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Studio-Talk mit Aylin und Johanne (Podcast: Zitronengrün)

Studio Talk in den Radical Life Studios
Hinter den Kulissen von 'Zitronengrün' – Ein Einblick in das Leben von Aylin & Johanne In der neuesten Episode von „Studio-Talk“ öffnen wir die Tür zu einem Podcast, der die Herzen seiner Zuhörer erobert hat: „Zitronengrün“. Aylin und Johanne gewähren einen exklusiven Einblick in ihr Leben, ihre Gedanken und die faszinierende Welt ihres Podcasts. Erfahren Sie, wie die Idee zu ihrem Podcast entstanden ist und wie Aylin und Johanne sich zusammengetan haben, um diesen einzigartigen Podcast zu kreieren. Die beiden geben uns einen Einblick in die Anfänge ihrer Podcast-Reise und was sie dazu inspiriert hat. Wir reden über die Themen, die sie bewegen, und erforschen ihre Gedanken zu den Themen im Podcast. Episoden wie „Wie vermeidet man Hektik?“, „Gibt es Glück überhaupt?“ und „Was ist der Unterschied zwischen Traum und Wunsch?“ machen Lust darauf, mehr darüber zu erfahren. Die Gespräche regen Zuhörer dazu an, über ihre eigenen Ansichten und Erfahrungen nachzudenken. Aylin und Johanne teilen nicht nur ihre Gedanken, sondern gewähren uns auch einen tiefen Einblick in ihr eigenes Leben. Die persönliche Verbindung der beiden schafft eine einzigartige Podcast-Erfahrung. Wir reden auch über die Pläne von Aylin und Johanne für die Zukunft von „Zitronengrün“. Diese faszinierenden Gastgeberinnen haben noch viele spannende Themen und Ideen in petto und werden weiterhin inspirierende Gespräche führen, die zum Nachdenken anregen. Tauche ein in eine Welt voller tiefgründiger Gespräche, inspirierender Gedanken und persönlicher Geschichten. Wenn Du neugierig auf den Podcast „Zitronengrün“ bist oder einfach mehr über die Menschen hinter den Mikrofonen erfahren möchtest, dann ist diese Episode genau das Richtige für Dich. Links zur Episode: https://zitronengruen.podigee.io/ https://www.instagram.com/zitronengruen.podcast Besuche uns Digital: https://radicallifestudios.de https://x-tac.media   Copyright © 2024 Robert Langer (https://robert-langer.com)

Transcript

Speaker: In der neuesten Episode von Studio Talk öffnen wir die Tür zu einem Podcast, der die Herzen seiner Zuhörer erobert hat.

Speaker: Zitronengrün.

Speaker: Aileen und Johanne gewähren einen exklusiven Einblick in ihr Leben, ihre Gedanken und die faszinierende Welt ihres Podcasts.

Speaker: Erfahren Sie, wie die Idee zu ihrem Podcast entstanden ist und wie Aileen und Johanne sich zusammengetan haben, um diesen einzigartigen Podcast zu kreieren.

Speaker: Die beiden geben uns einen Einblick in die Anfänge ihrer Podcast-Reise und was sie dazu inspiriert hat.

Speaker: Ja, hallo Aileen, hallo Johanna.

Speaker: Ihr seid vom Podcast Zitronengrün.

Speaker: Vielleicht stellt euch direkt mal selber vor.

Speaker: Aileen, wer bist du?

Speaker: Was tust du?

Speaker: Wer bin ich?

Speaker: Was mache ich?

Speaker: Ich bin Aileen.

Speaker: Erstmal ein Hallo auch von mir.

Speaker: Bin geboren in Berlin und lebe auch in Berlin.

Speaker: Bin 27 Jahre alt.

Speaker: Und mache gemeinsam mit Johanna den Podcast Zitronengrün.

Speaker: Und du, Johanna, wer bist du?

Speaker: Genau, wie angekündigt, ich bin Johanna, ich bin 25, ein bisschen jünger als Aline, lebe auch in Berlin und bin mit eingestiegen in die schöne Idee, wie ich finde.

Speaker: Wir haben gemeinsam Medienpsychologie studiert und kennen uns daher aus dem Master und arbeiten jetzt zusammen.

Speaker: Und genau dadurch, dass da so eine schöne Freundschaft entstanden ist, haben wir den Plan geschmiedet, einen Podcast zu starten.

Speaker: Der Urgedanke war aber bei Aileen, oder?

Speaker: Genau, der Urgedanke war bei mir.

Speaker: Ich hatte mich schon das längere damit beschäftigt, einen Podcast zu starten, aber hatte nie alleine den Mut.

Speaker: Und als ich das dann mit Johanne besprochen hatte, hat Johanne einfach vorgeschlagen, dass wir es gemeinsam machen.

Speaker: Und ich war dann so überrascht von der Idee, dass ich es erst mal kaum glauben konnte.

Speaker: Aber dann haben wir uns schnell dazu entschieden und es ging alles ziemlich fix eigentlich.

Speaker: Es ist sehr, sehr auffällig, dass ihr sehr, sehr persönlich seid.

Speaker: Also ihr gebt ziemlich viel Preis in dem Podcast.

Speaker: Viel persönliche Sachen.

Speaker: Dafür muss man mutig sein.

Speaker: Das zeigt schon mal, ihr seid auf jeden Fall mutig.

Speaker: Aber dennoch, was ist der Grund oder was ist der ursprüngliche Gedanke, dass ihr so einen Podcast zusammen betreibt?

Speaker: Johanne und ich zeigen gerade aufeinander, wer starten soll.

Speaker: Johanne, starte du, da ist es gerade auch.

Speaker: Das ist deine Idee, deswegen fang gerne an.

Speaker: Ja, genau, wir sind sehr persönlich, weil wir das Gefühl haben, dass wir nicht alleine mit unseren Gefühlen, mit unseren Problemen dastehen zumindestens und wollten unsere Gedanken teilen, so eine Art von...

Speaker: Lautmonolog, die wir zu zweit führen in dem Sinne.

Speaker: Aber genau, also Johanna nennt das eine Sprachmemo.

Speaker: Genau, es ist eigentlich von Anfang an klar gewesen, dass wenn wir das gemeinsam starten, dass wir im Prinzip die Themen, die wir ohnehin in unseren Mittagspausen, bei einem Spaziergang oder einfach bei so einem netten Schnack, die wir miteinander teilen, dass wir die gerne aufnehmen wollen und dass wir da auch nicht unbedingt

Speaker: viel zurückhalten in dem Sinne, weil es genau in diesen Gesprächen, die wir sonst zu zweit haben, eigentlich oft auch um Punkte geht, die vielleicht ein bisschen tiefer liegen, die uns aber so im Alltag, im Einzelnen denken sozusagen gar nicht unbedingt so auffallen.

Speaker: Und manchmal ist das ja total praktisch, wenn man so eine spiegelnde Instanz, eine vertraute Instanz hat, mit der man dann

Speaker: ganz genau hingucken darf.

Speaker: Und die Idee war im Prinzip, auch wenn wir jetzt nicht die schmutzigen Details auspacken sozusagen, aber dass wir gerade, wenn es um Emotionen und um Themen geht, die uns aktuell einfach auch bewegen, sei das so was wie eine Umzugssituation oder die Frage, wie

Speaker: beende ich denn eigentlich eine Freundschaft?

Speaker: Selbst wenn es eine tolle Zeit war, was mache ich denn dann eigentlich?

Speaker: Also so Dilemma, die glaube ich viele Menschen insgesamt irgendwie nachvollziehen können.

Speaker: Genau, dazu haben wir unsere Gedanken gebündelt und geteilt und sie in die Welt geschickt, um zu horchen, ob es anderen ähnlich geht.

Speaker: Es ist ja schon mutig heutzutage, also sich zu outen und einfach Meinung oder eigene persönliche Empfindungen zu veröffentlichen, kann ja auch bedeuten, dass andere es nicht gut finden zum Beispiel oder andere dann Kritik äußern.

Speaker: Und der Mut haben ja immer weniger Menschen, finde ich.

Speaker: Wenn dann im Extrembereich, klar, in einer Gruppe, aber einzeln darüber zu reden oder so in einem Talk zusammen, gehört ja schon ein Stück Mut dazu.

Speaker: Habt ihr das in euch so?

Speaker: Seid ihr ein bisschen extrovertiert oder was ist der Grund?

Speaker: Also ich bin überhaupt nicht extrovertiert.

Speaker: Ich bin eher introvertiert als extrovertiert.

Speaker: Aber ich hatte das Bedürfnis in dem Moment, also da wir in einem geschützten Raum sind in dem Moment, kommt es einem gar nicht so rüber, als ob jeder die Möglichkeit hat, uns zuzuhören in dem Moment.

Speaker: Deshalb ist es, glaube ich, weniger problematisch bei der Aufnahme.

Speaker: Es ist dann spannend zu sehen, wenn Leute sich das angehört haben, wie sie darauf reagieren.

Speaker: Dann freut man sich natürlich.

Speaker: Klar, es gibt auch manchmal Kritiken, aber die sind meistens konstruktiv und die bringen uns auch weiter.

Speaker: Deshalb sind wir auch offen, glaube ich, für jede Art von... Nee, nicht für jede Art, aber für konstruktive Kritik zumindest.

Speaker: Und deshalb bringt es mich persönlich weiter.

Speaker: Ja, bei mir ist das ein bisschen anders.

Speaker: Also ich habe in bestimmten Situationen auf jeden Fall auch eine sehr introvertierte Seite, aber das ist auf jeden Fall ein bisschen anders als bei Eileen.

Speaker: Ich bin dann eher der Flummi, der ein bisschen rumhüpft und den Entertainment-Part übernimmt.

Speaker: Aber was ich total spannend finde, gerade in unserer Konstellation, ist, dass ich trotzdem finde, dass du eigentlich eine super meinungsstarke Person bist.

Speaker: Also selbst wenn du sie vielleicht nicht in jeder Situation direkt so zeigst oder äußerst.

Speaker: Wenn wir ins Gespräch gekommen sind, das war eigentlich von Anfang an so, dann konnte ich davon viel mitnehmen und habe auch oft mal mich selber in einer Situation gefunden, in der ich mit meiner Argumentation

Speaker: gar nicht so weitergekommen bin, weil du einfach gesagt hast, nee, das sehe ich anders, erklär mal.

Speaker: Und so diese manchmal auch Herausforderungen vielleicht sogar in einem Gespräch, die bringt einen ja selber oft auch an ganz, ganz neue Punkte und ich genieße das sehr.

Speaker: Gerade, ich glaube, auch die Konstellation von uns beiden, dass wir so unterschiedlich sind, macht unser Podcast zu dem, was es eigentlich ist.

Speaker: Ja, das glaube ich auch.

Speaker: Das merkt man auch als Hörer, das kann ich schon mal bestätigen.

Speaker: Ihr habt den Namen ja extra gewählt, das hat ihr in einer Episode mal erläutert, dass das Zitronengrün noch ein wenig das Grün darstellen soll, eben noch nicht ausgereift, noch nicht fertig.

Speaker: In welchem Bezug steht es?

Speaker: Steht es jetzt im technischen Bezug zum Podcast?

Speaker: Steht es zu eurer Öffentlichkeitsarbeit oder in welchem Bezug sollte man das jetzt am besten sehen?

Speaker: Wir sind ja ein persönliches Duo, sag ich mal, und es ist von Anfang an eigentlich auf diese persönliche Ebene bezogen gewesen.

Speaker: Es hat dann sehr gut zu dem Podcast gepasst und ich denke auch, dass es sich darin immer wieder findet.

Speaker: Also wir kommen oft an Punkte wieder zurück, die genau zu diesem Thema passen.

Speaker: Die Idee war eigentlich zu sagen, hey, wir sind jetzt nicht ganz frisch aus dem Ei geschlüpft.

Speaker: Wir sind Mitte 20 und haben von der einen oder anderen Sache vielleicht etwas mehr Plan als noch mit 18.

Speaker: Aber trotzdem wollen wir uns da nichts vormachen und sagen, hey, wir wissen die Richtung, in die wir wachsen.

Speaker: Wir werden diese symbolische Zitrone.

Speaker: Aber wir sind da noch nicht.

Speaker: Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem wir strotzend gelb an unserem Bäumlein hängen und die Sonne genießen und eigentlich warten, dass man sich vom Bäumchen löst.

Speaker: Und wer weiß, was dann passiert.

Speaker: Also auch das ist natürlich eine große Frage.

Speaker: Wir sind genau in diesem Stadium, in dem wir

Speaker: ja, indem wir noch grün sind und indem wir noch ganz viel ausprobieren und wachsen und lernen und neugierig sind, was diese Form denn alles mit sich bringt.

Speaker: Und wir wissen auf jeden Fall, dass wir nicht alleine sind.

Speaker: Genau, wir sind natürlich nicht ganz alleine an unserem Bäumchen.

Speaker: Ja, klar.

Speaker: Aber der Podcast wird seinen Namen dann behalten, auch wenn ihr irgendwann mal ausgereift seid und die gelbe Zitrone seid.

Speaker: Absolut, man lernt ja nie aus.

Speaker: Das denke ich auch.

Speaker: Vielleicht gibt es einen kleinen Farbverlauf, aber thematisch kommen wir bestimmt immer wieder an Punkte, an denen wir denken, oh Gott, da habe ich noch nie drüber nachgedacht.

Speaker: Was machen wir denn damit jetzt?

Speaker: Ihr sprecht in dem Podcast auch über einen hohen Druck der Gesellschaft.

Speaker: Könnt ihr da vielleicht nochmal mehr ins Detail gehen?

Speaker: Empfindet ihr den oder eure Freunde, euer Umfeld auch?

Speaker: Also da jede Folge ziemlich persönlich ist, können wir auch nur unsere subjektive Meinung mitteilen.

Speaker: Also wir empfinden den, also das ist total themenabhängig eigentlich.

Speaker: Wir empfinden diesen gesellschaftlichen Druck bei bestimmten Themen enorm, bei anderen Themen wiederum weniger.

Speaker: Daher ist das total subjektiv.

Speaker: Genau, ich würde auch sagen, dass man den insgesamt, also diese Art des Drucks ist ja auch für jede Person ganz anders.

Speaker: Also manchmal geht es um so ein richtig körperliches Gefühl, dass man vor einer, für einen selbst großen Entscheidung oder großen Situation steht und man merkt richtig, man hat so dieses klemmende Gefühl in der Brust und dann gibt es aber auch Drucksituationen, die selber immer größer werden und immer

Speaker: weil man wie so eine moralische Stimme, die man aber auf gar keinen Fall selber ist.

Speaker: Sondern es muss etwas Erlerntes, etwas Gesellschaftliches sein, das einem sagt, hey, das kannst du so nicht machen.

Speaker: Oder du bist so nicht akzeptiert.

Speaker: Oder was auch immer einen da gerade bewegen kann.

Speaker: Also ich glaube, das ist, wie du sagst, sehr subjektiv.

Speaker: Und es geht von total kleinen Situationen, so was wie...

Speaker: Wofür entscheide ich mich im Supermarkt?

Speaker: Nehme ich Bio?

Speaker: Nehme ich das günstigere Produkt?

Speaker: Allein solche Themen bis hin zu ganz großen Momenten.

Speaker: Wie reagiere ich als, also aus unserer Perspektive als Frau auf bestimmte

Speaker: Situationen, die in einer Gesellschaft stattfinden.

Speaker: Wie positioniere ich mich?

Speaker: Was wird von mir erwartet im Endeffekt auch?

Speaker: Und wie kann ich mich davon frei machen und meine Entscheidungen, meine Wünsche, meine Bedürfnisse und Grenzen auch so kommunizieren und akzeptieren lassen von mir selbst, aber auch von den Menschen um mich herum?

Speaker: dass dieser gesellschaftliche Druck oder dieser Druck, der irgendwie uns manchmal hemmt, dass der nicht mehr so eine große Kraft hat.

Speaker: Ich glaube, das ist auch der Grund, weshalb wir uns gerade so persönlich und so verletzlich in diesem Podcast zeigen, um diesen Druck von uns zu wenden.

Speaker: Um dem weniger Reichweite zu geben letztlich auch, oder?

Speaker: So in einem selbst.

Speaker: Mhm.

Speaker: Okay, und ihr, vielleicht gehen wir mal zurück zu dem Podcast, ihr kommt beide aus Berlin.

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist ein Berliner Podcast.

Speaker: Genau, all den schon und ich lebe zwar in Berlin, aber bin glücklich zugezogen.

Speaker: Ich komme eigentlich aus der Nähe von Hannover.

Speaker: Wo aus Hannover, aus der Nähe?

Speaker: Also tatsächlich ein sehr, sehr kleines Dörfchen, so 400, 500 EinwohnerInnen, dementsprechend ganz klein, aber Hannover ist das nächste, was man gut kennt.

Speaker: Und du bist jetzt in die große Welt Berlin zugewandert.

Speaker: Wann war das?

Speaker: Vor drei Jahren ungefähr.

Speaker: Wir haben unseren Master gestartet, ja genau, fast drei Jahren.

Speaker: Und den haben wir letztes Jahr zwar abgeschlossen, aber ich habe nicht unbedingt vor, mein Plätzchen hier zu verlassen.

Speaker: Das ist schon ein sehr guter Ort zum Sein.

Speaker: Erzählt mal, was macht euch persönlich privat in Berlin am meisten Spaß?

Speaker: Was bringt euch im Leben vielleicht auch Spaß und was macht ihr in Berlin gerne?

Speaker: Ja, ich glaube, was wir gerne machen, sind Cafés besuchen tatsächlich.

Speaker: Da hat jeder von uns, jede von uns, ihr eigenes Favoritchen.

Speaker: Ich mag generell die Kiez-Kultur in Berlin sehr.

Speaker: So die kleinen Cafés, die in Kiez immer

Speaker: so herumspirren, sag ich mal, und da ein bisschen durch die Straßen zu schlendern.

Speaker: Genau, also klar, ich weiß gar nicht, ob man das als Hobby bezeichnen kann, aber es ist auf jeden Fall was, was mich sehr begeistert, hier Menschen irgendwie lebend zu sehen.

Speaker: Also sei das in einer Situation, in der man selber im Café sitzt.

Speaker: Ich schreibe zum Beispiel privat sehr, sehr gerne und philosophiere so vor mich hin.

Speaker: Und man mag das dann unglaublich zu sehen, wie viele Menschen hier in diesem Ort zusammenkommen, wie sie miteinander umgehen und wie viel mehr Akzeptanz irgendwie auch da ist.

Speaker: Also gerade als vom Dorf kommende Person fühle ich mich hier so viel freier in vielen Situationen und habe auch das Gefühl, natürlich hat Berlin unendlich viele strukturelle Probleme, das kann man gar nicht von der Hand weisen.

Speaker: Aber als privilegierte Person hier zu leben, hat schon viel Nettes.

Speaker: Und genau, ansonsten privat, wie gesagt, schreibe ich sehr gerne, ich musiziere gerne und mache viele kreative Dinge.

Speaker: Ich habe jetzt gerade ein Töpfer-Set angeschafft mit so Töpfer-Ton, der einfach so trocknet, den man dann anmalen kann.

Speaker: Und jetzt ist die ganze Bude voll mit irgendwelchen kleinen Kerzenständern.

Speaker: Also wer weiß, was daraus noch wird.

Speaker: Also ein neues Hobby zum Podcasten dann?

Speaker: Ja, vielleicht sogar zum Nebenbei machen.

Speaker: Also wer weiß, vielleicht kann man da so eine Comedy-Session draus machen.

Speaker: Aber ich kann mir zum Beispiel auch vorstellen, ich mache das zum Beispiel andersrum.

Speaker: Ich mache das zum Beispiel auch selber, dass während ich Podcasts höre, ich gerne irgendwie was Haptisches tue.

Speaker: Sei das so dieses klassische Abspülen oder Wäsche machen oder eben irgendwann an irgendwas rumbasteln.

Speaker: Das hat irgendwie eine gute Komponente.

Speaker: Also das ist ganz witzig, weil wir haben beide, als wir mit dem Podcast gestartet haben, noch zusätzlich ein neues Hobby begonnen.

Speaker: Du mit deinem Töpfern, also auf jeden Fall.

Speaker: Und ich habe einen Schauspielkurs so ganz spontan belegt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das war ein Neustart in viele Richtungen.

Speaker: Noch mal ein bisschen an Anzeigen für Extrovertiertheit.

Speaker: Ich versuche aus der Bubble herauszutreten.

Speaker: Ja, aber das passiert ja schon mal ganz gut.

Speaker: Also der Podcast ist ja erster Schritt und Schauspielerei.

Speaker: In Berlin direkt so ein Kurs?

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und willst du da weitermachen?

Speaker: Also ich mache gerade einen zweiten Kurs jetzt.

Speaker: Mal sehen mit einer Aufführung am Ende.

Speaker: Es bleibt spannend.

Speaker: Wir werden auf jeden Fall berichten.

Speaker: Ja, und wir wollen dann auch mal einen Rückblick machen und schauen, wie ihr euch dann entwickelt habt aus dem Zitronengrün, wie das weitergeht.

Speaker: Das ist dann schon mal schön.

Speaker: Vielleicht kommt da jemand ins Fernsehen oder auf die Leinwand.

Speaker: Ja, wer weiß.

Speaker: Hallo.

Speaker: Die Welt steht uns offen.

Speaker: Gehen wir kurz einen Schritt aus dem Privaten raus.

Speaker: Beruflich, was macht ihr da?

Speaker: Was ist euer Job?

Speaker: Wir sind beide Content Manager in einem Verlag.

Speaker: Genau, in einem Verlag.

Speaker: Printmedien.

Speaker: Und da macht ihr den digitalen Bereich.

Speaker: Genau.

Speaker: Okay.

Speaker: Die Verlage haben ja allgemein auch ein bisschen einen Kampf mittlerweile.

Speaker: Es ist nicht so einfach, die Medien einfach zu platzieren.

Speaker: Und es geht vielen Verlagen schlecht.

Speaker: Bei uns hier vor Ort hat es eigentlich ein ganzes Industriegebiet gehabt, das nur Verlage waren.

Speaker: Da bleibt nicht mal viel übrig.

Speaker: Jetzt ist nur noch Marco Polo hier.

Speaker: Mit dem Reiseführer und macht auch viel digital, aber die großen Verlage zieht es hier zurück.

Speaker: Es bleiben wirklich nur noch die klassischen, die wirklich gut gewirtschaftet haben, bleiben noch bestehen.

Speaker: Was glaubt ihr, was das Problem bei den Medien hier allgemein in Deutschland ist?

Speaker: Also ich glaube, vielleicht ist das gar nicht unbedingt nur auf Deutschland bezogen, aber ich glaube, dass bestimmte technische Wandlungen die Medienlandschaft ja sowieso verändern.

Speaker: Und vielleicht, und das könnte dann wieder auf Deutschland bezogen sein oder auf deutsche Verlage,

Speaker: Vielleicht ist man da manchmal ein bisschen langsam.

Speaker: Also gerade wenn es jetzt ein Thema Künstliche Intelligenz oder ja auch allgemein die sozialen Medien, wie schnell die sich entwickeln, wie schnell es da Neuerungen gibt, wie schnell Menschen sich plötzlich auch selbst informieren und etwas mitteilen, die gar keinen unbedingt journalistischen Anspruch haben.

Speaker: Das macht vor allem in der Presse natürlich einen großen Unterschied.

Speaker: Und ich glaube, dass gerade die großen Häuser aktuell sehr davon profitieren, dass sie mal sehr lange sehr gut gewirtschaftet haben, um sich diese Zeit oder diese Zwischenzeit, diese Grauzone, die immer ein bisschen heikler wird, je mehr man sich vielleicht auch oder je langsamer man vielleicht auch manchen Situationen entgegenkommt,

Speaker: tritt, dass sie davon jetzt gerade profitieren, um eben auszuprobieren, was geht und wie diese Veränderungen sich auswirken.

Speaker: Also ganz insgesamt ist es auf jeden Fall schon schwierig, wenn man sich überlegt, okay, an diesen künstlichen Unterstützungsmaßnahmen wird ja schon sehr lange gearbeitet und jetzt, wo sie auf dem Markt sind und für alle zugänglich, wird sich überlegt, was heißt das denn eigentlich so presserechtlich beispielsweise oder was unsere Quellen angeht oder

Speaker: Thema Transparenz.

Speaker: Nutzen wir das jetzt, weil es uns Kosten spart oder setzen wir uns damit auseinander?

Speaker: Was macht das mit einer Leser-Einenschaft?

Speaker: Also es sind ganz, ganz viele Fragen, die sich irgendwie meiner Meinung nach ein bisschen zu spät gestellt werden manchmal.

Speaker: Erst wenn man so vor der Situation sitzt und vielleicht, ja, wir versuchen natürlich über unsere Möglichkeiten mit dem Verlag, in dem wir jetzt sind,

Speaker: da ein bisschen mitzuwirken und diesen Übergang auch mitzugestalten von einer immer kleiner werdenden Printbranche, immer weniger die Möglichkeit auch haben, die Ressourcen, die dafür genutzt werden, finanzieren zu können.

Speaker: Also es ist ja nicht nur eine Frage von ethischem, hey, wir wollen nicht mehr den geschnetzelten Baum als Tageszeitung auf dem Küchentisch haben, sondern ja auch aus einer wirtschaftlichen Sicht betrachtet gar nicht mehr tragbar.

Speaker: Genau.

Speaker: Und das ist auf jeden Fall ein sehr, sehr spannendes Thema, aber ich glaube, man kann das gar nicht so klein fassen oder auf einen Nenner bringen, weil das ganz, ganz viele Bereiche betrifft.

Speaker: Euer Verlag hat ja da Glück.

Speaker: Er hat ja da zwei zukünftige Podcasts da schon mal mit drin.

Speaker: Da kann er im Notfall zurückgreifen und euch ja auch nochmal unterstützen.

Speaker: Es ist schon mal gut, dass ihr flexibel seid und einfach lernt, im Leben mit neuen Medien umzugehen.

Speaker: Podcast ist ja auch nicht einfach so angeboren, dass man es kann.

Speaker: Muss man einfach machen und reinleben.

Speaker: Was ist euer Plan mit dem Podcast?

Speaker: Was kommt denn in der nächsten Zeit noch aus?

Speaker: Wie soll er sich entwickeln?

Speaker: Was wäre euer Wunsch oder was habt ihr denn da im Auge?

Speaker: Also wir haben auf jeden Fall geliebäugelt mit der Idee, ein paar Gäste einzuladen.

Speaker: Denn wir haben ganz, ganz spannende, vor allem weibliche Stimmen in unserem Umfeld, die wir gerne befragen wollen zu dem einen oder anderen Thema.

Speaker: Und glücklicherweise bekamen wir da bisher auch positive Rückmeldungen.

Speaker: Also wird es bald besondere Folgen mit Gast geben.

Speaker: Und ansonsten geht es, glaube ich, thematisch, thematisch, das ist auch wild,

Speaker: geht's thematisch auf jeden Fall momentan ja oft auf unserer Seite eher um Überbegriffe, über die wir dann, also die ein bisschen allgemeiner gehalten sind, sowas wie Wünsche oder auch die nächste Folge können wir, die wird schon draußen sein, wenn ihr das hier hört, aber jetzt gerade ist die neue Folge noch nicht erschienen.

Speaker: Da wird es um Glück gehen, was das denn eigentlich bedeutet, ob Glück etwas ist, was man irgendwie sich antrainieren kann oder ob es sogar eine Idee wäre, Glück als Instanz so abzuschaffen, denn es gibt ja ganz viele andere Sachen, die toll sind.

Speaker: Genau, das wird unsere kontroverse Debatte.

Speaker: Aber ich glaube, insgesamt geht es uns erstmal darum, uns so ein bisschen einzufinden, so zu schauen, wer wir eigentlich in dieser Podcast-Welt so sind, welche Themen unsere Hörenden auch interessieren und in den Austausch zu kommen.

Speaker: Also immer her mit euren Gedanken.

Speaker: Und genau, das ist jetzt für den Moment erstmal so das Standing.

Speaker: Ja, und dann könnt ihr es ja Tomatengrün nennen.

Speaker: Ja, das ist Ansprechend.

Speaker: Ich freue mich schon im Versprecher jetzt nochmal.

Speaker: Nein, bleibt bei Zitronengrün, das ist passend, war jetzt ein Spaß.

Speaker: Ich hätte noch eine Frage, immer grundsätzlich in den Podcast stelle ich eine schwierige Frage und das ist das Thema Politik.

Speaker: Wie steht ihr zu der Politik in Deutschland?

Speaker: Wie empfindet ihr es gerade?

Speaker: Was wollt ihr dazu sagen?

Speaker: Auch das ist eine große Frage.

Speaker: Ich würde aus einer persönlichen Perspektive dazu definitiv sagen, dass es mir sehr oft hilft, gerade bei schwierigen Situationen oder wenn man das Gefühl hat, es kommt ganz, ganz viel auf einmal, die Situation in der Ukraine, die Frage ums Klima oder eben auch die Frage, wie mit den Leuten umzugehen, die sich da

Speaker: irgendwie augenverschließend hinstellen.

Speaker: Da zu schauen, dass man für sich irgendwie eine Balance findet, die einen zwischen Medien, die einen, oder nicht unbedingt Medien, aber Nachrichten, die einen irgendwie aufwühlen, dass man einerseits eine Möglichkeit hat, da persönlich was gegenzusetzen, um zu schauen, hey, was ist mir denn wichtig, was sind denn meine Werte, wenn beispielsweise das Thema Klimaschutz ein Ding ist, dass man dann eben so gut es geht,

Speaker: da im Privaten drauf achtet, ob da nun von außen Aussagen kommen wie, hey, das bringt doch gar nichts oder mir ist das egal, mal beiseite gestellt.

Speaker: Gleichzeitig für sich selbst irgendwie aktiv zu werden und zu schauen, dass man da irgendwie einen Umgang findet.

Speaker: Manchmal vielleicht auch eine kleine Nachrichtenpause zu machen von den Dingen, die gerade so passieren.

Speaker: Und im allerbesten Fall, wenn man die Kapazität hat und die Möglichkeit auch sich einzusetzen und einzubringen, dann auf die Straße zu gehen für die Dinge, die einem wichtig sind.

Speaker: Da ist Mitte September am 15.9. beispielsweise der große Klimastreik.

Speaker: Also hingehen, laut werden viele sein.

Speaker: und schauen, dass wir Lösungen erarbeiten, die dann eben die Entscheidungen, die manchmal ein bisschen länger dauern, so unterstützen, dass wir da alle möglichst zufrieden, möglichst lange, möglichst gerecht für viele Menschen auf dieser Welt umgehen können.

Speaker: Und ich glaube, das versuchen wir vielleicht in unserem, oder ich kann mainly für mich sprechen, in meinem Umfeld,

Speaker: wird viel diskutiert, glücklicherweise, und sich viel ausgetauscht.

Speaker: Es gibt ganz verschiedene Ansichten und politische Meinungen zu vielem.

Speaker: Aber so in den Kernwerten treffen wir uns halt oft.

Speaker: Und ich glaube, das ist was ganz Elementares, um da mutig zu bleiben und vielleicht auch die Kapazitäten zu haben, um sich eben einzusetzen.

Speaker: Okay, danke.

Speaker: Aileen, kann ich auch noch vielleicht ein Statement von dir noch rauskitzeln?

Speaker: Ich glaube, ich halte mich lieber bei dem Thema zurück.

Speaker: Politik ist nicht so... Nee, Politik ist nicht meins.

Speaker: Tatsächlich nicht.

Speaker: Okay.

Speaker: Es ist ja auch wirklich schwierig, gerade wenn man noch öffentlich Meinung teilt.

Speaker: Deswegen möchte ich auch nicht weiter stochen.

Speaker: Ich bedanke mich auf jeden Fall für die umfangreiche Antwort.

Speaker: Zur letzten Frage.

Speaker: Was wünscht ihr euch denn...

Speaker: von den Hörern, von den Fans von euch.

Speaker: Was wünscht ihr euch, was vielleicht passieren sollte?

Speaker: Jetzt könnt ihr euch an eure Fans wenden und direkt mal einen Wunsch äußern.

Speaker: Also ich äußere diesen Wunsch immer ganz, ganz gerne, auch in unserem Podcast mehrfach, habe ich es schon gesagt, auf einer persönlichen Ebene einfach mal sich ein bisschen verletzlicher zu zeigen.

Speaker: Also ich wünsche mir das für alle.

Speaker: Sonst natürlich, wir sind offen für Kritik, habe ich auch vorhin schon erwähnt.

Speaker: Also Anregungen, Kritik, Feedback.

Speaker: Ihr könnt uns jederzeit kontaktieren.

Speaker: Wir sind da, glaube ich, sehr offen und freuen uns über jede Nachricht.

Speaker: Und ja, hört uns fleißig zu, mehr kann ich auch nicht sagen.

Speaker: Genau und vor allem aus der Perspektive von, wir sitzen hier alle irgendwie in einem Boot, wir sind alle noch am Wachsen und am Lernen, da kann man eigentlich, da kann man natürlich ganz, ganz viel falsch machen, aber vielleicht auch viel richtig.

Speaker: Stellt uns gerne eure Perspektiven vor, stellt uns Fragen, wir versuchen da

Speaker: darauf einzugehen und unsere Ideen mit an den Start zu bringen.

Speaker: Wir freuen uns wirklich über jede Person, die zuhört.

Speaker: Und ob stille Teilnahme oder ganz aktiv laut werden und uns ganz regelmäßig Feedbacken, das ist uns beides sehr, sehr lieb.

Speaker: Okay, danke.

Speaker: Und auch von unserem Team, wir wünschen euch wirklich viel Glück mit dem Podcast noch weiter, viel Erfolg.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Wir werden euch auch weiter folgen und versuchen, jede Episode mit anzuhören.

Speaker: Das ist manchmal schwierig natürlich, wenn wir täglich so viele Podcasts hier anhören müssen, aber wir werden euch verfolgen und wünschen euch wirklich viel Erfolg noch weiter.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Aileen, Johanna, danke für das Interview.

Speaker: Bis bald.

Speaker: Danke für deine Zeit.

Speaker: Bis dahin.

Speaker: das war eine richtig gute Episode.

Speaker: Das hört bei Zitronengrün mal rein.

Speaker: Glaubt mir, es wird legendär.

Speaker: Also bleibt dran und habt eine Riesengaudi dabei.

Speaker: Jetzt habt Spaß.

Speaker: Wir hören uns.

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