Transcript
Speaker: Doch nicht, ja.
Speaker: Warte mal, jetzt muss ich neu anfangen.
Speaker: Ja, jetzt ist das alles drin.
Speaker: Verdammt.
Speaker: Mach jetzt den Opener.
Speaker: Ja.
Speaker: Was?
Speaker: Warum?
Speaker: Herzlich willkommen zu unserer zweiten Folge von
Speaker: Vom Podcast mit dem Namen Dr. Mietstift.
Speaker: Ich bin Doktor und das ist der Stift.
Speaker: Hi Max.
Speaker: Hallo Benjamin, hier ist der Stift.
Speaker: Hi.
Speaker: Hi.
Speaker: Du sagst nie Benjamin.
Speaker: Ja.
Speaker: Warum sagst du jetzt Benjamin?
Speaker: Sag doch bitte Benni.
Speaker: Ja, okay, Benni.
Speaker: Danke.
Speaker: Wie geht's dir, Benni?
Speaker: Gut.
Speaker: Ich hab dich gestern besucht.
Speaker: Ja, das hab ich mitbekommen.
Speaker: War ganz schön.
Speaker: Ja, wir waren in einer alten Krebsklinik.
Speaker: Also schon in der Nähe habe ich Zivildienst gemacht.
Speaker: Und die wurde aufgegeben vor, weiß nicht, mittlerweile 2007, 15 Jahren, 16 Jahren, 17, 18 Jahren, keine Ahnung.
Speaker: Aber die gibt es noch.
Speaker: Also die wurde aufgegeben und das ist einfach, machst du was damit?
Speaker: Es ist einfach so, als hätten die morgens gesagt, so Leute, heute sind wir pleite, geht heim.
Speaker: Es liegt einfach noch alles rum.
Speaker: Ja, das war schon verrückt.
Speaker: Ja, man merkt es.
Speaker: Du bist hellauf begeistert.
Speaker: Ja.
Speaker: Deswegen habe ich jedenfalls gestern oder wir haben deswegen gestern keinen Podcast aufgenommen.
Speaker: Obwohl wir vorhaben, immer sonntags aufzunehmen.
Speaker: Ja, hat direkt bei der zweiten Folge nicht geklappt.
Speaker: Stark.
Speaker: Ja, sehr gut.
Speaker: Dann können wir uns ja nur noch steigern.
Speaker: Ja, das stimmt allerdings.
Speaker: Ja, Max, heute bist du dran, würde ich sagen.
Speaker: Der Podcast soll ja nicht nur Quatsch sein, sondern wir haben ja Bildungsauftrag von uns selbst bekommen.
Speaker: Ja, erstmal habe ich mir einen neuen Stuhl besorgt, der weniger quietscht, das wurde erwähnt.
Speaker: Ja, die ganzen Zuschauer haben gesagt, Max, äh Zuhörer, Max soll sich einen neuen Stuhl besorgen, hat er gemacht, direkt.
Speaker: Ja.
Speaker: Was hast du für einen Stuhl?
Speaker: Was interessiert die Hörer?
Speaker: Was hast du für einen Stuhl?
Speaker: Einen grauen?
Speaker: Wow, nicht die Farbe.
Speaker: Wie sieht der aus?
Speaker: Grau?
Speaker: Nein, er ist ein dick gepolsterter Stoffstuhl zum Drehen.
Speaker: Das ist ein klassischer Bürostuhl in grau.
Speaker: So ohne Lehne?
Speaker: Nein, mit Lehne natürlich.
Speaker: Nein, nicht mein Armlehne.
Speaker: Ja, auch mit Armlehne.
Speaker: Sonst wäre es ja der Hocker.
Speaker: Hä, aber ich kenne den gar nicht.
Speaker: Hast du dir den extra gekauft?
Speaker: Nee, den habe ich schon immer.
Speaker: Der ist nur sehr unbequem und deswegen habe ich eigentlich einen anderen, aber für den Podcast ist mir nichts zu schade.
Speaker: Da nimmst du aber den alten Stuhl.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, stark.
Speaker: Ja, aber wie gesagt, heute wollen wir dem Bildungsauftrag gerecht werden und neben dem neuen Stuhl von Max und weniger, weniger, weniger
Speaker: Leitfaden, roter Faden, wie auch immer, geht es darum, dass Max ja Zimmermann ist, oder?
Speaker: Also Schreiner im Prinzip, kann man sagen.
Speaker: Ja, also im Prinzip soll es heute einfach nochmal darum gehen, warum ich überhaupt Zimmermann geworden bin oder warum ich die Ausbildung zum Zimmerer begonnen habe.
Speaker: Warum Zimmerer und Zimmermann, Max?
Speaker: Das weiß ich zum Beispiel schon nicht.
Speaker: Für mich ist ein Zimmermann halt ein Zimmermann.
Speaker: Ja, das heißt jetzt halt Zimmerer.
Speaker: Und Zimmererin, das hat einfach keinen bestimmten Grund, das hat sich einfach im Laufe so entwickelt, man sagt nicht mehr Zimmermann, sondern Zimmerer, aber die meisten Leute in der Branche sagen immer noch Zimmermann.
Speaker: Ah, das heißt, man sagt quasi, ja, weil Zimmermann ist tatsächlich blöd, weil Zimmerfrau, ja, man hätte auch Zimmerfrau machen können.
Speaker: Ja, aber wahrscheinlich gendert man korrekt Zimmerer und nicht Zimmerer.
Speaker: Zimmermann und Zimmermann innen, sondern... Das hätte ja Zimmerfrau.
Speaker: Ich sage doch Zimmerfrau.
Speaker: Naja, jedenfalls habe ich dann schon mal gelernt.
Speaker: Zimmermann ist gleich Zimmerer.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Dann kannst du mir vielleicht noch erklären, bevor du jetzt anfängst, mit dem längsten Monolog der Welt, Zimmermann.
Speaker: Was ist das?
Speaker: Warum ist ein Zimmermann kein Schreiner?
Speaker: Wo ist der Unterschied?
Speaker: Ihr baut Beine mit Holz.
Speaker: Ja, wir bauen...
Speaker: Beide mit Holz, aber natürlich völlig unterschiedliche Dinge.
Speaker: Beim Zimmerer oder Zimmermann geht es natürlich hauptsächlich um das Dach, den Dachstuhl, alles an der Fassade und auf dem Dach.
Speaker: Ums Haus und auf dem Haus, da ist der Zimmermann zu Hause und der Schreinerer, Schreiner, der Schreinerer, Schreiner, hör doch auf jetzt.
Speaker: Der Schreiner ist dann eher im Inneren des Hauses zu finden, wenn es um Möbel geht oder Innenausbau, sowas macht dann eher der Schreiner.
Speaker: Und?
Speaker: Auch Tischler genannt.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber kurz muss ich einhaken.
Speaker: Ihr macht auch manchmal so Dämmung oder so.
Speaker: Ist das Zimmermann oder Schreiner oder macht es einfach jeder am Baum, macht auch mal Dämmung?
Speaker: Naja, wenn du was am Dach machst, muss das ja zwangsläufig gedämmt werden.
Speaker: Und weil dann der Zimmermann meist eh gerade da ist, dämmt er das auch gleich mit.
Speaker: Das gehört ja zum Aufbau vom Dach oder von der Wand und deswegen macht das der Zimmermann.
Speaker: Und der Schreiner dämmt halt seine Innenwände, wenn er halt seine Innenwände baut.
Speaker: Frage?
Speaker: Ja.
Speaker: Ich unterbreche dich andauernd, tut mir leid, aber wir müssen ja eine halbe Stunde erzählen, sonst hört uns ja keiner zu.
Speaker: Ja.
Speaker: Dieses Dreieck, ne?
Speaker: Ja.
Speaker: Also so ein Haus hat ja ein Dach.
Speaker: Ja.
Speaker: Und dann gibt es ja immer, also jetzt so ein normales, klassisches Haus, was übrigens nicht brennen kann, Häuser können gar nicht brennen.
Speaker: haben ein Dach.
Speaker: Und dieses normale Dreiecksdach, was so schief, also so, wie nennt man das Diagonales?
Speaker: Wie heißt denn ein normales Dach?
Speaker: Du meinst wahrscheinlich ein Satteldach.
Speaker: Ja, von mir aus ein Satteldach, was einfach so ein Dreieck ist.
Speaker: Das aussieht wie, wenn man ein DIN A4-Blatt in der Mitte falten würde.
Speaker: Das ist ein Quadrat.
Speaker: Nein, natürlich die 3D-Figur davon.
Speaker: Hä?
Speaker: Okay, also, wie das Haus vom Nikolaus.
Speaker: Ja, das ist ein Satteldach.
Speaker: Und das, auf das man da guckt.
Speaker: Ja, da guckt man ja vorne auf das Kreuz und auf dieses Quadrat mit Kreuz und oben drüber ist das Dreieck.
Speaker: Wie nennt man das?
Speaker: Ist das der Fürst, dieses Dreieck?
Speaker: Nein, das wäre jetzt die sogenannte Giebelseite.
Speaker: Aha, und die ist vorne und hinten die Giebelseite.
Speaker: Genau.
Speaker: Und wenn die jetzt gedämmt wird von Ihnen, ich habe das mal gemacht bei einem Kumpel, also umsonst als Hilfe, ich habe da kein Geld oder so bekommen, also habe ich nicht, ich habe da umsonst geholfen und ich glaube, das war Hanf oder so, wurde da innen dran gemacht.
Speaker: Bin ich dann jetzt Schreiner oder Zimmermann?
Speaker: Du bist dann Freund in dem Fall.
Speaker: Ja, aber macht das der Zimmer oder der Schreiner?
Speaker: Das würde in dem Fall, wenn das Dach gerade neu gemacht wird, der Zimmermann machen.
Speaker: Aber du hast ja dann den Giebel gedämmt, das war ja Mauerwerk.
Speaker: Das macht der Maurer.
Speaker: Ja, selten.
Speaker: Meistens passiert ja das dann beim Ausbau des Dachs oder wenn das Dachgeschoss ausgebaut wird, macht das halt derjenige, der das Dachgeschoss ausbaut.
Speaker: Und das darf auch jeder.
Speaker: Ja, ich sage mal so, wenn du jetzt einen Auftrag dafür hast, als Zimmerei das zu dämmen, dann wird dann ein Plan von jemandem erstellt, der weiß, wie man die Verantwortung dafür übernimmt und welche Werte er da gerne einhalten möchte und dann die Arbeit ausführen darf.
Speaker: Im Prinzip jeder, das machen auch manche Bauherren selbst.
Speaker: Okay.
Speaker: Also quasi was, ja okay, macht irgendwie Sinn, wenn das Dach eh in der Mache ist, sag ich mal, dann ist der Zimmermann da, dann macht er das gerade.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich glaube, ich will da, ich meine, die Maler hätten da auch noch irgendwas gemacht, aber egal, das wird jetzt auch, glaube ich, zu spezifisch.
Speaker: Ja, also du hattest angefangen zu erzählen, jetzt weiß ich, was der Zimmermann macht oder wo er sich vom Schreiner unterscheidet.
Speaker: Du wolltest erzählen, wie bist du überhaupt dazu gekommen?
Speaker: Ja, also ich habe halt, wie das so üblich ist, in der Schule versagt.
Speaker: Nein.
Speaker: Ich habe halt ganz normal meine Schule gemacht.
Speaker: Ich war in einer normalen Grundschule und dann Haupt- und Realschule.
Speaker: Und dann nach der 10.
Speaker: Klasse habe ich also überlegt, was macht man?
Speaker: Ausbildung, ja, okay, kann man machen.
Speaker: Aber dann habe ich mir halt überlegt,
Speaker: Schule kenne ich, das mache ich lieber nochmal zwei Jahre weiter, dann ist man auf der sicheren Seite.
Speaker: Und auch, was man so in der Schule und außerhalb der Schule zu der Zeit damals gehört hat, war immer, ja, mach erst mal Abi oder mach erst mal Fachabi, dann hast du das schon mal in der Tasche.
Speaker: Und dann kannst du immer noch weitersehen.
Speaker: Kann man ja dann machen, was man will, hat dann halt Abi.
Speaker: Dann habe ich halt noch zwei Jahre Fachabi gemacht.
Speaker: Während der Zeit habe ich ein Praktikum gemacht.
Speaker: In der Spedition.
Speaker: Das heißt, ich hatte da eigentlich gar nicht so viel mit Handwerk am Hut.
Speaker: Das meiste, was ich am Handwerk am Hut hatte, war halt so bei unserem Opa in der Werkstatt.
Speaker: Der war zum Beispiel Schreiner.
Speaker: Zum Beispiel.
Speaker: Aber ja, in der Schreinerei, da warst ja eher du oder der Johannes mal zu Hause.
Speaker: Weil ich war dann noch relativ jung und habe da gar nicht so viel vom eigentlichen Beruf mitbekommen.
Speaker: Kurze Frage.
Speaker: Ja.
Speaker: Wer ist der Johannes?
Speaker: Ja.
Speaker: Das ist unser dritter Bruder, von dem haben wir doch letzte Woche schon erzählt.
Speaker: Und da hast du mir erzählt, es ist nicht der dritte Bruder.
Speaker: Doch, nein, es ist der zweite.
Speaker: Nein, ich habe erzählt, dass meine zwei Brüder andere Brüder sind als deine zwei.
Speaker: Stimmt, das ist absurd.
Speaker: Jetzt habe ich dich schon wieder unterbrochen, aber das ist gut, weil ich habe noch eine Frage.
Speaker: Ja, gerne.
Speaker: Immer raus damit.
Speaker: Ja, du hast jetzt Abi gemacht, ne?
Speaker: Ja, Fachabi.
Speaker: Ja, also in Hessen oder in Bayern, wo auch immer wir wohnen, aber zum Beispiel in Hessen ist ja Fachabi quasi Abi.
Speaker: Also man kann damit alles studieren.
Speaker: Aber irgendwann bist du ja mal fertig mit der Ausbildung.
Speaker: Und gibt es dann einen Punkt, wo man sagt,
Speaker: Person A, B, C hat jetzt die Ausbildung fertig, aber er hat kein Abi und deswegen kann er folgendes irgendwie nicht machen.
Speaker: Oder werdet ihr quasi alle mit der Ausbildung auf das gleiche Level gehoben?
Speaker: Oder kann man irgendwie, keine Ahnung, Baustellenchef nur sein, wenn man Abi hat?
Speaker: Ich habe keine Ahnung.
Speaker: Naja, das kommt darauf an, was die Firma für Ansprüche stellt.
Speaker: Zum Beispiel so größere Unternehmen in Deutschland, die haben dann halt, natürlich wenn du irgendwie Bauleiter werden möchtest,
Speaker: eher den Anspruch, dass das jemand macht, der Abitur hat.
Speaker: Oder die stellen erstmal nur jemanden ein, der überhaupt Abitur hat, wenn er sich auf die Stelle bewirbt.
Speaker: Aber das ist keine Zugangsvoraussetzung für irgendwas, dass man Abitur braucht im Handwerk.
Speaker: Aber die würden sich dann eher jemand suchen, der hat eine Ausbildung zum Zimmerer und Abitur gemacht und den würde man dann quasi in einer internen Ausbildung, keine Ahnung, zum Bauleiter machen.
Speaker: Oder ist das eine Ausbildung nochmal?
Speaker: Nee, das ist eine Stelle.
Speaker: Ja, danke.
Speaker: Also war es nicht umsonst, dass du dich die zwei Jahre gequält hast?
Speaker: Ja, das war ja eher so, das war gar nicht so viel Qual in der Schule.
Speaker: Da hat man ja eigentlich immer einfach einfach noch zwei Jahre das gemacht, was man die letzten fünf gemacht hat.
Speaker: Und so hat man das ja, so bin ich ja dann auch zum Studium gekommen, weil da dachte ich mir dann wieder, ja, dann studiert man erst mal, da weiß man, was man macht.
Speaker: Also ich habe ja auch an der Fachhochschule studiert, das ist ja auch sehr schwulisch.
Speaker: Ja, aber dann im Laufe der Zeit habe ich immer mehr auch bei mir privat zu Hause oder so mal gearbeitet, handwerklich.
Speaker: Ich habe gemerkt, ja, das macht mir irgendwie Spaß und es ist ja eigentlich doch ganz cool, so was mit den Händen zu machen und zu sehen, was man gemacht hat und sich bei der Arbeit ein bisschen auszupowern und nicht einfach
Speaker: So wie ich mir das natürlich vorstelle in so einem Büro oder an der Uni, dass man da den ganzen Tag sitzt und nur nachdenkt und gar nichts schafft halt irgendwie.
Speaker: Ja, meistens sitzen wir da und denken einfach nach.
Speaker: Ja, deswegen machen wir ja den Podcast und dann kann ich dir ja beim nächsten Mal ein paar Fragen stellen, wie das wirklich so ist.
Speaker: Aber in meinem Kopf ist das halt so, dass man viel denkt, viel schreibt und wenig ausprobiert und macht.
Speaker: Ist wahrscheinlich auch nicht ganz korrekt, aber...
Speaker: Ist aber auch nicht so unkorrekt, aber inkorrekt, aber das ist ein anderes Thema.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und deswegen habe ich mich dann während meines Studiums ein bisschen damit auseinandergesetzt, was man überhaupt lernen kann, was es für Berufe gibt und worauf ich überhaupt Bock hätte und was ich überhaupt auch irgendwie einigermaßen hinkriegen würde, weil
Speaker: jetzt fliegt so Fliesenleger oder sowas, das wäre jetzt nichts für mich, weil das ja dann doch sehr gerade und ins Detail geht.
Speaker: Da muss man aber auch sagen, Max, ich erinnere mich, dass du einfach schon immer gesagt hast, wenn du das Studium, oder nicht schon immer, aber eigentlich als du das Studium angefangen hast, hast du schon relativ schnell gesagt, wenn ich fertig bin, dann mache ich eine Ausbildung.
Speaker: Ja, das ist ja auch
Speaker: Das ist ja so, dass ich dann auch irgendwann mit dem Gedanken gespielt habe, mal ins Ausland zu gehen.
Speaker: Und da bietet sich Handwerk natürlich noch mal mehr an als Studium, wenn man jetzt nicht in einem anderen Land irgendwie an der Uni arbeiten möchte oder so.
Speaker: Oder halt dasselbe wie hier machen will, nur im Ausland.
Speaker: Dann bietet sich halt Handwerk an, weil damit kommt man eigentlich überall recht schnell an Jobs und kann direkt einsteigen.
Speaker: Gerade als Deutscher wahrscheinlich, weil die deutsche Handwerksausbildung doch irgendwie noch einen gewissen Wert hat.
Speaker: Ja genau, also in Deutschland ist das ja meist eine dreijährige Ausbildung, eine duale Ausbildung oder jetzt im Handwerk, in dem Bauberuf, das ist ja im Prinzip eine dreigeteilte Ausbildung, also dann gibt es drei Bereiche.
Speaker: Ich weiß nicht, ob wir da jetzt drüber reden wollen oder ob das nochmal eine extra Folge sein wird.
Speaker: Ich würde mal erst mal weiter erzählen, dass du jetzt im Studium bist und dir überlegt hast, ach, ich mache eine Ausbildung.
Speaker: Das hast du dir ja nicht aufgewacht und hast dir gedacht, du hast schon erzählt, du hast angefangen, daheim immer was zu machen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und dann gemerkt, okay, ganz so schlecht bin ich auch.
Speaker: Also ich meine, dass man sich als Kind bei dir angucken musste, da hat man sich auch gefragt, wo ist der Griff zum Wegwerfen?
Speaker: Aber hat sich entwickelt.
Speaker: Gut, ja, dann erzähl ich mal weiter.
Speaker: Ja, sorry, aber das war doch so.
Speaker: Und dann wurdest du schon irgendwie, dann hast du immer zu Hause krank gemacht.
Speaker: Ja, dann erzähl mal weiter.
Speaker: Ja, dann während des Studiums habe ich halt so gemerkt, wenn ich irgendwie was baue oder so, dass es halt gar nicht normal ist, dass die Zeit schleicht und so ein Tag an der Uni eigentlich nur fünf Stunden ist, aber sich anfühlt, als wäre man drei Wochen da und...
Speaker: Also es muss gar nicht so sein, dass die Zeit besonders langsam vergeht und man in der Zeit im Prinzip sich nur die ganze Zeit denkt, oh mein Gott, was mache ich hier eigentlich?
Speaker: Ja, dann habe ich halt damit überlegt, studiere ich jetzt erst fertig, mache ich eine Ausbildung sofort, breche ich alles ab und mache gar nichts.
Speaker: Ja, und dann habe ich erst mal angefangen... Gar nichts zu machen?
Speaker: Nee, dann habe ich erst mal angefangen, im Einzelhandel zu arbeiten neben dem Studium.
Speaker: Stimmt, das war ja auch noch.
Speaker: Ja, dann habe ich halt das gemacht, erst mal noch zwei Jahre und nebenbei ein bisschen weiter studiert, weil man sich ja dann doch immer denkt, ach, jetzt habe ich da so viel investiert an Zeit, jetzt will ich es auch irgendwie fertig machen.
Speaker: Ja, und dann habe ich mich nach zweieinhalb Jahren im Einzelhandel entschieden, ja, scheiß drauf, ich mache jetzt einfach eine Ausbildung.
Speaker: Und dann habe ich mich...
Speaker: habe ich mich halt damit beschäftigt, was wird so im Ausland, was suchen die Leute, was macht mir Spaß, was ist am besten was mit Holz und wo muss man nicht so genau sein.
Speaker: Und dann blieb eigentlich noch übrig, dass man halt Zimmermann wird.
Speaker: Das war es, keine zweite Möglichkeit?
Speaker: Ja, so mit Holz, bleibt halt hauptsächlich Schreiner oder Zimmermann oder...
Speaker: Ja, Stellmacher gibt es ja nicht mehr.
Speaker: Bootsbauer?
Speaker: Ja, Bootsbauer ist halt so eine Sache.
Speaker: Da, wo wir wohnen, am Meer, gibt es da nicht so viele Boote, die man bauen kann.
Speaker: Was natürlich bedeuten würde, was einen Umzug nach sich ziehen würde.
Speaker: Naja, es würde aber auch bedeuten, du kannst viele Boote bauen, wenn es noch nicht so viele gibt.
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Aber Angebot und Nachfrage.
Speaker: Hier ist weder Angebot noch Nachfrage vorhanden.
Speaker: Aber gibt es da nicht so einen dummen Spruch, der Zimmermann macht es auf einen Meter und der Schreiner auf einen Millimeter?
Speaker: Ja, das ist so, der Schreiner macht es auf einen Millimeter, der Zimmermann auf einen Zentimeter, der Dachdecker auf einen Meter und der Maurer ist froh, wenn es am gleichen Grundstück steht.
Speaker: Das ist natürlich alles immer sehr lustig gemeint und das stimmt auch.
Speaker: Also zum Schreiner würde ich mich jetzt nicht ausbilden lassen können, weil mir das wirklich zu klein und genau ist.
Speaker: Aber es ist schon auch so, dass es als Zimmermann muss man schon auch genau arbeiten.
Speaker: Also es ist jetzt nicht so, dass euer Dach immer schief ist, weil der Zimmermann nichts kann.
Speaker: Das hat schon alles seine Richtigkeit, aber da kommt es halt wirklich nicht immer genau auf einen Zentimeter an.
Speaker: Ja, oder halt auf einen Zentimeter, aber nicht auf einen Millimeter.
Speaker: Ja, aber meist geht es da so um plus minus Zentimeter.
Speaker: Aber auch in der Schule und so, da muss man schon auf einen Millimeter arbeiten.
Speaker: Das heißt, wenn man das ein bisschen übt, dann kommt man da auch hin.
Speaker: Aber es sind natürlich andere Grundvoraussetzungen.
Speaker: Ja, dann hatte ich mich jedenfalls dazu entschieden, ich werde Zimmermann.
Speaker: Dann habe ich so geguckt, wo kann man sich bewerben.
Speaker: Dann habe ich eine Bewerbung geschrieben, dann bin ich da in die Firma gefahren und dann meinten die, in zwei Wochen kannst du anfangen, wenn du willst.
Speaker: Erstmal eine Woche Probearbeiten und dann gucken wir mal.
Speaker: Das Probearbeiten war dann auch eher... Arbeiten?
Speaker: Ja, das Probearbeiten war erstens natürlich Arbeiten, aber es war sogar ein bezahltes Probearbeiten.
Speaker: Damit hatte ich gar nicht gerechnet, weil man ja immer so...
Speaker: Ja, im Anfang wird man nur verarscht und so.
Speaker: Aber ist auch nicht so.
Speaker: Ist auch nicht so übrigens.
Speaker: Ja, und... Ja, okay, bitte.
Speaker: Ja, sorry, da muss ich sagen, ich erinnere mich daran, als du da angefangen hast, glaube ich.
Speaker: Genau, war das deine erste... Nee, du hast dich da beworben schriftlich oder hast du angerufen?
Speaker: Ich habe mich da natürlich schriftlich beworben, als ob ich irgendwo anrufen würde.
Speaker: Aber ich glaube, mal gehört zu haben, anzurufen, also wäre nicht schlecht.
Speaker: Und so wie ich das verstanden habe bei der, ich weiß nicht, meinst du, wenn du nur angerufen hättest, hättest du noch was schreiben müssen?
Speaker: Ja, ich bin ja da überhaupt nur auf die aufmerksam geworden durch die Website der Arbeitsagentur.
Speaker: Ja, die haben gesucht.
Speaker: Ja, genau, die haben aktiv gesucht und
Speaker: Im Prinzip suchen alle immer, deswegen hätte ich da auch anrufen können, dann hätte ich auch nichts schreiben müssen.
Speaker: Aber das ist jetzt auch kein Problem, so ein Anschreiben zu schreiben.
Speaker: Und das war, wie gesagt, meine einzige Bewerbung und da hatte ich auch sofort eine Zusage und bei den Probearbeiten ging es eigentlich nur darum, ob ich überhaupt Bock habe auf...
Speaker: den Bau zu arbeiten, also um zu gucken, ob ich da Lust drauf habe, nicht um zu gucken, ob die Lust auf mich haben.
Speaker: Ja, jetzt schältst du dich aber unter den Schäfel.
Speaker: Wahrscheinlich hast du auch nicht zwei ganz linke Hände gehabt.
Speaker: Andererseits?
Speaker: Nein, oder?
Speaker: Nein, es ging schon, es geht beim Probearbeiten nicht, es ging gar nicht so sehr darum zu gucken, ob ich gut bin,
Speaker: sondern es ging einfach darum, ob ich überhaupt Bock auf den Bau habe, weil viele Leute gehen da hin und fangen an und hören nach einer Woche wieder auf.
Speaker: Und um sich das zu ersparen, haben sie quasi eingeführt, dass man Probe arbeitet.
Speaker: Und dann erinnere ich mich, das war glaube ich im Juli oder so, ne?
Speaker: Ja, es war im Juni.
Speaker: H, J, K, L, M, N, Juni, L, M, N, N kommt nach L, also ist Juni der erste, also ist der quasi sechste Monat.
Speaker: Ja.
Speaker: So, und Ausbildungsjahr beginnt immer am 1.
Speaker: August, oder was?
Speaker: Ja, genau, es beginnt immer am 1.
Speaker: August, aber ich habe dann schon am 1.
Speaker: Juli angefangen und erst noch einen Monat so da gearbeitet als Bauhelfer.
Speaker: Und das geht.
Speaker: Gibt es auch Leute, die das als die Bauhelfer sind, die die Ausbildung sich gespart haben?
Speaker: Ja, die haben sich dann die Ausbildung gespart und...
Speaker: 5 Euro Stundenlohn ungefähr.
Speaker: Also okay.
Speaker: Und die Ausbildung stand also im August und das ist immer so.
Speaker: Also ich kann die Ausbildung nicht im Dezember anfangen.
Speaker: Du kannst ja auch, also es kommt auf Annen, die fängt ein Jahr im August an und ich glaube im nächsten Jahr im September.
Speaker: Auf jeden Fall fängt sie immer entweder am 1.8. oder am 1.
Speaker: September an.
Speaker: Ja, oder du verkürzt, das kann man mit Abitur machen, dann muss man nur zwei Jahre lernen.
Speaker: Das habe ich mir aber überlegt, dass ich das nicht mache.
Speaker: Weil, das klingt dumm, muss ich sagen, dass du das nicht machst, weil ich denke mir, dann kriegt man früher mehr Geld.
Speaker: Ja, das stimmt natürlich, dann kriegt man früher mehr Geld, aber dann wird man ja auch ein Jahr lang weniger ausgebildet.
Speaker: Hat also ein Jahr lang weniger gelernt und
Speaker: kann halt ein Jahr weniger gelernt haben.
Speaker: Dann musst du halt direkt nach zwei Jahren das können, was andere Leute nach drei Jahren noch nicht können.
Speaker: Wie ist das eigentlich so?
Speaker: Also du hast ja jetzt die Ausbildung dann angefangen.
Speaker: So wie ich das mitgekriegt habe, ist das erste Jahr hauptsächlich oder...
Speaker: Was kriegt man dann?
Speaker: Also, nee, zwei Fragen.
Speaker: Das erste Jahr war, glaube ich, sage ich mal, 80% Schule.
Speaker: Kann das sein?
Speaker: Ja, das kommt hin.
Speaker: Also, naja, nicht unbedingt, aber ja.
Speaker: Schule?
Speaker: Nicht im Betrieb.
Speaker: Ach, jetzt fängt das wieder an.
Speaker: Das gibt einfach eine Extrafolge.
Speaker: Ich hasse das.
Speaker: Also...
Speaker: Ungefähr im ersten Jahr würden wahrscheinlich deine Gesellen sagen, man arbeitet nicht als Auszubildender, sondern kommt da irgendwie ein paar Mal hin.
Speaker: Was kriegt man an Geld?
Speaker: Ich weiß nicht, das ist wahrscheinlich Tarif oder ist das Betriebsgeheimnis?
Speaker: Oder was wäre denn Tarif, wenn man Tarif kriegt?
Speaker: Ich weiß ja nicht, ob du Tarif kriegst, das geht keinem was an.
Speaker: Wie viel ist denn Tarif?
Speaker: Tarif war, als ich angefangen habe, ich kenne da die aktuellen Zahlen fürs erste Lehrjahr nicht, 890 Euro brutto.
Speaker: Das ist ungefähr, wenn man jetzt daheim bei Mutti wohnt, keine Frau, keine Kinder hat, von denen man weiß.
Speaker: Ja, ungefähr 800.
Speaker: Netto?
Speaker: Ja.
Speaker: Du hast im ersten Jahr 800 netto bekommen.
Speaker: Naja, ich nicht.
Speaker: Ach so, also man kriegt ungefähr 800 netto, so.
Speaker: Und wolltest du noch weitererzählen oder kann ich weiter Fragen stellen?
Speaker: Im zweiten Lehrjahr würde man kriegen...
Speaker: 1250 war das Brutto, das waren ungefähr 1000 Euro netto und im dritten Jahr kriegt man 1490 Euro Brutto, das sind ungefähr 1200 netto.
Speaker: Okay.
Speaker: Und äh, musst du, kommt jetzt zu dem Geld noch dazu, dass du dir dein Zeug selber kaufen musst, Hammer, äh,
Speaker: Kran.
Speaker: Ja, das kommt natürlich darauf an, wo du arbeitest.
Speaker: Manchmal musst du den Kran nicht selber kaufen, dann hast du Glück.
Speaker: Okay.
Speaker: Aber in den Maisfirmen ist es schon so, dass du dir den Kran selber kaufen musst und dann die ersten 50 Jahre machst du halt für den Kran und dann brauchst du meist einen neuen und dann ist... Dann ist auch vorbei.
Speaker: Deswegen, Leute lernen Schreiner.
Speaker: Die brauchen nur einen Hammer.
Speaker: Nein, also das kommt natürlich ganz auf deine Firma an.
Speaker: Das war einfach so schlecht.
Speaker: Und eigentlich ist es natürlich so, dass dein Chef dir dein Werkzeug und deine Klamotten zu stellen hat, wenn du die für die Arbeit brauchst, aber natürlich gibt es solche und solche Chefs und manche meiner Klassenkameraden müssen sich einfach alles selbst kaufen.
Speaker: Das ist so dreist einfach.
Speaker: Ja, und dann müssen sie sich halt alle halbe Jahr Arbeitsschuhe und Klamotten für 400 Euro kaufen und
Speaker: Ja, dann bleibt schon gar nicht mehr so viel übrig.
Speaker: Aber ich habe eigentlich alles gestellt bekommen und kann mich da nicht beschweren.
Speaker: Zusätzlich ist ja dann noch wahrscheinlich, also das Thema Berufsschule und Hilfsschule oder was auch immer ist extra, ja.
Speaker: Aber zusätzlich kommt ja noch dazu, dass du eben in die Berufsschule kommst.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Fahrt- und Spritkosten, das, ja.
Speaker: Ich habe gehört, bei manchen wird das auch vielleicht übernommen, bei manchen nicht.
Speaker: Je nachdem, das kommt wahrscheinlich auch auf den Betrieb an.
Speaker: Ja, es kommt einfach, es kommt darauf an, natürlich, es gibt die Soka Bau, das ist die Sozialkasse Bau, die ist zum Beispiel in Ausbildungsbetrieben dafür zuständig.
Speaker: Also, es gibt die Sozialkasse Bau,
Speaker: Das ist eigentlich nochmal ein extra Thema, weil es jetzt auch nicht so einfach zu erklären ist oder ich mich da jetzt nicht so auskenne.
Speaker: Aber die übernehmen auch im ersten Lehrjahr gewisse Fahrtkosten, zum Beispiel in die sogenannte überbetriebliche Ausbildung, da kriegt man dann Zuschüsse von denen.
Speaker: Ja, also ich glaube, wir machen Schule nochmal extra auf jeden Fall.
Speaker: Weil, wie gesagt, die verschiedenen Schulformen und auch was man da bezahlt kriegt, was nicht, das ist auf jeden Fall interessant, finde ich immer.
Speaker: Ja, können wir ja dann gerne nochmal drüber reden, um deine Frage jetzt mal auf ein anderes Mal zu verschieben.
Speaker: Ja, aber ja, dann machst du jetzt die Ausbildung hoffentlich fertig.
Speaker: Ja, sieht so aus bis jetzt.
Speaker: Also neulich hattest du Zwischenprüfungen, habe ich schon beim letzten Mal gefragt, die zählt gar nichts oder wie ist das?
Speaker: Ja genau, die zählt, wenn man drei Jahre lernt, normaler Zimmerergeselle werden will, dann zählt da, die Noten zählen dann nicht in deine Gesellenprüfung rein und du brauchst auch keine bestimmte Note, um weitermachen zu können, das ist einfach nur so.
Speaker: Naja, eine Zwischenprüfung, um zu gucken, wie weit du bist und um vielleicht deinem Chef mal zu zeigen, der sollte mal mit dir reden oder läuft alles.
Speaker: In meinem Fall läuft alles.
Speaker: Und wie ist das, wenn du dir da jetzt mal anguckst, also was du so hörst aus anderen Klassen oder von Kollegen, läuft das, also besteht die jeder, ist die schwer oder ist die schwer und sie besteht trotzdem jeder, weil alle sehr gut sind oder ist sie einfach und niemand besteht sie?
Speaker: Ich würde das mit so einer normalen Klassenarbeit vergleichen.
Speaker: Leute, die sie bestehen wollen, bestehen sie eigentlich auch.
Speaker: Und wenn man nichts macht, fällt man halt durch.
Speaker: Und wenn man normal lernt, dann schafft man sie auf jeden Fall.
Speaker: Und wenn man sein Abitur geschafft hat, dann schafft man sie auch, wenn man nicht so viel gelernt hat, würde ich jetzt mal so sagen.
Speaker: Aber da gibt es auch einen praktischen Teil.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Im praktischen Teil für den, da bringt es dir natürlich nichts, wenn du Abitur hast oder besonders viel theoretisches Wissen hast.
Speaker: Aber das ist auch alles machbar.
Speaker: Man macht natürlich vorher alles schon mal und übt das.
Speaker: Okay.
Speaker: Und da wird einem schon ein Weg gezeigt, wie man es schaffen kann.
Speaker: Und wenn man engagiert ist, dann sind auch alle Ausbilder und alle Chefs immer sehr bemüht, dass man das schafft.
Speaker: Aber das können wir gerne nochmal im schulischen Teil des Podcasts dann bereden.
Speaker: Ja, alles klar.
Speaker: Das wollte ich auch nochmal wissen, weil ich ja, wie gesagt, ich habe keine Ahnung, wie das läuft.
Speaker: Ja.
Speaker: Willst du noch was erzählen?
Speaker: Also zu dem Thema jetzt oder wollen wir in unsere... Fuck, habe ich Rekord gedrückt.
Speaker: Ich glaube schon.
Speaker: Ja, oben leuchtet doch der gute Rekord-Button.
Speaker: Mann.
Speaker: Leuchtet er, wenn es läuft oder wenn es nicht läuft?
Speaker: Ja, wenn es läuft natürlich.
Speaker: Woher weiß man das?
Speaker: Naja, er nimmt eine Zeit auf.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Ja, hoffentlich hat es funktioniert.
Speaker: Aber jetzt quasi zu deiner... Wie du dazu gekommen bist, wissen wir jetzt.
Speaker: Genau.
Speaker: Ja, ich habe eigentlich noch echt viele Fragen.
Speaker: So.
Speaker: Zum Beispiel, also musst du jetzt nicht beantworten, müssen wir wann anders beantworten.
Speaker: Warum verkürzt du nicht, würde ich gerne nochmal genauer wissen.
Speaker: Ich würde eigentlich auch gerne wissen, was man danach alles machen kann.
Speaker: Ob ich jetzt nur für immer Dächer bauen kann oder ob ich auch für immer dämmen kann.
Speaker: Keine Ahnung, wie kann man sich fortbilden und so weiter.
Speaker: Das machen wir alles wann anders.
Speaker: Ja, das ist ein Fortbildungsthema, das können wir ja bei dem Schulthema dann mit reinnehmen.
Speaker: Zu dem Thema, warum ich nicht verkürzt habe, das würde ich jetzt hier nochmal kurz erläutern.
Speaker: Okay.
Speaker: Ist einfach so, dass ich mir dachte, naja, ich bin handwerklich nicht unbegabt, aber jetzt auch nicht ein Naturtalent und bin halt, wie gesagt, nicht in der Werkstatt aufgewachsen und dachte mir, ich brauche ein Jahr mehr oder ich brauche den Standard.
Speaker: Das ist ja...
Speaker: Ich brauche einfach den Standard, um ein gleiches Level zu haben wie alle halt.
Speaker: Ich wollte quasi nicht schlechter ausgebildet sein als andere Menschen.
Speaker: Und, Entschuldigung.
Speaker: Es stellte sich aber raus, dass man im ersten Jahr halt natürlich sehr viel Schule hat.
Speaker: was einem jetzt nicht so viel bringt in der praktischen Ausbildung.
Speaker: Deswegen im Nachhinein würde ich auch sagen, dass verkürzt es schlauer gewesen wäre, aber es hat mir jetzt eigentlich auch nicht geschadet und das ist auch gut, um reinzukommen.
Speaker: Man würde quasi das erste Halbjahr verkürzen, oder wie?
Speaker: Das erste Jahr.
Speaker: Also quasi dieses hauptsächlich schulisch geprägte Jahr fällt dann weg.
Speaker: Ja.
Speaker: Krass, okay.
Speaker: Ja, dann muss ich hier kurz die nächste Kategorie, nicht Kategorie, wie nennt man das?
Speaker: Das nächste Ding.
Speaker: Kategorie.
Speaker: Echt?
Speaker: Ja.
Speaker: Das nächste Dings halt.
Speaker: Die nächste Sektion.
Speaker: Ja, die nächste Sektion.
Speaker: Die nächste Sektion, du kannst übrigens also
Speaker: Du kannst übrigens dein Mikrofon stubschalten, wenn du dampfen musst.
Speaker: Die nächste Sektion ist also die Good News.
Speaker: Wir haben im Moment wieder echt viele Bad News auf der Welt.
Speaker: Die nehmen einen einfach mit.
Speaker: Deswegen wollen wir euch Good News mitbringen.
Speaker: Ich fange mit der ersten Good News an.
Speaker: Das heißt gute Nachricht übrigens.
Speaker: Und zwar habe ich gelesen, dass ein 17-Jähriger in, also Texas Man quasi, namens G-Punkt hatte, also Gabriel war, ihm ging es nicht gut.
Speaker: Er hatte Kopfschmerzen.
Speaker: Der Mann hatte immer mal Kopfschmerzen, aber es waren jetzt auch Jahrgangsfotos angesagt an dem Tag.
Speaker: Also hat G-Punkt
Speaker: die Jahrgangsfotos gemacht, führte aufs Jahrbuch und ist dann nach Hause gegangen mit den Kopfschmerzen und dachte sich, ach komm, ich zocke noch ein bisschen und dann gehe ich pennen, weil naja, Kopfschmerzen hat man immer, was soll man machen, ne.
Speaker: Ja, dann ist er allerdings morgens aufgewacht und konnte seinen Arm nicht bewegen.
Speaker: Würde man jetzt denken, okay, manchmal, wenn man ja irgendwie drauf liegt auf dem Arm und dann ist er halt taub,
Speaker: aber er hat sich gedacht, ach komm, ich stehe mal kurz auf und gehe irgendwie ins Wohnzimmer und trinke einen Schluck Wasser.
Speaker: Da ist er dann aber hingefallen und im Artikelstand hat er dann hingefallen, es sind die Objekte in seinem Umkreis auch immer größer geworden.
Speaker: Also irgendwie halt, wie nennt man das, Brain Fog Dizzy, also komplett neben der Spur.
Speaker: Er dachte sich aber immer noch, ach, das wird schon wieder.
Speaker: Ist ja auch so, denkt man sich oft einfach eher als, sag ich mal, um sich auch selbst zu beruhigen, wenn man das nicht wahrhaben, denke ich, ach komm, das wird wieder.
Speaker: Und hat sich wieder ins Bett gelegt.
Speaker: Immer gute Idee.
Speaker: Ja, und eine Stunde später ist einfach der Hund der Familie zu den Eltern ins Schlafzimmer gelaufen und hat wie verrückt gebellt und an der Tür gekratzt, bis die Eltern dann wach geworden sind und sich gedacht haben, was ist da denn los?
Speaker: Was ist los mit dem Hund?
Speaker: Der muss wohl aufs Klo, dann haben sie ihn halt irgendwie rausgelassen oder wollten ihn rauslassen.
Speaker: Er ist aber nicht rausgegangen, sondern hat weiter gebellt wie verrückt und hat gegen die Tür von dem Gabriel gekratzt.
Speaker: Ja, und dann haben die Eltern die Tür irgendwann aufgekommen, weil der halt nicht reagiert hat.
Speaker: Und da lag er auf dem Boden mitten im Schlaganfall.
Speaker: Und dann haben sie ihn schnell ins Krankenhaus gefahren, weil der konnte halt nicht mehr, haben nur das gerufen und quasi der Hund hatte das angezeigt.
Speaker: Und im Krankenhaus in der Stroke Unit haben sie ihn schnell behandelt und jetzt ist er top gesund und quasi hat keine Spätfolgen.
Speaker: Und ohne den Hund wäre er einfach, keine Ahnung, hätte er wahrscheinlich eher Spätfolgen gehabt.
Speaker: Also Leute, schafft euch Hunde an.
Speaker: Und das war meine Good News der Woche.
Speaker: Ist irgendwie ein bisschen tragisch, aber auch mega cool einfach, oder?
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Vor allem, man denkt ja immer, so, hey, sowas passiert nur alten Menschen, aber da sieht man, dass es genau auch jungen Menschen passieren.
Speaker: Aber cooler Hund, würde ich sagen.
Speaker: Top Hund.
Speaker: Ja, Top Hund heißt natürlich Axel.
Speaker: Nice, Top Hund gerne wieder.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, irgendwie ist doch eine Good News, oder?
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Der Hund ist auf jeden Fall Good Boy.
Speaker: Good Boy I Axel.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Hast du doch eine Good News.
Speaker: Ja, ich habe noch so eine kleine Good News.
Speaker: Das ist eher so eine Art News-Ticker.
Speaker: Ich habe jetzt gelesen, dass der neue Präsident von Brasilien hat es geschafft, die Regenwaldabholzung zu vermindern, zumindest.
Speaker: Das spielt natürlich auch in meinem Beruf eine kleine Rolle, weil
Speaker: Ihr jetzt kein Holz mehr habt.
Speaker: Wir haben keine Tropenhölzer mehr, bitte.
Speaker: Nein, also natürlich ist das alles mit den Tropenhölzern keine gute Sache, auch wenn die schön aussehen.
Speaker: Und der Präsident von Brasilien, der Neue, setzt sich ein dafür, dass das verlangsamen wird.
Speaker: Ey, das ist mega gut.
Speaker: Ja, auf jeden Fall, wenn man sich überlegt, wie viel da drauf geht im Regenwald.
Speaker: Und man sieht das ja hier von Deutschland aus gar nicht.
Speaker: Aber gut, dass da was am Machen ist.
Speaker: Ich sehe es auch nicht.
Speaker: Ich habe ein ziemlich gutes Ferienglas, aber reicht nicht.
Speaker: Ach, come on.
Speaker: Ja.
Speaker: Muss man bringen, muss man.
Speaker: Ja, finde ich cool, weil tatsächlich Regenwald ist wichtig oder Urwald generell.
Speaker: Wir haben ja auch noch Urwald, aber ja, wir brauchen den für CO2 und für alles Mögliche.
Speaker: Wobei der größte CO2-Speicher der Welt sind die Ozeane und nicht der Regenwald, aber Biodiversität, alles super wichtig.
Speaker: Also
Speaker: Ich freue mich, dass der Regenwald weniger schnell abgeholzt wird.
Speaker: Also er hat es ja nicht zum Stillstand gebracht, sondern quasi den Anstieg verringert.
Speaker: Aber hey, das ist cool.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich freue mich.
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, Max, willst du den Zuschauern noch irgendwas sagen?
Speaker: Was erwartet uns denn in der nächsten Folge?
Speaker: Ich habe ja was aufgeschrieben.
Speaker: Ja, dann sag du doch, was du für die nächste Folge planst und dann... Hast du schon einen Plan?
Speaker: Ja, nö.
Speaker: Ich hätte jetzt entweder das Thema Schule aufgegriffen, aber...
Speaker: Von mir aus kannst du auch gerne mal was über dich erzählen.
Speaker: Was ist denn dein Plan?
Speaker: Ja, mein Plan wäre, also tatsächlich, entweder das Thema Schule machen wir mal anders oder man könnte eben ich dasselbe wie du, warum habe ich das promoviert, beziehungsweise wie bin ich dahin gekommen, was ich jetzt mache?
Speaker: Promo was?
Speaker: Promo was?
Speaker: Protestiert.
Speaker: Ah, cool.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber tatsächlich ist mir eingefallen, wir machen auf jeden Fall noch eine Folge über Einzelhandel, weil da kannst du voll mega viel zu sagen.
Speaker: Das stimmt, da kann ich sogar, da arbeite ich ja nicht mehr, da kann ich auch die unschönen Dinge des Einzelhandels mal aufklären.
Speaker: Also erklären, nicht aufklären, ich bin hier nicht Team Wallraff.
Speaker: Weil du hast klärt aber weiter auf, habe ich gehört.
Speaker: Naja, ich würde sagen, das war's, Freunde.
Speaker: Wir haben nicht mal eine richtige Begrüßung.
Speaker: Aber was ist unsere Abschied?
Speaker: Bleiben Sie uns gewogen.
Speaker: Ja, Grüße.
Speaker: Bleiben Sie sicher in der Nacht.
Speaker: Hasta luego, muchachos.
Speaker: Ich werde müde.



