann der wirklich, weiß nicht, die Leute können sich ja mal bewerben.

Speaker: Ich mache da so eine Maske.

Speaker: Ja.

Speaker: Gut.

Speaker: Ja, dann würde ich sagen, also ich teaser schon mal ein bisschen an.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Nee, mach du.

Speaker: Naja, ich hatte ja noch nicht ganz fertig erzählt, wie die Gesellenprüfung abläuft.

Speaker: Achso, ich dachte, ihr baut ein Dreieck und fertig.

Speaker: Ja, das ist in deinen Augen so, aber so ist das ja nicht.

Speaker: Das ist ja nicht so, oh hier, ich habe mal ein Dreieck gebaut, hier ist ein neues Dreieck, jetzt bist du Geselle, herzlichen Glückwunsch.

Speaker: Sondern da fallen regelmäßig Leute durch.

Speaker: Und es gibt halt eine praktische Prüfung, die ist acht Stunden, da baust du dein Ding und du kannst nicht andauernd beim Nachbarn gucken, weil die Zeit jetzt auch nicht so ist, dass du dem alles nachbauen kannst.

Speaker: Beim Frühstück kannst du dich mit deinem Nachbarn ein bisschen austauschen und dann nach dem Frühstück beginnt immer das große Radieren.

Speaker: Okay.

Speaker: Das gibt es beim ProSieben.

Speaker: Man zeichnet sich eins zu eins auf, was man baut.

Speaker: Da muss man sein Holz anreißen.

Speaker: Also ich kann ja jetzt auch nicht alles erklären, aber

Speaker: Dann musst du das ausarbeiten.

Speaker: Da kannst du auch nicht beim Nachbarn gucken, auf welchem Strich er gerade sägt, weil da gibt es verschiedene Striche, die man absägt.

Speaker: Und dann baust du da deinen Dachstuhl von mir aus, wenn das deine Gesellenprüfung ist.

Speaker: Ja, was?

Speaker: So ein Dachstuhl besteht ja aus verschiedenen Teilen.

Speaker: Was ist eigentlich eine Pärgula?

Speaker: Naja, so eine Art Pavillon.

Speaker: Naja, so eine Pergola ist einfach ein Holzpavillon im Garten.

Speaker: Ach, ein Pavillon.

Speaker: Du meinst sowas vom Festival.

Speaker: Heißt das Pavillon, diese weißen Dinger?

Speaker: Hat jemand ein Pavillon?

Speaker: Ja.

Speaker: Hä?

Speaker: Wie soll das denn sonst heißen?

Speaker: Ich war mir nicht sicher.

Speaker: Ich dachte, das heißt irgendwie Pavillon.

Speaker: Also Pavillon, okay.

Speaker: So, das macht ihr da und dann wird gemessen, ob es gerade ist oder ob es richtig dreieckig ist.

Speaker: Ja, da gehört schon ein bisschen mehr dazu.

Speaker: Wie das jetzt auch nicht runterspielen?

Speaker: Ja, klingt auch gar nicht so.

Speaker: Aber wie wird das kontinuiert?

Speaker: Was ist die Bewertung?

Speaker: Naja, er guckt sich an, ob es gut ist.

Speaker: Er hat eine Schablone, wie das Teil aussehen soll.

Speaker: Zum Beispiel.

Speaker: Oder er misst eine Maße nach.

Speaker: Oder er guckt einfach, ob es passt.

Speaker: Okay.

Speaker: Weil es ist ja jetzt auch nicht einfach, dass man da eine Dachlatte sich baut.

Speaker: Wow!

Speaker: Das wäre die beste Prüfung überhaupt.

Speaker: In deinen Ohren oder aus deinem Mund klingt es gerade so, als wäre das mein Beruf.

Speaker: Ich baue bitte ein Dreieck.

Speaker: Oh cool, ein Dreieck, danke.

Speaker: Ja, das wäre immer noch schwieriger als eine Dachlatte.

Speaker: So, wie baut man denn eine Dachlatte?

Speaker: Man legt sie da hin.

Speaker: Ja.

Speaker: So, und dann gibt es am nächsten Tag, der praktische Teil besteht aus zwei Teilen, einem praktischen Teil, wo man baut, und am nächsten Tag gibt es nochmal so

Speaker: ein Fachgespräch.

Speaker: Das hat dann jeder Einzelne.

Speaker: Da geht man zu seinem Tisch und da stehen da drei Prüfer und fragen einen nochmal Sachen, warum man das und das gemacht hat.

Speaker: Und muss man sich noch selbst so ein bisschen einschätzen.

Speaker: Also im Prinzip wie deine komische Verteidigung da.

Speaker: Kann man da dann...

Speaker: sich wirklich verteidigen.

Speaker: Also wenn du jetzt, keine Ahnung, dein Dreieck ist irgendwie nicht rechtwinklig oder nicht gleichschenklich, sondern anders schenklich.

Speaker: Und dann kannst du da, wenn du da jetzt sagst, ja, ich weiß, ich hätte das so, aber mir ist mir in dem Schritt da, ist mir passiert, ich habe das falsch angerissen, deswegen ist es jetzt schon Stuhl geworden.

Speaker: Ist mir das trotzdem durchgefallen?

Speaker: Ja, das kommt noch an, wie schlimm man es verkackt hat.

Speaker: Aber eigentlich kann man sich, die Ausarbeitung ist ja nicht alles.

Speaker: Und dann kannst du dich da schon noch mal

Speaker: Ein bisschen retten.

Speaker: Weil bei uns ist das ja auch so.

Speaker: Aber das erzähle ich vielleicht mal, wenn ich erzähle, wie man seine Bachelorarbeit macht.

Speaker: Ich habe eigentlich noch nie erzählt, was ich mache, oder?

Speaker: Naja doch, im letzten Podcast hast du doch erzählt.

Speaker: Ja, aber was ich arbeite, also wie ich arbeite.

Speaker: Nee, du hast doch mal gesagt, dass du arbeitest.

Speaker: Ja, aber so wie jetzt mein Tagesablauf ist.

Speaker: Nee.

Speaker: Weil der Lautier ist ja ja da sitzen und denken.

Speaker: Das ist unfassbar dumm, dass du das denkst.

Speaker: Ja, was machst du denn da sonst?

Speaker: Wenn ich da schön meine Dreiecke baue.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Aber come on.

Speaker: Also, ihr macht diese Abschlussarbeit so.

Speaker: Weißt du nach dem praktischen Teil, ob du bestanden hast?

Speaker: Also, darfst du zu dieser Verteidigung, nenne ich das jetzt mal, auch, wenn es richtig Kacke war?

Speaker: Ja, du kannst dich ja noch hochreden vielleicht.

Speaker: Okay, weil bei uns ist es so, man darf die, wenn man jetzt eine Abschlussarbeit macht, Bachelor-Master-Arbeit, darf man nur zur Verteidigung kommen, wenn man mindestens bestanden hat.

Speaker: Ja, das ist doch gut, da weiß man dann schon mal, ob man bestanden hat.

Speaker: Aber man erfährt da auch direkt, ob man bestanden hat.

Speaker: Habe ich heute erst gelernt.

Speaker: Also jetzt meinst du nach dem Gespräch oder am Tag vorher?

Speaker: Na, an dem Tag mit dem Gespräch.

Speaker: Ich hasse das übrigens, weil bei uns ist halt, das ist nicht überall so mit, ach, das ist ein extra Thema, aber ich hasse das, wie das dann bei euch auch ist.

Speaker: Ich finde das einfach schade, dass ihr habt ja dann diesen stressigen Tag, wo ihr das gebaut habt, dann würde man sich ja jetzt wünschen, ah, ich gehe heim und saufe mir die Hucke voll und feier.

Speaker: Mhm.

Speaker: Aber, nein, du musst am nächsten Tag noch zu dem Gespräch.

Speaker: Das heißt, du kannst dich nie freuen, dass dieser schwere Teil schon vorbei ist.

Speaker: Dann freust du dich nach dem Gespräch.

Speaker: Ja, aber da ist ja eigentlich auch schon wieder ein Tag her.

Speaker: Keine Ahnung.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann kriegst du so eine Kutte an.

Speaker: Oder sagt der dann, herzlich willkommen, du bist jetzt Geselle, mach's gut.

Speaker: Ja, dann krieg mir so eine Kutte an.

Speaker: Dann geh ich schön Motorrad fahren.

Speaker: Meine Kutte.

Speaker: Ich muss da aber aufpassen.

Speaker: Ich glaube, in Kassel ist es bestimmt irgendwie Kuttenverbot.

Speaker: Kann sein.

Speaker: Ja.

Speaker: Nee, äh.

Speaker: Ist gar nicht so.

Speaker: Es gibt dann später, wenn man bestanden hat, gibt es irgendwann noch eine offizielle Freisprechung.

Speaker: Da kriegt man dann auch seinen Gesellenbrief und ist da auch schön in Kluft.

Speaker: Generell ist man in Bubitzer eigentlich mit Kluft.

Speaker: Das war wohl früher noch strenger und heutzutage kann man da eigentlich kommen, wie man will so ungefähr.

Speaker: Aber darf ich jetzt bei deiner Freisprechung?

Speaker: Ja, was darfst du da?

Speaker: Darf ich da kommen oder ist sie nur für euch?

Speaker: Nein, du darfst da auch kommen.

Speaker: Und da sehe ich eure Dreiecke.

Speaker: Nein, die ist ja von anderen.

Speaker: Das ist einfach so... Wie Abiball.

Speaker: Ja, eigentlich wie Abiball.

Speaker: Gut.

Speaker: Dein Abiball war geil.

Speaker: Der war einfach geil.

Speaker: Da habe ich auch eine Rede gehalten.

Speaker: Du?

Speaker: Ja.

Speaker: Hä?

Speaker: Ich habe eine Rede gehalten?

Speaker: Du hast überhaupt keine Rede gehalten?

Speaker: An meiner Abifeier hast du doch keine Rede gehalten.

Speaker: Nein, aber an meiner, aber du hast an deiner Abibay keine Rede gehalten.

Speaker: Natürlich habe ich da eine Rede gehalten.

Speaker: Sie hat extra die Sarah noch für mich geschrieben.

Speaker: Weil du keine mitgebracht hast?

Speaker: Nein, weil sie keinen Bock hatte zu reden, aber sie wollte die gern schreiben und ich hatte keinen Bock, sie zu schreiben, aber wollte gern reden.

Speaker: Dann geht's los.

Speaker: Hallo, im Namen von Sarah und mir.

Speaker: Das war wirklich so.

Speaker: Da in der Halle, wo dieser alte Dude die Dachkonstruktion so ging.

Speaker: Das war mein Realabschlussball.

Speaker: Hä?

Speaker: Was?

Speaker: Das war mein Realschulabschlussball.

Speaker: Mein Abiball war woanders.

Speaker: Dann war ich da gar nicht.

Speaker: Da waren wir doch.

Speaker: Da warst du mit.

Speaker: Ach, in Blubach.

Speaker: Wow.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das heißt so.

Speaker: Ich weiß, dass das so heißt.

Speaker: Aber wir haben doch keinen, der daherkommt, oder?

Speaker: Als Hörer.

Speaker: Weiß ich nicht.

Speaker: Also eigentlich schon, aber ja.

Speaker: Jedenfalls, ach ja, da war das, genau.

Speaker: Da habe ich noch mit dem einen hier, der hatte doch Schnaps im Auto.

Speaker: Ja.

Speaker: Ach, das war schön.

Speaker: Ja.

Speaker: Da ist doch immer Kürmess, Indoor-Kürmess.

Speaker: Was ist eigentlich Indoor-Kürmess?

Speaker: Wenn mir das mal einer erklären kann.

Speaker: Aber das ist wirklich ein anderes Thema.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich finde, wir sollten einen Podcast, einen extra Folge über Indoor- und Outdoor-Kürmess machen.

Speaker: Ja.

Speaker: Gut.

Speaker: Das war's.

Speaker: Ja, würde ich auch sagen.

Speaker: Gute Nachricht gab es diese Woche nicht.

Speaker: Ja, schade eigentlich.

Speaker: Die gute Nachricht ist, es gab doch noch einen Podcast diese Woche.

Speaker: Ja, tadaa.

Speaker: Und die beste Nachricht ist, am Sonntag oder am Montag kommt der nächste.

Speaker: Und da erzähle ich euch, was ich arbeite und worüber ich arbeite.

Speaker: Aha.

Speaker: Ich sage nur so viel.

Speaker: Und ich verabschiede mich mit dem antiesenden Wort.

Speaker: Warte mal, ich muss erst unser Outro suchen.

Speaker: Ah, jetzt passt auf.

Speaker: Max, verabschiede dich schon mal.

Speaker: Ja, schön.

Speaker: Danke fürs Zuhören.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

Speaker: Hasta luego.

Speaker: Dein Stuhl nervt einfach nur.

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