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Freiheiiiiiiit! Oh, falscher Film. "The Patriot"

Synchronklappe: Viel Meinung und wenig Ahnung

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Speaker: Ladies and Gentlemen, herzlich willkommen zurück zu einer weiteren formidablen Episode von Synchron-Klappe viel Meinung und wenig Ahnung mit meinem wunderschönen Freund Konstantin.

Speaker: Warte mal.

Speaker: Hallo.

Speaker: Ich habe es extra tief gemacht, weil du dich immer beschwerst, wenn ich es zu hoch mache.

Speaker: Ich beschwere mich ja nicht.

Speaker: Ich habe das festgestellt.

Speaker: Ja, ach so ist das.

Speaker: Okay, okay, okay.

Speaker: Ich sehe.

Speaker: Ganz wertungsfrei.

Speaker: Freunde, nachdem wir uns jetzt in der letzten Folge mit britischen Kleingangstern beschäftigt haben, beschäftigen wir uns in dieser Folge mit britischen Großgangstern.

Speaker: Ah, das ist der rote Faden.

Speaker: Da merkt man, du machst das nicht zum ersten Mal.

Speaker: Ja, wir sprechen heute über Krieg, über Romantik, über Revolution.

Speaker: Revolution.

Speaker: Äh, Mist, das war Spanisch.

Speaker: Familie.

Speaker: Familie.

Speaker: Ähm, Fast and Furious?

Speaker: Da muss ich mal an Fast and Furious denken.

Speaker: Egal.

Speaker: Heute sprechen wir über Der Patriot.

Speaker: Ich habe schon immer befürchtet.

Speaker: dass ich für meine Sünden bestraft werden würde.

Speaker: Die Strafe dafür ist höher, als ich ertragen kann.

Speaker: Eine Vergangenheit, die er vergessen wollte.

Speaker: Ich habe im Krieg gekämpft und ich verspüre kein Verlangenis wieder zu tun.

Speaker: Ich habe sieben Kinder.

Speaker: Ich will nicht, dass sie ihren Vater verlieren.

Speaker: Eine Familie bedroht vom Krieg.

Speaker: Wir müssen etwas tun.

Speaker: Ich verbiete dir zu gehen.

Speaker: Ich bin kein Kind.

Speaker: Du bist mein Sohn.

Speaker: Ein Sohn, der für seine Überzeugung kämpft.

Speaker: Wenn ich eine eigene Familie habe, werde ich mich nicht hinter ihr verstecken.

Speaker: Hängt ihn öffentlich.

Speaker: Karl, ich flehe Sie an nach dem Kriegsrecht.

Speaker: Wollen Sie eine Lektion, Sir, über das Kriegsrecht oder lieber Ihre Kinder?

Speaker: Kunstpause.

Speaker: Ich dachte, das ist der Moment für den Trailer, aber okay.

Speaker: Ja, aber du darfst jetzt gerne weitermachen.

Speaker: Ich darf weitermachen.

Speaker: Ja, warum denn nicht?

Speaker: Oh, okay.

Speaker: Ich sage einfach direkt mein Kurzfazit.

Speaker: Bitte, bitte.

Speaker: Mein Kurzfazit ist, der Patriot ist für, also habe ich schon, als ich recht jung war, gesehen.

Speaker: Ich habe ihn immer wieder gesehen und es ist einer meiner Lieblingsfilme.

Speaker: Und jetzt, wo ich ihn nochmal gesehen habe, halte ich an dieser Meinung fest.

Speaker: Ich mag diesen Film total gerne.

Speaker: Die Wertung, die ich mir auf IMDb gegeben habe, ist eine 9 von 10.

Speaker: Und ich habe jetzt tatsächlich, nachdem ich ihn jetzt auch nochmal gesehen habe und jetzt vielleicht auch nochmal mit einem etwas kritischeren Auge gesehen habe, habe ich überlegt, warum eigentlich 9 von 10?

Speaker: Eigentlich hätte ich mir auch eine 10 von 10 geben können, weil ich finde den Film tatsächlich wirklich gut.

Speaker: Ich finde, er macht Spaß und ich finde, er ist auch einfach technisch super umgesetzt.

Speaker: Sei es das Erzählerische, ich finde die emotionale Entwicklungen oder auch das Schauspiel finde ich gut.

Speaker: Ich finde die Musik gut, ich finde die Action gut.

Speaker: Ich finde den Spannungsbogen gut.

Speaker: Ich finde, das Ding ist einfach gelungen.

Speaker: Es macht Spaß.

Speaker: Es ist ein historisches Setting, was Spaß macht.

Speaker: Gut, okay, jetzt fällt mir noch ein, was kann man daran kritisieren?

Speaker: Eine Sache könnte man daran kritisieren.

Speaker: Er ist natürlich nicht hundertprozentig historisch akkurat.

Speaker: ähm, der Film, dem würde ich aber direkt entgegnen, der Film versucht auch nicht, ähm, sozusagen den, den, ähm, Ablauf der Revolution, der amerikanischen Revolution darzustellen, sondern im Zentrum geht es eigentlich vielmehr um eine sehr persönliche Geschichte und, ähm, deswegen finde ich das mal ganz abgesehen davon, dass ich sowieso ja nie den Anspruch habe, dass ich jetzt mein historisches Wissen über Hollywood-Filme beziehen muss, ähm, also, rund um, für mich passt das schon, ähm,

Speaker: Ja, und ich glaube, mehr muss ich jetzt im Kurzfazid auch gar nicht sagen.

Speaker: Ich finde den Film halt mega gut.

Speaker: Jan, was ist deine Meinung?

Speaker: Schön.

Speaker: Hast du gut gesagt.

Speaker: Meine Meinung.

Speaker: Jetzt sag nichts Falsches.

Speaker: Ja, ja, ist dein Lieblingsfilm.

Speaker: Was hast du jetzt gerade gesagt?

Speaker: Einer deiner Lieblingsfilme.

Speaker: Also, ich liebe historische Settings.

Speaker: Besonders...

Speaker: Ja, mit dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, der ja relativ... Okay, gut.

Speaker: Selten ist er, glaube ich, nicht abgebildet worden in Filmen.

Speaker: Aber ich denke, so selten genug, dass man ihn als Europäer, glaube ich, relativ selten zu Gesicht bekommt, wenn man sich jetzt nicht dauernd irgendwie nach...

Speaker: Film danach umguckt und ich denke der Patriot ist glaube ich das berühmteste Beispiel unter anderem ne für einen Unabhängigkeitskrieg würde ich sagen.

Speaker: Also ich muss ehrlicherweise tatsächlich sagen ich wüsste tatsächlich gar keine andere Verfilmung des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs was mich wundert weil die Amerikaner die beschäftigen sich ja bis zum Abbrechen mit ihrem Unabhängigkeitskrieg weil es aber auch gefühlt mehr oder weniger fast die einzige Geschichte ist die sie halt haben ne das ist halt ein sehr junges Land.

Speaker: Ja.

Speaker: Na gut, außer den Südstaaten gegen Nordstaaten.

Speaker: Genau.

Speaker: Genau.

Speaker: Naja, auf jeden Fall finde ich es schön, so ein Setting quasi in einem Film präsentiert zu bekommen.

Speaker: Der Film ist ja von 2000, glaube ich.

Speaker: Ja.

Speaker: Von Roland Emmerich im Übrigen, was ganz lustig ist.

Speaker: Ich habe mal noch Explosion gewartet.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Auf jeden Fall fand ich den Film auf jeden Fall solide.

Speaker: Witzigerweise kam ich nicht umhin, ihn mit einem anderen Film zu vergleichen, in dem Mel Gibson tatsächlich auch die Hauptrolle spielte, und zwar mit Braveheart.

Speaker: Das war klar, also das liegt auch nah an.

Speaker: Ja, klar, liegt es nah an.

Speaker: Es ist beides mal Mel Gibson in der Hauptrolle als mehr oder weniger Revolutionsführer.

Speaker: Ja.

Speaker: Und um es jetzt auf jeden Fall kurz zu machen, ich würde dem Film tatsächlich eine Acht von Zehn geben, rein filmisch.

Speaker: Und so wie er erzählt worden ist, ich denke, Abzüge gibt es dessen, dass ich denke, ich glaube, am meisten kritisiert worden ist dieser Film aufgrund der Darstellung.

Speaker: Aber vielleicht gehen wir da auch nachher noch ein bisschen tiefer ins Detail.

Speaker: Also sprich, die einseitige Darstellung von...

Speaker: Ja, den Taten, die dort geschehen.

Speaker: Aber ich denke, dadurch, dass wir hier zum Beispiel im Vergleich zu anderen Filmen gar keine Textplatte haben, so zum Anfang, die das Ganze so ein bisschen einordnet geschichtlich oder so, würde ich den Film halt deutlich eher als Unterhaltungsfilm, also reinen Unterhaltungsfilm nehmen als ein historisches Zeugnis dieser Zeit.

Speaker: Deswegen fand ich das auf jeden Fall einen soliden Film.

Speaker: Hat Spaß gemacht.

Speaker: Ich habe mich kein einziges Mal gelangweilt in diesen Minuten.

Speaker: Wir haben die Extended Version gesehen von 175 Minuten.

Speaker: Und ja, alles Weitere dann jetzt im...

Speaker: Ja, wobei ich habe noch eine Rückfrage, weil du hast ja jetzt schon den Vergleich zu Braveheart angestrengt.

Speaker: Wie würdest du denn sagen, schneidet er ab im Vergleich zu Braveheart?

Speaker: Auf einer Ebene ist Braveheart besser, ist der Patriot besser?

Speaker: Wie siehst du das?

Speaker: Puh, ist eine witzige Frage, weil wenn ich das jetzt so... Das sind schon irgendwie recht vergleichbare Filme, ne?

Speaker: Ja, ja, also es passiert ja witzigerweise sogar relativ das Gleiche, ne?

Speaker: Ja, also auch ein Charakter, der motiviert ist durch einen persönlichen Verlust und deswegen so eine Revolution.

Speaker: Und dann ist es viel Rumgerenne, also es ist viel Rumgerenne, es vergeht immer wieder, also immer wieder Zeitspringe so ein bisschen, ne?

Speaker: Beides mal auch so ein bisschen so ein Guerilla-Krieg irgendwie, der so ein bisschen stattfindet, ja.

Speaker: ein paar Schamützel und eine epische Endschlacht am Ende.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, und das ist es.

Speaker: Also dementsprechend fällt es mir tatsächlich schwer, einen Film weiter zu gewichten.

Speaker: Rein von meiner subjektiven Einschätzung her.

Speaker: Ja, ja, darum geht es ja.

Speaker: Genau, würde ich tatsächlich sagen, hat Braveheart für mich noch mal einen Ticken mehr die Nase vorn.

Speaker: Das liegt aber auch ganz einfach daran, dass ich diese schottische Darstellung einfach

Speaker: sehr romantisch fand und mich dieser Film tatsächlich noch mal einen Ticken mehr gecatcht hat mit der Musik und den Bildern und ja, wie sie quasi da rangegangen sind.

Speaker: Deswegen ist für mich Brave war tatsächlich einfach einen kleinen Ticken vorne.

Speaker: Ja, ist das spannend.

Speaker: Bei mir wäre es nämlich zum Beispiel jetzt genau andersrum.

Speaker: Für mich wäre der Patriot ein bisschen vorne.

Speaker: Einfach auch deswegen, weil für mich ich einfach mit mehr von den Charakteren in Braveheart emotional connecte.

Speaker: Und dadurch die Fallhöhe und so einfach ein bisschen mehr ist.

Speaker: Und ich auch die Anfangsmotivation in den Patrioten etwas überzeugender fand als in Braveheart.

Speaker: Aber alles andere dann jetzt im Spoiler-Talk.

Speaker: Und das ist dann mein Einsatz, um einmal in die Mault einzustimmen.

Speaker: Top.

Speaker: Ja, extra die Isolation wieder rausgeholt.

Speaker: Genau.

Speaker: Wollen wir mal vielleicht gerade mit dem historischen Kram anfangen?

Speaker: Also vielleicht, um das gerade einzuordnen.

Speaker: Also ich denke, ich hatte ja eben schon angesprochen, von wegen, dass das ja quasi sehr kritisiert worden ist, also von einigen Leuten tatsächlich, gerade von Wissenschaftlern und so weiter, dass sich dieser Film halt tatsächlich nicht gerade die Mühe macht, dieses Setting historien, oder sehr historiengetreu abzubilden.

Speaker: Und ich finde das ja zum einen tatsächlich nicht schlimm, wenn man das weiß.

Speaker: Es kann aber irreführend wirken, denke ich.

Speaker: Gerade um den Zeitraum 2000 und so weiter ist das, glaube ich, auch noch mal eine andere Ecke einzuordnen.

Speaker: Aber genau, also sprich, schlussendlich waren ja zum Beispiel die Kritikpunkte von wegen, dass ja auf viele Dinge zum Beispiel gar keinen Einfluss genommen wird.

Speaker: Also zum Beispiel auf Kriegsverbrechen, die da stattfinden.

Speaker: Die Briten sind ja tatsächlich hier in dem Film halt

Speaker: Das absolute Übel, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, die vielleicht noch gerade so ambivalent-neutral dargestellt werden, aber die Briten sind halt das große Feindbild.

Speaker: Und das führt halt dann dazu, dass auch dieser Film halt mehr, ja, also eine Seite quasi einfach befürwortet.

Speaker: Und ich denke, das ist das, was es zumindest historiengerecht dann tatsächlich ein bisschen schwer macht, da das einzuordnen.

Speaker: Und ich habe mich tatsächlich dabei ertappt, dass ich das tatsächlich beim Schauen etwas schwierig fand inzwischen mit meinem Stand.

Speaker: Also ich fand ein Braveheart beim ersten Mal gucken schon richtig cool und mitreißend.

Speaker: Und erst so in den weiteren Filmdurchgängen, die ich dann gemacht habe, finde ich, ist immer so ein kleiner bitterer Beigeschmack dabei.

Speaker: Weil das Ganze manchmal für mich so ein bisschen verherrlichend wirkt, weißt du?

Speaker: Also sprich, diese eine Seite zum Beispiel verherrlichen, von wegen, dass quasi die Amerikaner zum Beispiel, also die ihre Unabhängigkeit wollen, quasi die Guten sind und die Briten sind die Bösen.

Speaker: Und ich finde, das gibt so einen ganz kleinen, bitteren Beigeschmack immer bei diesen Filmen, weil sie schlussendlich einfach...

Speaker: Leute einfach die Köpfe einschlagen.

Speaker: Aber fernab davon hab ich das tatsächlich als Unterhaltungsfilm tatsächlich da nix zu bemängeln.

Speaker: Ich sag nur, es ist ein leichter, bitterer Beigeschmack da.

Speaker: Ja, also was ich auf jeden Fall sehe, ist natürlich, dass dieses generell das ganze Thema amerikanischer Unabhängigkeitskrieg,

Speaker: ist jetzt auch aus der Retrospektive für die USA natürlich sehr, ich sag mal, identitätsstiftend irgendwie diese ganze Story.

Speaker: Und deswegen wird das halt auch so ein bisschen verklärt.

Speaker: Ähm...

Speaker: Und der Film versucht da auch gar nicht irgendeine Neutralität reinzubringen, sondern eher im Gegenteil.

Speaker: Er verklärt das Ganze nochmal, also mal 100 sozusagen.

Speaker: Das finde ich aber für einen Film, der so eine, ja sozusagen letztlich so eine, die Gründung einer Nation zum Gegenstand hat oder zumindest als Hintergrund hat und der als Titel auch schon der Patriot hat,

Speaker: Finde ich okay.

Speaker: Ich finde es in Ordnung.

Speaker: Wo ich dir zustimme ist ja auch die Briten werden halt extrem böse und oder extrem dumm dargestellt.

Speaker: Sehr dekadent, sehr stolz und an denen wird kein gutes Haar gelassen.

Speaker: Aber auch das fand ich okay für diesen Film, weil ich meine, dadurch hast du halt zumindest eine, also gar keine Zweifel daran, mit wem du eigentlich mitfieberst.

Speaker: Ja.

Speaker: Und es ist ja zumindest so, ich war tatsächlich, also ich habe auch viele Kritiken gelesen, die meinten, das ist ja historisch gar nicht so akkurat, auch gerade so Szenen wie, dass Menschen in einer Kirche abgefackelt wurden.

Speaker: zusammen, also halt Zivilisten.

Speaker: Das hat es zwar gegeben, aber halt nicht in den USA.

Speaker: Aber auch das hat mich, also ich finde der Film rettet sich für meinen Geschmack einigermaßen noch darüber, indem ja dieser Ober, ich weiß gerade vergessen, wer hieß, aber der Obergeneral dann seinem Reiter, Malfoys Vater-Typen,

Speaker: Also Lord Cornwallis meinst du, ne?

Speaker: Genau, genau.

Speaker: Dass der ja dann sagt, okay, hier, das kannst du nicht machen, weil wir wollen mit den Leuten ja nach dem Krieg wieder einigermaßen friedlich zusammenleben.

Speaker: Beispielsweise.

Speaker: Ja, dass der Handel wieder aufgenommen wird.

Speaker: Also, dass das grundsätzlich mal auch für die Briten nicht okay ist, so vorzugehen, wird ja, wenn auch nur am Rande, gezeigt.

Speaker: Ähm...

Speaker: Ob sie da jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben haben mit der Art und Weise, wie böse die Briten dargestellt werden, kann man sicherlich so sehen.

Speaker: Andererseits muss ich sagen, aus dramaturgischen Gründen, kann ich nur sagen, finde ich jetzt auch gerade so Szenen wie dieses Abbrennen der Kirche.

Speaker: Also wenn man reinguckt, wie so der Spannungs- und der Verlauf der dramatischen Ereignisse so abläuft, für die Story war es gut.

Speaker: Es war halt intensiver dadurch, ne?

Speaker: Also ein böserer Bösewicht macht die Handlung mitunter halt schon auch spannender als einer, der halt moralischer ist.

Speaker: Das wäre dann vielleicht irgendwie, ich sag mal, akkurater, aber womöglich auch langweiliger.

Speaker: Also so gesehen...

Speaker: will ich das dem Film gar nicht so zum Vorwurf machen.

Speaker: Solange man halt im Hintergrund behält, okay, Leute, ja, so eins zu eins hat's halt nicht stattgefunden, ne?

Speaker: Genau, und das, finde ich, ist halt das Wichtige daran, dass man sich danach tatsächlich einmal kurz quasi damit beschäftigt dann.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber schlussendlich funktioniert er als reiner Unterhaltungsfilm, beziehungsweise als ein Film, wo es quasi Rache und Versöhnung, was auch immer, also quasi eine persönliche Story um einen Hauptprotagonisten gegen einen Antagonisten und das eingebettet quasi in diesen Konflikt, der dann halt einfach zwar nicht Hauptsache ist, sondern eher Nebensache.

Speaker: Also es ist quasi einfach der Background, in dem es passiert.

Speaker: Und das funktioniert tatsächlich für mich auch sehr gut.

Speaker: Das hätte ich jetzt auch noch gerade sagen wollen.

Speaker: Also ich glaube, ich hätte es dem Film viel übler genommen, wenn das jetzt die Story gewesen wäre von einem George Washington und wir folgen George Washington, wie er von der Unabhängigheitserklärung und dem...

Speaker: sozusagen und dem Revolutionskrieg bis hin zur sozusagen Nationsgründung und sowas.

Speaker: Also wenn wir das alles gefolgt hätten und ihm als ersten Präsidenten oder so, weil dann ja auch ganz klar gewesen wäre, okay, der Fokus dieses Films ist es, uns den historischen Ablauf zu zeigen.

Speaker: Und dann wäre es natürlich fatal, also dann ist natürlich jede historische Ungenauigkeit, ich sag mal, fatal.

Speaker: Aber das versucht dieser Film hier ja gar nicht zu machen, sondern im Zentrum dieses Films ist eigentlich erstmal ein Vater, der seine Familie schützen will und gar nicht kämpfen will, der in diesen Krieg gegen seinen Willen hineingezogen wird.

Speaker: Der auch deutlich antimilitaristisch quasi ist, also weil er weiß, worauf es hinausläuft, wenn alle Leute zu den Waffen greifen.

Speaker: Das ist zum Beispiel auch ganz spannend.

Speaker: Ja, und der sich dann aber doch sehr erfolgreich durchschnetzelt.

Speaker: Und dieser ganze historische Kontext ist halt wirklich nur Hintergrund.

Speaker: Und wenn das nur im Hintergrund relevant ist, dann kann es von mir aus auch gerne so ein bisschen, ich sag mal,

Speaker: verschwommenere Linien haben oder weniger konturiert sein, was die historische Trendschärfe angeht.

Speaker: Ja, es ist auf jeden Fall ein Film, der das Ganze halt einfach in schwarz-weiß aufteilt und halt wirklich nicht als Grauschleier wahrzunehmen ist, so wie es quasi in der Realität wäre.

Speaker: Deswegen haben wir

Speaker: Ja.

Speaker: Gleichzeitig habe ich mich dann trotzdem mal informiert, nachdem ich so viele Leute gelesen habe, die sich halt beschwert haben über die historische Akkuratität, wie akkurat der Film ist.

Speaker: Und ich war dann doch überrascht, wie akkurat der Film eigentlich dann doch ist, weil viele Elemente halt drin sind, die tatsächlich gar nicht so fernab der Realität sind.

Speaker: Also insbesondere auch, was Charaktere angeht.

Speaker: Also jetzt zum Beispiel auch unser Hauptprotagonist, da hätte ich jetzt zum Beispiel gedacht, dass der einfach frei erfunden ist.

Speaker: Tatsächlich gab es aber in North oder South Carolina, ich weiß es jetzt gerade gar nicht, einen sogenannten Swamp Fox, also einen Sumpf-Fuchs, so wurde er genannt.

Speaker: Bei uns im Film heißt er ja der Geist, der tatsächlich so mehrere hundert Leute um sich herum gescharrt hat und dann immer wieder über kleinere Scharmützel und Überfälle wohl den Briten ziemlich zugesetzt hat.

Speaker: Und auch der General Tevington, den gab es wohl auch, hieß er halt anders, aber den gab es wohl auch und auch die Tatsache, dass er dann ganz am Ende sozusagen kapituliert, gar nicht selber rausgegangen ist, weil er die Schmach nicht über sich hat ergehen lassen wollen, also das hat es wohl alles gegeben.

Speaker: Und eine kleine historische Sache, wo ich auch noch was zu gelesen hatte, war, wir sehen in dem Film an der einen Stelle ja auch, dass sowohl die Briten einmal sagen, hier alle, die schwarz sind und jetzt Sklaven sind, wenn ihr für uns kämpft, am Ende des Krieges seid ihr dann freie Männer.

Speaker: Dieses Versprechen hören wir einmal von den Briten und gleichzeitig folgen wir ja auch oder sehen wir ja von einem so ein bisschen mehr den Weg, den er geht in die Freiheit, dem ja auch versprochen wird, wenn du so und so lange, so und so viele Monate dienst, dann bist du ein freier Mann.

Speaker: Auf amerikanischer Seite hat es das wohl so nie gegeben.

Speaker: Von englischer Seite gab es das Versprechen, wenn ihr für uns kämpft und wir gewinnen, dann seid ihr am Ende frei.

Speaker: Das Versprechen hat es wohl tatsächlich gegeben.

Speaker: Ob das so eingehalten worden wäre, wenn sie gewonnen hätten, sei mal dahingestellt.

Speaker: Aber man hat es jedenfalls mal versucht, um Leute zu gewinnen für die eigene Sache.

Speaker: Aber ja, fand ich trotzdem auch spannend, dass das tatsächlich etwas war, was es halt gab.

Speaker: Was ja auch Sinn macht, ne?

Speaker: Soll ich einfach noch ein paar Leute zusätzlich holen?

Speaker: Wobei, glaube ich, wenn da viele der Leute ja sowieso Sklaven gewesen sind, sowieso ein bisschen schwierig, sich da zu entziehen.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Ist auch ein bisschen, also ist tatsächlich historisch sehr spannend, wenn man bedenkt, von wegen, dass ja tatsächlich dann die eigentlichen, ja, die Abschaffung der Sklaverei ja dann erst einige Jahre später mit dem Bürgerkrieg quasi dann

Speaker: Wobei ich mal gehört habe, dass, aber da bin ich jetzt echt nicht tief genug drin, aber ich habe mal gehört, dass es schon bei der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wohl Diskussionen gab, ob als dann sozusagen die, also da wurden ja schon so gewisse Grundrechte mit reingenommen, ob nicht da schon sozusagen die Sklaverei eigentlich schon mehr oder weniger passé sein soll oder nicht.

Speaker: Und da gab es so unterschiedliche Meinungen schon zu.

Speaker: Auch schon bei dem Verfassen.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber hab ich mal gehört.

Speaker: Ich weiß auch nicht, wie... Inwieweit das der Realität entspricht.

Speaker: Würde aber tatsächlich Sinn ergeben, wenn da halt Liberale quasi mit dabei gewesen sind, die ja quasi... Also ich meine, das ist ja der große Freiheitsgedanke, ist ja da auch der Hintergrund gewesen, der ja fett quasi in dieser Erklärung quasi drinsteht.

Speaker: Mhm.

Speaker: Ja gut, aber ob das dann auch Freiheit für alle ist, ist halt immer so eine Sache.

Speaker: Genau, deswegen meine ich nur, also ich meine, es muss ja nicht ausschließen, dass es Leute gegeben hat, die quasi die Sklaverei trotz einem zu diesem Zeitpunkt schon als schlecht empfanden.

Speaker: George Washington wird nicht dazu gehören.

Speaker: Er hat ja auch selber noch Sklaven gehabt.

Speaker: Gleichberechtigung von Männern und Frauen gab es deswegen ja auch noch nicht direkt, ne?

Speaker: beziehungsweise es gibt ja auch so eine Art, ich sag mal Emanzipation des Adels in England, da gibt es so ein Schriftstück, da war halt auch, aber das wird auch gerne herangezogen als so erste Verfassung oder erste Art von Grundrechten oder sowas in der Art, aber denen war zum Beispiel damals auch total klar, die Rechte, die wir hier festschreiben, das sind Rechte für den Adel, das sind manchmal Rechte für die normalen Bürger, also mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, ja genau, also das ist halt immer so die Sache, aber egal.

Speaker: Darum sollte es eigentlich gar nicht gehen.

Speaker: Eine Sache wollte ich noch erwähnt haben.

Speaker: Ich finde es ist gut, dass wir so historische Charaktere wie zum Beispiel George Washington oder sowas in dem Film gar nicht zu sehen bekommen.

Speaker: Einfach nochmal um zu verdeutlichen, also weil ich finde sowas hätte extrem abgelenkt vom eigentlichen Kern des Films, von der persönlichen Geschichte.

Speaker: Wenn du so, sag mal, berühmte Persönlichkeiten zu Gesicht bekommen hättest.

Speaker: Deswegen finde ich es gut, dass sie das nicht gemacht hätten.

Speaker: Nicht gemacht haben.

Speaker: Ja, es wirkt auch einfach so ein bisschen als eine Story, die sich vielleicht so hätte zutragen können.

Speaker: Genau.

Speaker: So könnte man es sagen.

Speaker: Ich meine, letztlich hat sie sich ja in groben Zügen, ja genau, nicht ganz mit den, gerade diese persönlichen Hintergründe, aber genau, also wie du schon sagst, es ist so etwas, es hätte sein können.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau, deswegen bin ich da auch der Meinung von wegen, dass es da große historische Persönlichkeiten nicht gegeben, also nicht geben müsste, die gezeigt werden.

Speaker: Und damit haben wir jetzt den Historienkram quasi abgehakt und bewegen uns einfach jetzt mal in das eigentliche Filmepos rein.

Speaker: Ich fand es tatsächlich...

Speaker: Super, wie viel Zeit sich dieser Film nimmt.

Speaker: Das hat mir bei Braveheart tatsächlich schon damals gut gefallen.

Speaker: Ich denke, der Vergleich wird jetzt zwischendurch immer mal wieder kommen.

Speaker: Tut mir leid.

Speaker: Also die haben halt beide so einen schönen, was mir halt immer gefällt, bei sowas diesen Friede, Freude, Eierkuchen anfangen.

Speaker: So, alles ist idyllisch, es ist schön, die sind auf ihrer Farm.

Speaker: Genauso auch in Brave hat am Anfang diese Hochzeit und so, alles ist friedlich.

Speaker: Und das ist halt super schön, wenn, erst mal, wenn das ausgedehnt wird schön und wenn das, wenn man so ein bisschen auch sieht, wie leben die und so, weil das dann auch so ein schöner Kontrast ist zu dem riesen Chaos, was dann später über sie hereinbricht.

Speaker: Und ich finde, was auch immer das Chaos dann ist, was dann kommt, es wirkt dann immer extremer, wenn man vorher sozusagen das positive Gegenteil gesehen hat.

Speaker: Als wenn man direkt ins Chaos rein startet.

Speaker: Und ich finde, das macht der Film generell sehr gut.

Speaker: Dass er uns immer erst mal, auch gerade was die Charaktere angeht, er zeigt sie erst positiv und dann passiert was Schlimmes.

Speaker: Und das Schlimme, also die Fallhöhe, das ist ja so dein Thema, du sprichst ja immer von Fallhöhen.

Speaker: Ich finde, der Film pusht die Fallhöhe halt nochmal dadurch, dass er uns immer erst was Positives gibt und dann passiert was ganz Schreckliches, damit man aber auch extra nochmal tiefer fällt.

Speaker: Also ein gutes Beispiel dafür ist halt, also erstmal werden die Söhne etabliert, bevor ein Sohn abgemurkst wird.

Speaker: Wir haben erstmal eine Hochzeit, bevor die Frau mit ihrer guten Familie abgefackelt wird und so.

Speaker: Wir haben den trauernden Gabriel, bevor der abgemurkst wird.

Speaker: Also weißt du, das ist so ein bisschen dieses Auf und Ab.

Speaker: Und das macht der Film sehr, sehr gut.

Speaker: Dass er Charaktere erst aufbaut und dann abmurkst.

Speaker: Damit sie einem auch nicht egal sind.

Speaker: Weil ich hab ja auch schon oft kritisiert in Filmen, wo ich gesagt hab, okay, mir sind die Charaktere hier total egal, weil die sind nicht etabliert.

Speaker: Ich weiß nicht wer das ist, ist mir total egal, wenn die sterben.

Speaker: Der Film leidet darunter nicht, das schafft er.

Speaker: Und das ist einerseits vielleicht Regie und andererseits auch einfach Drehbuch.

Speaker: Es ist einfach gut geschrieben und gut inszeniert.

Speaker: Es ist ja auch immer eine Frage, wann bauen wir so Szenen ein?

Speaker: Also wann genau bauen wir den Charakter auf?

Speaker: Wann widmen wir ihm Zeit, damit der Zuschauer sich auch noch an ihn erinnert und weiß, warum er es schade findet, wenn er stirbt, weißt du?

Speaker: Und ich finde, das macht der Film einfach, das ist, ich meine, ein Stück weit ist Erzählen ja auch immer was Technisches oder so ein bisschen Handwerkliches.

Speaker: Und der Film macht das einfach sehr, sehr gut.

Speaker: Man kann ihm gut folgen.

Speaker: Wie gesagt, ich finde es ein schönes Auf und Ab.

Speaker: Und insbesondere der Anfang hat mir deswegen auch sehr, sehr gut gefallen.

Speaker: Wie siehst du das?

Speaker: Hast du die emotionale Fallhöhe verspürt oder eher nicht?

Speaker: Ähm, ja, ja, also das ist, um was geht, auf jeden Fall.

Speaker: Ich finde, Mel Gibson als Benjamin Martin hat mich halt auch unfassbar mitgenommen.

Speaker: Also ich sehe Mel Gibson als Schauspieler tatsächlich sehr gerne oder habe ihn sehr gerne gesehen.

Speaker: Inzwischen sieht man ihn ja etwas seltener.

Speaker: Ähm,

Speaker: Und ich finde, der nimmt einen auf diese Reise halt auch toll mit.

Speaker: Also ich finde, alleine dieser Anfang, wie du es jetzt gerade eben schon gesagt hast, mit dieser Idylle, man weiß im Grunde direkt sehr schnell, worum es geht.

Speaker: Dass er alleine quasi seine Kinder großzieht mit ein bisschen Hilfe.

Speaker: Und dass er da auch ein recht liebevoller Familienvater ist.

Speaker: Ich fand dieses Gimmick ganz toll am Anfang.

Speaker: Jaja, also... Ah, der Stuhl?

Speaker: Dass er versucht, diesen Stuhl nachzubauen.

Speaker: Wie heißt das noch mal?

Speaker: Schaukelstuhl.

Speaker: Schaukelstuhl, genau.

Speaker: Und das tatsächlich nicht schafft am Anfang.

Speaker: Und dass gleichzeitig die Reaktion seiner Kinder, die das so ein bisschen mitbeobachten, und wie er sich darüber aufregt, weil das jetzt der 75.

Speaker: Versuch ist, der nicht geklappt hat,

Speaker: Fand ich total schön und dass das im weiteren Verlauf des Films tatsächlich an einer ganz anderen Stelle nochmal aufgegriffen wird, hat mir unfassbar gut gefallen.

Speaker: Ich finde, das ist so ein Save-a-Cat-Moment, witzigerweise.

Speaker: Hier wird keine Katze gerettet oder so, damit man mit dem Helden direkt mitfühlt von Anfang bis Ende, sondern hier wird er einfach geerdet dargestellt als jemand, der sich mit was beschäftigt, mit einem Hobby oder sowas in der Richtung und es tatsächlich einfach noch nicht hinbekommt.

Speaker: Das, finde ich, macht diesen Charakter tatsächlich schon sehr nahbar.

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Und ich finde auch, weil das jetzt auch so gut dazu passt, ich finde, der Film streut auch immer wieder relativ viel Humor mit rein.

Speaker: Und ich finde, das macht den Film auch, macht einfach Spaß.

Speaker: Also finde ich.

Speaker: Finde ich tatsächlich ganz lustig, dass du das erwähnst.

Speaker: Auch in der Auseinandersetzung mit dem Franzosen zum Beispiel jetzt auch fällt mir da ein.

Speaker: Ja, ja, ja, ja.

Speaker: Wobei er sich das anbietet, ne?

Speaker: Also Franzosen-Bashing muss mindestens einmal sein.

Speaker: Ja, aber...

Speaker: Genau, aber ich finde es tatsächlich ganz schön, weil der Vergleich auch hier wieder zu Braveheart, weil auch dieser Film zum Beispiel es geschafft hat, zwischen den düsteren Momenten, und der Film wird zwischendurch sehr düster, und hier der auch, diese leichten Humordinger mit reinzubringen.

Speaker: Das finde ich tatsächlich ganz nett.

Speaker: Also immer mal wieder so ein kleiner Tupferleichtigkeit, trotzdem, dass es hier gerade ums Töten und Getötetwerden quasi geht.

Speaker: Das finde ich passt.

Speaker: Also da haben sie genau den...

Speaker: den süßen Punkt getroffen.

Speaker: Sweet Spot.

Speaker: Genau.

Speaker: Auf Deutsch hätte ich damit jetzt aber tatsächlich nichts anfangen können.

Speaker: Den süßen Punkt.

Speaker: Ja, klingt irgendwie komisch.

Speaker: Aber du weißt, was ich meine.

Speaker: Ich finde, das

Speaker: hält sich super in der Waagschale und es wirkt niemals deplatziert oder so, deswegen hat mir das ganz gut gefallen.

Speaker: Das Einzige, wo ich zwischendurch drüber nachgedacht habe, während der Film fortschreitet, ist gerade bei der Szene relativ gegen Ende hin, wo Gabriels dann Frau ist,

Speaker: leider mit den anderen in der Kirche verbrennt und ich hab tatsächlich vor dem Bildschirm gesessen und hab mir gedacht, ganz ehrlich, das können die doch nicht bringen.

Speaker: Ja, also klar, die Kirche wird jetzt angezündet oder so, aber irgendjemand wird jetzt dieses verdammte Schloss noch aufmachen und die kommen dann noch mal raus, weil wie viele Leute wollen sie noch umbringen?

Speaker: Also die, also dass wieder so ein Tiefpunkt kommt.

Speaker: Aber nein, sie haben sich tatsächlich dazu entschieden, die gesamte Kirche niederbrennen zu lassen.

Speaker: was Sinn macht dramaturgisch, meiner Meinung nach.

Speaker: Aber ich hab tatsächlich auch nicht so ganz damit gerechnet, dass das jetzt schon wieder so einen Tiefpunkt gibt.

Speaker: Was aber halt dann auch zum weiteren Fall von Heath Ledgers Charakter Gabriel dann tatsächlich führt.

Speaker: Was auch wieder Sinn macht.

Speaker: Also ich finde, nur dadurch konnte man halt wirksam zeigen, warum Gabriel halt auch so unvorsichtig wird.

Speaker: Weil er sich ja dann so extrem von seiner Wut leiten lässt, was dann sein Todesurteil ist letztlich, ne?

Speaker: Als recht, weil sein Tod ist ja dann im Endeffekt auch eigentlich so unnötig, weil wäre er halt nicht so nah dran gegangen mit dem Messer, sondern halt irgendwie nochmal nachgeschossen oder so.

Speaker: Wäre einfach ein bisschen vorsichtiger gewesen.

Speaker: Es wäre halt so verhinderbar gewesen.

Speaker: An der Stelle vielleicht auch nochmal, ich bin ein riesen Heath Ledger Fan.

Speaker: Ich habe mich total gefreut, dass er trotzdem eine einigermaßen große Rolle in dem Film hier hat.

Speaker: Ja, es ist sogar die größte neben Benjamins Martins Charakter.

Speaker: Also es ist, glaube ich, deren Film quasi zu beiden.

Speaker: Also ich finde, es ist auch super aufgeteilt.

Speaker: Also während man mit Heath Ledger tatsächlich auch einige Zeit auch mal alleine verbringt, ist es ja mit Mel Gibsons Charakter genauso.

Speaker: Und immer wieder, dass diese Charakter auch wieder zusammengeführt werden.

Speaker: Finde ich sehr gut und auch die Chemie zwischen beiden passt da eigentlich sehr gut.

Speaker: Und was mir auch gut gefallen hat, ist, dass Heath Ledgers Charakter im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder jetzt nicht getrieben wird, nur von so einer reinen, ich will gern auch mal Soldat spielen Motivation.

Speaker: was es ja auch zuhauf gab damals, keine Frage, aber weil er ja auch mehr so diese ideellen, diese ideelle Motivation hat im Sinne von ich will, ich kämpfe für die Sache, ich will wirklich, dass wir eine Nation gründen, dass wir frei sind und so, wir Selbstbestimmungsrecht haben und sowas.

Speaker: Und ich finde, das ist zum Beispiel auch sowas, wieder zum Thema Show, Don't Tell, dass sein, ähm,

Speaker: Der Vater weiß, dass sein Sohn genau dafür gekämpft hat und dass er die Sache über alles zu stellen, diese Mentalität und dieses Andenken und diese Motivation seines Sohns dann übernimmt.

Speaker: wird in dem Film sehr schön dadurch gezeigt, dass er diese Flagge findet, die Heath Ledger selber ausgebessert hat.

Speaker: Die ganze Zeit repariert hat, ja.

Speaker: Genau, und dass er die dann nimmt und das ist, was ihn dann wieder dazu antreibt, okay, nee, ich kämpfe dann doch weiter, obwohl er sich eigentlich schon wieder abgewendet hat von dem Ganzen.

Speaker: Und dann eben natürlich dann bezeichnenderweise die Flagge seines Sohns ins Schlachtfeld führt.

Speaker: Das sind so kleine Dinge, die mir einfach gefallen.

Speaker: Also einfach anstatt, dass er jetzt erklärt, ah ja, nee, mein Sohn hätte es gewollt, dagegen mache ich das jetzt.

Speaker: Anstatt das sozusagen auszusprechen und dem Zuschauer so zu erklären zu müssen, was so ein bisschen unbeholfen gewesen wäre, wie ich finde.

Speaker: schafft es der Film halt über filmische Mittel, das Ganze einfach zu visualisieren.

Speaker: Und sowas finde ich immer gut.

Speaker: Also wenn man eine innere Motivation zeigen kann und einfach darstellt.

Speaker: Und das ist nur jetzt, das ist so ein kleiner Moment, aber das ist bezeichnend für die komplette Erzählweise des Films.

Speaker: Es ist einfach gut gemacht, wie ich finde.

Speaker: Ja.

Speaker: gerade jetzt diese Endszene, wo du so gerade angesprochen hast, wo Mel Gibson dann tatsächlich mit der Flagge auftaucht.

Speaker: Einfach auch witzigerweise... Wir springen ja eh.

Speaker: Das war auch so eine Szene, wo ich tatsächlich etwas betroffen sagen muss, da hatte ich tatsächlich wieder Gänsehaut.

Speaker: Also dieses Auftauchen von ihm im Feld.

Speaker: Ja, also muss man tatsächlich dazu sagen, weil...

Speaker: dass wenn man jetzt zum Beispiel, also es ist, eigentlich könnte man sagen, es ist auch so ein klassischer, es könnte auch so ein klassischer Propagandafilm sein, ne?

Speaker: Also wenn wir jetzt mal ganz böse wären.

Speaker: Ein Stück weit ist es das auch, ne?

Speaker: Genau, ja, ja.

Speaker: Es liegt aber auch an der Thematik, ne?

Speaker: Also ich meine, es geht um die Gründung einer Nation.

Speaker: Ja, ja, klar.

Speaker: Und gerade um die USA.

Speaker: Ja, ja, ich will es nur dazu sagen, weil, ähm,

Speaker: Wenn man bedenkt, wie es in anderen Ländern aussieht und mit welchen propagandistischen Sachen da gearbeitet wird, worüber wir zum Beispiel dann, wenn wir es mal mitkriegen, nur mit dem Kopf schütteln können.

Speaker: Im Grunde ist das hier eigentlich nichts anderes.

Speaker: Nur, dass wir hier halt auch verkauft bekommen von wegen, die Amis sind hier gerade die Guten.

Speaker: Also das finde ich halt sehr spannend, wenn man es aus den Gesichtspunkten betrachtet.

Speaker: Deswegen sage ich betroffen am Ende, also Gänsehaut, weil du dieses kurze Gefühl hattest von wegen, ja geil, jetzt gegen die Briten, die bekommen jetzt endlich den Arsch voll, weißt du so.

Speaker: Aber, ähm...

Speaker: Ich denke, daran merkt man einfach, wie simpel tatsächlich sowas auch funktionieren kann.

Speaker: Und ja, das hier ist ein Unterhaltungsfilm, sollte man dazu sagen.

Speaker: Aber wie gesagt, man sieht auch, wie einfach man tatsächlich mit einfachen Mitteln Leute quasi zur Begeisterung bringen kann.

Speaker: Ich finde, das Finale gerade dafür ist tatsächlich bezeichnend.

Speaker: Ich finde, einen großen Anteil an dieser Wirkung hat aber auch die Musik.

Speaker: Weil die Musik hier immer so eingesetzt wird, dass eigentlich immer klar ist, wenn was dramatisch ist, dann klingt die Musik auch dramatisch.

Speaker: Und wenn etwas besonders erhaben und wichtig klingen soll, gerade wie diese Szene, wo er mit dieser Flagge angeritten kommt und alle sind wieder motiviert, weil hey, unser Held ist da.

Speaker: Auch da...

Speaker: Hämmert die Musik halt richtig rein.

Speaker: Ich meine, es ist ein stilsicherer Einsatz der Musik und genau das ist ja auch die Funktion von Musik in einem Film, dass einfach das Gefühl, was ausgelöst werden soll oder auch durch die Bilder vielleicht schon getragen wird, nochmal verstärkt wird und deutlicher gemacht wird.

Speaker: Ich meine, die Musik ist ja auch hier von John Williams.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich mein, sie ist auf jeden Fall super passend und so.

Speaker: Hat sie dir gefallen?

Speaker: Wahrscheinlich schon, oder?

Speaker: Oder hast du was einzusetzen?

Speaker: Das Witzige ist, ich hatte den, ich wusste am Anfang, als ich den Film gesehen habe, nicht, dass die Musik von John Williams ist, hab sie aber tatsächlich direkt erkannt.

Speaker: Also ich hätte sie ihm zugeordnet.

Speaker: Weil gerade so bei, also gerade am Anfang des Films mit der Farm und so weiter und so fort, hört man das tatsächlich raus.

Speaker: Also gerade diese spezielle Art seiner Musik quasi.

Speaker: Also ich hab Star Wars teilweise ein bisschen rausgehört.

Speaker: Fand ich ganz lustig.

Speaker: Ja, und am Ende dann halt John Williams da stehen zu sehen.

Speaker: Auf jeden Fall, ähm, gute Musik.

Speaker: Muss jetzt tatsächlich dazu sagen, sie ist mir auch hier tatsächlich jetzt wieder nicht so im Gedächtnis geblieben, aber sie hat definitiv zum Film gepasst.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Das würde ich auch so unterschreiben.

Speaker: Ich würde tatsächlich gerne weitermachen und zwar mit der Anfangsszene.

Speaker: Also wir haben jetzt die Familie etabliert und so weiter und dann, man weiß ja auch von wegen, sie sind ja dann quasi in dieser Stadt und es findet diese Abstimmung statt, Krieg ja, Krieg nein, also beziehungsweise beteiligen wir uns, beteiligen wir uns nicht.

Speaker: Und das fand ich schon ganz cool, also diesen Ausflug quasi in diese Stadt von der Ranch, auch weil das so gut zum Alltags, also zum damaligen Alltagsgeschehen, so hätte ich mir das vorgestellt.

Speaker: Also dass sich auch Leute jetzt gerade Gedanken machen, okay, beteiligen wir uns an dieser Sache, wird das demokratisch abgestimmt.

Speaker: Also das finde ich tatsächlich sehr spannend, weil dieses Land einfach auch so groß gewesen ist.

Speaker: Da habe ich zum Beispiel nie einen Gedanken dran verschwendet.

Speaker: dass das Ort für Ort quasi entschieden werden musste.

Speaker: Also das fand ich ganz spannend.

Speaker: Ja, beziehungsweise ich fand es auch cool, um einfach darzustellen, was sind eigentlich die widerstreitenden politischen Interessen und Erwägungen, um das herzubringen.

Speaker: Fand ich auch cool.

Speaker: Und nachdem das dann quasi gelaufen ist, fand ich eine der beeindruckendsten Sachen, also an der beeindruckendsten Szenen, die es dann gab, das erste Scharmützel, was wir quasi aus den Augen der Familie sehen, die auf der Veranda stehen und quasi sehen können, wie die Briten gerade die, die, ähm,

Speaker: Ja, Unabhängigkeitssoldaten quasi da platt machen.

Speaker: Ach so, das meinst du?

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also von weitem sozusagen nur.

Speaker: Genau, ja, das fand ich schon toll.

Speaker: Und so einen Szenenaufbau haben wir ja dann schlussendlich im späteren Verlauf nochmal, nämlich als sich dann Mel Gibson und T. Fletcher tatsächlich auf den Weg machen.

Speaker: Also beziehungsweise Heath Ledger ist ja dann schon wieder auf dem Weg nach seiner Genesung und dann stehen die beiden in diesem Haus und gucken quasi aus dem Fenster zu, wie es zur Schlacht kommt.

Speaker: Beide Szenen finde ich so unfassbar gut, weil man nicht mittendrin ist, aber man guckt quasi schon drauf und weiß, was kommt.

Speaker: Das finde ich halt so richtig super umgesetzt und in Szene gesetzt.

Speaker: Ich dachte jetzt, als du meintest, erste Scharmützel, dass du meinst, die Szene, in der Mel Gibson Heath Ledger befreit von diesen 20 Soldaten.

Speaker: Weil das ist etwas, was... Also da geht es mir um den reinen Hintergrund quasi.

Speaker: Ja.

Speaker: Trotzdem, das ist eine der besten Action-Szenen meiner Meinung nach in dem ganzen Film.

Speaker: Also ich finde der Film hat insgesamt sehr coole Action-Szenen.

Speaker: Aber insbesondere auch die...

Speaker: das taktische Vorgehen, was ihr hier habt.

Speaker: Und wir haben in dem Film mehrfach eigentlich ein sehr taktisches Vorgehen.

Speaker: Ich finde es super spannend, weil wir auch die Taktik immer wieder vermittelt bekommen als Zuschauer, was das Ganze viel nachvollziehbarer macht.

Speaker: Das ist etwas, was viele andere gerade von diesen Kriegsfilmen nicht immer so richtig vermittelt bekommen, worunter die dann immer ein bisschen leiden, weil dann ist alles, was man sieht, einfach nur Action.

Speaker: Aber wenn man tatsächlich auch die taktischen Erwägungen kennt und versteht, macht es meiner Meinung nach auch mehr Spaß, dem zuzugucken.

Speaker: Und wie gesagt, auch gerade dann das mit diesem, dass er da seine Söhne einsetzt und er geht von Baum zu Baum und die Kinder sind instruiert mit Kimmel und Korn, immer nach vorn.

Speaker: Und wie er ja auch hier instruiert, erstmal die höheren Ränge abzuknallen und sich runterzuarbeiten und so.

Speaker: Finde ich, also ich fand das sehr, sehr spannend und cool gemacht.

Speaker: Und an der Stelle direkt noch ein Hinweis, wir haben ja gerade eben schon gesagt, Extended Cut, es gibt auch einen, sag mal zensierten oder einen kürzeren Cut.

Speaker: Und ich habe eigentlich jahrelang immer den zensierten Cuts geguckt.

Speaker: Und der Unterschied, oder einer der wichtigsten Unterschiede ist genau in dieser Szene, und zwar Richtung Ende hin, als er eigentlich schon alle abgemurkst hat, gibt es eine Szene, in der Mel Gibson auf einen, der am Boden liegt, eigentlich mit seinem Tomahawk immer weiter einhackt.

Speaker: Und das Blut spritzt und seine Kinder gucken ihm noch zu und er zerstückelt den förmlich.

Speaker: Man sieht nicht so viel davon, also wir sehen nicht, was er anrichtet, man sieht nur, wie er hackt, aber es ist grausam.

Speaker: Und in der zensierten oder kürzeren Version ist die Szene rausgeschnitten.

Speaker: Und das finde ich tatsächlich fatal, weil wir haben dann später, also kurz danach eine Szene, wo er nochmal kurz mit den Kindern, also bei der Tante ist, also bei der Schwester seiner Frau, als er da ist und der eine Junge dreht sich so sehr traumatisiert um.

Speaker: Und ist ja förmlich eingeschnappt und irgendwie sauer auf den Vater oder ja angewidert oder einfach erschrocken.

Speaker: Und man versteht nicht so richtig, okay, was ist denn jetzt dein Problem?

Speaker: Okay, ja, du hast Menschen umgebracht, darauf warst du nicht vorbereitet.

Speaker: Okay, schlimm, aber du hast ja auch deinen Bruder gerettet.

Speaker: Also was ist dein Problem?

Speaker: Und ich finde, die Reaktion dieses Kindes wird eigentlich erst verständlich, wenn man weiß, dass das Kind gesehen hat, wie...

Speaker: dieser Mann sich mehr oder weniger vollkommen selbst verloren hat und so bestialisch auf diesen Toten eingehackt hat.

Speaker: Deswegen, ich finde das eigentlich eine recht wichtige Szene und ich finde es ungünstig, dass in der gekürzten Variante das nicht mit drin ist.

Speaker: Ja, vor allem, weil man eigentlich nichts sieht.

Speaker: Ja, also man sieht auch gar nicht so viel.

Speaker: Obwohl man trotzdem sagen muss, insgesamt ist der Film trotzdem recht, schon recht brutal.

Speaker: Er ist jetzt nicht komplett unbrutal oder so.

Speaker: Ich wollte jetzt auch einfach auf diese spezifische Szene hin.

Speaker: Außer, dass da jemand steht, der Mel Gibson gerade mal mit einem Eimer die ganze Zeit Blut ins Gesicht spritzt.

Speaker: Du siehst ja wirklich nicht, wie heftig quasi der Typ da unten zugrechnet wird.

Speaker: Und wie er anschließend aussieht.

Speaker: Genau, das überlässt man ja quasi dem Zuschauer dann, dem Gehirn.

Speaker: Ja, aber ansonsten würde ich sagen, tatsächlich so von der Darstellung, also das Ding ist tatsächlich nicht gerade handzahm.

Speaker: Also gerade was so Verletzungen angeht, die werden gezeigt.

Speaker: Es gibt eine Szene, da wird jemand mit einer Kanonenkugel, glaube ich, der halbe Torso weggerissen oder so.

Speaker: Der arme Kerl, der da gerade stand, fand ich auch krass.

Speaker: Habe ich tatsächlich nicht mit gerechnet, dass es so heftig einmal gezeigt wird.

Speaker: Andererseits muss ich dazu sagen, ich hab schon jetzt heftigere Sachen gesehen, wo man eher das Gefühl hatte, wie schlimm Krieg eigentlich ist.

Speaker: Und hier ist es tatsächlich so eher, dass ich tatsächlich immer wieder den Kopf so in die Hände gelegt hab, wenn ich gesehen habe, wie die Leute da quasi damals dann Kriegsführung betrieben haben.

Speaker: Dieses in sich rein aufsterben, abknallen, ne?

Speaker: Genau, also auch dieses dämliche Warten, ne?

Speaker: Also dieses, wir rennen jetzt aufeinander zu, dann bleiben wir alle stehen, dann legen wir schön an und jeder schießt schön abwechselnd.

Speaker: Also, ist jetzt überspitzt gesagt, ne?

Speaker: Weil dann müssen wir ja erstmal wieder nachladen, aber es ist halt sau dämlich.

Speaker: Ja, aber es ist schon recht bescheuert.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Es ist wirklich, also jeder, der Soldat irgendwie zur damaligen Zeit gewesen ist oder das mal gesehen hätte oder so, jeder normal denkende Mensch muss sich doch gedacht haben, scheiße, nee, das ist doch eine sautblöde Idee, besonders in der ersten Reihe zu stehen, tut mir leid.

Speaker: Ja, ich meine, ich

Speaker: Ich weiß auch gar nicht, wie genau die, ich meine, Historiker können uns das wahrscheinlich besser erklären.

Speaker: Ich kann mir das nur selbst erklären, dass das halt historisch gewachsen ist.

Speaker: Einfach von früher, ich sag mal, wenn man sich mit Bogenschützen auf relativ nahe Entfernung hin abgeschlossen hat, war das vielleicht auch nochmal ein bisschen was anderes.

Speaker: Man hat es dann, glaube ich, einfach übernommen.

Speaker: In den Anfangszeiten waren ja auch noch die Musketen nicht ganz so treffsicher.

Speaker: Da hat es vielleicht wirklich noch ein bisschen mehr Sinn gemacht.

Speaker: Aber ja, das ist schon ziemlich dämlich.

Speaker: Ja, vor allem, weil es tut richtig weh, da zuzugucken, fand ich.

Speaker: Ja, halt erste Reihe stehen ist halt schon echt sehr blöd, ne?

Speaker: Ja, aber ich finde es tatsächlich dann trotz allem spannend, wenn man bedenkt, wie viel Disziplin das quasi erfordert, ne?

Speaker: Also gerade die britischen Soldaten waren ja tatsächlich dafür bekannt für diese Formation, ne?

Speaker: Also gerade dieses Einsetzen davon.

Speaker: Und wie viel Disziplin das quasi erfordert, dass wenn dein Nebenmann gerade von ein paar Kugeln zerfetzt wird, einfach stehen zu bleiben und weiterzumachen, ne?

Speaker: Und zu warten, dass man selber getroffen wird.

Speaker: Nicht umsonst stand ja auf die Fahnenflucht auch die Todesstrafe, ne?

Speaker: Weil das ist dann die einzige Motivation.

Speaker: Wenn du wegrennst, ist das der sichere Tod, also hoffst du, du wirst nicht getroffen.

Speaker: Ja, so könnte man natürlich auch argumentieren.

Speaker: Ja.

Speaker: Naja, auf jeden Fall.

Speaker: Jetzt sind wir da drauf gekommen von den Szenen, die ich tatsächlich sehr atmosphärisch fand, mit dem von weiter Ferne quasi zu gucken, wie das da gerade abgeht.

Speaker: Und fand das dann ganz cool, weil man ja nach und nach dann selber in diese Kampfhandlungen dann verwickelt wird.

Speaker: Du hast schon die Szene angesprochen mit der Rettung von Heath Ledger.

Speaker: Die fand ich auch zum Beispiel sehr effektiv und auch vor allem toll gemacht.

Speaker: Also ich finde, man hat richtig mitgefiebert, weil man auch nicht wusste, wie geht es jetzt aus.

Speaker: Den Tod von...

Speaker: Benjamin Martins Sohn, der quasi Heath Ledger, genau, ja, der Jüngere, der quasi ja dann dummerweise von unserem Antagonisten quasi erschossen wird, der dann auch wirklich fies antagonistisch ist.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, also das war natürlich auch ein

Speaker: Guter Motivationstreiber dann.

Speaker: Ja, ich meine, es war halt ein bisschen dämlich.

Speaker: Fand ich.

Speaker: Aber ich meine, das fand ich trotzdem okay, weil ich meine, es gibt halt auch, also, es muss ja nicht jeder immer extrem sinnvoll agieren.

Speaker: Ich meine, er ist ein junger, ein junger Jugendlicher, dass der dann vielleicht mal so ein bisschen was, eine dämliche Rettungsaktion versucht zu starten, ist ja jetzt auch nicht unbedingt unrealistisch.

Speaker: Man hätte auch einfach mit der Muskete umgekehrt zuschlagen können, der Junge wäre bewusstlos gewesen.

Speaker: Ja, das auch.

Speaker: Also das hätte gereicht.

Speaker: Aber die Rettungsaktion wäre auch sinnlos, weil im Sinne von Gabriel Lauf, was hast du dir vorgestellt?

Speaker: Auch wenn er gelaufen wäre, wäre er erschossen worden.

Speaker: Das hätte ja auch nicht viel gebracht.

Speaker: Hat er nicht nachgedacht.

Speaker: Ja, aber auf jeden Fall als Motivation und als Aufwecken quasi von Benjamin Martins Charakter fand ich gut.

Speaker: Ich fand es vor allem tatsächlich auch nochmal richtig gut, den Antagonisten so einzuführen, wie der mit seinen Dragonern da angeritten kommt.

Speaker: Das fand ich tatsächlich schon beeindruckend, die ihn quasi als Anführer dieser Spezialeinheit, können wir es ja nennen, da quasi über allen steht, auf seinem hohen Ross.

Speaker: Ja.

Speaker: Und ich fand es auch cool, dass er quasi die Familie, nachdem dieses Scharmitzel am Haus, bevor das alles quasi passiert, ja beide Seiten pflegt.

Speaker: Also sowohl die Soldaten der unabhängigen Freiheitskämpfer als auch die Briten.

Speaker: Was im Übrigen ja tatsächlich auch historisch immer wieder belegt worden ist, dass ja quasi sobald Verletzte da sind, also die wurden ja von beiden Seiten tatsächlich teilweise gepflegt.

Speaker: Fand ich auch ganz spannend.

Speaker: Und dass das hier quasi gezeigt wird und gleichzeitig dann halt sehr effektiv, dass diese Angathagonist dann sagt von wegen, joa, also bringt unsere Leute ins Lazarett und killt die anderen.

Speaker: Ja, das ist halt wieder eines dieser Beispiele, wo halt sie übermäßig böse dargestellt werden.

Speaker: Wobei ich, wie gesagt, ich finde halt, ich meine, man kann es natürlich nicht generalisieren und es ist nicht realistisch, dass die Briten sich generell so aufgeführt haben.

Speaker: Aber dass vielleicht einer von denen halt echt ein Arsch war,

Speaker: Könnt man sich ja vorstellen, weißt du?

Speaker: Also deswegen, ich finde das okay.

Speaker: Und wie gesagt, gerade als Motivator für unseren Protagonisten, dass der halt auch so erbarmungslos sagt, nee, den bringe ich um, weil der hat halt meine Kinder umgebracht.

Speaker: Wäre es halt ein normaler Soldat, hätte man halt sagen können, naja, er hat deine Kinder umgebracht, aber jedenfalls mal dein einer Sohn war auch Soldat, also es war auch irgendwo sein Job.

Speaker: Aber erst dadurch, dass er eigentlich so ein rücksichtsloser Arsch ist, können wir unseren Protagonisten sozusagen vorbehaltlos mitfiebern mit dem und das ist ja irgendwie wichtig für die Handlung einfach.

Speaker: Vor allem werden ja immer mal wieder diese Gentleman's Agreements Sachen angesprochen, also quasi auch die in der Kriegsführung quasi weiterhin eigentlich Belang haben.

Speaker: Also sprich nicht das sinnfreie Abknallen von Nichtkombatanten oder von verletzten Soldaten, was ja eigentlich gar keinen Sinn macht.

Speaker: Genau, ja, im Grunde schon.

Speaker: Was ja auch zwischendurch mal angesprochen wird während dieses Films.

Speaker: Zum Beispiel, dass Heath Ledger ja quasi Depeschen-Träger ist oder sowas, also quasi Boote und dementsprechend eigentlich unter Schutz steht.

Speaker: Genauso wie es ja heutzutage auch weiterhin die Sanitäter oder so sein sollten, die da mit Rotkreuz quasi rumlaufen.

Speaker: Ja, oder Presse zum Beispiel auch.

Speaker: Oder Presse, genau, ja.

Speaker: Das finde ich halt auch ganz spannend, dass das angesprochen wird.

Speaker: Und ich denke, sie haben ja auch gezeigt, und deswegen ist die Darstellung ja nicht ganz so einseitig, weil ja auch gezeigt wird, dass nach dieser Kampfhandlung ja quasi der britische Offizier, bevor quasi der, wie heißt er, Tavington eintrifft, also unser Antagonist, sich ja quasi dann auch bei Mel Gibson's Charakter bedankt.

Speaker: Also danke fürs Pflegen unserer britischen Truppen.

Speaker: Und dass es für die ja, glaube ich, auch in Ordnung gewesen wäre, die anderen da einfach verletzt liegen zu lassen.

Speaker: Es ist halt nur spannend, weil ja zum Beispiel Tavington vielleicht dann in dem Moment eigentlich nicht einer der, also es müssten ja mehrere Ranghohe Offiziere vielleicht auch einfach da gewesen sein, sodass sich da nicht einer komplett über alle stellt.

Speaker: Mitunter reicht halt ein Arsch in wichtiger Position, reicht mitunter.

Speaker: Genau.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: So könnte man das dann auch wieder auslegen, aber ja, deswegen denke ich, funktioniert dieser Film halt, hat man ja schon besprochen, einfach auch als Film eines Antagonisten.

Speaker: Genau, und dann ist Benjamin Martin voll im Game.

Speaker: Ich fand's ganz cool.

Speaker: Wir hatten es eben schon angesprochen, er bekommt ja dann quasi, nachdem er sich dann quasi wieder in den Dienst stellt, er bekommt ja wieder einen relativ hohen Rang, darf auch Befehle geben, bla bla bla.

Speaker: Und dann fangen die an, die Rekrutierungsszenen fand ich zum Beispiel auch ganz cool, wo er quasi mit dem Franzosen schon unterwegs ist.

Speaker: Also wir lernen ja seinen französischen Compagnon kennen, wo ja auch quasi noch eine Menge Antipathie so ein bisschen in der Luft liegt am Anfang.

Speaker: Weil ja auch dieser Franzose zum Beispiel weiß, was Benjamin Martin quasi getan hat, als es noch Krieg zwischen den... Amrikanischen Ruhe einzubauen?

Speaker: Nee, ja doch, ja genau, also wo es quasi darum ging, als die ganzen Ländereien quasi dann so nach und nach besetzt worden sind von den unterschiedlichen Völkern wie Frankreich, Niederlande etc.

Speaker: Hat Benjamin Martin dann für die Krone gekämpft dann?

Speaker: Unter anderem?

Speaker: Ja, ne?

Speaker: Du bist ja eigentlich schon auf britischer Seite gestanden, oder?

Speaker: Weiß ich gar nicht so genau.

Speaker: Ich hab's jetzt auch nicht recherchiert nachträglich.

Speaker: Ich hab das einfach akzeptiert.

Speaker: Auf jeden Fall hat er ja quasi einen Massaker an Franzosen unter anderem begangen.

Speaker: Deswegen schwingt er diese Antipathie mit, was wir dann im späteren Verlauf des Films dann merken.

Speaker: Und da finde ich es dann auch ganz schön, dass ich quasi so eine kleine...

Speaker: quasi daraus entwickelt bis zum ende hin des films und das haben sie auch tatsächlich sehr gut gemacht diese rekrutierung szenen waren zum beispiel auch einfach super also gerade die in der taverne ich ja ich mochte auch einfach die darstellung weil wir folgen ja eigentlich einerseits heath ledgers charakter und eben unser mel gibson und bei heath ledger wird die szene genutzt um gleichzeitig halt schon mal so ein bisschen die diese diese liebesgeschichte mit anzufangen oder weiter

Speaker: zu führen und danach kommt eigentlich diese Kneipenszene und die ist dann mehr so Comic Relief eigentlich schon fast, weil sie halt reinkommen und sagen, hey, wo lange lebe der König und alle fangen an sie anzugreifen und sie verstecken sich hinter dieser Tür und ja, also finde ich auch einfach vom Pacing her.

Speaker: Die Frage ist, warum hat die irgendjemand nochmal reingelassen?

Speaker: Sie müssen es irgendwann aufgelöst haben, würde ich sagen.

Speaker: Anscheinend schon, ja.

Speaker: Auf jeden Fall war das da auch ganz nett, dass die Leute sich ja dann quasi in diese Liste eintragen, so als Freiwillige und dann auch quasi so ein bisschen die Etablierung der etwas kleineren Nebencharaktere.

Speaker: Unter anderem ja ganz tragisch, der eine, der sich ja dann im Nachhinein tatsächlich das Leben nimmt vor der Mannschaft.

Speaker: was ich übrigens als eine der härtesten Szenen tatsächlich in diesem gesamten Film empfand.

Speaker: Die hat wirklich wehgetan.

Speaker: Und deswegen... Auch weil es ein bisschen unerwartetes Kram fand ich... Ich fand die Szenen, was da war.

Speaker: Also ich hab nicht damit gerechnet.

Speaker: Also ich finde, es ging auch krass schnell.

Speaker: Das fand ich halt so richtig gut gemacht.

Speaker: Also dieses...

Speaker: oh shit, meine Familie ist tot und dann wirklich absolute Trauern und der eine Priester versucht dann noch mit ihm zu reden und sagt, bis zu lang im Kopf und dann ist er weg.

Speaker: Das Entsetzen von dem Priester meine ich, das fand ich auch.

Speaker: Ja, also richtig gut.

Speaker: Und an der Stelle...

Speaker: An der Stelle würde ich auch nochmal sagen, was ich finde, ist, der Film zeigt uns eigentlich relativ viele Charaktere, auch gerade von diesen ganzen Revolutionären oder von diesen ganzen Milizen.

Speaker: Lernen wir relativ viele einigermaßen kennen und zwar mit eigentlich nur sehr kurzen Szenen.

Speaker: Aber der Film schafft es uns.

Speaker: Und wir bleiben witzigerweise im Kopf.

Speaker: Genau.

Speaker: Also wir haben eine sehr genaue Vorstellung jetzt zum Beispiel auch von dem Priester, von diesem Vater, von vielen von diesen Milizen einfach.

Speaker: Und ich finde das super.

Speaker: Also ich finde es einfach, es zeigt irgendwo erzählerisches Können, wenn man es schafft, eben über eigentlich so wenig Screentime oder so kurze Szenen und so zehn Schnipsel.

Speaker: diese Charaktere zu etablieren.

Speaker: Was ja wichtig ist, damit eben solche Szenen wie die, die du gerade beschrieben hast, eben auch den emotionalen Einschlag haben, den sie ja haben sollen.

Speaker: Und dadurch wird der Film aber auch zu einem emotionalen, ich sag mal, auf und ab so ein bisschen.

Speaker: Weil du hast immer wieder die Szenen, wo es irgendwie was Schönes ist.

Speaker: Also es ist ja auch nicht so, dass alles immer nur schrecklich ist.

Speaker: Ich meine, ja, es ist Krieg, da passiert viel Schlimmes.

Speaker: Aber es ist, in dem Film passiert nicht nur Schlimmes.

Speaker: Wir haben auch mal diese Szene, wo sie zum Beispiel auch eben, ja, ich habe eben schon gesagt, diese Hochzeit, die wir haben oder so, wo immer nur diese Romanze so ein bisschen weitergeführt wird.

Speaker: Wir haben zwischendurch Humor.

Speaker: Aber eben dann auch die Sachen, die es dann wieder so runterreißen.

Speaker: Und das macht den Film schon sehr unterhaltsam, wie ich finde.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Genau, jetzt bin ich gerade noch am überlegen.

Speaker: Ähm...

Speaker: Ich fand es ganz lustig, weil wir ja dann tatsächlich, nachdem die ganze Mannschaft zusammengestellt worden ist, ja quasi auch so ein bisschen in so ein, man könnte sagen, in Montagen quasi sehen, wie die quasi ihre Guerilla-Überfälle quasi auf die Briten verüben und Nachschub unterbrechen und tatsächlich auch, was ganz nett ist, quasi ein kurzes Zwiegespräch, in dem ja quasi dann auch Verletzte auf oder ja,

Speaker: Leute, die sich ergeben, auf britischer Seite dann erst mal abgeknallt werden und es dann quasi von Benjamin Martin den Befehl gibt, von wegen Verletzte oder Leute, die sich ergeben, werden nicht erschossen.

Speaker: Aber erst auch betreiben von Heath Ledgers Charakter hin, was ich auch interessant fand.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Weil der besteht ja drauf.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Der besteht da drauf, genau.

Speaker: Was ja dann einen kurzen Zwischenfall quasi mit Benjamin Martin und seinem französischen Offizierskameraden da quasi dann... Da gibt es kurz Spannungen.

Speaker: Genau, kurz Spannungen, wo ich gedacht habe, okay, brechen die vielleicht jetzt im weiteren Verlauf des Films tatsächlich nochmal auf, was aber nicht der Fall ist.

Speaker: Also es wird sich tatsächlich dran gehalten, was dann zu...

Speaker: meiner Meinung nach einer der dämlichsten Szenen tatsächlich im gesamten Film führt.

Speaker: Und zwar, wo sie diesen Konvoi überfallen, der obligatorisch dann halt eine Falle ist.

Speaker: Mit dem Planwagen, wo dann die ganzen Soldaten rauskommen.

Speaker: Wo sie halt nicht mehr guerillamäßig quasi stehen, sondern die stellen sich einfach auf die offene Straße wie so Straßenräuber und versuchen, die da aufzuhalten.

Speaker: Das war so eine Szene, wo ich mir gedacht hab, Junge, Benjamin Martin hat bis jetzt so viel taktisches Geschick bewiesen,

Speaker: warum sollte man sich auf offener Straße stellen?

Speaker: Also da, ich meine, sie haben sich auch vorher nicht irgendwie dagegen gewehrt, auf Leute zu schießen und zwar aus dem Feld heraus.

Speaker: Also warum tun sie es jetzt?

Speaker: Und dass das Ganze dann so schief geht, ist dann, fand ich tatsächlich, ein bisschen konstruiert.

Speaker: Ja, aber ich meine, es könnte auch nicht immer gut laufen, ne?

Speaker: Was mir hingegen sehr gut... Ja, aber die stellen sich da doch auf offene Straße, Konstantin.

Speaker: Die haben vorher aus dem Feld geschossen.

Speaker: Die wussten halt nicht, dass es eine Falle ist.

Speaker: Das ist ja auch der Sinn einer Falle.

Speaker: Sie haben es halt nicht kommen sehen.

Speaker: Aber ich will dir diesen Film nicht kaputt machen.

Speaker: Das schaffst du auch nicht.

Speaker: Was mir sehr gut gefallen hat, war die in Anführungszeichen Gefangenenaustausch-Szene.

Speaker: Weil das ja zum einen auch wieder die Szene ist, wo, also erstmal der Trick einfach mit diesen Strohmännern fand ich irgendwie nett.

Speaker: Wo sie ja auch dann scheinbar genau ausgerechnet haben, wie weit er mit seinem Fernglas gucken kann und wie viel Vergrößerung er dann halt hat.

Speaker: Beziehungsweise dann halt auch so kleine Mini-Gags, wie dass er ja als der General dann reinkommt, so gerade diesen Schaukelstuhl am Begutachten ist und ihn doch schnell absetzt.

Speaker: Oder dass er ihm ja vermeintlich die Hunde lässt und dann im letzten Moment noch hinterher pfeift.

Speaker: Das sind alles so kleine Sachen, beziehungsweise nochmal ein anovieandertreffen mit unserem Hauptbösewicht, dem er nochmal sagt, ich werde dich vor Ablauf dieses Kriegs umbringen.

Speaker: Das hat Spaß gemacht.

Speaker: Ja, definitiv.

Speaker: Ich fand da auch dieses Aufgreifen mit dem Schaukelstuhl richtig schön.

Speaker: Hatten wir am Anfang schon besprochen.

Speaker: Besonders, weil's wieder so eine richtig schöne, ruhige Szene ist.

Speaker: Es wird nicht gesprochen, sondern man sieht einfach nur, gibt's einen Charakter, wie er quasi so ein bisschen wieder an sein Hobby denkt.

Speaker: Also quasi wieder so ein bisschen in Richtung Alltag und dann halt wieder zurückgeholt wird quasi von der Realität.

Speaker: Ich fand aber auch den Dialog zwischen ihm und General-Lord Charles Cornwallis halt ganz cool, weil dieses ganze Gespräch halt vordergründig halt so Gentleman-haft gemacht wird.

Speaker: Also es ist so richtig, wir sitzen uns gegenüber und wir führen jetzt ein Gespräch darüber und zwar ganz entspannt, wie wir jetzt diesen Gefangenenaustausch vornehmen.

Speaker: Auch wenn wir genau wissen, wer in dem Moment quasi die Fäden in der Hand hat.

Speaker: Aber das finde ich tatsächlich auch immer so ein krasser Kontrast zur eigentlichen Realität des Krieges.

Speaker: Also da sitzen zwei Leute und unterhalten sich gebildet darüber, wo sie eigentlich Feinde sind, wie es jetzt weitergeht.

Speaker: Und dann wird nach in fünf Minuten wieder aufeinander geschossen.

Speaker: Also das finde ich auch ganz einen guten Kontrast.

Speaker: Ja, gehört halt dazu.

Speaker: Ein anderer Umstand, der mir auch nochmal eingefallen ist, was mir sehr gut gefallen hat, weil es auch wieder zu dem Thema, den inneren Motivator bildlich darzustellen, ist die Tatsache, dass wir ja immer wieder sehen, wie Mel Gipsons Charakter aus den Zinnsoldaten seines jüngeren Sohnes, die einschmilzt und daraus seine Pistolenkugeln macht.

Speaker: Fand ich insofern halt wieder cool, weil das natürlich wieder zeigt irgendwie zum einen, dass dieser Tod seines Sohnes ihn, ich sag mal, als Motivator immer wieder vorantreibt oder auch, dass das immer hintergründig mitschwellt bei allem, was er tut.

Speaker: Und auch so ein bisschen, ja gerade gegen Ende hin, weil er seine letzte Pistolenkugel, die er davon hat, ja dann praktischerweise am Ende dann auch noch abfeuert.

Speaker: Zwar nicht richtig so trifft, wie er treffen will, aber ja, also auch das, um darzustellen, dass das für ihn immer noch eigentlich auch ein Stück weit so eine Rache ist.

Speaker: ja, eine Rache-Story, ein Rache-Weg ist, den er da beschreitet und so.

Speaker: Das fand ich auch wieder ganz cool.

Speaker: Und wie gesagt, wieder Thema irgendwie eine innere Motivation irgendwo bildlich darstellen.

Speaker: Und das hat das meiner Meinung nach sehr gut auch gemacht.

Speaker: Ja, im Finale besonders schön nochmal hervorgehoben, weil es da die letzte Zinssoldatenfigur ist, die er einschmelzt.

Speaker: Also er hat dann keine mehr.

Speaker: Und gleichzeitig halt das Ende seines Rache-Weges, ne?

Speaker: Der passende Schuss, ja.

Speaker: Genau.

Speaker: Dann haben wir jetzt sehr viel über die männliche Komponente in diesem Film gesprochen.

Speaker: Dann sollten wir jetzt gerade auch noch den Romantikteil ein bisschen abhaken, der unter anderem dazu führt, die Fallhöhe mal wieder ein bisschen in die Höhe zu treiben.

Speaker: Und da fand ich tatsächlich ganz schön, wie quasi Heath Ledger quasi sein Glück findet, um es kurz darauf wieder genommen zu bekommen.

Speaker: Ja.

Speaker: Sie haben sich ja auch dazu entschieden quasi, ja, die sind ja zwischendurch in diesem Exil quasi am Meer, was das Ganze ja auch so idyllisch direkt nochmal wirken lässt, irgendwie so eine Pause vom Krieg, irgendwie Fronturlaub könnte man es nennen.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, fand ich tatsächlich auch sehr schön umgesetzt und da auch tatsächlich genau richtig in Szene gesetzt, ohne dass Kitsch entsteht.

Speaker: Also ich finde, es war romantisch, liebenswert und definitiv nicht kitschig.

Speaker: Und das passiert ja in solchen Filmen tatsächlich dann doch mal ganz gerne, also gerade in den etwas älteren Schinken.

Speaker: dass die Nähe zum Kitsch tatsächlich relativ schnell die Grenze überschritten wird.

Speaker: Und hier war das gar nicht so.

Speaker: Ich finde halt auch, ich meine, eigentlich hat diese Liebesgeschichte, hat ja in dem Film nicht sehr viel Zeit in Anspruch genommen.

Speaker: Aber dadurch, dass die Einzelszenen so verstreut über die erste Hälfte des Films sich hinziehen, hat man trotzdem nicht das Gefühl, das ging jetzt zu schnell.

Speaker: Auch das fand ich dann dementsprechend erzählerisch gut umgesetzt.

Speaker: Ja, und ich fand es auch überzeugend.

Speaker: Und außerdem auch dieser Gag mit denen zum Beispiel dann halt auch mit diesen gefärbten Zähnen, mit der Tinte im Tee.

Speaker: Ja, das war schön, ja.

Speaker: Vor allem dieses, das habe ich glaube ich noch nie vorher gelesen, dieses Enthaltsamkeitstuch, also in das Tieflechak quasi eingenäht wird, damit die beiden zusammenpennen können, aber er halt nicht rauskommt oder so.

Speaker: Das ist auch so, was gab es das wirklich?

Speaker: Oder haben die sich das ausgedacht?

Speaker: Weiß ich gar nicht.

Speaker: Gute Frage, ey.

Speaker: Aber ich habe echt noch nie davon gehört, ja.

Speaker: Besonders der Spruch dann zur Frau, zum Händlervater quasi.

Speaker: Ich nähe besser als meine Mutter.

Speaker: Ich nähe besser als meine Mutter, herrlich.

Speaker: Zum Schießen, was das Ganze auch tatsächlich dann, fand ich im Nachhinein dann auch nochmal schwerwiegender macht, dass diese gesamte Familie dann tatsächlich dann nachher in dieser Familie in der Kirche umkommt.

Speaker: Fühlt ja auch dazu, dass die Eltern von ihr auch nochmal etabliert werden, obwohl sie gar nicht so wichtige Charaktere in der Handlung sind.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich meine, der Vater auch mit seiner Schwerhörigkeit, wo er auch immer mal gut für einen Gag ist oder so.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja, und dass Benjamin Martin quasi sein Glück findet, und zwar in der Schwester seiner verstorbenen Frau, was sich so am Anfang des Films ja quasi schon so ein klein bisschen andeutet, aber dann im Weiterenlauf des Films so nach und nach.

Speaker: Ja, ja, also es gibt ja diese eine Szene, wo er seine Kinder dann in der Stadt abliefert bei ihr und er fällt da so nach vorne und stützt sich dann so ab und dann kommt schon diese ersten, wir werfen uns etwas vielsagendere Blicke, beziehungsweise betretende Blicke zu.

Speaker: Okay.

Speaker: Das ist da schon angeteasert worden.

Speaker: Sowas ist mir als geübten Kinogänger natürlich direkt aufgefallen.

Speaker: Liebe, liebe, liebe.

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Also ich muss sagen, das war so das Einzige, wo ich so ein bisschen fand, ein bisschen weird eigentlich.

Speaker: Ich meine, du machst dich jetzt an die Schwester deiner Frau ran.

Speaker: Aber okay, wahrscheinlich damals auch gar nicht mal so unrealistisch.

Speaker: Man nimmt, was man kriegen kann.

Speaker: Ich muss dann jetzt auch ein bisschen denken an Legenden der Leidenschaft, wo ja die Frau auch irgendwie gefühlt mit jedem der Brüder dann einmal zusammen war, nachdem die dann alle irgendwann nach und nach gestorben sind.

Speaker: Die hat sie alle durch, ja.

Speaker: Ja, nee, aber ich glaube, das fand ich dann tatsächlich, also es hat mich jetzt nicht rausgebracht, also ich glaube, ich kann mir gut vorstellen, dass das auch wegen der Ähnlichkeit vielleicht dann gewesen ist, ne, und, ähm.

Speaker: Beziehungsweise als Mutterfigur, Ersatzmutterfigur für die Kinder hatte sie sich ja sowieso schon entabliert.

Speaker: Ja, genau, ja, und ich denke, das passt schon ganz gut.

Speaker: Und es ist halt ganz nett, weil der Film dann halt ja schlussendlich mit einer recht... positiven Note endet dann tatsächlich.

Speaker: Also ein Happy End.

Speaker: Ja, so könnte man sagen, dass Benjamin Martin quasi mit dem Rest seiner verbleibenden Familie quasi dann ja auf das gut zieht.

Speaker: Alle bauen quasi seine Range quasi wieder auf.

Speaker: Und er ist dann quasi mit Charlotte dann halt auch zusammen.

Speaker: Wirkt tatsächlich so, als könnte man jetzt in eine glückliche Zukunft starten.

Speaker: Hat dir das gefallen?

Speaker: Also der Tatsache, dass es ein Happy End gibt?

Speaker: Ja, bin ich ein bisschen zwiegespalten, weil so dramatisch, wie der ganze Kram jetzt gekommen ist, hätte ich es natürlich auch in Ordnung gefunden, wäre Benjamin Martin quasi bei dieser Endschlacht eventuell verstorben.

Speaker: Also das hätte ich tatsächlich auch als düstereres Ende genommen.

Speaker: Ähm, bin aber tatsächlich trotzdem der Meinung, dass dieser Film jetzt mit dieser positiven Note endet und wir quasi nach dieser Entscheidungsschlacht ja auch nochmal so ein bisschen einen kleinen Zeitsprung haben, wo es ja dann gerade erzählt wird, wie der ganze Krieg quasi so langsam zu Ende geht und so.

Speaker: Das fand ich dann trotzdem ganz nett, vor allem, weil sich der Film dadurch von Braveheart nochmal so ein bisschen abhebt.

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Weil wir ja da zum Beispiel das deutlich düstere... Spoiler, Spoiler, Spoiler.

Speaker: Spoiler, spoiler, spoiler.

Speaker: Naja komm, der Film ist von 1995.

Speaker: Also wer den noch nicht gesehen hat, tut mir leid.

Speaker: Genug Leute haben die noch nicht gesehen.

Speaker: Naja, wir reden bestimmt auch irgendwann mal über Braveheart.

Speaker: Bestimmt.

Speaker: Genau, deswegen fand ich es auch in Ordnung, dass sie sich entschieden haben, quasi das Ding mit einer versöhnlicheren oder mit so einer positiven Not.

Speaker: Ja, ich mein, so positiv wie ein Ende sein kann, nachdem du den halben Cast abgemockst hast, ne?

Speaker: Also, ne, aber ich fand es sehr befriedigend.

Speaker: Wobei es sind genug Kinder übrig, ne?

Speaker: Ja, es sind auch genug Kinder übrig, ist auch gut.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, vor allem, weil ja auch zum Beispiel die Tochter, die ja die ganze Zeit als nicht sprechend dargestellt wird und dann sehr auch diesen kleinen Part gibt, wo man ja sieht von wegen, dass sie ihrem Vater sehr schlecht gegenübergestellt ist, weil er ja die ganze Zeit eigentlich nicht da ist.

Speaker: Ihr fehlt die Vaterfigur, die Mutterfigur fehlt ihr im Grunde sowieso, beziehungsweise ist mit Charlene zwar da, aber eigentlich fehlt ihr quasi der Vater und das fand ich dann tatsächlich trotzdem ganz schön,

Speaker: Auch diese Szene, wo Benjamin Martin dann ein letztes Mal sich verabschiedet quasi.

Speaker: Und dass sich seine Tochter dann erst weigert, ihm Tschüss zu sagen.

Speaker: Obwohl sie eigentlich zu dem Zeitpunkt dann schon sprechen kann.

Speaker: Nur sie will nicht mit ihm.

Speaker: Und dann reitet er so ein bisschen weg und dann will sie doch mit ihm sprechen und läuft ihm weint hinterher.

Speaker: Das war schon schön fürs Herzchen.

Speaker: Also das fand ich auch rührend.

Speaker: Und das ist tatsächlich dann auch sowas, ich meine, man hätte es sich ja auch einfach machen können.

Speaker: Also das war ja nicht zwingend notwendig, das mit reinzubringen.

Speaker: Aber die Tatsache, dass man es trotzdem gemacht hat, finde ich, zeigt halt auch wieder, wie unglaublich viele Ideen in diesem Film auch stecken, wie ich finde.

Speaker: Also das ist, weil wie gesagt, man hätte es ja nicht unbedingt machen müssen.

Speaker: Es ist zwar auch nachvollziehbar, dass es so ist,

Speaker: Aber man hätte auch eine Abkürzung nehmen können, sage ich mal.

Speaker: Und das ist sowas, der Film nimmt keine Abkürzung.

Speaker: Und das, finde ich, gibt dem Film einen großen Mehrwert.

Speaker: Definitiv.

Speaker: Bezeichnend dafür fand ich auch zum Beispiel diese eine Szene, wo Heath Ledger ja schon weiß, dass die kleine Tochter widerspricht und er erzählt dann quasi Benjamin Martin, der sie noch nicht gesehen hat, von wegen, dass die Kleine jetzt widerspricht und dann fragt er natürlich, was hat sie denn gesagt über mich?

Speaker: Und Heath Ledger lügt ihn dann quasi an.

Speaker: Ja, um die Moral hochzuhalten.

Speaker: Genau, dass er jetzt nicht wieder quasi so einen Einbruch hat von wegen, ich kann jetzt nicht mehr oder beziehungsweise dann muss ich doch nach Hause.

Speaker: Und das fand ich tatsächlich auch cool gelöst.

Speaker: Also, dass man da trotzdem sieht von wegen, dass Benjamin Martin das gerade aus Rache und Überzeugung quasi, also hauptsächlich aus Rache-Motiven quasi tut, aber jederzeit eigentlich bereit ist, für die Familie definitiv wieder zurückzukommen.

Speaker: Ja, ich meine, der Film, also es ist ja in jedem Moment ist in diesem Film ja klar, für Benjamin Martin ist die Motivation eigentlich irgendwie seine Familie.

Speaker: Also selbst der Umstand, dass er eigentlich dann bei diesen Milizen mitmacht, ist ja motiviert, letztlich dadurch auch so ein bisschen seinen Sohn zu beschützen, weil er den so ein bisschen auch unter die Fittiche nehmen will und deswegen fragt er auch immer extra, dass sein Sohn unter sein Kommando kommt und so.

Speaker: Also das ist ja schon bei ihm ein großer Motivator.

Speaker: Ich fand's auf jeden Fall cool, um so nach und nach auf die Endgeraden einzubiegen, wie viele Gesichter man gesehen hat, die man im Verlauf der nächsten Jahre öfter sieht, tatsächlich.

Speaker: Also das fand ich ganz lustig.

Speaker: Unter anderem Adam Baldwin war ja mit dabei, ähm,

Speaker: Was ich auch ganz lustig fand, einen Donald Logue.

Speaker: Ohne Bart habe ich den fast gar nicht erkannt.

Speaker: Das ist der, der unter anderem einen der Guerillakämpfer gespielt hat.

Speaker: Und zwar der, der nachher dann sich mit dem...

Speaker: POC mit dem farbigen Sklaven quasi erst mal anlegt, ne, so das gar nicht cool findet, von wegen Freiheit für Sklaven, bla bla bla, ne, und am Ende stehen die beiden schön zusammen, ähm, und können sich eigentlich gut leiden.

Speaker: Das ist der Schauspieler und der hat zum Beispiel in der Serie Vikings unter anderem eine tragende Rolle gehabt und in der Batman-Serie und so weiter, das fand ich ganz lustig, dass der auch schon da mitgespielt hat.

Speaker: Genau, und natürlich unser Antagonist, über den wir tatsächlich relativ wenig gesprochen haben, nämlich über den Malfoy.

Speaker: Er ist ja noch Jason Isaacs.

Speaker: Genau, Jason Isaacs, ja.

Speaker: Und der hat den Bösewicht genauso gespielt, wie er auch einen Malfoy im Harry Potter gespielt hat.

Speaker: Einfach nur abstoßend.

Speaker: Ja, also er hat es leicht gemacht, ihn zu hassen und dementsprechend sehr gut geschauspielert.

Speaker: Ja, genau, so könnte man es nennen.

Speaker: Genau, ja, dementsprechend das vielleicht gerade noch zum Cast fernab vom Hauptdarsteller.

Speaker: Ich meine, dass ich Mel Gibson gut fand, habe ich glaube ich eben schon gesagt.

Speaker: Das Einzige, was ich vielleicht noch ergänzend sagen würde, was Mel Gibson in dem Film besonders gut schafft, ist einfach auch über die Mimik Emotionen rüberzubringen.

Speaker: Das ist mir in dem Film besonders aufgefallen bei ihm.

Speaker: Ich glaube, ich kenne keinen anderen Film, wo er mitgespielt hat, wo er mir so viele Emotionen rübergebracht hat.

Speaker: Vielleicht auch, weil er hier einfach mehr Momente hatte, wo er irgendwie mehr Momente für Trauer hatte.

Speaker: Das kann auch daran liegen.

Speaker: Aber ich fand auf jeden Fall sehr, sehr überzeugend in dem Film.

Speaker: Mhm.

Speaker: Ich bin grade am überlegen, ob's noch einen Film gab.

Speaker: Ich hatte letztens mal eine Doku über seinen Werdegang als Schauspieler gesehen.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und da hatten sie ein paar tolle Beispiele, grade in seiner Anfangskarriere.

Speaker: Unter anderem tatsächlich Mad Max, den ersten Teil...

Speaker: Leather Weapon.

Speaker: Ah ja, Leather Weapon, ja.

Speaker: Den habe ich im Übrigen auch noch nicht gesehen.

Speaker: Das muss ich noch nachholen.

Speaker: Die mochte ich auch, als ich Kind war.

Speaker: Schon länger her, aber die mochte ich.

Speaker: Genau.

Speaker: Und ich fand es tatsächlich ganz spannend, weil im ersten Teil ist er ja tatsächlich sehr gebrochen.

Speaker: Er spielt ja einen sehr gebrochenen Menschen, der ja auch über Selbstmord nachdenkt.

Speaker: Das fand ich ganz krass.

Speaker: Und da gibt es anscheinend eine Szene, wo er quasi in seinem Wohnwagen sitzt und sich eine Waffe in den Mund steckt.

Speaker: Und das ganze Ding war tatsächlich komplett, wie heißt es?

Speaker: Improvisiert.

Speaker: Frei, also nicht nach Drehbuch, improvisiert, genau.

Speaker: Und das fand ich da schon tatsächlich ganz spannend.

Speaker: Deswegen, also ich denke, da steckt schon viel drin.

Speaker: Wenn man jetzt tatsächlich nur Braveheart und den Patrioten sieht, dann ist es so ein bisschen reglementiert, also beziehungsweise so ein bisschen, ja, es sind Grenzen gesetzt, ne?

Speaker: Aber ich sehe ihn auf jeden Fall sehr gerne.

Speaker: Ich meine, er ist ja dann ab einem bestimmten Punkt irgendwie so ein bisschen durchgebrannt, nachdem diese Anrufbeantworteraufnahmen seiner Ex-Frau aufgetaucht sind.

Speaker: Deswegen hat man ihn dann die letzten Jahre nicht mehr so oft gesehen.

Speaker: Und gut, mittlerweile ist er halt auch schon ein ganzes Stück älter geworden.

Speaker: Das mag auch seinen Anteil gehabt haben, aber ja.

Speaker: Ja, also es gab ja auch dann noch so Sachen wie Antisemitismus und etc.

Speaker: pp.

Speaker: Stimmt, sowas gab es auch irgendwie, wobei da weiß ich gar nicht genau, was der Inhalt der Vorwürfe war, aber ja.

Speaker: Ja, ich glaube, da hat er sich auch dumm geäußert und so weiter und so fort.

Speaker: Ja, aber ich halt sagen muss, tatsächlich mich hindert das nicht daran, mir dann trotzdem Filme anzugucken und Spaß daran zu haben, wenn die schauspielerische Qualität... Also mich interessiert das ehrlicherweise relativ wenig, was die so im Hintergrund machen.

Speaker: Für mich zählt immer nur das Produkt, muss ich sagen, am Ende des Tages.

Speaker: Ich meine, klar, man hat es natürlich immer, es ist einem immer lieber, wenn die Leute, die man im Film verfolgt, wenn die auch im privaten Leben irgendwie gute Menschen sind,

Speaker: Aber ich sag mal, auch jetzt bei so Sachen mit Johnny Depp und keine Ahnung was, also im Endeffekt, wer im Privatleben wem ins Ehebett gekackt hat, ist mir total egal.

Speaker: Hauptsache der Film ist am Ende gut.

Speaker: Ja, es ist auch traurig, dass im Grunde, ich meine, das gibt es ja schon ewig, dass das so ganz normaler Gossip ist, den man dann auch mitbekommt.

Speaker: Aber ich würde tatsächlich auch sagen, also das Verhalten würde ich definitiv nicht gut heißen, besonders bei Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus etc.

Speaker: pp.

Speaker: Gewalt.

Speaker: Aber ich denke, dafür ist er auch abgestraft worden.

Speaker: Genau, also ich denke, da fließen die Konsequenzen ohnehin.

Speaker: Also ich denke, dafür ist das ganz gut, dass sowas dann mal in die breite Öffentlichkeit gerät.

Speaker: Und ich denke, dafür ist er genug abgestraft worden.

Speaker: Inzwischen sieht man ihn ja unter anderem auch wieder jetzt in ein paar Filmen, beziehungsweise, ja, also nicht low budget, aber halt Filme, die jetzt weniger Aufmerksamkeit bekommen.

Speaker: Das letzte Mal so richtig bewusst gesehen habe ich ihn tatsächlich in der kurzen Miniserie The Continental, wo er quasi den Hotelbesitzer spielt.

Speaker: Also das ist die Serie, die im John-Vick-Universum spielt.

Speaker: Und fandst du ihn da überzeugend?

Speaker: Es hat mir einfach Spaß gemacht, den zu sehen.

Speaker: Also ich mag Mel Gibson mit seinem Vollbart und ja, also mehr brauche ich nicht, um Glückwissen zu sein.

Speaker: Ah ja, okay.

Speaker: Naja, okay, gut, so einfach ist es auch nicht.

Speaker: Aber zurück zum Patrioten?

Speaker: Genau, ja, da kommen wir jetzt hin.

Speaker: Deswegen vielleicht so ein Schlussstrich für den Film?

Speaker: Oder hast du noch irgendwas dazu zu erzählen?

Speaker: Ja, ganz kurz vielleicht noch.

Speaker: Also außerdem die Kostüme fand ich gut und bei den Bildern, ich fand die Landschaftsaufnahmen oder was man von der Landschaft gesehen hat gut und insbesondere auch Beleuchtung war sehr stimmungsvoll.

Speaker: Das hat mir auch sehr, sehr gut gefallen.

Speaker: Also der Film ist sehr gut gealtert.

Speaker: Also ich finde, der sieht jetzt in keiner Weise irgendwie schlecht aus.

Speaker: Oder kein Film, wo man sagen würde, der ist irgendwie technisch schlecht gemacht oder veraltet oder so.

Speaker: Also der hat auch optisch keine Mängel.

Speaker: Also den kann man sich glaube ich auch in 10 Jahren genauso ansehen, nochmal in 20 Jahren genauso ansehen und der sieht in keiner Weise irgendwie veraltet aus.

Speaker: Ich finde es auf jeden Fall, mir ist eine Szene aufgefallen und da, wo die quasi in dieser Stadt sind, wo im Hintergrund die Segelstöfe zu sehen sind.

Speaker: Und da hat man gemerkt, als die Kamera so ein bisschen weiter weg ist, das sind quasi Paintings gewesen, also quasi Hintergrundgemälde als Stel.

Speaker: Ist aber tatsächlich nur ganz kurz zu sehen.

Speaker: Aber ich finde es irgendwie trotzdem immer wieder schön, diese alte Technik quasi.

Speaker: Ich wollte gerade sagen, wenn das tatsächlich Gemälde waren, ist es aber echt so ein bisschen, also...

Speaker: Fast schon das teile ich irgendwie.

Speaker: Genau, damit hat man ja früher gerne gearbeitet.

Speaker: 2001 Odyssey im Weltraum haben sie es ja zum Beispiel auch für die Aufnahmen, wo es sich quasi, wo es im Affenzalt geht.

Speaker: Da sind quasi auch diese Matte-Paintings oder da fehlt mir jetzt wieder der richtige Fachbegriff.

Speaker: Aber das, was quasi heutzutage eher durch Greenscreen oder sonst irgendwas gemacht wird, quasi so als Hintergrund zum Austauschen, fand ich halt auch krass.

Speaker: Ich finde es...

Speaker: Hat hier sehr gut gewirkt.

Speaker: Zumal gerade Anfang der 2000er gibt es ja viele Filme, die dann teilweise eher mit schlechtem CGI gearbeitet haben.

Speaker: Was ja dann auch der Grund ist, weshalb viele Filme von Anfang der 2000er nochmal schlechter gealtert sind als manch älterer Film.

Speaker: Erstens durch dieses schlechte Greenscreen, beziehungsweise die Anfänge der digitalen Filme sind da ja auch schon gewesen.

Speaker: Vielleicht ein bisschen später noch, aber naja.

Speaker: Aber der Film ist auf jeden Fall gut gealtert.

Speaker: Definitiv.

Speaker: Und dann hätte ich... On Rubbermanchins?

Speaker: On Rubbermanchins.

Speaker: Naja, also Braveheart liegt ja auf jeden Fall mal auf der Hand.

Speaker: Haben wir ja jetzt oft genug angesprochen.

Speaker: Genau, ansonsten, dann kann man natürlich überlegen, gut, andere epische Filme mit großartigen Schlachten.

Speaker: Also man könnte jetzt noch denken an so Filme wie Troja oder Königreich der Himmel.

Speaker: Oder vielleicht auch die ganz alte Robin-Hood-Verfilmung mit Kevin Costner.

Speaker: Finde ich, irgendwie hat auch was, weil es ist auch so dieses Guerilla-mäßige und irgendwie so, weißt du?

Speaker: Also die Milizen und König... Ich finde, es hat so eine wesentliche Farineität.

Speaker: Ja, wobei die Kevin Costner, also da sprechen wir ja dann auch tatsächlich von leichtfüßigerem, von leichtfüßigerem Film.

Speaker: Ja.

Speaker: Also der ist ja tatsächlich nicht...

Speaker: Schlimm oder so.

Speaker: Im Sinne von sehr ernst oder düster.

Speaker: Und Königreich der Himmel betrachtet die Gesamtthematik ja deutlich differenzierter.

Speaker: Wobei wir auch da ja trotzdem eine persönliche Reise haben, ein Stück weit.

Speaker: Ganz anders motiviert und so.

Speaker: Aber auch so was Ewiges.

Speaker: Wir müssen unbedingt demnächst mal den Directors Cut gucken.

Speaker: Wir müssen irgendwann mal einen Termin ausmachen, wenn wir den zusammen gucken.

Speaker: Am besten nach deiner Prüfung oder so.

Speaker: Aber da freue ich mich tatsächlich richtig drauf auf den Podcast, weil das finde ich einen ganz tollen Film im Punkto persönliche Reise eines Helden und gleichzeitig die Thematiken, die angesprochen werden.

Speaker: Deswegen ganz toll.

Speaker: Also gute Nennung.

Speaker: Ja, wird auf jeden Fall noch kommen.

Speaker: Ja.

Speaker: Genauso wie Braveheart.

Speaker: Freiheit!

Speaker: Okay.

Speaker: Hast du sonst noch was?

Speaker: Nee, Honorable Mentions tatsächlich, glaube ich, sonst nicht.

Speaker: Man könnte tatsächlich einen neueren nehmen, und zwar auf Netflix.

Speaker: Wie heißt denn der noch?

Speaker: Das war quasi die, wie haben sie es genannt, die etwas historischere Variante vom...

Speaker: Unabhängigkeitskampf der Schotten gegen die britische Krone.

Speaker: Ah, Outlaw King.

Speaker: Outlaw King, genau.

Speaker: Den könnte man auch in diese Liste aufnehmen, weil im Grunde haben wir hier auch genau das gleiche.

Speaker: Unabhängigkeitskampf.

Speaker: Naja, wenn Brave hat passt, muss ja auch Outlaw King passen.

Speaker: Genau.

Speaker: Und ist tatsächlich anscheinend historisch gesehen um Robert the Bruce tatsächlich dann einen kleinen Ticken anscheinend näher dran.

Speaker: Auch wenn es da natürlich auch historische Ungenauigkeiten gibt.

Speaker: Aber schlussendlich passt er auch sehr gut in diese Reihe von Filmen, die wir gerade genannt haben.

Speaker: Wobei der mich nicht so überzeugt hat wie Braveheart, muss ich sagen.

Speaker: Ich habe ihn tatsächlich jetzt schon zweimal gesehen und kann dem Film trotz allem was abgewinnen.

Speaker: Ja, ich meine, ich fand ihn auch nicht schlecht, aber... Genau, ja.

Speaker: Ja, ich denke, er reißt halt nicht so mit.

Speaker: Also ich denke, Braveheart reißt da tatsächlich einfach eher mit.

Speaker: Aber ich denke, das ist auch wieder das Gleiche wie mit den Patrioten.

Speaker: Ein Patriot und ein Braveheart wirken irgendwie mitreißender.

Speaker: Ein Outlaw-King finde ich dagegen tatsächlich...

Speaker: auch wenn er sich tatsächlich auch sehr einheitlich auf eine Seite stützt, einen Ticken differenzierter tatsächlich und nicht so Jubeljubel mitreißend.

Speaker: Ich fand da tatsächlich dann trotz allem das ganze Leid, was dieser Kampf quasi auch verursacht, nochmal richtig, also nochmal besser dargestellt tatsächlich.

Speaker: Ja, da bin ich halt wieder die Fraktion, wo ich halt sage, okay, mir ist im Zweifel halt wichtiger, eine spannende Geschichte zu haben, als eine authentische Geschichte.

Speaker: Also im Zweifel opfere ich lieber historische Fakten zugunsten einer spannenderen Story und einer dramatischeren Story zugunsten vielleicht auch spannenderer Charaktere.

Speaker: Aber ja.

Speaker: Gut, super.

Speaker: Dann eine fantastische Folge, wie ich finde, Konstantin, oder?

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Euren Hasen wird es gefallen.

Speaker: Dem Osterhasen?

Speaker: Nein, den Haustierhasen einfach.

Speaker: Ah, den Keninchen.

Speaker: Euren Hamster.

Speaker: Euren Wellensittich.

Speaker: Deswegen drückt auf Folgen, teilt diesen Podcast mit eurer Oma, damit wir uns endlich mal die Villa leisten können, die wir immer verdient hatten.

Speaker: Und bis zum nächsten Mal.

Speaker: Tschüssi mit Küssi.

Speaker: Das war die 52.

Speaker: Episode von Synchron Klappe.

Speaker: Die Musik ist wie immer lizenziert über Epidemic Sound, dieses Mal zu hören.

Speaker: British Grenadiers von John Abbott, Dreary Dusk von Just Normal und Memoirs von ISO Indies.

Speaker: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Episode.

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