Transcript
Speaker: Willkommen zu Charging Excellence, dem Podcast für Ladeinfrastruktur-Profis.
Speaker: Heute zu Gast ist Daniel Weller, Lead Commercial Partner Manager bei Digital Charging Solutions.
Speaker: Zusammen mit seinem Team arbeitet er daran, die passenden Chargepoint-Operators für das internationale Ladennetz zu gewinnen.
Speaker: Daniel bringt tiefe Marktkenntnisse mit.
Speaker: Nicht nur aus seiner aktuellen Tätigkeit, sondern auch aus dem Bereich OEM, Sales und Peer-Account-Management.
Speaker: Dadurch kennt er sich bestens auf beiden Seiten aus und versteht die Anforderungen der Autohersteller und die Sicht der Infrastrukturpartner.
Speaker: Heute sprechen wir darüber, auf was ein E-Mobility Service Provider bei einem CPO wirklich achtet und welche Kriterien entscheidend für eine starke Partnerschaft sind.
Speaker: Viel Spaß!
Speaker: Guten Tag Daniel!
Speaker: Ja, servus Fabian, hallo!
Speaker: Daniel, für die, die von Digital Charging Solutions vielleicht noch nicht etwas gehört haben, kannst du kurz vorstellen, wer ihr seid und was ihr genau macht?
Speaker: Klar, gerne.
Speaker: Erstmal vielen Dank für die Einladung.
Speaker: Auch für mich das erste Mal, dass ich einen Podcast mache.
Speaker: Ich bin sehr gespannt.
Speaker: Und jetzt zum Thema.
Speaker: Also DCS, Digital Charging Solutions, wie du schon gesagt hast, ist ein EMSP, E-Mobility Service Provider,
Speaker: Im Endeffekt einfach gesagt, wir sind ein Enabler für die E-Mobilität.
Speaker: Also im Alltag kann man es so erklären, ein Endkunde kauft sich ein neues E-Auto.
Speaker: Wir haben aktuell 10 OEMs unter Vertrag.
Speaker: Ich nehme jetzt einfach mal ein Beispiel, er kauft sich ein BMW.
Speaker: BMW-Ladelösung, MyBMW, die wird eben von der DCS als White-Label-Lösung abgebildet.
Speaker: Und der Endkunde kann dann schlichtweg überall in Europa 99% aller Ladepunkte nutzen.
Speaker: Also er kann an irgendeinen Ladepunkt nutzen,
Speaker: von irgendeinem Anbieter fahren und kann über die BMW-App, was DCS im Hintergrund alles steuert, eben laden.
Speaker: Also dieses, was es früher mal gab, diese Angst, vielleicht keinen Ladepunkt zu finden oder nur einen Anbieter zu finden, wo ich eventuell nicht laden könnte, diese Angst ist definitiv mit unserem Service genommen.
Speaker: Also so eine Art Multi-Stecker-Adapter.
Speaker: im übertragenen Sinne für Ladelösungen.
Speaker: Also ich kann bei meinem Auto so ziemlich dann überall laden.
Speaker: Ja, gut gesagt.
Speaker: Das eben für unterwegs, fürs öffentliche Laden.
Speaker: Also wenn man reist und daheim keine Wallbox hat, ist es eigentlich die perfekte Lösung.
Speaker: Jetzt gibt es euch ja schon eine Weile und ich vermute so in den Anfangstagen waren die Herausforderungen und auch das, was der Markt benötigt hat,
Speaker: Ein bisschen was anderes als das, was der Markt heute nimmt.
Speaker: Wir sind ja schon bei einer hohen Verfügbarkeit.
Speaker: Man kann auch wirklich in relativ entlegenen Regionen ohne Probleme laden.
Speaker: Das heißt, euer Geschäftsmodell wird sich vermutlich ein bisschen geändert haben.
Speaker: Kannst du darauf ein bisschen eingehen, was für euch heutzutage deutlich wichtiger ist?
Speaker: Gerade in einer Zusammenarbeit mit einem CPO?
Speaker: Ja, also wie du sagst, absolut.
Speaker: Es hat sich wirklich sehr verändert.
Speaker: Wenn ich jetzt mal vier, fünf Jahre zurückdenke.
Speaker: Damals kamen OEMs auf Funktionen mit der Anforderung, dass sie einen Ladeservice anbieten wollen in ihrem Namen, in der Zusammenarbeit mit der DCS.
Speaker: Und das Hauptkriterium damals war Abdeckung.
Speaker: Also je mehr Ladepunkte, desto besser.
Speaker: Und durch den Hochlauf der E-Mobilität ist einfach der Markt so gewachsen, wir auch, unsere Wettbewerber auch, dass im Moment, und es wird auch so bleiben, die reine Abdeckung kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist.
Speaker: Also das bietet quasi jeder.
Speaker: Was sich jetzt geändert hat, ist auf jeden Fall ein deutlich höheres Augenmerk auf die Qualität bei den CPOs.
Speaker: Das heißt, wir achten sehr darauf, dass beispielsweise die Verfügbarkeit immer gegeben ist.
Speaker: Das heißt, dass wenn ich als Endkunde an einen Ladepunkt gehe, dass dieser immer verfügbar ist, dass er nicht ausgeschaltet ist und somit quasi für den Endkunden immer die Möglichkeit habe und immer die Verfügbarkeit habe zum Laden.
Speaker: Was sich bei uns
Speaker: im Alltag eigentlich geändert hat und in der Kooperation mit den CPOs ist vor allem die Anbindung.
Speaker: In der Vergangenheit haben wir mit vielen, vielen CPOs über Plattformen gearbeitet.
Speaker: Das heißt, der CPO, der Chargepoint Operator, also der Anbieter des Ladepunkts, ist über eine Plattform angebunden gewesen und diese Plattform an die DCS.
Speaker: Und jetzt sind wir dort, dass wir weit über 50 Prozent unserer ganzen Ladevorgänge
Speaker: direkt mit den CPOs abwickeln.
Speaker: Das heißt, ich habe eine Direktanbindung an die CPOs.
Speaker: Das hat folgende Vorteile.
Speaker: Man hat eine deutlich engere Zusammenarbeit mit den CPOs.
Speaker: Das ist also deutlich mehr partnerschaftlicher als transaktionell, wie es in der Vergangenheit war.
Speaker: Und man hat
Speaker: mehr Einfluss auf die Qualität, wie ich es eben gesagt habe.
Speaker: Also wenn wirklich Probleme auftreten, kann ich direkt an den CPO herantreten, kann Lösungen suchen, er kann darauf reagieren.
Speaker: Also ich muss nicht mehr den Umweg gehen über Roaming-Plattformen.
Speaker: Und was in dieser Zusammenarbeit sich für die CPOs auch geändert hat, für die CPOs wirklich sehr, sehr entscheidend geworden sind.
Speaker: Einmal als Sales-Kanal und auch als systemrelevanter Partner.
Speaker: Durch die Vielzahl der OEMs, die wir eben in unserem Portfolio haben,
Speaker: decken wir natürlich ein sehr, sehr großes Volumen bei den Ziprios ab.
Speaker: Also alles in allem führt das dazu, nochmal kurz auf den Punkt gebracht, dass diese Direktanbindungen die Qualität erhöhen und das natürlich auch dazu führt, dass der Endkunde ein besseres oder optimales Ladeerlebnis an der Station hat.
Speaker: Sehr spannend.
Speaker: Jetzt hast du ja gerade das Thema Qualität angesprochen und das scheint wohl eins der Themen zu sein, auf die der Endkunde, die Person, die das Fahrzeug am Ende des Tages lädt, Wert legt.
Speaker: Gibt es da noch andere Faktoren, wo du sagst, die sind mittlerweile immens wichtig, um ein guter CPO zu sein, um ein gutes Ladeerlebnis bieten zu können und dementsprechend für euch als EMSP entscheidend sind?
Speaker: Also ein ganz großer Trend, das war auch in der Vergangenheit eher ein Zukunftsthema und hat sich langsam zu einem Marktstandard entwickelt, ist Plug-and-Charge, nur auch kurz die Erklärung dazu, was das bedeutet.
Speaker: Wenn ich als Endkunde an eine Ladesäule komme, habe ich im Grunde drei Möglichkeiten zu laden.
Speaker: Ich gehe an den Ladepunkt, nutze meine RFID-Karte, also die Plastikkarte, die Ladekarte, halte die an die Ladestation und damit beginnt der Ladevorgang.
Speaker: Dann kann ich Remote Start Stop, das heißt, ich starte den Ladevorgang über meine Lade-App, indem ich sage, ich bin jetzt da, ich möchte den Ladevorgang starten oder, was ich gerade gesagt habe, Plug and Charge, was wirklich die angenehmste Anwendung.
Speaker: Möglichkeit der Authentifizierung ist, ich fahre mit meinem Fahrzeug an den Ladepunkt, nehme einfach nur das Kabel, stecke es ins Fahrzeug und Fahrzeug und Ladesäule kommunizieren miteinander durch eine Verbindung, durch diverse Zertifikate, die im Hintergrund laufen und was alles integriert ist.
Speaker: Das heißt, es ist eigentlich wie beim klassischen Tanken, man muss noch nicht mal mehr bezahlen.
Speaker: Also man muss natürlich bezahlen, aber man muss nicht mehr an die Kasse gehen,
Speaker: Es wird über die Kreditkarte und über das Konto alles abgebucht.
Speaker: Das heißt absolut, ich nenne es jetzt mal, kontaktlos, aber wirklich sehr, sehr einfacher Ladevorgang.
Speaker: Und dieses Plug-and-Charge ist in dem Sinne relativ kompliziert, dass man drei Player hat, die hier mitspielen müssen.
Speaker: Das ist einmal der CPO, das heißt die Ladestation muss Plug-and-Charge-fähig sein.
Speaker: Der OEM, der das Fahrzeug auf den Markt bringt, also das Fahrzeug muss Plug-and-Charge-fähig sein.
Speaker: und wir als EMSP auch.
Speaker: Aber von unserer Seite gibt es hier keine Hürden.
Speaker: Wir müssen uns nur abstimmen mit dem OEM und mit dem CPO.
Speaker: Da gibt es diverse technische Anforderungen, die erfüllt werden müssen.
Speaker: Und wie ich es vorhin gesagt habe, das war mal ein Zukunftsthema.
Speaker: Das ist definitiv ein absoluter Trend geworden und ist wirklich zum Marktstandard geworden.
Speaker: Das heißt, fast jeder neue Ladepunkt, der in Europa ausgerollt wird, der installiert wird, ist Plug-and-Charge-ready.
Speaker: Und das liegt auch daran, dass es eine regulatorische Vorgabe für zukünftige Ladepunkte gibt, dass es wirklich vorgegeben ist, dass die Plug-and-Charge-fähig sein müssen.
Speaker: Ein weiteres Thema hierzu, unabhängig von Plug-and-Chart, ist, dass immer mehr CPOs mit Unternehmen oder Supermarktketten zusammenarbeiten, was natürlich die Attraktivität steigert.
Speaker: Weil, klar, wo lade ich, wenn ich jetzt lange reise, lade ich beispielsweise an der Autobahn, aber natürlich auch im Alltag.
Speaker: Wenn ich die Zeit habe und kann den Ladevorgang in den Alltag integrieren, ist es für den Endkunden natürlich sehr interessant.
Speaker: Und durch diese Kooperation, die doch viele CPOs mehr und mehr aufbauen, erhöhen sie natürlich die Attraktivität, einmal für sich, einmal für uns als Partner und natürlich so auch für den OEM und für den Endkunden.
Speaker: Was wir auch sehen, ist, dass einfach mehr CPOs am Markt entstehen, auch durch diese Kooperation.
Speaker: Wenn man natürlich einen starken Partner hat, spielt, denke ich, das Finanzielle, also der Invest, auch eine gewisse Rolle.
Speaker: Somit haben wir auch insgesamt mehr Partner.
Speaker: Also wir stehen aktuell bei über 1.800 angebundenen CPOs in Europa, was natürlich eine enorm hohe Zahl ist.
Speaker: Das haben wir schon angesprochen, was wichtig ist, ein bisschen welches Trends gibt und lass uns da nachher nochmal drauf eingehen.
Speaker: Was mich jetzt interessieren würde ist, wenn ein neuer CPO auf euch zukommt oder ihr auf den CPO zugeht, was sind denn die Kriterien, nach denen ihr entscheidet, den in euer Netzwerk aufzunehmen?
Speaker: Ja, also es geht sehr in die Richtung, was ich vorhin schon ganz am Anfang bei deiner ersten Frage angedeutet habe, der Fokus liegt mehr auf Qualität.
Speaker: Die Qualitätskriterien, die wir prüfen, sind beispielsweise POI-Daten.
Speaker: POI steht für Point of Interest, das ist beispielsweise
Speaker: Sind das die Daten, wo ist dieser Chargepoint, also wie ist die genaue Adresse, was sind die Geodaten, stimmen die?
Speaker: Es kommt immer wieder mal vor, dass ein CPO uns POI-Daten gibt und dieser Ladepunkt liegt auf einmal im Meer oder wo auch immer, jedenfalls an einem Punkt, wo man nicht hinkommt.
Speaker: Und auch das ist etwas, was wir prüfen und auch verbessern.
Speaker: Also das ist ein wichtiges Kriterium.
Speaker: Dann das Kriterium der CDRs, das sind die Charge Detail Records.
Speaker: Ganz einfach übersetzt ist es die Zusammenfassung eines Ladevorgangs.
Speaker: Also wenn du Fabian jetzt an einem Ladepunkt, sagen wir, für 20 Minuten lädst, du lädst...
Speaker: beispielsweise 30 Kilowattstunden und dann ist das alles in diesen CDAs enthalten.
Speaker: Das heißt, wie lange hast du geladen, wo hast du geladen, mit welchem Account, was war dein Verbrauch, weil diese Charge-Dieter-Records sind für uns die Basis für die spätere Abrechnung, dass wir dir am Ende des Monats im Namen des OEMs eben die richtige Rechnung stellen können.
Speaker: Und wenn die falsch sind,
Speaker: bekommst du eine falsche Rechnung, der OEM ist nicht zufrieden, der Endkunde ist nicht zufrieden und wir sind nicht zufrieden.
Speaker: Das heißt, die Qualität und die Zuverlässigkeit dieser CDAs ist enorm wichtig und das ist auch ein Giterium, was wir prüfen, bevor wir einen CPO anboarden.
Speaker: Ein letzter Punkt dazu, was ich vorhin auch gesagt habe zu der Authentifizierungsmethode.
Speaker: Wir haben ja die RFID-Karte, wir haben Plug & Charge und Remote Start-Stop, also beispielsweise über die App.
Speaker: Und hier können wir auswerten, wie hoch die Erfolgsquote ist.
Speaker: Also auch hier, wenn der Endkunde den Ladevorgang über die App starten will, sehen wir, dass beispielsweise nur in 60% der Fälle funktioniert, was eine extrem geringe Erfolgsquote ist.
Speaker: Also das
Speaker: Da würden wir auch mit dem CPO natürlich ins Gespräch gehen und sagen, das ist nicht ausreichend, weil im Endeffekt fällt jede negative Erfahrung erstmal auf den OEM zurück, das ist ja sein Ladeservice, sein Branding, dann auf uns und dann im Endeffekt auf den CPO.
Speaker: Also alle drei Partner haben dadurch mehr Arbeit und das wollen wir natürlich umgehen, indem wir am Anfang saubere Kriterien definieren, saubere Tests machen, also bevor ein CPO bei uns kommt,
Speaker: ans Netz geht, machen wir umfassende End-to-End-Tests, also Simulationen und wir prüfen das natürlich auch über den kompletten Lebenszyklus.
Speaker: Also das ist jetzt kein einmaliger Test, sondern wirklich eine dauerhafte Kontrolle des CPOs.
Speaker: Auch hier wieder mit dem Hintergrund, dass wir sicherstellen wollen, dass der Endkunde das beste Ladeerlebnis hat, also ohne Qualitätsprobleme.
Speaker: Du hast ja schon ein paar Themen angesprochen, wo es immer mal wieder zu Komplikationen kommen kann.
Speaker: Also falsche Ortsangaben, vielleicht ist die Verfügbarkeit nicht so hoch, wie man sich das wünschen würde.
Speaker: Kannst du so ein bisschen einschätzen, in welchen Bereichen die CPOs in der Regel die größten Herausforderungen haben?
Speaker: Und kann man das vielleicht auch segmentieren nach größeren CPOs, danachen CPOs?
Speaker: Also erstmal zu den Herausforderungen.
Speaker: Ich habe es eben schon angesprochen.
Speaker: Das sind beispielsweise die POI-Daten.
Speaker: Also nochmal hier die Point of Interest, dass die nicht korrekt sind.
Speaker: Das können die Geodaten sein, also die Adresse, aber auch Informationen wie...
Speaker: gibt es eingeschränkte Öffnungszeiten.
Speaker: Beispielsweise ist dieser Ladepunkt nicht öffentlich zugänglich, nicht 24 Stunden öffentlich zugänglich und es sind manchmal Informationen, die fehlen.
Speaker: Und der schlimmste Fall, der natürlich eintreten kann, ist, dass ein Endkunde sich auf die Angaben in der App verlässt, fährt zu dem Ladepunkt mit fast leerer Batterie, vielleicht dann noch in einer Region, wo es keine Alternativen, sprich keine anderen Ladepunkte gibt,
Speaker: und steht vor einem verschlossenen Ladepunkt oder er funktioniert nicht, was auch immer.
Speaker: Also das sind Themen.
Speaker: Unvollständige POI-Daten ist, es hat sich verbessert in den letzten Jahren, aber es ist immer noch ein Thema.
Speaker: Und was wir als DCS machen, wir haben
Speaker: Dafür eine eigene Abteilung, die sich um diese Daten kümmert und das prüft, was sie prüfen kann.
Speaker: Also wie zum Beispiel diesen Geo-Check-Angabe des Power-Levels, das heißt, mit welcher Geschwindigkeit kann der Ladepunkt laden.
Speaker: Wenn er jetzt beispielsweise sagt, das sind 800 kW, dann wird das wahrscheinlich nicht stimmen, weil es vielleicht nur 100 oder 150 sind.
Speaker: Solche Dinge werden geprüft und das ist schon noch was, wo der Input der CPOs besser sein könnte.
Speaker: Aber man muss auch ehrlich sagen, er hat sich verbessert.
Speaker: Ein zweiter Punkt, auch da habe ich es eben erwähnt, sind die CDRs, also die Charge Detail Records, dass die fehlerhaft sind oder wirklich zu spät kommen.
Speaker: Wenn wir zu späte Auswertungen der CPOs bekommen, sind wir natürlich auch nicht in der Lage, zeitnah eine Rechnung an den Endkunden zu stellen oder überhaupt eine zu stellen.
Speaker: Also das ist auch was, wo es immer wieder mal zu Problemen kommt.
Speaker: Das sind so die Qualitätsthemen oder Herausforderungen für CPOs, die es damals schon gab, die es immer noch gibt.
Speaker: Es wird besser, um
Speaker: Generell zu deiner Frage, ob es da Unterschiede gibt vielleicht zwischen großen und kleinen, die gibt es natürlich, wenn jemand die ganz großen Player hat,
Speaker: haben hier natürlich auch mehr Möglichkeiten und mehr Manpower.
Speaker: Ich muss aber auch ehrlich sagen, hier gibt es auch immer mal Beispiele.
Speaker: Also man kann nicht pauschal sagen, ein Großer performt besser als ein Kleiner.
Speaker: Das geht eigentlich querbeet durch, um ehrlich zu sein.
Speaker: Und ich habe es vorhin gesagt, was wir machen nach dem Onboarding,
Speaker: Wir machen ein kontinuierliches Monitoring mit den CPOs, ob beispielsweise Ladepunkte ausfallen.
Speaker: Auch das ist ja ein Punkt, dass eine gewisse Wartung vielleicht gerade durchgeführt wird, aber sie einfach vom Netz gehen ohne Begründung.
Speaker: Und das ist natürlich auch für jemanden, der beispielsweise immer den gleichen Ladepunkt nutzt.
Speaker: Der schaut ja nicht jedes Mal in die App, ist der jetzt noch live, ist er noch da?
Speaker: Der weiß, ich fahre an diesen Standort und wenn er dann hinfährt und der Ladepunkt ist natürlich physisch noch da, aber er ist eben nicht verfügbar, weil er nicht eingeschaltet ist, nicht am Netz ist.
Speaker: Das sind Dinge, die wir prüfen und wenn uns da auffällt, dass ein gewisser Score, den wir definieren, nicht eingehalten wird, dann gehen wir auch auf die CPOs zu und versuchen das natürlich gemeinsam mit dem CPO zu verbessern, um die Verfügbarkeit immer hochzuhalten.
Speaker: Jetzt habe ich gesehen, dass ihr ein Preferred Partner Programm ins Leben gerufen habt für CPOs.
Speaker: Kannst du mal kurz umreißen, um was es da geht, welche Ziele hat das Ganze, welchen Vorteil hätte ich zum Beispiel als CPO auch daran teilzunehmen?
Speaker: Ich habe es ja vorhin gesagt, wir arbeiten mit über 1800 CPOs zusammen.
Speaker: Jetzt hat natürlich jeder seine eigene Preisverstellung, jeder bietet uns unterschiedliche Preise an.
Speaker: Wenn man die alle an den Endkunden weitergibt, was in der Vergangenheit zum Teil je nach OEM der Fall war,
Speaker: ist es natürlich ein gewisser Tarifdschungel, der entsteht.
Speaker: Also der Endkunde hat sehr viel Arbeit und muss suchen, wo bekomme ich den besten Service, die beste Qualität und natürlich auch den besten Preis.
Speaker: Wir haben 2024 mit dem Preferred Partner Network gestartet.
Speaker: Der richtig große Hochlauf war im
Speaker: Im Januar 2025, also vor gut einem Jahr.
Speaker: Und was steckt dahinter?
Speaker: Im Grunde suchen wir gemeinsam, wir haben gemeinsame Kriterien festgelegt mit den OEMs und wir suchen exklusive CPOs in allen Märkten, also beispielsweise Deutschland, Italien und so weiter, aus, die diverse Qualitätskriterien erfüllen.
Speaker: Und es sind eigentlich drei Kategorien.
Speaker: die sie erfüllen müssen.
Speaker: Das ist einmal attraktive Konditionen.
Speaker: Das heißt, sie müssen
Speaker: einfach gesagt unter dem Marktdurchschnitt einen Preis anbieten.
Speaker: Wir haben eine Analyse, wir können das in unseren Daten sehen, was der durchschnittliche Marktpreis ist.
Speaker: Also den müssen Sie schon mal unterschreiten.
Speaker: Sie müssen eine gewisse Marktrelevanz haben, also Sie dürfen jetzt nicht zu klein und irrelevant sein.
Speaker: Das sind schon namhafte CPOs, die wir aussuchen und wie vorhin gesagt, die müssen Qualitätsstandards erfüllen.
Speaker: Wenn das jetzt alles der Fall ist, dann nominieren wir diese CPOs.
Speaker: Wir limitieren das in den Märkten.
Speaker: Es kommt auf den Markt an, aber maximal auf fünf CPOs in großen Märkten.
Speaker: Im Moment haben wir beispielsweise in Deutschland vier.
Speaker: Das wechselt immer von Quartal zu Quartal.
Speaker: Aber diese vier Partner, welchen Vorteil haben sie?
Speaker: Sie sind erstmal auf der Website des Ladeservices klar genannt.
Speaker: Sie sind in der App genannt.
Speaker: des OEMs gelistet als bevorzugter Partner.
Speaker: Man sieht in der App die Logos der CPOs, wenn ich in die Map hineingehe.
Speaker: Wir machen Newsletter, wir haben natürlich die Daten der Endkunden und wenn die in der Kommunikation zugestimmt haben, informieren wir den Endkunden, dann sage ich, hey Fabian, ab
Speaker: ich sage jetzt einfach mal, 1.
Speaker: April ist der CPO XY im Netzwerk und du kannst dort zu vergünstigten Konditionen laden und die sind relevant, diese CPOs, das sind, wie gesagt, bekannte Player, haben eine gute Abdeckung, gute Qualität, was natürlich dazu führt, dass du als Endkunde dich bei denen gut aufgehoben fühlst und immer planbare und transparente Preise vor Augen hast, also du weißt immer, was du bekommst,
Speaker: Deswegen sagen wir, dieses Programm ist im Grunde eine Win-Win-Situation.
Speaker: Der Endkunde hat stabile und wirklich sehr attraktive Preise am Markt.
Speaker: Der OEM hat mehr Volumen auf seinem Service und er kann eben einen hohen Qualitätsstandard an CPO-Partnern anbieten, bekommt damit natürlich mehr Ladevorgänge, was ja auch sein Ziel ist.
Speaker: Und mehr Volumen ist für uns als EMSP natürlich auch relevant,
Speaker: Und für den CPO, hier noch zu sagen, er hat auch mehr Volumen, wo er natürlich Interesse daran hat und er hat vor allem eine starke Visibilität im Markt und eine langfristige Kundenbindung.
Speaker: Weil je nachdem, wie sich ein Endkunde verhält, aber wenn er weiß, ich habe diesen CPO als stabilen Partner, dann wird er langfristig wahrscheinlich immer wieder dahin fahren und gewinnt sie einfach langfristig.
Speaker: Dieses, was man in der Vergangenheit hatte, vielleicht dieses klassische Wechseln, heute lade ich bei CBOA, morgen bei B, wird dadurch natürlich verlängert.
Speaker: Jetzt würde ich gerne die letzten Minuten unseres Podcasts darauf verwenden, ein bisschen die Perspektive zu wechseln.
Speaker: Wir haben jetzt viel aus eurer Perspektive gesprochen.
Speaker: Wir haben auch ein bisschen die Perspektive eines CPOs diskutiert.
Speaker: Wir haben ja aber auch noch die OEMs, die enorm wichtig sind, im Endeffekt um das Thema E-Mobility Front zu treiben.
Speaker: Und du hast ja in dem Bereich auch viel Erfahrung genannt.
Speaker: Kannst du mal aus deiner Sicht darlegen, was für OEMs aus der heutigen Sicht wichtig ist, was Ladeinfrastruktur bieten sollten, um dem Thema einfach Vortrieb leisten zu können?
Speaker: Du sagst, es ist ein Perspektivwechsel.
Speaker: Das ist es auf der anderen Seite.
Speaker: Ich muss natürlich sagen, die wichtigste Einflussgröße ist natürlich der Endkunde.
Speaker: Und da hat natürlich der OEM auch Interesse daran.
Speaker: Das heißt, wenn der Endkunde zufrieden ist, ist natürlich der OEM zufrieden.
Speaker: Da muss man natürlich schauen, was sind die Wünsche des Endkunden.
Speaker: Das geht zum Teil Hand in Hand mit dem OEM.
Speaker: Neben den ganzen Faktoren, die wir angesprochen haben, wie Abdeckung, Qualität, was alles relevant ist, ist es aber beispielsweise auch die Attraktivität der Standorte, der Ladepunkte.
Speaker: Also habe ich einen CPO, der wirklich gut vertreten ist im urbanen Bereich,
Speaker: habe ich einen CPO, der sehr gut vertreten ist an Autobahnen.
Speaker: Da gibt es CPOs, die da wirklich eine Art Alleinstellungsmerkmal haben, die man dann schon in seinem Portfolio haben sollte, im besten Fall auch als Preferred Partner.
Speaker: Das sind Punkte, die für den OEM sehr wichtig sind, aber dann natürlich auch für den Endkunden.
Speaker: Und Dinge, die ich vorhin angesprochen habe, wie Plug & Charge, dass man wirklich auf dem aktuellen Stand der Technik ist,
Speaker: Dass man einfach weiß, ich kann mit dem neuesten Stand der Technik, was in meinem Auto verbaut ist, auch das nutzen an dem CPO, also an dem Ladepunkt.
Speaker: Und wir kommen immer wieder auf das Thema zurück, stabile Ladevorgänge, eine saubere Abrechnung, das erhöhtes Kundenvertrauen, das erhöhtes Verbrauch.
Speaker: Vertrauen in die Markenwahrnehmung, einmal für den OEM, der Kunde weiß, mein OEM-Ladeservice hat eine hohe Zuverlässigkeit, aber natürlich auch für den CPO, der Kunde weiß, diese CPO ist verlässlich, da kann ich hinfahren und habe immer einen stabilen Ladevorgang und das führt natürlich nachher zu einer langfristigen Kundenbindung auf allen Seiten, auf Seiten des OEMs und natürlich auf Seiten des CPOs, ja.
Speaker: Daniel, wenn du einen Wunsch frei hättest für die Ladeinfrastruktur in Deutschland oder vielleicht dann auch in Europa, in deinem speziellen Falle, was würdest du dir wünschen?
Speaker: Ich persönlich bin in Europa, gerade in Deutschland, gar nicht so unzufrieden mit der Entwicklung.
Speaker: Also das in den letzten vier, fünf Jahre zurückbegeht, tut sich wirklich viel.
Speaker: Aber was wir natürlich sehen, und wir decken 30 Märkte in Europa ab.
Speaker: Und es gibt leider Märkte, wo die E-Mobilität noch hinterherhängt.
Speaker: Das ist
Speaker: Da kann ich ja direkt ein Beispiel nehmen aus meinem privaten Umfeld oder was mich selbst betrifft.
Speaker: Ich plane im Sommer einen längeren Urlaub, auch mit einem E-Auto.
Speaker: Und wir haben unsere Reise ein bisschen umgeplant, weil mir einfach aufgefallen ist, dass durch die Länder, durch die ich gerne fahren möchte,
Speaker: dass zu riskant wird mit zwei Kindern dann noch und eventuell keinen Ladepunkt zu finden.
Speaker: Das sind jetzt dann wirklich kleine Länder.
Speaker: Hier sehen wir über Märkte wie beispielsweise Albanien oder Montenegro ist es in dem Fall.
Speaker: Da muss schlichtweg noch was passieren, aber es gibt auch Länder, wo auch noch deutliches Potenzial ist, wie ich sage jetzt einfach mal Kroatien oder sowas, was klassische Touristenländer sind.
Speaker: Und da würde ich mir persönlich wünschen, dass die Ladeinfrastruktur schlicht und ergänzt was mehr an Speed gewinnt, der Aufbau.
Speaker: Daniel, vielen Dank für das Gespräch.
Speaker: Danke auch.
Speaker: Hat sehr viel Spaß gemacht.
Speaker: Danke.
Speaker: Ich wünsche euch natürlich viel Erfolg mit dem Podcast, auch ein bisschen im Eigeninteresse und bin gespannt, wie es weitergeht.

