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No Bullshit Founders: Mit KI gegen Lebensmittelverschwendung: Mattis Sippel und better bites

No Bullshit Founders
No Bullshit Founders

108 plays · Apr 28, 2026

In dieser Folge ist Mattis Sippel, Co-Founder von better bites, zu Gast bei No Bullshit Founders. better bites entwickelt KI-gestützte Prognosen für Großküchen und hilft Mensen, Kantinen und perspektivisch auch Betriebsküchen dabei, besser zu planen: Wie viele Gäste kommen? Wann kommen sie? Und welche Gerichte werden wirklich nachgefragt? Mattis erzählt, wie aus einer Idee im Studium ein Green-Tech-Startup wurde, warum die ursprüngliche Zielgruppe erst einmal nicht funktionierte und wie der entscheidende Moment ausgerechnet in der Mensa kam. Wir sprechen über Validierung, erste Pilotkunden, den Aufbau des MVPs, Datenqualität im Machine Learning, Vertrieb in einem sehr speziellen Markt und darüber, warum Wettbewerb nicht abschrecken muss, sondern auch ein starkes Signal für Marktpotenzial sein kann. Außerdem geht es um die Frage, wie viel Lebensmittelverschwendung durch bessere Planung tatsächlich eingespart werden kann, welche Rolle XGBoost und historische Daten dabei spielen und warum Gründerinnen und Gründer manchmal weniger bauen und mehr zuhören sollten.

Transcript

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit Founders.

Tim Uhlott: Wie immer mit Ole, Moritz und mir und heute mal wieder mit dem Gast, mit dem Mathis.

Tim Uhlott: Mathis, erzähl doch mal gerne ein bisschen was zu dir und deinem Unternehmen better bites.

Mattis Sippel: Hej.

Mattis Sippel: Hi, gerne.

Mattis Sippel: Ja, ich habe so ungefähr vor einem Jahr das Startup better bites gegründet.

Mattis Sippel: Ist ein Green-Tech-Startup und wir erstellen Prognosen für Großküchen.

Mattis Sippel: Da insbesondere vorher zu sagen, wie viele Menschen kommen, wann die kommen und am Ende auch welche Gerichte, die sie verspeisen möchten.

Mattis Sippel: Ganzes Thema zielt sehr auf bessere Planung in den Großküchen ab, weniger Überproduktion, weniger Lebensmittelverschwendung, am Ende auch Sparen von Kosten.

Tim Uhlott: Ja, sehr cool.

Tim Uhlott: Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Tim Uhlott: Ich finde Großküche ist erstmal ein sehr spezielles Thema.

Mattis Sippel: Ja, stimmt.

Mattis Sippel: Meine Studiumszeit ist noch nicht so lange her.

Mattis Sippel: Ich habe noch ungefähr vor einem Jahr Bachelorarbeit geschrieben und mache das Ganze auch mit einem sehr guten Freund aus der Studienzeit zusammen mit Nico.

Mattis Sippel: Und wir waren einfach beide im Studium sehr große Mensa-Fans, waren eigentlich jeden Tag da und auch heute noch.

Mattis Sippel: Wir sind ja immer noch in Münster und die Münsteraner Mensen sind wirklich top und wir nutzen das gerne als Mittagspause.

Mattis Sippel: Das heißt, wir waren immer sehr auf der Gastseite von den Großküchen.

Mattis Sippel: Um aber die ganze Geschichte zu erzählen, muss man ein bisschen mehr ausruhen, weil die ursprüngliche Idee kam so vor anderthalb Jahren.

Mattis Sippel: Wir haben uns ein bisschen in diese Prognosetechnologie verliebt.

Tim Uhlott: Vielen Dank.

Mattis Sippel: Wie das funktioniert, kann ich gleich nochmal darauf eingehen, aber es ist am Ende eine KI, die ganz viele Daten kombiniert.

Mattis Sippel: Und wir haben am Anfang gedacht, wir machen das für Restaurants, Cafés, egal wie groß, eher klein, dass wir denen vorhersagen, wann wie viele Gäste kommen, da dann eher noch Fokus auf bessere Mitarbeiterplanung.

Mattis Sippel: Und dann waren wir tatsächlich hier im Münster im Reach in so einem Validation Lab, wo wir uns auch kennengelernt haben, Tim und Moritz, wo es sehr darum ging, die Idee nochmal tiefer zu validieren, also wirklich zu schauen, das Problem, was wir unterstellen, ist das wirklich da?

Mattis Sippel: Und wir waren natürlich mega hyped und dachten, das brauchen wir eigentlich gar nicht, weil wir waren uns super sicher, dass es funktioniert.

Mattis Sippel: Am Ende des Tages haben wir aber herausgestellt, nach so 30 Gesprächen mit Gastronomen, dass das in den normalen Gastronomien, die man so als Kunde meistens kennt, also Restaurants und Cafés, gar nicht so ein Thema ist.

Mattis Sippel: Wir haben einfach sehr flexible Mitarbeiter.

Mattis Sippel: ... brauchen daher gar nicht so viel Plan und das meiste Essen, was sie haben...... verkaufen sie entweder am nächsten Tag weiter, wenn es überbleibt...... oder sind eh eher Convenience-Produkte, die eh quasi auf Lager sind.

Mattis Sippel: Und das war natürlich ernüchternd in der Situation,...... aber dann haben wir uns überlegt, wie...

Mattis Sippel: wo gibt es vielleicht eine Nische oder Anwendungsfälle, wo der Need nach so einem Produkt noch größer ist.

Mattis Sippel: Da haben wir uns verschiedene Nischen angeschaut.

Mattis Sippel: Eine davon waren noch so Sushi-Läden mit frischen Lebensmitteln.

Mattis Sippel: Hat sich auch relativ schnell herausgestellt, dass das nicht so spannend ist.

Mattis Sippel: Und dann war so ein eye-opening-Moment, als wir in der Mensa saßen, wirklich zu zweit und uns irgendwie so umgeguckt haben.

Mattis Sippel: Und diese riesen...

Mattis Sippel: Bottiche an Essen gesehen haben, Behälter und irgendwie dachten, ey, wie machen die das eigentlich?

Mattis Sippel: Und das war so quasi der Ursprung der Idee und danach ist einiges noch gefolgt.

Tim Uhlott: Okay, schon ziemlich cool, schon ziemlich beeindruckend.

Mattis Sippel: Ja.

Tim Uhlott: Du hast ja gerade gesagt, Bachelor, machst du oder ihr noch euren Masters nebenbei oder fokussiert ihr euch komplett auf Beta-Piles?

Tim Uhlott: Okay, cool.

Mattis Sippel: Nee, voller Fokus Betabytes.

Mattis Sippel: Also seit einem Jahr machen wir das fulltime.

Mattis Sippel: Und das ist auch genau richtig, weil dann können wir einfach wirklich alles, was wir tun, da rein investieren.

Mattis Sippel: Und Studium würde gerade eher ablenken.

Moritz Hofmann: Kannst du vielleicht von dem Moment erzählen, wo du dich aktiv dafür entschieden hast, jetzt komplett dein eigenes Startup zu machen?

Moritz Hofmann: Wie hast du das entschieden oder wie habt ihr das entschieden?

Mattis Sippel: Ja, das war tatsächlich schon recht früh.

Mattis Sippel: Es war Januar letzten Jahres, dieser Moment, wo ich mit Nico in der Mensa saß.

Mattis Sippel: Und er hatte tatsächlich schon einen Joboffer für nach dem Bachelor, auch ein gutes, tolles.

Mattis Sippel: Und er hat mich dann gefragt, was hast du denn eigentlich vor?

Mattis Sippel: Und dann war ich so, ich dachte eigentlich, wir machen das Startup zusammen, was wir uns hier überlegt haben im Modul.

Mattis Sippel: Und auf einmal war er so ganz...

Mattis Sippel: verunsichert mit seinem Jobangebot und dann haben wir uns ein, zwei Tage Bedenkzeit genommen und haben beide überlegt, ob das wirklich cool ist und sinnvoll ist.

Mattis Sippel: Und haben uns dann entschlossen, ey komm wir machen das einfach, weil wir uns beide einig waren, wir hatten schon immer Bock drauf.

Mattis Sippel: Wir haben vorher schon immer sehr viel über das ganze Founding-Thema gesprochen.

Mattis Sippel: Mich fasziniert das auch schon sehr lange.

Mattis Sippel: Und zweitens einfach auch vom Timing her.

Mattis Sippel: Nach dem Bachelor sehr jung, schon mal eine Ausbildung fix, sehr geringe Lebenskosten.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Mattis Sippel: Da haben wir gedacht, komm das passt jetzt einfach sehr gut.

Mattis Sippel: Das war recht früh, aber da hatten wir noch nicht den Switch auf die Branche gemacht.

Mattis Sippel: Also das war alles noch nicht so ganz sicher, sage ich mal.

Mattis Sippel: Hat sich dann aber im Laufe des Jahres Richtung Mai, Juni konkretisiert.

Mattis Sippel: Und dann haben wir irgendwann gesagt, komm, wir bewerben uns noch auf das Gründerstipendium zum Beispiel und gehen da wirklich all in und machen das mindestens ein Jahr.

Mattis Sippel: Und heute kann ich sagen, nach einem Jahr, wir machen das noch länger.

Moritz Hofmann: Cool.

Moritz Hofmann: Tim, kannst du weiter machen?

Tim Uhlott: Sehr cool.

Tim Uhlott: Mad, es schiebt irgendwer bei euch im Reach da irgendwas gerade rum?

Tim Uhlott: Ja, okay.

Mattis Sippel: Ja, ich kann mal kurz, wenn wir kurz pausieren wollen, ich kann mal kurz eine andere Box suchen.

Mattis Sippel: Ich wusste es nicht, sorry.

Mattis Sippel: Es ist gerade losgegangen.

Mattis Sippel: Ja, Entschuldigung.

Tim Uhlott: Alles gut, alles gut.

Tim Uhlott: Dann lass mal kurz die Pause machen.

Kai Ole Hartwig: Ja, warte.

Tim Uhlott: Und gleich wieder da.

Tim Uhlott: Alles gut.

Tim Uhlott: Okay, so.

Tim Uhlott: Nach kurzer Umbauarbeit sind wir wieder da.

Tim Uhlott: Mathis, nachdem ihr dann die Großküchen, ich sag mal, eure potenziellen Kunden entdeckt habt, wie lange hat das dann gedauert, bis ihr das erste MVP fertig hattet?

Mattis Sippel: Meinst du MVP im Sinne von ersten Produktaufriss?

Tim Uhlott: Genau.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Oder so Geschäftsmodell MVP?

Mattis Sippel: Okay, nee.

Mattis Sippel: Ich würde sogar sagen, wir hatten das vorher fertig.

Mattis Sippel: Insbesondere Nico ist sehr Product-verliebt und neben der ganzen Validierungsgeschichte hat er schon von Anfang an irgendwie versucht, schon mal ein erstes...

Mattis Sippel: ... Frontend zu bauen, Software, die wir auch nutzen konnten für die Validierungsgespräche.

Mattis Sippel: Ich habe manchmal versucht, ihn da so ein bisschen zu bremsen,...... weil das ist eigentlich genau das, was wir im Validation Lab gelernt haben,...... was man nicht machen soll, zu früh das Produkt zu bauen.

Mattis Sippel: Aber am Ende des Tages...

Mattis Sippel: hat das nicht geschadet.

Mattis Sippel: Da war schon mal ein erstes Back and Frontend und so am Start und wir haben dann aber nochmal versucht, gerade als dann die ersten Kunden da waren oder der erste große Kunde, dass wir sehr geschaut haben, was wollen die Nutzer eigentlich sehen an Informationen, was ist für die interessant und mit der Information haben wir uns dann wirklich mal hingesetzt und haben das mal aufgemalt an einem Whiteboard, was wollen wir eigentlich wie darstellen und dann nochmal from scratch so gestartet.

Tim Uhlott: Sehr cool.

Mattis Sippel: Genau.

Tim Uhlott: Ja, das ist auf jeden Fall auch eine sehr gute Idee, weil das ist auch so eine kleine Informatikerkrankheit.

Mattis Sippel: Ja.

Mattis Sippel: Ja.

Tim Uhlott: Einfach mal erstmal alles fertig programmieren und dann mal schauen, wo man das drauf anwenden kann.

Mattis Sippel: Absolut.

Tim Uhlott: Und der andere Weg, erst gucken, wo ist das Problem, was brauchen die wirklich.

Tim Uhlott: Wahrscheinlich ist es sogar meist kleiner, als das, was man denkt oder geht in eine andere Richtung und dann loslegen.

Moritz Hofmann: Was mich in dem Zusammenhang noch interessieren würde, was war deine größte Unsicherheit am Start, als ihr durchgestartet seid?

Moritz Hofmann: Ja.

Mattis Sippel: Ja, gerade in dem Prozess finden wir Leute, die darauf Bock haben, auf die Technologie, finden wir, macht das eigentlich Sinn, das für die Nische anzuwenden?

Mattis Sippel: Das war natürlich wochenlang irgendwie so ein großes Fragezeichen und dann war es...

Mattis Sippel: Dann irgendwann ganz schön, als wir hier das erste Gespräch beim Studierendenwerk Münster hatten, die von Anfang an unser erster Vertrauens-Kooperations-Pilotkunde waren, dass wir da gehört haben, es ist ein Thema.

Mattis Sippel: Das war eine Unsicherheit und als wir irgendwann gemerkt haben, ey, für Mensen und Kantinen ist da ein Markt für da,

Mattis Sippel: ... waren wir natürlich voll hyped und haben dann aber auch mal geschaut,...... was es da schon so am Markt gibt und das ist nicht,...... wir sind nicht die allerersten, die es tun in Deutschland.

Mattis Sippel: Und auch das war am Anfang für mich natürlich eine Unsicherheit,...... weil ich mich irgendwie gefragt habe, okay, die machen das schon jahrelang,...... wie sollen wir es schaffen, da schnell besser zu werden oder uns da aufzubauen.

Mattis Sippel: Heute sind wir...

Mattis Sippel: blicke ich da ganz anders drauf, weil es eigentlich eine tolle Validierung ist, wenn du Wettbewerb hast und insbesondere, wenn man einen Markt hat, der nicht super klein ist, dann ist es nie verkehrt, wenn noch ein, zwei Player, glaube ich, mit am Start sind, die auch dann am Ende schon ein bisschen Erklärungsarbeit bei den Kunden indirekt gemacht haben, für das, was man tut, für die Technologie, die man anwendet.

Moritz Hofmann: Ja, das ist interessant.

Tim Uhlott: Ja, stimmt auf jeden Fall.

Tim Uhlott: Wenn es Kunden gibt, andere Konkurrenten gibt, so meine ich das, dann wurde ja der Case indirekt ja auch schon mal von denen mitvalidiert.

Mattis Sippel: Ja.

Tim Uhlott: Also du bist nicht der Erste, der auf irgendeine random Idee gibt, wo es vielleicht einfach kein Potenzial einfach gibt.

Tim Uhlott: Dann siehst du, okay, es gibt Konkurrenten, 1, 2, 3 oder wie groß auch immer eurer Markt ist und das heißt, es hat auf jeden Fall Potenzial.

Tim Uhlott: Das ist ja auf jeden Fall cool, ja.

Mattis Sippel: Absolut.

Mattis Sippel: Ich habe die Tage in einem anderen Podcast gehört und da sagte der Gast, dass es heutzutage eigentlich unwahrscheinlich ist, dass du eine geile Idee hast und mit einem tollen Markt und einem riesen Potenzial und du bist der allererste, der auf die Idee kommt.

Tim Uhlott: Ja, ja.

Mattis Sippel: Das ist eigentlich direkt ein Knockout-Kriterium.

Mattis Sippel: Fand ich einen spannenden Take und passt dazu auch ganz gut.

Kai Ole Hartwig: Auf jeden Fall.

Kai Ole Hartwig: Man muss ja überlegen, wenn jemand schon mal den Markt validiert hat und offensichtlich schon mal länger am Markt ist, dann gibt es auf jeden Fall auch Kapital und die Möglichkeit, einfach da was zu machen.

Kai Ole Hartwig: Alles andere verschwindet halt wieder sehr schnell.

Mattis Sippel: Absolut.

Kai Ole Hartwig: Deswegen glaube ich, ist es als Gründer, der seine Idee validiert, immer gut zu sehen, es gibt Menschen, die da drin sind.

Kai Ole Hartwig: Und die machen das.

Kai Ole Hartwig: Und dann kann man auch sehr gut, finde ich, immer validieren, was ist denn deren USP und was soll denn unser USP eigentlich werden?

Kai Ole Hartwig: Was ist denn so aktuell euer größtes Risiko?

Kai Ole Hartwig: Was denkst du?

Mattis Sippel: Wir haben jetzt, also jetzt haben wir noch nicht so viel darüber gesprochen, was jetzt im letzten Jahr konkret passiert ist, aber wir haben jetzt so sieben Studierendenwerke am Start in Deutschland multipliziert mit so fünf bis zehn Mensen pro Studierendenwerk.

Mattis Sippel: Also es loggen sich jeden Tag so 30, 40 Standorte ein, was super ist.

Mattis Sippel: Und gerade in dem Bereich der Uni-Mensen haben wir da einen guten Fuß gefasst.

Mattis Sippel: Bedeutet gleichzeitig aber auch, dass wir mit allen jetzt mal gesprochen haben, so viele gibt es in Deutschland gar nicht.

Mattis Sippel: Also Mensaträger sind 57 und wir haben glaube ich jetzt so die Early Adopters, sag ich mal Low Hanging Fruits irgendwie jetzt am Start, die von Anfang an da sehr offen für waren.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Mattis Sippel: Es gibt manche, die sind noch so ein bisschen der Schwebe, es kann sich noch Dinge ergeben, aber...

Mattis Sippel: Mittelfristig müssen wir noch ein bisschen mehr Richtung Betriebskantinen gehen, damit wir da in dem Markt der Großküchen bleiben und das ist auch nochmal ein sehr toller großer Markt.

Mattis Sippel: Da dann gibt es quasi immer Betriebskantinen, die das Inhouse machen mit eigener Küche, aber auch andererseits Caterer und Catering-Firmen, die dann 100 Firmen am Tag beliefern oder auch die Küchen betreiben.

Kai Ole Hartwig: Okay.

Mattis Sippel: Und das ist zwar dieselbe Branche, aber fast nochmal ein bisschen anderer Markt, weil da andere Herausforderungen herrschen, andere Cases, die schlummern auch, also die wir nochmal bearbeiten können und müssen.

Mattis Sippel: Aber da jetzt auch wiederum Fuß zu fassen, das ist so der nächste Schritt, die wir jetzt noch mal bearbeiten können und müssen.

Mattis Sippel: Ich weiß nicht, ob ich es als Risiko einschätzen wollte, aber auf jeden Fall das Thema, was mich gerade mit am meisten beschäftigt.

Kai Ole Hartwig: Spannend.

Kai Ole Hartwig: Magst du denn einfach mal über das letzte Jahr sprechen?

Kai Ole Hartwig: Du hast das schon so anklingen lassen.

Kai Ole Hartwig: Hey, wir haben da noch so gar nicht drüber gesprochen.

Kai Ole Hartwig: Wie war das?

Kai Ole Hartwig: Das erste Jahr?

Mattis Sippel: Klar, gerne.

Kai Ole Hartwig: Was waren die prägendsten Momente, nachdem ihr gefunden habt?

Kai Ole Hartwig: Wo soll es hingehen?

Mattis Sippel: Ja, absolut.

Mattis Sippel: Ich glaube, das hilft auch den Hörern einmal so zu verstehen, was passiert ist, was wir machen.

Mattis Sippel: Also wo wir am Anfang sehr viel Glück mit hatten, ist mit der ursprünglichen Idee sind wir recht schnell mit dem Studierendenwerk Münster in den Austausch gegangen.

Mattis Sippel: Studierendenwerke betreuen immer die Unimensen in den Städten.

Mattis Sippel: ganz salopp gesagt.

Mattis Sippel: Und das Studierendenwerk Münster war von Anfang an sehr offen.

Mattis Sippel: Erstens, wir sind Studenten aus Münster, wollen irgendwie was für Münster machen, das fanden die toll.

Mattis Sippel: Zweitens, die haben ein sehr cooles, innovatives Denken irgendwie und haben gesagt, ey, das kann schon auch einen Mehrwert für uns haben.

Mattis Sippel: Da war Thema Planung auch schon eine Herausforderung.

Mattis Sippel: Und mit den Akteuren aus Münster haben wir das

Mattis Sippel: halt innerhalb von so zwei, drei, vier Monaten komplett from scratch aufgebaut und haben uns insbesondere mit den Nutzern, die Nutzer sind die Küchenleitung vor Ort, die machen die Bedarfsplanung, die müssen zwei bis drei Wochen vor dem Tag der Produktion, die Waren schon einkaufen beim Lieferanten, die müssen aber auch am Tag selber entscheiden, wie viel koche ich jetzt wirklich von was.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Mattis Sippel: Und mit dem Input von diesen Nutzern haben wir das zusammen aufgebaut.

Mattis Sippel: Und seit September letzten Jahres läuft es da auch schon produktiv in allen Mensen und Kantinen hier vom Schlinweg Münster, auch kleinere Bistros zum Beispiel.

Mattis Sippel: Genau diese Prognosen, also wie viele Gäste kommen eigentlich insgesamt an dem Tag, zu welchen Uhrzeiten kommen die eigentlich,

Mattis Sippel: Gerade dazu haben wir uns auch überlegt oder mit den Küchenleitungen gesprochen, was sind eigentlich Einflussfaktoren, wie viele Menschen in Instagram kommen, aber auch wann die kommen.

Mattis Sippel: Und da war zum Beispiel recht klar, so Vorlesungsdaten sind da sehr interessant.

Mattis Sippel: Wann sind wo in Münster, in welchen Hörsälen und so eigentlich Events, in welchen Räumen, wie viele Leute passen da rein?

Mattis Sippel: Wann kommen dann vielleicht die Studenten nach der Vorlesung oder vor der Vorlesung in die Mensa, treffen sich mit Freunden.

Mattis Sippel: Das war so ein Punkt.

Mattis Sippel: Was hat Wetter für einen Einfluss?

Mattis Sippel: Also hier, wer sich in Münster ein bisschen auskennt, Mensa am Ahrsee, ein schöner Standort am Ahrsee, aber ein bisschen außerhalb der Stadt.

Mattis Sippel: Wenn es zum Beispiel regnet, fahren deutlich weniger Studis mit dem Fahrrad dorthin.

Mattis Sippel: Also da einfach zu schauen, welche Faktoren haben einen Einfluss, die alle zu sammeln.

Mattis Sippel: die dann aber wiederum auch zu kombinieren mit den historischen Umsatzdaten des Standorts.

Mattis Sippel: Also darauf basiert am Ende unser Machine Learning, dass dort Muster erkannt werden aus den letzten drei Jahren.

Mattis Sippel: Welchen Einfluss haben dann diese ganzen Faktoren, die kann man quasi kombinieren in einem großen

Mattis Sippel: Wie kann man sich vorstellen wie eine riesen Excel-Tabelle, wo dann aber ein smartes System drüber fliegt und sich überlegt, welche Einflussfaktoren hat eigentlich die Temperatur oder die Anzahl an Vorlesungen in der Nähe.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Mattis Sippel: Und das Modell schafft es dann wiederum, das auch für die Zukunft vorauszusagen.

Mattis Sippel: Ich glaube, das ist auch nochmal ganz interessant, um einmal zu verstehen, wie wir eigentlich...

Mattis Sippel: ... das gebaut haben und warum da auch so eine Überschneidung ist zwischen Sales und Nachhaltigkeit, aber auch ganz viel Tech im Hintergrund.

Mattis Sippel: Aber um deine Frage zum Ja nochmal darauf zurückzukommen, wir haben in Münster das jetzt aufgebaut und...

Mattis Sippel: haben es dann geschafft, mit verschiedenen anderen Studierendenwerken in großen Unistädten in den Austausch zu kommen.

Mattis Sippel: Das Thema ist da gerade sehr populär.

Mattis Sippel: Nachhaltigkeit sowieso überall ein Thema.

Mattis Sippel: Lebensmittel sparen, Geld sparen sowieso.

Mattis Sippel: Die müssen auch gucken, dass die Preise für die Gerichte nicht zu sehr steigen.

Mattis Sippel: Studenten haben ja nur ein begrenztes Budget und Studierendenwerke

Mattis Sippel: haben einen sozialen Auftrag, den sie natürlich ausführen möchten und da kann so eine Software unterstützen.

Mattis Sippel: Deswegen waren wir viel unterwegs und haben jetzt es halt geschafft, sieben weitere Studienwerke von unserer Software zu überzeugen, die das jetzt produktiv nutzen.

Mattis Sippel: was auf jeden Fall klasse ist und deswegen waren wir viel unterwegs, haben auch von allen Kunden noch auch wieder was mitgenommen.

Mattis Sippel: Wir haben das trotzdem sehr alle Herausforderungen gehört und versucht einzubauen, damit es am Ende für alle am meisten mehr Wert hat.

Tim Uhlott: Was mir jetzt gerade irgendwie so einfällt, so neben Großküchen, habt ihr euch schon mal darüber Gedanken gemacht, vielleicht mit Supermärkten in Kontakt zu treten?

Tim Uhlott: Ich muss zum Beispiel an so eine Fleisch- oder Käsethek jetzt zum Beispiel denken.

Tim Uhlott: Dieses, okay, das Wetter wird jetzt nächste Woche vielleicht gut, die Leute wollen vielleicht grillen, das kaufen sie immer zu der Zeit.

Tim Uhlott: Habt ihr da schon mal irgendwie drüber nachgedacht?

Mattis Sippel: Ja, also als wir den Switch gemacht haben, als wir gemerkt haben, okay, kleine Gastronomien funktionieren nicht so super, wo konzentrieren wir uns dann drauf?

Mattis Sippel: Haben wir mal so ganz klassisch, auch durch Input von unserem Coach hier im Reach, so eine Nutzwertanalyse gemacht.

Tim Uhlott: Ja, ist wichtig.

Mattis Sippel: Also wirklich Faktoren und Branchen aufgezählt und da war Supermarkt auch eine davon.

Mattis Sippel: Das ist spannend, auf jeden Fall.

Mattis Sippel: Ich glaube, wir sind gerade sehr zufrieden mit unserer Nische, des Marktes.

Mattis Sippel: Der ist auch groß genug und ich glaube,

Mattis Sippel: Und was uns gerade sehr unterstützt oder hilft, ist Fokus auf einen Kunden auch.

Mattis Sippel: Es wird jetzt schon fast ein zweiter Kunde durch Betriebskantin, habe ich ja eben kurz erklärt.

Mattis Sippel: Das ist schon genug, oder das bedeutet auch schon Pivot, man darf auch nicht vergessen, wir sind zu zweit.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Aber perspektivisch oder auch für andere Player oder Leute, die was gründen wollen, da gibt es ganz viele Möglichkeiten.

Mattis Sippel: ... Branchen noch, Fitnessstudios, auch quasi, du kannst dir überlegen, du willst das den Kunden...... zur Verfügung stellen, so ein bisschen wie Google das macht, bei Google Maps, wenn du irgendwo hingehst,...... gibt es ja auch Auslastungsprognosen, Supermarkt, wir haben da auch mit...... Supermärkten gesprochen, auch in der Phase, um das zu validieren.

Mattis Sippel: Die haben tatsächlich aber so Rewe zum Beispiel vorstanden, was Eigenem oder haben schon was Eigenes gebaut.

Mattis Sippel: Genau.

Mattis Sippel: Anderer toller Markt ist Bäckereien.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Mattis Sippel: Man kennt das, die haben ja auch alles vorrätig.

Mattis Sippel: Wenn man manchmal kurz vor Schluss bei einer Bäckerei vorbeischaut, ist man ja schon erschrocken, was die noch an Brötchen dort rumliegen haben.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Tim Uhlott: Ja.

Mattis Sippel: Da gibt es ein tolles Startup aus Münster, Foodtracks, die das schon so seit 10 Jahren sehr toll machen.

Mattis Sippel: Genau.

Tim Uhlott: Wo ihr gerade Betriebsküchen sagt, was ich euch vielleicht empfehlen kann, aber vielleicht habt ihr es auch schon gemacht, im Norden von Münster gibt es die Provinzial und die haben eine sehr große Küche und viele Firmen drumherum, die jener auch häufig mittags essen.

Mattis Sippel: Cool, ja.

Tim Uhlott: Vielleicht ist das auch dann interessant für euch.

Tim Uhlott: Ja.

Mattis Sippel: Guter Punkt, ist bestimmt irgendwo auf der langen Leadsliste mit drauf, aber ich schaue da nochmal.

Mattis Sippel: Guter Punkt, ja, das ist immer cool, gerade natürlich, wenn man hier in Münster vielleicht einen Startschuss hat, weil da diese regionale Verbundenheit darf man nicht unterschätzen, dieses erste Trust, das kann da schon sehr helfen.

Tim Uhlott: Ja, ja, das ist richtig.

Tim Uhlott: Ja, ja, da ist Münster auch sehr, sehr offen.

Tim Uhlott: Das ist auch schon echt ziemlich cool.

Mattis Sippel: Ja.

Mattis Sippel: Ja.

Tim Uhlott: Du hast es ja gerade schon angesprochen, eure Prognose.

Tim Uhlott: Also KI, AI ist ja gerade auch so ein bisschen in aller Munde, ist ja gerade auch das Buzzword.

Tim Uhlott: Ähm...

Tim Uhlott: Was nutzt ihr da genau?

Tim Uhlott: Habt ihr ein eigenes Modell trainiert?

Tim Uhlott: Nutzt ihr irgendwas Fertiges?

Tim Uhlott: Oder wie du sagst, mit Excel-Tabellen macht ihr Analysen?

Tim Uhlott: Wie funktioniert das?

Mattis Sippel: Ne, das lösen wir ab.

Mattis Sippel: Früher haben die Küchenleiter mit dem Bauchgefühl und Excel gemacht.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Mattis Sippel: Nein, nein, das war eben nur um anschaulich zu machen, wie welche Faktoren Einfluss haben.

Mattis Sippel: Auch das haben wir uns am Anfang angeschaut, was performt eigentlich am besten und haben nach einigen Experimenten nutzen wir XGBoost.

Mattis Sippel: Das ist für die Techies oder Nerds Gradient Boosting.

Mattis Sippel: Das ist am Ende ein Machine Learning Algorithmus, der ganz viele Bäume quasi aufmacht und Entscheidungsäste.

Mattis Sippel: Und je nachdem, welche Faktoren reinfließen, kann man sich vorstellen, dass dann ein anderer Ast in diesem Baum gewählt wird und am Ende des Tages kommt der dann halt auf ein Ergebnis.

Mattis Sippel: Und

Mattis Sippel: Da lassen wir alle Daten, die dann teilweise in die Wälde-Standort sind, einfließen und das sind drei verschiedene Modelle quasi.

Mattis Sippel: Einerseits für, wie viele Gäste kommen eigentlich insgesamt, zu welchen Zeiten kommen diese und am Ende auch, welche Gerichte wollen eigentlich die Menschen dann essen, die kommen.

Tim Uhlott: Okay, verstehe.

Tim Uhlott: Gab es da irgendwie eine große Herausforderung beim Aufbau, beziehungsweise was war die größte Herausforderung dabei?

Tim Uhlott: Daten oder das Modell dahinter?

Mattis Sippel: Ich würde sagen, wir hatten ein gutes Gefühl dafür, was für Modelle man so nehmen kann.

Mattis Sippel: Mit IndicJubus kann man auch gut arbeiten und der verzeiht auch gewisse Dinge, wenn mal Daten doch nicht vollständig sind zum Beispiel, kann der das selber so imputen.

Mattis Sippel: Aber auch das passt zu dem AI-Hype, der gerade ist, wenn es um Herausforderungen geht, das zu implementieren, die Datenqualität.

Mattis Sippel: Also irgendwie auf der Data & Plugged habe ich ein paar Mal gehört, so shit in, shit out.

Mattis Sippel: Also wenn du halt was Doofes reinbringst, dann kommt auch was Doofes raus.

Mattis Sippel: Und das ist am Ende mit auch die größte

Mattis Sippel: der größte, wie soll ich sagen, Stopper, ich will nicht sagen Stopper, aber das, wo wir mit am meisten manuelle Arbeit haben, das ist diese Data Cleaning und Data Aufbereitung, die am Anfang passiert.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Mattis Sippel: Also was Gutes ist, gerade im Bereich der Unimensen benutzen die meisten das ähnliche Warenwirtschaftssystem, das heißt, die Struktur der Daten ist schon mal ähnlich.

Mattis Sippel: von welche Attribute sind eigentlich vorhanden, aber die Pflege der Daten sind halt teilweise einfach, also oft eigentlich immer unterschiedlich und mal besser und mal schlechter gepflegt und deswegen ist der erste Schritt, bevor wir das, wir müssen das ja in irgendwie einen Datenformat gießen, was relativ standardisiert ist, egal was für eine Mensa oder wie auch immer man hat,

Mattis Sippel: Da ist mit am meisten Arbeit für uns zu machen und teilweise haben wir das dann schon jemand on-boardet, erste Experimente gefahren und irgendwie gemerkt, okay, wie funktioniert es nicht so richtig und dann gemerkt, okay, wir haben im ersten Schritt Data Upload in unser System quasi etwas übersehen.

Tim Uhlott: Steher, steher.

Mattis Sippel: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und wie sehr liegt die daneben?

Kai Ole Hartwig: Oder wie gut ist die Vorhersage?

Kai Ole Hartwig: Habt ihr da Erfahrungswerte mittlerweile?

Mattis Sippel: Ja.

Kai Ole Hartwig: Also, wenn jetzt die besten Daten der Welt gibt und wenn es die schlechtesten gibt, ist schon klar, dann ist es wesentlich schlechter.

Kai Ole Hartwig: Aber in welchem Bereich bewegt sich das so?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Mattis Sippel: Na klar, das ist ja am Ende auch genau die Daseinsberechtigung, die wir haben.

Mattis Sippel: Also nur wenn das funktioniert, möchten uns Kunden ja auch nutzen.

Mattis Sippel: Und bei Gäste-Prognosen, wie viele Gäste kommen eigentlich insgesamt, liegen wir eigentlich immer über 90%, was wirklich sehr gut ist.

Mattis Sippel: Also da ist die Schwankung immer so bis zu 10% an einem Tag.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Mattis Sippel: Das ist im Schnitt okay.

Mattis Sippel: Weil wir hoffen natürlich oder wir versuchen natürlich mit Daten die Menschen predictable zu machen, aber Menschen sind halt auch immer noch Menschen.

Mattis Sippel: Also eine hundertprozentige Curacy auf Dauer wird man höchstwahrscheinlich nie erreichen.

Mattis Sippel: Ab und zu hat man natürlich mal Volltreffer, ab und zu ist man auch mal drunter, ganz klar.

Mattis Sippel: Und bei dem zweiten wichtigen Punkt, dieses Thema, von welchem Gericht wird eigentlich nachgefragt, da liegen wir zwischen 80 und 90 Prozent.

Mattis Sippel: Das sind nochmal andere Größenordnungen, deswegen sind 80 bis 90 Prozent da immer noch sehr gut.

Mattis Sippel: Ja, danke.

Kai Ole Hartwig: Cool.

Tim Uhlott: Kannst, ja.

Kai Ole Hartwig: Und, ähm, oh, nee, mach du, ich will dich gar nicht aufhalten, dann das...

Tim Uhlott: Ja, soll ich jetzt fragen?

Tim Uhlott: Ja, wie viele, also hast du irgendwie ein Beispiel an irgendeinem Gericht?

Tim Uhlott: Also ich sag mal, es wurden dann früher immer tausendmal...

Tim Uhlott: Gulasch gemacht, jetzt wird aber 40% eingespart mit eurer Analyse oder hast du irgendwie Zahlenbeispiel, also wie viel stellt so eine Großküche her und wie viel, wie konntest du jetzt ihren Prozess optimieren, dass sie halt nicht mehr so viel einfach einkaufen muss und einfach kochen muss?

Mattis Sippel: Ja, also ich könnte einmal kurz erklären, was ein Küchenleiter eigentlich so macht in der Plane und dann kann ich nochmal erklären, was das auf einem Monat zum Beispiel bedeutet.

Mattis Sippel: Also zum Ersten, entweder der Küchenleiter denkt sich selber an den Speiseplan aus oder der wird von oben vorgegeben, das sind so drei bis vier Gerichte durchschnittlich in der Mensa.

Tim Uhlott: Hm?

Tim Uhlott: Hm?

Tim Uhlott: Hm?

Mattis Sippel: Immer ein veganes Gericht, oft ein vegetarisches, ein bisschen Fleisch und dann noch irgendein Aktionsgericht.

Mattis Sippel: Und sagen wir mal, in drei Wochen gibt es eine Bolognese mit Hackfleisch.

Mattis Sippel: Dann überlegt sich der Küchenleiter heute, wie viele Portionen will ich eigentlich davon einkaufen?

Mattis Sippel: Und dann

Mattis Sippel: Jetzt hatten wir immer mal das ASEE-Beispiel hier.

Mattis Sippel: Im ASEE sind so im Schnitt 1500 Menschen am Tag, die was essen wollen.

Mattis Sippel: Und das heißt, du musst dir überlegen, ich habe drei Gerichte, 1500 Leute wollen eine Hauptspeise essen, wie viel Portion Wolle verkaufe ich?

Mattis Sippel: Und heute ist es so,

Mattis Sippel: Ja, die Küchenleiter, also heute nicht mehr im ASE, aber ich sage mal, vor einem Jahr war es so der Küchenleiter, okay, ja, wie lief Bollo letztes Mal?

Mattis Sippel: Dann klickt er sich in seinem sehr alten System rum und guckt, wie es letztes Mal lief, hat aber auch kein Verhältnis dazu, wie viele Gäste eigentlich da waren und oft ist es einfach so ein bisschen Gut-Feeling und Erfahrung und sagt dann, okay, früher war also jetzt, okay, machen wir 600 Portionen.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Und genau an dem Punkt setzen wir an, wie unser System hat auch eine Prognose, die halt ein bisschen fundierter ist, auf mehreren Faktoren basiert.

Mattis Sippel: Und da sagen wir dann zum Beispiel, okay, mach mal 470 Portionen.

Mattis Sippel: Also auch da eher so auf Zehner-Schritten.

Mattis Sippel: Früher ist es auch menschlich logisch eher so, man macht 500 oder 600 Portionen.

Mattis Sippel: Eher in der Größenordnung.

Mattis Sippel: Natürlich müssen die teilweise auch achten, dass sie Gebindegrößen haben, also nicht alle Produkte in jeder Größenordnung bekommen.

Tim Uhlott: Hm.

Mattis Sippel: Aber dann überlegen sie sich, okay, ich mache 470 Portionen Bolognese heute und dann 300 von dem und 400 von dem.

Mattis Sippel: Das ist so da, wo wir unterstützen.

Mattis Sippel: Und was eigentlich so der Hintergrund von unserem Business Case auch ist und von dem Mehrwert, den wir schaffen, sind erstmal eine, grundlegend war mal so eine Studie vom Thün-Institut, mit der wir da angefangen haben.

Mattis Sippel: Und heutzutage konnten wir das mit eigenen Experimenten und Messungen von Abfall auch quasi validieren.

Tim Uhlott: Hm.

Mattis Sippel: Und man kann sich vorstellen, dass in

Mattis Sippel: In einer Großküche im Durchschnitt ist so eine Portion 500 Gramm schwer.

Mattis Sippel: Also normal ein Teller 500 Gramm Nudel Bolognese.

Mattis Sippel: Und ungefähr 100 Gramm davon sind Abfälle.

Mattis Sippel: Also ungefähr 20 Prozent.

Mattis Sippel: Davon basieren dann ungefähr 60 Prozent auf Speiseresten, also die Sachen, die die Kunden überlassen.

Mattis Sippel: Da hat man als Küche ehrlicherweise nicht so super viel Einfluss drauf.

Mattis Sippel: Und aber auch so ein Thema wie Schnittverluste.

Mattis Sippel: Also

Mattis Sippel: Zwiebelschalen, Kartoffelschalen, ganz normal, fällt eh an.

Mattis Sippel: Das Spannendere ist 40%.

Mattis Sippel: Und das resultiert aus der Überproduktion.

Mattis Sippel: Also Überproduktion, die dann am Tag selber überbleibt, die im Worst Case weggeschmissen wird, aber häufig auch, das muss man auch anerkennen, entweder wird es am nächsten Tag angeboten oder wird eingefroren und dann in zwei Wochen nochmal verkauft.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Mattis Sippel: Und genau da, diese 40%, da greifen wir an.

Mattis Sippel: Und wir konnten es bis jetzt zeigen, dass wir davon die Hälfte einsparen können.

Mattis Sippel: Also

Mattis Sippel: Von den ganzen Lebensmittelabfällen, 100 Gramm Proportionen, sparen wir 20 Gramm ein.

Mattis Sippel: Und wenn man sich vorstellt, dass wir wieder diese Mensa hier Asien Münster haben, die 1500 Gerichte am Tag verkauft, 20 Werktage im Monat, sind das ungefähr 30.000 Gerichte, die so eine Mensa in der Größenordnung verkauft.

Mattis Sippel: Und wenn wir es da schaffen, diese Überproduktion, wie eben beschrieben,

Tim Uhlott: Ja, alles gut.

Mattis Sippel: einzusparen.

Mattis Sippel: Sind das im Monat schon, kannst du mich, alles gut?

Mattis Sippel: Ich habe gerade was gehört.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Mattis Sippel: Okay, alles klar, super.

Kai Ole Hartwig: Das ist gut.

Mattis Sippel: Sind das in einem Monat schon 600 Kilogramm Lebensmittelabfälle, die wir einsparen und über 2000 Euro im Wareneinsatz, die wir quasi aktiv sparen, die nicht in der Tonne landen oder verschenkt werden an so gemeinnützige Organisationen wie die Tafel oder Foodsharing.

Mattis Sippel: Und das ist am Ende eine Größenordnung für eine Mensa, die schon sehr immens ist.

Tim Uhlott: Ja.

Mattis Sippel: Genau.

Mattis Sippel: Und deswegen ist das nachhaltig, also es ist halt einerseits der nachhaltiger, großer Mehrwert, weil gutes Essen einfach nicht verschwendet wird oder weggeschmissen wird.

Mattis Sippel: Und andererseits natürlich auch wirtschaftlich toll, auch wenn dann das nicht entweder weggeschmissen wird oder auch verschenkt wird.

Mattis Sippel: Auch das ist ja an sich wirtschaftlich nicht so toll für eine Mensa.

Tim Uhlott: Stimmt natürlich, wenn du so ordentlich einsparen kannst, das ist schon echt ziemlich gut.

Tim Uhlott: Ole, du hattest gerade noch eine Frage.

Tim Uhlott: Ich habe mich ja zwischengegrätscht.

Kai Ole Hartwig: Ja, und dann habt ihr bei Essen geredet und dann war ehrlich gesagt, sind meine Gedanken bei Essen, ja, das ist

Tim Uhlott: Achso, hast du immer Hunger?

Mattis Sippel: So geht es mir den ganzen Tag.

Mattis Sippel: Also in meinem Alltag lese ich ja nur Putenschnitzel und Linsengebüse und ja, da grummelt um 11 Uhr jetzt gleich schon, wenn man das immer liest, auf jeden Fall auf der Magen, ja.

Kai Ole Hartwig: Deswegen wäre eure Startup-Idee auch einfach nichts für mich.

Tim Uhlott: Vielen Dank.

Kai Ole Hartwig: Ich könnte das nicht.

Mattis Sippel: Okay, okay.

Kai Ole Hartwig: Ich müsste ein ganz... Ne.

Kai Ole Hartwig: Da bin ich raus.

Kai Ole Hartwig: Zu viel Essen.

Mattis Sippel: Ja, man unterschätzt halt auch echt, was das für Mengen sind einfach.

Mattis Sippel: Also jeder von uns war ja schon mal im Gärst in der Kantine oder in der Mensa.

Mattis Sippel: Aber die haben da halt, also eigentlich müsste jeder mal in seinem Leben durch so eine Großküche laufen, weil das ist ganz beeindruckend zu sehen, was das einfach für größte, also was das für riesen

Mattis Sippel: Ofen sind und Fun und krasse Produkte auch, also technisch, sag ich mal, die haben da halt nicht einen Spoon oder Löffel Salz, sondern halt eine Kelle.

Mattis Sippel: Die haben echt so eine, wie so eine Schnee, wie so eine Schneekelle, wo sie dann Salz reinhauen müssen und so und das ist absolut auch herausfordernd, das abzuschmecken auf so einer Größenordnung, kann man sich ja vorstellen, das ist gut ab.

Kai Ole Hartwig: Ja gut, da ist halt viel in den Rezepten standardisiert mit so viel Gamm und so.

Mattis Sippel: Das ist so, ja, nur auch nicht jedes Rezept ist perfekt und deswegen gibt es ja auch immer mal den Vorwurf an Menschen, dass es irgendwie alles immer recht lasch schmeckt oder so.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Mattis Sippel: Aber das ist halt auch einfach sehr schwer, auf die Größenordnung das perfekt zu machen.

Tim Uhlott: Ja, stimmt.

Kai Ole Hartwig: Definitiv.

Kai Ole Hartwig: Kann, glaube ich, jeder unterschreiben, der schon mal in der Mensa war.

Kai Ole Hartwig: Oder in der Kantine ist es ja völlig egal wo.

Kai Ole Hartwig: Also Großküche ist, glaube ich, immer herausfordernd.

Kai Ole Hartwig: Und das ist ja auch nie so, dass einem alles schmeckt.

Kai Ole Hartwig: Also egal, wie gut die Kantine ist, nie ist es perfekt.

Mattis Sippel: Genau.

Mattis Sippel: Gleichzeitig finde ich, es ist eigentlich immer was für jemanden dabei.

Mattis Sippel: Also ich bin sowieso schon immer großer Mensa-Fan und ich habe auch Freunde im Studium gehabt, die nicht das mochten, aber ich finde, es gibt wenig Dinge, die so gesund und preisgünstig sind wie Mensa.

Tim Uhlott: Ja, das stimmt auf jeden Fall.

Tim Uhlott: Kann man dir zustimmen.

Tim Uhlott: Vielleicht ist ganz interessant, wie verkauft man denn an so eine Großküche?

Tim Uhlott: Wie tretet ihr an die ran?

Tim Uhlott: Geht ihr einfach mal rein, sagt, hi, wir sind's hier von Betterbytes.

Mattis Sippel: Gab es auch schon.

Mattis Sippel: Gab es alles schon.

Mattis Sippel: Also es ist von bis in dem ganzen Unimensa-Kontext,

Tim Uhlott: Wir optimieren euren Verschwendung.

Kai Ole Hartwig: Ich nehme einmal das Bollo und dann habe ich ein Programm für euch.

Tim Uhlott: Oder wie kontaktiert ihr die?

Mattis Sippel: Da ist es ja sehr verteilt auf Deutschland.

Mattis Sippel: Das heißt, da ist so ein erster Kontakt über Telefon oder Mail immer sinnvoll.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Und gerade am Anfang haben wir schon auch immer sehr das Narrativ gefahren, hey, wir sind recht frisch aus der Uni, wir sind sehr nah noch dran, sind oft in der Mensa.

Mattis Sippel: Wir hätten einfach Bock, uns mal auszutauschen, wie sieht es aus.

Mattis Sippel: Das war so am Anfang immer recht gewinnbringend.

Mattis Sippel: Dann das Zweite und eigentlich der Traum von jedem Vertriebler, würde ich auch sagen, ist ein warmes Intro.

Mattis Sippel: Also da auch Hut ab oder Respekt und ein großes Danke an Münster, weil wir einfach mit denen echt von Anfang an das zusammen entwickelt haben.

Mattis Sippel: erster Kunde, aber auch eine tolle Partnerschaft einfach haben und weil die auch sehr zufrieden sind mit dem Produkt, gab es da schon tolle, warme Intros zu anderen Städten und das ist ein Intro, das kann man, besser geht es nicht eigentlich, wenn die sich auch treffen und darüber sprechen.

Mattis Sippel: Aber ansonsten, ja, wir sind auch schon mal, hier gibt es eine große Kantine in Münster mit einem grünen Logo.

Mattis Sippel: Da sind wir einfach mit dem Fahrrad vorbeigefahren und kamen gerade vor einem guten Termin und waren so, ey, komm, wir nehmen die Energie direkt mit, wir gehen einfach mal rein und haben uns am Empfang vorbeigemogelt, haben so getan, als hätten wir einen Termin mit dem Küchenleiter.

Mattis Sippel: Am Ende, wir haben eine halbe Stunde geschnackt, es hat funktioniert.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Hm.

Mattis Sippel: Dreißigkeit auf jeden Fall gesiegt.

Mattis Sippel: Mit dem habe ich sogar eben noch telefoniert, also...

Mattis Sippel: Es ist, man kann kreativ sein und jetzt gerade Richtung Betriebskantin machen wir auch schon recht viele Cold Calls.

Mattis Sippel: Also da erstmal zu schauen, wo findet man welche Nummern, wen ruft man da an, das ist auch nochmal sehr spannend und auch recht neu für uns, würde ich sagen.

Mattis Sippel: Ja.

Tim Uhlott: Na klar, das wäre erst recht immer eine Überwindung, auch irgendwo anzurufen.

Tim Uhlott: Man kennt die Person nicht, man weiß nicht, wer am anderen Ende ist und schon ziemlich cool.

Mattis Sippel: Ja.

Mattis Sippel: Und ab und zu erreichst du halt den Küchenleiter, der halt, wo du hörst, der steht gerade am Herd und wird von drei anderen Leuten auch noch gesprochen.

Mattis Sippel: Ja, ja, mal kurz sein.

Mattis Sippel: Das ist natürlich auch vom Timing einfach schwierig, das gut abzuschätzen.

Mattis Sippel: Sehr klar.

Tim Uhlott: Ja, ja, na klar, na klar.

Tim Uhlott: Und da habe ich bei LinkedIn gesehen, ihr seid jetzt letztens eine Woche quer durch Deutschland getingelt mit der Bahn und habt einfach mal dann bei den Großküchen angeklingelt, oder?

Mattis Sippel: Genau.

Mattis Sippel: Genau, das war da auch viele Studierendenwerke besucht, auch nicht unannounced.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Also da haben wir schon vorher Termine gemacht, weil wir da jetzt ja Ansprechpersonen teilweise haben.

Tim Uhlott: Sehr gut.

Mattis Sippel: Das war eine tolle Tour mit jedem Tag ein Meeting, was einfach mega Spaß gemacht hat, auch mal mit Nico unterwegs zu sein, die Kunden auch vor Ort zu sehen, wie die das nutzen.

Mattis Sippel: Teilweise haben wir uns erstmal vorgestellt, teilweise war es aber auch so eine Zwischenpräsentation, wo wir mal erzählt haben, was wir bisher eigentlich

Mattis Sippel: ... bewirken konnten und was so die nächsten Schritte sind.

Mattis Sippel: Und...... also mir persönlich macht das sehr viel Spaß und...... ich finde...... generell nicht nur im Business, wenn du mal jemanden getroffen hast...... in Persona und dem mal die Hand gestüttelt hast, das ist einfach...... danach auch deutlich angenehmer für jeden Austausch, der kommt.

Tim Uhlott: Ja.

Mattis Sippel: Und...... da muss man auch sagen, also...... auch so zu unserer Kundschaft, zu unseren Nutzern...

Mattis Sippel: Küchenleiter sind ein tolles, eine tolle Gruppe an Menschen.

Mattis Sippel: Die sind sehr passionate über ihre Arbeit und sind einfach sehr verliebt darin, irgendwie Leute zu bekochen und auch zu planen.

Mattis Sippel: Auch bei denen kann natürlich sich mal diese Frage stellen, okay, da kommen jetzt so zwei junge Typen, die wollen jetzt hier mal eine Planung irgendwie vereinfachen.

Mattis Sippel: Was sind die schon von der Großkirche?

Mattis Sippel: Ich finde, das ist ein fairer Gedanke.

Mattis Sippel: Wir versuchen ja nicht, den Job da wegzunehmen, aber irgendwie zu unterstützen und zu sagen, ey, wir können das vielleicht ein bisschen besser.

Mattis Sippel: Das hat sich bisher kaum groß bestätigt, dass da jetzt eine riesen Skepsis war.

Mattis Sippel: Es war bisher gerade, wenn man sie dann kennengelernt hat, am Anfang war es schon manchmal so, dass sie dann da saßen am Anfang, haben so ein bisschen Stimmen gerundet und waren so, was soll das jetzt?

Mattis Sippel: Aber die sind einfach sehr offene Menschen und wenn man dann halt einmal da ist, denen einfach nett und gut präsentiert, was man macht, dann...

Tim Uhlott: Ja.

Mattis Sippel: hat man danach die nettesten und tollsten Gespräche mit denen.

Mattis Sippel: Und das sind ja auch die Leute, die wir im laufenden Prozess, in der laufenden Arbeit auch regelmäßig anrufen und fragen, hey, wie läuft's, hast du Ideen, fällt dir was auf, können wir was anpassen?

Mattis Sippel: Und das machen wir natürlich im Daily Doing dann eher übers Telefon, weil es dann doch sehr verstreut ist bei Deutschland.

Mattis Sippel: Und da spricht man ganz anders mit den Leuten und ist auch oft per Du, wenn man sich halt vorher schon mal gesehen hat.

Mattis Sippel: Das ist für mich einfach ein Riesenvorteil.

Mattis Sippel: Remote ist toll und für ein Erstgespräch auch sehr effizient für alle Seiten, mal eine halbe Stunde oder Stunde sich auszutauschen.

Tim Uhlott: Ja.

Mattis Sippel: Aber wir versuchen zumindest, wenn es einzurichten ist, so früh es geht mal vor Ort vorbeizukommen.

Mattis Sippel: Und am Ende ein nettes Mittagessen springt auch meistens mit raus.

Mattis Sippel: Man checkt mal aus, wie die kochen.

Mattis Sippel: Es ist auch für uns gut, auch wieder für die technische Seite zu verstehen, wie eigentlich so eine Mensa in Saarbrücken aufgebaut ist im Vergleich zu Münster.

Mattis Sippel: Dann versteht man die Daten auch wiederum besser.

Tim Uhlott: Ja, das heißt, wenn ihr es ja überall schon so ein bisschen wart, welche Mensa ist oder war am besten?

Mattis Sippel: Also, ich bin Münster natürlich super treu.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Mattis Sippel: Also hier Asimenser, Stefan, großes Lob.

Mattis Sippel: Da werde ich jeden Tag gut verköstigt.

Mattis Sippel: Ich würde aber sagen, von der Ausstattung, wir haben dann ja auch oft so eine kleine Tour bekommen durch die...

Mattis Sippel: Durch das Backoffice, sage ich mal, also die fetten Küchen und so.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Mattis Sippel: Und da würde ich sagen, ist Ulm am modernsten.

Mattis Sippel: Also die haben eine ganz neue, tolle Küche mit, wirklich, man fühlt sich da wie bei Willy Wonka.

Mattis Sippel: Diese Gerätschaften, die da rumstehen, mega cool, was es da alles gibt.

Mattis Sippel: Also man kennt ja diese...

Mattis Sippel: Straßen, wo man sein Tablett draufstellt, wenn man fertig ist.

Mattis Sippel: Das ist ja in fast jeder Großküche so und das fährt dann ja irgendwo hin.

Mattis Sippel: Und das mal von der anderen Seite zu sehen, wie geil da automatisiert alles gesaubert wird und dann das Besteck automatisch sortiert wird und so.

Mattis Sippel: Sehr, sehr cool.

Mattis Sippel: Ja, absolut.

Tim Uhlott: Cool, ey.

Tim Uhlott: Da würde mich auch direkt interessieren, wie das von innen aussieht.

Tim Uhlott: Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, dass ihr vielleicht mal mit Kamera da durchlaufen könnt, mit so einem Küchenleiter mal so ein Video machen könnt?

Tim Uhlott: Ah.

Mattis Sippel: Wir hatten vor, so Anfang des Jahres hatten wir einen Beitrag mit dem WDR zusammen, für die Lokalzeit, sehr cool, toller Marketing-Act auch für uns, der viele Türen geöffnet hat und da waren die tatsächlich das Team mit in der Küche, aber sie haben am Ende doch mehr Wert auf uns und was wir gesagt haben gelegt, als jetzt die Köche zu filmen, leider, aber es gibt schon gute Dokus, muss man bei YouTube gucken.

Tim Uhlott: Cool.

Tim Uhlott: Okay, und die WDR-Doku gucken, wo er drin vorkommt.

Mattis Sippel: Genau, zwei, drei Minuten sind es auf der Website.

Mattis Sippel: Das beschreibt eigentlich sehr gut, was wir machen und wie wir Münster auch helfen.

Tim Uhlott: Ja, geil.

Mattis Sippel: Das war zusammen mit dem Studium, die wir hier in Münster erstellt.

Tim Uhlott: Ja, cool.

Tim Uhlott: Richtig cool.

Tim Uhlott: Ihr habt jetzt in dem letzten Jahr jetzt ja dann doch schon ziemlich viel Jahr geschafft.

Tim Uhlott: Was habt ihr denn für das nächste Jahr, für die nächsten 12 Monate geplant?

Tim Uhlott: Habt ihr eine Vision?

Tim Uhlott: Habt ihr schon Ziele in die Richtung, wo ihr hinwollt?

Mattis Sippel: Also was seit den letzten Monaten und auch jetzt immer noch für mich am wichtigsten ist, ist eigentlich, wenn wir mit einem Kunden in die Zusammenarbeit gehen.

Mattis Sippel: Wir starten immer mit so einer dreimonatigen Onboarding-Phase, Testphase aber auch, wo auch die, die Chance haben, das quasi abzubrechen.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Mattis Sippel: Da ist mein größter Wunsch oder auch Anspruch, dass wir so gut sind in den Prognosen und so ein tolles Produkt abliefern, dass die auch Abo-Kunde werden.

Mattis Sippel: Also da quasi die No-Churn in dem Prozess.

Mattis Sippel: Das ist das größte Ziel für mich, weil ich finde, es bringt nichts, wenn man jeden Monat zehn Kunden onboardet und nur einer bleibt dabei.

Mattis Sippel: Da hat niemand was von.

Mattis Sippel: Und Glaubwürdigkeit und Vertrauen ist in unserem Geschäft einfach sehr wichtig.

Mattis Sippel: Wo ich mich so in einem Jahr, was ich im nächsten Jahr auf jeden Fall erreichen möchte oder auf jeden Fall besser auch verstehen möchte, ist das Thema Betriebskantin.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Können wir damit den Prognosen genauso einen Mehrwert liefern wie bei den Unimensen?

Mattis Sippel: Das bleibt gerade noch ein bisschen herauszufinden.

Mattis Sippel: Die Fluktuation ist dort auch vorhanden durch Homeoffice und so weiter, aber verursacht von anderen Dingen.

Mattis Sippel: Dass wir da den ersten Fuß in die Tür bekommen, die ersten Kunden in dem Bereich onboarden, das ist mir sehr wichtig und gleichzeitig auch den bestehenden Markt der Unimensen quasi weiter zu durchdringen, immer mehr Städte davon zu überzeugen oder am besten merken die selber, dass das heutzutage einfach durch das Planung da einfach genauer sein kann, auch Zeit ersparen kann.

Mattis Sippel: Genau, das ist so, also Vision generell ist so Gemeinschaftsverpflegung und das KI-Zeitalter bringen.

Mattis Sippel: Also da muss man, das schreiben wir uns so ein bisschen auf die Flagge.

Mattis Sippel: Und da gibt es auch noch einiges anderes zu tun, als jetzt nur die Planung der Mengen.

Tim Uhlott: Ja.

Mattis Sippel: Da kann man auch noch weiterdenken, da kann man...

Mattis Sippel: Richtung smarte Personalplanung denken, da kann man Richtung Speiseplanerstellung denken.

Mattis Sippel: Alles Dinge, die im Moment heutzutage von erfahrenen Menschen, das darf man gar nicht abstreiten, gemacht wird, aber am Ende auch viel durch Bauchgefühl beeinflusst wird.

Mattis Sippel: Und vielleicht schafft man es auch durch verschiedene Dinge, auch Attraktivität zu schaffen für eine Großküche, dass vielleicht mehr Menschen kommen.

Mattis Sippel: Das ist natürlich ein Effekt, der toll wäre.

Tim Uhlott: Ja, ziemlich cool, ziemlich cool.

Tim Uhlott: Aber allein der Nachhaltigkeitsaspekt, was du ja gerade schon gesagt hast, das ist ja echt super cool.

Tim Uhlott: So wie wir ja schon einspart, so viel Müll ja einfach und so viel wie Deutschland ja generell ja weggeworfen wird.

Mattis Sippel: Ja, absolut.

Tim Uhlott: Das ist schon echt cool.

Tim Uhlott: Jetzt habe ich nicht mehr zu viele Fragen durchflöchert.

Tim Uhlott: Mathis, ich hätte noch eine letzte.

Tim Uhlott: Ich weiß nicht, Moritz oder Ole, habt ihr sonst noch mal?

Kai Ole Hartwig: Feel free.

Kai Ole Hartwig: Du bist so im Redefluss, Tim.

Kai Ole Hartwig: Ich möchte dich diesmal nicht unterbrechen.

Tim Uhlott: Ja, okay.

Tim Uhlott: So die typische letzte Frage, die wir unseren Gästen immer noch stellen.

Tim Uhlott: Was du vielleicht anderen Gründern vielleicht rätst?

Tim Uhlott: Was sind so vielleicht deine Tipps an neue Gründer?

Tim Uhlott: Was würdest du dir empfehlen?

Tim Uhlott: Worauf müssen sie achten?

Tim Uhlott: Was sollen sie nicht machen?

Mattis Sippel: Mir fallen da so drei Punkte ein.

Mattis Sippel: Ich hoffe, dass ich sie gerade jetzt gut geordnet kriegen kann.

Mattis Sippel: Also erstens, das hört man eigentlich in aller Munde Richtung Innovation und Gründen, ja, erst Probleme suchen und wirklich validieren und dann die Lösung bauen.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Das kann man nicht oft genug sagen.

Mattis Sippel: Ich sehe oder habe immer noch bei uns im Validation Lab hier gesehen, aber auch heute noch Leute, die

Mattis Sippel: wie wir auch sehr an ihr Produkt glauben, ein bisschen dieses Problem außer Acht lassen, da erst mal das Produkt wirklich, das Problem zu finden und nicht nur auch bei einem Kunden, sondern auch mal bei irgendwie am besten 10, 20 Leuten, die alle ähnliche Herausforderungen haben, die auch sagen, die auch vielleicht sogar im besten Fall sagen, ey, ich würde, wenn es diese Lösung gäbe, dafür zahlen, eine Warteliste aufbauen.

Mattis Sippel: Das ist halt so der Traum.

Mattis Sippel: Das ist der Traum, das ist natürlich nicht überall realistisch, aber da einfach sehr mit offenem Mindset rangehen und sich nicht zu stur machen auf ein Produkt, was man am Ende des Tages liefern möchte.

Tim Uhlott: Ja, ja.

Mattis Sippel: Das zweite ist ja so ein bisschen Resilienz und Agilität, also auch passend zu dem ersten Punkt.

Mattis Sippel: Man muss bereit sein, sich zu verändern, auch mal Ideen loszulassen, auch wenn man die ganze Zeit sicher war, das ist genau das neue Feature, was alle wollen.

Mattis Sippel: Wenn es dir niemand sagt oder du Kunden fragst und diese Nein sagen, dann einfach nicht machen.

Mattis Sippel: Du hast es eingangs gesagt, Thema Featureitis, riesen, ich will nicht sagen Problem bei Techies, aber kann irgendwie den Fokus falsch setzen.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Und auch da wieder eigentlich bei fast jedem Feature erstmal vorschlagen, den Kunden, auch wenn man dann Kunden hat, hey, wir überlegen das zu machen oder am besten sogar noch explorativer fragen.

Mattis Sippel: Und dann noch das Letzte, das ist aber auch vielleicht so ein bisschen persönliche Nuance, da muss, glaube ich, jeder so ein bisschen gucken, wie er es handelt.

Mattis Sippel: Aber, ja, wenn es geht, auch finanziell Fulltime machen.

Mattis Sippel: Also, ja.

Mattis Sippel: Nico und ich machen das jetzt seit einem Jahr beide fulltime, mit vollem Fokus, nicht noch neben dem Studium oder anderen Job.

Mattis Sippel: Ich weiß, das machen andere auch gut, so wie du, Tim.

Mattis Sippel: Du handelst viele Dinge gleichzeitig und ich glaube, das kann man auch, wenn man der Typ dafür ist.

Mattis Sippel: Ich persönlich finde es einfach sehr...

Mattis Sippel: schön und beruhigend für meinen mentalen Fokus und Kopf auch einfach, dass ich weiß, zumindest unter der Woche jeden Tag mache ich better bites

Mattis Sippel: Und die Arbeit in einem Startup ist sowieso schon so vielfältig.

Mattis Sippel: Also man ist ja wirklich Mensch für alles.

Mattis Sippel: Man muss sich um alles selber kümmern, gerade am Anfang.

Tim Uhlott: Alle wollen immer noch.

Mattis Sippel: Das heißt, man hat eh

Mattis Sippel: am Ende des Tages sage ich gerne immer so fünf Uniformen angehabt.

Mattis Sippel: Also man war Anwalt, Marketingmensch, Techie, Salesguru und da ist schon so viel Varianz drin, das ist für mich auf jeden Fall gut, das nebenbei nichts anderes zu machen.

Mattis Sippel: Da muss man aber natürlich auch anerkennen, dass das nur geht, weil wir dieses Gründerstipendium haben, wo wir für ein Jahr vom Land NRW finanziert sind.

Tim Uhlott: Mhm.

Tim Uhlott: Mhm.

Mattis Sippel: Und das kann bei anderen Teams funktionieren, aber auch gerade, dass wir es beide machen, dass ich auch weiß, Nico ist von Montag bis Freitag mindestens mal, er auch am Wochenende noch, irgendwie von neun bis abends,

Mattis Sippel: erreichbar und wir bauen daran zusammen.

Mattis Sippel: Und wenn das Menschen nebenbei machen, muss man ja auf einmal auch wieder Slots finden, wo es für alle passt.

Mattis Sippel: Genau, das sind so die drei Dinge, die mir so in den Kopf kommen, gerade spontan.

Mattis Sippel: Gerne.

Mattis Sippel: Klar, gerne.

Tim Uhlott: Sehr cool.

Tim Uhlott: Ja, danke dir fürs Teilen.

Tim Uhlott: Und auch sehr schön, dass du die Zeit genommen hast, Mathis, und viel über Petarbeitz erzählt hast, über eure Geschichte.

Tim Uhlott: Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.

Tim Uhlott: Sehr cool, dass du da warst.

Mattis Sippel: Danke, mir auch.

Mattis Sippel: Ja, ist immer wieder schön, das auch mal ein bisschen zu reflektieren, auch mal ein bisschen wieder zurückzugucken.

Mattis Sippel: Es passiert ja immer so viel und man hat immer so viel Blick nach vorne, dass man manchmal vergisst, auch mal das, was man bisher gemacht hat, so ein bisschen zu reflektieren und auch sich mal zufrieden und stolz zu sein.

Mattis Sippel: Man ist ja immer sehr umtriebig als Gründer, aber das ist ja auch immer schön, das sich mal wieder bewusst werden zu lassen.

Mattis Sippel: Also auch danke für die Chance, das hier zu teilen.

Tim Uhlott: Gerne, gerne.

Tim Uhlott: Danke dir.

Tim Uhlott: Und ja, das waren schöne letzte Weise Worte.

Tim Uhlott: Und dann würde ich sagen, vielen Dank, dass ihr eingeschaltet habt.

Tim Uhlott: Bis nächste Woche.

Moritz Hofmann: Bis dann.

Kai Ole Hartwig: Macht's gut.

Mattis Sippel: So.

Kai Ole Hartwig: Ciao.

Tim Uhlott

Tim Uhlott

Mattis Sippel

Tim Uhlott

Mattis Sippel

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Tim Uhlott

Mattis Sippel

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Tim Uhlott

Mattis Sippel

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Mattis Sippel

Moritz Hofmann

Mattis Sippel

Moritz Hofmann

Mattis Sippel

Mattis Sippel

Moritz Hofmann

Tim Uhlott

Mattis Sippel

Tim Uhlott

Kai Ole Hartwig

Tim Uhlott

Mattis Sippel

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Tim Uhlott

Mattis Sippel

Tim Uhlott

Mattis Sippel

Tim Uhlott

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Moritz Hofmann

Mattis Sippel

Moritz Hofmann

Tim Uhlott

Mattis Sippel

Tim Uhlott

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Mattis Sippel

Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

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Moritz Hofmann

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Kai Ole Hartwig

Tim Uhlott

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Tim Uhlott

Mattis Sippel

Kai Ole Hartwig

Mattis Sippel

Tim Uhlott

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Kai Ole Hartwig

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Tim Uhlott

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Kai Ole Hartwig

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