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Studio Talk mit Michael Jung (Aktivtraining Jung)

Studio Talk in den Radical Life Studios
🎙️ Willkommen beim "Studio-Talk"! 🎙️ In dieser Episode haben wir den inspirierenden Michael Jung zu Gast – Sportwissenschaftler und Gründer von "Aktivtraining Jung".  🏋️‍♂️ Tauche mit uns ein in seine faszinierende Reise, von Trainer zum Fitness- und Gesundheitsexperten.  Michael teilt nicht nur seine Erfolgsgeschichte, sondern gewährt uns auch einen Blick hinter die Kulissen seines blühenden Unternehmens.  Bei "Aktivtraining Jung" geht es nicht nur um Fitness, sondern vor allem darum, Menschen schmerzfrei zu machen und zu Höchstleistungen zu führen! 🚀  Erfahre, wie er Hindernisse überwunden hat, was ihn angetrieben hat und wie er sein Team zu Höchstleistungen motiviert. 🌟  Michael teilt auch seine Weisheiten über das kontinuierliche Lernen im echten Leben.  In dieser Episode beleuchten wir nicht nur den Weg zum Erfolg, sondern auch, was es braucht, um in Deutschland ein erfolgreiches Unternehmen zu führen.  Michael's Leitspruch: "Mehr vom Leben? Dann tu etwas dafür!" 💪   Schaltet ein, um inspiriert zu werden und einen Blick in die Welt von "Aktivtraining Jung" zu werfen! 🎧✨   Links zur Episode: https://aktivtraining-jung.com/ [https://www.youtube.com/redirect?event=video_description&redir_token=QUFFLUhqbFZEVmpaU3lndVpzSmY2N1A3OUg3SmczVFBEd3xBQ3Jtc0tuMnJGWFVhMm5FSUJ6azIyd0M5V0Fwb2N3SXFVVWxQQ0prNnUtc1lQZU0zSk5JbG0wYlJYZ2tDODFrcVVRbTU5ZjVwR1BEaTJac21tOWpiY29Ia25HLTZubVBzNzhyOE02anM0TjlXOUZqSTdrQTZtaw&q=https%3A%2F%2Faktivtraining-jung.com%2F&v=ZdpWE74A5nU]  Besuche uns Digital: https://radicallifestudios.de [https://www.youtube.com/redirect?event=video_description&redir_token=QUFFLUhqa0ZnVGItQ2xWZzZOV3ZFeXpYOTZpSnlvcVVRZ3xBQ3Jtc0tuUURRRjFadjFTd21abDZ4X0VUYm9GN3NMZzlHNHVnc0d6RzM5NXZuakVqUjdIaXU1UEk5dGEyZ3FNSE9qeFZIbGZnakMzLUlrNldBV1o3MmZ3YmZyNlAyX0RORV9IMmVaUkZwQ3BvUVNvZjVfYVlvaw&q=https%3A%2F%2Fradicallifestudios.de%2F&v=ZdpWE74A5nU] https://x-tac.media [https://www.youtube.com/redirect?event=video_description&redir_token=QUFFLUhqbFk0emo1NlE3Zy1sbHBJYU9CVUlrZHAwWnVtUXxBQ3Jtc0trbzhTUGhsSlJCWGNRUzRmVmRfOUpMZk8wRlFQUjg1YXRRR2JpQ1pBd05vR1ZfdHNyWGdOemREY0FvbW13dkxicDFnbDB1dThVR2p4Vk5ySUtrb1BpSjZkTW45ajVlbWV3UHJCODRhUWRXNW04NU82RQ&q=https%3A%2F%2Fx-tac.media%2F&v=ZdpWE74A5nU]     Copyright © 2024 Robert Langer (https://robert-langer.com [https://www.youtube.com/redirect?event=video_description&redir_token=QUFFLUhqblBjN1hUSDJ5N3lXU0xoc2Y2cFhNRXo3aDRHQXxBQ3Jtc0trU3FJM3Fqalhrd0w5MXhpZlVCUGdVMks0VFduQW14Z041MnRjaXc4U2lOTGY5eWhCQTFpTzFOcGZDUkpQcHIwWEZYLXFPNHpVeHI2RHR6WHQteXpHcFFVVXFzR2RaWWQ5am1zWU81ZUdwa0dzVGNkZw&q=https%3A%2F%2Frobert-langer.com%2F&v=ZdpWE74A5nU])

Transcript

Speaker: Willkommen beim Studio Talk.

Speaker: In dieser Episode haben wir den inspirierenden Michael Jung zu Gast, Sportwissenschaftler und Gründer von Aktivtraining Jung.

Speaker: Tauche mit uns ein in seine faszinierende Reise, von Trainer zum Fitness- und Gesundheitsexperten.

Speaker: Michael Jung teilt nicht nur seine Erfolgsgeschichte, sondern gewährt uns auch einen Blick hinter die Kulissen seines Unternehmens.

Speaker: Bei Aktivtraining Jung geht es nicht nur um Fitness, sondern vor allem darum, Menschen schmerzfrei zu machen und zu Höchstleistungen zu führen.

Speaker: Erfahre, wie er Hindernisse überwunden hat, was ihn angetrieben hat und wie er sein Team zu Höchstleistungen motiviert.

Speaker: Michael Jung teilt auch seine Weisheiten über das kontinuierliche Lernen im echten Leben.

Speaker: In dieser Episode beleuchten wir nicht nur den Weg zum Erfolg, sondern auch, was es braucht, um in Deutschland ein erfolgreiches Unternehmen zu führen.

Speaker: Michaels Leitspruch Wenn du mehr vom Leben möchtest, musst du etwas dafür tun.

Speaker: So, herzlich willkommen.

Speaker: Heute haben wir hier im Gespräch Michael Jung, 35 Jahre jung.

Speaker: Und du bist Inhaber eines Personal Trainings Center.

Speaker: Stell dich Flair am besten kurz selber vor.

Speaker: Vielen Dank, lieber Robert, für die Einladung.

Speaker: Danke, danke.

Speaker: Du hast schon richtig gesagt, ich bin Michael Jung und nicht mehr 35 Jahre jung, schon richtig, richtig alt.

Speaker: Das merkt man natürlich direkt nach dem Aufstehen.

Speaker: Alle Knochen tun weh.

Speaker: Und ja, ich sage, ich bin 50.

Speaker: Jesus Maria.

Speaker: Also Training Center ist es nicht ganz, also so groß ist es nicht, sondern wir haben zwei kleine Personal Training Lounges, würde ich jetzt eher sagen, Studios, Gyms, wie auch immer du das nennen magst.

Speaker: Und dort helfen wir Menschen in Not sozusagen, in Rückenschmerznot.

Speaker: Okay, und das ist in der Nähe von Stuttgart?

Speaker: Exakt, genau.

Speaker: Wir sind in Ostfildern-Scharnhausen an Sessig, also direkt unten am Marktplatz, Nähe Esslingen, falls es irgendjemand nicht kennt.

Speaker: Und ja, dort arbeiten wir mit unseren Kunden und unseren Trainern, Coaches und helfen Menschen.

Speaker: Okay, wunderbar, dass du heute Zeit hast, einfach mal hier dich zerlegen zu lassen, dein Business zerlegen zu lassen.

Speaker: Gerne, gerne.

Speaker: Mich würde interessieren überhaupt, was machst du überhaupt?

Speaker: Also Personal Training kenne ich, klar kennt jeder, aber man stellt sich immer so vor, das sind so meist, sind das ja irgendwelche Einzelfirmen, Einzelpersonen, die irgendwelche Leute draußen zum Joggen bringen oder irgendwie zum Bewegen finden.

Speaker: Wie sieht es denn bei dir aus?

Speaker: Mach mal das Plastisch ein bisschen, was machst du da überhaupt?

Speaker: Also grundsätzlich ist so der Personal Training Bereich mittlerweile gar nicht mehr so weit weg von der normalen Bevölkerung.

Speaker: Im Gegenteil, also du hast eigentlich so in jedem Dorf mittlerweile irgendjemand, der sowas in der Richtung anbietet.

Speaker: Gibt es verschiedene Spezialisierungen und um zu deiner Frage zu kommen, also was wir jetzt genau machen, wir arbeiten eher mit Klienten, die, sagen wir mal, Führungskräfte sind, Abteilungsleiter oder sogar Geschäftsführer, also eigene Firmen haben, Unternehmer, Selbstständige,

Speaker: Und wobei wir haben auch zwei Rentnerinnen, aber die waren mal Führungskräfte.

Speaker: Und das machen wir.

Speaker: Und zu uns kommen halt Menschen, die Probleme haben in ihren Gelenken oder Rückenprobleme.

Speaker: Gar nicht so sehr das Übergewicht, was wir als Thema haben, sondern wir haben uns spezialisiert halt auf den Bereich Schmerzen, Verspannungen.

Speaker: Also wenn du den normalen Weg zum Osteopathen nimmst oder zum Physiotherapeuten gehst oder mal zum Arzt gehst und der dir quasi nicht weiterhelfen kann, dann

Speaker: Sind wir leider immer so die letzte Instanz, die dann aufgesucht wird, weil nichts mehr geholfen hat und dann fangen wir an halt aufzuräumen erstmal so mit der Geschichte vom Klienten und hören dann erstmal uns alles mal an.

Speaker: Seit wann gibt es euch ungefähr oder seit wann hast du das Unternehmen gegründet?

Speaker: Also das war so ein schleichender Prozess, Robert.

Speaker: Das heißt, wir haben, ich habe 2015 mal gegründet, da war es noch ein Kleinunternehmen, da konnte ich jetzt noch nicht von Leben großartig und da habe ich noch in einer Reha-Klinik gearbeitet und dann in einem Fitnessstudio gearbeitet, Vollzeit und das Ganze nebenher aufgebaut.

Speaker: Und so richtig...

Speaker: Ich sage jetzt nicht explodiert, aber es war schleichend, es ist halt immer mehr geworden.

Speaker: Wir haben immer mehr Klienten bekommen.

Speaker: Damals habe ich ganz alleine gearbeitet ohne Team.

Speaker: War das so 2018, 2019, konnte man, glaube ich, schon langsam seinen Lebensunterhalt davon bestreiten.

Speaker: Und ab da ist es quasi jetzt ein bisschen größer.

Speaker: Und ab 2020, meine ich, habe ich so die ersten Mitarbeiter dann an meiner Seite.

Speaker: Was mich ja beeindruckt und deswegen sitzen wir heute auch zusammen.

Speaker: Klar, wir können auch über das Training reden, über die Schmerztherapien.

Speaker: Was mich aber interessiert, wie du die Firma aufbaust, was du da machst, weil es ist ein großer Unterschied, das ist vielleicht jetzt nicht ganz rausgekommen.

Speaker: Du hast schon ein Studio, du lädst da die Klienten ein und im Studio hast du Geräte verschiedene.

Speaker: Das ist ja schon speziell, also das kannte ich so nicht.

Speaker: Und wie bist du dazu gekommen?

Speaker: Du hast früher die Leute im Fitnesscenter gehabt und dort unterstützt.

Speaker: Und jetzt bist du eben bei dir in deinen eigenen Räumlichkeiten.

Speaker: Wie viele Leute machen da mit?

Speaker: Wie viele hast du angestellt oder wie viel ungefähr?

Speaker: Also du kannst es so runterbrechen.

Speaker: Das ist im Prinzip wie so ein kleines Mikro-Studio, nur super, super individuell.

Speaker: Das heißt, wir haben aktuell knapp über 20 Klienten.

Speaker: Und die kommen teilweise einmal bis dreimal die Woche.

Speaker: Das heißt, man kann sich so ein bisschen hochrechnen, was bei uns so los ist.

Speaker: Und wir haben ein...

Speaker: Trainerteam und Therapeutenteam von bis fünf Leute.

Speaker: Das heißt, mit mir zusammen sind es fünf.

Speaker: Und da ist ein Physiotherapeut dabei, da ist ein Sportwissenschaftler dabei, da bin ich dann dabei und so weiter.

Speaker: Dann haben wir im Hintergrund noch jemanden, der ein bisschen Marketing macht und die ganzen Werbematerialien überarbeitet mit mir.

Speaker: So ganz grob.

Speaker: Dann haben wir natürlich einen Steuerberater.

Speaker: Das ist so das ganze Team dahinter.

Speaker: Und an sich...

Speaker: Bei mir war es so ein Knackpunkt.

Speaker: Also bei mir hat mal jemand in der Reha-Klinik, es war eine Dame, die war irgendwie, glaube ich, so um die 80 rum.

Speaker: Die habe ich dann scheinbar sehr, sehr gut betreut, weil sie sich sehr, sehr wohl gefühlt hat.

Speaker: Die hat dann irgendwann mal zu mir gesagt auf der Behandlungsliege, Herr Jung, Sie müssen Personal Trainer werden.

Speaker: Das wäre super.

Speaker: Also Sie werden der beste Personal Trainer.

Speaker: Und dann war ich tot.

Speaker: Hatte mir 20 Euro Trinkgeld gegeben, super unüblich in der Therapie, dass du halt einfach Geld zugesteckt bekommst, die habe ich dann in meine blöde Kasse werfen müssen für alle, aber naja, das ist ein anderes Thema und das war für mich der Knackpunkt, wo ich dann gesagt habe, das erste Mal, dass mir jemand ins Gesicht gesagt hat,

Speaker: dass ich ein toller Trainer bin und dass ich mich total gut um jemand kümmere.

Speaker: Das hat damals wieder, natürlich, es soll jetzt kein Hate sein hier, es hat damals wieder meine Mutter oder mein Papa zu mir mal gesagt, dass ich das toll mache oder so.

Speaker: Und dieses Lob hat bei mir so viel ausgelöst, weil ich natürlich mein Leben da reingelegt habe in diese Sache.

Speaker: Da ging es nicht um Geld damals.

Speaker: Als Trägerstherapeut bekommst du, ich meine nach wie vor, 1.500 Euro netto ausbezahlt, die heute gar nicht mehr so viel wert sind wie früher.

Speaker: Aber es ist auch ein anderes Thema.

Speaker: Und ja, und das hat mich halt super motiviert.

Speaker: Und dann hatte ich so meine Abschlussarbeit im Studium über Personal Training gemacht.

Speaker: Die war gar nicht gut.

Speaker: Also die ist so mittelmäßig.

Speaker: Ich bin gerade so durchgekommen.

Speaker: Was hast du denn da studiert?

Speaker: Sportwissenschaften.

Speaker: Also ganz einfach eigentlich.

Speaker: In Tübingen.

Speaker: Und ja...

Speaker: Damals ging es schon so ein bisschen in die Reha-Schiene im Studium und so.

Speaker: Und da war ich aber noch überhaupt gar nicht auf der Personal-Training-Schiene unterwegs.

Speaker: Also überhaupt nicht.

Speaker: Das waren so Knackpunkte, wie ich es gerade beschreibe.

Speaker: Die eine Dame und die Abschlussarbeit dann.

Speaker: Da habe ich gemerkt, oh...

Speaker: die Herrschaften verdienen ja 70 Euro für eine Trainingseinheit.

Speaker: Das war damals noch so mein Gefühl.

Speaker: Wow, das hört sich aber viel an.

Speaker: Wenn ich da jetzt fünf am Tag mache, dann bin ich ja reich.

Speaker: Also so war die Vorstellung mit 20 und 22.

Speaker: Ich denke manche Kunden ja, dass wir natürlich reich werden.

Speaker: Aber wenn du reich werden willst, werden wir nicht Personal Trainer.

Speaker: Das kann ich mir gut vorstellen.

Speaker: Die Rechnung können manche Politiker nicht mehr aufstellen.

Speaker: Genau, zum Beispiel haben.

Speaker: Wenn man es gut aufstellt, kann man schon natürlich sehr, sehr gut davon leben, man muss halt sehr, sehr viel tun dafür.

Speaker: Und so ging es dann immer weiter und immer weiter und hat sich das halt Step by Step entwickelt.

Speaker: Dann kam der eine Kunde mal ganz zufällig rum, dann habe ich natürlich die Augen offen gehalten bei dem Thema.

Speaker: Logisch, da habe ich mal auch mal meinen Mund aufgerissen und gesagt, hey, ich mache das auch privat, ja, einfach mal geredet, viel gesprochen.

Speaker: Und so kam eins zum anderen.

Speaker: Also das wird jetzt ein bisschen vielleicht den Rahmen sprengen, wie es dann weiterging, aber so ganz grob zum Knackpunkt.

Speaker: Es ist ja genau das, die besten Businesses kommen da durch Zufall.

Speaker: Du bist ja schon in der Branche unterwegs gewesen und dann kommst du da rein und denkst an das große Geld natürlich auch ein bisschen, an das, dass es Spaß macht und alles schön.

Speaker: Aber dann kommen doch die Geschäftshindernisse.

Speaker: Das ist genau das, was viele nicht rechnen können.

Speaker: Man sieht da große Zahlen.

Speaker: Dann denkt man daran, ach, das habe ich ja hier fast im Reingewinn, ich habe ja nur ein bisschen Miete abzuführen.

Speaker: Dann kommt aber Steuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer.

Speaker: Dann kommen irgendwelche Unkosten, Sanierungen, Reparaturen, Auto.

Speaker: Ja, alles dazu.

Speaker: Und dann geht es ratzfatz weg, das Geld.

Speaker: Und wenn du ein Unternehmen angefangen hast, also wo war dir, du bist ja langsam angestiegen, du hattest langsam das Ganze dir angefangen.

Speaker: Aber wo war dann der Punkt, dass du das Vollzeitmarsch und was hieß es für dich?

Speaker: Weil du hast ja schon gesehen, dass das Geld ja nicht so einfach reinkommt wahrscheinlich, oder?

Speaker: Nee, nee, es gab schon Punkte, die das Ganze natürlich, wie sagt man, der Stein, der dann zum Rollen kam, und das war der Stein halt, der den Domino-Effekt ausgelöst hat.

Speaker: Das war mein Business-Coach, mein Mental-Coach der Erste.

Speaker: Das war auch ganz, ganz komisch.

Speaker: Das war über einen Podcast, habe ich meinem damaligen Business-Coach mal zugehört.

Speaker: Und er meinte einfach, dass er dann...

Speaker: Unternehmern oder Jungunternehmern einfach hilft, gewissermaßen voranzukommen und eine gewisse Stabilität aufzubauen.

Speaker: Und mein größter Traum war damals, mal meine Angestellten-Tätigkeit aufzugeben und für mich alleine arbeiten zu können.

Speaker: Überleg mal so ein einfaches Ziel.

Speaker: Und das ist heute mehr als normal für mich.

Speaker: Ich stehe morgens auf, ich darf tun, was ich möchte.

Speaker: Die Sachlage sieht natürlich in der Realität ein bisschen anders aus.

Speaker: Du hast schon so deine Verpflichtungen und...

Speaker: Deine Grundsatzfrage, wann es so richtig zum Rollen kam, das war wirklich mein Business-Coach, der hat mir in den Arsch getreten.

Speaker: Der hat bei mir wirklich eine kleine Gehirnwäsche veranstaltet, das muss man jetzt einfach auch so sagen, die war positiv und damals habe ich verstanden, was es bedeutet, den Weg einzuschlagen und dann ging es natürlich richtig los.

Speaker: Gibt es da irgendwie ein Keyword, wo du dich erinnern kannst an den Coach?

Speaker: Du meinst, wie er heißt?

Speaker: Nee, nee, als er irgendwas gesagt hat.

Speaker: Ein Schlüsselwort, was er wohl in dir am meisten bewegt hat.

Speaker: Also ich träume heute noch davon.

Speaker: Ich denke heute noch dran, wenn ich auf der Toilette bin, kommen die Sätze, also manchmal.

Speaker: Wenn ich beim Essen bin, kommen die Dinge...

Speaker: Wenn du mehr vom Leben möchtest, Micha, dann darfst du mehr tun.

Speaker: Und natürlich die richtigen Sachen, nicht irgendwas.

Speaker: Aber das hat bei mir komplett alles verändert.

Speaker: Auf jeden Fall ist es ein guter gewesen, weil genau das kommt es darauf an.

Speaker: Es muss irgendwas hängen bleiben, irgendein Spruch.

Speaker: Er hat bestimmt viel gesagt, aber das Wichtige ist, dass bei dir, also du hast, es hat dich etwas bewegt und das hat er gut gemacht dann auf jeden Fall.

Speaker: Finde ich gut.

Speaker: Jetzt bist du ja so, jetzt läuft das Büro oder Studio und ich komme aus dem Vertrieb und weiß, dass die größte Herausforderung ist, das Ganze ja dann aufrechtzuerhalten und dass es auch weitergeht.

Speaker: Dafür brauchst du ja unheimlich viel Invest in Marketing und Akquise.

Speaker: Wie ist das so?

Speaker: Wie ist das Gefühl da?

Speaker: Das ist ja nicht deine Heimat.

Speaker: Du bist ja studiert in Sport und

Speaker: Und das ist ja auch die größte Herausforderung oftmals bei Unternehmen, weil einfach, die haben alles gelernt, aber dann kommt es im Vertrieb oder im Business und das musst du dir ja selber aneignen.

Speaker: Wie läuft das da bei dir?

Speaker: Also hast du auch Hilfe oder...

Speaker: Also mit selber aneignen ist da natürlich nicht viel gewesen, sondern du lebst natürlich in deiner eigenen Sportblase.

Speaker: Du machst deine Trainings, bist glücklich und hast dann durch Zufall vielleicht mal einen Klienten bekommen oder sowas.

Speaker: So war das ja damals.

Speaker: Und wie schon angedeutet, der Metallcoach hat mir natürlich die Welt erklärt.

Speaker: Er hat gesagt, Micha, das Studium ist schön und gut gewesen, aber...

Speaker: Jetzt kommt the real shit.

Speaker: Und dann war ich ganz aufmerksam.

Speaker: Und dann ging es einfach darum, mal einem jungen Unternehmer, war ich damals noch nicht mal im Ansatz, also wir reden von einem anfänglichen Selbstständigen, der noch wirklich ganz grün hinter den Ohren ist, hat er einfach mal erklärt, was es bedeutet, in Deutschland als Selbstständiger überhaupt zu leben und was du für Umsätze überhaupt fahren musst, dass sich das Ganze mal rentiert, sagt man im Schwabeland, rendiert.

Speaker: Und da fängt die ganze Sache natürlich an.

Speaker: Also du musst dir natürlich ein gewisses Umsatzziel stecken und setzen und dann schaust du dir deine aktuellen Zahlen an, die sind da natürlich überhaupt noch gar nicht.

Speaker: Und dann fängt das Thema Vertrieb, Marketing, Verkauf an.

Speaker: Logisch, also damit musste ich mich komplett konfrontieren und das war eine ganz neue Welt für mich, ganz klar.

Speaker: Aber

Speaker: Diese hat mir natürlich zu meinem heutigen Standing geholfen, dass ich überhaupt mal ganz normal davon leben kann, Mitarbeiter anstellen kann und meine Steuern hier auch in Deutschland abführen kann und das Ganze ganz gut läuft.

Speaker: Aber es ist noch lang nicht auf dem Level, auf das ich halt hinarbeite gerade noch.

Speaker: Das ist auf jeden Fall ein langer Weg, das kann ich dir sagen, weil ich selber muss feststellen in meiner Laufbahn, ich bin über 50 Jahre alt und ich habe da Firmen gesehen von klein bis groß und alle Variationen.

Speaker: Die Leute glauben, sie haben es geschafft, weil viel Geld reinkommt.

Speaker: Aber im Grunde nicht.

Speaker: Sie kämpfen immer noch, dass der Umsatz bleibt.

Speaker: Sie kämpfen immer noch, dass Mitarbeiter bleiben.

Speaker: Sie kämpfen immer noch, dass das Gebäude bezahlt wird oder die Fahrzeuge, Gehälter bezahlt werden.

Speaker: Und da ist es egal, wie viel.

Speaker: Ich hatte tatsächlich eine Firma auch gesehen, die hat 120 Millionen Euro Umsatz gehabt.

Speaker: Aber der Chef hat jeden Tag geschwitzt.

Speaker: Der hat jeden Tag gedacht, es geht ja mehr Geld raus.

Speaker: Es kommt mehr Geld rein, in alle Richtungen.

Speaker: Da vertun sich viele im Leben.

Speaker: Und was tust du gerade hier aktuell, dass du nicht abrutscht in eine falsche Seite?

Speaker: Also das ist ein ganz, ganz geiles Thema, muss ich sagen, weil grundsätzlich, was du beschrieben hattest, die meisten, ich habe auch einen Kumpel, der hat fünf, sechs Millionen Umsatz gehabt, die sind jetzt pleite.

Speaker: Ja.

Speaker: Keine Grüße an der Stelle, falls du es hörst.

Speaker: Also bei denen ist es richtig, richtig gut zeitweise, aber es kommt halt einfach immer auf die Gesamtkonstellation an.

Speaker: Weißt du, Business ist teilweise so komplex, es ist jedes Mal anders und es ist nicht alles so, dass du es mit klaren Regeln sagen kannst.

Speaker: Was tust du dafür, dass es besser wird?

Speaker: Das kann ich dir jetzt schon sagen, aber es ist bei uns wieder eine komplett andere Sache wie beim anderen.

Speaker: Was wir machen ist,

Speaker: Eigentlich ganz einfach.

Speaker: Wir haben ja unsere Traumkunden einfach mal herausdefiniert, mit wem möchten wir denn zusammenarbeiten.

Speaker: Da haben wir ja super viel Erfahrung mittlerweile, seit über zehn Jahren übrigens.

Speaker: Also seit über zehn Jahren bin ich ja Trainer, seit zwölf Jahren mittlerweile sogar schon.

Speaker: Und das Business gibt es natürlich noch nicht ganz so lang, so sechs Jahre grob.

Speaker: Aber

Speaker: Wir machen verschiedene Marketingaktivitäten.

Speaker: Das fängt an bei der Umgestaltung der Webseite, bei Google Ads, die wir aktuell nicht machen.

Speaker: Und das fängt an bei Social Media Aktivitäten, dass wir dann natürlich verschiedene Posts gestalten.

Speaker: Das geht weiter mit Podcasts, die wir selbstverständlich auch mit unseren

Speaker: Kooperationspartnern aufnehmen und so weiter.

Speaker: Also einfach mit Menschen, die interessant sein könnten für unsere Zielgruppe.

Speaker: Wir machen ein bisschen YouTube, wir gehen auf Straßenfeste und sind dort quasi lokal unterwegs, also stellen uns da halt hin und machen vielleicht so Gratisbehandlungen mal, um einfach aufmerksam zu machen auf unsere Dienstleistung oder machen Proteinwaffeln, um ein bisschen auf das Thema Ernährung anzusteuern.

Speaker: Und dann machen wir, dann gehen wir in unsere

Speaker: haben wir Broschüren zum Beispiel an Firmen rausgesendet, da kam dann auch schon was rum beispielsweise, also es sind ganz, ganz viele so, man sagt dann im Vertrieb, im Marketing Lead-Quellen, also potenzielle Neukunden-Quellen, die wir natürlich targetieren, also die wir einfach machen und da müssen wir halt jetzt, machen wir halt Schlagzeilen, also wenn die eine Quelle jetzt noch nicht so gut funktioniert, ist ja klar, also Gottes Willen, wir testen euch jetzt durch, selbstverständlich, wir testen alles an und wir sehen ja, oh,

Speaker: Bei der Maßnahme kam jetzt gewisser Neukunde rum und Umsatz, so ganz kalt gesprochen, unternehmerisch gesprochen, da kam jetzt, wie auch immer, bei der Maßnahme kamen 3.000, 4.000 Euro Umsatz dabei raus.

Speaker: Und dann gehe ich natürlich in die Analyse und sage, Jungs, wir müssen hier mehr Schlagzahl fahren.

Speaker: Wir sollten das jetzt einfach verdreifachen.

Speaker: So, und dann setzen wir uns alle hin und dann bespreche ich das mit meinem Partner und...

Speaker: dann wird das halt geplant und umgesetzt.

Speaker: Und die Umsetzung, lieber Robert, ist ein Riesenproblem.

Speaker: Weil es kommen dann ganz viele Steine in den Weg.

Speaker: Und ob das familiäre Art sind, das ist jetzt nicht bewusst.

Speaker: Das machen die auch nicht absichtlich, die Jungs, meine zwei Söhne und meine Frau und so.

Speaker: Ob das mein Hund ist, ob das meine Mutter ist, ob das dann meine Mitarbeiter sind, ob das die aktuelle politische Lage ist.

Speaker: Es werden dir dann ganz viele Steine in den Weg gelegt.

Speaker: Also nur weil ich das jetzt sage, heißt das nicht, dass wir das 100% so umsetzen können.

Speaker: Okay.

Speaker: Das hängt dann immer von mir natürlich ab, wie sehr ich den Druck aufbaue auf alle und wie sehr ich dann dominant auch sage, das muss jetzt alles gemacht werden.

Speaker: Und wenn ich das sage, dann stößt natürlich manche Leute auch vor den Kopf, zu sagen, sag mal, du denkst ja nur noch an das.

Speaker: Und dann, ja klar, wenn du vorankommen willst, musst du halt da mehr Schlagzahl fahren.

Speaker: Bedeutet, mehr Zeit investieren.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Und mehr Geld.

Speaker: Und was auch auffällig ist, viele Unternehmer gehen dann oft an das, was leichter geht.

Speaker: Machen sie da mehr Schnackzahlen, um da die Zeit zu investieren.

Speaker: Also gerade soziale Medien ist für viele ein Kanal, die Zeit investieren, weil es nebenher geht.

Speaker: Dann sind sie nicht mehr in der Familie ganz dabei.

Speaker: Aber was halt viele vergessen, das ist ja auch bei dir auch das Thema, du bist Personal Trainer, das heißt persönlicher Trainer und der persönliche Kontakt, die Märkte oder sonst was, werden oft vernachlässigt, also an den Menschen ranzukommen und das ist aber auch das Schwierigste.

Speaker: Da muss man ja am meisten Zeit investieren, ranzukommen.

Speaker: Bei mir im Business sagen Unternehmen, es soll zukünftig KI machen, wird vielleicht KI machen in 20, 30 Jahren vielleicht.

Speaker: oberflächliche Themen ja, aber du bist ja Personal drin.

Speaker: Du lebst vom Kontakt, vom körperlichen Kontakt und mit dem Sprachkontakt und da ist es genau so, dass die Firmen oftmals eben falsch investieren und zu viel in digitale Medien gehen und was ist bei dir jetzt zum Beispiel das nächste, die persönliche Akquise, was ist denn da bei dir jetzt der Punkt, wo du gerade sagst, das ist saumäßig anstrengend, würdest du mir gerne investieren, kannst du aber gerade nicht.

Speaker: Also ich muss deine Frage nochmal vielleicht richtig verstehen, aber ich fange einfach mal an, unterbreche mich, wenn es vielleicht nicht ganz richtig, also nicht in die richtige Richtung geht, die Antwort.

Speaker: Mal grundsätzlich, das, was wir machen, ist, ohne das jetzt zu arrogant zu formulieren, aber das geht ums ganze Segment in Deutschland, das Personal Training Segment, je nachdem, wie du es halt auch wieder auslegst als Inhaber.

Speaker: Das ist absolut Premium.

Speaker: Es gibt nichts drüber im Fitnessbereich.

Speaker: Jedes krasse Fitnessstudio kann nicht mithalten mit einer persönlichen, individuellen Betreuung.

Speaker: Eins zu eins.

Speaker: Ich schenke einer Person nicht nur eine Stunde oder 45 Minuten, je nachdem, wie lange die Einheit geht, Lebenszeit, sondern die bekommt quasi mein Fachwissen 100% präsentiert innerhalb einer Zeitspanne.

Speaker: Und wir betreuen ja noch nebenher.

Speaker: Über WhatsApp, über Zoom, über Online und so.

Speaker: Und wir arbeiten so lange am Ziel, bis du dein Ziel erreicht hast.

Speaker: Wir machen davor nicht Halt so.

Speaker: Und drüber gibt es nichts.

Speaker: Das ist ein Premium-Segment.

Speaker: Das ist die individuellste Dienstleistung der Welt.

Speaker: Eine Massage ist nicht so individuell.

Speaker: Absolut.

Speaker: Eine Beratung von Psychologen ist nicht so individuell.

Speaker: Wir machen ein gesamtheitliches Gesundheitskonzept so.

Speaker: Und das gibt es nirgends.

Speaker: Absolut.

Speaker: Aber wir wissen, wie die Menschen ticken.

Speaker: Ein Business, zum Beispiel von den normalen Studios, Fitnessstudios, ist ja, einfach einen Vertrag zu bekommen, der lange läuft.

Speaker: Ja.

Speaker: Und auch wenn die Person nicht kommt, viele machen den Vertrag auch nur und gehen drei Monate hin und dann zahlen sie nur noch fürs Gewissen.

Speaker: Also die wollen einfach sagen, ja, ich bin im Fitnessstudio, wollen sie in der Firma sagen.

Speaker: Aber Zeit investieren wollen wenige und der Personal Trainer macht das natürlich anders.

Speaker: Der zieht ja schon auch rein.

Speaker: Aber das zu erkennen, glaube ich, ist eine höhere Anforderung als ein Fitnessstudio.

Speaker: Ein Fitnessstudio ist halt, jeder will fit sein, will es sich erkaufen, so wie Umwelt.

Speaker: Man will sich die Umwelt erkaufen, man zahlt halt irgendwo was und spendet irgendwas.

Speaker: Aber die Akquise, sage ich mal schon, muss ja auch im Persönlichen stattfinden.

Speaker: Und das würde mich jetzt zum Beispiel halt interessieren.

Speaker: Hast du etwas gemacht im persönlichen Akquise, wo du gesagt hast, das funktioniert richtig gut, da hast du ganz gute Feedback gehabt, aber es war sehr, sehr anstrengend oder sehr, sehr aufwendig oder, ja, das wird mich interessieren.

Speaker: Das interessiert vielleicht auch die Hörer, wenn einer ein Unternehmen hat, weißt du.

Speaker: wo soll ich meine Stärken in der Akquise investieren?

Speaker: Also was richtig gut funktioniert, und jetzt gehe ich hoffentlich direkt auf deine Frage ein, ist halt der persönliche Kontakt.

Speaker: Das Problem bei der Sache ist,

Speaker: Wenn wir den persönlichen Kontakt suchen zu den Leuten, was wir dann auch finden, das heißt, wir sind irgendwo vor Ort, wo dann unsere Zielgruppe vertreten ist, wir sprechen mit den Menschen, du musst natürlich bis zum Kern vordringen, zum Kern des Grundproblems von dem Klienten, von dem Potenziellen, bis er dann mal bei dir anfängt.

Speaker: Und da musst du wirklich, da musst du natürlich emotional arbeiten.

Speaker: Das heißt, du musst die Leute natürlich treffen an einem gewissen Punkt und das geht halt,

Speaker: ein bisschen schwieriger übers Internet.

Speaker: Das heißt, man kann nicht so einfach in die Skalierung gehen und sagen, ha, jetzt schalte ich mal ein paar Werbeanzeige, mache ich mal ein paar Ads und dann melden sich die Leute alle bei mir, dann telefonieren wir kurz und dann zahlen sie uns unsere Pakete ab und dann arbeiten wir die Leute ab.

Speaker: So läuft das nicht.

Speaker: Sondern das Thema ist, wir arbeiten viel mit Empfehlungen.

Speaker: Jetzt ist zum Beispiel einer, der heute kommt,

Speaker: ist der Chefdirigent vom SWR Ensemble, Volksensemble und der... Kennst du?

Speaker: Also vom 10er, ja.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ist so ein junger Typ, das ist ein paar Jahre jünger noch als ich und der kam auch einfach nur über eine Empfehlung von einem Klienten, den ich bereits seine Rückenprobleme aufgelöst habe.

Speaker: Und

Speaker: Er hat auch schon alles Mögliche probiert.

Speaker: Und da ist natürlich das Vorvertrauen da.

Speaker: Mit dem habe ich auch jetzt erst mal telefonieren müssen.

Speaker: Und jetzt kam erst mal ein Anamnesebogen über E-Mail.

Speaker: Dann werden wir uns heute erst mal zum ersten Mal treffen, um alles persönlich zu bereden.

Speaker: Und erst dann machst du halt gemeinsam einen Deal und begibst dich gemeinsam auf die Reise der Schmerzreduktion.

Speaker: Und das hat ganz viel mit Emotionen, Vertrauen zu tun, wenn der mir nicht schmeckt.

Speaker: dann kann der wieder gehen.

Speaker: Umgekehrt genauso, wenn er meint, hey, der Micha, der ist ja nur ein Schwätzer, irgendwie vertraue ich ihm nicht so richtig, dann geht er wieder.

Speaker: Und das geht halt, das ist so das Schwierige bei der Kundenakquise in unserem Bereich, würde ich sagen.

Speaker: Man kann alles Mögliche machen, die Leute vertrauen dir aber nicht gleich sofort.

Speaker: Ist ja auch normal.

Speaker: Also die Leute kennen mich nicht.

Speaker: Woher sollen sie mich auch kennen?

Speaker: Deswegen machen wir ja Podcasts, dass die Leute mal unsere Stimme hören und einfach mal merken, wie wir so drauf sind.

Speaker: Und ich verstelle mich jetzt auch nicht.

Speaker: Also so wie ich hier spreche, bin ich halt auch zum Beispiel.

Speaker: Und das ist schwierig.

Speaker: Also die

Speaker: persönliche Geschichte funktioniert sehr gut, auf den Straßenfesten zum Beispiel und halt über Empfehlungen funktioniert es super.

Speaker: Die Empfehlungen sind die besten eigentlich.

Speaker: Die Website funktioniert auch, ist aber sehr abstrakt.

Speaker: Das heißt, die Leute kennen dich nicht, egal was auf der Website ist, egal wie viele Feedbacks du zeigst und was du denen nicht alles präsentierst, wie toll wir wären und was du für Vorteile hast.

Speaker: Schlussendlich müssen die Leute das Bauchgefühl entscheiden.

Speaker: Und wenn du dir persönlich gegenüberstehst, wird es echt schwierig.

Speaker: Und das ist zeitaufwendig, Robert.

Speaker: Das ist wirklich zeitaufwendig.

Speaker: Klar.

Speaker: Da können wir vielleicht mal separat drauf nochmal ein bisschen mehr eingehen.

Speaker: Mich würde jetzt noch was anderes interessieren.

Speaker: Die Firma belastet ja auch dein Privatleben, hast du gerade auch schon ein bisschen angedeutet.

Speaker: Als Unternehmer heißt es, du arbeitest ja immer irgendwie im Kopf.

Speaker: Auch wenn du mit den Kindern irgendwo unterwegs bist oder sonst was, du denkst immer wieder doch mal an die Firma.

Speaker: Wie bekommst du es hin, dass du da nicht in einen Stressfaktor, Stresslimit gehst oder wie kriegst du es gebacken, dass du es mal hin und wieder auch ablegst?

Speaker: Das wird wahrscheinlich auch nicht immer gehen, oder?

Speaker: Also die Frau, indem mich die Frau einfach mal anmotzt und ich dann wieder klar bin, dann läuft es wieder.

Speaker: Nein, das Thema ist, ist das große Thema auch Richtung Work-Life-Balance jetzt vielleicht gesprochen, ich hasse das Wort, weil für mich persönlich gibt es das nicht.

Speaker: Die Firma ist

Speaker: ist wie, keine Ahnung, wie eine Religion, die sich um die Familie herum stellt und alles beeinflusst und umgekehrt.

Speaker: Meine Family beeinflusst meine Firma und umgekehrt.

Speaker: Das muss alles fließen, ineinander fließen.

Speaker: Das heißt, aber natürlich brauchst du Prinzipien.

Speaker: Klar, natürlich, wenn du mich jetzt fragst, wie gehe ich damit um.

Speaker: Einerseits ist es total positiv für die Family.

Speaker: Ich kann theoretisch einfach frei machen und dann einen Ausflug machen mit der Familie unter der Woche.

Speaker: Und das ist das Positive.

Speaker: Theoretisch, in der Theorie kann ich tun und machen, was ich möchte.

Speaker: Es hat halt Auswirkungen.

Speaker: Auf den Umsatz und auf Abläufe, dann halt auf die Kunden und so.

Speaker: Dann, die negativen Seiten sind halt präsent.

Speaker: Also, wenn du halt einfach

Speaker: durch und durch dabei bist mit dem Kopf, ja, und die Frau muss dir halt ab und zu mal zuhören, ja, und dann passiert was Blödes, dann hört vielleicht jemand auf, dann macht ein Trainer irgendwas Doofes, dann kriegt das die Frau zu Hause mit.

Speaker: Ja, also damit muss man einfach umgehen und was wir halt machen, ich habe mir eine Prinzipin meiner Frau aufgestellt, dass ich einmal die Woche

Speaker: frei mache, komplett unter der Woche.

Speaker: Das ist Luxus, aber das gönne ich mir.

Speaker: Das heißt, ich bin meistens dienstags komplett zu Hause.

Speaker: Ob ich da ein bisschen was im Büro nebenher mache, das kriegt keiner mit.

Speaker: Da bin ich absolut workaholic.

Speaker: Solange dann meine Frau irgendwie weg ist beim Pferd, dann fange ich halt an, mal ein, zwei Stunden was zu arbeiten, dass die Kinder alleine spielen.

Speaker: Das können die ganz gut so.

Speaker: Die können sich mit sich selber auch mal beschäftigen.

Speaker: Aber das gönne ich mir zum Beispiel.

Speaker: Und ich bin Samstag, Sonntag, so gut es geht, immer daheim.

Speaker: Und so funktioniert die Sache.

Speaker: Und dann habe ich halt quasi, das ist so das Template, wo man einfach dann auch an diesem freien Tag dann ein bisschen Wellness machen kann, vielleicht mit der Frau zusammen die Kinder abgibt und dann ist der Sport halt wichtig, Robert.

Speaker: Einfach immer

Speaker: Immer Training, immer trainieren und das ist halt der Schlüssel, glaube ich, ja.

Speaker: Mehr ist es eigentlich auch nicht und es muss halt Spaß machen.

Speaker: Sollte jetzt keine Selbstständigkeit sein, wo wir uns hinswingen müssen.

Speaker: Also um Gottes Willen, ich mache das ja gerne.

Speaker: Ich bin an manchen Tagen lieber, lieber im Business, in meinen Studios als daheim.

Speaker: Das ist ja nicht böse gegen irgendjemanden, aber manchmal ist es daheim stressiger.

Speaker: So und dann gibt es Tage, wo ich lieber daheim wäre.

Speaker: Also es ist einfach, es gibt Vor- und Nachteile.

Speaker: Wir reden auch gleich über den Sport.

Speaker: Also das ist auch eine Sache, da brauche ich von dir vielleicht noch ein bisschen fragende Hilfe.

Speaker: Aber bevor wir in den Sport gehen, nochmal beim Business bleiben.

Speaker: Das heißt, schon mal sehr gut, du hast dir eine Ruhephasen, versuchst du dir zu holen, machst du auch irgendwelche wirklichen mentale Sachen oder sowas.

Speaker: Also manche machen ja hier irgendwie Yoga oder ich hatte zum Beispiel was, wo ich wirklich Stress hatte, hatte mir einer gelernt, das hört sich witzig an.

Speaker: Wie hieß das?

Speaker: Was macht der Dalai Lama immer?

Speaker: Meditiert, genau, meditieren im Gehen.

Speaker: Hat man mir beigebracht, weil ich nie Zeit hatte.

Speaker: Das ist aber sehr, sehr abwegig.

Speaker: Wenn neben dir einer läuft und du fängst an zu meditieren, der Dalai Lama kann sowas machen.

Speaker: Da denken die, ja, okay.

Speaker: Aber wenn du abwesend bist beim Aufnehmen, die keine Geschäftspartner denken, dann, was ist mit dem los?

Speaker: Hat mir aber geholfen in der Stressphase.

Speaker: Super.

Speaker: Machst du irgendwas so in der Art?

Speaker: Also irgendwie...

Speaker: Meditation oder Mentales?

Speaker: Also ich mache Astrologie, dann mache ich Waldbaden.

Speaker: Nein, Spaß.

Speaker: Also pass auf, so Spaß war es jetzt auch nicht.

Speaker: Also ich habe da keinen Begriff dafür.

Speaker: Bei mir fließt die Woche einfach so.

Speaker: Wenn ich Bock habe, wenn ich mich gestresst fühle, das kennen die Leute vielleicht.

Speaker: Also vielleicht kennst du es auch.

Speaker: Bei dir ist irgendwie der, es geht bis in den Kopf, bis in den Hals.

Speaker: Also bei mir kommt so ein bisschen im Hals, wie wenn er anschwillen würde und wie wenn ich irgendwie so ein bisschen kurzatmig bin.

Speaker: So, dann merke ich, oh, okay.

Speaker: Und jetzt habe ich auch keine Lust auf den nächsten Termin, auf den nächsten Call oder auf das nächste Training.

Speaker: Wenn ich das bemerke, dann ist natürlich so, das ist so das erste Anzeichen.

Speaker: Und dann habe ich natürlich meine

Speaker: Werkzeuge.

Speaker: Natürlich habe ich meine Werkzeuge.

Speaker: Ob das...

Speaker: in den Wald gehen ist und einen Baum umarmen bedeutet, ist ein Werkzeug, der dir ganz, ganz viel Energie zurückgibt.

Speaker: Da mögen manche drüber lachen.

Speaker: Probier's doch mal aus.

Speaker: Geh doch mal an einen Baum ohne und jetzt stell dir mal die Frage, warum du dich denn vielleicht, ja, warum du dir blöd vorkommst, einen Baum zu umarmen.

Speaker: Dann geh mal ganz tief in deine Psyche und überleg mal, was dein Problem eigentlich ist.

Speaker: Weil, wenn's dir nicht egal ist, dann hast du ein großes Problem.

Speaker: Ich geh zum Beispiel in den Wald mit meinem Hund, lass ihn absitzen,

Speaker: Und dann schaue ich mir einfach die Blätter an.

Speaker: Und dann inhaliere ich einfach und umarme verdammt nochmal einen Baum.

Speaker: Jetzt keine Birke im Frühjahr, weil da bin ich allergisch.

Speaker: Aber sonst, ja.

Speaker: Und dann atme ich einfach mal tief ein und aus.

Speaker: Und dann bin ich in fünf Minuten wieder komplett beisammen.

Speaker: Das ist eine Methode.

Speaker: Oder was ich täglich mache, so ein tägliches Ding, ist einfach das Kältetraining.

Speaker: Also kalt duschen, nach der heißen natürlich.

Speaker: Und dann mit einer Atemtechnik halt reingehen.

Speaker: Das ist die Boxatmung.

Speaker: Das bringt unheimlich viel Ruhe im Anschluss.

Speaker: Ins Gehirn, in die Psyche.

Speaker: Das ist Wahnsinn, was da passiert.

Speaker: Das ist ein ganz, ganz großes Thema.

Speaker: Ich will jetzt nicht ganz so tief drauf eingehen.

Speaker: Also Thema Atmung mache ich, Thema Kältetraining ist bei mir halt ein Thema.

Speaker: Raus in den Wald mit dem Hund Gassi laufen.

Speaker: Sport und da gibt es noch so ein paar private Dinge, die vielleicht nicht so den richtigen Platz in den Podcast haben, die führen auch zur Entspannung und die kann man auch sehr gerne mal so nutzen als Werkzeuge.

Speaker: Und viele, viele andere Dinge, Robert.

Speaker: Training.

Speaker: Gibt es solche Informationen preis auf deiner Webseite oder im Podcast oder irgendwo?

Speaker: Also so ganz persönliche Sachen nicht, sondern ich interviewe ja eher meine Leute.

Speaker: Also ich sage da gar nicht so viel über mich.

Speaker: Aber natürlich haben wir Themen, wo ich alleine spreche im Podcast.

Speaker: Und dann geht es halt ums Thema, wie kommst du klar?

Speaker: Wie kannst du wieder Fokus haben?

Speaker: Und da spielen natürlich diese Werkzeuge eine Rolle.

Speaker: Und, lieber Robert, ganz wichtig, für jeden...

Speaker: sind andere Dinge vielleicht besser oder du hast vielleicht nicht den Zugang zum Maximalkrafttraining, okay, dafür hast du vielleicht den Zugang zum Boxen, ich kenne dich ja jetzt ein bisschen, oder du hast einen Zugang zum ich gehe rauslaufen oder Fahrradfahren, du bist ja leidenschaftlicher Biker und jeder macht was anderes und das ist ja auch gut so und da muss man für sich einfach rausfinden, was tut mir gut.

Speaker: Genau und man muss halt auch wissen, was der Zugang ist, ich mache tatsächlich auch, also wo du jetzt gesagt hast, im Wald, ich liebe es hier, wir haben hier in Denkendorf einen wunderschönen Wald

Speaker: Und ich fahre da mit dem Fahrrad.

Speaker: Du musst aber den Zugang haben zu dieser Ruhephase, weil wenn du irgendwo, wenn du weggehst, zum Beispiel die größte Ruhephase habe ich beim Snowboarden gehabt, wenn ich irgendwo auf dem Berg bin und

Speaker: Dann auch mal nur mich hinsetze und die Berge anschaue.

Speaker: Schön, kein Mensch ist da.

Speaker: Nur diese Phase kann ich ja nicht jetzt heute herbekommen.

Speaker: Also das ist ja etwas, wo man schwierig hinbekommt.

Speaker: Da muss man ja schon Sachen bekommen, was ist vor der Tür oder was kannst du kurzgeschwind auch zu Hause machen.

Speaker: Und Boxen ist jetzt zum Beispiel bei mir halt der Fall, da kannst du auch zu Hause mal kurz dich drauf zur Entspannung bringen.

Speaker: Aber mir ist es schon wert, die Natur.

Speaker: Also bei mir ist Natur das hilfreichste Werkzeug, das es überhaupt gibt.

Speaker: Aber gut, bevor wir wirklich, wir gehen gleich nochmal in diese Dinge rein.

Speaker: Du hast also deine Firma gut strukturiert.

Speaker: Du hast jetzt deine Zeit- und deine Ruhephasen.

Speaker: Du hast die Akquise.

Speaker: Der Tag hat ja nur 24 Stunden.

Speaker: Was hast du in deine Arbeitsabläufe im Sportstudio investiert oder was hast du da, wie wichtig ist dir das Thema?

Speaker: Kannst du ein bisschen deine Frage konkretisieren?

Speaker: Was meinst du genau mit Arbeitsabläufen?

Speaker: Wie fängt der Tag an?

Speaker: Also wenn du morgens losgehst, du musst ja irgendwie einen Ablauf haben.

Speaker: Es muss ja irgendwie eine Normalität drin sein, dass du die ganzen Pensum hinbekommst.

Speaker: Wenn du jetzt fünf Stunden soziale Medien was postest, hast du ja keine Zeit für deinen Job.

Speaker: Und was machst du da oder wie ist da dein Augenmerk drauf, wie wichtig ist das vielleicht auch bei dir im Leben?

Speaker: Super wichtig.

Speaker: Also das hängt von deinem Naturell ab natürlich, wenn du ein Typ bist und ich kenne dich ein bisschen, du kennst mich ein bisschen.

Speaker: Ich bin Widder, das heißt, mir wird es sehr schnell langweilig.

Speaker: Das heißt, wenn ich ganz klare Abläufe bei mir installiere im Alltag im Sinne von, ich muss morgens kalt duschen, dann habe ich meinen Good Morning Drink,

Speaker: Dann fange ich an, mich ins Büro zu hocken, den Tag zu planen.

Speaker: Das funktioniert für manche, das funktioniert für manche auch nicht.

Speaker: Die Arbeitsabläufe bei mir sind zum Beispiel total langweilig.

Speaker: Da schläfst du ein.

Speaker: Das ist aber nicht schlimm, das gehört halt zum Business dazu.

Speaker: Das heißt, ich hocke mich am Vortag hin, strukturiere meine Arbeitsabläufe,

Speaker: sorry, am Wochenende hocke ich mich hin, mache meine Wochenziele für nächste Woche, was ich einfach abgearbeitet haben möchte.

Speaker: Meine Kunden werden wöchentlich verplant.

Speaker: Da habe ich immer so meinen Tag, am Donnerstag beispielsweise mache ich meinen Kundencheck, da hocke ich mich zwei Stunden hin, schreibe mit jedem Einzelnen einfach nur termintechnisch, hey, wann sehen wir uns nächste Woche, wie sieht es aus?

Speaker: Und meistens sind die Leute ja zur gleichen Zeit da.

Speaker: Dann habe ich meinen besten Mitarbeiter und Kumpel auch,

Speaker: Den lieben Malte, der dann quasi halt auch diese Marketing-Dinge strukturiert für mich, dem gebe ich dann seine Wochenaufgaben durch, der arbeitet sie komplett ab und wir daten uns dann natürlich unter der Woche über WhatsApp, wir sind einfach wie Ehefrau und Ehemann zusammen, also immer am Schwätzen, immer am Telefonieren, das läuft eigentlich ganz entspannt ab, unter Männern sowieso.

Speaker: Und dann werden die Termine einfach den Trainern auch ein bisschen durchterminiert und ich mache meine Termine.

Speaker: Also jeder hat seinen Wochenplan.

Speaker: Eigentlich ist es, Robert, echt simpel.

Speaker: Und die Marketingaktivitäten, die sind auch festgelegt.

Speaker: Das heißt, wir machen immer zum Beispiel montags unseren Instagram-Post.

Speaker: Am Mittwoch kommt halt so der Podcast raus und am Freitag kommt ein YouTube-Clip und das ist immer gleich.

Speaker: Und die bereiten wir vor.

Speaker: Dass das nicht immer funktioniert, ist klar, aber die bereiten wir halt alle vor, die Sachen und dann werden die halt immer pünktlich rausgehauen, dann gibt es zwischendurch ein paar Storys und dann gibt es ja Marketingaktionen, sind ja nur so alle zwei Monate oder jeden Monat gibt es eine Marketingaktion.

Speaker: Da wird sich ein Tag davor vorbereitet, die haben wir schon ein paar Mal gemacht und dann ist das am Wochenende wird das gemacht.

Speaker: Also so sind die Arbeitsabläufe, ohne ins Detail jetzt zu gehen.

Speaker: Und da würde mich interessieren, du machst die Planung und da musst du dich ja schon motivieren, diese Planung durchzuziehen und wir sind ja sehr faul über Menschen.

Speaker: Wie kriegst du das hin?

Speaker: Also wie trittst du dir selber in den Arsch?

Speaker: Ja, ich hatte ja meinen Metallcoach, meinen Businesscoach, die haben mich komplett gewaschen gehirntechnisch.

Speaker: Das heißt, ich hocke mich hin, ich bin eher derjenige, der meinen Kunden natürlich in den Arsch tritt mittlerweile.

Speaker: Ich bin ja nicht mehr auf dem Level, dass ich sage, oh, Robert, ich muss mich jetzt motivieren dazu, diese Maßnahmen zu ergreifen, sondern ich habe mir ein klares Ziel gesetzt, ein klares Warum dahinter.

Speaker: Warum will ich jetzt die Firma skalieren und doppelt so groß machen?

Speaker: Warum will ich den doppelten Umsatz machen?

Speaker: Das hat ja nicht so viel mit Geld zu tun.

Speaker: Das sind halt andere Dinge, die mir wichtig sind.

Speaker: Vielleicht will ich ja...

Speaker: ... viel spenden, weiß doch keiner.

Speaker: Schlussendlich weißt du es ja nicht.

Speaker: Und ich habe meine Gründe und diese Gründe motivieren mich so stark, dass ich mich einfach hinhocke und dann fließen die Gedanken.

Speaker: Manchmal fließen sie halt nicht so, manchmal habe ich nicht so viel Lust.

Speaker: Die Lust ist halt aber nicht entscheidend.

Speaker: Im Leben ist Disziplin entscheidend.

Speaker: Du weißt ja ganz genau, für was du es machst.

Speaker: Ich habe ein Ziel...

Speaker: Und das möchte ich unbedingt erreichen.

Speaker: Ich werde alles dafür tun, um dieses Ziel zu erreichen.

Speaker: Und dann hocke ich mich automatisch hin.

Speaker: Dann schaltet das Gehirn auf Aktivität bei mir.

Speaker: Und dann machen die Aktivitäten auch noch ein bisschen Spaß.

Speaker: Es macht ja auch Spaß, ein Video zu drehen.

Speaker: Es macht ja auch Spaß, sich hier mit dir hinzuhocken und ein bisschen zu quatschen.

Speaker: Mir bereitet es Freude.

Speaker: Und der größte Trick, das sind wir wahrscheinlich beide gleich auf,

Speaker: Die Motivation hochzuhalten ist wirklich schwierig zwar, aber der größte Trick und jetzt können wir nämlich das Thema wechseln, ist der Sport.

Speaker: Bei mir war es so, ich hatte 2008, 2009 einen Unfall.

Speaker: Ich war damals wirklich das erste Mal auf dem Höhepunkt meiner sportlichen Fitness.

Speaker: War mit allem glücklich.

Speaker: Also wie viel Fett mein Körper hat.

Speaker: Ich war jetzt nicht der Magere, aber ich war fit, richtig fit.

Speaker: War Joggen, Fahrradfahren, Snowboarden, Urlaub machen.

Speaker: Ich war immer aktiv und von einem Schlag auf den anderen Schlag konnte ich nicht mehr.

Speaker: Also mein Fuß war kaputt.

Speaker: Ich war jetzt nicht gebrochen oder sowas, aber ich konnte nicht mehr meinen Fuß einsetzen.

Speaker: Ich konnte nicht mehr Joggen, nicht mehr Fahrradfahren, nicht mehr Snowboarden.

Speaker: Also alles, was ich gehabt habe, war weg über Nacht.

Speaker: Am Anfang habe ich noch am Stuhl so Liegestützen, also am Stuhl so hoch gemacht, dass man halt sich die Arme noch trainiert.

Speaker: Aber irgendwann kommt der Trane rein und dann habe ich gemerkt, dass ich richtig abstürze.

Speaker: Fast in Burnout, also Motivation null.

Speaker: Du konntest dich nicht mehr voranschlagen.

Speaker: Es war davor so cool, wenn du trainieren warst, wenn du joggen warst, dann hast du danach die Welt zerrissen.

Speaker: Da konntest du am liebsten noch weitermachen.

Speaker: Und das hat mir dann über Nacht gefehlt.

Speaker: Und jetzt können wir in den Sport gehen.

Speaker: warum das so wichtig ist und wie kann man seine Motivation wieder reinbekommen.

Speaker: Zu meinem Unfall vielleicht muss ich erzählen, tatsächlich mein Fuß war nicht mehr, es war ein Schmerz tatsächlich beim Laufen, beim Joggen, Schmerzen.

Speaker: So stark, dass wenn ich dann irgendwo gejoggt bin, nicht mehr nach Hause kam, musste ich dann ein Taxi holen oder irgendwas.

Speaker: Also es ging wirklich nicht mehr.

Speaker: Ich habe Schmerztabletten dabei gehabt auch.

Speaker: dass ich irgendwie nach Hause komme.

Speaker: Fahrradfahren ging nicht mal, weil diese Sehnen und alles waren so gequetscht, dass die Belastung auf Zug oder Schub, alles, was ich gemacht habe, hat geschmerzt.

Speaker: Snowboarden sowieso nicht.

Speaker: Habe ich probiert, Schmerztabletten.

Speaker: Ich bin ein Hardboot-Fahrer gewesen damals.

Speaker: Also schön festgebunden, also richtig zugeknallt.

Speaker: Aber du merkst halt nicht, dass selbst diese Hardboots bei extremer Fahrweise natürlich sich bewegen.

Speaker: Und es hat so geschmerzt und da habe ich üble Stürze gehabt.

Speaker: Und da habe ich also irgendwann gemerkt, Sport geht halt jetzt nicht.

Speaker: Wie kriegst du solche Leute da raus wieder?

Speaker: Weil da geht das, was ich jetzt für mich, da hast du mich auch erfasst, ich bin eher draußen, ich habe den Sport in der Natur, weil es einen doppelten Effekt mehr gibt.

Speaker: Aber wie bekommst du solche Menschen jetzt hin, wenn die sich melden und sagen, ich habe ein Problem, ich muss wieder nach vorne kommen, ich brauche jetzt vielleicht fünf, sechs Jahre, bis ich wieder fit bin?

Speaker: Wie kriegst du die Leute denn jetzt wirklich in diese Schiene rein?

Speaker: Oder geht es überhaupt?

Speaker: Selbstverständlich geht es.

Speaker: Also wenn jemand möchte, dann geht alles.

Speaker: Ich finde es mega spannend, was du beschrieben hast.

Speaker: Du hast im Prinzip einen ganz, ganz wichtigen Punkt angesprochen.

Speaker: Und zwar, was der Sport eigentlich ausmacht für einige Leute.

Speaker: Das heißt, ich sage immer, Sport ist eine Schlüsselgewohnheit.

Speaker: Das heißt, wenn du das dir zur Gewohnheit machst,

Speaker: was auch immer, egal was, irgendetwas Sportliches zu machen, das dir ein bisschen Freude bereitet.

Speaker: Auch während der Ausführung dir Freude bereitet, obwohl es anstrengend ist.

Speaker: Ganz ehrlich, Fußball spielen.

Speaker: Geh mal richtig Fußball spielen und Sprinten und Pässe spielen.

Speaker: Das macht so Spaß.

Speaker: Aber es ist auch brutal anstrengend.

Speaker: Das Boxen macht total Spaß, ist aber anstrengend.

Speaker: eine Schlüsselgewohnheit.

Speaker: Und du hast es geil beschrieben, wenn diese Schlüsselgewohnheit wegfällt, dann wirkt sich das halt im Prinzip auf verschiedene Lebensbereiche negativ aus, wenn du Pech hast.

Speaker: Wenn du nicht mental super, super hardcore auf der Höhe bist,

Speaker: was die wenigsten sind, ist einfach mal so, wenn du einfach mal in die Tiefe fragst, dann hast du richtig Probleme.

Speaker: Es wirkt sich auf den Job aus.

Speaker: Ich war wirklich durch nach einer Zeit.

Speaker: Dann gehst du mehr auf Partys, du hast keinen Ausgleich mehr, trinkst Alkohol.

Speaker: Der Ausgleich Sport fehlt da dann.

Speaker: Ich habe immer noch gerne gegessen.

Speaker: Das war ja der Sport.

Speaker: Ich esse auch heute noch gerne.

Speaker: Dann hast du zugenommen.

Speaker: Du hast ja nur noch Negatives bekommen.

Speaker: Und das hat mich so runtergezogen im Business, in der Beziehung, im Privatbereich, mit Freunden.

Speaker: Ich hatte zwar ein gutes Umfeld, die haben sich dann auch darum gekümmert, aber die haben es glaube ich auch nicht wahrgenommen, dass ich fast so ein Burnout oder einfach down und kein Bock mehr.

Speaker: Das ist schon so.

Speaker: Es ist unfassbar, was du beschreibst, also welchen Impact es hat.

Speaker: Ich als Trainer weiß es natürlich schon, mir sind die Sachen schon klar und irgendwo haben wir es ja tausendmal schon gesehen und gehört von Leuten, aber es ist immer wieder interessant, das mal jetzt auch nochmal aus einer anderen Perspektive jetzt von dir zu hören beispielsweise.

Speaker: Wie du sagst, es wirkt sich halt einfach unglaublich aus auf verschiedene Lebensbereiche und ob das die Partnerschaft ist, ob das das Geschäft ist, du bist halt nicht mehr so leistungsfähig, du hast halt nicht mehr die und jetzt kommen wir zur Motivation.

Speaker: Du hast vielleicht hormonell einfach auch nicht mehr den Testosteronspiegel als Mann, der da sein muss, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch vorzubeugen.

Speaker: Das hat ja nicht nur was mit Muskulatur zu tun.

Speaker: Das ist jetzt ein komplexeres Thema.

Speaker: Und wenn die wegfällt, diese Schlüsselgewohnheit, und jeder kommt zurück, egal ob er ein bisschen übergewichtig ist, ob er viel raucht, ob er viel Alkohol trinkt, jeder kommt irgendwann mal auf die Idee zu sagen,

Speaker: das Spazierende tut mir aber echt gut und ich sollte mal mehr für meinen Körper machen.

Speaker: Jeder hat natürlicherweise instinktiv in sich drin, dass Bewegung halt irgendwie was Gutes ist.

Speaker: Und man muss ja nicht der Sportfreak sein, um zu sagen, dass man sich da einen Zugang zu Fitness verschafft.

Speaker: Und was war deine Frage nochmal?

Speaker: Wie kriege ich es hin bei den Klienten?

Speaker: Wie kriege ich es wieder hin oder wie kriegst du es hin, dass der Klient motiviert wird, das durchzuziehen?

Speaker: Also das war mein größtes Hindernis.

Speaker: Ich habe gekämpft.

Speaker: Aber ich hatte immer Hindernis.

Speaker: Also du wurdest dicker, die Schmerzen waren da, du konntest gewisse Bewegungsabläufe nicht.

Speaker: Dann Motivation ist natürlich mit jedem Tag dann gesunken.

Speaker: Dann kamen noch solche Sachen hin, Partys haben dich doppelt runtergezogen.

Speaker: Jetzt werde ich auch noch mal älter.

Speaker: Jetzt brauche ich gar nicht mehr überlegen, wenn ich auf einer Party so saufen würde wie früher und kein Sport treiben, dann ist es vorbei.

Speaker: Dann sind zwei, drei Tage, bis du dann am Ende.

Speaker: Und dann kommst du gar nicht mehr in diesen Kreislauf der Gewohnheit.

Speaker: Wie gehst du an die Kunden ran?

Speaker: Hast du so Kunden, die du Langzeit auch trainierst oder mitmachst oder begleitest?

Speaker: Fast nur.

Speaker: Weil das die einzige Lösung ist.

Speaker: Also du musst verstehen, das Dilemma mit der Motivation ist halt folgendes.

Speaker: Wir können dem Kunden jetzt nicht anfangen, irgendwelche Wissenslücken einfach mal aufzuarbeiten und zu sagen, das funktioniert so nicht, lieber Kunde, so und so.

Speaker: Der Klient muss das spüren, ja.

Speaker: Ich mache jetzt auch bewusst kein Gendern, wir machen es einfach heute, wir sagen einfach Klient.

Speaker: Natürlich sind unsere Damen auch gemeint, ja, also nur zur Info nochmal kurz.

Speaker: dass ich danach kein Bäschen kriege.

Speaker: Aber ja, das Thema bitte nicht.

Speaker: Gut, um es einfach zu vereinfachen.

Speaker: Wie kriegen wir es hin?

Speaker: Indem wir, so wie jetzt gerade, wir zwei quatschen einfach miteinander.

Speaker: Du kommst meistens selber auf die Lösung, wenn du einfach mal jemanden hast wie mich

Speaker: der einfach kurz zuhört mal und der einfach sich das mal anhört.

Speaker: Und dann stelle ich halt, wie ein schlechter Psychologe, meine Fragen und sage, geh doch mal ein bisschen tiefer drauf ein.

Speaker: Was hält dich denn davon ab, das und das zu machen?

Speaker: Und dann, ja, ich bin ja so unmotiviert.

Speaker: Und dann frage ich einfach nach, so, hey, denkst du denn, dass ich immer motiviert bin, wenn ich meine Sachen mache?

Speaker: Und dann sagt der Klient zu mir, ja, Micha, du siehst ja immer so motiviert aus.

Speaker: Dann sage ich,

Speaker: Ich bin 90% nicht motiviert, mein Leben zu bestreiten.

Speaker: Was sagst du dazu?

Speaker: Das glaube ich dir nicht.

Speaker: Ich habe keinen Grund, dich anzulügen.

Speaker: Ich bin nicht motiviert.

Speaker: Ich bin morgens, wenn ich aufstehe, was ich mache, Robert, ich stelle mich hin, du musst dir die Motivation erarbeiten.

Speaker: Ich stelle mich hin mit meinen Füßen nach dem Aufstehen und sage, das wird ein großartiger Tag.

Speaker: Maui-Ritual.

Speaker: Ich lache dann immer und denke mir, du Penner, es wird heute kein großartiger Tag.

Speaker: Du hast das und das noch zu bewältigen.

Speaker: Aber mein Gehirn weiß ganz genau, wenn ich die Worte sage,

Speaker: dann glaubt mir das Gehirn das Ganze und dann kaufe ich mir das selber auch ab, weil ich sage es irgendwann auch bewusst, selbstbewusst und meine Frau lacht dann schon, was sagst du schon wieder?

Speaker: Ich so, das ist das Maui-Ritual, solltest du vielleicht auch mal machen.

Speaker: Und mein Hund wird danach gestreichelt, der kommt schwanzwedelnd zu mir und freut sich und ich sage, hey, mein Freund, heute wird ein großartiger Tag und der lacht, also der Hund lacht mich an.

Speaker: Und drehen wir es um, damit der Hörer das versteht.

Speaker: Ich kann es ganz klar machen, dass das funktioniert.

Speaker: Bei mir ist es zum Beispiel jetzt anders gewesen.

Speaker: Ich habe jetzt im Umfeld einen gehabt und habe so gesagt, was ich gerade zu bewältigen habe.

Speaker: Und der hat gedacht dann, mir geht es schlecht.

Speaker: Und dann habe ich gesagt, nee, nee, also mir geht es gut.

Speaker: Das sind die Herausforderungen, die ich gerade habe, aber mir geht es blendend eigentlich.

Speaker: Also ich will ganz klar machen, ich will mit dir bloß reden darüber, dass du weißt, dass jeder so sein Päckle zu tragen hat und die Lösungen suchen muss.

Speaker: mir geht's blendend und da habe ich drei mal wieder nein die geht es ja dann schlecht er hat mich immer wieder und dann habe ich keine lust drauf weil tatsächlich der kann es schaffen dass es mir schlecht geht irgendwann unfassbar und und solche leute halte ich mir gerade fern das können auch gute freunde sein dass die den kennt und

Speaker: Und ich habe kurz, nur damit der Hörer weiß, haben wir kurz, ja, dreist weg, alles gut.

Speaker: Das Thema ist wirklich so beeinflussend, wenn du die Leute dir dann fernhältst, also dass du einen Abstand hast dazu und dir auch die Leute hertust, die dir guttun.

Speaker: Also da kann es ein normales Gespräch sein oder sonst was.

Speaker: Das ist ganz, ganz wichtig.

Speaker: Dieser eine Typ, der mit mir da gesprochen hatte, das hatte mich so beeinflusst, dass ich drei Tage daran gedacht habe,

Speaker: warum der das denkt.

Speaker: Eigentlich unwichtig, eigentlich brauche ich es nicht wissen, ich brauche es nicht daran denken, ich brauche nichts damit tun.

Speaker: Und das ist das Thema eben Beeinflussung, Worte, selber Motivation.

Speaker: Deswegen, wenn du es umdrehst, wenn du es umdrehst und selber dich motivierst, klar hilft das natürlich, da lacht man drüber, aber wenn es keiner dir sagt, wenn du keinen Partner hast, der sagt, du bist super, du bist schön, du bist toll, dann musst du schon gucken, dass du es irgendwie selber machst.

Speaker: Robert, da gibt es einen geilen Satz, den kann man einfach auch auswendig lernen und sich einfach immer mal wieder sagen, zum Beispiel der Satz heißt, Motivation ist der zündende Funke und Disziplin ist der weiterführende Erfolgsfaktor.

Speaker: Ganz simpel, aber den glauben viele nicht.

Speaker: Und was wir zum Beispiel machen, du hast einen richtig geilen Punkt einmal genannt und zwar das Thema Umfeld.

Speaker: Also Thema Umfeld ist echt wirklich, das ist radikal zu sehen.

Speaker: du wirst viel mehr beeinflusst von den Menschen, die um dich herum sind, als du jetzt vielleicht glaubst.

Speaker: Wenn du sagst, ja, ich kann ja doch nicht einfach.

Speaker: Doch, du kannst.

Speaker: Und wenn du ein gewisses Ziel hast und es gibt halt immer Leute, die meinen, dir da irgendwie so reinzuschwätzen und so, dann wird dich das mental unterbewusst runterziehen.

Speaker: Du wirst Dinge wieder anders machen, weil du bist immer der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du dich am meisten umgibst.

Speaker: Und ich habe Gott sei Dank eine dominante Art an mir, die ist manchmal ein bisschen hart, aber ich finde sie gut persönlich, weil...

Speaker: arrogant wie ich bin, ich finde sie gut, weil die Leute werden zu meinem Durchschnitt und nicht umgekehrt, weil ich hab keinen Bock, wenn jemand irgendwie meint, das schaffst du eh nicht und so, glaub ich echt, dass es geht, dann sag ich, ich weiß nicht, ob es geht, ist mir aber scheißegal, ich zieh das durch und dann zieht's die Person, weil ich einfach dominant dagegen halte, zieht die Person, also nimmt etwas von mir auf so und das ist ganz, ganz wichtig, wenn du

Speaker: Wenn du immer wieder unmotiviert bist und merkst, irgendwie kriege ich es nicht hin mit dem Sport und ich würde ja gern so, schau dir mal dein Umfeld an, wer ist denn so um dich herum?

Speaker: Natürlich zwei, drei Jungs um dich herum hast oder Mädels, die ein bisschen, die immer wieder sagen, hey, ich war beim Training und ihr auch noch eine Gruppe habt, dann kriegst du auf einmal schlechtes Gewissen, ich war nicht beim Training, vielleicht sollte ich auch mal, damit ich akzeptiert werde in der Gruppe, also sich das Umfeld, wie du es richtig gesagt hast,

Speaker: Fernhalten, meistens reicht es schon, wenn man Sachen einfach fernhält.

Speaker: Oft einfach mal Nein sagen zu Dingen und immer wieder sich zu fokussieren auf seine Ziele.

Speaker: Und sich halt immer wieder gegenseitig, ich sage es mal zweideutig, befruchten mit positiven Dingen halt.

Speaker: Ja, da möchte ich ein plastisches Bild machen.

Speaker: Ich habe Snowboarden relativ spät angefangen.

Speaker: Also in meinem Freundeskreis haben viele angefangen, bevor es Snowboarden gab.

Speaker: Da gab es Monoski und irgendwann waren die ersten Bretter da.

Speaker: Und dann hat man mich dazu gebracht, sich da mitmachen und ich war der Letzte, sage ich mal.

Speaker: Ich war der, der am schlechtesten gefahren ist, der noch das Ganze hatte.

Speaker: Habe aber durch die Truppe viel, viel schneller gelernt.

Speaker: Das hat mich nach vorne genommen.

Speaker: Und ich kann mich an der Zugspitze erinnern, da gab es die neue Welt.

Speaker: Also gibt es jetzt nicht mehr.

Speaker: Das ist ein Abschnitt gewesen, da gab es nur ein One-Way-Ticket.

Speaker: Also du konntest nur hochgebracht werden und runter musstest du fahren.

Speaker: Und runter sind die meisten aber gefallen.

Speaker: Der erste Abschnitt ist, glaube ich, so zwei, drei Meter senkrecht, ja.

Speaker: Und ich habe mir halt überlegt, okay, was passiert, wenn ich stürze?

Speaker: Gut, dann falle ich halt runter, aber es passiert mir ja nichts.

Speaker: Und die haben gesagt, komm mit.

Speaker: Ich habe gesagt, ich kann nicht, aber doch, die haben mich dazu gezogen.

Speaker: Und natürlich bin ich dann 50, 60 Meter nur fallend, rollend diesen Hügel runter.

Speaker: Aber das ist das, man war motiviert und dann war der nächste Motivationsschub, jetzt hast du einmal Erfahrung gemacht, wie du auf die Schnauze fällst.

Speaker: Und beim nächsten Mal bin ich doch besser angekommen und habe wenigstens zwei Kurven geschafft.

Speaker: Aber meine Kollegen sind natürlich ohne Sturz runtergefahren.

Speaker: Aber das zieht einen richtig hoch.

Speaker: Das ist jetzt persönlich im Sport, egal was, was man macht.

Speaker: Wenn man gute Leute um sich hat, lernt man viel schneller.

Speaker: Man ist viel motivierter, was zu machen.

Speaker: Man ist mutiger.

Speaker: Schon cool, ja.

Speaker: Das ist, glaube ich, für Unternehmen, für das Leben immer das Wichtigste, glaube ich.

Speaker: Du kannst dir das Thema, was du gerade beschrieben hast, halt auch in deiner Firma zunutze machen.

Speaker: Ja.

Speaker: Du kannst einfach sagen, wir bauen dem Klienten jetzt das Umfeld.

Speaker: Wir sind jetzt eines der Umfelde.

Speaker: Also das heißt, der Klient hat ja vielleicht einmal die Woche was mit uns zu tun, bis dreimal.

Speaker: Das heißt, du hast dreimal Einfluss, mental Einfluss auf den Klienten.

Speaker: So, du kannst dein Gehirn waschen.

Speaker: Und das ist in positiver Weise.

Speaker: Mach doch jede Organisation gleich.

Speaker: Wenn du bei Mercedes arbeitest, bei Porsche, das ist eine Religionsgemeinschaft.

Speaker: Da wird gebetet, also sozusagen, in anderer Form halt.

Speaker: Da werden Abläufe installiert, die den Mitarbeiter eben gar nicht so wirklich eine Wahl lassen,

Speaker: Anders zu denken, wie das Unternehmen.

Speaker: Und das ist bei uns genauso.

Speaker: Wir wollen unseren Leuten ja helfen.

Speaker: Wenn ich sehe, dass einer sich scheiße ernährt und seine Abläufe überhaupt nicht im Griff hat im Alltag, was das Thema Bewegung angeht, dann kannst du dem Klienten das nicht einfach aufdrängen, sondern

Speaker: Wir machen es halt immer so, dass wir dem Klienten einen Rahmen geben.

Speaker: Das heißt, wir geben ihm einen Plan vor, der darf halt Routinen machen und dann wird das Ganze kontrolliert.

Speaker: Und das über einen gewissen Zeitraum.

Speaker: Also es funktioniert nicht in vier Wochen, sondern du brauchst eine gewisse Zeit und dann merkt derjenige dann halt auch, oh, mir geht es ja schon besser, das ist ja interessant.

Speaker: Super, das wirkt ja, was der Aktivtraining-Jung so sagt.

Speaker: Und dann

Speaker: muss man die Leute halt packen.

Speaker: Also man muss den Leuten einen Rahmen bauen und die immer wieder reinkicken in diesen Rahmen, weil die wollen abhauen.

Speaker: Die wollen wieder in ihre alte Muster zurückfallen.

Speaker: Und nochmal, Motivation ist halt nicht entscheidend.

Speaker: Es geht nur um Abläufe und Routinen.

Speaker: Und dann kommt die Motivation von ganz alleine, wenn du natürlich die ersten Erfolgserlebnisse hast, halt am Bischgrad motiviert weiterzumachen.

Speaker: Und da müssen die Leute halt erstmal hinkommen.

Speaker: Der Anfang ist echt immer schwer und wir müssen echt immer, boah, viel tun am Anfang.

Speaker: Viel, ähm,

Speaker: mal Vorarbeit leisten.

Speaker: Routine ist schwierig einzuhalten.

Speaker: Ganz, ganz schwierig.

Speaker: Und du musst, also als Trainer, mir fällt es heute noch schwer, kahl zu duschen.

Speaker: Stell dir mal vor, die Dusche sind drei bis fünf Grad.

Speaker: Laut meinem Temperaturanzeiger.

Speaker: Und das muss ich zwei Minuten am Tag machen.

Speaker: Ich muss, weil ich habe mich committed.

Speaker: Ich habe mich dazu verpflichtet.

Speaker: Es hat gewisse Gründe, warum ich das mache.

Speaker: Mir geht es einfach sensationell gut.

Speaker: Und wenn ich das nicht mache, sind es vier am nächsten Tag.

Speaker: Das ist meine Strafe.

Speaker: Und das ist, ähm,

Speaker: Das ist die Selbstgeißelung, ja.

Speaker: Aber die führt am Ende zum Erfolg.

Speaker: Und wenn du natürlich dir selber nicht vertrauen kannst, das ist Selbstvertrauen.

Speaker: Du kannst dir selbst nicht über den Weg trauen, wenn du diese Abläufe nicht einhältst.

Speaker: Und wenn du sie aber mal ein halbes Jahr machst, was meinst du, was für ein Selbstvertrauen du hast?

Speaker: Das ist nicht zu verwechseln mit Arroganz, sondern ich kriege es hin, ein halbes Jahr kalt zu duschen.

Speaker: Da muss ich mir von niemandem mehr was sagen lassen.

Speaker: Und das ist das, was wir unseren Leuten beibringen, aber im ganz kleinen Rahmen.

Speaker: Also wirklich, das ist nichts Hardcore, das ist so einfach.

Speaker: Aber selbst das, Robert, kriegen die meisten am Anfang nicht hin.

Speaker: Fünf bis zehn Minuten am Tag Training kriegen die meisten nicht hin.

Speaker: Deswegen sind wir da und treten den Leuten halt einmal in den Hintern.

Speaker: Also sehr spannend, tolles Unternehmen, du bist ein toller Typ, wirklich, wirklich erfrischend, ja, sehr, sehr intelligent.

Speaker: Du bist auch ein toller Typ, danke.

Speaker: Jetzt hör auf.

Speaker: Nein, was ich jetzt mal wirklich machen werde, ich probiere mal das mit dem Duschen, ich mache das tatsächlich einmal im Monat.

Speaker: Sehr gut, ist auch eine Routine.

Speaker: Aber da ging hier mal die Heizung nicht, ging drei Tage nicht, da habe ich schon gelitten, ich bin ein Warmduscher.

Speaker: Aber ich probiere das mal, tatsächlich, das, was du gesagt hast, mit einer Strafe dann, also

Speaker: Ich bestrafe mich dann mal mit einer Minute.

Speaker: Mal gucken, was daraus passiert.

Speaker: Ich berichte dir dann.

Speaker: Wir sind jetzt schon fast am Ende des heutigen Podcasts und du kennst das System hier wahrscheinlich noch nicht.

Speaker: Ich weiß es nicht.

Speaker: Ich habe gesagt, ich selber halte hier Politik draußen aus diesem Podcast.

Speaker: Es ist nur so, du musst mindestens eine Frage am Ende politisch beantworten.

Speaker: die Gäste dürfen immer politisch auch reden, sind ja teilweise auch politisch, aber ich frage, mir geht es hier um das Unternehmen, um die Persönlichkeit und jetzt habe ich noch eine politische Frage.

Speaker: Ja, gerne, hau raus.

Speaker: Die ist sehr abwegig.

Speaker: Wenn du dir von der Politik

Speaker: Also was wünschen dürftest, so drei Wünsche.

Speaker: Stell dir mal vor, du hast so eine Aladinslampe gefunden da unten, wenn du nachher gehst, du reibst dann der und dann kommt ein kleiner Geist raus und sagt, du hast drei Wünsche frei, die wir dir bei der Politik in Deutschland, nur in Deutschland, verändern würden.

Speaker: Welche drei Wünsche wären das?

Speaker: Drei Wünsche?

Speaker: Du, ich habe gar nicht so viele Wünsche.

Speaker: Ich habe einfach nur Groll zu verkünden.

Speaker: Nein, Spaß, alles gut.

Speaker: Nein, ich bin ein ganz pragmatischer, fairer Typ.

Speaker: Egal, ob das ein Massenmörder ist, jetzt kommt was richtig Hartes, oder ob das Kriege sind, ich bin Pragmatiker,

Speaker: Mir geht es natürlich nicht irgendwo vorbei, sondern ich verurteile vieles und ich habe natürlich meine Wünsche, meine Bedürfnisse als Unternehmer, was mir persönlich und meiner Familie natürlich mehr bringen würde.

Speaker: Und die werde ich jetzt hiermit äußern, wenn du mich so fragst, ja?

Speaker: Ist gar kein Problem, sind auch ganz einfache Dinge im Prinzip so.

Speaker: Ist jetzt auch spontan, ich kann mich jetzt auch nicht vorbereiten.

Speaker: Das ist gut, das ist gut.

Speaker: Also Punkt Nummer eins ist, wenn die Politik es ausnahmsweise in einem Jahrhundert mal hinkriegen würde, genauso schnell bei Dingen zu sein, die uns helfen könnten, wie beim Einziehen der Steuer.

Speaker: Mhm.

Speaker: Wäre super.

Speaker: Würde mich sehr freuen.

Speaker: Das heißt, es gibt eine gewisse Radikalität, was das Thema Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, da gibt es gewisse Fristen, da gibt es richtig Strafen, da gibt es Gefängnisstrafen.

Speaker: Nicht mal für Steuerhinterziehungen, aber wenn du ein paar Dinge falsch machst.

Speaker: Dann da genauso radikal zu sein bei den Hilfen.

Speaker: Das heißt, dass man Unternehmern mal mit Hilfsprogrammen unter die Arme greift.

Speaker: Jungen Unternehmern nicht einfach nur ein paar tausend Euro zu schieben, sondern wenn die Soforthilfe ausgezahlt wird, die nicht einfach wieder einzuziehen, obwohl es

Speaker: Pass auf, obwohl es auf dem Papier ganz anders vereinbart war und auf einmal das Bundesverfassungsgericht einfach mal eine Gesetzesänderung während einer gewissen Corona-Krise oder nee, da ging ja der Krieg los und einfach was geändert hat und jetzt alle alles zurückzahlen müssen so und einfach über den Kopf hinweg entscheiden, obwohl es komplett anders kommuniziert.

Speaker: verankert war.

Speaker: So, wenn Liquiditätsengpässe da waren, die nachgewiesen sind, kann nicht einfach über ein Formular das Ding zurückverfolgt werden und dann zurückgezahlt werden müssen, auch mit einer Frist auch noch.

Speaker: Also bis dahin wird es gemacht, sonst kommt der vorbei und schlägt dich.

Speaker: Also das ist der erste Punkt beim Thema

Speaker: Finanzamt, Steuern, bitte genauso hinterher sein bei den Hilfen und auch da Fristen.

Speaker: Ich gebe die Frist vor, wann ich die Hilfe bekomme.

Speaker: So, läuft leider nicht so.

Speaker: Das ist mein erster Wunsch, ja.

Speaker: Da kriege ich teilweise das Kotzen, ja.

Speaker: Wenn ich den nächsten Brief sehe um meinen Steuerberater und ich dann sage so, hey, können wir das bitte schnell abwickeln?

Speaker: So, ich habe schon wieder 50, 100 Euro Strafe.

Speaker: Ich habe hier nichts getan.

Speaker: Ich habe nichts Schlimmes getan, so, ne.

Speaker: Die Überweisung ging halt jetzt nicht so schnell raus.

Speaker: I'm sorry, ja.

Speaker: Und, ähm,

Speaker: Das würde ich mir wünschen als ersten Wunsch.

Speaker: Wird dir erfüllt.

Speaker: Der zweite Wunsch?

Speaker: Der Zauberstab.

Speaker: Ich müsste auch ein bisschen nachdenken, lieber Robert.

Speaker: Was wäre denn der zweite Wunsch?

Speaker: Lass uns mal überlegen.

Speaker: Du meinst in Bezug auf meine Company oder so generell einfach?

Speaker: Nein, einfach Politik in Deutschland.

Speaker: Das kannst du offen.

Speaker: Da kannst du sagen, du kannst dir sogar einen Söder wegwünschen oder ihn wünschen oder zu doppeln.

Speaker: Ich würde jetzt auch nicht auf die Grünen draufhauen.

Speaker: Das mache ich auch nicht.

Speaker: Aber was ich mir wirklich wünschen würde...

Speaker: Als zweiten Punkt ist, endlich, und jetzt bitte nicht zu komplex gestalten, die Migrationspolitik anzugehen.

Speaker: Also nicht zu sagen, ja, da haben wir in der Vergangenheit und da haben unsere Vorgänger und das ist ja total komplex und mit dem Asylverfahren und so einfach geht es nicht mit Abschiebung.

Speaker: Und es geht hier nicht um Abschiebung, es geht hier nicht um Komplexe, es geht um ganz radikale, schnelle Lösungen, die jeder versteht.

Speaker: Und es tut mir leid, man kann Dinge differenziert sehen,

Speaker: Ich sehe viele Dinge differenziert, pragmatisch.

Speaker: Ich halte mich an viele Dinge.

Speaker: Warum hält sich die Politik nicht an einfache Abläufe?

Speaker: Warum gibt es nicht einen 10-Punkte-Plan, der ganz klar vorgibt und zwar ganz klar und nicht mit 5.000 anderen Dingen, die noch als Ausreden genutzt werden können?

Speaker: Ich weiß gar nicht, aus welchem Land ich komme.

Speaker: Ich stehe jetzt hier da und ihr müsst mich aufnehmen.

Speaker: Nein, wenn du nicht weißt, woher du kommst, dann darfst du das dir nochmal überlegen hinter der Grenze.

Speaker: Und das haue ich von mir aus hier raus.

Speaker: Das ist gar kein Problem.

Speaker: Also, der Wunsch wird dir erfüllt.

Speaker: Ab morgen...

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ich werde richtig emotional.

Speaker: Haben wir das Thema geklappt.

Speaker: Der dritte Wunsch ist, den habe ich seit Jahren, dass endlich mal unsere

Speaker: Bevölkerungspyramide wahrgenommen wird.

Speaker: Das heißt, dass wir endlich mal mit der Generation, die unser Land aufgebaut hat, dass wir mit der mal vernünftig umgehen und dass wir mal eine Pflegerreform angehen und nicht nur ein bisschen hier was verbessern und ein bisschen da an den Fronten was aufbauen.

Speaker: Wenn ich sehe, was teilweise an Renten ausgezahlt werden, von denen kein Mensch leben kann, und ich spreche mit vielen Leuten, ich bin kein Theoretiker, ich spreche mit Menschen,

Speaker: ich spreche mit Rentnern und ich spreche mit jungen Menschen und so, wenn ich sehe, was in der Pflege abgeht, ja, ich habe viele Leute, die arbeiten in der Pflege, in Krankenhäusern, dann, da graust es mir.

Speaker: Also, da möchte ich eine knallharte Reform haben.

Speaker: Das wäre mein dritter Wunsch, dass jeder alte Mensch, der in Deutschland arbeitet,

Speaker: nicht mehr viel Zeit zum Leben hat, einfach ein würdevolles Leben hat.

Speaker: Und da möchte ich noch eine Sache ansprechen, Thema Sterbehilfe.

Speaker: Und solche Dinge möchte ich bitte wie in der Schweiz haben.

Speaker: Du weißt, was ich meine?

Speaker: Dass das erlaubt ist, dass das legal ist, weil es gibt für mich ethisch und da gibt es überhaupt nichts zu diskutieren, gibt es überhaupt gar keinen Grund, warum das nicht erlaubt sein soll.

Speaker: Wer hat denn gefälligst zu entscheiden, ob ein Mensch, der 90 ist und super viele Schmerzen hat oder einen Krebs im Endstadium, warum darf das in Deutschland nicht passieren, dass man diesen Menschen weiterhilft, quasi über die Grenze ins Jenseits zu kommen.

Speaker: So, das ist so einhergehend in der Pflege, was ich noch ansprechen möchte.

Speaker: Das wären die drei Wünsche.

Speaker: Huch!

Speaker: wird dir erfüllt.

Speaker: Ab morgen ist die Welt eine andere.

Speaker: Ja, danke Michael von Aktivtraining Jung aus Fildern.

Speaker: Der Hörer weiß jetzt, er muss nicht unbedingt den Baum umarmen, sollte Langzeittraining zur Gewohnheit machen und wenn er das nicht hinbekommt, soll er sich an dich wenden.

Speaker: Die Webseite heißt www.aktivtraining-jung.com Okay, wunderbar.

Speaker: Vielleicht treffen wir uns nochmal zu einem Interview.

Speaker: Ich danke dir für den Tag heute.

Speaker: Hat richtig viel Spaß gemacht, Robert.

Speaker: Vielen herzlichen Dank.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Ciao.

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