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#151 Hat die Fitnesswelt Bewegung verlernt? Mit Special Guest Manolo Guarrera

Barfuss Schule Podcast
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98 plays · Sep 30, 2026

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Per-Olof Waßen: Pelle

Per-Olof Waßen: Und?

Per-Olof Waßen: Dem Manu, ja, ja doch, sag, sag.

Manolo: Manolo!

Per-Olof Waßen: Ja, Mensch.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Herzlich willkommen.

Per-Olof Waßen: Lieber Manolo.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Auch bekannt als Gravity Coach für viele da draußen, die irgendwie auf Instagram unterwegs sind. Ups, jetzt ist einfach rausgegangen das Intro.

Per-Olof Waßen: Das meinte ich. Ich wollte eigentlich cool ausfaden, aber...

Per-Olof Waßen: Gravity -Coach Manolo Guerrara, richtig ausgesprochen? Ich weiß es nicht.

Manolo: Also die deutsche Version ist Guarera. Wenn du es ein bisschen rassiger aussprechen möchtest, dann Manuel Guarera.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Also doch Manuel.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Ja, das steht in meinem Pass drin, aber die ganze Welt nennt mich Manolo.

Per-Olof Waßen: Gut.

Manolo: Ich reagiere auf beides.

Per-Olof Waßen: Ich habe ja gedacht, du wärst Italiener.

Manolo: Bin ich auch.

Per-Olof Waßen: Aber Manuel...

Manolo: Also so heftig.

Per-Olof Waßen: Ähm.

Per-Olof Waßen: Gwera, Gwera radast du?

Manolo: Qua rira.

Per-Olof Waßen: Oder gut.

Per-Olof Waßen: Barrera, genau. Das klingt irgendwie...

Per-Olof Waßen: Manuel Guadalera, das klingt irgendwie mehr so brasilianisch oder argentinisch oder so.

Manolo: Nenne mich auch, kein Problem.

Per-Olof Waßen: Aber wirst du nicht.

Manolo: Nee.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Da steckt ja so ein bisschen, also Guerrera wäre ja nicht der Krieger, aber ansonsten hat das ja schon was Kriegerisches. La Guerra ist der Krieg.

Manolo: Genau.

Manolo: Das wird der Wortstamm sein, ne? Gera.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Der Krieg.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Sprichst du Italienisch eigentlich?

Manolo: Perfekt sogar.

Manolo: Nein, das war ironisch.

Per-Olof Waßen: Ironisch oder echt?

Per-Olof Waßen: Okay.

Per-Olof Waßen: Das hätten wir auf Italienisch gemacht.

Manolo: I got you. I got you.

Manolo: Ja, bist du da so firm drin?

Per-Olof Waßen: Ne, würde ich jetzt nicht mehr so, aber ich bin verheiratet gewesen mit einer Italienerin aus Süditalien und vorher mit einer Norditalienerin liiert.

Manolo: Okay.

Per-Olof Waßen: Also ich habe viel Zeit da verbracht.

Per-Olof Waßen: die vielen Fürs und Widers Italiens und der Italiener und der italienischen Kultur kennengelernt. Aber darüber reden wir heute gar nicht.

Per-Olof Waßen: Wir reden heute mit...

Per-Olof Waßen: Manuel.

Per-Olof Waßen: Manolo.

Per-Olof Waßen: über das Thema

Per-Olof Waßen: Rückenhaltung und die Füße

Per-Olof Waßen: Und wer dem...

Per-Olof Waßen: Manuel noch nicht folgt, sollte das jetzt tun, aber wer ihm folgt...

Per-Olof Waßen: Der weiß wahrscheinlich, dass Manuel Manolo, jetzt weiß ich gar nicht mehr, was ich sagen soll, Manolo, sehr, sehr viel...

Per-Olof Waßen: Output macht über das Thema

Per-Olof Waßen: Krafttraining.

Per-Olof Waßen: Rücken.

Per-Olof Waßen: seine eigene Thematik auch immer mal drin mit hat und Mobility.

Per-Olof Waßen: Aktuell viele würde ich sagen Rotation.

Per-Olof Waßen: Rotationsbewegungen und

Per-Olof Waßen: den Markt damit sehr bereichert. Du hast mittlerweile 80 .000 Follower auf Instagram. Ich weiß nicht, hast du noch andere Kanäle, die du bespielst?

Manolo: Das ist schon der Hauptkanal.

Manolo: Das stimmt schon, ja.

Per-Olof Waßen: Das ist schon der Hauptkanal.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Ich habe mal irgendwann, also ich folge dir, ich gucke mir die Sachen schon auch an, also nicht alle natürlich, wer macht, wer schafft schon alles. Und da hast du irgendwann mal gesagt, so ja, eigentlich so Follower, oder du hast mir glaube ich sogar mal persönlich gesagt, Follower ist gar nicht so entscheidend, weil du auch viele so Reaction -Videos oder Remixes gemacht hast, wo du dann letztendlich Follower kriegst, die letztendlich keinen Mehrwert bieten, weil sie...

Per-Olof Waßen: ein Video, was du gerepostet hast, dann irgendwie

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: sich anschauen und dir dann wieder folgen, aber vielleicht auch wieder entfolgen, irgendwann auf jeden Fall nicht so aktive sind. Ich glaube aber trotzdem, dass da auch sehr, sehr viele echte Follower bei dir dabei sind, bei diesen 80 .000. Das merkt man einfach jetzt auch an den Reaktionen.

Manolo: Ja genau.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: wir haben uns kennen gelernt

Per-Olof Waßen: Und wir haben gerade kurz darüber gesprochen. Weißt du es jetzt noch so im Kopf?

Per-Olof Waßen: Also...

Manolo: Ähm...

Manolo: Ich war erschrocken vor zehn Jahren offensichtlich.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: In einem Barefoot -Store in Köln.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Genau.

Manolo: Den es glaube ich heute noch gibt, aber unter anderem Flagge wahrscheinlich.

Per-Olof Waßen: Genau, es heißt jetzt tatsächlich Bedford Shop Cologne einfach.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Nicht mehr als Vivo Barefoot Shop, genau.

Per-Olof Waßen: Und da warst du einmal als Gast und dann hast du selber irgendwie einen kleinen Part, das war so ein Barfußleben, war so ein Treffen von einfach, ja.

Per-Olof Waßen: so ein Summit, wo man einfach mehrere Inputs hatte und so, da hast du Inputs gegeben zum Thema Bewegung, Spielen in der Bewegung, mit dem Stock arbeiten und so ein bisschen ausweichen, so ein bisschen, alles noch ein bisschen Capoeira -like, ich habe sogar ein bisschen Capoeira gemacht, du und der Bene, der auch da war, ich habe so ein bisschen ganz kurz improvisiert, glaube ich, Capoeira gemacht.

Per-Olof Waßen: Das machst du, glaube ich, nicht mehr so viel, ne Capoeira?

Manolo: Capoeira mache ich nicht mehr.

Manolo: dass durch die Covid -Geschichte

Manolo: habe ich mich dann erstmal von dem Club getrennt, weil ich mich ja auch dann außerhalb von Deutschland bewegt habe.

Manolo: Dann war die Nummer erstmal gegessen und dann habe ich...

Manolo: danach, als ich jetzt wiederkam, nicht mehr den Weg zurückgefunden.

Per-Olof Waßen: Hm.

Manolo: Schließt das aber auch nicht aus. Ist schon ein geiler Sport.

Per-Olof Waßen: Ich habe das bei der Kampfkunst ähnlich, dass ich irgendwie das Gefühl habe, ich bleibe das immer.

Per-Olof Waßen: Und dann merke ich mir so, oh fuck, ich war schon seit sieben Jahren nicht mehr beim Training.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Aber habt ihr das Gefühl, ich...

Per-Olof Waßen: bin immer noch so, Aikido, das ist irgendwie so diese Kampfkunst und so, das ist irgendwie, es verlässt mich nicht und ich hätte, hab das irgendwie so

Per-Olof Waßen: doch schon ein bisschen mehr verinnerlicht, als wenn ich jetzt sagen würde, ich habe jetzt eine Weile Tischtennis gespielt, glaube ich. Also ich würde jetzt meine Badminton -Historie aus der Jugend...

Per-Olof Waßen: würde ich nicht mehr als Identifikation in mir so finden.

Per-Olof Waßen: Aber so Kampfkunst und die Bewegungen da drin, das ist schon sehr im Gedächtnis geblieben, im Muskelgedächtnis.

Per-Olof Waßen: Ich kann mir vorstellen, Capoeira verlangt natürlich auch einiges an

Per-Olof Waßen: flexibilität

Per-Olof Waßen: an den richtigen stellen zur richtigen zeit dass man sich einfach einfach nur weil man es kann und konnte und weiß kann man es wahrscheinlich nicht einfach wieder abrufen dann müsste man kurz ein bisschen

Per-Olof Waßen: wieder ein bisschen reinkommen

Manolo: auch schon floh, das stimmt ja.

Per-Olof Waßen: Hm.

Per-Olof Waßen: ... Musik ...

Per-Olof Waßen: Es wäre selber.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Warum bist du zum Krafttraining gekommen?

Per-Olof Waßen: Oder überhaupt zum Training gekommen.

Manolo: Ja.

Manolo: Ich weiß nicht mehr genau, wie jung ich da war. Ich schätze mal irgendwas zwischen 18 und 19.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Ich weiß auch nicht mehr ganz genau, warum meine Pflegemutter mich damals zum Orthopäden geschleppt hat. Wahrscheinlich irgendwann mal.

Manolo: normale Untersuchung.

Manolo: Ich war glaube ich sogar noch jünger.

Manolo: Nee, ich war sogar noch jünger.

Manolo: Auf jeden Fall Diagnose Skoliose.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Ich wusste erstmal gar nicht, was das ist.

Manolo: Dann wäre mir auch nicht...

Manolo: Bis heute bewusst, was habe ich denn falsch gemacht?

Manolo: Weil wenn schon etwas kaputt ist, weil das war das, was mir der Orthopäde suggeriert hat, deine Wirbelsäule ist schon doppelt so alt, wie du jetzt bist.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Die ist schon ordentlich degeneriert.

Manolo: Dann musst du ja was falsch gemacht haben, so in meiner Definition.

Manolo: Und mir war halt nicht klar.

Manolo: Warum habe ich was falsch gemacht? Deswegen hatte ich da immer das Gefühl, ich werde bestraft für etwas, was ich...

Manolo: wofür ich nichts kann.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Also erstmal dieses, du bist kaputt.

Per-Olof Waßen: Verstehe.

Manolo: Der Arzt hat das so nicht gesagt.

Manolo: Es war schon...

Manolo: Schon einschlägig.

Manolo: was es für ein Gefühl bei mir hinterlassen hat.

Manolo: Ja.

Manolo: Und dann halt eben dieses Schuldbewusstsein, ach scheiße, du hast irgendeinen Fehler gemacht.

Manolo: Ich wusste halt nur nicht, welcher. Und dann habe ich halt gesagt, ich will das wieder gut machen.

Manolo: Dann hatte ich dann auch...

Manolo: Für mich so eine persönliche...

Manolo: beziehungsweise eine berufliche Entscheidung zu treffen gehabt. Und dann habe ich halt überlegt, machst du etwas mit Physiotherapie?

Manolo: Dann kannst du da ein bisschen mehr nochmal über den Körper lernen.

Manolo: Oder machst du was mit Fitness?

Manolo: Weil der Arzt sagte auch, du musst halt Muskelaufbau betreiben, vor allem im Rumpf.

Manolo: Wirbelsäule zu stabilisieren.

Manolo: Und irgendwie hat es mich dann...

Manolo: in die Fitnesswelt reingezogen.

Manolo: Bis heute.

Per-Olof Waßen: Du hast...

Per-Olof Waßen: Wenn ich meiner Recherche glauben darf, hast du beim IST den Sport und...

Per-Olof Waßen: Fitness.

Per-Olof Waßen: Trainer oder Kaufmann gemacht?

Manolo: Genau.

Manolo: Hm?

Per-Olof Waßen: Kaufmann oder Trainer?

Per-Olof Waßen: Oder beides.

Manolo: Trainer, genau. Aber ich habe hinterher auch...

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: ... viel Management gemacht.

Manolo: Also Clubs geleitet und und und.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Aber du hast nicht den Fitnessökonom bei dem IST gemacht.

Per-Olof Waßen: Das gibt es ja auch. Dann haben wir die gleiche Ausbildung beim IST gemacht.

Manolo: Nein, den habe ich nicht gemacht.

Manolo: Ja?

Per-Olof Waßen: Ja, ich habe auch beim IST das Diplom Sport - und Fitnesstrainer gemacht mit der A -Lizenz.

Per-Olof Waßen: Personal Training, medizinisches Gerätetraining, B -Lizenz und so weiter. Genau, das habe ich auch genau da gemacht und fand das auch...

Manolo: Genau, da war ja alles drin, was du brauchst.

Manolo: gefühlt.

Per-Olof Waßen: Habt ihr es auch als wirklich...

Per-Olof Waßen: Also man konnte danach nicht direkt irgendwo arbeiten unbedingt damit, vielleicht auf der Fläche irgendwo, wie man so schön sagt, aber es war irgendwie so eine Rundum, es ging glaube ich ein ganzes Jahr oder länger sogar, also allein die Fitnesstrainer B -Lizenz ging ein halbes Jahr bei denen oder so und es war relativ viel Präsenz. Ich habe es aber auch zehn Jahre später gemacht als du. Ich glaube, du hast das 2003, 2004 irgendwann gemacht, ne?

Manolo: Ich habe das dual mit einer Ausbildung gemacht im Gym.

Manolo: Das war bei mir so eine Dualnummer. Das war jetzt nicht der reine...

Manolo: Diplom -Sport -Gesundheitstrainer. Das war so eine...

Manolo: Wie so eine Art Dualstudium.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Okay, und was war das für eine Ausbildung?

Per-Olof Waßen: Also...

Per-Olof Waßen: dass die Ausbildung hier...

Manolo: Das war das gleiche, wie du gemacht hast, nur dass ich das halt nochmal...

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Studien -based gemacht habe.

Per-Olof Waßen: Okay, ja super.

Manolo: Also im Studio.

Per-Olof Waßen: Ja, verstehe.

Manolo: Die haben dann quasi die Ausbildungskosten bezahlt.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Für mich...

Manolo: Ich habe dann halt eben...

Manolo: Ich weiß gar nicht, was ich damals bekommen habe. 400 Euro, 500 Euro Ausbildungsgehalt.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: War aber auch dann das Kindermädchen für alles.

Per-Olof Waßen: Klar.

Manolo: In der Fitnesswelt wirst du ausgeschlachtet.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Am Anfang.

Per-Olof Waßen: Und danach schlachtest du aus.

Manolo: Ja, hinterher auch. Also die Fitnesswelt ist nichts, was ich tatsächlich auf Dauer empfehlen kann. Wenn ich da jetzt immer noch drin wäre, ich glaube...

Manolo: Würde mir keinen Spaß machen.

Per-Olof Waßen: Du bist gar nicht mehr in der Fitnesswelt.

Manolo: Nicht mehr in der Fitnesskettenwelt. Also ich bin natürlich mit dem, was ich da mache, mit meinen Dienstleistungen immer noch in der Fitnesswelt verhaftet, aber nicht mehr in der Fitnesskettenwelt als Angestellter.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Lange...

Manolo: Ähm...

Manolo: lange Erfahrungen sammeln durfte und um das mal positiv.

Manolo: zu formulieren.

Per-Olof Waßen: Ja, ich glaube, das wäre auch nichts für mich gewesen. Aber wie hast du diese Ausbildung gemacht? Genau, wegen deinem Rücken, weil du Skoliose hattest. Der Doktor hat gesagt, du wolltest entweder Physio werden oder Sport, hast dich aber dafür entschieden. Und wie ging es dann weiter?

Manolo: Ja, da habe ich halt geballert.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Weil, da kam natürlich noch eine Sache dazu.

Manolo: Ich war mega dünn.

Manolo: Hör ich was?

Manolo: Auch zu dem Zeitpunkt war ich im Ausdauerbereich relativ fit.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Ähm.

Manolo: Cross Country.

Manolo: Sprich Mountainbiken.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Ich habe so 66 Kilo auf 1 ,78 gewogen.

Manolo: Und dann habe ich mir halt eben versprochen, wenn du jetzt schon in der Fitnesswelt bist, dann auch dich mit dem Thema Krafttraining auseinandersetzt. Dann kannst du ja vielleicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Auch nochmal so ein bisschen, weil ich auch sehr unsicher war und sehr schüchtern war.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Dann hatte ich damals die Illusion, dann kannst du nochmal so ein bisschen...

Manolo: optisch zulegen.

Manolo: In der Hoffnung, dass ich dann selbstsicherer werde, was nie passiert ist.

Manolo: Also ich habe auch zugelegt, aber ich will jetzt nicht sagen, dass das...

Manolo: Ähm...

Manolo: Meine innere Unsicherheiten.

Manolo: kaschiert hat.

Manolo: teilweise sogar noch genau das Gegenteil gemacht hat, weil dann fiel ich natürlich auf, weil ich habe meine Hausaufgaben gemacht.

Manolo: Ich bin dann...

Manolo: Relativ straight, immer höher gekommen mit dem Gewicht. Ich war auch immer ziemlich lean und ziemlich

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Adrich.

Manolo: Da bin ich natürlich immer aufgefallen. Gerade bei den Jungs, die wollten alle mit mir Armdrücken machen.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: War natürlich trotzdem noch der kleine Manolo.

Manolo: Und...

Manolo: Ich würde sagen...

Manolo: Mit 23 habe ich den ganzen...

Manolo: ... Kram zumindest in der Fitnesskettenwelt dann gestartet.

Manolo: Das Fitness habe ich schon zu Abi -Zeiten gestartet, also das Krafttraining.

Manolo: Und irgendwann so um die 30, also 10, 12 Jahre später.

Manolo: tendenz 12 vielleicht bis zu 15

Manolo: Namen meine

Manolo: körperlichen Beschwerden zu.

Manolo: Und zwar massiv.

Manolo: Und das fand ich halt eben ganz spannend. Eigentlich hatte ich im

Manolo: Kontext der Skoliose am Anfang gar keine Schmerzen.

Manolo: Sondern nur dieses Nocebo, du bist kaputt.

Manolo: Ich bin ja als gesunder Mann

Manolo: quasi in die Praxis rein.

Manolo: gefühlt als kranker Mann daraus.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: So, dann ja wie gesagt mit diesen Motiven.

Manolo: Oder das war eins der Leitmotive, machst du halt eben dein Krafttraining.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Beschwerde frei?

Manolo: Und mit der Zeit, ich wurde immer stärker.

Manolo: Immer muskulöser.

Manolo: Aber irgendwie nahmen die Probleme rund um die Skoliose.

Manolo: zu.

Manolo: Weil ich natürlich...

Manolo: Sehr asymmetrisch.

Manolo: auch immer weiter wurde durch das Training.

Manolo: Weil ich habe gedacht, okay, durch das Training, weil der Arzt ja auch sagte,

Manolo: stabilisierst du die Wirbelsäule. Du konntest mir aber beim Schiefwerten zuschauen und damit nahmen auch die Probleme zu.

Per-Olof Waßen: Stehen.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Mit dem Zenit, ich glaube, da war ich so 32, 33, dass ich drei, vier Monate lang so gut wie gar nicht gehen konnte. Also nur so kleine Minischritte, weil ich hatte richtig ISG -Probleme, linkseitig.

Manolo: Das hat so wehgetan. Ich bin zum Orthopäden gelaufen, zum Chiropraktiker, zum Osteopathen, zum Physiotherapeuten.

Manolo: Und, und, und. Und nichts hat wirklich was gebracht.

Per-Olof Waßen: Aber irgendwann ja schon irgendwas.

Manolo: weil ich mich damit nahe.

Manolo: die auch in dem Gym gearbeitet hat.

Manolo: ... wo ich damals war.

Manolo: unterhalten habe. Sie hat sich da mal wirklich mit mir hingesetzt.

Manolo: eine ultra lange Anamnese gemacht, wo die Ärzte natürlich keine Zeit für hatten.

Manolo: Und...

Manolo: Dann haben wir eine Übung gemacht.

Manolo: Auf dem Pilates schlitten.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Und es hat in meiner Hüfte...

Manolo: gerumst bei einer Bewegung.

Manolo: wo ich dann in dem Moment gedacht habe,

Manolo: Okay, jetzt ist es aus.

Manolo: Hüfte in zwei gebrochen.

Per-Olof Waßen: Tschüss.

Manolo: Das war wirklich so laut, das war so ein Schock, so ein Beben im ganzen Körper.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Und dann habe ich mich natürlich...

Manolo: ... ganz behutsam wieder bewegt und musste feststellen ...

Manolo: Auf Knopfdruck 80 % der Schmerzen waren weg.

Per-Olof Waßen: Hmm.

Manolo: Auf Knopfdruck.

Manolo: Ich dachte mir so, hä?

Manolo: Was ist das denn jetzt? Warum schafft es jetzt eine...

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Ich glaube, das war eine Yoga -Lehrerin. Eine Yoga -Lehrerin?

Manolo: Mit einer...

Manolo: ausführlicheren

Manolo: Anamnese.

Manolo: mich schmerzfrei zu kriegen oder nahezu schmerzfrei zu kriegen.

Manolo: Was die ganzen...

Manolo: Orthopäden und Therapeuten und Ärzte vorher nicht geschafft haben.

Manolo: Das war dann erstmal die große Frage und dann habe ich mich natürlich auf eine sehr abenteuerliche Reise begeben.

Per-Olof Waßen: Also für alle, die jetzt zugehört haben und nicht genau wissen, wovon Manolo spricht beim ISG, das ist das Iliosakralgelenk, also eine Verbindung zwischen dem Ilium, dem Becken und dem Kreuzbein, dem Sacrum. Da ist einfach eine gelenkige Verbindung, das ist eigentlich ein...

Per-Olof Waßen: Ein sehr wenig funktionales Gelenk. Also das macht jetzt nicht viel. Es hat nicht viel Bewegungsspielraum und ist nur wenige Millimeter.

Per-Olof Waßen: breit.

Per-Olof Waßen: Und trotzdem haben sehr, sehr viele Menschen dort genau Beschwerden oder sind dort genau blockiert.

Per-Olof Waßen: Und das...

Per-Olof Waßen: reibungsloser Ablauf in dem Gelenk, ist einfach für gerade so Sachen wie Gehen

Per-Olof Waßen: von ganz enormer Wichtigkeit.

Per-Olof Waßen: Du hast Pilates gerade beschrieben. Was hältst du von Pilates ansonsten?

Per-Olof Waßen: Ist das etwas, wo du dir viel rausziehen kannst?

Manolo: Mh.

Manolo: Das waren Pilate Schlitten.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Aber es war jetzt kein Kontext Pilates in dem Sinne.

Per-Olof Waßen: Okay.

Manolo: Pilates als solches, was...

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Also wenn man sich mal mit Josef Pilatus auseinandergesetzt hat.

Manolo: weiß, was er eigentlich...

Manolo: grundsätzlich

Manolo: was seine sportliche, wie sagt man da?

Manolo: Hauptorientierung war nämlich das Boxen.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Und er halt eben versucht hat,

Manolo: Du...

Manolo: sein Bewegungskonzept, was halt eben Pilates heißt, nochmal so ein paar Schnäppchen zu schlagen für seinen Profisport.

Manolo: ist natürlich das.

Manolo: Was er da gemacht hat, ziemlich genial.

Per-Olof Waßen: Hm.

Manolo: Und auch wenn ich kein Pilates mache.

Manolo: Viele Dinge, das bestätigen mir witzigerweise auch immer die ganzen Pilates -Mäuse. Was du da machst, ist Pilates.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Ja.

Manolo: Mag sein, dass das eine Analogie ist. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich Pilates mache, wenn du sagst, dass...

Manolo: Ähnelt dem, dann glaube ich dem sogar, weil ich bin mir ziemlich sicher, dass der Josef da...

Manolo: schon Plan von Bewegung hatte.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Also auf jeden Fall irgendwo aus der Quelle getrunken.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Aus einer gemeinsamen oder so.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Finde ich total spannend immer wieder.

Per-Olof Waßen: Das ist einfach so eine Person oder es gibt ja so ein paar Personen, die auftauchen, wo man einfach mal...

Per-Olof Waßen: berücksichtigen muss, zu welcher Zeit sie diese Dinge vorangebracht haben.

Per-Olof Waßen: Also gerade so für sein Core -Training und Stabilisierung, Mobilisation, das war natürlich...

Per-Olof Waßen: es wird immer noch durchgeführt von vielen Menschen mit Erfolg und von daher auf jeden Fall

Per-Olof Waßen: Respekt an ihn raus.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Deine Haltung.

Per-Olof Waßen: Du hattest gesagt, du wurdest immer schiefer. Also Skoliose bedeutet für alle, die sich auch damit wieder nicht auskennen, aus Frontalebene, also ob jetzt von hinten oder

Per-Olof Waßen: von vorne den Menschen betrachtet, meistens würde man das eher von hinten betrachten.

Per-Olof Waßen: würde man erkennen, dass die Wirbelsäule nicht...

Per-Olof Waßen: gerade ist, was hier von hinten genau...

Per-Olof Waßen: gesehen sein sollte und nicht wie von der seite sondern doppel s form hat sondern einfach gerade ist aber dann gibt es eben eine kurve nach links oder nach rechts

Per-Olof Waßen: Und bei dir wäre das wohin gewesen? Also wo hat die sich hin ausgebeult?

Per-Olof Waßen: Wo war die lange, wo war die kurze Seite?

Manolo: Also einen Rippenbuckel habe ich rechtzeitig gehabt in der Brustwirbelsäule.

Per-Olof Waßen: der brustwirbelsäule rechtzeitig im buckel und dann heißt linke seite

Per-Olof Waßen: verkürzt oder

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Oder kleiner und rechte Seite eher.

Per-Olof Waßen: Und wie ist es heute?

Per-Olof Waßen: Andersrum.

Manolo: Wenn ich das den Leuten sage? Bitte? Andersrum, genau.

Per-Olof Waßen: Jetzt ist links der Muckel.

Manolo: Naja.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Da muss ich ihn mal ganz kurz ausholen, wenn ich darf.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Okay.

Manolo: Ich war natürlich dann so ein bisschen fuchsig.

Manolo: Mh.

Manolo: weil ich...

Manolo: Auf der einen Seite irgendwann...

Manolo: Ich kürze das jetzt ein bisschen ab.

Manolo: verstanden habe.

Manolo: Die...

Manolo: Perspektive auf Bewegung war sehr limitierend. Also die Fitnesswelt hat leider eine sehr limitierte Perspektive auf Bewegung und dem bin ich auch erlegen.

Manolo: gewesen.

Manolo: Ja.

Manolo: So, und dann muss ich irgendwann eingestehen, okay, das ist wahrscheinlich das Hauptproblem.

Manolo: Das Krafttraining selber war nicht das Problem.

Manolo: Aber die Art und Weise,

Manolo: Wie ich.

Manolo: durch die Linse des Krafttrainings Bewegung verstanden habe, das war die Limitation.

Manolo: Und dann war mir eben auch klar,

Manolo: Ich hab...

Manolo: durch mein Bewegungsverständnis

Manolo: rund um die Skoliose das Problem verstärkt. Das heißt, ich habe die Degeneration

Manolo: Vorangetrieben

Manolo: Das heißt, ich habe mich in eine gewisse Richtung bewegt.

Manolo: Und dann wollte ich nicht verstehen, wenn der Körper schon zielgerichtet...

Manolo: in Anführungsstrichen zielgerichtet.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: degenerieren kann, schiefer werden kann, dann muss es doch auch einen Weg geben, das Ganze wieder...

Manolo: rückgängig zu machen, also den Körper wieder in die Regeneration zu bringen.

Manolo: Und alle haben aber gesagt, es geht nicht.

Manolo: Das Goliose kannst du nicht haben.

Manolo: heilen.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Ja?

Manolo: Bei den meisten Skoliosen, deswegen spricht man auch immer von diesen idiopathischen Skoliosen, man weiß gar nicht, woher die kommen. Ist auch fein. Skolios ist gar nicht das Thema. Ich habe es zwar dann als Feindbild angesehen, was ich heute nicht mehr machen würde tatsächlich.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Aber zu dem Zeitpunkt musste ich diese Skoliose.

Manolo: bekämpfen.

Manolo: Also da ist ja auch schon mal eine Energie drin, die gehört da eigentlich gar nicht rein.

Per-Olof Waßen: Mh.

Manolo: Nichtsdestotrotz, dann habe ich halt deswegen auch so...

Manolo: Regale, die hier bei mir stehen, voll mit Büchern.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: wo ich dann angefangen habe, ganz viele Bewegungsmodelle und Konzepte mal durchzuarbeiten. Und habe dann festgestellt, okay,

Manolo: Das ist tatsächlich so, wie ich vermutet habe.

Manolo: Wir haben keine Ahnung von Bewegung.

Manolo: Und selbst die Bewegungsmodelle.

Manolo: Wenn Sie seriös sind.

Manolo: Bestätigen das.

Manolo: Wir haben keine Ahnung. Wir haben zwar hier ein Modell.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Was euch weiterbringen soll, aber...

Manolo: Grundsätzlich haben wir gar keine Ahnung. Oder wir haben eine Ahnung, aber wir wissen nicht viel.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Ja.

Manolo: Und dann habe ich halt ganz viel

Manolo: recherchiert und gemacht und experimentiert. Ich habe zehn Jahre bestimmt locker experimentiert mit ganz vielen verschiedenen Sachen. Und in diesem Zusammenhang

Manolo: Und ich musste natürlich auch das Bild...

Manolo: vom Krafttraining erstmal loslassen, was natürlich auch bedeutet hat, dass ich dann sehr viel Gewicht verloren habe.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Mein Idealbild, wie ein Mann auszusehen hat, ist dann auch gedroppt. Dann habe ich aber auch dieses Idealbild grundsätzlich fallen lassen.

Manolo: Und...

Manolo: Dann habe ich halt gemerkt, okay, die ganzen Probleme...

Manolo: werden plötzlich weniger.

Manolo: Ich mache keine Therapie.

Manolo: Ich verändere nur mein Verhalten.

Manolo: In Bewegung.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Und plötzlich dann, mein Körper ist mir,

Manolo: Mit dem Resultat, und das habe ich dann hinterher auf, weil ich natürlich auch

Manolo: auf.

Manolo: Vorbildung war, wo grundsätzlich eigentlich fast nur Therapeuten sind.

Manolo: die mir

Manolo: alle bestätigt haben, also bei dir jetzt von der School Youth zu sprechen wäre.

Manolo: zu hoch gegriffen.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Wir dürfen sagen bei dir, Skoliose ist abgehakt. Und das fand ich halt crazy, weil genau das, was ich vermutet habe,

Manolo: Der Körper kann wieder regenerieren, gibt ihm aber die...

Manolo: entscheidenden Reize. Und das muss nicht so, wie ich das damals auch immer gedacht hatte, du hattest ja auch schon gerade so ein bisschen das Bild projiziert, da war es vielleicht ein bisschen kürzer, da macht die Wirbelsäule einen Schlenker, das ist sogar schon fast egal.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Der Körper hat das

Manolo: Ähm...

Manolo: Talent, Talent ist das falsche Wort.

Manolo: hat die Intuition, sich selber zu organisieren.

Manolo: Aber dafür müssen wir halt eben...

Manolo: auch uns...

Manolo: im Geiste so erweitern, dass wir diese Grundlage schaffen dafür.

Manolo: halt eben nicht bewegungsdogmen.

Manolo: und uns zu unterwerfen, was Bewegungsdogma betrifft.

Manolo: Und dann macht der Körper das schon.

Manolo: Und dazu gehört natürlich, wie kann das jetzt anders sein, Thema.

Manolo: Ich muss mich mal mit dem Thema Gen auseinandersetzen. Thema Atmung hat mich total fasziniert.

Manolo: Heute geheilt.

Per-Olof Waßen: Du hast ja gesagt, das war eine 10 -jährige Reise, mindestens.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Welche Rolle hat IDO -Portal da gespielt?

Manolo: Er war ja eines der ersten...

Manolo: Adressen die mir

Manolo: deutlich gemacht haben, okay, wir Fitnessleute

Manolo: Wir gehen halt viel auf Ästhetik und wir verbringen sehr viel Zeit, das war so ein Zitat, was er auch mal gedroppt hat, sehr viel Zeit mit dem Körper.

Manolo: Aber wir können uns einfach nicht gut bewegen. Moment mal, auf einer FIBO war es, ich weiß nicht, war es schon mal auf einer FIBO?

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Und du siehst dann halt eben die ganzen Kühlschränke da rumlaufen.

Manolo: Da kann man jetzt darüber streiten, ob die jetzt gut aussehen.

Manolo: Schwierig.

Manolo: Aber wo man auf jeden Fall...

Manolo: grundsätzlich nicht streiten kann.

Manolo: Die können halt alle...

Manolo: Oder die sind alle sehr eingeschränkt.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: in der Art und Weise, wie sie sich fortbewegen.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Und das geben auch viele auch zu.

Manolo: Und das ist auch fein, das ist auch völlig in Ordnung, wenn du halt sagst, das ist jetzt mein Sport.

Per-Olof Waßen: Vielen völlig egal, sagen die.

Manolo: Und da habe ich jetzt Bock drauf und das ist jetzt halt eben auch der Kompromiss, den ich eingehe, ist das super fein.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Hm.

Manolo: Aber das jetzt als Gesundheitsdingen zu verkloppen.

Manolo: Mit dieser Einschränkung ist es ein bisschen unfair.

Manolo: Ja.

Manolo: Und Ido hat mich so ein bisschen geläutert und dann auch eben...

Manolo: den Weg geebnet, mich mal neuen Dingen zu öffnen, weil das ist ja auch das, wofür er steht. Er sagt ja auch, ich habe

Manolo: ganz viele verschiedene Sportarten studiert.

Manolo: Ich bin da reingegangen, ich bin da als

Manolo: als

Manolo: Jemand reingegangen, der die Sachen auch anwenden wollte.

Manolo: und verstehen wollte, nicht nur Theorie lernen.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Und

Manolo: Dem habe ich mich auch angenommen, dass ich halt eben gesagt habe, ich probiere mal unterschiedliche Sachen aus und da ist mir auch eben aufgefallen,

Manolo: Es gibt einen roten Faden. Und dann ist es egal, ob ich jetzt Capoeira mache, Pilates mache.

Manolo: Leichtathletik.

Manolo: Whatever.

Manolo: Es gibt einen roten Faden.

Manolo: Oder Grundprinzipien.

Manolo: die deckungsgleich sind, ohne dass vielleicht den einzelnen Sportarten das bewusst ist.

Per-Olof Waßen: Kannst du eins nennen?

Manolo: Ähm...

Per-Olof Waßen: Das kann doch echt ein Manolo -Original sein. Also irgendwas, wo du so...

Per-Olof Waßen: Es muss ja nicht in Stein gemauert sein, einfach...

Per-Olof Waßen: gemeißelt sein, sondern einfach

Per-Olof Waßen: Was ist ein Grundprinzip, was du gerne anwendest?

Manolo: Du hast...

Manolo: Reziproke Bewegung zum Beispiel.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Beim Capoeira ist das sehr, sehr crazy, dass du alles spiegeln musst.

Manolo: können musst. Also was du auf der einen Seite können musst, musst du auf der anderen Seite können.

Manolo: Und dann ist ja eigentlich schon fast egal, in welchen Sport du reingehst. Der Mensch bewegt sich reziprok. Reziprok bedeutet halt eben...

Manolo: Damit wir Meter machen können, muss die eine Körperhälfte

Manolo: gespiegelt etwas anderes.

Manolo: Nee, gespiegelt ist der falsche Begriff, aber was anderes machen als die andere Körperhälfte.

Manolo: Beispiel.

Manolo: Wir sind Zweibeiner.

Manolo: Ich spreche jetzt mit einem Profi.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Wenn ich Meta machen möchte.

Manolo: muss ich ja ein Bein vom Boden lösen.

Manolo: Das heißt,

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Die eine Seite der Hüfte macht was ganz anderes.

Manolo: als die Seite, wo das Bein nach vorne schwingt.

Manolo: Und das geht natürlich bis zur Heizwirbelsäule.

Manolo: dieses Reziprokomuster

Manolo: Ähm...

Manolo: Wie sagt man da?

Per-Olof Waßen: Du setzt dich da fort, genau.

Manolo: Pflanzt sich fort, oder?

Manolo: Ja genau.

Manolo: Und...

Manolo: Eigentlich fast alle Sportarten, die zumindest mit Laufen zu tun haben.

Manolo: Ein Tasse.

Manolo: Und wenn du dann dieses Bewegungsprinzip ...

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: mal verstanden hast.

Manolo: und das auch mal vielleicht isoliert mal angehst.

Manolo: und dem Körper da gewisse Potenziale gibst.

Manolo: Boom.

Manolo: Kann es vielleicht sein, dass du bewegungsökonomisch plötzlich nochmal ein paar mehr Nuggets rausholen kannst?

Per-Olof Waßen: Hm.

Per-Olof Waßen: Was ist denn das Ziel der Leute, die zu dir kommen? Also wenn jetzt dich jemand anschreibt, also auch aus unserer Community, was erwarten die von dir und was würdest du sagen, wo ist die Erwartung gerechtfertigt und wo nicht?

Manolo: Und das hat sich natürlich auch mit der Zeit geschifftet, in der Phase, wo ich selber so ein Thema mit der Skoliose hatte und da ja auch bewusst die Leute mitgenommen habe.

Manolo: war das natürlich auch sehr mangelorientiert.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Weil ich war ja auch mangelorientiert. Ich muss die Skoliose beheben.

Per-Olof Waßen: Hm.

Manolo: Ich muss sie bekämpfen.

Manolo: Das ist ein Mangel.

Manolo: Weg von.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Jetzt bin ich ja eher hinzu.

Manolo: Ja, weil ich weiß, so ein Körper, egal wie alt er ist, welches Geschlecht, welches Alter.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: beziehungsweise das haben wir schon gerade gehabt.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Welche körperliche Institution du hast.

Manolo: Oder Konstitution.

Manolo: Jeder Körper hat Potenziale.

Manolo: Und wir müssen nicht alle irgendwie Olympioniken werden, darum geht es gar nicht.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Aber wir können unsere Form morgen...

Manolo: ohne diesen Leistungsanspruch haben zu müssen.

Manolo: können wir trotzdem morgen verbessern, im Gegensatz zu heute.

Per-Olof Waßen: Ich würde sogar sagen, man kann ihn am gleichen Abend, man kann es am Ende des Tages noch ändern.

Manolo: Genau.

Per-Olof Waßen: Dieser Moment ist immer da. Jetzt, jetzt, jetzt, wo du sagen kannst...

Per-Olof Waßen: Ich muss nicht morgen anfangen, ich muss nicht gestern anfangen, sondern

Per-Olof Waßen: Jetzt?

Manolo: Das sind viele Entscheidungen und vielleicht auch das Thema Achtsamkeit und, und, und.

Manolo: Und...

Manolo: Die Leute, die jetzt zu mir kommen,

Manolo: Die sind eher auch so gepolt hinzu.

Manolo: Die wissen nur manchmal nicht, ja wie komme ich denn da hin?

Manolo: So, und dann kommt...

Manolo: Dann hat eben der Manolo ein Spiel und hilft dir dabei.

Per-Olof Waßen: Cool.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Du hast ein...

Per-Olof Waßen: Leben.

Per-Olof Waßen: Ähm.

Per-Olof Waßen: was vielleicht nicht...

Per-Olof Waßen: alltäglich ist in deiner Kindheit.

Per-Olof Waßen: erlebt.

Per-Olof Waßen: Du hast es gerade eben gesagt, Pflegeeltern.

Per-Olof Waßen: Irgendeinem anderen Kontext glaube ich als...

Per-Olof Waßen: erstmal als vollweise glaube ich irgendwo mal

Per-Olof Waßen: Ich weiß nicht, ob das stimmt.

Per-Olof Waßen: Es gab also ein bewegtes Leben und ich bin eben über einen Satz von dir gestolpert, den hast du zu Beginn gesagt, und zwar als du die Skoliose...

Per-Olof Waßen: Diagnose bekommen hast, hast du gesagt, was habe ich falsch gemacht?

Per-Olof Waßen: Ich musste da irgendwie dran schuld sein oder irgendwie was in der Richtung gefallen.

Per-Olof Waßen: Und da bin ich so hellhörig geworden.

Per-Olof Waßen: Krankheit oder Diagnose als Bestrafung. Das war es genau, dass du da bestraft worden bist.

Per-Olof Waßen: Da ist natürlich bei mir so ein bisschen hellhörig geworden, dass man für eine Erkrankung bestraft wird oder mit einer Erkrankung bestraft wird.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Wie hat sich dieses Denken verändert?

Per-Olof Waßen: Weil du hast...

Per-Olof Waßen: gerade eine Erkrankung hinter dir.

Per-Olof Waßen: Ich habe dich im Vorfeld gefragt, ob wir darüber reden dürfen. Du hast gesagt, ja. Du hast gerade eine Hodenkrebserkrankung. Du hast die nicht hinter dir. Du steckst im Prinzip noch drin. Die ersten Schritte sind getan.

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: Kam dieser Gedanke da auch wieder auf oder ist das schon längst abgeschlossen durch deinen Weg?

Per-Olof Waßen: Der Gedanke der Bestrafung.

Manolo: Erstmal sehr gut beobachtet, sehr gut hingehört.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Danke.

Manolo: Ja, mit der Bestrafung, da steckt viel drin tatsächlich.

Manolo: Ja.

Manolo: Und...

Manolo: Die ersten...

Manolo: Zumindest 18 Jahre meines Lebens waren definitiv davon geprägt.

Manolo: Schuld zu sein.

Manolo: Ja.

Manolo: Und ich durfte mich natürlich, ich meine...

Manolo: Ich gehe jetzt auf die 50 zu, zwei Jahre noch.

Manolo: Dann habe ich das halbe Jahrhundert.

Manolo: Und durfte natürlich im Leben einiges dazulernen.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Wir werden zusammen 100 übrigens.

Manolo: Und...

Manolo: Gehe.

Per-Olof Waßen: Ich werde 52, also von daher wird das noch zwei Jahre.

Manolo: Geil.

Per-Olof Waßen: Zusammen sind wir 100.

Manolo: Die 52 sehe ich bei dir aber auch nicht.

Per-Olof Waßen: Also dieses Jahr, bitte.

Manolo: Die 52 sehe ich bei dir aber auch null.

Per-Olof Waßen: Danke, danke.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Same, same.

Manolo: Auf jeden Fall durfte ich halt viel dazulernen und durfte auch dieses...

Manolo: Dieses Mangeldenken ablegen.

Manolo: Ja.

Manolo: Und im Nachhinein darf ich auch, deswegen habe ich das auch eben bewusst gesagt, die Skoliose ist nicht das Problem.

Manolo: Das Problem ist, die

Manolo: Skoliose als Problem anzusehen.

Manolo: Das ist das Problem.

Manolo: Ja.

Manolo: Deswegen...

Manolo: Dann ziehe ich mich heute von diesem, ich muss eine Skoliose beheben, Ding.

Manolo: Auch wenn ich es jetzt für mich geschafft habe, ich meine, das war keine starke Skoliose, aber...

Manolo: Hätte ich nicht die Kurve gekriegt, hätte mich vielleicht das ganze Thema drumherum rund um die Skoliose wahrscheinlich dann irgendwann lebenstechnisch mal richtig eingeholt.

Manolo: Das darf ich halt eben sagen.

Per-Olof Waßen: Kleiner, kleiner, hier, hätte ich nicht die Kurve gekriegt.

Per-Olof Waßen: Sehr gutes Bild.

Manolo: Ja, stimmt, tatsächlich.

Per-Olof Waßen: Ich finde es gut.

Manolo: wieder gut beobachtete.

Manolo: Ähm...

Manolo: Ich durfte halt für mich erkennen, du durftest da so viel draus lernen. Das war so viel Raum für Wachstum.

Manolo: Man muss es auch erst mal erkennen.

Manolo: Ja.

Manolo: Ich hätte nie so viel über Bewegen gelernt, wenn ich nicht damit...

Manolo: Also diesen Auftrag gehabt hätte.

Manolo: auch mal vielleicht mit einer gewissen Logik dran zu gehen.

Manolo: die mir nirgendwo bestätigt worden ist.

Manolo: Eine Skoliose kann man nicht regenerieren.

Manolo: Doch.

Manolo: Kann man.

Per-Olof Waßen: Kommen.

Manolo: Bis zu einem gewissen Grad auf jeden Fall. Der Körper ist nicht so doof, wie wir denken.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Ja.

Manolo: Und das gleiche mit dieser Hodenkrebsnummer.

Manolo: Ähm...

Manolo: Natürlich habe ich mich hier und da mal erwischt. Ja, wie kann es dazu kommen?

Manolo: Die Wissenschaft ist da noch so, so.

Manolo: So im Dunkeln, wir wissen nicht sehr viel. Bei mir gibt es zwar einen Verdacht, Thema Rodenhochstand.

Manolo: Da gibt es Indizien, die damit...

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: die dem Verdacht nahelegen, dass das dann mit Hodenkrebs einhergehen kann.

Manolo: Aber auch hier natürlich nochmal die Erinnerung.

Manolo: vor allen Dingen, wenn ich nochmal auch rund um Covid und alles, was danach passiert ist, das Leben da auch nochmal betrachte, das ist ein Wake -up -Call.

Manolo: Kollege.

Manolo: So.

Manolo: Wenn du dir als Mann einen Krebs aussuchen darfst, nimmst du dir auf jeden Fall Hodenkrebs?

Manolo: Weil das ist der, der am besten zu therapieren ist.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Es gibt zwar auch Todesfälle in dem Fall, aber...

Manolo: Die sind eher gering.

Manolo: Und auch nochmal mit dem Thema sich auseinanderzusetzen.

Manolo: Es könnte so schnell vorbei sein. Und dann stehst du auch im Krankenhaus und guckst dir auch die Broschüren an. Kontext.

Manolo: Krebs, zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenkrebs, wenn du den hast,

Manolo: Sehr, sehr schwierig.

Manolo: Und dann kann es einfach mal Wochen sein und dann bist du vielleicht weg vom Fenster, worst case.

Manolo: Und dann einfach mal davon eingeholt zu werden und dann auch mal zu reflektieren.

Manolo: Worüber machst du dir eigentlich den ganzen Tag so einen Gedanken und was stresst dich so?

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Damit...

Manolo: Mit dieser Reflexion auch nochmal bewusst zu werden.

Manolo: Eigentlich ist das doch scheißegal. Das ist doof.

Manolo: Völlig egal.

Manolo: Und auch dann hier nochmal...

Manolo: Den Raum zu sehen, so viel Positives rauszuziehen und auch über sich selber nochmal zu lernen und vielleicht auch nochmal Entscheidungen zu treffen, die die nächsten Jahre und vielleicht auch Dekaden des Lebens nochmal ein bisschen positiver gestalten.

Manolo: Hat mich sehr...

Manolo: Deswegen bin ich auch froh.

Manolo: Ich muss zwar dafür etwas zahlen.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Aber den Preis ist es, glaube ich, wert.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank, dass du das erstmal hier...

Per-Olof Waßen: so öffentlich geteilt hast, nochmal.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Ich habe jetzt gerade zwei Sachen, die mir auf dem Herzen liegen. Zum einen möchte ich natürlich allen hoffentlich niemandem, der jetzt zuhört und mit Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist,

Per-Olof Waßen: die Hoffnung absprechen. Also wenn da jetzt einer zugehört hat.

Manolo: Guter Punkt.

Manolo: Sorry.

Per-Olof Waßen: Ein einziger, hoffentlich nur, wenn überhaupt, dann...

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Hoffnung.

Per-Olof Waßen: Gibt es immer.

Per-Olof Waßen: Aber klar, du hast recht.

Per-Olof Waßen: bester Kumpel aus Kindertagen, hatte auch Hodenkrebs vor 15 Jahren, dem habe ich sehr viel mitbekommen, der lag bei mir auf Station, ich habe auf der Urologie sehr lange gearbeitet, 10 Jahre.

Per-Olof Waßen: Und ich weiß noch, wie Dr. Brünker hieß er, wie er dem Stefan dann sagte.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Bei Krebs redet man nie von Heilung, sondern immer nur mit 5 Jahre Überlebensdauer, 10 Jahre Überlebensdauer und so weiter. Der einzige Krebs, wo die Ausnahme bildet, ist der Hohen Krebs.

Per-Olof Waßen: wo man wirklich von Heilung spricht, also zumindest so salopp.

Per-Olof Waßen: Von daher kann ich dir dazu stimmen. Das ist natürlich wirklich im Frühstadium erkannt, sehr gut zu therapieren.

Per-Olof Waßen: trotzdem natürlich irgendwie

Per-Olof Waßen: erstmal erstmal ein schlag

Per-Olof Waßen: in den Nacken.

Per-Olof Waßen: Und du hast aber...

Per-Olof Waßen: habe ich daraus gehört, wieder gemerkt, okay, jede Krise ist ein Wake -up -Call.

Per-Olof Waßen: Was will mir das sagen? Wo geht die Reise jetzt weiter?

Per-Olof Waßen: Was mich interessiert...

Per-Olof Waßen: Wie sehr hilft dir das in der täglichen Arbeit mit?

Per-Olof Waßen: Menschen.

Per-Olof Waßen: die zu dir kommen und die vielleicht...

Per-Olof Waßen: eine Idee von ihrem

Per-Olof Waßen: Problem haben, dieses Wissen darum, dass du sagst...

Per-Olof Waßen: dein problem ist

Per-Olof Waßen: Dein Problem damit?

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: So.

Per-Olof Waßen: Nimm dich doch erstmal in deinen Ressourcen, in deinen Kompetenzen und in deinen Zielen und in deinen Visionen wahr.

Per-Olof Waßen: Und dann wird der Körper sich wieder neu organisieren, wie du schon gesagt hast. Wenn die Richtung stimmt, wenn die Haltung stimmt, wo wir bei Haltung, das ist keine reine körperliche Sache, sondern ...

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Wie weit?

Manolo: Geisteshaltung, klar.

Per-Olof Waßen: Kannst du überhaupt direkt einfach mit Übungen anfangen oder bist du, sag ich mal, der weise Manolo jetzt, der sagt, wir setzen uns erstmal eine halbe Stunde hin und reden über dein Leben?

Manolo: Ähm...

Manolo: Jetzt muss man natürlich so ein bisschen schauen, wo sind die eigenen Kompetenzen.

Manolo: Ich bin ja jetzt kein Psychologe.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Obwohl ich schon glaube, dass viele Menschen...

Manolo: In der Richtung.

Manolo: viel lernen würden.

Manolo: Ich kann nur höchstens so ein bisschen...

Manolo: stimulieren.

Manolo: inspirieren, sich mal mit gewissen Gedanken auseinanderzusetzen.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Das mache ich auch.

Manolo: Zu 100 %?

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: mit den Leuten, die bei mir auflagen, weil ich

Manolo: ... die Erfahrung ja wie gesagt selber gemacht habe ... ... und mit der und ich glaube da wirst du mir ...

Manolo: zustimmen.

Manolo: Wenn du so ein paar Jahre auf diesem Leben, auf diesem Planeten gelebt hast.

Manolo: Sondern es ist...

Manolo: Die Macht deiner Gedanken entscheidet sehr, sehr viel.

Manolo: Eines meiner Lieblingszitate von Marc Aurel, einer der letzten Adoptivkaiser unserer Zeit, beziehungsweise vergangenen Zeiten, ich weiß nicht.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: 2 .500.

Manolo: Oder 500 vor Christus? Ich weiß schon gar nicht mehr.

Per-Olof Waßen: Ich weiß es auch nicht mehr.

Manolo: Die Kraft deiner Gedanken.

Manolo: Oder die...

Manolo: Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab. So, Entschuldigung.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Und da steckt so viel Wahres dran.

Manolo: Und gerade auch körperlich.

Manolo: Ja?

Manolo: Der Körper kann nur dahin gehen, wo der Geist schon war. Auch ein Zitat, was ich sehr, sehr liebe.

Per-Olof Waßen: Hm.

Manolo: Das heißt, diese Dualität von das eine ist der Körper und dafür brauche ich Lösungen.

Manolo: Und das andere ist der Geist. Ach, das ist ja scheißegal für die meisten tatsächlich. Ich habe ja ein körperliches Problem.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Nee, nee.

Manolo: Ich will jetzt nicht sagen, dass jeder, der ein körperliches Problem hat, irgendwo auch ein...

Manolo: Probleme auf geistiger oder emotionaler Ebene hat, das will ich damit nicht sagen, aber die Erfahrung hat gezeigt, du kannst dich zumindest nicht trennen. Also irgendwo

Manolo: spiegelt vielleicht die körperliche Geschichte auch etwas, was vielleicht eine seelische

Manolo: Sache gerade bei dir ist.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Das sind so ein paar Begriffe.

Per-Olof Waßen: geistig selig

Per-Olof Waßen: Was würde bei dir geistlich überhaupt bedeuten? Was ist die geistige Ebene?

Manolo: Das ist eine sehr gute Frage.

Manolo: Mmmh.

Manolo: Also zumindest schon mal die...

Manolo: die Qualität deiner Gedanken.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Das ist definitiv.

Manolo: Etwas, wo ich sage, das ist auf dieser geistigen Ebene.

Manolo: anzusehen.

Per-Olof Waßen: Würde ich auch so sehen.

Manolo: gäbe es natürlich nochmal das Thema Emotion.

Per-Olof Waßen: Würdest du sagen, sogar vielleicht sogar das Geschirr?

Per-Olof Waßen: geschriebene Wort, was man denkt.

Manolo: Ja, von mir aus.

Per-Olof Waßen: Also Gedanken können ja Bilder sein, aber es ist ja vielleicht...

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: auch wirklich dieses

Per-Olof Waßen: Was man eher gelesen sieht, für Negationen, nein, ich bin nicht gut und das und das.

Per-Olof Waßen: Sowas meinst du wahrscheinlich eher so Bilder von sich selbst oder Gedanken, die so laut werden. Also es muss ja was Gehörtes sein, damit man es so...

Per-Olof Waßen: damit man von der Farbe der Gedanken sprechen kann. Obwohl, die Farbe ist schon wieder was anderes.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Aber ich weiß, glaube ich, was du meinst mit geistig. Erzähl ruhig weiter.

Manolo: Dann käme nochmal das Emotionale dazu, was nicht das gesprochene Wort oder geschriebene Wort braucht.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Das ist die Frage.

Manolo: Ist das jetzt Seele?

Manolo: Ich weiß es nicht.

Per-Olof Waßen: Ja, auf jeden Fall Emotionen. Aber es gibt ja noch was.

Per-Olof Waßen: was Geist ist, weil ich finde das...

Per-Olof Waßen: Das kann man immer so trennen von dem, was...

Per-Olof Waßen: was mich denkt.

Per-Olof Waßen: So, während ich irgendwas tue, kommen Gedanken auf und so, das sind Gedanken, das ist auch geistig, aber ich kann ja auch meinen Geist nur zum Ziel gerichtet einfach eine Bewegung einzuleiten oder so.

Per-Olof Waßen: zu sagen, ich nehme jetzt diese Tasse hoch oder so. Da ist ja kein Wert drin.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Mein Geist bestimmt das, mein Körper folgt und so. Und das ist ja auch geistige Arbeit.

Per-Olof Waßen: Sind das zwei Geister? Der eine, der so lenkt und tut und macht und der andere, der so passiv...

Per-Olof Waßen: reagiert auf das Leben?

Per-Olof Waßen: In eigenen Worten.

Manolo: Sehr gute Frage. Ich glaube, auch das kannst du nicht trennen, weil das, was ja...

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Ähm...

Manolo: Also deine Gedanken, die du da hast.

Manolo: Geschrieben gesprochen.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Da sind ja auch Leitbilder dabei.

Manolo: Also, wie sagt man da? Glaubenssätze.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Die werden ja unterbewusst immer auch dein passives...

Manolo: Streben.

Manolo: mit beeinflussen.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Das stimmt.

Manolo: Deswegen würde ich schon sagen, dass es nicht getrennt ist.

Manolo: Also wahrscheinlich alles in der Natur hat irgendwo eine Verbindung.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Auch wenn du in die rationale Ebene reingehst.

Manolo: Gibt es Verbindung?

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Verbindung gibt es auch.

Per-Olof Waßen: zwischen dem Rücken.

Per-Olof Waßen: Und den Füßen. In den Barfußschule -Podcasts sind jetzt noch nicht so viele gekommen, was aber auch nicht so schlimm ist, weil wir reden ja so viel über Füße.

Per-Olof Waßen: Ich habe heute nochmal, nachmittags habe ich es nochmal so gedacht.

Per-Olof Waßen: Du beschäftigst dich viel mit Bewegung und die Wirbelsäule ist...

Per-Olof Waßen: wenn ich jetzt so dass wenn ich da richtig liege ist so einfach der älteste part unserer beweglichen teile

Per-Olof Waßen: Also wenn wir das Stammhirn nehmen, so als Nervenknoten, sag ich mal, und das Gehirn, dann haben wir darunter dann irgendwann...

Per-Olof Waßen: Wir beginnen die Wirbelsäule mit den einzelnen Wirbeln und das ist das, was uns an...

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Am ehesten an Fischen.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: an Fische erinnern lässt als Körper.

Per-Olof Waßen: Und irgendwann ist da ein Becken dran gebaumelt worden.

Per-Olof Waßen: Und an den Schultern kamen irgendwie Extremitäten raus und eben am Becken Extremitäten raus.

Per-Olof Waßen: unser stamm ist so er die wirbelsäule und der

Per-Olof Waßen: Und das Rückenmark und die...

Per-Olof Waßen: und der Schädel.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: und

Per-Olof Waßen: Was haben jetzt...

Per-Olof Waßen: wie können dann die Füße...

Per-Olof Waßen: So von Belangseiten.

Per-Olof Waßen: Dir geht es ja viel um so, wie jung ist meine Wirbelsäule, sage ich jetzt mal.

Per-Olof Waßen: Und was haben die Füße für dich für eine Rolle?

Per-Olof Waßen: in der Entwicklung mit am

Per-Olof Waßen: am ältesten sind.

Per-Olof Waßen: Im jüngsten Sinn, meine ich.

Manolo: Die einzige physische Schnittstelle zu unserem Planeten.

Per-Olof Waßen: Ja, wenn man geht.

Manolo: Wenn das nicht...

Manolo: Ja.

Manolo: Geht steht.

Per-Olof Waßen: Also Handstand oder so liegen, aber du meinst jetzt so die...

Manolo: wenn wir uns verbringen.

Per-Olof Waßen: Wenn wir uns fortbewegen, genau. Und was bedeutet das für dich?

Manolo: Ich finde diesen Gedankengang erstmal super spannend.

Manolo: Unser Körper ist eine Antwort auf Gravitation.

Manolo: So.

Manolo: Jetzt ist der Mensch ja auch nochmal...

Manolo: Sehr sonderbar.

Manolo: wie er sich durch Raum und Zeit bewegt.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Nämlich mit aufrechter Wirbelsäule.

Manolo: Ähm...

Manolo: Mit zwei...

Manolo: Extremitäten unten.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Und um da Meta zu machen, sind wir eigentlich streng genommen.

Manolo: Einbeiner, wir haben immer ein Bein auf dem Boden.

Manolo: Hängt natürlich von der Geschwindigkeit ab. Sobald ich laufe, wird es ein...

Manolo: Das sieht ein bisschen anders aus.

Manolo: Und...

Manolo: Das fand ich ganz spannend. Das hatte mir mal ein...

Manolo: Hautarzt gesagt.

Manolo: wie die Verbrennung messen.

Manolo: Ungefähr 1 % Körperoberfläche ist deine Hand.

Manolo: Wenn jetzt nicht gerade.

Manolo: Adipositas Grad 2 hast oder sowas.

Manolo: Ähm...

Manolo: Und wenn man sich das mal so anschaut, die eigene Handfläche, okay, das ist 1 % Körperoberfläche, das heißt, meine eigene Hand passt.

Manolo: ungefähr 100 mal

Manolo: auf meinen Körper.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: So.

Manolo: Jetzt habe ich eine Referenzfläche.

Manolo: Guck mir jetzt mal meine Fußsohlen an.

Manolo: Da ist nicht so viel Fläche.

Manolo: auf der ich dann tatsächlich 100 % Körper bewegen muss.

Manolo: Mit.

Manolo: Dem Rumpf mit der Wirbelsäule.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Und wenn ich da vor allen Dingen in Bewegung bin, ist es ja noch weniger. Und das finde ich halt so crazy.

Manolo: dass da, ich sage jetzt mal 1 % Körperoberfläche.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Mit dem Kontakt zum Boden.

Manolo: Über 100 % Körper entscheiden.

Manolo: Crazy.

Per-Olof Waßen: Definitiv.

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: Wie war das?

Per-Olof Waßen: Früher?

Per-Olof Waßen: Bevor es Barfußschuhe gab oder du ganz barfuß trainiert hast.

Per-Olof Waßen: Wie hast du das da wahrgenommen?

Per-Olof Waßen: mit deinem Rücken, mit deiner Geschichte.

Per-Olof Waßen: In herkömmlichen Laufschuhen gab es bei dir irgendeinen Klickmoment, der muss ja weit vor dem...

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: 2016 im Vivo Barefoot Shop gewesen sein.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Also in meiner...

Manolo: Primetime Fitness.

Manolo: War das natürlich irgendwie gar kein Thema, hatte ich gar keinen Bezug zu.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: dass Füße irgendwie eine gewisse Relevanz haben. Da ging es eher darum, dass du coole...

Manolo: Sportschuhe hast.

Manolo: Die müssen irgendwo stylisch aussehen. Der Fuß selber hat ja in der Fitnesswelt auch, mittlerweile wandelt sich das so ein bisschen in gewissen Bubbles, aber ich sage jetzt mal so im Mainstream hat der Fuß...

Manolo: Keinen hohen Stellenwert.

Per-Olof Waßen: Hm.

Manolo: Ja.

Manolo: Und das ist eigentlich sehr traurig, weil das eigentlich ein Hochleistungsorgan ist. Und gerade wenn man sich so die menschliche Evolutionsgeschichte anschaut, hat der Fuß da schon...

Manolo: ist das schon sehr prominent.

Manolo: Ja.

Manolo: Und...

Manolo: Ich musste natürlich dann irgendwann die Kurve kriegen oder beziehungsweise bei mir ist das dann...

Manolo: als ich mich der Fitness abgewandt habe.

Manolo: Dann plötzlich mal Raum zu machen für neue Dinge. Und dann kam ja auch irgendwann das Thema Natural Running.

Manolo: Und ich war ja schon offen.

Per-Olof Waßen: Hm.

Manolo: Das war ja diese Ido -Zeit, dann zu sagen, okay, jetzt gucke ich mir mal an, was machen die, was machen die, was machen die. Ich weiß gar nicht mehr, wer das Thema genau getriggert hat bei mir, aber ich war sehr, sehr offen.

Manolo: Und dann fand ich das halt eben sehr spannend, dann kamen so Leute wie Prof. Dr. Liebermann, der sich halt eben als Anthropologe mal auch...

Manolo: mit der Evolution grundsätzlich mal beschäftigt hat.

Manolo: Und das fand ich halt super spannend, dann auch wirklich mal zu sehen.

Manolo: Okay, wenn ich den Körper...

Manolo: im Heute verstehen möchte.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: ist es auch mal interessant, sich mal die paar Millionen Jahre davor Entwicklungsgeschichte anzuschauen, wie es zu diesem Körper eigentlich gekommen ist.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Und das war für mich dann einfach so unfassbar logisch, dass ich gesagt habe, ja, das ist doch...

Manolo: gar nicht mehr von der Hand zu weisen.

Manolo: Diese Thematik...

Manolo: Fuß.

Manolo: Barfuß gehen.

Manolo: Natural Running.

Manolo: ... Gangzyklus ... ... was auch immer du jetzt für ...

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: wo du da jetzt noch reinschmeißen möchtest.

Manolo: Also wenn wir das nicht beachten, haben wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht, als Menschen, die sich mit Bewegung auseinandersetzen.

Per-Olof Waßen: Und das ist auch etwas...

Manolo: So, und dann war diese Logik halt für mich klar.

Manolo: Seitdem auch ungebrochen.

Manolo: eine Säule meines Verständnisses von Bewegung.

Per-Olof Waßen: Hast du Barfußschuhe jeden Tag an?

Manolo: Nee, nicht mehr. Ich war eine Zeit lang sehr...

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Dogmatisch dann?

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Weg von den ganzen, ich sage jetzt mal normalen Schuhen.

Manolo: Dann nur noch Barfußschuhe tragen.

Manolo: Mittlerweile erlaube ich mir da tatsächlich wieder.

Manolo: Raum für...

Manolo: Normale Schuhe, aber da bin ich tatsächlich, zumindest gehe ich da Kompromisse ein, dass ich sage, okay.

Manolo: Wir müssen keine Sprengung haben.

Per-Olof Waßen: Okay.

Manolo: Im besten Fall ein Toe Cage, der ein bisschen größer ist.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Dann haben die halt meine dicke Sohle. Ich bin halt ein Vans -Fan, also wieder Vans -Fan. Ich habe es so lange aus meinem Leben verbannt, bis ich dann irgendwann erkannt habe, naja.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Du trägst so viel Bafu -Schuh trotzdem noch, wenn ich mit den Hunden unterwegs bin, in der Regel, vor allem jetzt in der Winterzeit.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Da habe ich nur barfrische Uhren.

Manolo: Weil es einfach die geilsten Autoschuhe sind, die ich kenne.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Und hast du da...

Per-Olof Waßen: Denn die Erfahrung gemacht, dass das...

Per-Olof Waßen: deine Kunden, du selber, dass das für deinen Rücken und dein Rückentraining einen Unterschied gemacht hat.

Manolo: Auf jeden Fall.

Manolo: Klar, allein schon wahrnehmungstechnisch.

Per-Olof Waßen: Und wo hast du es denn wahrgenommen?

Manolo: Ich erinnere mich auf jeden Fall noch.

Manolo: als ich so schwer war.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: 92 kg.

Manolo: Und ich...

Manolo: Wollte damals joggen gehen.

Manolo: Mir tat immer der linke Fuß weh.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Weil der war quasi im Vergleich zum anderen eher so auf dem Spektrum.

Manolo: mehr in Richtung

Manolo: Pro Nation sehr...

Manolo: Patent, sage ich jetzt mal. Das heißt, mir fehlt da tatsächlich Stabilität.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Und mir tat auch immer der linke Fuß weh.

Manolo: auch wenn ich länger unterwegs war.

Manolo: Und als ich dann angefangen habe, mit BAFU -Schuhen zu arbeiten,

Manolo: Da habe ich halt gemerkt, okay, es tut am Anfang auch weh.

Manolo: Aber es wurde mit der Zeit immer besser, weil ich da Kraft aufbauen konnte.

Manolo: In einem Bereich, wo ich vorher dem Fuß ja nie die Möglichkeit gegeben habe, sich jetzt mal

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: feiner zu bewegen.

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: einfach teil der kette zu werden

Manolo: Genau.

Per-Olof Waßen: Hm.

Per-Olof Waßen: Wenn du jetzt...

Per-Olof Waßen: unseren Zuhörern da draußen, die häufig etwas über das Barfuß laufen, über das Barfuß gehen hören, aber gar nicht unbedingt, na klar, bei Ben auch immer über komplexe

Per-Olof Waßen: oder über das ganze System Menschen ein bisschen mehr erfahren. Aber wenn du denen einen Tipp geben...

Per-Olof Waßen: würdest.

Per-Olof Waßen: ihre Rückenschmerzen, ihren Rücken betreffend, wenn wir den als Problem sehen.

Per-Olof Waßen: Wofür steht der Rücken bei dir?

Per-Olof Waßen: Oder vielleicht auch für die...

Per-Olof Waßen: bin ich da draußen

Per-Olof Waßen: Wenn der Manolo jetzt sagt, wofür steht der Rücken?

Per-Olof Waßen: und die Rückenbeschwerden.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Ist eine sehr gute Frage.

Manolo: Mmmh.

Manolo: Also grundsätzlich, ich muss da einmal kurz reingrätschen, ich bin jetzt...

Manolo: Niemand oder ich möchte niemand sein.

Manolo: der Empfehlungen bei Rückenschmerzen grundsätzlich ausspricht.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Weil...

Manolo: Ich bin kein Therapeut.

Manolo: Ich bin natürlich mit dem, was ich da mache, jemand der

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: sehr viel Inspiration liefern kann.

Manolo: auch

Manolo: Das Empfinden rund um den Rücken.

Manolo: zu beeinflussen.

Per-Olof Waßen: Hm.

Manolo: Ja.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Gerade auch bei dem Thema Schmerz.

Manolo: kann es halt so...

Manolo: multikausal sein, warum der Rücken da muckt.

Manolo: Das kann was Strukturelles sein, das kann einfach Stress sein, das kann ein mentales Ding sein.

Manolo: Das kann...

Manolo: Vielleicht eine sehr einseitige Belastung im Alltag sein.

Manolo: Oder in seinem Sport.

Manolo: Ja.

Manolo: Könnt ihr jetzt glaube ich endlos hier weiter.

Manolo: Weiter fortfahren.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Manolo: Ich glaube, das Wichtige ist einfach das Thema

Manolo: Ähm...

Manolo: Gerade bei dem Rücken Achtsamkeit.

Manolo: Aus eigener Erfahrung spricht da ein Körper, der oder anders.

Manolo: Wenn du eher in deiner Mitte bist.

Manolo: Hast du erstmal ganz andere Heilungskräfte oder Heilungskapazitäten?

Manolo: Und auch ein ganz anderes Schmerzempfinden.

Manolo: Was dich vielleicht auch dann darin bestärkt.

Manolo: ... eher aktiver in deinem Leben zu sein.

Manolo: Und vielleicht auch bessere Entscheidungen zu treffen, was dich betrifft.

Manolo: Ja.

Manolo: Das heißt ...

Manolo: Beim Thema Rücken.

Manolo: Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage, weil wie gesagt, kein Therapeut.

Per-Olof Waßen: Aber hat ja auch keiner von dir verlangt. Also du antwortest ja auch nicht als Therapeut, sondern nur noch.

Manolo: Kann es vielleicht auch mal interessant sein?

Manolo: Ja.

Manolo: Ja.

Manolo: Kann also auf jeden Fall interessant sein.

Manolo: sich auch mal vielleicht zu reflektieren und sich mal auch das Leben anzuschauen.

Manolo: Wenn man jetzt nicht gerade einen akuten Sturz oder sowas hat, das ist natürlich nochmal eine andere Nummer. Wenn ich jetzt von einem chronischen Rücken...

Manolo: Schmerzthematik spreche.

Manolo: Dann kann es vielleicht auch ein Thema sein, weil ich...

Manolo: mir zu viel auflade.

Manolo: Im Alltag?

Manolo: Und mein Körper vielleicht dadurch versucht,

Manolo: mir zu zeigen.

Manolo: Machen wir halblang.

Manolo: Muss nicht bei jedem so sein, aber der Verdacht.

Per-Olof Waßen: Du hast...

Per-Olof Waßen: Ja.

Manolo: Hat sich immer mal wieder verhärtet bei dem einen oder anderen.

Manolo: den ich da im Coaching hatte.

Per-Olof Waßen: Du hast es gerade gesagt.

Per-Olof Waßen: in seiner Mitte sein, dann hat man vielleicht da auch

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Besseren Zugang wieder zum Rücken. Wie bleibt man in der Mitte?

Manolo: Boah.

Manolo: Gute Frage.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Was natürlich schon mal hilft, guter Schlaf.

Manolo: Gute Ernährung.

Manolo: Basics halt.

Per-Olof Waßen: Basics?

Manolo: Ähm...

Manolo: Gute Gesellschaft auf jeden Fall.

Per-Olof Waßen: Das ist ja ein toller Tipp.

Per-Olof Waßen: Den hört man viel zu selten.

Manolo: Ganz wichtiger Punkt sogar.

Per-Olof Waßen: Gute Gesellschaft, das finde ich total gut.

Manolo: Ja.

Per-Olof Waßen: Also irgendwas, was nicht so Energie zieht die ganze Zeit.

Manolo: Du solltest dich auch in einem Raum auffassen.

Manolo: wo du das Gefühl hast,

Manolo: Dir wird Energie gegeben.

Manolo: Und das Können.

Manolo: Das kann nur Gesellschaft meiner Meinung nach.

Manolo: Das kann...

Manolo: wie mitunter bei mir auch ein Tier sein.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Ja.

Manolo: Aber im besten Fall natürlich hast du deine Familie oder einen Freundeskreis.

Manolo: bei dem du einfach sein darfst.

Manolo: wo du nicht das Gefühl hast, du musst jetzt hier abliefern, wo du keine Erwartungen erfüllen musst.

Manolo: Wo du bedingungslos einfach ...

Manolo: So wie du bist, sein darfst.

Per-Olof Waßen: Also das finde ich so mit der...

Per-Olof Waßen: Tipp.

Per-Olof Waßen: Der Woche. Ich glaube, das kommt bei uns als Tipp der Woche von dir als Beitrag.

Per-Olof Waßen: Das haben wir noch nie gehabt. Und einfach zu sagen, ja, eine gute Möglichkeit, in der Mitte zu bleiben, ist einfach...

Manolo: Freue ich mich.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: in guter Gesellschaft zu sein, weil...

Per-Olof Waßen: Es wäre vielleicht der am wenigsten mühsame.

Per-Olof Waßen: Hebel.

Per-Olof Waßen: Also klar, für Leute, die jetzt Schwierigkeiten haben, ihre sozialen Kontakte eben zu pflegen, die da sehr viele Schwierigkeiten haben, denen entschuldige ich mich, vielleicht ist das doch das Schwierigste, aber an sich zu sagen.

Per-Olof Waßen: Die Gesellschaft, die ich mir aussuchen kann, das erfordert keine Körperkraft und alles, aber es ändert so viel.

Per-Olof Waßen: Ich bin noch hängen geblieben.

Per-Olof Waßen: Bei dem Geist, von dem du gesprochen hast, um in der Mitte zu bleiben, ist es wichtig, den Geist...

Per-Olof Waßen: bei sich zu halten.

Per-Olof Waßen: Weil der will immer raus.

Per-Olof Waßen: Der will immer in die nächste Sache. Der geht immer voran oder geht nach hinten. Oder er geht zur Seite, nach links und rechts, zur Ablenkung und so. Der Geist ist das, was am schnellsten abgelenkt werden kann. Ich habe das aus der Kampfkunst.

Per-Olof Waßen: so verinnerlicht, dass

Per-Olof Waßen: Badim.

Per-Olof Waßen: Pseudo -Messerangriff.

Per-Olof Waßen: derjenige mit dem messer kommt

Per-Olof Waßen: geht unser ganzer Geist.

Per-Olof Waßen: sofort aus dem Körper raus in diese Bedrohung, Messer rein und der Körper folgt, den irgendeiner entweder flinscht, also entweder zucken oder

Per-Olof Waßen: Wir folgen mit dem Körper.

Per-Olof Waßen: dem, was den Geist beschäftigt und das sorgt dafür, dass wir gar nicht auch

Per-Olof Waßen: in der Mitte bleiben können. Um dabei zu merken, wie reagiere ich

Per-Olof Waßen: und diese Reaktionen wahrzunehmen.

Per-Olof Waßen: die der Geist ist.

Per-Olof Waßen: empfindet oder

Per-Olof Waßen: Oder denkt.

Per-Olof Waßen: Wir können dafür sorgen, dass wir den Geist ein bisschen weniger weit nach draußen gehen lassen und sagen, bleib mal hier, bleib mal hier, das hat mit dir gar nichts zu tun und so weiter.

Per-Olof Waßen: Bleibt natürlich auch die Wirbelsäule in der Mitte, weil sie gar nicht so...

Per-Olof Waßen: sage ich mal, gefordert wird.

Per-Olof Waßen: Ist jetzt leicht weit hergeholt.

Manolo: sich verbiegen muss.

Per-Olof Waßen: Genau, man muss sich nicht so verbiegen.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Wir haben uns deutlich zeitlich verbogen. Wir machen immer einen 30 -Minuten -Podcast. Aber das habe ich mir heute vorgenommen, das gar nicht zu betrachten. Es war mega inspirierend und spannend.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: dir zuzuhören.

Per-Olof Waßen: Vor allen Dingen

Per-Olof Waßen: weil du so

Per-Olof Waßen: offen bist, so aufmachst auch mit all dem was

Per-Olof Waßen: was dir geschehen ist, was dich beschäftigt.

Per-Olof Waßen: Ich hoffe einfach für alle da draußen, dass ihr da was rausziehen könnt. Folgt dem Manolo auf jeden Fall, wenn ihr das nicht schon tut. Der zeigt sehr, sehr viele...

Per-Olof Waßen: Übungen.

Per-Olof Waßen: lustige Übungen, verrückte Übungen, die er nachmacht.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Und das ist einfach spannend zu sehen. Schaut euch das auf jeden Fall an. Es gibt sehr viele komische Sachen da draußen, aber auch einfach sehr viele Dinge, die man einfach ausprobieren kann und damit mal spielen kann.

Per-Olof Waßen: Ganz lieben Dank dir.

Per-Olof Waßen: Und ich lasse dir auch so die letzten Worte.

Manolo: Vielen Dank für die Bühne hier.

Per-Olof Waßen: Hm?

Manolo: Freue ich mich.

Manolo: so angenehm.

Manolo: Im Austausch zu sein. Also du bist auch ein sehr guter...

Manolo: Podcast -Redner.

Manolo: Oder Gesprächspartner.

Manolo: Vielen Dank.

Manolo: Eine Sache will ich nochmal kurz einordnen, weil ich ja so viele, du hast jetzt gerade von den Übungen gesprochen, die ich da auf Insta teile.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Manolo: Ich will natürlich einladen, einfach mal was Neues auszuprobieren. Das ist eines der Dinge, die mir da super wichtig ist.

Manolo: Und das andere ist...

Manolo: Die Leute jetzt auch nicht zu überfrachten mit den Übungen, sondern auch gleichzeitig immer so ein bisschen...

Manolo: deutlich zu machen.

Manolo: Scheiß auf die Übung.

Manolo: Versucht zu lernen.

Manolo: Was ist das Grundprinzip dahinter?

Manolo: Wenn man das einmal verstanden hat, dann kann man so viele Sachen davon ableiten und kreieren, weil ich möchte nicht...

Manolo: den Eindruck erwecken, dass die Leute dann total erschlagen sind. Boah, jetzt hat der noch eine neue Übung, noch eine neue Übung, noch eine neue Übung.

Manolo: Die kann man alle runterbrechen auf vielleicht fünf Grundprinzipien.

Manolo: Dann hast du meinen Kanal verstanden.

Manolo: That's it.

Manolo: Dass die Leute das zumindest schon mal gehört haben und nicht dann so überschlagen werden, so oh mein Gott, ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll.

Per-Olof Waßen: Ja, ich habe da eher rausgehört.

Manolo: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Egal wie alt wir werden, bleibt neugierig bis zum letzten Tag.

Per-Olof Waßen: So.

Per-Olof Waßen: Das ist...

Per-Olof Waßen: Das kommt bei mir rüber.

Manolo: Freue ich mich.

Manolo: Wenn das ankommt.

Per-Olof Waßen: Also.

Per-Olof Waßen: Ganz lieben Dank, dass du hier warst und euch da draußen einen schönen restlichen Mittwoch, wenn ihr das am Mittwoch hört, in einer Woche.

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: Ähm...

Per-Olof Waßen: Bis zur Folge 152, Manolo.

Per-Olof Waßen: Dir einen schönen Tag.

Per-Olof Waßen: schöne Fortsetzung.

Per-Olof Waßen: Dein Nils.

Per-Olof Waßen: tollen Lebens.

Per-Olof Waßen: Wunderst du?

Manolo: Danke.

Per-Olof Waßen: Bis ganz bald, ihr alle da draußen.

Per-Olof Waßen: Ciao, ciao.

Per-Olof Waßen

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