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Studio-Talk mit Felix Rüesch

Studio Talk in den Radical Life Studios
Willkommen beim "Studio-Talk" – dem Podcast, der Einblicke in die faszinierenden Lebensgeschichten und beruflichen Reisen inspirierender Persönlichkeiten bietet.  In dieser Episode haben wir das Vergnügen, Felix Rüesch, den CEO bei Cleanfix Reinigungssysteme AG, willkommen zu heißen. Gemeinsam mit unserem Moderator Robert Langer tauchen wir tief ein in die Erfahrungen, Höhen und Tiefen, die Felix' berufliche Laufbahn geformt haben. Die besondere Verbindung zwischen Felix und Robert, die vor einigen Jahren entstand, verleiht diesem Gespräch eine einzigartige Dynamik von Empathie und Professionalität. Also schnallt euch an, lehnt euch zurück und lasst euch von der vierten Episode von Studio-Talk mitreißen. Erfahrt mehr über die inspirierenden Einblicke und Erfahrungen eines herausragenden Unternehmensführers wie Felix Rüesch. Viel Spaß beim Zuhören! Links zur Episode: https://www.cleanfix.de/de https://www.linkedin.com/in/felix-r%C3%BCesch-1b7038151/ Besuche uns Digital: https://radicallifestudios.de https://x-tac.media   Copyright © 2024 Robert Langer (https://robert-langer.com)

Transcript

Speaker: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Studio Talk.

Speaker: Heute freuen wir uns besonders, einen äußerst inspirierenden Gast begrüßen zu dürfen.

Speaker: Felix Rüsch, der CEO bei Cleanfix Reinigungssysteme AG.

Speaker: In dieser Episode tauchen wir tief ein in die beeindruckende berufliche Reise von Felix, erkunden die Höhen und Tiefen seiner Karriere, die Leidenschaft, die ihn antreibt und den Innovationsdrang, der sein Leben prägt.

Speaker: Felix und unser Host Robert haben sich vor ein paar Jahren kennengelernt und wir dürfen heute Zeugen werden, wie ihre gemeinsame Verbundenheit für Empathie und Professionalität in einem inspirierenden Gespräch durchkommen.

Speaker: Also lehnen Sie sich zurück, genießen Sie die vierte Episode von Studio Talk und lassen Sie sich von den Einblicken und Erfahrungen eines herausragenden Unternehmensführers wie Felix Rüsch inspirieren.

Speaker: Viel Spaß!

Speaker: Herzlich willkommen, Felix.

Speaker: Felix Rüsch habe ich heute hier zu Gast.

Speaker: Du bist ein ganz Besonderer, finde ich.

Speaker: Deswegen freue ich mich wirklich, dass du dir heute die Zeit genommen hast.

Speaker: Und bei mir ist es so, die Gäste dürfen sich erst mal selber vorstellen.

Speaker: Felix, sag mal, wer du bist.

Speaker: Super.

Speaker: Hallo, freut mich sehr, Robert, dass ich bei dir zu Gast sein darf.

Speaker: Mein Name ist Felix Rüsch.

Speaker: Ich denke...

Speaker: Das Land, woher ich stamme, wo ich lebe, das muss ich nicht weiter ausführen.

Speaker: Das ist die Schweiz, das hört man vermutlich auch.

Speaker: Das ist aber für mich kein Problem.

Speaker: Dazu stehe ich, dafür bin ich stolz.

Speaker: Ich bin 52 Jahre alt, habe einen interessanten Lebensweg mit Basis kaufmännischer Ausbildung.

Speaker: Danach habe ich die landwirtschaftliche Ausbildung gemacht, habe mich ein bisschen der Landwirtschaft belegt.

Speaker: Bewegt auch im praktischen Bereich, sehr spannend.

Speaker: Zurück Büroverkauf, Marketing, schwergewichtig.

Speaker: Ich habe dann ein Unternehmen gegründet, habe das erfolgreich aufgebaut.

Speaker: Nach zehn Jahren dann meine grundsätzliche Managemententscheidung nicht mehr ganz deckungsgleich war mit dem Partner im Guten verlassen.

Speaker: Ich bin jetzt seit acht Jahren bei Cleanfix.

Speaker: Seit fünf Jahren als Geschäftsführer tätig und versuche jetzt hier weltweit etwas zu bewegen im Bereich professionelle Reinigungsmaschine.

Speaker: Ich bin seit 23 Jahren verheiratet, habe zwei Kinder und versuche Beruf, Privatleben, Freizeit irgendwie unter einen Hut zu kriegen.

Speaker: Mit möglichst viel Humor und Spass nebenbei.

Speaker: Natürlich auch die Ernsthaftigkeit und manchmal schlaflose Stunden zwischendurch, das gehört dazu.

Speaker: Aber grundsätzlich sehe ich vieles positiv und marschiere so durch die Welt garantiert niemals mit Langeweile.

Speaker: Das kann ich mir vorstellen.

Speaker: Felix, wenn ich irgendwas nicht verstehe, dann übersetze ich das für die Hörer.

Speaker: Aber ich glaube, das wird kein Problem sein.

Speaker: Ich möchte kurz zurückkommen, warum ich dich eingeladen habe.

Speaker: Wir haben uns ja mal vor ein paar Jahren getroffen.

Speaker: Und da hast du mich so beeindruckt.

Speaker: Es gibt kaum Vertriebler, sage ich jetzt mal.

Speaker: Ich nenne dich jetzt mal Vertriebler, weil du hast ein extremes Vertriebsgen, sage ich mal.

Speaker: Du bist sehr, sehr sympathisch, du bist ehrlich, du hast viel Empathie und verstehst das Spiel mit dem Kunden auch, die Wertschätzung zum Kunden.

Speaker: Und es hat mich damals beeindruckt.

Speaker: Und deswegen habe ich dich nochmal eingeladen hier.

Speaker: Freut mich wirklich.

Speaker: Danke fürs Kompliment.

Speaker: Es ist immer schwierig, sich selber einzuschätzen.

Speaker: Ich denke, ehrlich gemeint, Komplimente hört jeder gerne.

Speaker: Kritik ist aber auch wertvoll, damit man sich weiter verbessern kann.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Kommen wir mal jetzt zu deinem aktuellen Job.

Speaker: Da haben wir uns ja auch getroffen.

Speaker: Du bist jetzt bei einem grossen Unternehmen tätig, das ja Reinigungssysteme vertreibt.

Speaker: innovative Geräte, die im Wettbewerb, ich würde jetzt, also mein Eindruck ist, du bist vorne an der Nummer 1 oder so, also spielst du vorne mit in der Branche und hast auch innovative Geräte, hast du auch so einen Reinigungsroboter entworfen gehabt.

Speaker: Gibt es den noch?

Speaker: Habt ihr da noch was?

Speaker: Ist der noch im Spiel bei dir?

Speaker: Ja, es ist vielleicht, und das sind keine Geheimnisse, bezüglich Innovation ist unsere Branche im konventionellen, manuell bedienten Bereich relativ schwerfällig.

Speaker: Auch wir, also so viele Innovationen haben wir da auch nicht drin, die Mitbewerber aber auch nicht.

Speaker: Wir suchen, der Markt sucht.

Speaker: Da gibt es sicher noch Nischen, die man finden kann.

Speaker: Wir werden eine gewaltige Innovation bringen.

Speaker: Die ist jetzt in der Entwicklung wirklich etwas Neues.

Speaker: Das ist also möglich.

Speaker: Grundsätzlich versuchen wir natürlich auch mit Qualität und Aftersales zu punkten und die Innovation sicher wieder vermehrt zu finden.

Speaker: Ich denke selbstkritisch gesagt, hätte man da mehr tun können in den vergangenen zehn Jahren.

Speaker: Wir sind da kritisch und motiviert unterwegs, damit wir da wieder ein bisschen weiterkommen.

Speaker: Aber das ist das Ziel und da gehören wir hin und da gehört grundsätzlich ganz Europa hin.

Speaker: Reinigungsrobotik ist ein ganz anderes Feld.

Speaker: Da darf ich wirklich mit Stolz sagen, und das sind nicht meine Aussagen, sondern der Markt.

Speaker: Wenn es um wirklich die professionelle Reinigungsrobotik geht, da sind wir weit vorne.

Speaker: Das bestätigen uns die professionellen Kunden.

Speaker: Da gibt es bei uns im Moment kein Vorbeikommen.

Speaker: Aber wie gesagt, als Geschäftsführer ist das sehr, sehr gefährlich herausfordernd, dass man diese Position halten kann.

Speaker: Aber das ist ein spannendes Feld und da bewegen wir uns und versuchen unsere Spitzenposition zu halten und auszubauen.

Speaker: Und eine gehörige Portion an Mut gehört auch dazu, weil die Technik ist ja nicht so einfach zu beherrschen.

Speaker: Das ist ja schon unglaublich, was man da alles heutzutage bewegen kann mit dieser Computertechnik.

Speaker: Und jetzt kommt der KI mit dazu.

Speaker: Ich weiß auch nicht, wie viel ihr da einbaut, aber da werdet ihr bestimmt auch vorne dabei sein.

Speaker: Ja, das ist ganz spannend.

Speaker: Du sprichst es an.

Speaker: Es braucht sehr viel Mut.

Speaker: Es braucht teilweise auch Entscheidungen, die vielleicht nicht deckungsgleich sind mit den Marktbegleitern, damit man sich auch abheben kann.

Speaker: Es ist aber auch ein Feld, wo unheimlich viele Start-ups mitspielen, wo Venture Capital im Spiel ist, enorme Summen.

Speaker: Und da gibt es immer wieder mal Gewinner und Verlierer.

Speaker: Und wir müssen sehr sorgfältig abwägen als KMU im Familienbesitz, was können wir, was wollen wir und trotzdem müssen und wollen wir vorne mitspielen.

Speaker: Und da ist jede neue Technologie spannend, aber wie beim selbstfahrenden Automobil.

Speaker: Es ist dann der Geschäftsleitung am Verwaltungsrat abzuschätzen, strategisch, wie schnell springt man auf welche Technologie auf.

Speaker: damit es am Schluss auch ein Business Case gibt für uns und für den Anwender.

Speaker: Das Basisgeschäft darfst du ja nicht vergessen, klar, das ist das, was euch trägt.

Speaker: Wie ist denn das eigentlich?

Speaker: Du bist ja zu der Firma gewechselt.

Speaker: Ich habe gesehen, wo wir uns kennengelernt haben, du bist sehr, sehr glücklich mit dem Unternehmen.

Speaker: Das Unternehmen muss eine gute Kultur haben.

Speaker: Was macht ein gutes Unternehmen in deinen Augen eigentlich aus?

Speaker: Ich denke, das ist ein Mix und ich bin jetzt mit meiner Erfahrung doch auch der Meinung, ein gutes Unternehmen macht nicht aus, dass per se das oberste Ziel ist, dass jeder Mitarbeiter jeden Tag glücklich ist.

Speaker: Ein gutes Unternehmen macht aus, dass das Unternehmen erfolgreich ist und dass die Mitarbeiter meistens motiviert zur Arbeit kommen.

Speaker: Ich habe nicht den Anspruch, dass es immer sein muss.

Speaker: Ich führe auch relativ streng und klar.

Speaker: Es gibt immer wieder mal Gespräche mit Mitarbeitern, die die im ersten Moment nicht glücklich machen, die aber im Wohle vom Unternehmen sind und die dann die meisten Mitarbeiter auch verstehen, dass dann auch für sie der richtige Platz gefunden wird.

Speaker: Und ich denke und ich spüre das immer mehr ganz ehrliche Kommunikation, auch wenn die nicht immer ganz Friede, Freude, Eierkuchen ist und nicht immer dem entspricht, was der Mitarbeiter hören will.

Speaker: Solange es ehrlich ist und begründet, denke ich, dass die Basis, dass die Mitarbeiter mitspielen.

Speaker: Dann hat man mal das wertvolle Gut Mitarbeiter bestmöglich unter Kontrolle.

Speaker: Perfekt geht es nie.

Speaker: Und dann ist natürlich die strategische Ausrichtung, das operative Arbeiten täglich.

Speaker: Das ist ein Challenge, dass es uns immer wieder mal hin und her wirft und vor Herausforderungen stellt, damit wir das irgendwie bewältigen können, alle Unternehmen.

Speaker: Und da habe ich gelernt oder denke ich, dass es ganz wichtig ist, dass die Geschäftsleitung operativ

Speaker: sicher weiss, wo die Reise hingeht, wenn es sogar falsch ist, aber man geht.

Speaker: Korrigiert dann natürlich, wenn man den Fehler sieht, aber ich spüre und wir führen so klar, motiviert, zielgerichtet, teilweise wird korrigiert.

Speaker: Und wenn dieses Feeling rüberkommt, dann denke ich, reichen wir viel.

Speaker: Das hast du gut gesagt.

Speaker: Die Mitarbeiter brauchen ein konkretes Feedback vom Vorgesetzten, vom Chef.

Speaker: Aber viele vertragen das ja nicht.

Speaker: Also heutzutage ist das, glaube ich, so, dass die größte Frage, wenn ich so in Unternehmen unterwegs bin,

Speaker: Viele empfinden ein Feedback eines Chefs oft als belastend oder als sie müssten sich da hier verteidigen oder so.

Speaker: Wie ist das bei dir?

Speaker: Äußert sich das auch so, dass die Mitarbeiter damit gut umgehen oder haben sie damit ein Problem, wenn du mal ganz konkret bist?

Speaker: Das ist spannend und da müsstest du eigentlich meine Mitarbeiter fragen.

Speaker: Es ist wirklich immer schwierig, wenn du denjenigen fragst, der selber agiert.

Speaker: Ich spüre in den Teams mit den einzelnen Leitern von den Teams oder mit den Vorgesetzten, dass die immer wieder Probleme haben zwischenmenschlich, wenn die Mitarbeiter Gespräche führen, dass die Kritik nicht richtig aufgenommen wird, dass Sachen eskalieren.

Speaker: Ich habe mir jetzt aber auf die Fahne geschrieben, dass sehr viele Gespräche dann sofort zu mir kommen müssen.

Speaker: Ich nehme mir im Moment sehr viel Zeit, weil wir auch im Umbruch sind,

Speaker: Wir strukturieren stark um, weil wir stark wachsen wollen.

Speaker: Da verändert sich sehr viel.

Speaker: Ich nehme mir jetzt die Zeit, dass sehr viele zu mir ins Büro kommen.

Speaker: Und wie gesagt, eigentlich müsstest du andere Menschen fragen.

Speaker: Ich habe aber im Moment das Gefühl, und das sehe ich auch, dass nämlich keine Kündigungen auf den Tisch kommen bei mir, dass ich mit meiner sehr, sehr offenen und doch motivierenden und fairen Art

Speaker: erstaunlich schnell, erstaunlich viel hinkriege.

Speaker: Und ich ziehe das voll durch.

Speaker: Motiviert, klar und grundehrlich.

Speaker: Ich schaue den Leuten in die Augen und sage ihnen ganz ehrlich, was ich denke, was im Wohle von der Firma ist, wie ich ihnen helfen kann, was ich nicht helfen kann und auch nicht will.

Speaker: Ich sage auch immer ganz klar, wo die Grenzen sind.

Speaker: Und das macht mir sogar Spass.

Speaker: Und ich glaube, wenn man spürt,

Speaker: dass ich mit Spass und Motivation kommuniziere, auch schlechte, teilweise schwierige Dinge, dann habe ich erstaunlich gute Erfahrungen gemacht.

Speaker: Ich selber, ob es die Mitarbeiter auch so empfinden, kann ich dir nicht sagen.

Speaker: Es ist gut, dass du das sagst, auf jeden Fall.

Speaker: Es ist schon so, dass man muss ja dankbar sein, ob jetzt positiv oder negative Kritik, ist ja egal.

Speaker: Man sollte dankbar sein, dass man die Info kriegt.

Speaker: Wenn man sie nicht bekommt, sondern eine Kündigung, da ist es ja zu spät.

Speaker: Und da sehe ich schon manchmal ein Missverständnis bei manchen jungen Leuten, die halt noch nicht so im Arbeitsleben vielleicht angekommen sind.

Speaker: Da wird noch wie zu Hause, wenn Mama was sagt oder Papa was sagt, wird immer verteidigt.

Speaker: Aber es lernen, glaube ich, die meisten.

Speaker: Das merkt man bei dir auch.

Speaker: Das Unternehmen wächst ja, hast du gesagt.

Speaker: Ja.

Speaker: Wie viele Mitarbeiter habt ihr denn jetzt aktuell?

Speaker: Also wir haben jetzt in der Schweiz knapp 100 und dann haben wir die eigenen Niederlassungen.

Speaker: Deutschland, Österreich, Holland, Frankreich, wo wir im Moment auch wachsen.

Speaker: Dann sind wir um die 160 mal als Team plus unser neues Joint Venture in Indien, wo wir sehr stark wachsen.

Speaker: wo wir jetzt auch schon bald auf 100 Personen sind und weiter wachsen.

Speaker: Und so wird die Gruppe jetzt permanent grösser, inklusive dem indischen Anteil.

Speaker: Spannend.

Speaker: Kannst du mir ein bisschen was über Indien erzählen?

Speaker: Da muss ich ein bisschen vorsichtig sein, damit ich nicht alles verrate.

Speaker: Aber ich gebe dir da halt nur so die allgemeinen Informationen.

Speaker: Ja, Indien ist ein Wachstumsmarkt, das wissen wir alle.

Speaker: Reinigung denke ich auch, ist jedem Tourist klar.

Speaker: Oder wenn man nur Videos sieht, da gibt es noch einiges zu tun in Indien.

Speaker: Es ist aber auch eine Herausforderung.

Speaker: Es ist wirklich eine andere Kultur.

Speaker: Man muss die Kultur lieben lernen.

Speaker: Und dann gibt es Herausforderungen und Chancen.

Speaker: Und wir müssen natürlich jetzt schauen, dass wir

Speaker: die Chancen mehr herauskristallisieren können als die Herausforderungen und dann sollte die Waage auf die richtige Seite gehen.

Speaker: Ich selber, du hast mich kennengelernt, ich bin halt ein Mensch, ich habe fast überall Spass.

Speaker: Also ich kann in der Schweiz oder in Dubai im Fünf-Stern-Hotel sein und kann das sehr, sehr geniessen.

Speaker: Ich kann aber auch in Indien im Taxi Richka sitzen und kann mit dem Taxifahrer Spass haben und frage ihn, ob ich selber noch fahren darf.

Speaker: Das ist meine Art zu leben und das macht mir Spass.

Speaker: Und dann kommt man schneller in die Kultur rein.

Speaker: Aber wie gesagt, es ist spannend, herausfordernd.

Speaker: Und wir werden sehen.

Speaker: Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns da ein bisschen sympathisch sind, weil ich habe auch, wenn ich daran denke, meine Übernachtung zum Beispiel, die billigste hat einen Dollar gekostet.

Speaker: Ich hatte schon ein wenig schlucken müssen, weil es war schon ein bisschen ein hartes Bett.

Speaker: Es war eine Sperrholzplatte.

Speaker: Aber ich hatte trotzdem Spaß.

Speaker: Also genau das ist es.

Speaker: Woher glaubst du, kommt denn dein Spaß?

Speaker: Also wo hat es in deinem Leben angefangen, dass du dich nicht wie manch in dieses Negative reintreibend lässt?

Speaker: Das kann ich dir nicht beantworten.

Speaker: Ich hatte kein Erlebnis, das absolut prägend war, wie ja andere Menschen haben.

Speaker: Das habe ich nicht.

Speaker: Ich denke, das hat sich einfach irgendwie ergeben.

Speaker: Klar, meine Reise durch Mittelamerika, als ich jung war, zu Zeiten, als es keine Mobiltelefone, keine Navigation gab, die war sicher prägend.

Speaker: Aber ganz grundsätzlich denke ich, dass eine Charaktereigenschaft,

Speaker: Und die nehme ich einfach mal so mit.

Speaker: Was ich dazu sagen muss, diese Charaktereigenschaft, Spass, Risikobereitschaft, Adrenalin kann gut sein.

Speaker: Ich bin sehr froh, dass sie meine Kinder ein bisschen weniger haben, weil die Überlebenschanze ist relativ gering.

Speaker: Also ich habe wirklich schon viele, viele Situationen erlebt,

Speaker: wo auch das Glück mithelfen musste, dass ich noch hier bin.

Speaker: Also wie gesagt, meine Mentalität ist nicht nur gut.

Speaker: Kannst du da ein Beispiel machen vielleicht?

Speaker: War es besonders kritisch?

Speaker: Ja, es gibt eigentlich immer wieder auch heute noch Beispiele.

Speaker: Ich bin einfach eine Person, ich kenne eigentlich keine Angst.

Speaker: Es ist nicht möglich.

Speaker: Ich kann in Südamerika irgendwo durchmarschieren, ich kann in Südafrika marschieren, ich kann im Dunkeln...

Speaker: Mit dem Auto über Land fahren, durch Wälder fahren.

Speaker: Ich fahre viel zu schnell Auto teilweise.

Speaker: Ich fahre viel, viel zu schnell Ski zum Beispiel immer noch.

Speaker: Ich fahre massiv über 100 Stundenkilometer die schwarze Piste runter.

Speaker: Ich sehe den Baum nicht als Todesgefahr, sondern ich sehe nur den Spass und das ist schlecht.

Speaker: Ich habe bei meinen Kindern auch nie Angst.

Speaker: Das ist auch schlecht.

Speaker: Die haben zum Glück bis jetzt überlebt.

Speaker: Aber als Papa bin ich niemals ängstlich.

Speaker: Es ist immer nur die Freude.

Speaker: Also ich war mit den Kindern letztlich in Motocross fahren.

Speaker: Da war die Tochter auf dem grossen Bike auf einer 650er Maschine.

Speaker: Und der Fahrer ist hinten abgesprungen.

Speaker: Sie ist selber gefahren.

Speaker: Sie konnte nicht mal die Füsse auf dem Boot.

Speaker: Und ich sah nur Spass und Freude für meine Tochter.

Speaker: Aber dass das völlig bescheuert ist und dass man das nicht macht als Vater, das sehe ich dann nicht.

Speaker: Und das ist

Speaker: Nicht nur positiv, das kann auch gefährlich sein.

Speaker: Aber so gehe ich jetzt einfach mal durchs Leben.

Speaker: 52 Jahre habe ich geschafft.

Speaker: Schauen wir, wie viele weiter noch dazukommen.

Speaker: Und wenn dann Ende feuer ist, wenn dann die Kinder älter sind, ist auch egal.

Speaker: Spannend.

Speaker: Darf ich fragen, wie alt deine Tochter ist ungefähr?

Speaker: 14.

Speaker: 14.

Speaker: Richtig große Motocross-Maschine, oder?

Speaker: Ja, aber sie hat ja null Erfahrung jemals auf einem Bike.

Speaker: Und ja, das war eine 6,50er Vollcross Husqvarna.

Speaker: Das ist schon... Und wie gesagt, meine Frau war, als sie ein Video gesehen hat, die hat drei Tage nicht mehr mit mir gesprochen.

Speaker: Ich selber habe in dem Moment nur gedacht, wie ich Freude hätte als Kind, wenn ich an der Situation meiner Tochter gewesen wäre.

Speaker: Und dann blende ich das andere aus.

Speaker: Und das ist...

Speaker: Einfach, wenn du mich fragst, nach einem Beispiel, ich lebe im Moment und das ist nicht immer gut bezüglich Gefahr und Risikobereitschaft.

Speaker: Ich kann aber sonst im Geschäftsleben natürlich schon sehr strategisch alles abschätzen, dass schon privat meine Lebensfreude, die ist jetzt einfach da.

Speaker: Und wie gesagt, 52 Jahre habe ich geschafft.

Speaker: Und jetzt schauen wir weiter.

Speaker: Witzig, vielleicht liegt ja tatsächlich auch ein bisschen in der Erziehung mit drin, wo du das jetzt erzählt hast.

Speaker: Deswegen habe ich gefragt, wie alt sie war.

Speaker: Mein Vater hatte mich auch auf eine Motocross-Maschine gesetzt, aber jetzt nicht richtig, sondern nur auf dem Parkplatz bei uns hier unten bei einer großen Firma.

Speaker: Und er hat mich alleine fahren lassen und ich war damals auch, glaube ich, 13, 14.

Speaker: Das hätte er nicht machen sollen.

Speaker: Also wenn ich im Nachhinein so denke, eine riesen Maschine mit Power…

Speaker: Er hat ein grosses Vertrauen wahrscheinlich gehabt und ich habe es geschafft.

Speaker: Ich konnte auch nicht am Boden stehen, also er musste mich wieder auffangen.

Speaker: Absolut, also, und vielleicht liegt es daran dann.

Speaker: Dann hast du mit deiner Kleinen was gemacht.

Speaker: Ja, aber ich meine, man sollte es nicht tun.

Speaker: Du weißt das selber jetzt auch, aber die Erinnerung, das Leben, es ist einfach mehr, als wenn man im Europapark in eine absolut 100% gesicherte Bahn reinsitzt

Speaker: Und dann fast schreit, damit man geschreit hat, damit es dazugehört.

Speaker: Das ist das reale Leben.

Speaker: Ob ich das richtig mache, ich denke, nein.

Speaker: Aber jeder Mensch hat seine Charaktereigenschaften.

Speaker: Ich versuche das zu verbessern, Selbstreflexion.

Speaker: Aber manchmal, situativ, verliere ich dann ein bisschen die Kontrolle.

Speaker: Mir gefällt es auf jeden Fall.

Speaker: Da haben wir schon wieder etwas, wo wir ähnlich sind.

Speaker: Ich habe schon ein bisschen Angst, oder Respekt, sage ich mal, nicht Angst.

Speaker: Sobald ich Angst bekomme, merke ich, dass es gefährlich wird.

Speaker: Also wenn man Angst hat, ist es wirklich schwierig.

Speaker: Und vielleicht hilft es auch bei dir, dass nichts passiert.

Speaker: Teilweise sicher.

Speaker: Und ich spüre jetzt aber auch, jetzt gibt es Situationen, wo das Gefühl eher hochkommt, vermutlich weil der Körper auch vorsichtig reagiert.

Speaker: Es wird besser.

Speaker: Also meine Überlebenschancen steigen.

Speaker: Cool.

Speaker: Jetzt gehen wir vielleicht mal zurück zu dir als Businessman.

Speaker: Das interessiert mich nämlich, du hast gerade gesagt, die Strategie der Zukunft hat sich vielleicht auch ein bisschen verändert bei dir jetzt.

Speaker: Was ist denn die Strategie jetzt in der Firma?

Speaker: Was hast du vor mit dem Unternehmen, was du öffentlich sagen kannst und wo soll es denn hingehen in der nächsten Zeit noch?

Speaker: Also ich darf dazu sagen, das ist mir schon sehr, sehr wichtig als Geschäftsführer.

Speaker: Alle unsere Mitarbeiter sind informiert, was ich hier sage.

Speaker: Also wir haben die Mitarbeiter und wenn ich Mitarbeiter nenne, wir haben die genau gleiche Wertschätzung zu einem Leiter im Verkauf oder im Büro.

Speaker: Genau gleich zu dem angelernten Mitarbeiter in der Produktion von den Maschinen.

Speaker: Die sind alle sehr klar informiert werden, wo die Reise hingeht.

Speaker: Und im Grundsatz geht es dahin, dass wir in unserer Branche Maschinenbau, Reinigungsmaschinenbau der Überzeugung sind, dass eine Konsolidierung stattfinden muss.

Speaker: Das heisst, wir haben viel zu viele Unternehmen, die sind zu klein, um in Zukunft innovative Produkte zu bauen.

Speaker: Da gehören wir dazu.

Speaker: Das heisst, die Entwicklungskosten

Speaker: bezüglich innovativen Produkten, aber auch die Entwicklungskosten, Elektronik, Software, wenn es dann auch Richtung KI geht, Sensorik und die ganzen Normen und Vorschriften, die nehmen so exorbitant zu, dass eine gewisse Mindestgrösse erreicht werden muss.

Speaker: Wir von Cleanfix machen es selber, also nicht, dass wir uns im Moment irgendwo anhängen,

Speaker: mit anderen Firmen und das ist der Prozess, den wir jetzt einleiten.

Speaker: Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Speaker: Okay.

Speaker: Wenn du jetzt zurückblickst, du hast ja schon viel Erfolge gefeiert jetzt in dem Unternehmen, so ist mein Eindruck.

Speaker: Was würdest du in den letzten zehn Jahren sagen, was war so der kritischste Zeitpunkt oder das niederschlagendste in deiner geschäftlichen Ära in den letzten zehn Jahren?

Speaker: Niederschlagendste wäre ja negativ gemeint.

Speaker: Richtig etwas Negatives habe ich nicht erlebt.

Speaker: Also wo ich jetzt wirklich gesagt habe, das hat mir jetzt ein bisschen zwei, drei Tage den Boden unter den Füssen weggezogen.

Speaker: Das gab es nicht.

Speaker: Aber der grosse Challenge war schon und auch das darf ich hier sicher öffentlich sagen, das ist schon ein Generationenwechsel im Unternehmen.

Speaker: Also vom Gründer, Inhaber

Speaker: jetzt zu einem externen Management.

Speaker: Das ist herausfordernd für alle Parteien.

Speaker: Das hat nichts mit unserem Unternehmen zu tun.

Speaker: Das habe ich hier durchmachen dürfen.

Speaker: Und der Challenge, der ist schon für alle, das ist relativ schwierig.

Speaker: Ja klar.

Speaker: Wenn man über Jahre hinweg etwas erarbeitet hat, dann muss man nochmal von neu anfangen.

Speaker: Oder einen Teil davon wiederholen und mit neuen Persönlichkeiten.

Speaker: Okay, das kann ich mir vorstellen.

Speaker: Wie gehst du mit Wettbewerb um?

Speaker: Also der Markt ist ja extrem umkämpft.

Speaker: Wie siehst du den Wettbewerb bei dir jetzt in deinem Business?

Speaker: Also bei uns ist er sicher auch sehr stark.

Speaker: Aber wo nicht?

Speaker: Das ist mal das Sportliche.

Speaker: Es ist ja nicht so, dass wir tendenziell unter grösserem Wettbewerb leiden als andere Branchen.

Speaker: Ich kenne ja auch nicht alle Branchen, aber ich gehe mal davon aus, es ist ungefähr identisch.

Speaker: Ich sehe den Wettbewerb weniger problematisch oder ich konzentriere mich nicht allzu stark auf den Wettbewerb.

Speaker: Meine Motivation, wieso ich am Morgen voll motiviert aufstehe,

Speaker: ist das Marktpotenzial, das Marktvolumen.

Speaker: Und das ist spannend in unserer Branche.

Speaker: Wir wissen, und da muss man nicht mal viele Statistiken lesen, man kann auch mit offenen Augen durch die Welt gehen, die Menge an Flächen, die professionell gereinigt werden müssen, weltweit nehmen zu.

Speaker: Der Hygienestandard nimmt zu.

Speaker: Also sehe ich Chancen auf dem Markt.

Speaker: Und die Geschichte ist ganz einfach.

Speaker: Wir müssen

Speaker: in gewissen Orten besser sein oder unseren Weg suchen, damit wir unsere Produkte absetzen können.

Speaker: An dem orientiere ich mich.

Speaker: Und was die Marktbegleiter tun, das beobachte ich, aber relativ eingeschränkt.

Speaker: Ich verschwende nicht allzu viel Zeit in das.

Speaker: Mir ist etwas aufgefallen, so in der Nach-Corona-Zeit haben viele oder einige Unternehmen ihre Strategie etwas geändert.

Speaker: Vor Corona waren viele getrimmt auf maximalen Marktgewinn, also dass sie nach vorne kommen, Umsatzgewinn.

Speaker: Wachstum, über alles.

Speaker: Jetzt fällt mir auf, dass viele Firmen sagen, jetzt machen wir mal ein Stück langsamer.

Speaker: Wir machen lieber auf einen Punkt fixieren wir uns.

Speaker: Umsatz, der eine auf Gewinn, der eine auf Mitarbeiter.

Speaker: Ist ja ein Fachkräftemangel auch.

Speaker: Und es ist spannend zu sehen, dass die Unternehmen, die jetzt sich auf ein Thema fixieren, teilweise stabiler funktionieren wie so große Konzerne.

Speaker: Ja.

Speaker: Wie ist es bei dir?

Speaker: Auf was fixiert ihr euch in die Zukunft?

Speaker: Welchen Weg wollt ihr denn gehen?

Speaker: Mehr Wachstum?

Speaker: Mehr Geräte absetzen?

Speaker: Mehr Eigenproduktion?

Speaker: Mehr Entwicklung?

Speaker: Mehr Mitarbeiter?

Speaker: Fachkräfte?

Speaker: Wo geht ihr hin?

Speaker: Was ist so euer Trick?

Speaker: Also ich persönlich wäre ja auch jemand, der sagt, wenn eine gute Grösse erreicht ist, man versucht, die Grösse zu halten.

Speaker: Natürlich mit dem Wachstumsziel, dass ein bisschen der Inflation entspricht oder dem Marktwachstum mitzugehen.

Speaker: Aber ich bin nicht der Typ Mensch, der das Gefühl hat, es muss immer alles grösser, höher, schneller sein.

Speaker: Aber wie ich dir gesagt habe, in unserer Branche Maschinenbau,

Speaker: ich nehme jetzt halt Reinigungsmaschinen, weil nicht jeder Maschinenbau ist genau gleich, braucht es einfach eine kritische Grösse und die müssen wir erreichen.

Speaker: Und deshalb sind wir doch recht stark auf Wachstumskurs jetzt, dass wir reinleiten, damit wir diese kritische Grösse erreichen.

Speaker: Wie es dann nachher weitergeht, da ist auch der Verwaltungsrat natürlich gefordert.

Speaker: Aber grundsätzlich habe ich nicht die Mentalität,

Speaker: immer noch grösser, grösser, grösser, nur reich zu werden oder privat irgendwie mich selbst zu befriedigen mit Zahlen.

Speaker: Da gehören dann irgendwann Menschen dazu, da gehört irgendwann auch sinnvolles Agieren dazu als Unternehmer bis zu einem gewissen Sinn.

Speaker: Das fordert mich dann mehr als einfach nur auf Teufel komm raus, irgendwie diese Grösse zu erreichen.

Speaker: Aber...

Speaker: Wir sind schon in einem Wachstumsprozess drin jetzt.

Speaker: Der muss kommen.

Speaker: Okay.

Speaker: Mich interessiert auch immer wieder, wie, du bist ja sehr top geschult und du hast gute Informationen, wie man ein Unternehmen führt.

Speaker: Du hast irgendwie das dir angeeignet.

Speaker: Hast du einen Mentor gehabt oder wie hast du das angeeignet, das Wissen, dass du so ein Unternehmen führen kannst?

Speaker: Also wie gut ich es führe, das sehen wir dann ja später noch ein bisschen.

Speaker: Da müssten wir vielleicht in zehn Jahren wieder mal sprechen.

Speaker: Aber du hast jetzt schon eine gute Zeit hinter dir.

Speaker: Also bis jetzt läuft es ja ganz gut.

Speaker: Ja, es läuft.

Speaker: Ich selber bin nicht ganz zufrieden, aber ich kann morgen in den Spiegel schauen.

Speaker: Ich versuche einerseits, mich selber immer zu reflektieren, so gut wie möglich.

Speaker: Das ist nicht 100% möglich, aber immer wieder mich kritisch zu hinterfragen.

Speaker: Und dann habe ich halt wahnsinnig Freude an Menschen und versuche einfach täglich von Menschen zu lernen, wenn ich in einer Verkaufsbesprechung bin und das Gefühl hatte, jemand hat gut reagiert oder jemand hat gute Inputs gebracht oder ich höre, wie eine andere Firma geführt wird.

Speaker: Ich versuche einfach täglich zu lernen und meine

Speaker: Erfahrung ist, ich lerne wirklich im täglichen Leben massiv mehr, als wenn ich an teure Kurse und Weiterbildungen gehe.

Speaker: Ich bin nicht dagegen, ich finde das schon okay, aber ich profitiere vom Leben mehr.

Speaker: Ich habe jetzt wieder einen ganz, ganz spannenden Menschen, ganz oberflächlich in einem Vortrag kennengelernt.

Speaker: Und dann rufe ich den natürlich an und frage, ob er mal Zeit hat für ein Mittagessen, damit ich lernen und weiterkommen kann.

Speaker: Also ich habe lieber Facts aus der realen Wirtschaftswelt als zu viele Studiengänge.

Speaker: Das ist meine Philosophie.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Aber das ist ja auch schon mal sehr, sehr… Du gehst immer nach vorne, da kommt der Vertriebler in dir raus, du holst dir den Kontakt, du holst dir die Informationen.

Speaker: Das können manche nicht, auch die heutigen Vertriebler.

Speaker: Das sehe ich immer wieder.

Speaker: Du bist ja auch abhängig vom Vertrieb.

Speaker: Wie macht ihr das?

Speaker: Ihr habt eigene Vertriebsorganisationen oder kann das jeder vertreiben als B2B?

Speaker: Nein, grundsätzlich haben wir in den Ländern, die ich am Anfang aufgezählt habe, wo wir selber tätig sind, also mit Hauptsitz in der Schweiz, wo ja auch produziert wird,

Speaker: plus die Niederlassungen, die dann die Maschinen importieren, haben wir über eine eigene Verkaufsmannschaft.

Speaker: Aber wir arbeiten auch überall noch über Händler.

Speaker: Und in den anderen Ländern, die wir nicht selber betreuen mit unseren eigenen Firmen, da geht es sowieso über unabhängige Händler.

Speaker: Also der Vertrieb ist sehr, sehr individuell, sage ich mal, sehr offen.

Speaker: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Speaker: Wir spielen auf verschiedenen Kanälen.

Speaker: Das ist auch mit der Maschine geschuldet.

Speaker: Man muss sich einfach bewusst sein, eine Reinigungsmaschine entscheidet nicht per se über Erfolg oder Misserfolg von einer Firma.

Speaker: Das ist ein Teil, das sollte funktionieren und wenn mal eine Maschine nicht funktioniert, dann bricht die Welt nicht zusammen.

Speaker: Dann gibt es andere Lösungen, wie man das am Leben erhält.

Speaker: Deshalb ist der Vertrieb bei uns sehr individuell, aber grundsätzlich ist am Schluss schon der Frontmann verkauft, ob es über die Hände ist oder unsere eigenen Leute.

Speaker: Es braucht dann schon die fachmännische Beratung und dann den Verkaufsabschluss.

Speaker: Ich habe immer wieder auch in diesem Podcast außerhalb vom Business eine Frage, die in Richtung Politik geht, aber die geht jetzt nicht richtig extrem, also ein bisschen abwegig.

Speaker: Du musst nicht hier im Detail alles antworten.

Speaker: Es soll kein politischer Podcast werden, aber das habe ich mir so angewöhnt.

Speaker: Und dich wollte ich fragen,

Speaker: Was würdest du dir am meisten wünschen in der aktuellen Politik?

Speaker: Da kannst du die Schweizer Politik nehmen, Weltpolitik, was du möchtest.

Speaker: Was würdest du dir da wünschen, was anders wäre?

Speaker: Also ich kann die Welt... Ich bin sowieso auch politisch.

Speaker: Ich bin sehr, sehr ehrlich.

Speaker: Ich habe null Probleme, meine Meinung zu sagen.

Speaker: Als Schweizer darf ich das ja sowieso sagen.

Speaker: Das darfst du natürlich auch, aber wir müssen noch weniger aufpassen, auch historisch bedingt.

Speaker: Wir dürfen da relativ frei von der Leber weg sprechen.

Speaker: Das ist ein ganz schwieriges Thema.

Speaker: Aber grundsätzlich besteht schon die Gefahr, dass die Leute, die wirklich auf höchster Ebene politisieren, die Basis verlieren.

Speaker: Wie man das wegkriegt,

Speaker: Das geht fast nur, wenn die im privaten Umfeld irgendwie noch wieder ein bisschen mit der Basis im Kontakt wären.

Speaker: Ist aber sehr schwierig, weil überall, wo die hinkommen, werden die nicht normal behandelt.

Speaker: Und deshalb, ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich habe auch keine Lösung.

Speaker: Es ist das sehr schwierig, aber ich glaube wirklich, sie sind zu weit weg vom normalen Bürger.

Speaker: Das ist das Hauptproblem.

Speaker: Wenn ich aber hier noch ein Statement abgeben darf und das...

Speaker: Klar, gerne.

Speaker: Ich denke, das würde der Welt gut tun.

Speaker: Ich habe immer gesagt, man sollte nicht jammern, auch über Flüchtlingsströme, über Migration und über all diese Themen, die wir weltweit hören.

Speaker: Was ich nicht verstehe, aber vielleicht ist es nicht umsetzbar, aber das wäre ein Ansatz, dass die UNO nicht eine Weltkarte zeichnet mit allen Ländern und die Hauptreligion dort einschreibt,

Speaker: Und dass die Flüchtlingsströme nach Religion aufgeteilt werden.

Speaker: Ich denke, das würde die Welt massiv beruhigen, wenn ganz klar wäre, dass die Religion von diesen Personen, die irgendwo auf der Flucht sind, dass die in ein Land geleitet werden, das dieselbe Hauptreligion hat.

Speaker: Ich glaube, immer noch die Religion ist das ganz grosse Problem.

Speaker: Ich bin nicht gegen Religion und ich will jetzt da keine

Speaker: gut oder schlecht machen.

Speaker: Aber wieso, und das ist ja immer der Konflikt bei allen zwischenmenschlichen Beziehungen, es geht am Schluss ganz, ganz viel auf die Religion und die Erziehung zurück.

Speaker: Wieso leitet man diese Leute nicht so, dass dieser Konflikt nicht aufbricht?

Speaker: Ich verstehe es einfach nicht.

Speaker: Und das wäre mein, wenn ich in der UNE wäre, ich würde jeden Tag für diese Idee herumrennen.

Speaker: dass das umgesetzt wird und dann wäre ein Teil, denke ich, ein bisschen weniger dramatisch.

Speaker: Sehr guter Vorschlag.

Speaker: Ich glaube, manche haben das nicht mal auf dem Schirm, denke ich mal.

Speaker: Aber das stimmt, was du sagst.

Speaker: Das ist gut.

Speaker: Da sieht man wieder deine Kreativität und dass du dir Gedanken machst.

Speaker: Aber sonst habe ich politisch auch nicht viele Lösungsansätze.

Speaker: Ich denke...

Speaker: Ich habe bei uns im Unternehmen schon viel zu lösen.

Speaker: Wie gesagt, nur schnell etwas dahin plaudern, ohne die Herausforderungen im Detail zu kennen, das ist dann schon sehr leicht gemacht.

Speaker: Super.

Speaker: Und jetzt können wir mal noch richtig Werbung machen.

Speaker: Ich werde dafür nicht bezahlt.

Speaker: Jetzt darfst du nochmal richtig auf den Putz hauen.

Speaker: Was möchtest du den Hörer oder den Nutzer draußen, der vielleicht der Unternehmer, der da zuhört, mitgeben?

Speaker: Warum soll er dein Produkt kaufen und warum soll er auf jeden Fall euer Produkt wählen?

Speaker: Also ich denke, die Zeit spielt tendenziell für das Clean-Fix-Produkt oder so, wie wir aufgestellt sind und auch weitermachen wollen.

Speaker: Die Leute, die am Schluss eine Reinigung anstreben, die möglichst nachhaltig ist und wirtschaftlich, die sollten sich vermehrt überlegen, wie viele Features und

Speaker: Einstellungsmöglichkeiten und sinnloses Zeugs an einer Maschine wirklich nötig ist.

Speaker: Und was braucht der Bediener, um am Schluss seinen Auftrag auszuführen?

Speaker: Da geht es für mich oftmals in die falsche Richtung.

Speaker: Da haben wir nicht mitgespielt.

Speaker: Das heisst, wir versuchen eine qualitativ hochwertige Maschine, die einfach auch im Service ist und in der Reparatur und die vor allem einfach ist zu bedienen, auf den Markt zu bringen.

Speaker: Das ist teilweise an einer Messe ein bisschen weniger sexy und teilweise in einer Ausschreibung können wir weniger Features dazusetzen.

Speaker: Da frage ich mich einfach, braucht man das, um hygienisch und optimal zu reinigen, ja oder nein?

Speaker: Plus natürlich die Nachhaltigkeit, wo wir jetzt den CO2-Fussabdruck von den Maschinen massiv prüfen, angehen und verbessern, damit auch die Unternehmer diese Nachhaltigkeit auch in der Reinigung

Speaker: besser einbringen können.

Speaker: Eure Produkte sind zu wie viel Prozent selbst hergestellt?

Speaker: Ja, das kommt noch ein bisschen drauf an.

Speaker: Natürlich auf das Produkt, wir haben ganz unterschiedliche, aber ich darf schon sagen, dass wir in jedem Maschinen doch viele wichtige Komponente selber bauen und dann das ganze Assembling ist sowieso selber.

Speaker: Aber sagen wir mal zwischen

Speaker: Zwischen 80 und 40% ist Eigenfertigung.

Speaker: Respekt, das ist eine sehr gute Nummer.

Speaker: Allein da tust du einiges für die Umwelt und für die Zukunft überhaupt des Unternehmens.

Speaker: Nicht schlecht.

Speaker: Die Reinigungsgeräte haben es ja in manchen Fällen in Unternehmen auch schwer.

Speaker: Der Unternehmer selbst stellt meistens irgendwie eine Firma ein oder so.

Speaker: Und weiß gar nicht, was für Geräte da angewandt werden.

Speaker: Er kümmert sich ja da auch nicht unbedingt oftmals drauf.

Speaker: Wie siehst du das?

Speaker: Kommst du zu den Unternehmern durch oder musst du auf zwischen Unternehmen, also die, die die Reinigungsleistung erbringen oder kannst du auch direkt an Unternehmen verkaufen?

Speaker: Es gibt natürlich die Unternehmen, die Eigenreinigung machen.

Speaker: Das ist klar, da gehen wir auf den Unternehmer los.

Speaker: Sonst ist es ganz klar, wenn der Dienstleister die Reinigung ausführt, dann kommen wir nicht zum Unternehmen durch.

Speaker: Diese Illusion haben wir nicht.

Speaker: Den Unternehmen kümmert es wirklich auch nicht.

Speaker: Das wäre ja, wie wenn ich einen Logistikunternehmer anfrage.

Speaker: Er muss mir mit dem LKW oder wie auch immer die Logistik ausführen und ich kümmere mich, was für einen Gabelstab der in seinem Lager hat.

Speaker: Das interessiert mich schlichtweg nicht.

Speaker: Diese Illusion haben wir nicht.

Speaker: Wir kommen nicht zum Unternehmen durch.

Speaker: Wir arbeiten dann mit den Dienstleistungen, müssen dort performen und unsere Maschinen anpreisen.

Speaker: Das ist okay und mit dem können wir auch sehr gut leben.

Speaker: In der Robotik ist es ein bisschen anders.

Speaker: Dort kommen wir teilweise bis zum Unternehmen, weil wir ein sehr, sehr...

Speaker: industriell hochwertiges Produkt haben, da schaffen wir es bei den normalen Maschinen.

Speaker: Keine Chance, streben wir aber auch nicht an.

Speaker: Das gibt keinen Sinn.

Speaker: Du kannst aber jetzt auch einen Wunsch an den Hörer äußern.

Speaker: Was wünschst du dir zukünftig, wenn er dein Produkt wählt oder auskaufen möchte?

Speaker: Was würdest du da wünschen?

Speaker: Was würdest du den Kunden mitgeben gerne?

Speaker: Also ich würde mir wirklich wünschen, dass vor allem die Personen, die sehr stark mit Excel-Tabellen und Ausschreibungen arbeiten, dass die sich ein bisschen mehr mit dem Produkt befassen und dann besser werten können, was sie final beschaffen und nicht nur mit Zahlen agieren.

Speaker: Ich mache dir da ein ganz kleines Beispiel.

Speaker: Es gibt bei uns zwei ganz typische Maschinen.

Speaker: Das ist der Staubsauger und die Kehrmaschine.

Speaker: Die Kehrmaschine ist diejenige, die trockenen.

Speaker: Das kann Laub sein, das können Holzsplitter sein oder ganz gross, können auch Staub sein, in den Behälter wirft mit Bürsten.

Speaker: Dort ist es ganz typisch, je grösser der Staubbeutelinhalt und je grösser der Kehrbehälterinhalt auf der Aufschreibung ist, dann wird gekauft und bewertet.

Speaker: Dass aber teilweise ein Staubbehälter so gebaut ist, dass er nur zu 30% aufgefüllt werden kann, rein von der Mechanik und vom Maschinenbau her, das interessiert kein Mensch.

Speaker: Dass ein Staubbeutel gar nie voll sein kann, das realisieren die nicht.

Speaker: Und da ist es dann halt einfach gefährlich, anspruchsvoll.

Speaker: Ist aber ein frommer Wunsch, weil wer geht schon so weit rein bei einer Reinigungsmaschine?

Speaker: Das ist

Speaker: Sagen wir mal, es einfacher.

Speaker: Vielleicht sollte er einfach oder ganz generell in der Beschaffung die Leute, die beschaffen und entscheiden, ein bisschen mehr den Anwender noch mit einbeziehen.

Speaker: Und dann haben wir schon einiges erreicht, wo dann die Objektivität ein bisschen besser gegeben ist.

Speaker: Ich denke, das ist der einfachere Weg.

Speaker: Danke, Felix.

Speaker: Das war's schon für heute.

Speaker: Ich muss mich echt bedanken bei dir.

Speaker: Es ist immer wieder ein tolles Gespräch mit dir.

Speaker: Und ich wünsche dir viel Erfolg.

Speaker: Vielleicht können wir irgendwann mal über Indien noch mal reden, wenn du da mehr umgesetzt hast und mehr darüber reden kannst.

Speaker: Ja, war toll mit dir.

Speaker: Hoffen wir, ja.

Speaker: Ich bleibe jetzt mal dran und dann kannst du ja beobachten, wie es weitergeht, ob ich da wirklich Erfolg habe oder nicht.

Speaker: Das ist ein täglicher Challenge.

Speaker: Dem stellen wir uns.

Speaker: Und wie gesagt, ich alleine kann eh nichts bewegen.

Speaker: Es ist am Schluss immer, immer ein Team.

Speaker: Da gehört sogar die eigene Familie dazu.

Speaker: Ohne Rückhalt und Team ist man völlig hilflos auf dieser Welt.

Speaker: Das muss man sich auch immer wieder bewusst sein.

Speaker: Ja, das ist extrem wichtig.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Gut, danke Robert.

Speaker: Bis zum nächsten Mal, Jo.

Speaker: Ciao.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Dies war eine Produktion der Radical Life Studios.

Speaker: Nicht vergessen, folgt uns auf Spotify oder Apple Podcasts.

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