Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast.
Speaker: Ich bin Arlen Nikoli.
Speaker: Und ich bin Elvier Kaigana.
Speaker: Arlen und ich nehmen euch in unserem Podcast mit in spannende Interviews und analysieren die großen Redner unserer Zeit.
Speaker: Aber zunächst ein paar Sätze zu meiner und Arlens Rolle.
Speaker: Mein Name ist Elvier Kaigana.
Speaker: Ich bin Autor, Business Coach und Professional Speaker sowie Inhaber der Bank on Future.
Speaker: Hier helfen wir lokalen Banken und Finanzdienstleistern gezielt zu wachsen.
Speaker: in den Bereichen, in denen Wachstum sinnvoll ist und gleichzeitig Kunden und Mitarbeiter intensiver an sich zu binden.
Speaker: Arlen, wer bist du?
Speaker: Danke dir Elvier.
Speaker: Ich bin Geschäftsführer der Agentur Nikoli Presentations und wir sind spezialisiert, wenn es um die Gestaltung überzeugender Firmenpräsentationen geht.
Speaker: Zudem trainiere ich als zertifizierter Professional Speaker die Vortragenden für die Online- und Offline-Bühne dieser Welt.
Speaker: Und ich würde sagen Elvier, wir starten mit der heutigen Episode.
Speaker: Herzlich willkommen, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen.
Speaker: Heute auch wieder mit mir, Ale Nikoli und Elvier Kaigana.
Speaker: Und ich freue mich heute riesig, den Speaker, den heutigen Speaker zu analysieren, weil er nicht nur ein Speaker ist, beziehungsweise direkt aus dieser Branche kommt, sondern er ist als Entertainer, also vom Entertainer zum Speaker geworden.
Speaker: Und das finde ich persönlich sehr, sehr spannend.
Speaker: Weißt du, um wen es geht, Elvier?
Speaker: Natürlich weiß ich, um wen es geht.
Speaker: Es ist uns eine große Freude, dass wir den zusammen rausgesucht haben.
Speaker: Wir bewundern ihn auch beide, glaube ich, sehr und ich finde den einfach fantastisch, was der auf der Bühne abliefert und wer kann das anders sein als Christian Lindemann?
Speaker: Ich höre den Applaus schon und zwar den Applaus, weil er vom weltberühmten Cirque du Soleil, also auf der Bühne des Cirque du Soleil gestanden ist und zwar als einziger Deutsch aus dem deutschsprachigen Raum, also Deutschland, Österreich, Schweiz und es ist eine
Speaker: ziemlich starke Leistung.
Speaker: Und er ist aber nicht durch die Luft geflogen und hat akrobatische Tricks hingelegt.
Speaker: Wobei ich weiß nicht, ob man das als akrobatisch nennen kann, was er gemacht hat.
Speaker: Er hat sich als Taschendieb, als Taschenspieler hat er sich profiliert.
Speaker: Und dort hat er auch ziemlich viele Erfolge gefeiert.
Speaker: Absolut.
Speaker: Und wenn man einmal im Blick in die Top 100 Speaker tut...
Speaker: dann sieht man in der Kategorie Persönlichkeit, Erfolg und Motivation und findet da den Christian Lindemann und tatsächlich auch, wie du richtig sagtest, vom Straßenkünstler auf die großen Bühnen der Welt beim Suc des Soleil.
Speaker: Und er war bei 1500 Shows dabei, also 1500 Shows gemacht zu haben, das ist schon eine Hausnummer auf jeden Fall.
Speaker: Das ist auf jeden Fall eine Hausnummer, da hast du recht.
Speaker: Ja, er war dann immer King of Pickpockets, er war immer der italienische Gigolo, der jemanden aus dem Publikum holen musste und er hat ihm dann die Krawatte geklaut, die Uhr, das Handy, die Schlüssel, alles was er dabei hatte.
Speaker: Und wie gesagt, seine Rolle als italienischer Gigolo war er dann immer.
Speaker: Und diese Elemente mit dem ganzen Gürtel, Krawatten, Uhren, Brieftaschen einfach aus den Taschen seiner Zuhörer zu schnappen, das hat er ja auch als Element in seinen Vorträgen.
Speaker: was das Ganze nochmal so ein bisschen spannender und schön zum Anschauen macht.
Speaker: Weil dann ist er nicht nur als Persönlichkeit zu sehen, die etwas spricht, sondern auch wirklich in einer Performance.
Speaker: Und er ist auch vom Erfolg Magazin 2001
Speaker: zu den 500 wichtigsten Köpfen der Volkswelt in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewählt worden.
Speaker: Und es ist auch sehr, sehr spannend.
Speaker: Er ist ja nicht nur eben ein Showkünstler, sondern tatsächlich auch ein Mensch, der sehr viel Know-how hat.
Speaker: Und mit seinem Sachbuch, das er...
Speaker: veröffentlicht hat, das im Icon Verlag erschienen ist, vermittelt er sehr, sehr viele Techniken und sehr, sehr viel Know-how auch zu diesem Thema.
Speaker: Genau und sein aktuelles Buch heißt ja auch Souverän auf der Bühne des Lebens mit Selbstvertrauen und Souveränität.
Speaker: Das ist auch so sein Motto und
Speaker: Das bringt ja auch zum Teil anderen bei, wie man sich eben souveräner auf dem jeweiligen Parkett, ob das jetzt auf der Bühne ist, aber natürlich auch in den Vorstandsetagen oder eben in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen, sich da einfach sicherer bewegt.
Speaker: Und diese Souveränität hat er uns ja auch bei der GSA Academy gezeigt, weil da ist er ja auch Dozent und da hat er uns so ein bisschen...
Speaker: die Bühne näher gebraucht.
Speaker: Wo positioniert man sich?
Speaker: Wie zeigt man sich auf der Bühne?
Speaker: Welche Technik nutzt man auf der Bühne?
Speaker: Also wirklich Technik im Sinne von Elektronik und Co.
Speaker: Und das ist auch ein Teil seines Wissens, das er sehr, sehr gut vermitteln kann und wo er sich einfach sensationell gut auskennt.
Speaker: Natürlich erinnerst du dich, dass ich ihn anmoderieren durfte.
Speaker: Von daher durfte ich im Vorfeld schon etwas über ihn recherchieren und
Speaker: durfte mich da auch nochmal bekannt machen mit seiner Vergangenheit, was er denn da alles so erlebt hatte.
Speaker: Und ich fand es nochmal sehr, sehr gut, weil das merkt man so unterschwellig in seinem Tun dann eben auch, wie er auftritt und auch seinen ganzen Shows, nämlich ein großer Mentor von ihm und das ist auch sein Motto geblieben.
Speaker: Sein Mentor war, ich hoffe, ich spreche den richtig aus, Guy Laliberté, CEO und Gründer vom Cirque du Soleil,
Speaker: der immer gesagt hat, die Show ist der Star und er ist nur ein Element der Show.
Speaker: Und man merkt das schon bei den Inszenierungen, dass er sich jetzt gar nicht so sehr in den Vordergrund drängelt, sondern gerade ja auch vor allem, wenn er Menschen mit auf der Bühne hat, dass er eben ihnen gerne auch die Bühne überlässt und sie dann sozusagen die Show zum Star, aber jeder ist halt eben Teil davon, nicht nur er.
Speaker: Finde ich immer merkt man sehr, sehr schön, die Show ist der Star.
Speaker: Und es ist auch eine sehr schöne Eigenschaft, nicht nur, dass er die Art und Weise, diese intensive Art und Weise hat, sich zu präsentieren, auf der Bühne seine Souveränität zu zeigen, sondern auch mal einen Schritt zurückzugehen.
Speaker: Einfach mal nicht im Mittelpunkt stehen zu müssen.
Speaker: Genau.
Speaker: Und bei den Vorträgen, den Vortrag, den wir ja angeschaut haben,
Speaker: Der ist hier auch verlinkt in den Shownotes und dort könnt ihr sehen, dass da ein paar Cuts drin sind.
Speaker: Das hat einfach den Hintergrund, dass wichtige Elemente aus dem Vortrag genommen wurden und der Christian Lindemann hier einfach in seinem Channel das veröffentlicht hat.
Speaker: Aber nichtsdestotrotz lassen sich sehr viele Elemente seiner Art und Weise auf der Bühne zu sein, präsent zu sein und zu reden erkennen.
Speaker: Und eine Sache, die ich sehr, sehr spannend finde, ist die teilweise sehr eindringliche Art.
Speaker: Er hat einen sehr fokussierten Blick, er spricht die Leute an und diese Art und Weise, die spiegelt sich dann auch in der Körpersprache bei ihm.
Speaker: Er wandert von einer Seite, also er nimmt die komplette Bühne ein und das finde ich so spannend, weil er, vielleicht kommt es auch aus der Zeit als Showkünstler,
Speaker: Er ist es einfach gewohnt, diese Bühne zu nutzen.
Speaker: Es schaut so aus, als wäre das für ihn so selbstverständlich, dass er die komplette Bühne einnimmt.
Speaker: Da bin ich bei dir.
Speaker: Wir haben ihn kennengelernt und wir wissen, das ist keine Speech, das ist eine Inszenierung, die er da hat.
Speaker: Alles durchgeplant von A bis Z und an welchem Punkt er was sagt.
Speaker: Da steckt so viel
Speaker: Zeit, aber auch Leidenschaft und auch so viel Energie, die er da investiert und so viele Übungen, die er da eben aufwendet, damit das Ganze so aussieht, wie es aussieht.
Speaker: Alleine in seinen Bühnenoutfits haben wir uns, glaube ich, allein, also fand ich fantastisch.
Speaker: Er kommt ja immer mit zwei Bühnenoutfits, also besser gesagt, er kommt ja in normaler Kleidung an und zieht sich dann erst um.
Speaker: hat er uns verraten.
Speaker: Das heißt jetzt nicht, dass der sofort im Bühnenoutfit vielleicht noch im Zug anreist, drei, vier, fünf Stunden oder mit dem Auto und dann die Knickfalten in der Kniekehle dann hat, wenn er auf der Bühne steht, sagt er, nein, nein, der hat extra seinen Anzug dabei, was er eben trägt auf der Bühne, das wird dann vor
Speaker: bevor er auf die Bühne geht, nochmal angezogen und nochmal in Reserve etwas dabei.
Speaker: Du hast dich ja mit ihm sehr, sehr lange über Mikrofone unterhalten und welches Kabel und ich war dann irgendwann da draußen.
Speaker: Also ich habe nur gemerkt, er hat viele Mikrofone und viele Stecker dabei.
Speaker: Und jeder Tontechniker ist dankbar, wenn er mit Christian Ninnemann zusammenarbeiten kann.
Speaker: Ja, er hat tatsächlich eine sehr disziplinierte Art und Weise und das merkt man ja zum Beispiel auch schon, wenn er, als er uns das Thema mit der Kleidung gezeigt hat, er hat zum Beispiel, er lässt sich teilweise Taschen annähen, er hat zum Beispiel eine Stelle, wo immer der Klicker, weil er hat in der Regel auch eine Präsentation dabei, da unterhalten wir uns später nochmal drüber,
Speaker: Aber er hat seinen Klicker jedes Mal an der gleichen Stelle.
Speaker: Das bedeutet, er muss sich dann nicht überlegen, wenn er gerade irgendwas sagt, okay, wo ist jetzt links, rechts in der Tasche oder habe ich meinen Klicker vielleicht doch auf einem Tisch stehen lassen oder ähnliches, sondern er hat den Klicker immer an der gleichen Stelle.
Speaker: Und so eine Disziplin, so eine Routine muss man natürlich auch erstmal aufbauen.
Speaker: Und auch bei der Art und Weise, wie er vorträgt, hat er uns ja erzählt, dass er
Speaker: wirklich seine Texte runterschreibt und teilweise bis auf das Wort dann wirklich auch so wiedergibt.
Speaker: Und das ist sehr, sehr spannend.
Speaker: Das ist eine Technik, die man tatsächlich auch nutzen kann.
Speaker: Für den einen oder anderen mag das auf jeden Fall genauso funktionieren.
Speaker: Ich bin mehr der Charakter, ich schreibe alles runter.
Speaker: Natürlich muss man ja irgendwo alles notiert haben.
Speaker: Ich übe es, ich übe es, ich übe es und komme dann zum Schluss mit einer Art und Weise oder ich sage für mich, ich rede nicht jeden
Speaker: Nicht jeder Vortrag hört sich gleich an, der Inhalt bzw.
Speaker: die Bedeutung der verschiedenen Abschnitte ist immer gleich, aber das, was ich sage, ändert sich hin und wieder mal.
Speaker: Wie ist das bei dir so?
Speaker: Wir hatten ja in einigen Folgen davor Sabine Askodom analysiert und ich finde, die Gegensätze könnten vielleicht nicht weiter sein.
Speaker: Sie ist ein sehr intuitiver Mensch und
Speaker: Macht halt auch auf der Bühne manchmal, was dir so spontan einfällt.
Speaker: Das wirst du bei einem Christian Lindemann nicht erleben.
Speaker: Sondern da ist eben alles durchdacht, eintrainiert, einstudiert.
Speaker: Ich meine, wenn du 1500 Shows bei Cirque du Soleil gemacht hast, da glaube ich, ist das einfach schon drin, dass du nichts dem Zufall überlassen darfst.
Speaker: Und auch wenn was schief geht, dann gibt es einen Notfallplan.
Speaker: Und wenn ein Notfallplan schief geht, gibt es einen Notfallplan für den Notfallplan für den Notfallplan.
Speaker: Und so ist der Christian dann eben auch eingestellt.
Speaker: Und das ist nicht nur, wie du sagtest, was er sagt, sondern wie er es sagt, welche Betonung durch die Stimme, durch die Augen, durch die Gestik, an welchen Platz er seine zentralen Botschaften sendet.
Speaker: Das hat er sich vorher ganz genau überlegt.
Speaker: Das macht er auch sehr, sehr gut.
Speaker: Es ist ja wirklich, seine Stimme variiert bis hin zum Flüstern.
Speaker: Und dann wird er auf einmal wieder lauter und setzt mehr Energie ein.
Speaker: Und wenn er dann auf einmal diese Energie einsetzt, dann klopft er sich teilweise auch auf die Schulter oder zeigt mit der Hand auf Personen.
Speaker: Und das Lustige ist, diese ganzen Gesten, oder nicht das Lustige, sondern das Spannende, wie ich finde, diese ganzen Gesten passieren alle...
Speaker: fast choreografiert.
Speaker: Die passen wirklich genau zu dem, was er sagt.
Speaker: Und das ist so spannend.
Speaker: Also ein Satz ist mir im Gedächtnis hängen geblieben, den er aber immer wieder zu uns gesagt hat.
Speaker: Every move a picture.
Speaker: Das heißt, und bei dem kannst du wirklich, wenn du Fotograf bist und er sich auf der Kamera bewegt, drücken, drücken, drücken, drücken.
Speaker: Du bekommst immer ein schönes Bild.
Speaker: Und wie du schon richtig sagst, gerade so, er hat angefangen, wir haben jetzt hier aus einer 60-minütigen,
Speaker: aus einem 60-minütigen Vortrag, 10 Minuten zusammengefasst, ist in den Shownotes hinterlegt nochmal und dann sagt er dann gerade, die Welt, erst wollten wir die Welt verändern, jetzt verändert die Welt dich.
Speaker: Erst Gesundheit gegen Zeit
Speaker: Dann in der zweiten Lebenshälfte wird Zeit für Gesundheit eingetauscht und alles passiert mit der richtigen Geste dazu.
Speaker: Er fängt an mit den Händen in der Hosentasche und wird dann eben von seinen Händen gehen nach vorne zur Seite und das ist eben alles aufeinander abgestimmt.
Speaker: Auch diese Hand in der Hosentasche, das macht er sehr, sehr bewusst und das finde ich immer sehr, sehr spannend, denen nochmal zuzugucken.
Speaker: Auch wenn er in dem Fall zum Beispiel seine Hand in der Hosentasche hat oder eine bestimmte Geste macht, das schaut alles so natürlich aus.
Speaker: Obwohl das wie eine Choreografie geplant ist, schaut es so natürlich aus.
Speaker: Und das ist ja das Besondere, weil viele Leute haben diese Choreografie, also ich bleibe jetzt einfach mal bei diesem Begriff, haben diese Choreografie einstudiert, aber das schaut trotzdem immer noch so hölzern aus.
Speaker: Einfach weil sie...
Speaker: viel zu fokussiert sind, was muss ich wann machen und so weiter.
Speaker: Und bei ihm passiert das einfach.
Speaker: Bei ihm ist es so natürlich.
Speaker: Und auch hier nochmal, und das habe ich oder haben wir bei den Podcasts im Vorfeld auch schon gesagt, es geht ums Üben.
Speaker: Es ist einfach nur so viel Übung,
Speaker: Man muss sich hinstellen und seinen Vortrag, seine Präsentation einfach nur üben, einfach ganz oft selbst vortragen und zum Schluss schaut es so natürlich aus, als hätte man vielleicht sogar gar nicht geübt, sondern als würde es einfach aus einem raussprudeln.
Speaker: Also vielleicht gerade, was du sagst, um das nochmal zu unterstreichen.
Speaker: Er sagt an einer Stelle, Unternehmen machen gerade einen und dann macht er einen Huch, also benutzt die Sprache, um schon mal Aufmerksamkeit zu bekommen.
Speaker: Er fängt an, die Arme zu kreisen und auseinanderzubreiten und macht dann einen Kreis und sagt einen Change-Prozess.
Speaker: Also du sagst ja richtig, das sind ja Abläufe.
Speaker: Du musst die Arme in der richtigen Bewegung, du musst die richtige Gestik mit den Augen und dem ganzen Gesicht haben, du musst noch das Huch einbauen und das musst du, damit das richtig sitzt beim Gegenüber und nicht hölzern oder irgendwie gewollt, aber nicht richtig gekonnt, sondern dass das wirklich so lockerlässig eben aussieht, das muss man schon ein paar Mal geübt haben und zwar so oft, dass es wieder ganz natürlich wird.
Speaker: Ja.
Speaker: Und da sind natürlich auch dann die Elemente mit dem Publikum, weil er holt ja so gut wie jedes Mal Publikum mit auf die Bühne, bei dem er die Tricks, die er gelernt hat als Pickpocket-Meister,
Speaker: bei denen er die einsetzt und da ist es natürlich auch so, das ist auch alles eine Choreografie, du musst auf die Schulter klopfen, damit du aus der anderen Tasche etwas rausziehen kannst, damit das nicht bemerkt wird und diese ganze Technik, diese ganzen Abläufe, wie du hast ja vorhin schon gesagt, 1500 Mal ist er aufgetreten,
Speaker: Und mit diesen 1500 Mal erkennt man dann natürlich diese Routine auch, wenn er den Leuten das Handy aus der Tasche holt, den Gürtel auf einmal hier rauszieht.
Speaker: Also 1500 Mal bei Cirque du Soleil, aber wir wissen auch, dass der im Jahr um die 200 Auftritte hat, richtig?
Speaker: 200, glaube ich.
Speaker: Diese Zahl kenne ich auch, ja.
Speaker: Also er ist ein sehr gut gebuchter Redner und er ist, glaube ich, auch einer der wenigen in ganz Deutschland, die durch seine Keynotes auch tatsächlich leben.
Speaker: Genau, also er macht nur Reden.
Speaker: Nur, was heißt nur?
Speaker: Also tatsächlich, das ist seine Haupteinnahmequelle, klar.
Speaker: Und bei dem Thema, um ganz kurz nochmal zum Publikum zu kommen,
Speaker: Er hat ja bei dem Publikum, das er dann vorne auf der Bühne hat, macht da seine Tricks und so weiter.
Speaker: Und auch hier ist es, was wir am Anfang mal angesprochen haben, er zieht sich auch manchmal so ein bisschen zurück.
Speaker: Und zwar nimmt er die zwei Herren, die auf der Bühne waren und dieser Applaus gehört euch.
Speaker: Und dann war er auch noch mit Musik untermalt und die zwei Herren haben sich dann wohlgefühlt, weil sie auf der Bühne gestanden sind und dann wieder zurückgeschickt wurden.
Speaker: Weil normalerweise ist es ein bisschen schwierig, Publikum auf die Bühne zu holen.
Speaker: Es ist wieder...
Speaker: Ein ganz anderes Thema, das müsste man selbst einmal trainieren, müsste man einmal ausprobieren bei einem kleinen Publikum, vielleicht mal bei Freunden, denn da gibt es ganz, ganz, ganz, ganz viele Fettnäpfchen, in die man treten kann und Christian hat das natürlich aber alles perfekt drauf.
Speaker: Aber du hast ja auch gesehen, also da bitte vielleicht nochmal drauf achten, wenn euch das Video guckt, wie fest...
Speaker: der die beide am Arm hat, der lässt die nicht aus.
Speaker: Und Arne und ich wissen, wenn du da auf der Bühne oben stehst, da hast du den Scheinwerfer mitten in den Augen.
Speaker: Du siehst da nichts.
Speaker: Und da kommt dir, wenn du die Treppe da runterlaufen musst, als ein schwarzes Nichts vor.
Speaker: Du siehst nicht, wo du hintrittst.
Speaker: Und da können natürlich sehr, sehr viele Unfälle dann passieren.
Speaker: Und wenn du gerade gebucht worden bist von einer AG und du den Vorstand an der Hand hast und der fällt dann da runter und bricht sich das Bein,
Speaker: Ich glaube, das ist keine gute Referenz dann.
Speaker: Deswegen, der hat die sehr, sehr stark an der Hand gehabt und hat die sehr, sehr stark die Treppe runtergeführt, aber auch genügend Halt gegeben, so nach dem Motto, ich halte euch fest, kann nichts passieren.
Speaker: Und klar, das kannst du als versierter Künstler, wie er es ist, weißt du dann, wo du hintreten musst.
Speaker: Der guckt sich das auch immer vorher genau an, wie die Treppe ist.
Speaker: Allein über die Treppe hat er uns ja, glaube ich,
Speaker: Eine Stunde lang erzählt, welche Treppenaufgänge es gibt, welche Tricks er wann und wo verwendet und so weiter.
Speaker: Wie er dann auch wieder auf die Bühne hochkommt, wenn er einmal runtergekommen ist, ist ja auch nochmal gar nicht so selbstverständlich, wenn du so viele Auftritte hast wie er.
Speaker: Und er hat, als er dann das Publikum zu den Plätzen gebracht hat, war er auch noch, was ich sehr sympathisch, sehr lustig gefunden habe, dass er auf der Bühne den beiden Herren schon ein paar Teile, die er von ihnen geklaut hat, zurückgegeben hat.
Speaker: Und dann kurz bevor die Herren wieder gesessen sind, hat er gemeint, ah, und ich habe hier noch ein Handy und ich habe hier noch eine Krawatte und da noch eine Brieftasche.
Speaker: Und es war ein sehr sympathischer Moment, da musste ich echt tatsächlich ein bisschen schmunzeln.
Speaker: Absolut und er nimmt ja auch, das ist das, was ich eingangs dann meinte, er hat einen sehr, sehr wertschätzenden Umgang mit den Menschen, die ihm eben bei der Show helfen und man merkt dann eben, dass die Show der Star ist und dass ihm das sehr, sehr wichtig ist und gerade auch, wenn es Applaus gibt, zieht er sich mit Absicht zurück.
Speaker: Der Applaus ist dann eben für die zwei, die da mitgemacht haben und das macht er dann eben hier auch sehr, sehr bewusst und lässt dann lieber die anderen gefeiert werden, statt eben sich selbst ins Rampenlicht zu drängen.
Speaker: Das finde ich sehr sympathisch.
Speaker: Eine Sache, die ich jetzt kurz vor Schluss noch ansprechen möchte, ist seine Präsentation.
Speaker: Und ich als Präsentationsspezialist habe mir das natürlich angeschaut.
Speaker: Hier bei diesem Vortrag in dem Video erkennt man das nicht auf Anhieb.
Speaker: Aber wenn man sich andere Videos von ihm anschaut, dann sieht man das auch.
Speaker: Er hat im Grunde immer einen dunklen Hintergrund mit einer weißen Schrift.
Speaker: Und das ist auch ein Tipp, den ich jedem oder jeder von euch geben kann.
Speaker: Nutzt einen möglichst dunklen Hintergrund mit einer weißen Schrift.
Speaker: Es hat eine Studie gegeben und es sind fast 80 Prozent der Menschen, die bewerten eine solche Präsentation als einfacher zu lesen und können sich länger auf diese Präsentation fokussieren.
Speaker: Und vor allem, wenn ihr dann in einem Raum präsentiert, der dunkel ist, blendet auf einmal nicht diese, blenden diese weißen Slides dann nicht einfach das Publikum.
Speaker: Deswegen ist es eine sehr, sehr gute Sache, was er macht und er nutzt auch sehr wenige Worte, sehr wenige Begriffe auf seinen Slides, was einfach nur zum Untermalen seiner Message dient und weniger als Ort, an dem man sich Informationen herunterholt.
Speaker: Und das ist tatsächlich eine sehr, sehr gute Art und Weise, wie er Präsentationen einsetzt.
Speaker: Vielleicht auch nochmal zur Art des Speaking, wie er ist.
Speaker: Also er ist ein absoluter Entertainer.
Speaker: Deswegen das Entertaining kommt bei ihm eben auf Platz 1.
Speaker: Er hat natürlich seinen Content, den er nochmal mit rüberbringt, der auch sehr hilfreich und interessant ist.
Speaker: Aber ich kenne sonst keinen anderen, der...
Speaker: Leute auf die Bühne holt, denen die Krawatte und den Gürtel klaut.
Speaker: Also von daher ist da schon die Show.
Speaker: Er steht dann auch nochmal mit im Vordergrund neben seinem Content.
Speaker: Aber er hat auch eine, also er hascht nicht einfach so Lacher, diese Hi-Hi-Hi, sondern er versetzt es schon in Faszination.
Speaker: Das finde ich nochmal einen Unterschied jetzt zu dem einen oder anderen, ja.
Speaker: der macht das sehr, sehr interessant.
Speaker: Und deswegen kein Wunder, dass der so gut gebucht ist und so viel eben auch unterwegs.
Speaker: Also er hat eine richtige Show.
Speaker: Er hat eine richtige Show, du sagst es.
Speaker: Das hast du auch gerade sehr, sehr schön gesagt, denn unsere Show für heute ist, glaube ich, auch zu Ende.
Speaker: Was meinst du?
Speaker: Ich glaube auch, so langsam nähern wir uns unserer 20-Minuten-Marke, die immer sehr, sehr schnell rumgeht.
Speaker: Von daher, Ahlen,
Speaker: Vielen Dank an uns beide, dass wir uns die Zeit genommen haben, die Energie.
Speaker: Und ich freue mich auf die nächste Folge und Ausgabe mit dir und wünsche allen einen schönen Abend.

