Transcript
Speaker: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Studio Talks.
Speaker: In dieser Episode haben wir wieder einen ganz besonderen Gast bei uns, Thomas Kemmerich.
Speaker: Wir werfen einen Blick auf sein faszinierendes Leben und erfahren, wie es ihn nach Erfurt verschlagen hat.
Speaker: Gemeinsam tauchen wir ein in die Erlebnisse und Eindrücke, die die Wendezeit und die Offenheit der Thüringer mit sich gebracht haben.
Speaker: Ein zentrales Thema dieses Gesprächs ist das kontroverse Ereignis um Thomas Kemmerichs Wahl zum Ministerpräsidenten, das in der breiten Öffentlichkeit unterschiedlich aufgenommen wurde.
Speaker: Viel Spaß!
Speaker: So, herzlich willkommen, Herr Thomas Kemmerich, heute live und direkt bei uns im Kanal.
Speaker: Ja, Gruß aus Erfurt.
Speaker: Schön, dass wir die Gelegenheit haben, zu plaudern.
Speaker: Es freut mich unheimlich.
Speaker: Also ich habe Sie schon länger beobachtet und hier aus Baden-Württemberg oder so, wir haben vielleicht andere Probleme wie bei euch, aber es war schon immer spannend zu sehen und Sie sind mir relativ früh aufgefallen.
Speaker: Das erste Plakat, was ich gesehen habe, politisch, war das, wo ich Sie von hinten gesehen habe.
Speaker: War das Ihre Idee?
Speaker: War aber gut.
Speaker: Es ist angekommen.
Speaker: Sie sind Unternehmer, Sie sind, ich glaube, aufgewachsen in Aachen, wenn ich es richtig weiß.
Speaker: Ja, geboren in Aachen, vor jetzt bald 59 Jahren.
Speaker: Ich habe dann fünf Jahre in Bonn gelebt, studiert vor allen Dingen dort und sogar einen Abschluss gemacht.
Speaker: Und genau zur Wendezeit war ich im Studium fertig und hatte da die Gelegenheit, die Wende auch sehr hautnah zu erleben.
Speaker: Ich war also Mitte 89, am 10.
Speaker: Juni 89 genau, zum ersten Mal in Erfurt, in Weimar und in Dresden.
Speaker: Und das war letztlich der Beweggrund, warum wir heute hier aus Erfurt miteinander sprechen.
Speaker: Erfurt, was hat Sie bewegt, nach Erfurt zu gehen?
Speaker: Zufälle, wie das so ist.
Speaker: Im Studium kam jemand auf mich zu, der besuchte einen Studienkollege, der stammt aus Erfurt.
Speaker: Der besuchte seine Tante zum runden Geburtstag, 70. wahrscheinlich oder sowas.
Speaker: Der war schon im April 88 da, hat mich eingeladen nach Erfurt.
Speaker: Da habe ich gesagt, nee, was soll ich da?
Speaker: Stand auch vorm Examen, hat er natürlich gezeigt.
Speaker: April 89 dasselbe noch einmal.
Speaker: Und weil ich wusste, am 2.
Speaker: Mai lese ich meinen Examen ab,
Speaker: habe ich danach etwas Zeit und habe gesagt, okay, komme ich gerne mal im Juni und schaue mir das mal wirklich vor Ort an.
Speaker: Wir hatten keine Verwandtschaft, gar nichts hier in der ehemaligen DDR.
Speaker: So war ich schon sehr interessiert und erst recht, nachdem ich dann hier war.
Speaker: Das war kurz nach der Kommunalwahl im Mai des Jahres 1989, wo man merkte, die Stimmung bricht.
Speaker: Auch so Dinge, die man vermeintlich heute wieder spüren möchte.
Speaker: Die Leute waren unheimlich in Rage, aufgeregt und ja, auch veränderungsbereit.
Speaker: Und dann wurde in Österreich-Ungarn der Zaun durchgeschnitten, das war auch im Mai.
Speaker: Und mit der Stimmung, die ich dann auch hier erfahren habe, die Leute waren unheimlich aufgeschlossen, wissbegierig, neugierig, aber genauso auch ermüdet von dem System hier.
Speaker: Da bin ich dann wieder nach Hause gefahren.
Speaker: Das führte mit ein paar Schritten dazu, dass ich tatsächlich am 10.
Speaker: November 1989, also einen Tag nach dem Mauerfall, wieder in Erfurt stand.
Speaker: Und diese ganze Stimmung mitbekommen habe, die nach dem Mauerfall, nach der Friedlichen Revolution dann nicht nur in Erfurt, sondern ganz Deutschland, also Deutschland West und Ost damals noch, herrschte.
Speaker: Und das hat mich auch bewogen, hier zu sein.
Speaker: Und deshalb sage ich ganz stolz heute, ich habe eine gelebte Heimat Erfurt-Thüringen und eine geborene Heimat Aachen, das Rheinland.
Speaker: Erfurt ist ja auch eine spannende Stadt.
Speaker: Ich habe die auch nach der Wende besucht.
Speaker: es gibt wirklich schöne optische Eindrücke dort.
Speaker: Es gibt aber auch natürlich die Plattenbauten.
Speaker: Das ist so eine richtige Mischung.
Speaker: Und was mir jetzt zum Beispiel nach der Wende aufgefallen ist, ich bin, glaube ich, zwei oder drei Jahre nach der Wende dann nach Erfurt mal beruflich gekommen.
Speaker: Und mir ist dort aufgefallen, dass halt es zwar viel saniert worden ist, viel gemacht worden ist, viel investiert worden ist, aber irgendwie, also mein Eindruck war es so,
Speaker: als junger Kerl noch fand ich, dass irgendwie Industrie gefehlt hat oder halt produzierendes Gewerbe war damals für mich nicht zu finden.
Speaker: Wie war das in Wahrheit?
Speaker: Sie haben ja darin direkt zugesucht.
Speaker: Ja, der Eindruck trügt in keinster Weise.
Speaker: Das ist auch ein Teil bis heute noch so.
Speaker: Ich springe mal kurz zurück ins Jahr 89.
Speaker: Das war ja das Konzept Ruinen schaffen ohne Waffen.
Speaker: Da sah man den Zerfall nach den langen Jahren des Sozialismus.
Speaker: wie so eine Stadt aussah.
Speaker: Da war es 1993 dann schon ein Tick besser.
Speaker: Und heute ist es ein Kleinrot.
Speaker: Wir haben mit der Erfurter Innenstadt ein unheimlich eng zusammenhängendes Flächendenkmal, kann man so sagen, über die Geschichte Deutschlands und der Baugeschichte Deutschlands.
Speaker: Dann haben wir noch Weimar, dann haben wir noch Eisenach.
Speaker: Also das ist auf sehr kurzem Raum unheimlich viel Geschichte.
Speaker: Ich lebe persönlich in Weimar.
Speaker: Also da ist ja alles geschichtsrechtlich von Goethe, Schiller etc.
Speaker: pp.
Speaker: Aber tatsächlich ist so ein Pferdefuß, und das erleben wir auch industriepolitisch bis heute, dass wenig Industrie da war, dass die Industrie der DDR in einem katastrophalen Zustand war, abgewickelt wurde.
Speaker: Ich nehme nur mal Jena, da ist das Kombinat mit 34.000 Leuten geschlossen worden.
Speaker: Lothar Späth hat mit einer unheimlichen unternehmerischen Weitsicht auf diesen, ja kann man sagen, auch Ruinen Tolles wieder aufgebaut, dass es jetzt der industrielle, gerade optische,
Speaker: Und sehr moderne Kern Thüringens.
Speaker: Wir haben um Erfurt herum viele Industrieansiedlungen.
Speaker: Also heute sieht das schon viel besser aus.
Speaker: Wir haben Rolls Royce mit 1.000 Beschäftigten.
Speaker: Wir haben da eine Motorenproduktion mit 4.000 Mann in der Nähe von uns.
Speaker: Aber in der Stadt Erfurt ist halt wenig.
Speaker: Und das ist auch so geblieben.
Speaker: Es ist mehr so hier das Verwaltungszentrum Thüringens.
Speaker: Kulturelle Zentrum ist dann Weimar.
Speaker: Wissenschaftlich verwendet.
Speaker: zukunftsfähiges Zentrum ist Jena und die Industrie ist in Thüringen gut verteilt, im Bachburg-Kreis, also haben schon ganz gut aufgeholt, nur hat das in den letzten Jahren arge Bremsspuren bekommen, weil man nicht als erstes die Wirtschaft als Priorität setzt.
Speaker: Die in der ganzen Republik verteilen wir lieber gerade um,
Speaker: Und machen schöne Projekte für Dinge, die die Minderheiten vielleicht toll finden, aber die Mehrheit lebt nur von einem.
Speaker: Und das ist eine florierende Wirtschaft.
Speaker: Da gab es mal eine wirkliche Aufschwungphase, so Mitte der 90er bis Ende der Nullerjahre, bis zur Lehman-Krise.
Speaker: Aber aus der Krise haben wir uns auch von der aktiven Wirtschaftspolitik, und damit meine ich keine Einflussnahme, keine Steuerung, sondern einfach nur von Fesseln befreien, weniger Bürokratie,
Speaker: Ich fordere auch jetzt immer sehr im Politischen drin, so eine Sonderwirtschaftszone für Thüringen, um einfach zu zeigen, den Gründergeist, den wir vor 30 oder 34 Jahren erlebt haben, den brauchen wir heute wieder.
Speaker: Und das ist auch ein Ding, was mich bewogen hat, hier zu bleiben.
Speaker: Wir kamen ja vom Persönlichen, ich war damals 24, ich wurde 25, 25 wurde ich am 20.
Speaker: Februar, da stand hier Helmut Kohl in Erfurt vor 100.000 Menschen.
Speaker: Da kriege ich heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke.
Speaker: Und diesen Gründerkreis von damals, die Leute, die dann gesagt haben, egal wie es heute ist, wir glauben einer in eine gute Zukunft, diesen brauchen wir halt wieder.
Speaker: Und zurzeit wird alles getan, persönlich, privat, politisch, dass jeder nicht aufkommt.
Speaker: Ich glaube, das belastet uns alle in ganz Deutschland, auch euch in Baden-Württemberg.
Speaker: Ihr seid ja auch so ein Gründerland, ein Macherland.
Speaker: Und dass das nicht stattfindet, ist ja eine Katastrophe.
Speaker: Wenn Sie das mit der Gänsehaut sagen, ist es tatsächlich so, wenn ich an Erfurt denke, meinen Besuch in Erfurt nach der Wende,
Speaker: hatte ich tatsächlich aus dem Gänsehautgefühl.
Speaker: Nicht gut.
Speaker: Für mich war es eben nicht so positiv.
Speaker: Ich habe gedacht, oh Mann, ist das richtig hier?
Speaker: Wir müssen ein bisschen mehr Tempo geben und wir müssen ja wirklich das Land vereinen.
Speaker: Es waren schon drastische Unterschiede für mich als Nichtentscheider.
Speaker: Ich habe schon Gänsehaut wirklich bekommen.
Speaker: Ich bin mit der Firma da drüber gekommen.
Speaker: Und jetzt vielleicht trotzdem nochmal zu Ihrem Leben.
Speaker: Also Sie haben ja dann da angefangen zu sagen, Sie haben sich entschieden, dort zu bleiben, in Erfurt.
Speaker: Was zieht Sie an Erfurt wirklich?
Speaker: Also es kann ja nicht nur einfach so.
Speaker: Sind es die Menschen?
Speaker: Ist das Leben dort?
Speaker: Ist das das Business?
Speaker: Was hat Sie wirklich nochmal da noch einen Schub gegeben, dass Sie dort bleiben wollen?
Speaker: Also erstmal waren es tatsächlich...
Speaker: Menschen oder empfundene und erlebte persönliche Kontakte.
Speaker: Ich kam nun mal hier am 10.
Speaker: Juni und am 10.
Speaker: November an als ja völlig unbekannter Mensch mit dem einen Kontakt, den ich damals hatte.
Speaker: Und ich beschreibe auch das Rheinland immer so ganz gerne, dass du auf eine Veranstaltung, in eine Kneipe, zum Fußballspiel oder wo auch immer hingehst, wo man Menschen triffst.
Speaker: und dann die selbstverständlich eigentlich einen tollen Nachmittagabend verbringst.
Speaker: Du gehst ja nicht mit 20 neuen Freunden nach Hause, aber gehst mit einem guten Abend, einem guten Gefühl und einem Haus von neuen Bekannten heraus.
Speaker: Und das habe ich auch hier erlebt, die Herzlichkeit, die Offenheit.
Speaker: Und die hat mich menschlich dann auch hier gehalten.
Speaker: Plus die Chance, hier was zu tun, wo ich im, ich sage jetzt mal, im alten Westen eine Generation hätte warten müssen.
Speaker: Da war es undenkbar, mit 25 eine Karriere zu starten, wie ich sie gestartet habe.
Speaker: Ich hatte Mitte des Jahres 30 Angestellte nach einem halben Jahr.
Speaker: Und es war nie die Frage, wie alt bist du denn, sondern nur die Frage, was kannst du?
Speaker: Und da ich fertig das Jurastudium hatte,
Speaker: eine kaufmännische Lehre abgeschlossen habe, waren das natürlich Wissensbestandteile, die unheimlich gefragt waren.
Speaker: Also ich habe mich pudelwohl gefühlt und auf der anderen Seite Riesenchancen haben sich für mich eröffnet und die Melange aus beidem hat mich hier behalten.
Speaker: Und eins kann man auch so sagen im Nachgang, mein Vater hat zum Beispiel ein halbes Jahr nicht mit mir gesprochen.
Speaker: Jetzt ehrlich.
Speaker: Der kommt aus diesem sogenannten Kalten Krieg, den wir viel vergessen haben.
Speaker: Der war Jahrgang 37, der hat das alles miterlebt und der hat auch gesagt, ich sage jetzt mal ganz erlaubt, wir müssen auch Ketchup vernichten, weil er rot ist.
Speaker: Das war so die Denke aus diesen Zeiten.
Speaker: Und er hat also nicht verstanden, dass ich jetzt hier mein Talent verschenke.
Speaker: sofern man davon ausgeht, dass ich das hatte, in Ostdeutschland.
Speaker: Und es hat also lange gedauert.
Speaker: Er ist dann im September, Oktober des Jahres 1990 zum ersten Mal in Erfurt gewesen, hat mich hier besucht und danach hat man wieder ein normales Verhältnis, weil da sah der auch, was man hier machen kann.
Speaker: Und ihm ging es aber ähnlich, wie Sie es gerade aussagten.
Speaker: Erstmal kriegt man Tränen in die Augen, wenn man sieht, was der Sozialismus hier für Ruinen hinterlassen hat.
Speaker: Und wie normal die Menschen sind.
Speaker: Die haben nur das tragische Schicksal gehabt, auf der falschen Seite
Speaker: geboren oder groß geworden zu sein.
Speaker: Und wie Sie sagen, zwei, drei Jahre später ging einem das alles zu langsam und da kippt ja auch immer mal die Stimmung.
Speaker: Also auch das habe ich alles miterlebt, aber wie gesagt, ich kann bis heute sagen, ich fühle mich einfach pudelwohl in dieser Heimat.
Speaker: Bin auch nebenbei, oder in der Hauptsache war ich Vater von sechs Kindern, die hier in Thüringen geboren sind und ja, schöner kann man sich sein Leben kaum vorstellen.
Speaker: Absolut Respekt, dann sind Sie ja wirklich ein Vorbild mit sechs Kindern.
Speaker: Das gibt es noch selten.
Speaker: Können Sie kurz einen kleinen Einblick machen mit dem Business, was Sie da gestartet haben?
Speaker: Also inwiefern Sie das wollen?
Speaker: Wie hat es angefangen?
Speaker: Wie war das?
Speaker: Haben Sie mit einem Geschäft angefangen, Kredite aufgenommen oder wie war das?
Speaker: Ich habe erst mal angefangen und habe Unternehmen beraten, sei es im Bestand oder Neugründer, in dieser neuen Zeit Fuß zu fassen.
Speaker: Wir haben einen Bestand von Unternehmen im genossenschaftlichen Bereich organisiert.
Speaker: Die hießen Produktionsgenossenschaft des Handwerks.
Speaker: Das waren Filialbetriebe im Bereich Maler, Galvanik, Filialbetriebe.
Speaker: Alle Handwerksberufe waren so organisiert, unter anderem auch Friseur, da kommen wir dann später drauf.
Speaker: Und die mussten eben eine neue Rechtsform bekommen.
Speaker: Gab es ein Umwandlungsgesetz, dasselbe gab es in der Landwirtschaft.
Speaker: Und wie gesagt, es gab Neugründe, die sagen, okay, ich habe eine Idee, welche auch immer, IT-Vertrieb und was es alles damals so Modernes gab.
Speaker: Und denen haben wir einfach geholfen, ein guter Freund von mir, der mit aus Bonn gekommen ist, der heute auch noch sehr erfolgreicher Anwalt ist.
Speaker: und haben dann einfach die Wege, die ersten Schritte in die Marktwirtschaft begleitet.
Speaker: Wenn nicht vergessen, 4.
Speaker: Januar 1990 habe ich einen Vortrag gehalten vor fast 300 Leuten hier in Erfurt über das Thema soziale Marktwirtschaft.
Speaker: Dann kamen Leute zu mir und sagten, ja, dann
Speaker: Reden Sie nicht vom Podium zu uns runter, sondern kommen Sie morgen konkret zu mir in die Firma und dann machen wir das gemeinsam.
Speaker: Nochmals, für 2024 war das ein Riesenangebot und das war das Geschäftsmodell, was wir dann betrieben haben.
Speaker: Und die Angestellten kamen dann, dass man selber sich beteiligt hat in Firmen oder Firmen aus der, naja,
Speaker: mit saniert hat.
Speaker: All diese Schritte waren am Anfang sehr notwendig und das habe ich auch die ersten 15 Jahre ausschließlich gemacht.
Speaker: In die Politik bin ich erst viel später geraten.
Speaker: Erstmal ging es nur darum, Unternehmer zu sein und tatsächlich Kinder großzuziehen.
Speaker: Es war ja wirklich so eine Umbruchphase.
Speaker: Viele Unternehmer, auch aus Baden-Württemberg, sind nach Erfurt gekommen, wollten da irgendwie in Partnerschaften investieren.
Speaker: Nicht alles hat funktioniert, was man sich geträumt hat oder so.
Speaker: Sie haben gerade schon erwähnt, Sie haben dann irgendwie Friseurgeschäfte aufgemacht?
Speaker: Ja, es gab dann aus diesem PGH-Bereich.
Speaker: Das soll sehr positiv für die Friseure klingen.
Speaker: Das sind ganz, ganz tolle Fachleute, aber manchmal nicht die besten Kaufleute.
Speaker: Und so begab es sich, dass eine kleine Einheit aus Weimar kam.
Speaker: Das waren damals...
Speaker: sechs Geschäfte und knapp 70 Leute, die sagten zu mir, ja, Herr Gemmerich, wir brauchen Hilfe, Unterstützung, wir wollen investieren, wir wollen auch die neue Zeit.
Speaker: Wir haben nur kein Geld.
Speaker: Und ich sagte, das kommt vor.
Speaker: Aber du machst mal folgendes Geschäft.
Speaker: Ich beteilige mich mit 31 Prozent, war das damals, mit 31 Prozent an eurer Gesellschaft.
Speaker: Dafür ist meine Gegenleistung nicht weiter zu honorieren.
Speaker: Wenn wir Erfolg haben, haben wir gemeinsam Erfolg.
Speaker: Beim Misserfolg haben wir auch beiden diesen Misserfolg dann zu tragen.
Speaker: Und diese kleine Keimzelle von den sechs Geschäften, damals 70 Leute, das waren immer viel mehr Leute, als das heute pro Geschäft sind, habe ich mit ein paar Übernahmen.
Speaker: Es gab dann hier einen Kombinatsbereich in Erfurt.
Speaker: Eine kleine Kette mit zehn Geschäften.
Speaker: Die Treuhand war ein bisschen froh, dass sie los sind.
Speaker: Man musste nur versprechen, eine ziemliche Stange Geld zu investieren und die Arbeitskräfte zu garantieren.
Speaker: Und so waren wir relativ schnell Marktführer in Thüringen.
Speaker: Dann kamen Kontakte zu den großen Zulieferern.
Speaker: Da will ich ja keine Schleichwerbung machen, aber die kennt jeder.
Speaker: Aus diesem Gebilde habe ich, will ich sagen, nebenbei, aber unter anderem eben auch eine bis heute ziemlich gut etablierte mittelständische Friseur- und Filialunternehmen etablieren können, die bis heute unter dem Namen Friseur Masson in Erfurt, Weimar, Rudelstadt, Eisenach firmiert mit etwas über 100 Beschäftigten.
Speaker: Und deshalb sagt man mir oft, das ist der Friseurunternehmer.
Speaker: Aber das ist ein bisschen kurz gegriffen.
Speaker: Aber tatsächlich mache ich das auch über 30 Jahre.
Speaker: Und ich habe auch Mitarbeiter, die seit 30 Jahren dabei sind, die damals Lehrling waren, als ich angefangen habe.
Speaker: Also auch das ist immer wieder etwas.
Speaker: Und das ist der andere Teil der Geschichte.
Speaker: Immer mal wieder ganz gut, wenn man aus dem politischen Elfenbeinturm dann mal mit den Mitarbeitern in der Branche betrifft.
Speaker: Oder ich bin auch...
Speaker: in der Landwirtschaft engagiert, da komme ich gerade her, habe gerade eine große landwirtschaftliche Unternehmung besucht, im Nachgang zu den sogenannten Bauernprotesten.
Speaker: Auch sehr interessant, sehr geerdet, was die da machen mit über 140 Leuten.
Speaker: Ich glaube, das sollte jeder mal machen, so out of the box, über den Tellerrand, hieß das mal Altdeutsch, mal denken, schauen und auch sein Handeln damit überprüfen.
Speaker: Kaufmännisch haben Sie auch die beste Frisur für einen Friseur.
Speaker: Schuhs hat die schlechtesten Leisten, heißt das auch so schön.
Speaker: Das ist eine Herausforderung für jeden Friseur, glaube ich, oder?
Speaker: Wie kann man das kaufmännisch gut hinbekommen?
Speaker: Ja, polieren geht immer.
Speaker: Ich glaube, man sieht uns ja nicht.
Speaker: Mein Hauptteil ist überschaubar.
Speaker: Ja, man kennt sie ja, glaube ich.
Speaker: Ich schaue, dass wir da noch ein Foto als Titelbild machen.
Speaker: Naja, klar.
Speaker: Und jetzt kommen wir vielleicht mal zu dem Thema, weswegen ich Sie eigentlich hierher eingeladen habe.
Speaker: Weil dieser Podcast ist nicht für jeden, also kann ich einfach nachher kommen und sagen, ich habe Lust, in diesem Podcast was zu sagen.
Speaker: Ich lade hier oder wir laden hier nur Menschen ein, die uns irgendwie positiv aufgefallen sind oder irgendwie in einer gewissen Situation aufgefallen sind.
Speaker: Und sie sind mir aufgefallen in einer Situation, die sie wahrscheinlich nicht mehr hören können.
Speaker: Aber
Speaker: Ist mir schon relativ wichtig, weil ich eine andere Position habe.
Speaker: Jeder weiß es.
Speaker: Sie hatten damals, standen vor der Ministerpräsidentenwahl, da sind Sie auch auf der Liste gestanden.
Speaker: Und wir hier in Baden-Württemberg haben das eigentlich nur so nebenher mitbekommen, immer in den Nachrichten.
Speaker: Also die genauen Hintergründe hat man nicht so verfolgt.
Speaker: Man sieht das halt in der Tagesschau.
Speaker: Und dann bleibt es irgendwann hängen, dann wurden sie gewählt.
Speaker: Das war so mein Eindruck.
Speaker: Und dann ging erst das ganze Thema hier für mich in Baden-Württemberg los.
Speaker: Denn dann ist was passiert, was ich ganz schlecht finde oder ganz schlimm empfand.
Speaker: Und dann habe ich sie auch wirklich beobachtet.
Speaker: Fast täglich habe ich geschaut, was da passiert.
Speaker: Ich fand es, sie wurden ja gewählt als Ministerpräsident.
Speaker: Ob das jetzt richtig oder falsch ist, will ich nicht bewerten.
Speaker: Ich fand noch ganz schlimm, da die Kanzlerin Frau Merkel hatte dann schnell gesagt, irgendwie sie sollten zurücktreten oder man sollte es rückwickeln.
Speaker: Christian Lindner kam auch irgendwie vorbei, hat kein offizielles Statement, glaube ich, gegeben, aber er hatte einen Eindruck hinterlassen, dass sie auch da zurückziehen müssen.
Speaker: Und ich war geschockt.
Speaker: Also ich hatte mir gesagt, sie wurden gewählt erst mal.
Speaker: Das war eine demokratische Entscheidung.
Speaker: Und natürlich schwierige Umstände.
Speaker: Aber das, was das mediale Umfeld gemacht hat und auch die politischen Entscheider, das muss für sie ja eine übelste Zeit gewesen sein.
Speaker: Also ich kann mir vorstellen, da ist auf sie eingeprasst.
Speaker: Also der Druck muss unheimlich groß gewesen sein.
Speaker: Und durch die Medien hat man halt noch draufgehauen.
Speaker: Vielleicht können Sie mir helfen, wie haben Sie es in der Zeit empfunden, wenn Sie überhaupt noch darüber reden wollen?
Speaker: Nein, es ist ja dieser 5.
Speaker: Februar 2020 ein Ereignis, was mich ewig begleitet.
Speaker: Ich sehe das auch nicht als Last und
Speaker: Ganz im Gegenteil, so wie Sie das gerade schildern, habe ich immer wieder Momente, wo ich Leute treffe, die den Sachverhalt gar nicht oder falsch dargestellt wissen.
Speaker: Und deshalb ist es mir schon wichtig, auch ein bisschen hinter die Kulissen zu schauen.
Speaker: Es gibt auch Publikationen, aber die kennt halt nicht jeder, die ganz öffentlich zugänglich sind.
Speaker: Es gab einen guten Artikel von Robin Alexander in der Welt, der auch die Hintergründe im Kanzleramt beleuchtet.
Speaker: Aber ich hole mal ein bisschen aus, so...
Speaker: Einfach zwei Wochen vorher habe ich schon gesagt, ich werde kandidieren.
Speaker: Und zwar in dem Moment, wo nur ein Kandidat von der Ultra-Rechten und der Ultra-Linken.
Speaker: Und so sehe ich die SED-Nachfolgepartei Die Linke nicht nur in Thüringen, sondern in ganz Deutschland so.
Speaker: Das ist jetzt nicht irgendwie eine schärfer gewordene SPD, sondern es ist immer noch der Nachfolger der SED.
Speaker: Und das ist hier für Thüringer auch ganz sensibel, weil sie haben oftmals Familienschicksale beeinflusst, Leute deportiert aus den grenznahen Gebieten, Firmen enteignet.
Speaker: Und das ist heute noch präsent, deshalb ist das nicht lapidar.
Speaker: Und genauso schließe ich aus, dass eben der Kandidat der AfD das Heilmittel für Thüringen sein sollte.
Speaker: So habe ich 14 Tage vorher gesagt, ich werde kandidieren.
Speaker: Und ich war am Tag vor der Wahl unter anderem noch in Berlin.
Speaker: Da habe ich mit vielen Reportern im Hintergrund gesprochen.
Speaker: Und die haben einfach eigentlich schallend gelacht auf die Frage, ob ich irgendeine Chance hätte, denn MP zu werden.
Speaker: Das waren auch in Teilen diejenigen, die 24 Stunden schlauer waren und sagten, ich hätte gar nicht antreten dürfen, wusste genau, was passiert und so weiter und so fort.
Speaker: Also nun kam es zu der Wahl im dritten Wahlgang und ich hatte eine Stimme mehr als meinen Mitbewerber.
Speaker: Und wie Sie sagen, das ist erstmal demokratisch eine Stimme mehr.
Speaker: Und wer es nicht mehr so richtig weiß aus der Geschichte, Konrad Adenauer war auch mit einer Stimme mehr gewählt worden, übrigens seine eigene, das gilt für mich genauso.
Speaker: Und ich werde mich ja gerade noch selber wählen können.
Speaker: Und ob bei den 44 anderen, nicht doch ein Grüner oder ein SPD-Mann dabei war oder Frau, weiß bis heute keiner, geheime Wahl.
Speaker: Und dann sieht ja normalerweise eine Verfassung vor, wenn dieses Ergebnis einer Wahl einem nicht schmeckt, wie Frau Merkel das ja auch scheinbar für sich empfunden hat, dann ist die Antwort nicht, diese Wahl muss rückgängig gemacht werden, sondern dann heißt das, im Parlament wird ein konstruktives Misstrauensrotum.
Speaker: Das ist die Wahl der Mittel.
Speaker: Weit gefehlt, es kam zu dem, was Sie beschrieben haben.
Speaker: Erstmal kam es zu Demonstrationen, ganz kurze Zeit später vor meinem Privathaus.
Speaker: Meine Kinder, die fröhlich pfeifend mir am Morgen noch viel Glück und Spaß im Parlament gewünscht haben, wurden unter Polizeischutz nach Hause gebracht.
Speaker: Und das ging über Tage.
Speaker: Mitarbeiter meiner Firma wurden angerufen, wie können sie für den Nazi arbeiten.
Speaker: Leute, die mir gratuliert haben, haben die Gratulation zurückgerufen.
Speaker: Also kurzum, ich denke, wir haben mit Mitteln auf etwas reagiert.
Speaker: Was bei dem anderen Störgefühle entfalten kann, das will ich ja gar nicht bestreiten, die ich aber nicht für demokratisch halte.
Speaker: Und dieses Umgang mit dieser Frage hat bei vielen Betrachtern, wie bei Ihnen auch, schon ein Störgefühl hinterlassen.
Speaker: Was machen wir da?
Speaker: Wie gehen wir mit demokratischen Entscheidungen um?
Speaker: Und...
Speaker: Ich habe auch ganz wenige Minuten nach der Wahl vor einer großen Pressekonferenz, vor, ich habe aus dem Kopf so 200 Medienvertretern, auch ausdrücklich gesagt, und das stehe ich bis heute.
Speaker: Es wird keinerlei, oder es gab keinerlei Absprachen mit der AfD und es wird keine geben.
Speaker: Es gibt keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD und es wird auch keine geben.
Speaker: Und wenn der Höcke sich aus diesem Manöver, und das war ja nichts anderes, sie haben dann einen eigenen Kandidaten aufgestellt, den mit Nullstimmen nach Hause geschickt, das steht fest, weil er hatte nun mal Nullstimmen im Ergebnis, wer auch immer das dann gewählt hat, Ramelow hat übrigens auch zwei bekommen, mehr als die Koalition, können auch zwei von der AfD gewesen sein.
Speaker: Wenn er sich in diesem Manöver etwas verspricht, dann hat er sich geschnitten.
Speaker: Es wird von mir keinerlei politische Zugeständnisse geben.
Speaker: Das hat die Mehrheit mir nicht geglaubt.
Speaker: Die haben es angesprochen, Frau Merkel, auch Herr Scholz, Frau Eskins, Frau Borjans.
Speaker: Herr Borjans war damals SPD-Chef.
Speaker: Das schreibt Robin Alexander ganz gut auf, dass sie gesagt hat, egal was ist, der Kemmerich muss weg.
Speaker: Und da gibt es viele, die sagen bis heute, einen liberalen möglichen MP zum Rücktritt zu bewegen, stattdessen wieder einen von der Linkspartei entsandten Ministerpräsidenten dort zu installieren, das
Speaker: ist für viele Leute bis heute sehr seltsam.
Speaker: Und damit greife ich nur auf, was wirklich viele mir zurufen und nicht nur aus Thüringen, sondern wie Sie aus Baden-Württemberg, also von Flensburg bis Rosenheim und von Görlitz bis Aachen, höre ich da ähnliche Einschätzung.
Speaker: Wird vielleicht auch keine Mehrheit sein, aber ich glaube, wir hätten einfach da die Demokratie und auch die Verfassung laufen lassen wollen.
Speaker: Ich habe auch erklärt, nach den massiven Widerständen, die da aus der
Speaker: gesamten Bevölkerung kam, dass ich das Amt jetzt in erster Linie nicht politisch ausübe, aber trotzdem die Geschicke des Landes zu führen habe, in der Verantwortung, die ich dort habe.
Speaker: Ein, zwei Tage später wurde der Druck gerade aus dem Kanzlergang zu groß, dass ich dann endgültig den Rücktritt erklären musste.
Speaker: Vermeintlich irgendwann schmeißt den hin, weil die Bedrohungslagen gegen die Familie ist dann nicht mehr aushaltbar, das Amt politisch nicht ausführbar.
Speaker: Und jetzt sagt dann heute mein Nachfolger, der jetzig immer noch amtierende Ministerpräsident, ich hätte ihm einen Trümmerlaufen entlassen.
Speaker: Ich hätte mich vom Acker gemacht.
Speaker: Und da geht dann so ein bisschen Geschichtsverkettung los.
Speaker: Also die Fakten sind so, wie ich sie beschrieben habe.
Speaker: Da kann man jetzt auch noch rumdeuteln.
Speaker: Ihr habt aber genug Aufsätze darüber.
Speaker: Und die Einschätzungen, die sollte man bitte jedem Menschen in Deutschland überlassen.
Speaker: Und das ist ja so.
Speaker: Ich darf es ja kaum eine Sachverhaltung einschätzen.
Speaker: Das ist ja auch, was viele Leute als störend empfinden.
Speaker: zu Bauernprotesten, zu den Situationen, die wir gerade in Deutschland haben, lasst die Leute ihre eigene Meinung bilden und nicht durch welche Medien auch immer die Meinungen vorgefertigt und vor allen Dingen als einzige darstellen.
Speaker: Und das gehört alles so ein bisschen zu dem 5.
Speaker: Februar und den Tagen danach dazu.
Speaker: Fakt ist, eine Stimme mehr, genauso Fakt ist, Bedrohungslage auf der Straße und persönliche Angriffe gegen mich und mein Umfeld.
Speaker: Jetzt rein politisch halte ich mich nochmal als zurück ein bisschen hier in dem Podcast.
Speaker: Aber ich frage mich natürlich schon, vielleicht wären sie sogar die bessere Wahl gewesen.
Speaker: Vielleicht hätte es besser getan.
Speaker: Manchmal ist so ein Außenseiter, sage ich mal, ohne jetzt abwertend zu sein, manchmal besser für das Ganze.
Speaker: Man kann eher verbinden, die Konflikte reduzieren.
Speaker: Ich glaube, jetzt haben wir eher ein Problem, dass das nur ausgezögert worden ist und vielleicht verstärkt worden ist.
Speaker: Ja, die Geschichte lehrt ja, dass es auch in anderen, also für Deutschland war das ungeübt, so eine Minderheitsregierung, aber die Geschichte in anderen europäischen Staaten, ich nenne mal Belgien, in Norwegen in der jüngeren Geschichte, zeigt, dass es auch da zu Minderheit-Konstellationen gekommen ist.
Speaker: Und wie Sie sagen, da ist man ganz gut beraten, wenn der vielleicht sogar kleinste Teil der Parlamentszugehörigen die Geschicke leitet.
Speaker: Er kann sie ja eh nicht ohne Mehrheit leiten, aber er ist am ehesten anschlussfähig.
Speaker: weil wir am wenigsten Anspruch erheben haben, in einer kleinen Gruppe die große Mehrheit zu stellen.
Speaker: Und das merken wir jetzt auch in der Erfahrung der letzten vier Jahre, dass jetzt kommen alle Vorschläge von der linken Seite des politischen Spektrums, wenn man dieses Links-Rechts-Schema haben will.
Speaker: Und das führt dazu, dass sich Mitte der
Speaker: bürgerlich oft unverstanden fühlen.
Speaker: Und ich glaube schon, dass die als linksempfundene Politik viel dafür sorgt, dass sich auf dem anderen politischen Rand auch etwas die Extreme bilden.
Speaker: Die Erfahrung haben wir schon Mitte der 60er Jahre gemacht, unter Bildung der ersten Großen Koalitionen, damals unter Kiesinger.
Speaker: Am Ende hatten wir auch Ende der 60er Jahre einen Erstarken, damals von der NPD,
Speaker: Und insofern wiederholt sich da leider Geschichte und das sind übliche Schemata.
Speaker: Die Leute wollen keine Entscheidungen aus extremen Sichten.
Speaker: Die wollen vernünftige, pragmatische, wissenschaftlich, wirtschaftlich basierte Entscheidungen haben.
Speaker: Und ich glaube, der Spruch ist auch von Helmut Schmidt, die Extreme wachsen dann an, wenn man eben diesen politischen, ökonomischen Sachverstand vermisst bei den Entscheidungen, die Politik trifft.
Speaker: Und ich glaube, das ist das, was die Leute auch gerade auf die Straße führt.
Speaker: Und jetzt meine ich die Bauernproteste.
Speaker: was Spediteure verzweifeln lässt, was Mittelständler verzweifeln lässt.
Speaker: Das geht ja leider noch unter dem Radar.
Speaker: Letzten Freitag haben das gesamte Handwerk, oder jedenfalls die mitgemacht haben, einfach für zehn Minuten mal die Arbeit hingelegt.
Speaker: Und das ist ja nicht auszudenken, wenn man wirklich zum Generalstaat kommt.
Speaker: Was erzähle ich einer Krankenschwester, die auch hoch betroffen ist durch diese Abgabenproblematik?
Speaker: Also die wirklich fleißigen Menschen haben doch nicht mehr das Gefühl, dass sie im Vordergrund stehen in diesem Lande.
Speaker: Wir diskutieren viel zu sehr über...
Speaker: Die Bedürftigen, kleiner Seiten, hieb leider auf die SPD.
Speaker: Früher war sie die Partei der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.
Speaker: Heute hat man manchmal den Eindruck, sie sind eher für die Bürgergeldempfänger oder Hartz-IV-Empfänger da.
Speaker: Und das ist das, was die Leute auch aufbringt.
Speaker: Und ich kenne viele, ob als Mitarbeiter oder Bekannte, die sagen, wo bleiben wir, die fleißige Mitte dieser Gesellschaft.
Speaker: Und das gehört alles mit zu diesen Ereignissen hinzu.
Speaker: Und ich glaube, da hätte ich als sechsfacher Vater und langjähriger Unternehmer mit über 30 Jahren Erfahrung auch damals sicherlich in einer ganz anderen Sicht auf die Dinge mal mitbringen können.
Speaker: Ja, wenn es scheitert, nochmal zurück, dann kann das Parlament nicht mich aus dem Amt wieder herauswählen.
Speaker: Das zieht eine Verfassung vor, aber nicht.
Speaker: Und auch das ist erwiesen, ein überwiegend links geprägter, großer Anzahl von jungen Menschen, die vor meinem Haus randalieren.
Speaker: Und genau das würde mich jetzt nochmal interessieren, wenn wir jetzt nochmal zum Menschen-Kämmerich zurückgehen.
Speaker: Damals grundsätzlich in der Öffentlichkeit zu stehen ist nicht einfach.
Speaker: Also da gibt es immer mal Pro und Contra.
Speaker: Aber damals muss es ja wirklich auf sie eingeprasselt sein.
Speaker: Und wie war das so?
Speaker: Wie haben Sie die Stärke noch gefunden?
Speaker: Weil ich empfinde sie als starke Person.
Speaker: Wenn Sie sowas aushalten und Ihre Familie in Schutz haben und das Ganze noch irgendwie reagieren, glaube ich, es ist eher so reagieren in der Situation, schätze ich jetzt ein.
Speaker: Wie haben Sie das erfunden damals?
Speaker: Wie haben Sie es auch überstanden, die Zeit?
Speaker: Also wenn man da auch relativ ehrlich ist oder ganz ehrlich ist,
Speaker: Die ersten 24, 96, 150, 60 Stunden hat man eigentlich eher funktioniert in so einer Routine, die in meinem ist.
Speaker: Auch in der Schutzfunktion vor allem vor den Kindern.
Speaker: Mein Jüngster war elf, die Tochter war 15.
Speaker: Die Größeren sind schon ein bisschen besser klargekommen.
Speaker: Aber dann bist du erst mal da und stellst dich schützend vor deine Kinder.
Speaker: Und der Rest muss ja auch irgendwie weiterlaufen.
Speaker: Und man ist als unternehmerisch geprägter Mensch auch so ein bisschen krisengeneigt.
Speaker: Es ist ja nicht so, dass Unternehmertum auch nur eine klare Linie nach oben hat, sondern man mal ja auch mal im Tal.
Speaker: Also das hat dann erst mal gegriffen.
Speaker: Und die harten Phasen, die muss man überwiegend unter sich dann ausmachen.
Speaker: Ich habe dann auch sehr später sehr intensiv mit Familie, mit Freunden diskutiert, mache ich überhaupt weiter.
Speaker: Und ich war immer überzeugt, weitermachen zu wollen, weil ich sage, okay, die Mission ist nicht erfüllt mit dieser Geschichte, sondern kurz darauf ging ja Corona los.
Speaker: Die Lust an Einschränkungen und Freiheitsrechten wurde ja noch überbordender.
Speaker: Unser Friseurunternehmen war zu, Fahrschulen war zu, Gaststätten war zu, Kindergärten, Schulen war zu.
Speaker: Bei allem Respekt, wir sind über Corona reden, aber dass man da was machen musste, ja klar, aber Maß und Mitte dieser Entscheidungsgewalt haben wir völlig verloren.
Speaker: Da bin ich, glaube ich, als freiheitsliebender Mensch, wäre ich auch ein sehr guter Berater gewesen, das anders einzuschätzen.
Speaker: Und aus dieser ganzen Melange habe ich immer gesagt, ich muss weitermachen.
Speaker: Aber ich glaube, wenn mein großes Umfeld gesagt hätte, nee, komm, lass es bleiben, wäre die Entscheidung anders ausgefallen.
Speaker: Aber ich
Speaker: Alle, gerade meine Kinder, gerade auch diejenigen, die so im Feuer standen oder gerade in diesem Orkan gestanden haben, haben gesagt, nee, Papa, mach weiter.
Speaker: Und insofern habe ich das relativ schnell überwunden.
Speaker: Und sie entnehmen auch meinen Worten.
Speaker: Da habe ich jetzt auch keine Narben, die ich mit mir rumtrage.
Speaker: Das ist mit mir passiert, geht mit mir nach Hause, ist Teil meiner Geschichte.
Speaker: Aber ich habe da keine Verbitterung.
Speaker: Ich muss auch sagen, Sie müssen eigentlich Stärke mit rausnehmen, weil genau das ist ja das, weswegen ich ja aufmerksamer zum Beispiel auf Sie geworden bin und mich nochmal mehr interessiert habe, was da vorgefallen ist.
Speaker: Das Weitermachen ist das, was, glaube ich, viele schmeißen dann schnell hin.
Speaker: Und ich glaube, unsere Politik braucht unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Köpfe.
Speaker: Und wenn jeder nur hinschmeißt, weil es jetzt gerade mal schlecht wird oder weil alle meinen, es sei eine andere oder eine falsche Richtung,
Speaker: Das ist ein Fehler, würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Bei mir im Umfeld hier schmeißen viele oft, also die Politik jetzt gerade hin, weil sie einfach nicht mal durchdringen.
Speaker: Und es tut mir richtig weh, also zu sehen, dass Menschen einfach nicht mal weitermachen, nur weil Druck entsteht jetzt, andere Meinungen rauskommen.
Speaker: Nee, absolut.
Speaker: Ich weiß nicht, von wem der Spruch ist.
Speaker: Ich weiß nicht, den habe ich mir sehr früh als Unternehmer zu eigen gemacht.
Speaker: Erfolgreiche Unternehmer waren immer nur dann erfolgreich, wenn sie einmal mehr aufgestanden sind, als umgefallen sind.
Speaker: Ich glaube, das muss man einfach berücksichtigen.
Speaker: Und Reibung erzählt, Gegenreibung, wenn der Wind von vorne kommt, musst du stehen bleiben.
Speaker: All diese Managersprüche kennen wir alle zur Genüge.
Speaker: Aber ich glaube, dieses einmal mehr aufstehen als um ein Umfeld, das ist also ganz wichtig.
Speaker: Das ist man ja auch denen verpflichtet, für die man Mitverantwortung hat.
Speaker: Und gerade als Unternehmer weiß ich das, dass ich in der Krise, und ich habe viele Unternehmen beraten, die in der Krise waren,
Speaker: jetzt auch nicht nur meine eigenen, dass sie gerade die Mitarbeiter, deren Angehörige, die Kunden, auch das Umfeld ja sehr darauf setzt, dass man als Verantwortlicher in der Position auch die Nerven behält und nicht in Panik gerät, bis 10 zählt, gute Entscheidungen trifft.
Speaker: Und damit sind wir auch direkt wieder mitten in der heutigen Politik.
Speaker: Auch da erwarte ich einfach mehr Nervenstärke und nicht beim kleinsten Mädchen umdrehen und nicht das Wichtigste ist, was die Presse schreibt, sondern was gebietet uns
Speaker: Wirklich die Wissenschaft, die ökonomische Vernunft.
Speaker: Da gibt es so einen alten Spruch von Walter Scheel, einem großen Vordenker der Liberalen.
Speaker: Der hat immer gesagt, wir müssen das Richtige tun.
Speaker: Entschuldigung, wir müssen nicht das Populäre tun, sondern wir müssen das Richtige tun und es dann populär machen.
Speaker: Und das ist auch so ein Platz, an dem ich mich auch sehr gern politisch orientiere.
Speaker: Manchmal ist es sehr schwer, auch mal durchzuhalten, aber umso wichtiger.
Speaker: Jetzt kommen wir mal zu Erfurt und Thüringen zurück.
Speaker: Was haben Sie eigentlich vor mit dem Land?
Speaker: Was wollen Sie da einbringen?
Speaker: Wo wollen Sie Ihre Stärken oder Ihre Kraft?
Speaker: Sie sind jetzt in der FDP.
Speaker: Es ist eine schwierige Zeit jetzt.
Speaker: Sie müssen wirklich auftrumpfen.
Speaker: Vor kurzem hätten wir hier die Mehrheiten noch gehabt, wahrscheinlich im ganzen Bundesland.
Speaker: Da wurden viele noch gelobt und jetzt prasselt es gerade rein und jetzt läuft viele schief.
Speaker: Wie wollen Sie da durchdringen und was wollen Sie dem Land gut tun oder was wollen Sie da machen?
Speaker: Also ich gehe mir erstmal tatsächlich zu der Situationsbeschreibung der FDP.
Speaker: Sie sagen es ja selber, ich war jetzt in Stuttgart bei dem Drei-König-Treffen und da fiel mir ja wieder ein Teil der Misere an.
Speaker: Also ich habe in den letzten Wochen häufig...
Speaker: auch die Teile der Ampel FDP-Beteiligung lobt.
Speaker: Ich glaube, wir haben dafür Sorge tragen, dass der Verbrenner noch da ist.
Speaker: Wir haben, auch wenn ich sage, am Ende hätte man dieses Heizungsgesetz nicht beschließen dürfen, aber ohne die FDP wäre es viel schlimmer geworden.
Speaker: Jetzt ist es eigentlich ein zahnloser Tiger.
Speaker: Aber ich glaube, jetzt haben wir zusehends innerhalb der Bundesführung, und ich kritisiere da auch auf Nachfrage den Bundesvorsitzenden Christian Lindner, so ein bisschen den Kontakt zur Realität verloren.
Speaker: Seine Äußerungen anlässig oder innerhalb der Kundgebung zur Dreikönig zu den Bauernprotesten, sie hätten sich verrannt und er könnte das Gejammerer der Unternehmen nicht mehr hören, dass der Stand auch deutschlandlich verschlechtert, obwohl sie gute Gewinne machen.
Speaker: Ich kann beides nochmal auseinandernehmen, halte ich grundsätzlich für falsch.
Speaker: Zunächst zu dem Unternehmer.
Speaker: Gerade als DAX-Vorstand kann ich sehr gute Geschäfte machen, guten Abschluss hinlegen, wenn ich Geschäfte außerhalb von Deutschland mache.
Speaker: Das kann der DAX-Vorstand leichter sagen, aber der Mittelstand, der hier verortet ist, bei euch in Baden-Württemberg, bei mir in Thüringen, der kann das nicht.
Speaker: Da höre ich viele, viele Klagen über Energiepolitik, über die entsprechenden Fachkräfte, die nicht zur Verfügung stehen und insbesondere Bürokratie, Bürokratie, Bürokratie.
Speaker: Und dasselbe mit den Bauern.
Speaker: Ich
Speaker: Ich habe ja eben schon mal gesagt, ich bin seit über 30 Jahren in der Landwirtschaft engagiert.
Speaker: Ich weiß, wie wer die sich um Flora Fauna, um die nächsten Generationen, um nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Ackerflächen, der Tierbestände kümmern.
Speaker: Und ich halte es für völlig falsch.
Speaker: Und die Politik hat sich voran und nicht die Bauern.
Speaker: Und das ist ja Ausdruck der ganzen Proteste.
Speaker: Sie haben jetzt gefragt, was will ich für Thüringen tun.
Speaker: Ich glaube, als tatsächlich Partei mit dem Glauben an den Individualismus, im Gegensatz zu den kollektivistischen Ansätzen von links und rechts, auch in Teilen der CDU und auch die Öko-Radikalen der Grünen.
Speaker: Das ist nicht das Politikangebot, was die Menschen gerne für ihre Zukunft haben möchten, um ihre eigene Zukunft selbst zu bestimmen.
Speaker: Da geht es nicht nur um Unternehmer, sondern es geht um die gesamte Breite der Bevölkerung, die sagt, ich will meine eigene Bürokratie schreiben.
Speaker: Ich will meine eigenen Fußstapfen setzen.
Speaker: Das fängt mit einer guten Bildung, mit einem guten Bildungssystem an.
Speaker: Das wird nicht vorbereitet auf das Leben.
Speaker: Ich habe eben noch mit einer Mutter gesprochen, die darüber Auskunft gab, die gerade mit ihrem Sohn Mathematik übt und sagt, im letzten halben Jahr haben die Schule scheinbar gar nichts gemacht.
Speaker: Ja, Schule ist auch mal ausgefallen.
Speaker: Das Bildungssystem ist eine Katastrophe.
Speaker: Das ist Thüringer Aufgabe.
Speaker: Das können wir hier verändern.
Speaker: Da will ich sagen, Thomas Kemmerich und die FDP Thüringen, ausdrücklich die FDP Thüringen, hatten eine Idee dafür.
Speaker: Ich weiß, wie wir den Unternehmen hier zur Seite springen können.
Speaker: Es gibt viel Ausführungsbürokratie, Misstrauensbürokratie, die hier vor Ort in Thüringen besteht.
Speaker: Ich weiß, das posiert auf...
Speaker: Das basiert auf Rechten von Europa, das basiert auf Gesetzen aus Deutschland.
Speaker: Aber wie sie überprüft werden, wie oft sie überprüft werden, wie tief sie überprüft werden, wie viel Misstrauen dem Unternehmen entgegengebracht wird, das ist Thüringer Aufgabe.
Speaker: Da können wir was verbessern.
Speaker: Fachkräfte können wir herstellen, indem wir endlich die Aufgabe der Digitalisierung ernst nehmen.
Speaker: Wenn wir wirklich durchgängig digitalisieren, die öffentliche Verwaltung, können wir Stellen, die heute wegfallen, nicht neu besetzen.
Speaker: Wir können Stellen, die heute schon nicht besetzt werden, nicht neu besetzen.
Speaker: Wir sparen Geld ein.
Speaker: Wir sparen aber auch vor allen Dingen Mitarbeiter ein.
Speaker: obwohl jetzt ein bisschen weit aus, aber ich habe letztens mit dem Bürgermeister einer großen Stadt gesprochen, der sagte, sieh mir toll, ich habe 80 neue Lehrlinge eingestellt.
Speaker: Ich sage toll, ich kenne 80 Betriebe, die keinen haben.
Speaker: Jetzt müssen wir mal überlegen, was ist wichtiger.
Speaker: Also beim Thema Polizeivollzug können wir in Thüringen eine Menge machen.
Speaker: Ich glaube schon, dass wir eine...
Speaker: sehr klare Thüringer Handschrift hinlegen können und dann im September, am 1.
Speaker: September haben wir die Wahlen, auch mit einem klaren Konzept für eine andere FDP-Politik, eine andere FDP-Politik, wie sie zurzeit wahrgenommen wird, von großen Teilen Deutschlands, Thüringens, aus Berlin können wir in Thüringen eine Menge reisen.
Speaker: Sie haben es gesagt, ich bin in Thüringen auch durchaus bekannt und auch in großen Teilen beliebt.
Speaker: Also wer immer sowas misst, 80 Prozent der Leute kennen mich, 20 Prozent sagen, der Kemmerich macht einen politisch guten Job.
Speaker: Und aus diesen Zahlen und dem Angebot glaube ich, dass von dem Wahlergebnis, und da gucke ich jetzt nur mal auf die FDP, von 8 bis 10 Prozent bekommen.
Speaker: Und ich bin mir genauso sicher, dass die Thüringer, die jetzt oft mal so von außen, naja, ein bisschen leichtfüßig genommen werden, sagen ja, die sind alle ein bisschen komisch und die wählen ja ganz komisch.
Speaker: Ich glaube, die werden am Ende eine sehr kluge, weise Entscheidung treffen und etwas wählen, was für die Zukunft Thüringen trägt.
Speaker: Und das wird so extrem sein, wie das heute manche Umfrage widerspiegelt.
Speaker: Dafür drücke ich Ihnen auf jeden Fall mal die Daumen, dass das so ist.
Speaker: Ich würde gerne mehr von Ihnen sehen.
Speaker: Sie sind für mich jetzt interessant auch.
Speaker: Es hat sich bestätigt, dass das, was Sie in der Öffentlichkeit wahrgeben, auch persönlich wirklich sind.
Speaker: Zum Ende des Interviews habe ich immer eine abstruse Frage.
Speaker: Normalerweise ist das ja kein politischer Podcast.
Speaker: Jetzt haben wir schon relativ viel über Politik gesprochen.
Speaker: Das ist ja normal.
Speaker: Sie sind Politiker.
Speaker: Deswegen habe ich eine recht schwierige Frage für Sie.
Speaker: Wie würden Sie mich überreden oder was würden Sie tun, dass ich nach Thüringen umziehe und vielleicht nach Erfurt komme?
Speaker: Ich habe jetzt zum Beispiel einen geschäftlichen Termin demnächst in Eisenach.
Speaker: Da freue ich mich schon drauf, dass ich einmal Eisenach sehe.
Speaker: Habe ich noch nicht gesehen.
Speaker: Aber wie würden Sie mich überreden, dass ich tatsächlich hier aus dem schönen Schwabenländle zu Ihnen rüber umziehe?
Speaker: Ist sicherlich sehr schwierig, weil sie natürlich mit dem schönen Schwabenländler ein echtes Fund dagegen haben.
Speaker: Aber ich zitiere mal einen alten Börsenguru.
Speaker: Man muss dann investieren, wenn die Kanonen donnern.
Speaker: Also bei dem allen, was schwierig ist, muss man als Gute an Thüringen sehen.
Speaker: Ich habe eben die Freundlichkeit der Menschen beschrieben.
Speaker: Ich beschreibe gerne die zentrale Lage in Deutschland, in Europa und damit auch in der Welt.
Speaker: Also in zwei Stunden bin ich bei jedem internationalen Flughafen und damit auch in wenigen Stunden an jedem Punkt, den die Welt zu bieten hat.
Speaker: Wir treffen hier entgegen des Eindruckes, den viele von Thüringen haben, auf unheimlich weltoffene Menschen.
Speaker: Hier ist nicht alles blau, was man so denkt.
Speaker: Wie gesagt, die Chancen überwiegen hier und die sind ja insbesondere da, wenn die Situation eher eine schlechte ist.
Speaker: Also da sollte man einfach an das Positive glauben und ein paar Freunde in Stuttgart und Umgebung sind mehr verteilt.
Speaker: Und es gab auch einen berühmten Menschen, der aus Stuttgart nach Weimar gegangen ist, nämlich Friedrich Schiller.
Speaker: Und auf den Spuren von Schiller zu wandeln, ist sicher nichts Falsches.
Speaker: Also herzlich willkommen in Weimar.
Speaker: Okay, ich nehme Sie beim Wort.
Speaker: Ich werde nochmal Erfurt auch besuchen und in Thüringen nochmal ein bisschen rumschauen und lasse Sie wissen, wenn ich doch umziehen sollte, wenn Ihre Worte Wirkung zeigen.
Speaker: Ich glaube, die Wette gilt.
Speaker: Wenn Sie ein Eis nach Sinner haben, haben Sie eine halbe Stunde bis nach Erfurt.
Speaker: Vielleicht haben Sie auch einen persönlichen Kaffee dann ja auch nochmal.
Speaker: Ich danke Ihnen jetzt erstmal für das Interview.
Speaker: Hat mich wirklich gefreut.
Speaker: Wir sehen uns bestimmt irgendwann mal nochmal.
Speaker: Freue ich mich drauf.
Speaker: Dankeschön.
Speaker: War ein toller Austausch.
Speaker: Dankeschön.
Speaker: Ciao.
Speaker: Tschüss.
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