Transcript
Speaker: In dieser Episode freuen wir uns über einen ganz besonderen Gast, Andreas Oloff.
Speaker: Er ist nicht nur ein angesehener Podcast-Produzent, sondern auch eine faszinierende Persönlichkeit, die eine Vielzahl interessanter Geschichten und Erfahrungen in ihrem Leben teilt.
Speaker: Andreas Oloff ist in der Podcastwelt längst kein Unbekannter mehr.
Speaker: Mit einer beeindruckenden Palette von Podcasts.
Speaker: Darunter Das Ziel ist im Weg.
Speaker: Ich hab dich trotzdem lieb.
Speaker: Außer Tresen nichts gewesen.
Speaker: Und Richard, wo erreiche ich dich?
Speaker: Hat er sich einen festen Platz in den Herzen zahlreicher Hörerinnen und Hörer erobert.
Speaker: In unserem Gespräch tauchen wir tiefer in die Entstehungsgeschichte dieser Podcasts ein und lüften die Geheimnisse hinter ihrer herausragenden Qualität.
Speaker: Wir wünschen dir viel Spaß beim Anhören des Podcasts Studio Talk.
Speaker: Herzlich willkommen.
Speaker: Heute haben wir Andreas Olof zu Gast.
Speaker: Er ist ein Podcast-Dino, hat mehrere Podcasts, zum Beispiel Das Ziel ist im Weg, Ich habe dich trotzdem lieb mit Oli P., dann Außertresen nichts gewesen, wirklich eine tolle Sache, dieser Podcast.
Speaker: Ich glaube, der letzte ist, Richard, wo erreiche ich dich?
Speaker: Stimmt's?
Speaker: Ja, das ist richtig.
Speaker: Also außer Tresen nichts gewesen, ist gerade in einer, sagen wir mal, langen Sommerpause.
Speaker: Da werden wir im Winter wieder loslegen.
Speaker: Mit Olli bin ich auch in der Sommerpause gerade jetzt.
Speaker: Aber wir fangen im September wieder an und das Ziel ist im Weg, gibt es jetzt seit fünf Jahren oder sowas.
Speaker: Und Richard, wo erreiche ich dich?
Speaker: Ist jetzt, ich glaube, drei oder vier Monate alt.
Speaker: Ein Frischling quasi.
Speaker: Und der ist der Hammer.
Speaker: Also den finde ich richtig gut.
Speaker: Da hatten wir letzte Woche, letzte Woche hatte ich hier Alex Bräucher zu Gast.
Speaker: Da hat man kurz über dich geredet, gerade über den Podcast.
Speaker: Und das ist wirklich eine Ergänzung.
Speaker: Also da muss sich Markus Lanz richtig freuen.
Speaker: Du bringst die Hörer wieder zurück zu ihm dann.
Speaker: Ja, das ist ganz interessant, weil ich habe noch nie ein Projekt gehabt, was so polarisiert.
Speaker: Also Richard, wo erreiche ich dich für die Hörer da draußen?
Speaker: Fast halt die aktuelle Folge von Lanz und Precht zusammen in unter zehn Minuten.
Speaker: Das mache ich nicht alleine, sondern das mache ich nicht.
Speaker: Sprechen tue ich das mit Ingmar Stadelmann im Wechsel.
Speaker: Und wir haben dann natürlich eine Redaktion dahinter, das heißt der Kulturjournalist Max Burg sitzt da dann jeden Freitag mit uns zusammen und fasst diese Folge eine Stunde lang, reden die ja meistens, dann in unter zehn Minuten zusammen, ohne dass man die wichtigsten Punkte vergisst und natürlich auch ein bisschen Humor mitbringt.
Speaker: Und das ist richtig Arbeit.
Speaker: Also so eine Folge ist so Netto-Arbeitszeit, sind es wahrscheinlich von allen Beteiligten, sind es halt so neun Stunden, die da reinfließen, bis das dann da gegossen ist und eingesprochen und hochgeladen und geschnitten.
Speaker: Aber ich habe noch nie ein Projekt gehabt, was so polarisiert.
Speaker: Also Menschen lieben das oder Menschen hassen das, also wir kriegen sehr, sehr viel ganz, ganz böse Nachrichten zu diesem Podcast.
Speaker: Okay, das hätte ich jetzt nicht gedacht.
Speaker: Doch, doch, das fühlen sich Leute persönlich angegriffen dadurch, dass wir deren Helden zusammenfassen und uns ein bisschen auf den Arm nehmen.
Speaker: Das heißt, da kommen wirklich jeden Tag Nachrichten mit, ja, Trittbrettfahrerei, das ist ja absolut, also sowas, wie war die letzte Formulierung, noch, wenn ein, was ist eine Zecke, ein parasitärer Podcast ist das, wir sollten doch mal was eigenes machen und uns selber was ausdenken, mach doch einen eigenen Podcast, schrieb jemand, wo ich dachte, ja, nee, noch einen kann ich nicht hinkriegen.
Speaker: Also es ist schon spannend.
Speaker: Ganz ehrlich, mir gefällt das Ding deswegen, weil ich habe das schon letzte Woche gesagt, ich habe Lanz und Precht immer angehört, wenn ich auf langen Autofahrten bin, mal so im Hintergrund hat man es sich angehört und irgendwo hatte ich dann keine Lust mehr.
Speaker: irgendwo wurde das zu tiefgründig und irgendwo, keine Ahnung, hat mich nicht mehr so hingerissen.
Speaker: Dann habe ich deinen Podcast gehört und jetzt zum Beispiel letzte Woche war es ja super.
Speaker: Da haben die ja über Richard, wo erreiche ich dich, über den Podcast von dir geredet.
Speaker: Und wenn du deinen Podcast dann anhörst, da wirst du ja komplett blam, blam.
Speaker: Das ist dann Meter, Meter, Meter, Meter.
Speaker: Also wir haben dann ja auch darüber gesprochen.
Speaker: Das war so interessant, dass ich nochmal reingeschalten habe.
Speaker: Echt geil.
Speaker: Ja, das Spannende ist ja,
Speaker: Die Idee ist ja entstanden, als ich mit Atze Schröder zum Frühstück verabredet war und wir saßen beim Frühstück und er sagte, sag mal, hast du die letzte Folge von Lanz und Precht gehört?
Speaker: Und da sagte ich auch, boah, das ist mir manchmal echt zu lang und ich habe manchmal die Ruhe nicht, da in die tiefen Themen einzusteigen, aber...
Speaker: Da sagt er, ja, das geht mir genauso, aber die Themen sind ja so spannend, über die sprechen und die sprechen ja auch teilweise gute Punkte an.
Speaker: Es ist ja nicht so, dass wir die doof finden oder sowas, sondern die Themen sind halt extrem interessant und manchmal braucht es halt eben nochmal jemand Drittes, um das einzuordnen und zusammenzufassen und er sagte dann, es wäre so schön, wenn mir den Podcast jemand in 10 Minuten zusammenfassen würde.
Speaker: Und da sagte ich, Atze, das kriege ich hin.
Speaker: Und verdammt nochmal, jetzt komme ich von, ich habe keine Zeit zu, Lanz und Precht zu hören, ich höre sie jeden Freitag jetzt professionell.
Speaker: Ist ein richtiger Service-Podcast, muss man sehen.
Speaker: Also ich sehe das nicht negativ.
Speaker: Ich würde jetzt wirklich sagen, ich bin dir dankbar dafür, dass das Marsch und der…
Speaker: Ja, was mir auch in dem Zuge auffällt, wirklich, also da bist du einzigartig in der ganzen Podcast-Welt.
Speaker: Du hast eine extrem hohe Qualität und da möchte ich jetzt nicht unbedingt nur auf die Technik hinweisen.
Speaker: Du erzählst immer so kleine Geschichten mit deinem Podcast.
Speaker: Also du machst vom Intro bis zum Ende, sind die wirklich sehr, sehr professionell aufgenommen und sehr, sehr, ja,
Speaker: Ich vergleiche das immer mit früher, wo man als Kind Benjamin Blümchen oder die drei Fragezeichen angehört hatte.
Speaker: Das ist jetzt natürlich etwas für Erwachsene.
Speaker: Aber eine sehr hohe Qualität und sehr, sehr aufwendig.
Speaker: Wie kommt das dazu?
Speaker: Ist das dir einfach so reingerutscht oder was kommt dich dazu, sowas zu tun?
Speaker: Also ich habe früher viel Musik gemacht und habe mich auch immer schon mit Tontechnik so ein bisschen auseinandergesetzt und als ich dann angefangen habe Podcasts zu machen, habe ich mir halt, ich hatte halt den großen Vorteil, dass ich in einer
Speaker: Ich hatte eine sehr lange Findungsphase, also von der Entscheidung, ich mache Podcasts bis zu, ich bringe die erste Folge raus, habe ich mir sehr viel Zeit gelassen, indem ich wirklich alle Mikrofone, alle Technik, die Aufnahmetechnik wirklich studiert habe und konnte auch sehr viele Sachen ausprobieren.
Speaker: Ich habe damals eine IT-Firma gehabt.
Speaker: Die habe ich einigermaßen okay verkauft.
Speaker: Also ich bin jetzt nicht so, dass ich nicht mehr arbeiten musste, aber ich konnte mir die Zeit einfach nehmen, mich da reinzufuchsen und habe mir dann wirklich sehr viele verschiedene Mikrofone angeschaut und ausprobiert.
Speaker: Und wie nehme ich das auf?
Speaker: In welcher Umgebung nehme ich das auf?
Speaker: Das war ja dann auch die Idee mit dem Bus.
Speaker: wo das Ziel ist im Weg drin aufgenommen wurde.
Speaker: Das war ja am Anfang ein riesiges Wohnmobil, aber die sind natürlich, das sind perfekte Soundkabinen.
Speaker: Also, weil man natürlich auch nicht campen will und in einer Blechbüchse, sondern die sind ja alle ausgestattet mit Dämmmaterial und dementsprechend habe ich von Anfang an gesagt, wenn ich das rausbringe, will ich eine gute Audioqualität haben.
Speaker: Das ist das eine und
Speaker: Das andere sich mit Sounddesign, nenne ich es ja immer, zu beschäftigen, was passt wie zusammen, wo ist eine Musik richtig, auch unter einer Werbung oder sowas.
Speaker: Eine Werbung macht mir einfach auch Spaß zu schreiben und aufzunehmen, eine Stimmung da reinzubringen.
Speaker: Und ich glaube, das ist es, eine Stimmung reinzubringen, malt dann dieses Bild, was du von einem Hörspielbeispiel genommen hast, so.
Speaker: So wie zum Beispiel Außertresen nichts gewesenes.
Speaker: Von Anfang bis Ende durchgestylt und audiomäßig perfekt.
Speaker: Ja, das ist ja so ein bisschen, wer das nicht kennt, das ist so ein bisschen, wir haben so Hörspielelemente da drin, dass Jürgen, der unser Wirt natürlich eben auch zwischendurch einfach mal spricht und da eine Baratmosphäre einfach stattfindet, die wir natürlich aufgenommen haben.
Speaker: Das findet natürlich alles in der Buchenklausel statt, einer Bar in einem Ort, den wir nicht nennen.
Speaker: In diesem Podcast bist du auch sehr, sehr persönlich.
Speaker: Das ist also sehr, sehr offen und sehr, sehr, ja, ich sag mal grenzenlos fast schon.
Speaker: Die einzigen Grenzen, die ich jetzt wahrgenommen habe, ist so, wenn du jetzt jemand anderen nicht magst, dem seinen Namen nennst du jetzt nicht oder so, aber sonst, es geht ja über Sex, Drogen, Politik, Geld, alles.
Speaker: Es gibt ja kaum was, was...
Speaker: Was du nicht von dir preisgibst.
Speaker: Doch, da ist schon noch eine ganze Menge, was ich nicht preisgebe.
Speaker: Ja, doch, definitiv.
Speaker: Also ich sage mal, mein wirkliches Privatleben geht halt die Hörer nicht wirklich was an.
Speaker: Also ich erzähle eigentlich nie etwas über Beziehungen oder...
Speaker: enge Menschen in meinem Umfeld, wenn ich die nicht vorher gefragt habe.
Speaker: Also das sind halt Dinge, dass man auch ein bisschen, man muss sich ja dann doch, auch wenn man sich öffnet und persönlich wird und seine Meinung sagt, also Meinung ist ja das eine oder frühere Sexgeschichten oder sowas, die wir da in der Dating-Folge erzählt haben.
Speaker: Das ist schon okay, aber da nenne ich natürlich auch gar keine Namen.
Speaker: Aber man muss sich dann ja doch interessanterweise
Speaker: Und auch ein bisschen schützen.
Speaker: Also das ist jetzt nicht so, dass man, also ich kann zum Glück sehr unerkannt durch die Gegend laufen, aber es haben halt schon mal Menschen meine Adresse rausgefunden und standen hier vor der Tür und so weiter.
Speaker: Also das ist dann schon auch schräg.
Speaker: Wollten sich den Hund oder den Bus angucken und da willst du halt dann am Ende dann doch nicht alles von dir preisgeben oder Menschen in deinem Umfeld auch damit belasten.
Speaker: Aber ansonsten gibt es ja nichts, wo man, also als strafrechtlich Relevantes habe ich noch nicht erzählt, es sei denn, es ist zehn Jahre verjährt und Morde habe ich bisher eher nicht begangen.
Speaker: Ja, Gott sei Dank.
Speaker: Was mir jetzt persönlich auch noch aufgefallen ist, du hast so eine buddhistische Einstellung, darüber redest du irgendwie.
Speaker: Hat das einen Hintergrund irgendwo?
Speaker: Hast du da Kontakt mal gehabt oder den Dalai Lama?
Speaker: Ja, also ich habe mal eine WhatsApp an den Dalai Lama geschickt, beziehungsweise ich habe sie nicht geschickt, ich habe ein Foto gemacht, was an den Dalai Lama geschickt wurde, direkt neben mir, aber nee, ich habe jetzt keine Vorprägung oder sowas und
Speaker: Ich bin auch kein Buddhist und ich finde, ich lehne jegliche Art von Religion eigentlich ab, aber es gibt ja so die, sag ich mal, menschlichen, gesellschaftlichen Regeln, die einem so ein bisschen...
Speaker: die man mehr oder minder sowieso in sich trägt.
Speaker: Also tu niemandem was an, was dir nicht angetan werden will.
Speaker: Findest du eigentlich in jeglicher Religion.
Speaker: Und das mag dann am nächsten am Buddhismus dran sein, wie ich lebe.
Speaker: Aber ich bin nicht buddhistisch irgendwie kirchlich geprägt, wenn man das so sagen will.
Speaker: Aber mein Nachbar, Gott hab ihn selig, wenn es einen Gott gibt,
Speaker: Jay Ullall ist vor ein paar Wochen verstorben mit fast 90, der ist ein ehemaliger Sternfotograf gewesen, der ganz, ganz tolle Fotos gemacht hat, der ein guter Freund vom Dalai Lama war.
Speaker: Und für den auch ein Fotobuch über Tibet gemacht hat.
Speaker: Und ihm das sozusagen geschenkt hat.
Speaker: Und der hat damals den Dalai Lama, nachdem er ins Exil gegangen ist, in Indien als erster Reporter sozusagen besucht und ist mit dem durch die Gegend gereist.
Speaker: Und hat ihm dann als Dank sozusagen ein Fotobuch gemacht.
Speaker: Und ich hatte bei Das Ziel ist im Weg, Jörg Hohwester, einen deutschen Fotografen, der erst mal mit einem
Speaker: Mit einem Drei-Mann-Kanu, Kanu hätte ich beinahe gesagt, mit einem Boot ist er über den Atlantik gerudert, aber der hat zufällig auch den Dalai Lama auf mehreren Reisen begleitet und hat auch mit dem Veranstaltungen gemacht und ist dem hinterhergereist und mit dem gereist und hat ihm als Dank auch ein Fotobuch über Tibet gemacht.
Speaker: Und das war so schön, diese beiden Menschen zusammenzubringen.
Speaker: Zwei Fotografen, der eine irgendwie, ich sag jetzt mal, kurz vor 40 und der andere irgendwie kurz vor 90.
Speaker: Der eine 1,50 Meter groß, der andere 2 Meter groß.
Speaker: Und die beiden haben sich begrüßt, als wenn sie alte Freunde waren und haben über ihren Freund in Dalai Lama gesprochen.
Speaker: Und ich durfte dann das Foto machen, was dann Jörg Hovest per WhatsApp an den Dalai Lama geschickt hat.
Speaker: So eine lange Geschichte, was ich mit dem Buddhismus zu tun habe.
Speaker: Aber alles durch diesen Podcast, also davon mal ganz abgesehen, der hat mich dann mit Menschen quasi verbunden.
Speaker: Ja, du hast ein Riesennetzwerk, glaube ich, oder?
Speaker: Ich mag gar nicht das Wort Netzwerk.
Speaker: Also ich finde Netzwerk hat immer mit Kontakten zu tun.
Speaker: Ja, Freunde auch nicht.
Speaker: Ich mag halt Menschen.
Speaker: Das ist so, wenn mich Menschen interessieren, dann mag ich auch gern mit denen eine Verbindung eingehen.
Speaker: Gut, ist ja auch wichtig.
Speaker: Deswegen mache ich das ja hier auch.
Speaker: Ich möchte Menschen kennenlernen, solche wie dich.
Speaker: Bisschen Verrückte, würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Aber Ehrliche.
Speaker: Du bist ja auch so wie ich, ein bisschen aus der 64er Zeit, also C64 meine ich.
Speaker: Ja, ja, ja.
Speaker: Du bist so ein ITler.
Speaker: Ja, ITler wäre zu viel gesagt.
Speaker: Ich habe in der IT viel gearbeitet.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja gut, alle glaube ich aus unserer Zeit so ein bisschen, ja wir haben uns das ja selber angelernt, oder?
Speaker: Ja, aber ich war nie großer Programmierer oder sowas, aber ich habe sehr viele sehr nerdige Freunde und ich konnte immer die Brücke zum Marketing und zu den Werbern sozusagen aufbauen.
Speaker: Für die Menschen, die teilweise vielleicht nicht so extrovertiert waren, konnte ich ein sehr gutes Sprachrohr sein und dementsprechend haben wir immer sehr viele schöne Projekte machen dürfen über die Jahre.
Speaker: Und wenn wir jetzt zurück zum Thema kommen, zum Podcasten, wie bist denn du eigentlich dazu gekommen?
Speaker: Also was hat dich da so angefixt, dass du sagst, jetzt habe ich Lust auf einen Podcast oder was war so eine Urding?
Speaker: Ja, das war eigentlich gar nicht meine Idee gewesen, sondern die eines meiner besten Freunde.
Speaker: und Geschäftspartner, als ich damals die IT-Firma wollte, ich verkaufen an zwei verschiedene Konzerne.
Speaker: Und ich weiß nicht, ob du so einen Prozess mal mitgemacht hast, so ein Due Diligence Prozess, also wo die Firma bewertet wird und du mit dem potenziellen Käufer wirklich alle Verträge offenlegst.
Speaker: Und das hat so drei oder vier Monate gedauert, so ein Verkaufsprozess.
Speaker: Und am Ende haben zwei Firmen gesagt, wir wollen die Firma nicht kaufen.
Speaker: Und ich hatte die eigentlich aufgebaut, um sie zu verkaufen.
Speaker: Der große Traum des großen Exits.
Speaker: Und das hat jetzt zweimal nicht geklappt und ich wollte das eigentlich nur zwei Jahre machen und jetzt war ich dreieinhalb Jahre irgendwie in dieser Firma und dann habe ich mich von heute auf morgen entschieden, dass ich das nicht mehr machen möchte.
Speaker: Also es war erstmal so, ich will das nicht mehr machen und habe mich entschieden, dann meinen anderen Geschäftspartnern meine Anteile anzubieten zum Verkauf.
Speaker: Und als ich den Entschluss gefasst habe, war das ein Freitag, es war, die Absage habe ich bekommen oder die beiden Absagen an einem Freitag, an einem Samstag habe ich mich entschieden, das nicht zu machen.
Speaker: Und am Sonntag hat mein guter Freund und Geschäftspartner mir gesagt, weißt du was, das ist eine gute Entscheidung, dass du es nicht mehr machst, aber mach doch diesen Podcast, über den wir schon mal gesprochen haben, in so einem Wohnmobil, weil du liebst ja Menschen.
Speaker: Und dann habe ich überlegt, ja, aber da muss ich ja irgendwie von leben können, irgendwie auf Dauer.
Speaker: Das muss ja dann irgendwie eine Produktionsfirma sein.
Speaker: Und dann habe ich mich hingesetzt und habe das mal so in Excel gegossen.
Speaker: Was braucht man denn zum Leben?
Speaker: Und wie lange dauert das, bis man davon leben kann?
Speaker: Was glaube ich denn, wie lange ich dafür brauche?
Speaker: Und dann haben wir uns am Dienstag die Hand draufgegeben und die Ponywurst gegründet.
Speaker: Und das machst du jetzt mit deinem Freund zusammen, die Ponywurstproduktion?
Speaker: Ja, also das mache ich hauptsächlich.
Speaker: Und also ich mache den Hauptteil da drin.
Speaker: Aber ich habe die große Sicherheit und das große Vertrauen von einem meiner besten Freunde, der halt mir den Rücken auch frei hält, falls es nicht funktionieren sollte.
Speaker: Weil natürlich musste man da auch rein investieren, denn drei Jahre hat es ja wirklich auch gebraucht, bis ich davon leben konnte.
Speaker: Also das waren die ersten drei Jahre, also im dritten Jahr war das so, dass ich davon leben kann.
Speaker: Und das muss ja auch irgendwie finanziert sein.
Speaker: Vielleicht liegt es aber auch ein bisschen an deiner Stimme, oder?
Speaker: Deine Stimme, ist die Gottes gegeben oder hast du die geformt durch Zigaretten und Alkohol?
Speaker: Ja, irgendwie, also ich wusste, dass ich irgendwie eine okaye Telefonstimme habe.
Speaker: Ich wusste auch, ich habe früher mal in einer Band gesungen, ich wusste, dass ich relativ laut bin.
Speaker: Also der Engländer sagt Long Travelling Voice.
Speaker: Es gibt so Videoaufnahmen, das war mir immer hochgradig unangenehm.
Speaker: Die sind so von 100 Metern an den Strand gefilmt und da stehen so 20 Leute.
Speaker: Und du hörst die alle reden, aber du kannst nur mich verstehen.
Speaker: So und das nennt der Engländer Long Travelling Voice.
Speaker: Das ist manchmal sehr unangenehm, also gerade weil ich auch nicht, ich kann nicht flüstern, selbst wenn ich flüstere, habe ich Druck auf der Stimme.
Speaker: Da ist immer irgendwie Druck auf der Stimme und ja, dass das wohl eine gute Podcast Stimme ist, das habe ich dann wirklich erst erfahren, als ich dann losgelegt habe und ja.
Speaker: Die habe ich so ein bisschen von meinem Vater, also der hat das auch mit der Long Travelling Voice, also ich mich immer noch daran erinnere, Papa rät nicht so laut, ich rät ja gar nicht laut, ja aber man kann nur dich verstehen, so das ist irgendwie eine Mischung wahrscheinlich aus beiden.
Speaker: Ja, aber ist doch eine gute Grundlage.
Speaker: Was war das für eine Band oder was für Musikart war das, wo du da gesungen hast?
Speaker: Ganz früher habe ich so Rock'n'Roll gesungen.
Speaker: So fast Rockabilly-Style, weißt du, mit so einer Tolle und so weiter.
Speaker: Ah, okay, das passt.
Speaker: Und dann später habe ich eine Band gehabt, das ist eigentlich ein Comedy-Duo gewesen, die Aroma Boys.
Speaker: Der größte Hit, den wir hatten, war...
Speaker: Also kein wirklicher Hit, aber wir sind so durch Comedy-Shows gewandert eine Zeit lang.
Speaker: Zwei Männer in weißen Anzügen mit Monta Monika und Gitarre.
Speaker: Und der größte Hit ist zu hässlich für München, zu dumm für Berlin.
Speaker: Der dann später von Barbara Schöneberger entdeckt wurde und sie hat ihre erste Single mit dem Song gemacht.
Speaker: Also das ist ganz witzig gelaufen, aber das war nie wirklich professionelles Musikmachen.
Speaker: Also das war einfach Spaß mit einem Kumpel.
Speaker: Betreffst Berlin, wo lebst denn du jetzt eigentlich?
Speaker: Ich lebe in Hamburg.
Speaker: Ja, ja, ich lebe in Hamburg, das kann ich auch offen sagen.
Speaker: Wo genau, sage ich nicht, im Norden von Hamburg.
Speaker: Aber ja, ich bin wieder zurück in die Heimat, weil es hier ganz schön ist.
Speaker: Aber die anderen Städte habe ich mir alle auch ganz genau angeguckt.
Speaker: Du warst viel unterwegs oder wie?
Speaker: Ja, ich habe eine Zeit lang in München gelebt.
Speaker: Ich habe eine Zeit lang auch in der Nähe von Berlin gewohnt.
Speaker: Ich habe mal zwei Jahre auf Ibiza gelebt.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, kann man auch mal machen.
Speaker: Haus-Music von morgens bis abends?
Speaker: Nee, nee, nee.
Speaker: Ich habe mir irgendwann mal eine Fernsehsendung ausgedacht und habe eine Firma gefunden, die das finanziert hat und die wurde auf Ibiza gedreht.
Speaker: Da habe ich quasi fast zwei Jahre, nicht durchgehend gewohnt, aber ich hatte immer noch meine Wohnung in Hamburg.
Speaker: Aber ja, fast.
Speaker: Also das erste Jahr war ich, glaube ich, acht oder zehn Monate da und das zweite Jahr waren es dann auch acht oder sowas.
Speaker: Durfte man wissen, wie die Sendung hieß?
Speaker: Ja, ja, das darf man wissen.
Speaker: Die hieß Poker Island.
Speaker: Die ist in Deutschland, glaube ich, nur gelaufen auf D-Max und irgendwann hat Sat.1 das auch übernommen.
Speaker: Aber die ist, ich glaube, jetzt wird sie nicht mehr ausgestrahlt.
Speaker: Aber eine ganze Zeit lang wurde die von verschiedenen Sendern gekauft.
Speaker: Ich glaube, in 42 Ländern oder sowas.
Speaker: Also wirklich ganz schräg.
Speaker: Damals Bet & Win, also B-Win war unser Sponsor.
Speaker: Und die waren ja ganz groß im, das war der Poker-Hype 2008, 2009 und als man Online-Poker noch Neukundengewinnungen dafür Geld hatte und dann, ja, haben wir da viel Spaß gehabt.
Speaker: Aber Ibiza ist schon eine schöne Insel, oder?
Speaker: Ja, das ist so wie Mallorca, hat auch schöne Ecken.
Speaker: Ibiza ist schon, also ich würde da jetzt heute nicht mehr hinziehen wollen.
Speaker: Also das ist schon alles zu sehr...
Speaker: Ich sag mal, mit Glam-Tourismus versehen, als ich schon da war, 2008, war gerade ja sowieso die Finanzkrise gerade am Laufen, aber es ist der Ort gewesen mit den meisten 500-Euro-Scheinen.
Speaker: und das sagt schon eine ganze Menge über die Kultur, die da dann immer mehr Einzug hält von den Superreichen, die halt da alles übernehmen, ob das die Italiener, die Russen oder sonst was sind.
Speaker: Das ist schon teilweise wirklich sehr pervers, was man da sieht.
Speaker: Also es ist nicht die Wirklichkeit und ja, man kann da bestimmt noch toll Urlaub machen, wäre jetzt aber nicht mein favorite Spot.
Speaker: Also ich war einmal in der Jugend dort und mich zieht es nicht mehr hin, weil ich wahrscheinlich so verbrannt worden bin.
Speaker: Ich werde es nie vergessen, wenn du schlafen gegangen bist, hat irgendwas gekrabbelt, hat sich was bewegt und immer wenn es Licht angemacht hat, hast du viele Punkte wegrennt.
Speaker: Ja, okay, da warst du dann in einem der besseren Etablissements untergebracht.
Speaker: Genau.
Speaker: Diese ganze Clubkultur und so, das ist auch alles so pervers.
Speaker: Also wir waren dann natürlich damals auch so ein paar Mal in verschiedenen Clubs und dann in irgendwelchen VIP-Bereichen, wo du dann, da kannst du dann so einen Tisch haben für 15.000 Euro am Abend und das ist dann wirklich, da denkst du ja jetzt, das ist ein Riesentisch mit Getränken und hin und her und dann ist das wirklich so ein wackeliger,
Speaker: Pizzeriatisch, wo sechs Leute ranpassen.
Speaker: Also völlig bescheuert.
Speaker: Also nicht, dass ich das Geld ausgegeben hätte, aber ich kenne Menschen, die da sagten, ja, ja, ich hab hier so einen Tisch und da sind Getränke auch frei und dann stellst du dir das vor wie bei P. Diddy oder wie auch immer in einem Video, aber nee, das ist dann alles...
Speaker: Und ich habe mir mal, das ist auch ganz spannend, mal das Pasha dürfte ich mal tagsüber angucken, wenn das Licht an ist und dann sieht man das alles nochmal mit anderen Augen.
Speaker: Wenn man diese Clubs einfach mal tagsüber besucht, wie, das ist halt, es ist nicht schön, also das, was man da abends im Dunkeln nicht sieht, das will man tagsüber nicht sehen.
Speaker: Genau, und das ist unglaublich.
Speaker: Ich kenne das hier auch bei uns.
Speaker: Ich habe einen Club mal tagsüber besucht und wollte die Gläser dann rausholen aus dem Schrank und kam nicht mehr los, haben festgeklebt.
Speaker: Ja, ja, so ungefähr ist das.
Speaker: Ja, ja, also das ist schon speziell.
Speaker: Aber schön, wenn man abends unterwegs ist.
Speaker: Hat früher schon Spaß gemacht, so Disco.
Speaker: Soll ich da nicht mal so der Renner?
Speaker: Ja, ach, das weiß ich nicht.
Speaker: Ich bin da nie groß.
Speaker: Also ja, eine Zeit lang war das ganz witzig, aber das ist was, wenn man jetzt 50 ist, dann freut man sich doch auch irgendwie mal mit dem Fahrrad rumzufahren und abends dann ein gutes Buch zu lesen.
Speaker: Mit deinem Ami-Camper, ich sage Camper, mit deinem GMC ist es glaube ich, bist du da jetzt noch unterwegs, hast du noch einen Plan, machst du noch eine Reise?
Speaker: Also das ist ja ein Arbeitsmobil, das wird ja jede Woche...
Speaker: fast jede Woche verwendet, um da drin Aufnahmen zu machen.
Speaker: Ich mache jetzt zwar eine Sommerpause, aber mit das Ziel ist im Weg, aber ich mache ja, ich fahre nicht los damit.
Speaker: Also das ist ja auch, ich fahre das Ding in der Woche, wenn es hochkommt, 20 Kilometer.
Speaker: Das ist ja jetzt auch nicht die ökonomischste Form des Reisens.
Speaker: Mit dem Motor und dementsprechend, nein, das ist ein Aufnahmemobil, das ist nicht zu, vor allen Dingen, liebe Steuerbehörden, ich benutze es niemals privat, denn sonst müsste ich ja auch Steuern dafür privat zahlen oder beziehungsweise, nee, das ist wirklich und das ist auch kein Scherz, das ist ein reines Arbeitsvehikel.
Speaker: Gibt es irgendwas, was wir von dir noch in der nächsten Zeit erwarten können?
Speaker: Hast du irgendwas im Petto, wo du schon drüber reden kannst oder willst?
Speaker: Nö, im Moment ist da nichts, außer dass ich wieder, ich weiß nicht, wann die Folge hier rauskommt.
Speaker: Nächste Woche Freitag.
Speaker: Ja, dann kann ich erzählen, dass ich im Oktober und November wieder mit Micky Beisenherz auf Tour gehe.
Speaker: Apocalypse und Filter Café live, Tickets gibt es auf Eventim, wer uns live erleben will und eine tolle, tolle Live Show haben will, weil das ist wirklich auch ein wunderschöner Zufall mit sehr viel Glück, dass mich Micky damals gefragt hat, ob ich da nicht sein Sidekick sein möchte und wir da zusammen auf Tour gehen.
Speaker: Der kommt gerne vorbei, also wer da Lust hat.
Speaker: Wir sind in München, Köln, Hannover, Dresden, Stuttgart, weiß ich nicht, guckt auf Evente.
Speaker: Das macht riesen Spaß.
Speaker: Du bist schon ganz schön dicke mit Micky, gell?
Speaker: Ja, also wir sind gute Freunde.
Speaker: Also das macht schon auch viel Laune, mit dem unterwegs zu sein.
Speaker: Also er ist ja auch so ein Extremer.
Speaker: Der hat ja täglich, der, der täglich irgendwas isst irgendwo, gell?
Speaker: Ja, das ist natürlich, der brennt von allen Seiten.
Speaker: Ich sage ja auch immer, es gibt eigentlich zwei Micky Beisenherz.
Speaker: Der eine steht immer im Keller.
Speaker: Da werden die Batterien aufgeladen und der wechselt so durch.
Speaker: Ja, der hat viel zu tun, der Mann.
Speaker: Und das ist ja auch gut so.
Speaker: Also das ist ja jetzt ein bisschen weniger geworden mit Apocalypse und Filterkaffee, weil er sich so ein paar Co-Hosts mit reingeholt hat und nicht jeden Tag ans Mikrofon muss.
Speaker: Aber er macht das ja natürlich auch gerne.
Speaker: Aber das macht schon Spaß.
Speaker: Die Live-Show ist halt wie eine Klassenreise.
Speaker: Also diese Live-Tour, das ist für uns beide nochmal was ganz anderes und auch so ein bisschen raus.
Speaker: Bist du auch erfrischend?
Speaker: Ja, so ein bisschen raus aus diesem täglichen Wir-machen-Podcast-Geschehen.
Speaker: Er macht ja noch Fernsehen und hin und her und rauf und runter.
Speaker: Aber das ist halt immer eine ganz, ganz tolle Zeit.
Speaker: Kann ich mir vorstellen, das ist bestimmt witzig.
Speaker: Ja, vor allen Dingen ist es halt so, wenn es dann quasi, es ist in dem Moment manchmal stressig, so viel zu reisen und da zu sein, wenn man dann auf der Bühne ist und Spaß hat, dann ist das alles danach vergessen und eigentlich sind immer zum Ende der Tour sind immer alle traurig, weil man dann sagt, wollen wir nicht noch zehn Termine machen, weil es so viel Spaß macht.
Speaker: Also da so zwei Stunden auf der Bühne Quatsch zu machen, ist ja auch einfach ein wahnsinniges Privileg.
Speaker: Das ist die einzige Art Feedback zu bekommen, so richtig direkt, außer Klicks und sowas.
Speaker: Ich kriege sehr viel Feedback bei Richard, woher reiche ich dich?
Speaker: Doch, schickt mehr.
Speaker: Die Hater sollen einfach mehr schicken.
Speaker: Es ist so lustig.
Speaker: Ich freue mich da jeden Tag drüber.
Speaker: Neulich kamen auch, ja, ja, hier verkürzte Sachen darstellen.
Speaker: Wir sind wie argumentativ schwache Kinder.
Speaker: Das ist, was euer Podcast zeigt, was an unserer Gesellschaft schlecht ist.
Speaker: Das kann man so machen, macht aber auch die AfD.
Speaker: Die Nächste schreiben, wir sind wie die Bild-Zeitung.
Speaker: Es ist wunderbar.
Speaker: Schreibt bitte mehr solchen Quatsch.
Speaker: Tatsächlich, ich sehe es als Bereicherung für die Podcasts.
Speaker: Ja, überhaupt nicht.
Speaker: Das sind halt Menschen.
Speaker: Und da muss ich halt wirklich sagen, zeigt es ein Bild unserer momentanen Gesellschaft, dass sich jemand...
Speaker: so aufregen kann darüber, wenn er diesen Podcast hört, diese 10 Minuten, dass er sich die Zeit nimmt, einen dreizeiligen Text in sein Handy einzugeben.
Speaker: Dazu muss man ja so wütend sein, um dann in Großbuchstaben zu schreiben, widerlich, verachtenswert, hören Sie auf damit.
Speaker: Das ist Quatsch.
Speaker: Also das zeigt mir einerseits...
Speaker: Und dass Menschen entweder einen Personenkult hinterher hängen, wo sie sagen, wenn meine Idole kritisiert werden, dann meckere ich sofort los.
Speaker: Aber ich kann mir kein Szenario vorstellen, wo mich ein Podcast so aufregen könnte, dass ich dann sofort ins Handy greife und in Großbuchstaben so einen Quatsch schreibe.
Speaker: Absolut.
Speaker: Es ist eine sehr polarisierte Welt, das ist abnormal.
Speaker: Ja, dementsprechend.
Speaker: Schön.
Speaker: Ich mag es, also mich amüsiert es unglaublich.
Speaker: Ja, ist eigentlich eine Hochachtung.
Speaker: Wenn sich jemand so aufregt, der nimmt sich ja wirklich dann die Zeit, die Anstrengung dir zu schreiben, du fällst dann auf.
Speaker: Ja, Hajo Schumacher hat das gesagt, weil ich hatte mit ihm darüber gesprochen, er sagte, dann habt ihr alles richtig gemacht.
Speaker: Wenn ich was schreibe und ich kriege viel negatives Feedback, kriege ich meistens auch sehr viel positives Feedback, nur die Menschen, die sich freuen darüber über den Podcast, die würden ja nicht diese Extrameile gehen, sondern die hören das und freuen sich und dann müssen die nicht unbedingt das Handy öffnen und da irgendwie ihre Freude dann reinhacken, sondern dann freut man sich einfach.
Speaker: So dementsprechend, ich weiß das schon sehr gut einzuschätzen.
Speaker: Meine vorletzte Frage ist immer ein bisschen speziell.
Speaker: Es geht immer um Politik.
Speaker: Aber ganz, ganz offen.
Speaker: Wie stehst du gerade zu der deutschen Politik?
Speaker: Was denkst du?
Speaker: Ganz grob.
Speaker: Es geht jetzt nicht wirklich im Detail.
Speaker: Doch, ich gehe gleich ins Detail.
Speaker: Ich gehe sofort ins Detail.
Speaker: Mir ist am Wochenende mit Schrecken aufgefallen,
Speaker: dass Hubert Aiwanger nur zwei Jahre älter ist als ich.
Speaker: Hast du auch einen Brief geschrieben?
Speaker: Nee, ich hatte diesen Mann eigentlich für so 60 locker gehalten.
Speaker: So von allem Habitus, Gestus und so weiter.
Speaker: Dachte ich wirklich, dieser Mann muss doch jenseits der 60 sein.
Speaker: Ist er nicht.
Speaker: Das ist quasi der bayerische Philipp Amthor.
Speaker: jetzt nicht politisch gesehen, sondern rein von seinem Auftreten, weil also... Von der Gestik.
Speaker: Ja, von allem.
Speaker: Das ist ja ein alter Mann.
Speaker: Ja, ich bin auch ein alter Mann, aber ich glaube, also wenn man so ist, dann kann man keinen Spaß haben.
Speaker: Nee, das ich... Grundsätzlich sage ich zur Politik momentan auch bei allem Scholz, Gebäsche oder Ähnlichem, ich sehe im Moment auch...
Speaker: in der momentanen Lage möchte ich nicht Bundeskanzler sein und ich sehe auch niemanden, der da vorne sitzen würde und gerade eine bessere Figur machen könnte.
Speaker: Nicht, dass Olaf Scholz eine gute Figur macht.
Speaker: Das habe ich nicht gesagt, aber ich glaube, in der momentanen Lage würde es jedem schwerfallen, Deutschland
Speaker: Also egal, welche Partei da gerade unterwegs wäre, es ist einfach unglaublich schwer.
Speaker: Und ich glaube, dass Politiker wahnsinnig unterbezahlt sind, denn man sieht ja immer wieder, dass dann so Lobbypolitik gemacht wird und danach Menschen wie Sigmar Gabriel vielleicht...
Speaker: irgendwelche Jobs machen von Dingen, wo sie vielleicht mal in die ein oder andere Richtung Politik gemacht haben und danach irgendeinen Aufsichtsratsposten kriegen oder sonst was.
Speaker: Ich möchte hier nichts Justiziables sagen, aber wenn man die Menschen meinetwegen
Speaker: Die sollen so viel Geld kriegen, wie sie wollen, in Anführungsstrichen.
Speaker: Weil die tragen die Verantwortung und die sollen das so unabhängig wie möglich machen.
Speaker: Ich weiß, dass es so nicht funktioniert.
Speaker: Aber im Grunde bin ich eigentlich sehr zufrieden mit unserer Demokratie.
Speaker: Und was die AfD anbelangt, da bin ich auch ratlos, wie man damit umgehen sollte.
Speaker: Und...
Speaker: Ja, es gibt so viele, viele verschiedene Dinge, wo ich auch, ich sag auch offen, wenn ich keine Ahnung habe und mir meine Meinung noch nicht gebildet habe.
Speaker: Es gab ein schönes Beispiel hier in Hamburg, das ist, gab es die Schill-Partei und die haben einmal regiert und dann wusste man auch, was für Pfeifen das waren.
Speaker: Ich weiß nicht, ob man der Pfeifen,
Speaker: Die AfD die Chance irgendwo geben soll, vielleicht sollen die mal da in irgendeinem Bundesland, wo sie auch stark sind, ein bisschen Verantwortung kriegen und dann zeigen, ob sie das wirklich können und ja, das weiß ich nicht.
Speaker: Ich weiß es wirklich nicht.
Speaker: Das ist alles, was ich zu Politik sagen kann.
Speaker: Kann keiner wissen, aber ich sehe es immer so bei uns.
Speaker: Ich komme aus Baden-Württemberg hier, ich sitze ja hier in Stuttgart.
Speaker: Und du glaubst gar nicht, was für eine Angst umging, als wir gehört haben, dass die Grünen hier an die Macht kommen.
Speaker: Heieiei, das ist ja ganz fürchterlich.
Speaker: Aber es ist doch alles beim Gleichen geblieben.
Speaker: Ja, also wahrscheinlich nicht alles beim Gleichen.
Speaker: Aber ich finde es ja sowieso so spannend, dass...
Speaker: wir eigentlich unglaublich privilegiert leben.
Speaker: Also in Deutschland.
Speaker: Und wenn man sich die Entwicklung anguckt, dass wir nicht genug Menschen produzieren, wenn man es mal so sagen will, dass unser Rentensystem einfach so nicht funktioniert und wir Zuwanderung brauchen, damit wir überhaupt hier weiter existieren können,
Speaker: Also wenn das, das ist ja nicht zu bezweifeln einfach, Punkt, das kann man nicht bezweifeln, weil alle Zahlen deuten dahin, ja, wir brauchen hier Menschen.
Speaker: Dass man dann ernsthaft hingehen kann und sagen kann, ja nee, aber Zuwanderung nicht.
Speaker: Also dann kann man immer noch sagen, ja okay, wie Zuwanderung und wie kriegen wir das hin, Menschen richtig auszubilden und eine Integration auszubilden.
Speaker: hier hinzukriegen, darüber müssen wir uns unterhalten, aber nicht, ob Menschen kommen, weil die Option gibt es gar nicht.
Speaker: Also, dass wir nicht Menschen hier in diesem Land brauchen.
Speaker: Und wir kommen ja sowieso aus einem Zeitalter, wo wir die Gastarbeiter geholt haben.
Speaker: Ich weiß nicht, ob du aus deiner Jugend das noch mitbekommen hast, deine Freunde, Italiener, Türken.
Speaker: Klar, ja, alles fein.
Speaker: Also wie gesagt, das ist eine Million Italiener haben diesem Land sehr, sehr gut getan.
Speaker: Also und ja.
Speaker: Naja.
Speaker: Und es geht nicht nur um die... Okay, das war die kurze politische Frage.
Speaker: Es soll kein politischer Podcast werden.
Speaker: Wir haben jetzt viel geredet.
Speaker: Ich habe auch bei dir wieder noch einen Haufen Fragen, aber ich will es nicht zu lange machen.
Speaker: Vielleicht können wir ja irgendwann mal noch ein Revival machen.
Speaker: Ich habe noch eine Frage oder ein Ding.
Speaker: will ich das Podium geben.
Speaker: Du übernimmst das Schlusswort und du kannst jetzt sagen, was du dir von deinen Fans wünschst, von deiner Community, von deinen Hörern, von deinen Hatern oder was auch immer.
Speaker: Ich kann nur sagen, seid lieb zueinander, macht das, was euch Spaß macht, achtet auf eure Mitmenschen, achtet mal auf alte Leute, denn ihr werdet auch alt und alt werden ist nichts für Feiglinge.
Speaker: dementsprechend achtet immer drauf, behandelt die Älteren und auch die Jüngeren so, wie ihr selber behandelt werden wollt, weil ihr werdet auch mal alt und es gibt irgendwann Jüngere, die müssen das auch genauso lernen und dementsprechend seid friedlich.
Speaker: Peace.
Speaker: Das war's, ja.
Speaker: Danke.
Speaker: Gerne.
Speaker: Das war Robert Lange.
Speaker: Mit seinem Podcast Studio Talk.
Speaker: Live und direkt aus den Radical Life Studios.
Speaker: Ja, wie schalte ich den Scheiß hier ab?
Speaker: Läuft ja immer noch der Kack.
Speaker: Glaubt mich da jemand?
Speaker: Hallo?
Speaker: Hallo?
Speaker: Glaubt er, ist aus?
Speaker: Ja, nun?
Speaker: Kann er einmal die Musik ausmachen?
Speaker: Hey, Musik aus Scheißzeug.
Speaker: Gute Nacht.






