Transcript
Isabell & Sven Haase: Finanzielle Unabhängigkeit war noch nie so einfach und trotzdem fühlt sich für viele Menschen Geld immer noch völlig kompliziert, schwer oder irgendwie nicht für sie gemacht an.
Isabell & Sven Haase: Du verdienst Geld, du arbeitest viel, aber dein Geld arbeitet irgendwie nicht für dich.
Isabell & Sven Haase: Ja, und genau darüber wollen wir heute reden mit unserer Gästin Paulina Laskowski, Börsenmentorin, Gründerin von Frau investiert und eine Frau, die Finanzen so erklärt, dass sie endlich mal Sinn machen.
Isabell & Sven Haase: ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsagenda und ohne Angstmache.
Isabell & Sven Haase: Paulina, die kommt nämlich aus der Unternehmensberatung, hat Finance und Accounting studiert und begleitet Menschen heute dabei, dass sie ihr Geld selbstbestimmt smart und gelassen investieren.
Isabell & Sven Haase: Liebe Paulina, wir freuen uns riesig, dass du heute bei uns zu Gast bist.
Paulina Laskowski: Vielen lieben Dank für die Einladung.
Paulina Laskowski: Ich freue mich sehr.
Isabell & Sven Haase: Paulina, du sagst ja, finanzielle Unabhängigkeit ist für dich kein Luxusthema, sondern einfach ein echtes Lebensthema, was für jeden total wichtig ist.
Isabell & Sven Haase: Kannst du da die Hörerin gleich mal abholen, wie du dazu gekommen bist und warum du sagst, hey, das ist ein Must-Have und das beschäftigen sich eigentlich noch viel zu wenige damit?
Paulina Laskowski: Ja, wo fange ich an?
Paulina Laskowski: Generell waren Finanzen schon immer ein Thema und ich denke, dass ich persönlich auch eine Affinität dazu habe.
Paulina Laskowski: Ich kann mal zu 2008 gehen, da war ja die große Finanzkrise und ich war da gerade 15 Jahre alt.
Paulina Laskowski: und habe das auch zu spüren bekommen.
Paulina Laskowski: Mein Vater war in Kurzarbeit und wir hatten generell noch hohe Kosten nebenbei.
Paulina Laskowski: Und das hat man dann gemerkt.
Paulina Laskowski: Es musste gespart werden und ich denke, das hat sich auch eingeprägt.
Paulina Laskowski: Und generell bin ich aber auch ein Mensch, der nach Effizienz immer strebt und gerade auch im Umgang mit Geld.
Paulina Laskowski: Und dann war es so, dass ich früh arbeiten wollte.
Paulina Laskowski: Ich glaube, so viel Feuer und Untermintern hatte ich dann doch nicht, weil ich habe schon mit 16 dann Jobs gesucht.
Paulina Laskowski: Aber erst mal nur ein bisschen gemacht und dann mit 18 hatte ich aber direkt meinen ersten richtigen Nebenjob und seitdem habe ich immer gearbeitet, hatte dann teilweise sogar einen Monat lang zwei Nebenjobs und weil ich einfach diesen Wechsel hatte und gemerkt habe, okay, da verdienst du mehr, ist besser und das ging wirklich von Gastro über Tankstelle.
Paulina Laskowski: Ich war ganz lange Interviewerin am Flughafen, das war richtig cool.
Paulina Laskowski: Und genau, ich habe dann immer Geld zurückgelegt und habe es sogar nicht verstanden, wenn Leute so verschwenderisch waren, wenn sie am Anfang des Monats ihr ganzes Geld ausgegeben haben und dann gesagt haben, oh, jetzt habe ich aber kein Geld mehr.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Paulina Laskowski: Und ich habe es einfach nicht begriffen, ich war da irgendwie ganz anders im Kopf.
Paulina Laskowski: Und ich habe halt immer Geld zurückgelegt, weil ich habe gesagt, nur weil ich jetzt hier meinen 400-Euro-Job habe, damals waren es 400 Euro,
Paulina Laskowski: heißt das ja nicht, dass ich alles auf den Kopf hauen muss.
Paulina Laskowski: Ich kann ja eigentlich so bescheiden weiterleben wie vorher, gerade so als Schülerin, Studentin.
Paulina Laskowski: Und ich lege das Geld einfach zurück, weil wenn ich dann was brauche, sei es ein neuer Laptop oder ich möchte verreisen, dann muss ich auch nicht sagen, wie manch anderer, oh, ich muss jetzt hier ein Jahr für die Reise sparen, sondern ich kann sagen, okay, ich habe das Geld und ich kann das jetzt machen.
Paulina Laskowski: Und tatsächlich war es dann so, dass ich meinem damaligen Partner oder mit Freunden, wenn ich mit denen verreist bin, habe ich dann auch die Kosten vorgestreckt, ja.
Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.
Paulina Laskowski: Ich habe dann gebucht und hatte auch da diese Freiheit, dass ich nicht sagen musste, ich muss jetzt sparen oder hier und da.
Paulina Laskowski: Und ja, habe mich dann auch früh damit beschäftigt, wie ich mehr aus meinem Geld mache oder auch wie ich mehr verdienen kann, dass ich da so das Maximum raushole, aber irgendwie noch familienversichert bleiben kann und solche Sachen.
Paulina Laskowski: Das war schon immer mein Ding.
Isabell & Sven Haase: Ja, mega cool.
Isabell & Sven Haase: Und sag mal, woran glaubst du eigentlich, liegt das so richtig, ne?
Isabell & Sven Haase: So dieses ganze Geldthema.
Isabell & Sven Haase: Sind es so kollektive Glaubenssätze, die wir haben?
Isabell & Sven Haase: Ach, Geld ist nur was für Reiche.
Isabell & Sven Haase: Oder ich verdiene zu wenig, um mir was zurücklegen zu können.
Isabell & Sven Haase: Oder woran glaubst du, liegt das, dass die Menschen so sozialisiert sind, ne?
Isabell & Sven Haase: Das Geld wird alle gemacht und es wird nichts zurückgelegt.
Isabell & Sven Haase: Es gibt ja trotzdem noch eine relativ kleine Anzahl, die das mit System betreibt, sich Geld zurücklegen, dass es mehr wird und so weiter.
Isabell & Sven Haase: Also woran
Isabell & Sven Haase: Und dann glaubst du, wo sind da so die Ursachen?
Paulina Laskowski: Da gibt es zahlreiche Gründe und diese destruktiven Glaubenssätze, die durfte ich auch noch lernen, weil von zu Hause hatte ich das halt nicht.
Paulina Laskowski: Wir waren jetzt nicht wohlhabend oder so, aber uns ging es gut.
Paulina Laskowski: Und natürlich habe ich auch diese Knappheit eine Zeit lang erlebt.
Paulina Laskowski: Und bei uns zu Hause war es so, es gab niemals Neid.
Paulina Laskowski: Es wird dann vielleicht gesagt, die haben ein tolles Haus oder hier und da oder ich würde gerne im Lotto gewinnen.
Paulina Laskowski: Also mein Opa hat auch immer Lotto gespielt.
Paulina Laskowski: Aber dieser Neid war auch nie da.
Paulina Laskowski: Deswegen habe ich von zu Hause nicht gelernt, dass man über Geld nicht spricht oder dass es den Charakter verdirbt.
Paulina Laskowski: Diese ganzen Sachen kannte ich damals nicht.
Paulina Laskowski: Die durfte ich dann als Finanzmentorin lernen.
Paulina Laskowski: Da irgendwie verstehen, wo drückt denn der Schuh?
Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.
Paulina Laskowski: Warum sind die Leute nicht cool zum Thema Geld?
Paulina Laskowski: Ich habe immer gern offen darüber gesprochen, auch mit Kommilitoninnen, über mein Gehalt und so weiter oder mit Freundinnen.
Paulina Laskowski: Und da merkt man schon, die Leute sprechen nicht gern über Noten, man spricht nicht gern über das Einschießgehalt.
Paulina Laskowski: Aber genau da man den Vergleich hat, verkauft man sich auch nicht unter Wert.
Paulina Laskowski: Und es sind einfach, um zurück zu eurer Frage zu kommen, wirklich tief verankerte Glaubenssätze.
Paulina Laskowski: Ich komme jetzt nicht aus der Psychologie.
Paulina Laskowski: Ich weiß, dass man, also bis man zwei Jahre alt ist, prägt sich extrem viel ein.
Paulina Laskowski: Das wird ja oft unterschätzt.
Paulina Laskowski: Und ich glaube auch so bis zu sieben Jahren ist ja auch nochmal so eine Schwelle, ne?
Paulina Laskowski: Wenn man die Glaubenssätze aufbaut und die sitzen halt einfach sehr tief.
Paulina Laskowski: Ja, das ist einfach unsere DNA, das steuert uns.
Paulina Laskowski: Und das darf man dann gerne hinterfragen und auflösen.
Paulina Laskowski: Ich denke, das ist auch so euer Thema, ne?
Isabell & Sven Haase: Auf jeden Fall, auf jeden Fall, ja.
Isabell & Sven Haase: Genau, und ja, das ist halt wirklich so versteckt, was du dann den Leuten wahrscheinlich so ein bisschen entblockst und rauskitzelst, um erstmal dahinter zu gucken, wo liegt denn eigentlich das Problem, oder?
Isabell & Sven Haase: Ja.
Paulina Laskowski: Genau, man hört zum Beispiel mal, man spricht nicht über Geld, das hört man ja ganz oft.
Isabell & Sven Haase: Genau.
Paulina Laskowski: Oder ich weiß noch, als ich mal gesehen habe, es gab in einem Outlet so einen totalen Ausverkauf und mir war das nicht ganz klar.
Paulina Laskowski: Ich wusste damals nicht, dass ich schon online hätte gucken können, wie da die Rabatte sind.
Paulina Laskowski: Und ganz viele Leute standen vor einem Laden, aber wirklich bis zum Paarplatz eine Schlange.
Paulina Laskowski: Und dann habe ich hinterher erfahren, dass es diese Uck-Boots für 10 Euro gab.
Paulina Laskowski: Die kosten ja 200 noch was oder damals hat es noch was gekostet.
Paulina Laskowski: Das ist auch schon richtig lange her.
Paulina Laskowski: Und da habe ich wirklich auch ein Foto von einem irgendwie gemacht oder von diesem Ort und habe gesehen, dass einer so mit 15 Hüten rausgegangen ist.
Isabell & Sven Haase: Ja, das war gut.
Paulina Laskowski: Da dachte ich mir auch so, wisst ihr was?
Paulina Laskowski: Aber ich habe mir gerade irgendwie zwei Uhren und eine Sporthose gekauft.
Paulina Laskowski: Ich kaufe jetzt noch ein paar Uhren.
Paulina Laskowski: Und will damit auch meinen Einkauf wieder reinholen.
Paulina Laskowski: Und das habe ich gemerkt, das war bei meinen Freunden dann irgendwie so verpönt.
Paulina Laskowski: Dieses darüber sprechen, so ich kaufe jetzt was und verkaufe das dann.
Paulina Laskowski: Das war irgendwie nicht so gern gesehen, obwohl jeder ja gerne mehr Geld hätte.
Paulina Laskowski: Die Leute, die sprechen dann einerseits darüber, man müsste mal ein Lotto gewinnen.
Paulina Laskowski: Dafür muss man aber auch Lotto spielen.
Paulina Laskowski: Oder hier Business-Idee oder wie kann ich viel verdienen.
Paulina Laskowski: Gleichzeitig ist aber dann doch dieses, ja, wirklich nochmal was einfach kaufen und verkaufen oder so.
Paulina Laskowski: Also wirklich mal gucken, wie kann ich denn nebenbei vielleicht noch Geld machen.
Paulina Laskowski: Das ist irgendwie auch so ein bisschen verpönt.
Paulina Laskowski: Ja, man soll bitte diesen klassischen Weg gehen, studieren und irgendeinen hoch angesehenen Job haben und so weiter.
Paulina Laskowski: Das ist dann völlig okay.
Paulina Laskowski: Ja, ja.
Paulina Laskowski: Aber wenn man vielleicht nebenbei noch was macht oder wirklich an seinen Träumen arbeitet, das ist ja auch so ein Thema, das triggert ja irgendwie viele, wenn jemand wirklich traumlos geht und was Eigenes macht, ja, da merkt man, da werden manche Leute komisch.
Isabell & Sven Haase: Ja, es ist dann immer so ein spannendes, hochemotionales Thema, weil gerade, was du gerade gesagt hast, wenn dann andere vielleicht auch den Wunsch haben, für sich selber loszugehen, dann sehen die andere, die für sich losgehen, dann ist es natürlich ein Spiegel und dann triggert das natürlich auch was, so nach dem Motto, ja, warum mache ich es denn nicht?
Isabell & Sven Haase: Und dann
Isabell & Sven Haase: Klar triggert das dann was in den Leuten, weil sie sagen, okay, ich traue mich jetzt trotzdem irgendwie nicht und deswegen mache ich das andere lieber schlecht, weil dann fühle ich mich wieder besser.
Isabell & Sven Haase: Wahrscheinlich ist es genauso dann generell mit dem Thema Geld.
Isabell & Sven Haase: Wie emotional ist das Thema besetzt bei deinen Kundinnen und bei deinen Kunden?
Isabell & Sven Haase: Oder ist es für dich eher ein rationales Thema, wo du sagst, da braucht es viel Struktur und lass die Emotionen da lieber außen weg?
Paulina Laskowski: Ja, ich bin schon eher die Rationalere, sage ich mal, auch analytischer.
Paulina Laskowski: Und also Hintergrund ist, 2020 habe ich mit Frau investiert angefangen.
Paulina Laskowski: Das war ja hauptsächlich mein Instagram-Profil.
Paulina Laskowski: Und erst drei Jahre später habe ich mich damit selbstständig gemacht und
Paulina Laskowski: Klar, davor hatte ich auch mit 1 zu 1 geübt und so weiter, Testkunden, solche Sachen und schon mal gesehen, okay, wo drückt der Schuh?
Paulina Laskowski: Habe auch angefangen mit einer reinen Frauengruppe für passives Investieren.
Paulina Laskowski: Also es war ein reiner Kurs, in dem, also was heißt rein, ja, aber das Ergebnis war, dass die Damen dann in ETFs investieren konnten und das ist eher passiv.
Paulina Laskowski: Also sie haben jetzt keine Einzelaktien sich rausgesucht.
Paulina Laskowski: Und da bin ich schon auf gewisse Themen eingegangen, dass man wirklich erstmal an der eigenen Einstellung arbeitet.
Paulina Laskowski: Aber ich habe gesehen, es ist einfach nicht meine Art, oder gerade damals war es nicht meine Art, da so in die Emotionen reinzugehen.
Paulina Laskowski: Und da ich ja vorher schon anders mit Geld war, wusste ich, okay, das ist irgendwie nicht mein Thema.
Paulina Laskowski: Ich kann jetzt nicht über Dinge sprechen, von denen ich so viel Ahnung habe.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Paulina Laskowski: Und es ist nicht meine Art, da so emotional zu sein und da in diesen Schmerz reinzugehen oder sowas.
Paulina Laskowski: Und natürlich lernt man auch mit der Zeit.
Paulina Laskowski: Jetzt ist Januar 26.
Paulina Laskowski: Ich habe vieles gelernt und gerade bei der Psychologie, gerade wenn man selbstständig ist oder jetzt eben im Bereich Aktien arbeitet, Aktienmentorings anbietet, da lernt man natürlich auch die Menschen viel besser kennen und wird dann noch mal viel empathischer und kann über diese Dinge sprechen.
Paulina Laskowski: Aber long story short, ich fokussiere mich aktuell vor allem auf die Person, die schon Aktien haben.
Paulina Laskowski: weil gerade 2020 nach dem Crash in der Pandemie, da sind ja viele an die Börse gekommen.
Paulina Laskowski: Und das Thema ist ganz groß geworden, auch auf Social Media.
Paulina Laskowski: Und inzwischen gibt es einfach, also die meisten Menschen haben schon Aktien oder ETFs oder wissen schon, dass sie investieren sollten.
Paulina Laskowski: Und da knüpfe ich an, dass ich sage, hey, mach das bitte nicht ohne Plan.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Paulina Laskowski: Beziehungsweise spreche ich die Menschen an, die selber gemerkt haben, ich mache das planlos, ich kaufe irgendwelche Aktien und so weiter.
Paulina Laskowski: und zeige ihnen, wie macht man das denn richtig, wie analysiert man diese Aktien und ich habe auch Anfänger bei mir,
Paulina Laskowski: Das sind aber auch Leute, die das schon einfach verstanden haben, dass sie das tun sollten, warum man gerade als Frau vorsorgen muss.
Paulina Laskowski: Frauen sind die, die Kinder kriegen oder gerade wenn sie dann Kinder kriegen, sind sie nun mal benachteiligt.
Paulina Laskowski: Sie können dann nicht die ganze Zeit Vollzeit durcharbeiten und sie müssen da einfach aufgeklärt sein und auf eigenen Beinen stehen.
Paulina Laskowski: Und genau, da knüpfe ich an.
Isabell & Sven Haase: Ja, mega cool.
Isabell & Sven Haase: Und das machst du ja auch unabhängig.
Isabell & Sven Haase: Also das ist ja das Coole.
Isabell & Sven Haase: Wenn man zu dir kommt, weiß man, okay, da ist jemand, der guckt völlig unbeteiligt auf die Sache drauf, erklärt dir das, was du wissen musst.
Isabell & Sven Haase: Und gibt es denn sowas, was so, ich sage mal, in der klassischen Finanzindustrie, nenne ich es jetzt einfach mal, in der Finanzbranche so komplett schiefläuft, wenn ich jetzt vielleicht dahin gehe und mir eben nicht die Meinung nachhole von jemand Unbeteiligten?
Paulina Laskowski: Einiges.
Paulina Laskowski: Ja, also das ist eben ganz wichtig, dass man mich nicht zur klassischen Finanzbranche zählen kann.
Paulina Laskowski: Das ist vielleicht so eine Sache, wo ich mich manchmal frage, checkt das irgendwie das Finanzamt und so weiter.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Paulina Laskowski: Obwohl ich über Finanzen spreche, hat das nichts mit dieser Finanzbranche zu tun.
Paulina Laskowski: Das ist ja genau genommen die Finanzdienstleistungsbranche.
Paulina Laskowski: Diese Finanzanlageberater und so weiter, die vermitteln oder bieten Finanzdienstleistungen an.
Paulina Laskowski: Und das mache ich halt nicht.
Paulina Laskowski: Was ich mache, ist Bildung.
Paulina Laskowski: beziehungsweise ja Aufklärung in dem Bereich.
Paulina Laskowski: Und ja, wie sieht das in der klassischen Branche aus?
Paulina Laskowski: Also ich denke,
Paulina Laskowski: Viele vertrauen ja auch Banken und das kenne ich auch von meiner Familie.
Paulina Laskowski: Man geht zur Bank und denkt, man hat da Profis vor sich, die Ahnung von Vermögensaufbau haben.
Paulina Laskowski: Aber in erster Linie, was man bei einer Bank lernt, ist die Bankprodukte zu verkaufen.
Paulina Laskowski: Und sicherlich fangen dann auch Leute dort an zu arbeiten, die sich privat dafür interessieren und die auch was über Vermögensaufbau wissen, also wie es richtig geht.
Paulina Laskowski: Aber in erster Linie sind das Verkäufer und viele wissen oder haben eben nicht dieses...
Paulina Laskowski: grundlegende, richtige Finanzwissen, sage ich mal, wie der Hase wirklich läuft.
Paulina Laskowski: Und dafür gibt es auch keine Ausbildung, außer so ein Mentoring.
Paulina Laskowski: Aber ich musste mir das auch alles selbst aneignen, beziehungsweise hatte ich natürlich dann auch die Basis und die guten Quellen aus dem Studium und wirklich tolle Professoren und die entsprechenden Bücher von Menschen, die wirklich self-made an der Börse sehr wohlhabend geworden sind.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Paulina Laskowski: Aber es ist eben, es ist kein Ausbildungsberuf,
Paulina Laskowski: zu lernen oder Menschen beizubringen, wie man wirklich das, was wir hier draußen haben auf dem Markt, wie man das als Privatanleger vor allem effizient nutzt.
Paulina Laskowski: Also auch im Studium wurde ich eher darauf vorbereitet, einen Fonds zu managen, als jetzt privat anzulegen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Paulina Laskowski: Wieso sollte man mir im Studium beibringen, dass ich ein Vermögen aufbaue?
Paulina Laskowski: Dann wurde mal erwähnt, das gibt ETFs und so weiter.
Paulina Laskowski: Aber es ging dann so, es sah halt kompliziert aus, weil es gingen gewisse Details, die man als Privatanleger nicht braucht.
Paulina Laskowski: Und das ist es eben auch wieder.
Paulina Laskowski: Die Finanzbranche profitiert sehr stark davon, dass das alles kompliziert wirkt und auch kompliziert gemacht wird.
Paulina Laskowski: Es wird bewusst, bei Finanzberatern, mit denen ich gesprochen habe,
Paulina Laskowski: Und dann stand im Raum, dass ich zum Beispiel mit Finanzberatern zusammenarbeite.
Paulina Laskowski: Dass wenn Kunden sagen, ich will aber was Aktives oder ich will eine Versicherung, dass ich da jemandem vermitteln kann.
Paulina Laskowski: Und mein Fazit heute ist, also für Versicherung gibt es ein paar gute Leute, was man meiner Meinung nach nicht braucht,
Paulina Laskowski: sind aktive Fonds.
Paulina Laskowski: Man kann das machen.
Paulina Laskowski: Wenn jemand sagt, ich will mich irgendwie nicht selbst damit beschäftigen, ich will Vermögen aufbauen, ich will in der Börse investieren, dann ist natürlich so ein aktiver Fonds, wo jemand Aktien auswählt, ist natürlich immer noch besser als nichts.
Paulina Laskowski: Es ist aber sehr teuer und es gibt leider auch echt viel Mist.
Paulina Laskowski: da draußen.
Paulina Laskowski: Und da darf ich wirklich nie vergessen, bei der Bank habe ich einen Verkäufer vor mir, der hat nicht zwingend Ahnung wirklich von Finanzen oder auch vielleicht so steuerliche Themen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Paulina Laskowski: Man muss ja auch gerade in Deutschland immer gucken, macht das gerade steuerlich Sinn, was ich hier tue?
Paulina Laskowski: Und bei diesen, die sich auch vielleicht unabhängige Finanzanlageberater nennen,
Paulina Laskowski: Da wird auch teilweise gucken, wo kriege ich denn die meiste Provision?
Paulina Laskowski: Ja, da läuft der Kunde Gefahr, dass er ein zu teures Produkt hat, weil der Berater dann mehr Provision bekommt.
Paulina Laskowski: Da gibt es auch gute, aber die sagen alle selber, dass die meisten schwarze Schafe sind.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Paulina Laskowski: Und deswegen kommt man eigentlich nicht drumherum, sich selbst zu informieren.
Paulina Laskowski: auch wenn man zum Berater geht, muss man das irgendwie einschätzen können, was einer erzählt.
Paulina Laskowski: Und man braucht dieses Wissen.
Paulina Laskowski: Und gerade aber beim Thema Finanzen sind die Menschen so zurückhaltend und denken, das verstehe ich eh nicht.
Paulina Laskowski: Vielleicht auch gerade, oder es ist leider gerade bei Frauen so, dass sie dann denken, das verstehen sie nicht.
Paulina Laskowski: Und das ist ja auch kein Thema dann in der Mädelsgruppe oder so.
Paulina Laskowski: Ja, ganz selten.
Paulina Laskowski: Und bei Männern ist das ja schon eher nicht mal, dass Männer da jetzt mehr Ahnung hätten.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Paulina Laskowski: Aber bei Männern wird natürlich über sowas gesprochen, ne?
Paulina Laskowski: weil es auch diese klassische Rollenverteilung gibt, der Mann kümmert sich um die Finanzen und gerade Männer gucken dann, wie werde ich hier irgendwie ein geiler Hengst, habe ein geiles Business oder hole mir die geilsten Aktien und werde wohlhabend und da wird darüber geredet.
Paulina Laskowski: Da ist dann vielleicht mehr so diese Affinität da, weniger Angst, aber dadurch dann auch mehr Fehler.
Paulina Laskowski: Also Männer sind da nicht unbedingt besser als Frauen, sie sprechen einfach nur mehr darüber.
Isabell & Sven Haase: Was darf sich da aus deiner Sicht gesellschaftlich vielleicht auch noch ein Stück weit ändern, um dann einfach so individuell auch eine ganz andere Einstellung, eine ganz andere Bildung dazu zu kriegen?
Paulina Laskowski: Also es ändert sich schon viel zum Glück, auch durch die ganze Arbeit, durch die Influencer, Mentoren, Coaches, dass das Thema in die Öffentlichkeit kommt.
Paulina Laskowski: Das hat sich schon gebessert seit fünf Jahren.
Paulina Laskowski: Auch jetzt bei der Gesetzgebung geht es in die richtige Richtung, denn ab diesem Jahr müssen Unternehmen bei Stellenanzeigen eine Gehaltsspanne angeben.
Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.
Paulina Laskowski: Also das geht schon mal in Richtung, hier wird jetzt auch mal über Geld gesprochen und das ist gut.
Paulina Laskowski: Beim Thema Aktien ist es jetzt so eine Sache, also es wird ja auch mehr aufgeklärt, auch richtig aufgeklärt.
Paulina Laskowski: Ich gucke manchmal gerne so ein Magazin auf RTL und da gibt es dann auch irgendwelche Finanzexperten, die auch sagen, investiert doch mal in ETFs, das kann jeder.
Paulina Laskowski: Gleichzeitig gibt es trotzdem ganz viele Fehlinformationen auch draußen und das ist das große Problem im Finanzbereich beziehungsweise beim privaten Vermögensaufbau, dass man den Wald vor lauter Bäumen sehen muss.
Paulina Laskowski: Und es gibt leider
Paulina Laskowski: Wirklich viele schwarze Schafe, auch nicht nur unter Banken, Anlageberatern, auch unter Coaches, die da profitieren wollen und mit der Gier, mit der Angst und der Gier der Menschen spielen.
Paulina Laskowski: Und vielleicht seht ihr das selber, irgendwelche Werbungen auf Instagram oder YouTube, wo ganz hohe Residenz versprochen werden, wo sich irgendwer hinstellt und sagt, ja, ich wusste, dass das passieren wird und ich habe hier einen hunderter Hebel drauf gemacht und
Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.
Paulina Laskowski: Und jetzt habe ich aus 100.000 Euro 2 Millionen gemacht.
Paulina Laskowski: Also die Zahlen hat mir gestern eine Kundin zugeschickt, so ein Screenshot von jemandem, wo tatsächlich auch ermittelt wird.
Paulina Laskowski: Der sitzt aber im Ausland und da kommen die Behörden nicht dran.
Paulina Laskowski: Und bei der BaFin, also bei der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen, da arbeiten gefühlt eh nur ein paar wenige Leute und die kommen nirgends hinterher.
Paulina Laskowski: Und das wissen die Menschen dann auch nicht, dass einfach eigentlich so Betrüger frei herumlaufen, weil da einfach keiner hinzukommt, gerade im Internet.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Paulina Laskowski: Und ja, solche Sachen behaupten, ja, Hunderter Hebel, hier und da, völliger Schwachsinn.
Paulina Laskowski: Und sowas glauben die Menschen dann, weil so viele das behaupten.
Paulina Laskowski: Dann der nächste Punkt ist,
Paulina Laskowski: Oft wird ja auch nicht über Gehälter gesprochen, weil Menschen sich vielleicht auch dafür schämen, dass sie zu wenig verdienen und dann denken, ich habe schlecht verhandelt.
Paulina Laskowski: Also so war das im Studio mit den Kommilitonen.
Paulina Laskowski: Ich glaube, manche wollten euch darüber sprechen und denken, ich habe, glaube ich, schlecht verhandelt.
Paulina Laskowski: So, jetzt ist das genauso an der Börse.
Paulina Laskowski: Denn im privaten Umfeld werden viele Menschen oder stellen sich viele Menschen auch besser da, als sie sind.
Paulina Laskowski: Und sagen dann, ich habe hier die tollen Aktien geholt und ich bin ein erfolgreicher Trader und ich lebe davon und so weiter.
Paulina Laskowski: Und auch das darf man hinterfragen und nicht eben daran glauben, dass...
Paulina Laskowski: Trading irgendwie für jeden funktioniert, weil das höre ich ganz oft, ja, immer dieses Trading und ich kenne erfolgreiche Trader und ich habe mir vorgenommen, jedes Mal, wenn mir noch jemand diesen Satz sagt, ich kenne aber erfolgreiche Trader, da sage ich, hast du Beweise bekommen, liefer mir die Zahlen, ja, liefer mir den Track Record, dann reden wir weiter.
Paulina Laskowski: Aber nur weil sich jemand hinstellt und sagt, ich bin ein erfolgreicher Trader, ist er das noch lange nicht.
Paulina Laskowski: Und das, wir haben eine mega Informationsasymmetrie auf diesem Gebiet und mega viel Verwirrung und ganz viel Wahrheit,
Paulina Laskowski: Aber natürlich ganz viele Menschen, die nicht im Thema sind, die nicht erkennen, was ist die Wahrheit und was nicht.
Paulina Laskowski: Ja, dann sagt der seriöse Typ im Fernsehen, ja, investieren Sie in Aktien.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Paulina Laskowski: Ja, und dann buchen die einen Kurs bei dem unseriösen Typ im Internet, der sagt, ja, hier 50 Prozent Rendite jedes Jahr.
Paulina Laskowski: Wie wollen Leute, die sich damit nicht auskennen, das unterscheiden?
Paulina Laskowski: Und das ist das ganze Problem.
Isabell & Sven Haase: Ja, und vor allen Dingen unterschätzen dann, glaube ich, auch viele den Zeiteinsatz, gerade wenn ich erfolgreich traden will und davon leben will, dann ist es ja ein Vollzeit-Shop.
Isabell & Sven Haase: Und dann brauche ich aber auch eine gewisse Erfahrung, um überhaupt da hinzukommen.
Isabell & Sven Haase: Also, wie du gesagt hast, ich glaube, da wird halt viel mit
Isabell & Sven Haase: Mit Sehnsichten gespielt, mit Ängsten gespielt, mit den Hoffnungen gespielt.
Isabell & Sven Haase: Und ich glaube, umso wichtiger ist es, dass da Menschen wie dich da draußen gibt, die da einfach eine offene Aufklärung machen und sagen, hey, es ist eigentlich total einfach, wenn man sich damit beschäftigt, aber Wunder erwarten kann man dann trotzdem nicht davon.
Paulina Laskowski: Ja, ganz viel Sehnsucht und Gier.
Paulina Laskowski: Und ich sage auch immer zu meinen Kundinnen und Kunden, seid ehrlich zu euch selbst.
Paulina Laskowski: Man belügt sich da gerne selbst.
Paulina Laskowski: Zum Beispiel schaut man ins Depot, lief vielleicht nicht so gut.
Paulina Laskowski: Ja, aber hätte ich die Aktie nicht geholt und die gekauft, dann wäre es ja super.
Paulina Laskowski: Beim nächsten Mal mache ich es besser.
Paulina Laskowski: Also man belügt sich da auch selbst.
Paulina Laskowski: Und man muss eben auch aufpassen, was andere erzählen und wirklich hinterfragen.
Paulina Laskowski: Ich wurde letztens auch noch gefragt aus dem Umfeld.
Paulina Laskowski: Da hat mein Profil empfohlen an jemanden, den ich privat kenne.
Paulina Laskowski: Und dann sagt der, ja, ich kriege eine Abfindung und möchte hier traden.
Paulina Laskowski: Und dann war das auch eine Summe, wo ich gesagt habe, davon kann sie nicht leben, davon kann sie gar nicht traden.
Paulina Laskowski: Das ist viel zu wenig Geld.
Paulina Laskowski: Das muss man bedenken.
Paulina Laskowski: Du hast ja auch schon gesagt, es ist ein Vollzeitjob.
Paulina Laskowski: Und dieser Vollzeitjob besteht daraus, dass du mit dem Geld handelst, was du hast und dieses Geld verzocken kannst.
Paulina Laskowski: Und vielleicht läuft es mal gut, aber es läuft auch mal schlecht.
Paulina Laskowski: Und es ist halt viel zu gefährlich, da mit deinem Vermögen zu arbeiten, auch wenn es wirklich ein geringes Vermögen ist.
Paulina Laskowski: Es gibt Leute, die denken, die können mit 100.000 Euro traden, das ist nichts.
Paulina Laskowski: Und das macht einfach gar keinen Sinn, weil andere Leute setzen sich hin und arbeiten und machen mehr Geld.
Paulina Laskowski: Und einfach nur mit dem, was du hast, traden und das riskieren.
Paulina Laskowski: Wenn du auch noch eine Familie hast, das ist Wahnsinn.
Paulina Laskowski: Und es ist ein Vollzeitjob.
Paulina Laskowski: Und Menschen reden sich ein und es wird ihnen so eingeredet, ach cool, ich muss nicht mehr zur Arbeit, muss ich mehr ins Büro, mich mit den Kollegen herumschlagen, ich kann den ganzen Tag traden.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Paulina Laskowski: Das ist purer Stress, das macht dich krank.
Paulina Laskowski: Und ich habe mit einem gesprochen, der offenbar erfolgreicher Trader ist, der sagt aber auch selbst, erstmal gehört immer so ein bisschen Glück dazu.
Paulina Laskowski: Und er hat angefangen zu einer Zeit, die ähnlich war wie heute, das war Ende der 90er Jahre, sogar 1999, 2000, da ist auch eine riesen Blase geplatzt, davor ist alles gestiegen.
Paulina Laskowski: Du musstest nicht schlau sein, du musst einfach...
Paulina Laskowski: Eigentlich war es richtig gut, zu den unwissenden Leuten zu gehören, die auf jeden Zug aufspringen, weil diese ganzen Schrottaktien sind halt auch gestiegen.
Paulina Laskowski: Das Ding ist, man hätte auch wissen müssen, wann ist genug, wann steige ich aus?
Paulina Laskowski: Und das ist halt auch der Punkt.
Paulina Laskowski: Vielleicht sieht man gerade, es steigt alles.
Paulina Laskowski: Die meisten steigen aber auch nicht rechtzeitig aus, weil wann denn?
Paulina Laskowski: Bei so einem Hype, wenn es völlig irrational ist, weiß man auch gar nicht, wann man aussteigen muss.
Paulina Laskowski: Und das ist dann erstmal Punkt eins, da kann man eben viele Buchgewinne wieder verlieren.
Paulina Laskowski: Punkt 2 ist, er sagt eben auch, er hat zu dieser Zeit gehandelt und da lief es gut.
Paulina Laskowski: Und dann hatte er auch Cash, als es diesen Crash gab.
Paulina Laskowski: Also wenn es einen Crash gibt, Aktien sinken massiv, viele gute Aktien werden mitgezogen, können dann wirklich günstig sein.
Paulina Laskowski: Und da ist es gut, wenn man Liquidität hat.
Paulina Laskowski: Wenn man Geld beiseite hat, wenn man dann kauft, dann hat man ausgesorgt.
Paulina Laskowski: Denn eigentlich alle Millionäre, die ich kenne, die finanziell frei sind,
Paulina Laskowski: Da sind auch ein paar Jüngere dabei, die sagen auch, ich habe massiv im Crash investiert, ich hatte Bargeld im Crash und das hat dafür gesorgt, dass ich viel schneller finanziell frei wurde.
Paulina Laskowski: Also das ist auch so ein Punkt.
Paulina Laskowski: Aber es sind alles Menschen, die sich selbst damit ausgekannt haben.
Paulina Laskowski: Damals gab es ja auch gar keine Aktiencoachings oder so.
Paulina Laskowski: Das waren alles Menschen, die gelesen haben vor allem.
Isabell & Sven Haase: Ja.
Paulina Laskowski: Lesen, lesen, lesen, sage ich immer.
Paulina Laskowski: die sich wirklich dafür interessiert hatten und ja auch einfach diese Auffassungsgabe haben.
Paulina Laskowski: Nicht jeder hat vielleicht dieses analytische Verständnis, ja, das ist jetzt auch mein Ding, aber ich bin super schlecht im Zeichnen zum Beispiel, ja, es gibt Menschen, die sind halt kreativer, die können die eine Sache besser und die können die anderen Sachen besser und ich kann eben dieses analytische, diese Vogelperspektive geben und es interessiert mich auch, ich lese gerne und dann passt es, ja.
Paulina Laskowski: Aber man sollte eben ehrlich zu sich sein, wenn man sich eigentlich nicht so dafür interessiert, keine eigene Recherche macht, sondern einfach nur auf YouTube und Instagram nach Tipps sucht.
Paulina Laskowski: Damit kann man nicht reich werden, damit versorgt man es nicht.
Paulina Laskowski: Und ja, auch nochmal zurück zum Trading.
Paulina Laskowski: Dieser Trader, den ich getroffen habe,
Paulina Laskowski: der hat auch gesagt, das ist Wahnsinn, was er damals gemacht hat.
Paulina Laskowski: 24-7 gefühlt hat er da rumgetradet.
Paulina Laskowski: Würde der heute so nicht mehr machen.
Paulina Laskowski: Da war dieses Interesse, der hatte Bock da drauf, der saß da.
Paulina Laskowski: Aber das ist ja auch kein Leben.
Paulina Laskowski: Dann ist es vielleicht doch besser, mal ins Büro zu gehen, dann wirklich Feierabend zu haben, im Kopf abzulegen.
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Paulina Laskowski: als da diesen Stress zu haben jeden Tag.
Paulina Laskowski: Und das wird auch so unterschätzt und irgendwie auch so romantisiert.
Paulina Laskowski: Ja, ich verdiene mein Geld, indem ich da sitze und trade.
Paulina Laskowski: Ja, aber das ist aber die Hölle.
Paulina Laskowski: wissen wir eben, was wir Geld an einem Tag, weil da muss man auch richtig die Emotionen im Griff haben und sich auch kleinere realistische Ziele setzen und das können die Leute ja auch nicht, denn gerade die mit wenig Geld wollen ja traden, die wollen verzehnfachen und so weiter und das ist der Moment, wo man dann zum Beispiel diesen Hunderterhebel macht oder irgendein Knockout-Zertifikat und nach einer Sekunde ist das Geld komplett weg.
Isabell & Sven Haase: Genau, dann hast du es einmal gemacht und nie wieder, weil das Geld eben weg ist.
Paulina Laskowski: Realität.
Isabell & Sven Haase: Und das Nervensystem von Tradern, also ich möchte es nicht haben.
Isabell & Sven Haase: Du bist ja im Daueralarmzustand im Reptilienhirn.
Isabell & Sven Haase: Also da noch klar denken, da kannst du wirklich nicht zart beseitet sein.
Isabell & Sven Haase: Also ich möchte da nicht tauschen mit keinem Trader der Welt.
Isabell & Sven Haase: Das macht mein Nervensystem definitiv nicht mit.
Paulina Laskowski: Ja, was ich auch sehe, ist, dass Personen sich eben intensiv jetzt dann beschäftigen oder im Internet schauen, Instagram, YouTube, was auch immer, natürlich nicht selber recherchieren und dann gucken, was sind jetzt hier die besten Aktien und dann sehe ich, dass 300 Euro investiert werden.
Isabell & Sven Haase: Okay.
Paulina Laskowski: Und dann denke ich mir, selbst wenn du es dann verdoppelst, du machst 100 Prozent, hast du 300 Euro brutto gemacht.
Paulina Laskowski: geh doch einfach, such dir doch einen Minijob.
Paulina Laskowski: Wie viel kann man da jetzt verdienen über 500 Euro im Minijob?
Paulina Laskowski: Das will auch nicht.
Paulina Laskowski: Guck doch mal, wo stehst du eigentlich?
Paulina Laskowski: Denk in Prozenten und investier nicht einen Haufen Zeit in Aktien, wo du nur 300 Euro reinstecken kannst pro Aktie.
Paulina Laskowski: Das ist deine Zeit nicht wert.
Paulina Laskowski: In der Zeit könntest du etwas machen, was viel erfolgsversprechender ist.
Paulina Laskowski: Ich habe ja auch gegründet, ich habe mich selbstständig gemacht.
Paulina Laskowski: Und da habe ich letztens auch schon wieder gehört, über 90 Prozent der Startups scheitern und dann lassen sich ja Leute von sowas beeinflussen.
Paulina Laskowski: Aber ich denke gar nicht an die, die scheitern.
Paulina Laskowski: Also es gibt so viele Geschäftsmodelle, die funktionieren.
Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.
Paulina Laskowski: Und ja, die Statistik wird immer von so ein bisschen Quatsch kaputt gemacht, den man gar nicht beachten sollte.
Paulina Laskowski: Und da einfach gucken,
Paulina Laskowski: Oder im eigenen Beruf.
Paulina Laskowski: Nicht jeder muss sich selbstständig machen.
Paulina Laskowski: Aber man kann gucken, natürlich kann ich nebenbei was machen.
Paulina Laskowski: Da lernt man auch immer dazu.
Paulina Laskowski: Man muss nicht direkt Geld verdienen.
Paulina Laskowski: Man entwickelt sich selbst weiter.
Paulina Laskowski: Dann Minijob einfach.
Paulina Laskowski: Richtig cool, dass man sich da steuerfrei 500 noch was Euro dazu verdienen kann.
Paulina Laskowski: Für manche, die auch nicht so ein hohes Einkommen haben, lohnt es sich zum Beispiel auch zu sagen, ich nehme mir den Freitag frei und mache stattdessen Minijob.
Isabell & Sven Haase: Hm.
Paulina Laskowski: Wenn man bis 2000 Euro verdient oder so, dann lohnt sich das mehr.
Paulina Laskowski: Und
Paulina Laskowski: Was gibt es dann noch?
Paulina Laskowski: Ja, natürlich passiv investieren, ja, wirklich verbürgen, aufbauen, mit dem was übrig bleibt, ganz in Ruhe.
Paulina Laskowski: Denn das sollte ja eh langfristig sein.
Paulina Laskowski: Und ja, auch auf die Karriere gucken.
Paulina Laskowski: Vielleicht kann ich mir ja auch für Arbeit ein bisschen mehr Mühe geben, vielleicht mal auch was lesen, mich weiterbilden für die Arbeit.
Paulina Laskowski: statt da jetzt irgendwie Aktien zu suchen abends und da auch befördert werden, Karriere wechseln und so weiter.
Paulina Laskowski: Das sind die Hebel.
Paulina Laskowski: Also man verdient Geld durch Einkommen.
Paulina Laskowski: Und die reichen Leute, die ich kenne, die hatten auch ein sehr gutes Einkommen und haben davon was zurückgelegt und sind jetzt...
Isabell & Sven Haase: Mhm.
Paulina Laskowski: vor dem Regelrentenalter finanziell frei.
Paulina Laskowski: Und lieber mit 50 finanziell frei sein als gar nicht.
Paulina Laskowski: Weil überleg mal, die Regierung will, dass wir bis 70 arbeiten und danach wird der Landmager.
Paulina Laskowski: sollte man auch als junger Mensch nicht sein Leben ab 50 oder so unterschätzen und sagen, dann ist eh vorbei, dann mache ich eh nichts mehr.
Paulina Laskowski: Also es gibt ja, meine Oma ist 95 geworden, die Oma von meinem Partner ist jetzt auch 90, die lebt ganz normal weiter und da ist es schön, wenn man in einem gemütlichen, warmen Haus sitzt und sich ein Taxi leisten kann und so weiter.
Paulina Laskowski: Und ja, deswegen...
Paulina Laskowski: sollte man es ernst nehmen und lieber ein bisschen früher in Rente gehen können, als für immer oder es später wirklich schwer zu haben.
Isabell & Sven Haase: Ja, mega schön, dass du jetzt auch die verschiedenen Perspektiven einfach mal beleuchtet hast, zu sagen, das ist nicht einfach nur, wenn ich mich über Finanzen unterhalte, das ist nicht einfach nur, ich muss investieren und das ist das Einzige mögliche, sondern dass du wirklich das ganze breite Spektrum aufmachst und dann,
Isabell & Sven Haase: Auch das beleuchtet, was hast du denn für Möglichkeiten, um da Schritt für Schritt dir was aufzubauen, finanzieller frei zu werden.
Isabell & Sven Haase: Wenn bis jetzt jemand hört die Folge und sagt, hey, sprich mich total an, ich weiß jetzt nicht, wo ich anfangen soll.
Isabell & Sven Haase: Was ist das, wo du sagst, wo kann man anfangen?
Isabell & Sven Haase: Und wenn man dann trotzdem nicht weiß, wo man anfangen soll, wo kann man dich finden?
Paulina Laskowski: Ich würde auf jeden Fall mir ein Buch heraussuchen und generell mag ich für generelle Verbraucherthemen und da steht auch was zu ETFs, die Seite finanztipp.de mit einem P. Das ist eine gemeinnützige Organisation.
Paulina Laskowski: Und da gibt es eigentlich alles, was auch mit Sparen zu tun hat.
Paulina Laskowski: Ja, ob ich jetzt einen neuen Handyvertrag will, Hablichtversicherung, Strom wechseln, da kann man alles nachgucken, alles vergleichen.
Paulina Laskowski: Es gibt vor allem da immer einen aktuellen Depotvergleich, ja, wenn man jetzt eben so ein Aktiendepot sich eröffnen will.
Paulina Laskowski: Und da steht auch was über das Passive Investieren, da kann man sich schon mal einlesen und die sind seriös.
Paulina Laskowski: So, ansonsten.
Paulina Laskowski: Wenn man da schon tiefer einsteigen will und das lernen will, was ich mache, also bei mir ist es gute Aktien oder sehr gute Aktien günstig kaufen.
Paulina Laskowski: Das ist es, mehr braucht man nicht.
Paulina Laskowski: Und ich kläre auch offen bei Mentoring über ETFs, darüber wie man passiv investiert und zeige eben quasi so einen Zeitstrahl, was ist, wenn du mehr willst, was kannst du dann tun.
Paulina Laskowski: Und bei mir gibt es auch kein Entweder-Oder.
Paulina Laskowski: Man sieht draußen auch ganz oft, ETFs sind für Anfänger und mit Aktien machst du mehr Rendite.
Paulina Laskowski: Was auch wieder Quatsch ist, weil wenn du mehr Rendite mit Aktien machen willst, musst du dich halt aktiv damit beschäftigen.
Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.
Paulina Laskowski: Also wenn du dafür bereit bist, kannst du, das ist nicht garantiert, mit einzelnen Aktien oder wenn du dir noch einzelne Aktien dazuholst zu dem ETF-Sparplan, kannst du...
Paulina Laskowski: deine Rendite verbessern, aber mit der Chance auf Verbesserung, natürlich auch das Risiko, das es sich nicht gelohnt hat, dass man nur mit ETFs auf einem Weltportfolio erfolgreicher gewesen wäre.
Paulina Laskowski: Und da wäre es gut für Einzelaktien, Warren Buffett.
Paulina Laskowski: Sagt vielleicht auch vielen was.
Isabell & Sven Haase: Vielen Dank.
Paulina Laskowski: Ist ein Börsenmilliardär sein...
Paulina Laskowski: Freund Charlie Munger ist leider vor kurzem gestorben, aber die beiden stehen einfach für das Value Investing.
Paulina Laskowski: Und was bei Aktien wirklich Sinn macht, ist meiner Meinung nach das Value Investing und nicht irgendwelche anderen Strategien, die von Menschen mit ganz großem Ego beworben werden.
Paulina Laskowski: Und genau, das sind wirklich zwei seriöse Quellen.
Paulina Laskowski: Ich glaube, die haben selber keine Bücher geschrieben, aber es gibt Bücher über sie mit ihren Zitaten und so weiter.
Paulina Laskowski: Und das ist ganz wichtig, um wirklich so eine Basis zu haben, wenn man sich mit einzelnen Aktien beschäftigen will.
Paulina Laskowski: Also wirklich Value Investing, Warren Buffett, Charlie Munger.
Paulina Laskowski: Und wo findet man mich?
Paulina Laskowski: Wenn man jetzt so ein Mentoring machen will und sagt, ich habe jetzt keine Lust, da jahrelang Bücher zu wälzen und alles zu verbinden und so weiter, dann findet man mich unter www.frauinvestierte.de.
Paulina Laskowski: Oder voll investiert auf Instagram, alles zusammen mit dem blauen Haken.
Paulina Laskowski: Wir haben ja leider viele Fake-Accounts gerade im Finanzbereich.
Paulina Laskowski: Und genau, da kann man an meinem Mentoring teilnehmen, das drei Monate dauert.
Paulina Laskowski: Wir treffen uns einmal die Woche und haben quasi online per Zoom eine Vorlesung zu den ganzen Themen.
Paulina Laskowski: Gehen wirklich alles durch und eben auch ETFs, kein Entweder-oder-System.
Paulina Laskowski: Wie wählt man ETFs aus?
Paulina Laskowski: Worauf kann man da achten?
Paulina Laskowski: Wie analysiert man Einzelaktien?
Paulina Laskowski: Fundamental, charttechnisch machen wir auch.
Paulina Laskowski: Auch da kann man nochmal bessere Preise und Einstiege finden.
Paulina Laskowski: Es ist ja wichtig, günstig einzusteigen.
Paulina Laskowski: Wir wollen ja Geld verdienen.
Paulina Laskowski: Deswegen müssen wir günstig einkaufen und da wird der Gewinn gemacht.
Paulina Laskowski: Und genau noch viele weitere Themen, die dazugehören.
Paulina Laskowski: Und ja, es geht wahrscheinlich auch im Februar an die nächste Runde.
Paulina Laskowski: Aber generell haben wir so drei Runden pro Jahr, wo man teilnehmen kann.
Paulina Laskowski: Und ja, vielleicht biete ich noch einen kleineren Kurs an für die, die sagen, ich will einfach nur passiv investieren.
Paulina Laskowski: Das ist gerade in Arbeit.
Isabell & Sven Haase: Ja, voll schön.
Isabell & Sven Haase: Dann sage ich vielen herzlichen Dank, liebe Paulina.
Isabell & Sven Haase: Und ich denke, der ein oder andere da draußen hat jetzt ein besseres Verständnis, warum Geld dein Freund sein sollte und nicht dein Feind.
Isabell & Sven Haase: In diesem Sinne, vielen Dank, dass du da warst und du da draußen.
Isabell & Sven Haase: Wenn dir die Folge gefallen hat, dann lass uns doch gerne wieder 5 Sterne da.
Paulina Laskowski: Vielen Dank.





