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Art of Whacktown: Hinter den Kulissen der Illustration mit Hendrik - Funcast 129

Funcast | Der offizielle Funtails Podcast

Transcript

Speaker: Hallo, herzlich willkommen zum Funcast.

Speaker: Ich bin Svanchen und ich kümmere mich bei FunTates ums Marketing und wir sprechen heute über Kunst.

Speaker: Und wer ist da, wenn wir über Kunst sprechen?

Speaker: Henny ist da.

Speaker: Ja, Henny.

Speaker: Hendrik ist der Illustrator.

Speaker: Wie heißt du offiziell?

Speaker: Henny oder Hendrik?

Speaker: Hast du auch einen Namen?

Speaker: Hendrik.

Speaker: Aber Freunde und Hörer des Funcasts dürfen auch Henny sagen.

Speaker: Okay, wisst ihr Bescheid.

Speaker: Wir sprechen heute wieder über Wagtown.

Speaker: Ihr habt ja vielleicht die erste Folge gesehen, slash gehört.

Speaker: Die hat Henrik, das sind übrigens zwei unterschiedliche Menschen, mit mir aufgenommen.

Speaker: Falls ihr überhaupt nicht wisst, was Wagtown ist, empfehle ich euch, die Folge anzugucken.

Speaker: Die war vor zwei Wochen online, wenn ich in dieser Meta-Welt der Funcast-Timeline richtig orientiert bin.

Speaker: Ihr werdet es schon finden.

Speaker: Ansonsten kannst du ihr mal erzählen, was Wacktown ist aus deiner Perspektive.

Speaker: Was ist das für eine Welt?

Speaker: Ja, Wagtown ist vor allen Dingen eine Art Persiflage auf vielleicht so die Ende 80er, früher 90er Jahre würde ich das so ein bisschen einordnen.

Speaker: Im wahrscheinlich ostamerikanischen Raum, denke ich.

Speaker: Ja, und es ist vom Setting her einfach...

Speaker: wie soll man sagen, so versetzt euch in L.A.

Speaker: Anfang der 90er Jahre, rosa Rollschuhe am Strand, muskelbepackte Typen, die Gewichte stemmen und dabei einen Walkman tragen.

Speaker: Ja, also eine schöne Plastikwelt, so wie das in den 90ern eben war.

Speaker: Wie damals in den 90ern war alles aus Plastik.

Speaker: Wagtown selbst, als Kurzzusammenfassung, ist unsere Neuerscheinung für die Spiel 2026.

Speaker: Das ist ein zwei bis vier SpielerInnen-Spiel, normale Gruppengröße, auf Kennerniveau.

Speaker: Und wir befinden uns in Wagtown, offensichtlich eine Neongetränk.

Speaker: Ich habe irgendwas super Fancy geschrieben das letzte Mal, ich habe es vergessen.

Speaker: Eine Neonwelt in irgendeiner Stadt in Florida.

Speaker: Eine Großstadt, keine Kleinstadt, das ist wichtig.

Speaker: Es gibt Hochhäuser und sowas, ja, ja.

Speaker: Und wir hauen uns alle mit Baseballschlägern auf die Fresse, weil wir Bosse der kriminellen Unterwelt sind oder werden wollen.

Speaker: Ich glaube, wir sind noch so ziemlich am Anfang der Karriereleite, wenn wir ins Spiel starten.

Speaker: Genau, der Streetcred ist noch auf einem geringen Wert.

Speaker: Es geht darum, den Streetcred zu steigern.

Speaker: Das ist ungefähr auf meinem Niveau, wenn ihr anfangt.

Speaker: Und dann versucht ihr immer besser zu werden.

Speaker: Sehr konfrontativ, sehr schnell gespielt.

Speaker: Der Einstieg ist sehr leicht.

Speaker: Das ist so eine Art von Spiel.

Speaker: Da spielt ihr einfach los und habt auch Spaß, wenn ihr nicht so genau wisst, was ihr tut.

Speaker: Hauptsache auf Fresse gehen.

Speaker: Und wenn ihr wisst, was ihr tut, habt ihr ziemlich viele taktische Möglichkeiten, da immer besser zu werden mit euren kriminellen Tätigkeiten.

Speaker: die man da so vollführen kann.

Speaker: Um die Mechaniken soll es aber gar nicht so sehr gehen, sondern um den Prozess der Gestaltung, weil ich würde sagen, das war so schon dein Thema, oder?

Speaker: Von allen Spielen, die wir bisher so gemacht haben.

Speaker: Wie würdest du das so ranken?

Speaker: Vom Thema her für mich ranken, ja, ist eigentlich schwierig, weil auch die Abwechslung der Themen natürlich immer Freude bereitet.

Speaker: Also nach Wagtown habe ich jetzt auch genug in der südostamerikanischen Stadt abgehangen.

Speaker: Jetzt kann man auch wieder woanders mal hingehen, gestalterisch.

Speaker: Aber ja, das war doch, also wenn du jetzt so nach einem Ranking fragst, würde ich schon relativ weit oben einordnen.

Speaker: Also das ist ein Thema, was mir liegt.

Speaker: Es ist auch kein Geheimnis, dass ich und auch Teile der Redaktion und so und auch der Autor, also es hat natürlich auch Anleihen aus GTA, das kommt nicht von ungefähr, weil wir da große Fans sind und weil das Setting ist natürlich...

Speaker: ja, quasi vorgibt.

Speaker: Also das Tollste, wo man sich da in der Entertainment-Industrie dann orientieren kann, ist wohl GTA.

Speaker: Und ja, wer die Reihe kennt, der wird auch bestimmt so einiges einfach wiedererkennen.

Speaker: Natürlich machen wir keine Kopie oder dergleichen, sondern

Speaker: Das ist mehr eine Hommage von Fans, was so den Artstyle angeht.

Speaker: So würde ich es mal nennen.

Speaker: Als du so die ersten Entwürfe gemacht hast, habe ich auch das erste Mal gesehen, was GTA ist.

Speaker: Also ich weiß, was GTA ist.

Speaker: Ich habe das schon mal gesehen.

Speaker: Aber ich bin ja derart ungebildet, was das angeht.

Speaker: Habe ich das erste Mal gesehen, wie das überhaupt aussieht in-game.

Speaker: Ich habe immer nur Poster gesehen.

Speaker: Dachte so, ja, irgendwas mit Autos.

Speaker: Naja, es ist eine Persiflage eben auch.

Speaker: Und diesen Weg wollten wir auch so ein bisschen gehen.

Speaker: Also wir wollten jetzt nicht die Realität abbilden, sondern wieder alles mit dem berühmten Funtales Augenzwinkern, von dem ich im Podcast ja schon öfter gesprochen habe.

Speaker: Du kennst dich ja ziemlich gut aus mit der Spielwelt und damit auch mit der Thematik von Ragtown.

Speaker: Kennst du da so jemanden, der noch niemals in Ragtown war?

Speaker: Du bist jetzt Reiseführer und du musst jetzt die besten Sehenswürdigkeiten den Leuten ans Herz legen und

Speaker: Und so einen groben Überblick geben.

Speaker: Also stell dir vor, ich möchte nach Wacktown verreisen.

Speaker: Ich habe meinen Koffer schon gepackt, ich steige in den Flieger.

Speaker: Was muss ich denn erwarten, was muss ich mitnehmen und was muss ich mir unbedingt angucken?

Speaker: Also was du erwarten musst, ist auf jeden Fall gutes Wetter, Beach, Palmen, so alles, was man da so erwarten kann.

Speaker: Darauf musst du dich einstellen.

Speaker: Dann würde ich sagen, ja, der Wagtown ist ein Ort wie viele dieser Art von amerikanischen Städten.

Speaker: Also es gibt ein...

Speaker: Kern, wo die Bankgeschäfte abgehen, aber auch in den tiefen Gassen der Hochhäuser niedere Geschäfte getrieben werden, betrieben werden.

Speaker: Da solltest du natürlich nicht hingehen.

Speaker: Es gibt aber auch gediegenere Orte,

Speaker: Und es gibt sogar Stadtteile.

Speaker: Also du könntest zum Beispiel, würde ich dir empfehlen, für den Anfang, wenn du auch dieses Beachige richtig haben willst, nach Laguna Point zu gehen.

Speaker: Denn da zum Beispiel, das ist so der Sunshine Part auf jeden Fall, würde ich sagen.

Speaker: Man könnte auch sagen, da wo die Touri-Fallen alle sind.

Speaker: Aber das ist ja für den Einstieg vielleicht gar nicht so schlecht.

Speaker: Und je weiter man in den Kern hineingeht, desto gefährlicher kann es auch werden.

Speaker: Desto eher kriegst du eine gewaggt.

Speaker: Und es gibt sogar einen Suburban-Teil.

Speaker: Es gibt auch einen Vorstadtbereich.

Speaker: Da gibt es Trödelmärkte und Fairs, Festivals, Kirmes und so.

Speaker: Gibt es in den Vororten.

Speaker: Sehenswürdigkeiten, da gibt es einiges.

Speaker: Es gibt ein berühmtes historisches Museum.

Speaker: Da gibt es unter anderem einen Panzer zu sehen, der vielleicht auch gestohlen und für die eigenen kriminellen Zwecke genutzt werden könnte.

Speaker: Das ist mega praktisch.

Speaker: Ja.

Speaker: Was gibt es denn noch?

Speaker: Also jede Menge.

Speaker: Es gibt, es findet ein Heavy-Metal-Konzert statt.

Speaker: Sogar ein Festival.

Speaker: Da kann man bestimmt mal vorbeischauen.

Speaker: Ich habe gerade den Namen vergessen.

Speaker: Ich glaube, es war Wackfest.

Speaker: Genau, Wackfest 2026.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja, da sollte man vielleicht einmal vorbeischauen.

Speaker: In der deutschen Übersetzung?

Speaker: Ich?

Speaker: Ja.

Speaker: Obwohl ich gehe nicht so gerne ins Fitnessstudio.

Speaker: Ja, dann kannst du zu Juicy Cheeks Fitness gehen zum Beispiel.

Speaker: Denke ich das erst.

Speaker: Ich war noch nie in meinem Leben in einem Fitnessstudio.

Speaker: Dafür, dass ich so viel Sport mache, ist das eigentlich verrückt.

Speaker: Ich mache immer nur gut.

Speaker: Ich gehe joggen.

Speaker: Jogger gibt es auch.

Speaker: Ja, joggen kannst du auch an der Promenade eben am Strand.

Speaker: Eigentlich überall.

Speaker: Es gibt sogar außerhalb der Stadt ein paar Tunnel und auch eine Bunkeranlage.

Speaker: Und ich glaube, da drumherum kann man bestimmt auch gut joggen.

Speaker: Weil das ist so ein bisschen abseits.

Speaker: Auf keinen Fall.

Speaker: Der sieht richtig...

Speaker: Ja, aber also Wagtown steckt voller Gegenden und voller Abwechslung.

Speaker: Es gibt also nichts, was es nicht gibt in Wagtown.

Speaker: Und was in Wagtown passiert, bleibt auch in Wagtown.

Speaker: Das ist auch das Schöne.

Speaker: Ja, das stimmt, da könnt ihr alles rauslassen, was so in euch aufgestaut ist.

Speaker: Es gibt eine Charakterkarte, Profil.

Speaker: Ich glaube, der Jogger ist ein Profil, oder?

Speaker: Eine Profilkarte?

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Der hat so einen wirklich imposanten Schnurrbart.

Speaker: Ich kann leider keinen Schnurrbart tragen, aber wenn ich könnte, würde ich auch gerne so aussehen wie er.

Speaker: Der hat aber auch einen Fokuhila.

Speaker: Vielleicht kannst du dir das mal überlegen.

Speaker: Du bist doch ein Freund von spannenden Frisuren und so.

Speaker: Das stimmt, ja.

Speaker: Aber das ist mir zu edgy.

Speaker: Naja.

Speaker: Nein, das glaube ich nicht.

Speaker: Vielleicht stehst du eines Morgens auf und sagst, heute ist der Tag für Fokuhida.

Speaker: Ich glaube, wahrscheinlich stehe ich eines Morgens auf und denke mir, heute ist der Tag für Fokuhida.

Speaker: Irgendwas wollte ich gerade fragen, was die Blue Beans Pizza ist.

Speaker: Was ist mit den Pizzas?

Speaker: Es gibt die Blue Beans Pizza.

Speaker: Ja, richtig.

Speaker: Warum, was ist das?

Speaker: Also ich habe im letzten, pass auf, ich habe im letzten Podcast erzählt, dass es ja diese Pizza gibt, Blue Beans Pizza und diesen Typ, der sich so voll frisst mit Pizza.

Speaker: Ich weiß gar nicht, was der im Spiel macht.

Speaker: Free Meals ist die Karte.

Speaker: Achso, die finde ich so nice, dass ich sie auch direkt auf die Produktseite gepackt habe, diese Blue Beans Pizza und diesen Typ, der sich diese Pizza so reindrückt.

Speaker: Aber warum zum Teufel sind da blaue Bohnen auf der Pizza?

Speaker: Naja, nun ist ja Blaue Brunnen ein, hast du noch nie ein Western geguckt?

Speaker: Nein, ich bin ja extrem ungebildet.

Speaker: Ich habe, glaube ich, bestimmt habe ich mir aus Versehen, bin ich irgendwo vorbeigelaufen, wo jemand ein Western geguckt hat.

Speaker: Naja, also es kann durchaus sein, dass in einem Western-Film oder auch in anderen Filmen Kugeln einer Pistole als Blaue Brunnen bezeichnet werden.

Speaker: Ach so.

Speaker: Jetzt macht auch das Logo Sinn und so, wo die blauen Bohnen durch die Pizza durchlöchern.

Speaker: Ja, also Waffengewalt hat in Wagtown selbst im Markendesign der Pizzabohnen Einzug gehalten.

Speaker: Hohe Priorität.

Speaker: Ich habe immer, also ich esse einfach so viel, ich esse viel Kohl und viel Bohnen, weil Furzen ist mein Ding.

Speaker: Und ich dachte so, Bohnenpizza.

Speaker: Geil.

Speaker: Wahrscheinlich habe ich mich deswegen super damit, ja.

Speaker: Naja, okay, weiß ich jetzt auch Bescheid.

Speaker: Zurück zu deinem eigentlichen Job, der Gestaltung.

Speaker: Erzähl doch mal, wie man überhaupt dahin kommt, dass da, also du musst ja erstmal überlegen, was mache ich überhaupt?

Speaker: Erstmal Schritt 1.

Speaker: Du sitzt da und weißt dir, das ist ungefähr das Thema, hast ja auch so einen Steckbrief bekommen und so.

Speaker: Was hast du denn da erstmal gemacht?

Speaker: Als erstes habe ich gemacht, was ich immer mache und zwar mir bestimmt zwei, drei Tage etwas übertrieben, aber nur ein bisschen Referenzen angucken.

Speaker: Ganz initial kommt einfach eine spontane Idee in meinen Kopf und ich lese das Thema und gucke es mir an und irgendwas bildet sich vor meinem geistigen Gestaltungsauge und dann fange ich an, nach Referenzen zu suchen

Speaker: die mich in meiner gedanklichen visuellen Bibliothek bestätigen.

Speaker: Oder wo ich die, ja, wo ich denke, Mensch, da habe ich doch schon mal was gesehen, sowas könnte ich mir vorstellen.

Speaker: Und dann wird das erstmal ordentlich gesammelt und alles schön zurechtgelegt.

Speaker: So.

Speaker: Und dann ist der nächste Step

Speaker: Wie kriege ich den Spirit von den Referenzen, die mir gefallen, transferiert in meinen eigenen Artstyle und meinen eigenen Look?

Speaker: Oder wie mische ich das neu zusammen?

Speaker: Das ist es eigentlich vielmehr.

Speaker: Und da fließen nicht nur Geschmacksfragen rein und meine eigenen gestalterischen Vorstellungen, sondern natürlich auch Budgetfragen einfach.

Speaker: Zeitbudget vor allen Dingen.

Speaker: Da ich hier der einzige voll schaffende Künstler bin, müssen wir immer auch gucken, dass das überhaupt alles stemmbar bleibt.

Speaker: Und bei so einem Spiel...

Speaker: Das weiß ich dann auch schon vorher, aha, von diesen Location-Karten, davon muss ich beispielsweise 60 Stück oder was machen und dann spielen diese Gedanken natürlich ein bisschen damit rein, also wie schaffe ich es, im vorgegebenen Zeitbudget 60 Karten zu machen, dafür darf dann der Artstyle nicht zu aufwendig werden und

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und dann fange ich schon an, die ersten Skizzen zu machen, mit einem handgezeichneten Mockup-Layout ganz schnell, einfach nur, um schon mal so ein Gefühl dafür zu kriegen, wie könnte denn was aussehen.

Speaker: So, und wenn ich das gemacht habe, dann sammle ich so ein bisschen meistens ein kleines Set zusammen.

Speaker: Das haben wir bei Wagtan auch wieder so gemacht.

Speaker: Und dann gucken wir uns das meistens zusammen an.

Speaker: Also da ist dann Svanche dabei, Andreas ist dabei, alle die so ein bisschen, die auch einen Gestaltungssinn haben, sag ich mal.

Speaker: Die ganze Familie trifft sich dann unterm Weihnachtsbaum.

Speaker: Und dann pitche ich so ein bisschen, was ich da gemacht habe.

Speaker: Und die anderen sagen eben, ja, finden wir geil.

Speaker: Oder finden wir scheiße.

Speaker: Oder finden wir geht so, aber.

Speaker: Und haben dann noch Vorschläge, was man anders machen könnte.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und das...

Speaker: Nehme ich alles auf in meinen Gestaltungskopf und dann versuche ich wiederum daraus auch so die Essenz zu finden, aus dem, was ich für, aus meiner Kompetenz heraus für richtig halte und was die anderen für Feedback haben.

Speaker: Genau, und dieser Prozess geht dann meistens zwei, drei Runden weiter.

Speaker: Und dann ist man schon relativ nah, dann hat man eine Demo sozusagen, ein optische.

Speaker: Und ist schon relativ nah an dem, wie nachher das Spiel aussehen könnte, aber in einem Querschnitt.

Speaker: Also meistens, diesmal haben wir es so gemacht, da habe ich dann von jeder Kartenkategorie eine oder zwei, manchmal auch drei, gemacht.

Speaker: Und die dann alle auf einen digitalen Tisch gelegt und angeguckt haben.

Speaker: Und von da aus geht es dann weiter.

Speaker: Jetzt muss ich mich schon ein bisschen beeilen, weil es dauert schon so lange, den Prozess darzustellen.

Speaker: Ja, mach mal hin.

Speaker: Zack, zack.

Speaker: Ja, was passiert denn dann?

Speaker: Ach so, genau, dann kommt Redaktion meistens schon mit einer konkreten Liste.

Speaker: Und da stehen dann die einzelnen Kartentitel drauf und was die Karten können, Gameplay-mäßig.

Speaker: Und manchmal, wenn jemand beim Listenerstellen sehr fleißig war, steht auch schon dabei, wie könnte ein Artwork gegebenenfalls aussehen.

Speaker: Oft überlege ich mir das aber...

Speaker: selbst und gleich es dann ab mit Redaktion.

Speaker: Genau, und dann beginnt eigentlich schon so die Massenproduktion für mich.

Speaker: Also dann setze ich mich hin und nehme mir eine Kategorie an Karten und baller die halt durch.

Speaker: Und da können Wochen, nein, da können nicht nur, also da vergehen Wochen und auch Monate.

Speaker: Das ist bei uns so, ja, also auf meine Arbeit muss man am längsten warten sozusagen.

Speaker: Das liegt aber gar nicht daran, dass ich so langsam wäre oder so, sondern weil es einfach viel Holz ist.

Speaker: Und ja, es wäre schön, man hätte mehr Hände und könnte das irgendwie alles beschleunigen.

Speaker: Aber Leute, Gestaltung braucht Zeit.

Speaker: Und gerade wenn es ganz viel Gestaltung ist.

Speaker: Ich glaube, es waren jetzt für Rackdown 100, lass es mal 150, 160 verschiedene Karten sein oder so.

Speaker: Dazu kommt dann, und das kommt übrigens, um das mal abzuschließen, ganz am Ende des Prozesses,

Speaker: Wenn schon eigentlich alle Karten und so durch sind, dann fangen wir auch an, ein Cover zu erarbeiten.

Speaker: Und das Cover orientiert sich dann meistens eben auch an dem Inhalt.

Speaker: Das heißt, es tauchen Figuren auf dem Cover auf, die auch drin sind.

Speaker: Der Artstyle wird aufgegriffen.

Speaker: Und ja,

Speaker: Genau.

Speaker: Und irgendwann haben wir dann alle Komponenten zusammen.

Speaker: Grafik, Boxcover, Karten, Holz-Tokens, alles, was dazu gehört.

Speaker: Und dann ist mein Job bezüglich so eines Projektes erledigt.

Speaker: Wie lange dauert denn so eine Karte?

Speaker: Ja, das ist abhängig davon, was für eine Karte man malt.

Speaker: Aber wir hatten jetzt, also zuletzt war es im Schnitt zwischen zwei bis vier Karten am Tag.

Speaker: So, dann kannst du dir, wenn es jetzt aufwendige Gebäude waren mit vielen Fenstern und pipapo, dann dauert es schon mal von der Bleistiftzeichnung bis zur fertigen Karte vier Stunden.

Speaker: Oder manchmal auch nur zwei Stunden, wenn es eine nicht so aufwendige Karte ist wie die Parkbank oder sowas.

Speaker: Das ist eine Bank.

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Das ist einfach nur eine Bank.

Speaker: Ja, es ist schon ein Typ auch drauf.

Speaker: Aber ich kann mich erinnern.

Speaker: Da ist nur eine Bank, oder?

Speaker: Nee, stimmt.

Speaker: Es gibt einen Typ mit der Bank und es gibt eine Bank.

Speaker: Ja, auf Englisch heißt die Karte A Quiet Corner und da sitzt so ein älterer, rauchender, gealterter Mafioso und genießt seine Rente, seine Pension oder wie auch immer man das bei der Mafia nennt.

Speaker: Weiß ich nicht.

Speaker: Was ist dein Lieblingsteil von so einem Gestaltungsprozess von einem Brettspiel?

Speaker: Was ist am besten und was am schlimmsten?

Speaker: Erst das Beste.

Speaker: Das ist auch schwierig zu sagen, weil wenn man das den ganzen Tag macht, Tag ein, Tag aus auch, über einen längeren Zeitraum, dann ist das wirklich so ein bisschen wie Reisen gehen.

Speaker: Also als, ich hoffe, man hört meine Waschmaschine nicht singen.

Speaker: Das klingt wie ein Vögelchen.

Speaker: Dann ist ja gut.

Speaker: Ist ja Frühling.

Speaker: Ist der besondere Samsung-Vogel.

Speaker: Ähm.

Speaker: Ja, es ist ja wirklich wie auf Reise gehen, weil am einen Tag machst du eben die Quiet Corner und eine Parkbank und am nächsten Tag machst du einen Secret Bunker und einen Stash, wo irgendwas versteckt ist und dann machst du ein Boot, weil wir brauchen einen

Speaker: Ein Boot als Special-Karte und sowas.

Speaker: Wir brauchen ein Boot.

Speaker: Das finde ich aber auch.

Speaker: Ich finde, jedes Spiel sollte mindestens ein maritimes Motiv enthalten.

Speaker: Sollte ein Gesetz werden.

Speaker: Und das gehört eben auch zu unseren, also dieses Setting geht ja nicht ohne Boot.

Speaker: Wir haben sogar ein Wasserflugzeug.

Speaker: Wasserflugzeuge sind auch super wichtig.

Speaker: Und Helikopter.

Speaker: Ja, und RC-Autos.

Speaker: Richtig wichtig.

Speaker: Also wir haben ganz viele tolle Sachen.

Speaker: Ja, und diese Abwechslung, die da drin steckt.

Speaker: Also von den coolen Leuten, beziehungsweise den Freaks, die wir so als Profilkarten haben, über die ganzen Locations und das ist so.

Speaker: Am Anfang macht man einzelne Zeichnungen und dann sieht man aber nach 30 Stück schon mal, ah, so sieht Wagtown insgesamt aus und man kriegt einen Eindruck dafür, was man da so geschaffen hat.

Speaker: Und die Fantasie, sich in die Stadt reinzuversetzen, wird natürlich immer

Speaker: realer, je mehr Illustrationen man hat.

Speaker: So fühlt sich das an.

Speaker: Und deswegen muss ich sagen, das Beste war einfach genau das, also durch Wagtown zu wandern, es selber zu erdenken und dann auch nachher zu sehen, dass es irgendwie da ist.

Speaker: Also das war das Tolle daran.

Speaker: Was war das Schlimmste allgemein?

Speaker: Kannst du dir einmal von Wagtown erzählen, von dem Prozess?

Speaker: Und dann allgemein an deiner Arbeit.

Speaker: Das interessiert mich übrigens, by the way, das interessiert mich immer bei Leuten am allermeisten, was die am schlimmsten an ihrem Job finden.

Speaker: Boah.

Speaker: Naja.

Speaker: Naja.

Speaker: Also für mich ist es eigentlich, was heißt, ja, schlimm ist das nicht.

Speaker: Aber es sind so viele Prozesse beim Zeichnen und so, die jetzt nicht unbedingt Sinn machen, ständig auch mit anderen zu teilen.

Speaker: Und manchmal fühle ich mich dann so, als würde ich das so unter, so wie im Kindergarten natürlich, so zeichnen und das alles machen.

Speaker: Ja.

Speaker: Also ich poste die Sachen dann ja auch bei uns im Firmenchannel und so.

Speaker: Aber es kommt jetzt nicht jeder direkt angerannt und sagt, ah toll.

Speaker: Manchmal dieses auf sich allein gestellt zu sein ein Stück weit und auch die Erwartungen der anderen zu erfüllen und sich so ein bisschen getrieben fühlen, dadurch, dass man auch viel leisten möchte einfach.

Speaker: Aber das ist so eine Mindset-Sache.

Speaker: Also ich glaube, die ließe sich vielleicht auch abstellen, wenn man da richtig rangeht.

Speaker: Also es belastet mich nicht wirklich, aber manchmal ist das so...

Speaker: Also die, um es mal zu konkretisieren, die Phasen, wo ich am Tag drei bis vier Karten raushaue, die sind auch für mich sehr erfüllend, weil ich sehr einfach zeigen kann, schaut, was ich alles gemacht habe und wie fleißig ich bin.

Speaker: Und in meinen Denk- und Kreativphasen, die man ja auch haben muss für Gestaltung,

Speaker: diese Arbeit ist nicht für alle sofort erkennbar und zu sehen.

Speaker: Und dann fühle ich mich manchmal als, ja Mensch, keiner sieht ja jetzt, wie viele Gedanken ich mir gemacht habe und so.

Speaker: Und das kann schon mal ein belastendes Gefühl sein.

Speaker: Aber ja, alles insgesamt genommen ist nicht schlimm.

Speaker: Nein, ich liebe meinen Job.

Speaker: Ich gestalte immer und ständig und gerne.

Speaker: Nicht nur für Fun-Tails, alles.

Speaker: Alles.

Speaker: Alles.

Speaker: Keine Wand ist sicher.

Speaker: Ja, das mit der Sichtbarkeit, das habe ich aber auch manchmal.

Speaker: Marketing ist halt, also da ist ja vieles sehr doll sichtbar, aber das, was doll sichtbar ist, ist halt ein mini, mini kleiner Teil der Arbeit, die man irgendwie macht an einem Tag.

Speaker: Und das ist halt, also vieles ist da auch nicht so sichtbar, vor allem nicht von ganz außen.

Speaker: Also wenn man gar nicht im Unternehmen ist, sondern halt irgendwie nur

Speaker: weiß ich nicht, halt irgendwie zum Beispiel ein Funcast hört oder so.

Speaker: Das ist für euch sehr sichtbar und das ist ja auch schön und gut, aber das ist halt, ich weiß nicht, wie viel Prozent das von meinem Tag macht.

Speaker: Also vielleicht zwölf Prozent oder so zieht man wirklich und sind irgendwie wirklich, ja, wirklich irgendwie für andere einsehbar und der Rest ist auch, manchmal sitze ich stundenlang da und schiebe irgendwelche Zahlen in Excel-Tabellen rum und da kommt dann irgendwie dann am Ende so

Speaker: zwei Sätze raus.

Speaker: Ja, wir sollten dieses und jenes machen.

Speaker: Das habe ich auch manchmal, denke ich auch manchmal.

Speaker: Ja, ich glaube, das ist auch mein Professor, vielleicht habe ich das schon mal erzählt, mein Professor in Malerei hat immer gesagt, Herr Noack, 20% sind Malen und 80% sind Gucken.

Speaker: Wenn sie ein Bild gestalten sind, allein.

Speaker: Ja, also das hört sich immer so an.

Speaker: Also ich finde es einfacher nach außen, wenn man die Grind-Phase hat und alle sehen so, wow, der kann ja richtig malochen.

Speaker: Wowie.

Speaker: Aber Gott sei Dank, das hört sich jetzt so an, alle hier wissen ja Bescheid darum, wofür die Zeit verwendet wird und so und deswegen, und wir vertrauen uns auch alle gegenseitig und sind überzeugt davon.

Speaker: Svanje ist sehr fleißig in ihrem Marketingjob und ich bin das auch und Andreas auch und Ricky erst mal.

Speaker: Ach und Steffen.

Speaker: Andreas ist auch richtig fleißig in meinem Marketingjob.

Speaker: Der macht das schon.

Speaker: Ja, aber ich finde es immer interessant zu hören, was so Leute, weil man redet viel darüber, was toll ist an Jobs.

Speaker: Arbeit ist halt Arbeit.

Speaker: Ich glaube, wir haben alle mindestens eine Sache, die wir richtig blöd finden an unserem Job.

Speaker: Das könnt ihr jetzt mal machen, weil wir sind schon am Ende.

Speaker: Wenn ihr zugehört habt,

Speaker: Bis hierhin, dann könnt ihr mal in die Kommentare schreiben oder wo auch immer ihr gerade unterwegs seid, es ist zum Beispiel schwierig, weil es so viele Plattformen gibt, was ihr am schlimmsten an eurem Job findet.

Speaker: Und dann versuchen wir zu erraten, was ihr beruflich macht.

Speaker: Wahrscheinlich errate ich dann, was ihr beruflich macht.

Speaker: Oder Judy, die beantwortet auch Kommentare.

Speaker: Macht das mal.

Speaker: Und wenn ihr keine Kommentarspalte habt, aus irgendeinem Grund, zum Beispiel, weil ihr gerade Auto fahrt, bitte schreibt keine Kommentare, wenn ihr Auto fahrt.

Speaker: Dann könnt ihr nachher, wenn ihr angekommen seid, Auto abschließen und aussteigen, könnt ihr eine E-Mail schreiben an podcast.puntales.de.

Speaker: Ihr könnt uns auch immer Direct Messages schreiben auf Facebook oder auf Instagram.

Speaker: Da werdet ihr auch betreut, liebevoll.

Speaker: Können wir auch raten, was ihr für einen Job habt.

Speaker: Da werden auch hoffentlich bald, höchstwahrscheinlich bald, Grafiken von Wagtown gepostet.

Speaker: Da könnt ihr ja immer sehen, was es so Neues gibt.

Speaker: Sonst gibt es auch in den Shownotes oder im Infokasten.

Speaker: Wie heißt das auf YouTube?

Speaker: Infobox?

Speaker: Ja, ne?

Speaker: Du fragst mich Sachen.

Speaker: Weiß ich nicht.

Speaker: Das Beschreibungsgerät auf YouTube, da sind die Links zur Produktseite von Recton.

Speaker: Da könnt ihr euch auch die Blue-Dienens-Pizza angucken.

Speaker: Ja, doch Infobox.

Speaker: Ich glaube, es ist Infobox.

Speaker: Ja, ja, ja.

Speaker: guckt euch da mal um.

Speaker: Da haben wir auch, Google sagt ja.

Speaker: Okay.

Speaker: Andreas.

Speaker: Chatbeistand.

Speaker: Er hält uns gerade.

Speaker: Dass wir nicht aus Versehen Lügen erzählen im Internet.

Speaker: Info Andreas.

Speaker: Das finde ich ganz raus, Info Andreas.

Speaker: Was wollte ich denn noch erzählen?

Speaker: Ja, wenn ihr sowieso auf der Website seid, könnt ihr euch auch für die Newsletter anmelden.

Speaker: funtails.de slash newsletter.

Speaker: Dann freue ich mich.

Speaker: Dann schicke ich euch nämlich einen Brief.

Speaker: Also einen elektronischen Brief mit Wagtown-Inhalten, wenn ich aus meinem Urlaub wiederkomme.

Speaker: Weil ich habe nur noch zwei Stunden, zweieinhalb Stunden Arbeit und dann habe ich...

Speaker: Eigentlich Urlaub, außer Montag.

Speaker: Da kommen wir noch mal kurz wieder rein.

Speaker: Hast du noch letzte Worte?

Speaker: Ja, nein, ich möchte nur, wenn ihr euch die Grafiken von Wacktown anguckt, könnt ihr euch wieder sicher sein, ich habe da ganz viel Liebe reingesteckt und es steckt viel von mir drin und das Team hat auch Einflüsse geliefert und auch wenn der Name des Spiels das nun nicht verrät, aber auch Wacktown mit all seiner Gewalt und seiner Freakiness ist ein Werk der Liebe.

Speaker: So, und damit möchte ich, darf ich das Schleifchen machen, ne?

Speaker: Ja, ich wollte schon sagen, bis zum nächsten Mal.

Speaker: Ciao.

Speaker: Alles klar.

Speaker: Macht's gut.

Speaker

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