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Ep. 44 Urwerk, MB&F und Freaks aller Art - eine Führung durch die Welt des Independent Watchmaking.

Zero Reset - Uhrenpodcast
Zero Reset - Uhrenpodcast

280 plays · Oct 11, 2026

Transcript

n_a_w_p: Hallo und herzlich willkommen bei Zero Reset.

n_a_w_p: Heute...

n_a_w_p: Ohne Pad, denn er hat eine Gehirnerschütterung.

n_a_w_p: Aber die hätte er wahrscheinlich auch gehabt, wenn er bei der Folge dabei gewesen wäre. Denn heute wollen wir ganz große Dinge tun. Und zwar wollen wir uns um Independent Watchmaking kümmern und mal versuchen, einen Einstieg zu finden und aufzufächern, was das Feld alles bietet, was es da gibt, wie man das lesen kann. Also wir haben sehr viel vor. Und weil ich das alleine gar nicht könnte, freue ich mich sehr.

n_a_w_p: dass wir heute einen Gast haben und zwar nennen wir ihn Paul.

n_a_w_p: Das ist nicht sein richtiger Name, aber wie bei jeder großen Enthüllungsgeschichte.

n_a_w_p: Haben wir jetzt mit Tarnnamen. Wenn ihr ihn sehen könntet, er wäre jetzt verpixelt.

n_a_w_p: Aber ihr könnt ihn nicht sehen. Paul ist ein großer Sammler, der...

n_a_w_p: Nicht nur...

n_a_w_p: Uhren kauft und sammelt, sondern sich auch tiefer damit beschäftigt, in die Technik einsteigt, mit den Leuten spricht, die dahinter stehen, viel reist, in der Szene rumkommt und deswegen freuen wir uns sehr auf seine Einblicke zu Independent Watchmaking. Herzlich willkommen, Paul!

MHJ: Hallo Knut, grüß dich.

MHJ: Schön, hier zu sein. Vielen Dank für die Einladung.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ah, wunderbar. Ich freue mich. Danke, dass du da bist, dass das geklappt hat. Und ich will jetzt eigentlich auch einen Tarnnamen haben. Das ist ziemlich cool.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Fangen wir mal an. Ich glaube...

n_a_w_p: Das Erste, was man bei Independent Watchmaking klären muss,

n_a_w_p: Bis...

n_a_w_p: Da ist so eine Schwelle, glaube ich.

n_a_w_p: Es sind zwar Uhren, aber irgendwie sind die anders und deswegen...

n_a_w_p: Für mich der erste Punkt.

n_a_w_p: Mal so als Frage, wenn jemand sich jetzt für Rolex Omega Cartier und das übliche interessiert, warum sollte ihn Independent Watchmaking interessieren?

MHJ: Möglicherweise, weil er zum einen andere Vertriebswege kennenlernt und natürlich, wie du schon gesagt hast, die Leute kennenlernt.

MHJ: und auf Produkte stößt, die gegebenenfalls und im besten Falle ohne Marketingabteilung zustande gekommen sind, sondern einfach durch die Hände und den Geist eines Uhrmachers.

n_a_w_p: Ja.

n_a_w_p: Und ich glaube, es steckt auch in jeder Rolex Omega KT ein bisschen Independent Watchmaking mit drin, habe ich nachgedacht.

n_a_w_p: War Omega das Koaxialwerk, ne?

MHJ: Das stimmt.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Bei Rolex hat man jetzt auch so eine natürliche Hemmung. Da ist ja auch so ein bisschen Breguet mit drin.

MHJ: Richtig.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Dann gibt es ja immer wieder Gerüchte, dass auch zum Beispiel bei Rolex der Jahreskalender möglicherweise nicht...

n_a_w_p: nur von Rolex alleine entwickelt wurde, sondern mit der Mithilfe.

MHJ: Korrekt.

n_a_w_p: Es gibt auch Leute wie Bernhard Lederer, die sagen, dass sie für große Firmen arbeiten, aber nicht für wen, weil dann werden sie...

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: schlimme Strafen zahlen müssen und

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Ein klassisches Beispiel ist mir noch eingefallen, selbst bei Cartier gibt es das ja, dieser berühmte Mono -Pusher, den alle so toll finden. Das ist ja eine THA.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ganz genau.

n_a_w_p: Und da ist ja auch alles, was an Independent -Tragen und Namen hat, drin.

MHJ: Genau, F -Python zum Beispiel.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Also irgendwo ist es...

MHJ: günstigste Möglichkeit, an etwas mit dem Namen FPV zu kommen.

n_a_w_p: Ja, ich glaube, die billigste Möglichkeit, FPG zu kaufen, ist irgend so ein Ding bei Piaget.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das ist eine Kappe.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Es gab mal irgendwas bei Piaget, aber ich habe schon wieder vergessen, was der da gemacht hat. Ich glaube auch mit einem Repeater, aber die werden auch nicht billig sein.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Okay.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Das ist gut. Das heißt, es ist für jeden relevant und wichtig. Und ich finde, du hast sogar viel charmantere Punkte genannt, nämlich diese direkte Kontakt. Aber ich glaube, dazu kommen wir später noch.

n_a_w_p: Vielleicht klären wir erstmal, Independent Botchmaking ist ja auch so ein sehr schillernder Begriff. Jetzt wollen wir nicht einen Duden aufmachen.

n_a_w_p: Aber was ist so deine Definition? Was ist für dich Independent Watchmaking?

MHJ: Zuerst einmal ist es alles, wo hinter keine große Firma steht.

MHJ: Wobei das natürlich heute schon alles ein wenig verschwimmt.

MHJ: Dank der Kollaboration und so weiter ist es ja vielen unabhängigen Ummachern auch möglich, mit großen Firmen, größeren Firmen zusammenzuarbeiten. Nicht mehr im Geheimen, sondern halt eben auch unter Nennung ihres Namens.

MHJ: Bis in die Nullerjahre.

MHJ: vielleicht eher verpönt.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Und dass das jetzt wieder aufkommt, ist fantastisch.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Was ist unabhängig? Was bedeutet unabhängig für mich?

MHJ: Ja, es ist einfach eine...

MHJ: unabhängige Gestaltung frei von den Stereotypen, die sich ja über die Jahrzehnte entwickelt haben. Und das kann...

MHJ: nur in der Gestaltung liegen, das kann in der Funktion liegen.

MHJ: in Arten der Zeitanzeige.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Alles kann da vorhanden sein.

n_a_w_p: Könnte man sagen, dass Independent Watchmaking vielleicht eher so eine Art Haltung ist?

MHJ: Mhm.

n_a_w_p: wie man Uhren macht oder so ein Konzept, wie man da rangeht.

MHJ: Das kann man schon sagen, ja. So hat sich ja letztlich, wenn wir den AHCI nehmen,

n_a_w_p: Vielen Dank.

MHJ: Also die Vereinigung der...

MHJ: sehr guten, unabhängigen Uhrmachern ja auch letztendlich gegründet als Sprachrohr.

MHJ: Äh...

MHJ: um...

MHJ: gegenüber den großen Konzernen halt eben in den 80er Jahren halt

MHJ: für die Anstellung gesorgt haben der Uhrmacher, halt eben auch als Uhrmacher selber wahrgenommen zu werden, als Persönlichkeiten.

n_a_w_p: Also ein bisschen so wie...

n_a_w_p: den Künstler hinter dem Werk, dass nicht Michelangelo einfach nur eine Kirche anmalt, sondern signiert es dann auch und wird woanders gebucht.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja, genau richtig. Also im Grunde ist das ein guter Vergleich mit der Renaissance, anzufangen mit den großen Werkstätten und dann halt eben auch tatsächlich das Sichtbarwerden des Künstlers.

MHJ: Wasser zum Beispiel.

MHJ: Nehmen wir Dürer als der erste Künstler, der ein Signet auch eingeführt hat und damit sichtbar wurde.

MHJ: neben seinen Werkstätten und den Leuten, die für ihn gearbeitet haben.

n_a_w_p: Ah, da können wir einen super Querverweis einführen, weil ja F. Pigeon immer in Venet in Fekit auf die Zifferblätter schreibt. Und was viele nicht wissen, das ist ein typischer stehender Satz, eigentlich wie Künstler früher ihre...

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Kunst signiert haben. Da kommt das eigentlich her.

MHJ: Mh.

n_a_w_p: Erfunden und gemacht von

MHJ: Dann noch.

n_a_w_p: Ja, die Person tritt hervor. Ja, das ist Renaissance, das ist schön. Ich glaube, da kommen wir später auch nochmal zu, weil ja auch Independent Watchmaking zur Renaissance der mechanischen Uhr gehört, nach der Quarzkrise. Aber wir dürfen das nicht zu hoch stapeln jetzt am Anfang. Wir müssen uns steigern können.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Jetzt gibt es neue oder noch nicht so lange, aber schon ein bisschen ja auch Micro -Brands und die sind manchmal auch ganz speziell und haben andere Designs und andere Techniken und Wandering Hours und so weiter. Wie würdest du das abgrenzen?

MHJ: Also...

MHJ: Bei den unabhängigen Uhrmachern...

MHJ: die mich interessieren oder viele davon, geht es erst einmal darum, etwas Eigenständiges zu entwickeln.

MHJ: Und es ist weniger der...

MHJ: der Gedanke, mit Uhren Geld zu verdienen, oder aber...

MHJ: was ja relativ häufig heutzutage ist, aus der Position des Sammlers herauszukommen.

MHJ: und zum Produzenten zu werden.

MHJ: Das heißt, die Entwicklungsgeschichte verläuft ja meistens so. Zuerst geht man zum Händler, danach geht man zu den Unabhängigen und schlussendlich, wenn man dann das nötige Kapital hat und auch die nötige Lust und Laune, wird man dann selber zum Produzenten.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Hmm.

n_a_w_p: Beschaffungskriminalität.

MHJ: Das ist es.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Bis dann.

n_a_w_p: Verstehe. Und was ich mich auch noch gefragt habe, da kommen wir wieder auf den Kunstgedanken zu, es gibt ja viele Independents.

n_a_w_p: die mit Namen verbunden werden. Also F .P. John heißt die Firma auch so, MB &F, Max Busser, da ist der Name auch mit drin.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Parmigiani und so weiter. Was ist eigentlich...

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: wenn der Künstler irgendwann nicht mehr da ist.

n_a_w_p: Bei einer großen Firma geht es ja immer weiter.

n_a_w_p: Also was weiß ich, wenn wir jetzt mal springen, also Volkswagen kann es theoretisch immer geben, solange sie ein Auto verkaufen, das ist nicht an Herrn Piech geknüpft oder so.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

MHJ: Genau.

n_a_w_p: Gibt es da auch noch so Punkte, habe ich mich gefragt, weil wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist ja MB &F hat schon Anteile verkauft, ich glaube an Chanel oder so. Das heißt, da ist das irgendwie gesichert, aber hört man dann auf, ein Independent zu sein?

n_a_w_p: weil man Teil einer Gruppe wird.

MHJ: Naja, dann müssten ja relativ viele, also jetzt gerade, ob das jetzt zumindest vom Namen her Daniel Roth ist.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Und andere müssten ja dann aufhören.

MHJ: unabhängig zu sein. Ich glaube nicht, also dieses Unabhängige oder selbst FPÖ -Lohn.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: dass sich die Großen einkaufen, weil es

MHJ: klar erkannt wurde als eine Erfolgswelle, an der man natürlich teilhaben will.

MHJ: Ähm...

MHJ: ist ganz verständlich.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das macht erst einmal jedenfalls

MHJ: Für mich, solange die gestalterischen und kreativen Freiheiten nicht dadurch belastet werden durch Marketing, nicht sonderlich viel aus. Mich interessiert in erster Linie...

MHJ: neben den Menschen die Produkte halt eben, dass es gute Produkte sind.

MHJ: Und...

MHJ: Das halte ich für das Wichtigere. Je größer dann eben die...

MHJ: Das, was an Verwaltung dahinter...

MHJ: sitzt und mitbestimmt wird, desto schwieriger wird es natürlich auch Innovationen und gerade gestalterische Innovationen.

MHJ: Funktionale damit natürlich auch einzuführen, siehe vielleicht

MHJ: Jeder kennt die Marke, aber niemand kennt den Verwaltungsrat dahinter.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das macht das Produkt aber jetzt erst einmal nicht schlecht.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ganz im Gegenteil.

MHJ: für die Zielgruppe.

n_a_w_p: Ja, es hat

n_a_w_p: Es hat vielleicht, kann man sagen, eine glatte Oberfläche und bei Independent Watchmaking hat man eigentlich gar keine Oberfläche, sondern es ist ganz tief gestaffelt und man kann da...

MHJ: Ja.

MHJ: Tschüss.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Bis zum Kern, also bis zum Künstlervorstoßen, wenn man wahrscheinlich genug ausgibt.

MHJ: Mmh?

MHJ: Waddup.

n_a_w_p: fleißig genug ist, sich darum zu bemühen.

MHJ: Genau, also es geht ja dann weniger darum...

MHJ: halt eben Trends zu folgen, sondern es geht mehr darum,

MHJ: vielleicht halt eben sein Wissen zu erweitern.

MHJ: So würde ich das sehen.

n_a_w_p: Ja.

n_a_w_p: Okay.

n_a_w_p: Du hattest schon mal den Begriff AHCI eingeführt, das Akronym. Das ist typisch Uhrmacherisch -Französisch für die Vereinigung der selbstständigen, höherwertigen Uhrmacher, die ambitionierte Sache machen. Ich glaube, man muss mindestens auch ein Werk selbst konstruiert haben, damit man mitmachen kann. Also es gibt da eine gewisse Hürde.

MHJ: Prost.

MHJ: Mh?

n_a_w_p: Die haben ja in den 80ern angefangen. Ich glaube, wenn man jetzt, ich will die Geschichte sehr stark abkürzen, wir wollen ja möglichst viel über Uhren an sich sprechen.

MHJ: Ja.

MHJ: Hm?

n_a_w_p: Aus meiner Sicht ist so die Idee schon bei Breguet da, weil der hatte schon einen eigenen Workshop, hat Sachen gemacht, die er selbst für richtig gehalten hat und hat dann irgendwann auch die Idee der Subskription.

n_a_w_p: Also die Leute zahlen was an, damit er dann frei produzieren kann.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Da sind wir aber ja um 1800.

n_a_w_p: Und beim AHCI...

n_a_w_p: sind wir in den frühen 80ern nach der Quarzkrise wieder in der Renaissance.

n_a_w_p: glaube ich, hier kommt gerade ein Schrauber vorbei, aber es sind glaube ich nicht die Russen. Insofern alles gut.

n_a_w_p: Ich mach mal das Fenster zu.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: So.

n_a_w_p: Ich habe auch geguckt, in Warnung, es sind nicht die Russen, alles gut.

n_a_w_p: Also.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Nach der Quarzkrise und dann, wir waren ja bei der Renaissance schon, dass der Künstler eben sichtbar wird, weil die Uhr gar nicht mehr eine Massenuhr sein muss, die mechanische.

MHJ: Ja.

MHJ: Genau.

n_a_w_p: sondern verstanden wird als etwas, was man trotzdem haben will. So wie man ja auch heute noch Malerei kaufen kann, obwohl man auch ein Foto machen könnte.

MHJ: Mhm.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Welche...

n_a_w_p: Das ist jetzt erstmal abstrakt. Welche Person würdest du sagen, sind so die Köpfe, die man...

n_a_w_p: Wenn man jetzt einen Schulreferat dazu machen würde, welche drei, vier Köpfe müsste man kennen, damit man versteht, welchen Geist dieses AHCI hatte und vielleicht auch noch hat?

MHJ: Ja, ganz entscheidend. Also um das Ganze zeitlich einzuordnen, das ist...

MHJ: 1987 gründet sich der ARCI, wenn ich mich nicht irre.

MHJ: Und das sind eigentlich zwei Personen, die da die wichtigsten sind, Vincent Calabrese und Sven Andersen.

n_a_w_p: Mhm.

MHJ: Beide befreundet miteinander und der Grundgedanke war eigentlich...

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: dass die Werke, die Vincent Calabrese...

MHJ: Für Blancpain.

MHJ: Und für...

MHJ: Na, für Quorum.

MHJ: nämlich die Golden Bridge.

MHJ: und den Tourbillon für Blancpain, den er entwickelt hat.

MHJ: und die 1985 vorgestellt wurden, die weiterhin in

MHJ: das geistige Eigentum von Vincent Calabrese waren, der allerdings nicht sichtbar wurde.

MHJ: bei diesem Konzept und auch keine

MHJ: letztendlich hatte.

MHJ: halt eben dafür sorgen wollte, dass die genialen Köpfe hinter diesen technischen Entwicklungen sichtbar werden.

MHJ: Und so haben sich die beiden zunächst zusammengetan und dann folgten...

MHJ: Viele andere, ob das jetzt Frank Müller ist, Paul Gerber wäre da zu nennen.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: als Ehrenmitglied George Daniels, um dann wieder einen kleinen Rückgriff zu haben auf die 70er Jahre.

MHJ: wo er die Koaxialhemmung entwickelt hat.

MHJ: um das halt eben sichtbar werden zu lassen. Und das hat auch sehr gut funktioniert und tatsächlich auch letztendlich auf dem

MHJ: andere Marken.

MHJ: Oder sowas im Anfang der 90er Jahre halt eben auch ganz erfolgreich.

MHJ: konnte es übertragen werden.

MHJ: Ich denke da an Alain Silberstein zum Beispiel.

MHJ: der zunächst als

MHJ: Architekt und Französischer Architekt.

MHJ: startet seine eigenen Uhren.

MHJ: beginnt zu bauen und das sind immer Chronographen damals.

MHJ: verfügbar waren die Werke, weil so

MHJ: 7750 und ähnliche Nummern.

MHJ: Und ETA -Werke.

MHJ: Aller Silberstein.

MHJ: Hat dann die Chance, in Basel auf der Messe auszustellen, bekommt einen ganz kleinen Stand und zwar gegenüber vom AHCI, freundet sich dort mit Calabrese.

MHJ: Und ist dann im Grunde der Erste vielleicht, der es schafft.

MHJ: halt eben eine Kollaboration mit einem unabhängigen Uhrmacher hinzubekommen, indem er in...

MHJ: mit seiner Gestaltung deren Werke verwendet.

MHJ: in den 90er Jahren dann.

n_a_w_p: Ja, muss man vielleicht sagen, Alan Silberstein erkennt man die Uhren daran, dass sie...

n_a_w_p: sehr, sehr so Bauhausbunte Zeiger haben und...

MHJ: Ja.

n_a_w_p: teilweise auch so

n_a_w_p: Ja.

n_a_w_p: Sitz.

n_a_w_p: Ich weiß gar nicht, war das Kandinsky oder so? Irgendwer hat so Kunst gemacht, die so sehr verrückt aussieht.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja, also das sind Rückgriffe.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Geschmackssache hat sich am Markt nicht so durchgesetzt, könnte man vielleicht sagen.

MHJ: könnte man vielleicht sagen, auf der anderen Seite ist es die erste gestalterische eigene Position. Und wenn davor Uhrmacher halt eben hauptsächlich auch gestalterisch immer Rückgriffe hatten auf...

MHJ: Historische.

MHJ: Vorbilder.

n_a_w_p: Darauf wollte ich kommen. Das finde ich gut, dass du die Überleitung hast. Da muss ich dich aber leider sofort unterbrechen, weil das habe ich so liebevoll vorbereitet.

MHJ: Alles klar.

MHJ: Kommt später.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ich finde, es sieht so aus, als gäbe es verschiedene Wellen von Independence.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: die man so staffeln kann. Und die erste Welle ist, hast du jetzt gerade gesagt, sehr, sehr historisch.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Also mir fallen ein George Daniels, Roger Smith, Michel Parmigiani, François Paul Journe, später dann auch.

n_a_w_p: Und das sind letztlich für mich alles Breguet -Derivate.

n_a_w_p: die sehr, sehr eng zuerst sind. Und dann bei Joan fängt es an, dass er das klar weiterentwickelt. Also die Zeiger sehen ein bisschen anders aus, die Proportionen und so. Aber es ist so ein bisschen das Vokabular, was da drin ist. Nur dass es bei ihm so ist, dass er...

n_a_w_p: diese Idee auch nochmal übernimmt, die Zifferblätter anders anzuordnen.

n_a_w_p: und dann die Werke sozusagen dahinter entwickelt. Bei den anderen war es, glaube ich, eher andersrum.

MHJ: Genau, also das...

MHJ: Bitte?

n_a_w_p: Er hat ja auch Breguet restauriert bzw. diese Sympathie gemacht und Parmigiani auch ein großer Restaurator. Also es scheint mir sehr daherzukommen, dass die Leute sich erstmal mit den Meisterleistungen von früher beschäftigt haben.

MHJ: Korrekt.

MHJ: Nun.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Das war die erste Stufe.

n_a_w_p: Dann gibt es große Sammler wie Thomas Engel und erste große Auktion, Antiquorum und so weiter in den 80ern. Das scheint mir so gewesen zu sein, dass das den Stil geprägt hat. Also dass man erstmal...

n_a_w_p: wie meinetwegen bei der Malerei, flämische Meister oder so, zurückguckt, was gibt es denn da Großes und sich daran sehr orientiert. Ist das richtig beobachtet?

MHJ: Das ist im Grunde, also auch wenn jetzt...

MHJ: AW Smith vielleicht in die Reihenfolge nicht ganz reingehört, weil er 2001 erst zu...

MHJ: George Daniels kam.

MHJ: wenn ich mich nicht irre, aber grundsätzlich ist das schon richtig eingeordnet.

MHJ: Parallel zur Quarzkrise in den 70er Jahren.

MHJ: Äh.

MHJ: versuchen die Uhrenfirmen natürlich irgendetwas dem entgegenzusetzen, aber noch klassisch zu bleiben.

MHJ: Beispiel Lipp.

MHJ: indem man sich mit Roger Talon zusammentut und halt eben ganz futuristische Uhren oder ungewöhnliche Uhren gestaltet. Oder aber man versucht, die klassischen Sachen weiter zu verkaufen und in der Uhrmacherei zu bleiben.

MHJ: Durch die Quarzkrise und die Folgen der Quarzkrise in der Schweiz sind plötzlich die Maschinen viel billiger geworden.

MHJ: dann die Uhren zu umschließen.

n_a_w_p: Hm.

MHJ: Und damit ist es nämlich auch möglich, für unabhängige Uhrmacher überhaupt die Maschinen zu erwerben. Das war das Gleiche wie vor...

MHJ: keine Ahnung was, vor 10, 15 Jahren war das auch, heute ist eine Schaublin sonst irgendwas wert und schwer zu bekommen. Und da in der Folge der Quarzkrise und dem Zusammenbruch gibt es einige wenige Namen, die das als Chance begriffen haben.

MHJ: Und dazu gehören sicherlich diejenigen,

MHJ: die wir gerade aufgezählt haben.

n_a_w_p: Ja, ich spiegel...

MHJ: Unten.

MHJ: Tschüss.

n_a_w_p: Es spiegelt sich ja auch ein bisschen, sagen wir mal,

n_a_w_p: in Anführungszeichen im Massenmarkt, weil du ja auch bei IWC dann

MHJ: Ja.

n_a_w_p: das Kurt -Klaus -Modul siehst, was ja auch ein 7750 -Werk erstmal als Basis ist, also Stangenware, die man hatte, mit viel Drehmoment und dann ein kompliziertes...

MHJ: Genau.

MHJ: Genau.

MHJ: Prost dich.

n_a_w_p: Modul, was auch optisch einfach gleich zeigt, ich bin kompliziert. Mir scheint es so, dass in den 80er Jahren die Leute es auch geliebt haben, je komplizierter die Uhren aussahen. Mir fällt immer von Öxlin diese

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: astronomischen Komplikationen ein, wo man dann irgendwelche Sternen

MHJ: Genau.

n_a_w_p: Bewegungen ablesen kann und so.

MHJ: Richtiges Astrolabium kommt ja dann genau 1985, ist das entscheidende Jahr.

MHJ: Da werden nämlich mehrere Sachen gleichzeitig in Basel vorgestellt. Das ist von IWC der Da Vinci.

MHJ: Ewige Kalender natürlich, das ist von Ludwig Exling.

n_a_w_p: Und wir sind wieder in der Renaissance. Da Vinci. Also unfassbar.

MHJ: Für Ylvis.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Für Ulysses Nadin halt eben das Astrolabium.

MHJ: Und das ist Blanton Tourbillon und dann hätten wir noch die goldene.

MHJ: Ritsch von Corum, also alles ganz entscheidende Werklinien, die sich seitdem im Grunde 40 Jahre lang...

MHJ: in veränderter Form auch weiterziehen und auch noch erhältlich sind.

MHJ: Tschüss.

n_a_w_p: Das ist...

MHJ: Und man muss ja bei IWC sehen, dass im Grunde, selbst wenn es jetzt ein ewiger Perpetual Kalender geworden ist, der alle gregorianischen Regeln halt eben...

n_a_w_p: Vielen Dank.

MHJ: berücksichtigt.

MHJ: steckt dahinter immer noch das Kurt -Klaus -Modul.

MHJ: Und ja.

n_a_w_p: So, damit haben wir die 80er

MHJ: Wie?

n_a_w_p: Die 90er, dann Verfeinerung und dann aber Ende der 90er sieht es für mich so aus, als würde da eine zweite Welle kommen.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Mir sind da zwei Sachen eingefallen, also einerseits Uhrwerk.

n_a_w_p: die sich dann erst später durchsetzen, aber in den 90ern schon angefangen haben.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Und...

n_a_w_p: Die von Ulysse Nadin, wo man jetzt drüber reden kann, ist das independent oder nicht, aber der Ansatz dahinter von Ludwig Oechlin, die Freak.

MHJ: Ja.

MHJ: Das war's.

n_a_w_p: 2001 meine ich, ne?

MHJ: Genau, 2001. Uhr weg.

n_a_w_p: Also Uhren, die genau das Gegenteil sind, also besonders wild und ganz anders.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Genau, das ist diese Befreiung. Die 90er Jahre sind geprägt von einer gestalterischen Befreiung. Und dazu gehört ganz sicher...

MHJ: Es ist immer noch das Gleiche. Es sind Module.

MHJ: die entwickelt werden, wenn es um besondere Komplikationen geht.

MHJ: Und...

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: durch die ganzen 90er Jahre. Das zieht sich logischerweise weiter, weil die ganzen Zyklen, Entwicklungszyklen natürlich auch recht lang sind. Man muss sich ja erstmal amortisieren, bevor man was Neues machen kann.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das zweite wäre dann zu nennen halt eben zum Beispiel Eikepott.

MHJ: Genauso wie anderen Silbersteinen, die halt eben gestalterisch befreien.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das sind für mich ganz entscheidende Sachen, wo ich mich selber auch als...

MHJ: Ja, also...

MHJ: oder zumindest Begeisterter noch sehr gut erinnere, als so plötzlich völlig andere Uhren in den Uhrenmagazinen auftauchten.

MHJ: Aber die Namen sind letztendlich für die entscheidenden Entwicklungen bleiben immer die gleichen während dieser Zeit bis zum Ende der 90er Jahre. Ludwig Oechslin ist im Grunde...

MHJ: allem, was wichtig ist, dabei. Bis zur Freak und...

MHJ: sicherlich auch noch die nächsten zehn.

MHJ: 12 Jahre darüber hinaus.

MHJ: Paul Gaber wäre zu nennen.

MHJ: Ein sehr feiner Uhrmacher und Mensch.

MHJ: Ja, das sind so die wichtigen.

MHJ: Auch natürlich die, die wir bereits genannt haben.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Und dann scheitern auch viele. Das, wovon wir jetzt sprechen, sind diejenigen, die überlebt haben.

n_a_w_p: Vielen Dank.

MHJ: Uhren und Uhrmacher, die man entdecken kann, von denen man...

MHJ: Gar nichts.

MHJ: gar nichts weiß.

n_a_w_p: Vielleicht...

MHJ: Es war ja auch die Zeit vor dem Internet.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Das heißt, es sind unheimlich viele Daten.

MHJ: sind auch verschwunden und unheimlich viel Wissen ist verschwunden.

n_a_w_p: Oder transferiert. Ich glaube, Eikepott gibt es wieder, war aber zwischendurch weg. Aber vielleicht kannst du kurz ausführen, Eikepott ist ja vor allen Dingen berühmt wegen des Designers und der hat ja hinterher noch Sachen gemacht, die vielleicht für die Menschheit noch ein bisschen relevanter waren als die Uhren nämlich.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das ist richtig. Ja, also Mark Newsom war der Designer.

MHJ: Und der hat sich mit Geschäftsmann und Interessierten zusammengetan.

MHJ: Nachname Ike.

MHJ: Jetzt fehlt mir der Vorname.

MHJ: Die beiden haben halt Uhren entwickelt, es waren zunächst Chronographen, 7750 drin, allerdings waren die plötzlich...

MHJ: Also wie ein geschliffener Stein.

MHJ: Oder wie eine Blase mit einem unheimlich gewölbten Glas.

MHJ: Und das Ganze mit...

MHJ: mit einem Modul drauf.

MHJ: mit 24 -Stunden -Anzeige, das waren sehr praktische.

MHJ: die Hemipode und die Megapode, die ersten Uhren. Und das zieht sich...

MHJ: Ja, jetzt sitze ich durch die...

MHJ: Sitze ich auch noch weiter und jetzt der Relaunch der Marke vor ein paar Jahren.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Er war ja auch eigentlich ganz, zumindest habe ich ihn mit Interesse verfolgt.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ja, ich meine, Mark Newsom hat aber als Designer auch noch Sachen geschaffen, die vielleicht für viele Menschen noch ein bisschen...

MHJ: Ich wünsche Ihnen alles Gute.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: mehr Aufsehen erregt haben. Vielleicht magst du das kurz noch ausführen.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja, also genau, was jetzt aktuell die Smartwatch, also jetzt ist, wenn man die Apple Watch sieht, dann sind da sehr viele Dinge, die...

MHJ: Das Armband zum Beispiel ist eine ursprüngliche Entwicklung von Martin Hewson für Ikepod. Deshalb haben die aktuellen Ikepod -Modelle

MHJ: auch eine andere Schließe als jene bei den

MHJ: Kautschukbändern.

MHJ: Bei Apple, Entschuldigung.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Und er arbeitet hier dann natürlich Ives, der Designer, der für das...

MHJ: Bei Apple zuständig ist Ende der 90er Jahre Drake natürlich auch eine. Eike Pott von Mark Newsom.

MHJ: Und dann ist es auch nur logisch, dass dann halt...

MHJ: Er dann für dieses Konzept einer neuen Smartwatch halt eben auch Magnussen reinholt und eins der letzten Modelle.

MHJ: von

MHJ: von Mark Newsom.

MHJ: Die Manatee für Alcapod ist eine Uhr, an der man schon eigentlich die Apple Watch ablesen kann.

n_a_w_p: Das heißt...

n_a_w_p: Das ist ja auch mal spannend, dass in der zweiten Welle, als sie sich frei gemacht haben, sie nicht nur...

n_a_w_p: für die Uhrenbranche neue Sachen rausgefunden haben, sondern die Ideen so groß und...

MHJ: Ja.

n_a_w_p: weltbewegend waren, dass die auch noch ganz andere Bereiche berührt haben. Dass das bis heute in die Alltagskultur sogar reinwirkt. Das zeigt ja auch, dass das eigentlich relevant ist, wenn man sich damit beschäftigt. Oder relevanter, als man denkt. Das wollte ich eigentlich sagen.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Und du hattest noch kurz angesetzt, zu erzählen, dass nicht alle durchgekommen sind. Ich glaube, das hat auch viel damit zu tun, dass es 2008 die Weltfinanzkrise gab und solche Uhren werden ja immer von Early Adopters, glaube ich, viel gekauft, die auch

MHJ: Ja.

MHJ: Mh?

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Zeit und Geld haben sich mit sowas zu beschäftigen, zumal früher, als es noch nicht über das Internet so breit vernetzt war.

n_a_w_p: Kannst du mal ein Beispiel bringen für eine Firma oder eine Uhr, die es nicht geschafft hat, aber die eigentlich total interessant ist und warum?

MHJ: Naja, also die erste...

MHJ: Wir haben ja die Kollaborationen, die in den frühen Nullerjahren auftauchen. Goldpfeil zum Beispiel macht mit sieben.

MHJ: Uhrmachern des AHCI.

MHJ: ganz interessante neue Uhren und gibt ihnen sehr viele Freiheiten. MB &F kommt

MHJ: auf Max Bisser und Freunde lädt Uhrmacher ein.

MHJ: und ein anderes Kollaborationsprojekt, wo allerdings jetzt so...

MHJ: nicht im Vordergrund steht, aber wo die Marke Interesse daran hat, eine originelle Form der Anzeige.

MHJ: in ihren Ohren zu haben, wäre Hermes.

n_a_w_p: Mhm.

MHJ: Und die hatten 2007, also kurz vor Lehman,

MHJ: eine

MHJ: Wo präsentiert die Grondeur?

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: in der der Stundenzeiger...

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

MHJ: der Stundenzeiger eine variable Geschwindigkeit hat.

MHJ: Und das Modul wurde von Jean -Marc Widerrecht entwickelt.

MHJ: Und diese Uhr ist im Stude der Finanzkrise dann halt völlig am Zündpublikum, das ja zum Teil dann halt eben auf der Straße saß, vorbeigekommen. Das ist eine total interessante Uhr, findet man immer noch bei Chrono24.

MHJ: Zwei davon.

MHJ: und kann nur jedem empfehlen, auf diesen Zug aufzuspringen.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Wieso zur Hölle 2?

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja, die gab es mit unterschiedlichen, also man konnte, es gab drei Modelle.

MHJ: mit unterschiedlichen Zifferblättern in den verschiedenen Bereichen, die Geschwindigkeit halt größer war oder kleiner.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: sodass man sich aussuchen konnte, je nach seinem Tagesrhythmus, was das Wichtigste sei an Zeit und was das Unwichtigste.

MHJ: Und ich hatte jetzt das Glück, vor kurzem eine zweite zu finden, wo mir die Anzeige weitaus besser gefällt.

n_a_w_p: Ja, wir müssten eigentlich mal eine Folge machen zu deinen absurdesten Uhren, fällt mir gerade ein, weil du hast eine Menge extrem absurde Uhren, die...

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Wenn man sie sieht, man sich freut, dass jemand anders sie sammelt und sie nachhält. Aber das müssen wir extra mal machen. Das wäre tatsächlich großartig. Und es müsste eigentlich auch Video sein, damit man die Uhr sehen kann, weil das immer wieder faszinierend ist, was du da so anschleppst.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Tschüss.

n_a_w_p: Das ist die zweite Welle. Dann könnte man sich ja vereinfacht, ich neige zur Vereinfachung, vorstellen, das ist dann mit der Weltfinanzkrise alles erstmal den Bach runtergegangen.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Mein Gefühl ist, dass danach...

n_a_w_p: die Uhrenfirmen sehr auf Nummer sicher gegangen sind und dann dieser Retro -Trend ja auch ausgebrochen ist.

n_a_w_p: Sehr viele, heute sagen die Leute Boomer -Watches dazu, so Chronographen, die aussehen wie aus den 60er Jahren und am besten noch gefälschte Nieten haben.

n_a_w_p: Naja, also play it safe sozusagen. Und dann...

MHJ: Tio.

n_a_w_p: Gibt's hier...

MHJ: Ja, ja, Strich, Strich, nein. Also es gibt ja einige...

n_a_w_p: Nein, erzähl, nein.

MHJ: Einige, die natürlich auch immer noch verkaufen konnten nach der Finanzkrise.

MHJ: Deed.

MHJ: Einerseits wurden die Uhren wesentlich größer.

MHJ: Und die Komplikationen...

MHJ: Von den Firmen, die es überlebt hatten, wurden auch immer...

MHJ: Wille.

MHJ: Also ich sage zum Beispiel, was vielleicht nur wenige kennen werden, Maître Dutant.

MHJ: Zum Beispiel...

MHJ: Wo Zusammenarbeit mit Andreas Strähler, Wutti Lein.

MHJ: mit...

MHJ: Butcher dubious.

n_a_w_p: Oh Gott, ja.

MHJ: Um deine Wortschöpfung aufzugreifen.

MHJ: Das hat ja auch noch funktioniert. Das sind Uhren, die vielleicht jetzt wiederentdeckt werden.

MHJ: Gerade wo diese andere Welle, die dann tatsächlich auftaucht, nämlich das Rückbesinnen, also Play It Safe und Rückbesinnung des Vintage -inspirierte Stücke, wo die gleichzeitig funktioniert und die Uhren natürlich auch kleiner werden.

MHJ: Und...

MHJ: Viele von denen wie Maître du Temps oder so weiter, die funktionieren vielleicht noch gerade so bis in die 10er Jahre.

MHJ: Aber dann verschwinden sie.

MHJ: Also weil halt.

n_a_w_p: Ja, das

n_a_w_p: Es scheint aber auch Special Interest dann zu sein. Das eine war ja ein Gesamttrend. Ich hatte nur den Eindruck, als es die zweite Indie -Welle gab am Anfang, da war das wirklich so ein Trend. Also das waren die Vorreiter, die haben es am besten und am größten gemacht. Aber der Massengeschmack zieht sozusagen hinterher. Also wenn ich jetzt zum Beispiel an Zenith denke, die haben sich ja auch extreme Mühe mit verrückten Komplikationen gegeben.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

MHJ: Hm?

MHJ: Mhm.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Jetzt bist du gerade weg.

MHJ: Jetzt.

n_a_w_p: So, da warst du kurz weg. Ich war aber nicht hektisch. Also...

MHJ: Jetzt, genau, du warst auch weg.

n_a_w_p: Zenit zum Beispiel, also dass du so siehst, dass in Anführungszeichen Zenit ist jetzt auch ein bisschen abseitig, aber dass...

MHJ: Zenit.

n_a_w_p: dass das großen Impact hat oder dass eben Apple Watch dann so ausgesehen hat. Und da habe ich den Eindruck, dass das nicht mehr so einen großen Impact hat, sondern dass das einfach ein spezielles Publikum bespielt.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Du hast natürlich noch, auch jetzt wieder von Brigitte, da hast du ja diese magnetische

n_a_w_p: Erfindung, ich glaube, 2013 schon gehabt, also es gab noch so Sachen und ich weiß gar nicht, wann das war, dass Tag Heuer immer versucht hat, sich selber zu übertreffen mit immer noch krasseren tausendstel Millisekunden Geschichten, aber

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ich weiß nicht, das sind die 10er Jahre.

n_a_w_p: Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass die Kraft raus ist, weil das ist ja schon kein Konzept mehr, sondern man überbietet sich nur noch mit Superlativen. Also es ist ein bisschen wie mit den Taucherohren, die immer noch tiefer tauchen können, aber es gibt eigentlich keinen Anwendungsfall mehr und es ist...

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Ein totes Rennen, habe ich so den Eindruck. Und das war es ja vorher nicht.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ne.

n_a_w_p: Kommen wir aber wieder in die dritte Welle.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Und die...

n_a_w_p: finde ich, kann man nicht so einfach greifen, weil da, finde ich, so viele Sachen parallel laufen. Also das eine ist,

n_a_w_p: Es ist gar nicht mehr so schweizzentriert, also wir hatten jetzt ja zuletzt Femalhut.

n_a_w_p: Dass also auch zum Beispiel China eine große Rolle spielt, Bärens wäre da zu nennen.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Dann haben wir so Sachen wie Berneron, die

n_a_w_p: wieder in so eine, wie ich finde, so barocke Richtung gehen, also im Sinne von, dass du wieder so ein

n_a_w_p: Künstleransatz hast und dann hast du

n_a_w_p: Vielleicht noch...

n_a_w_p: unter den Superlativen diese

n_a_w_p: typischen 2 - oder 3 -Zeiger -Ohren von irgendwelchen Emerging Talents, die einfach den ganzen Tag an irgendwas rumfeilen, aber

n_a_w_p: wo an sich die Uhr jetzt erstmal nicht so doll besonders ist. Siehst du da irgendwas Übergreifendes?

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: was man da sagen könnte.

MHJ: Naja.

MHJ: Also...

MHJ: Ich tue mich schwer mit allem, was nur den dekorativen Aspekt betont.

n_a_w_p: Das Ornament als Verbrechen.

MHJ: Das Ornament als Verbrechen um Adolf Loos nochmal erwähnen.

MHJ: viel zu wenig heutzutage gelesen hat.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: hier reinzubringen.

n_a_w_p: Wobei eine Rolex -Boutique in seinem Haus drin ist jetzt. Also da hast du auch wieder einen Uhrenbezug. In Wien übrigens, wer es wissen will.

MHJ: Das stimmt.

MHJ: Ja.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ich habe...

MHJ: Mit manchen Sachen, also Komplikationen, wenn man mich als Sammler betrachtet, habe ich...

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: bevorzuge gute Komplikationen, ungewöhnliche Komplikationen.

MHJ: Diese Dekorationsgeschichte hat mich nie wirklich abgeholt. Würdest du mich fragen, was meine fünf oder was auch immer...

n_a_w_p: Das kommt gleich.

MHJ: Ich weiß, ich weiß, aber ich sage nur eins zuvor. Unabhängigen Uhrmacher wären, dann wäre darunter auch Kari Butilein.

n_a_w_p: Vielen Dank.

MHJ: weil sich dort technische Perfektionen halt eben auch mit gestalterischer und dekorativer

MHJ: perfektion bündelt.

MHJ: Über viele andere...

MHJ: Basiskaliber irgendein Unitas und

MHJ: drei Zeiger -Geschichten.

MHJ: Das ist nicht mein Gebiet.

MHJ: Da gibt es Spannenderes. Das hat mich nie mitgenommen.

MHJ: wird es auch nicht.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: was mich vielleicht reizt oder sowas, wenn man sieht halt, dass natürlich

MHJ: Ein Mann da sitzt und irgendetwas macht, ich nenne es mal, wäre auch eine Dreizeigeruhr, Paul Gerber zum Beispiel.

MHJ: in sehr kleiner Auflage.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: wo er dann halt den normalen Rotor ersetzt durch drei Rotoren, die er synchron hinten laufen lässt.

MHJ: eine

MHJ: im Grunde völlig...

MHJ: Überflüssig.

MHJ: Innovationen halt

MHJ: Aber uns auf die Frage...

MHJ: Warum er es denn gemacht hat, antwortet er.

MHJ: Ja, weil ich es kann.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das sind so Sachen, da macht es dann wieder Spaß zu sehen, dass ich...

MHJ: Ehrliche Dekoration, nichts Übergandeltes mit.

MHJ: einer wie auch immer gearteten Andersartigkeit oder Abweichung halt eben sehr gut paaren lässt.

n_a_w_p: Wir mögen Escapements und nicht Eskapismus.

MHJ: Ja.

MHJ: Das stimmt.

n_a_w_p: Sehr gut.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Das heißt zur dritten Welle können wir noch nichts sagen, aber vielleicht läuft sie ja auch noch und das müssen Historiker später...

MHJ: Tja, du...

MHJ: Aber da gibt es ja zahlreiche, wenn ich jetzt ein...

MHJ: Sachen nennen darf. Ich meine, das eine ist interessant, ist leider jetzt gerade auch nicht weiterverfolgt oder so weiter, aber ab 2016 halt.

MHJ: Äh...

MHJ: diese Verbindung aus

MHJ: elektronischen Teilen mit einer mechanischen oder zum Beispiel...

MHJ: Ressence.

MHJ: oder Ressence zu nennen.

MHJ: Was ist das jetzt? Typ 2?

MHJ: wo halt die Verbindung auch mit dem Handy hergestellt wird. Aber das Werk selber oder die Uhr selber kann auch mechanisch bedient werden. Das ist rein mechanisch.

MHJ: Tschüss.

MHJ: Das andere wäre Urwerk EMC2.

MHJ: Eine Uhr, die...

MHJ: auch im Grunde zum Rückgriff auf die Zeit von Breguet oder so weiter.

MHJ: Im Grunde genommen.

MHJ: Eine Zeitwaage beinhaltet aber auch die Möglichkeit, den Gang zu regulieren von außen über eine Schraube.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das ist so Innovation, da vermisse ich sehr viel. Da könnte ruhig wieder...

MHJ: wieder angeknüpft werden an diese Entwicklung.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ich würde es begrüßen.

n_a_w_p: Na, du persönlich musst es ja nicht vermissen, weil was du jetzt unterschlagen hast, ist, du besitzt alle diese Uhren und kannst damit den ganzen Tag rumspielen, wenn du das möchtest.

MHJ: Nee.

MHJ: Das ist korrekt.

n_a_w_p: Du sprichst also nicht über Bücherwissen, sondern ich habe dich schon gesehen, wie du an der Ressence auf dem Glas rumgetippt hast, um mir irgendwelche GMT -Zeiten in Japan oder so anzuzeigen.

MHJ: Das stimmt.

MHJ: Ja.

MHJ: Genau.

n_a_w_p: Und ich habe dich auch schon an dieser Uhrwerk drehen sehen.

MHJ: Es geht ja.

MHJ: Das stimmt, aber das ist ja auch wichtig, das ist auch entscheidend. Ich habe ganz lange Jahre halt eben nur mit einfach mal Bücherwissen oder Zeitschriftenwissen verbracht.

n_a_w_p: Vielen Dank.

MHJ: Aber diese Notwendigkeit, auch ein Produkt selber in der Hand zu halten, um es einschätzen zu können.

MHJ: ist glaube ich etwas, was...

MHJ: Was man mehr...

MHJ: was einerseits natürlich den Mut erfordert, wenn man nicht Freunde oder Bekannte hat oder auf Messen geht.

MHJ: Aber andererseits auch eben sehr befriedigend sein kann. Oder halt das Gegenteil.

n_a_w_p: Ja, du bist manchmal tollkühn. Eigentlich wollte ich was anderes fragen, aber jetzt hast du mir praktisch eine Steilvorlage gebeten. Wann warst du denn mal traurig? Wann ist es schiefgegangen?

MHJ: Bitte.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Danke.

MHJ: sage ich jetzt natürlich nicht, aber es gibt...

MHJ: Tatsächlich.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ein, zwei Uhren, wo ich dachte, davon hätte ich mir aber gerne mehr erwartet.

MHJ: Wenn zum Beispiel die Funktion, sagen wir, ohne einen Namen zu nennen, aber ich habe die relativ jüngst, konnte ich das testen, eine Uhr mit zwei Zeitzonen.

n_a_w_p: Vielen Dank.

MHJ: Zum Einstellen der zweiten Zeitzone ist es nicht so, dass die erste und zweite Zeitzone sind immer gekoppelt.

MHJ: Anders als zum Beispiel

MHJ: Hallo.

MHJ: Ball.

MHJ: bei einer Numo -States -Zeit oder sowas.

MHJ: wo ich tatsächlich sehr schnell, die Heimatzeit bleibt immer gleich und wenn ich die

MHJ: welche Zeit halt irgendeine andere Zeitzone bei meinen Zeigern angezeigt haben will.

MHJ: Denn grundsätzlich sind beide Zeiten entkoppelt. Das heißt, ich kann sehr schnell die Lokalzeit verändern.

MHJ: Und bei...

MHJ: Der Uhr, von der ich gerade spreche, die...

MHJ: ein wahnsinnig tolles Werk hat, technisch.

MHJ: Das ist so mies.

MHJ: Overengineered but underperforming lassen sich diese beiden Zeiten nicht voneinander entkoppeln. Das heißt, ich muss sowohl mit der Krone die Lokalzeit einstellen, als dann auch die Heimatzeit nachregulieren mit dem Drücker.

n_a_w_p: Das klingt furchtbar.

MHJ: Das klingt furchtbar, aber es ist eine ganz tolle Uhr, muss ich sagen, die mich sehr zufriedengestellt hat.

MHJ: Doch nicht.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ja, ich verstehe gut, dass du das für uns testest und das mitnimmst.

MHJ: Gerne.

n_a_w_p: Jetzt kommen wir mal zu dem bereits angeteaserten Punkt. Wir machen es jetzt mal praktisch. Du bist tollkühn im Einkaufen.

MHJ: Du bist weg.

n_a_w_p: Aber wenn du dich beschränken müsstest auf 5.

MHJ: Jetzt kommen wir zu dem Punkt, musst du sagen.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Jaja, wenn du dich beschränken müsstest auf 5. Also wenn du nicht tollkühn...

MHJ: Servus.

n_a_w_p: wie ein großer...

n_a_w_p: Wahlhai.

n_a_w_p: Mit...

n_a_w_p: mit diesen Reusen das Chrono24 durchtrennen müsstest, um dieses ganze Plankton einzusammeln, sondern wenn du dich auf fünf Independent Watchmaking -Uhren beschränken müsstest, die stellvertretend sind.

MHJ: Ja.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Für die Szenerie. Ich weiß, dass das eigentlich nicht geht, aber dass wir uns mal ein bisschen im Detail den Uhren widmen könnten. Welche wären das?

MHJ: Uhren, nicht Marken oder Uhrmacher, sondern Uhren.

n_a_w_p: Ja, die stellvertretend sind. Also ich glaube, um eine Uhrwerk kommst du nicht rum, die muss dabei sein. Aber ich bin gespannt, was das andere ist.

MHJ: Das war's.

MHJ: Das ist es.

MHJ: Alles klar. Also ohne wertend zu sein, jetzt einfach fünf Namen.

MHJ: Das wäre meine Oxygen -Tuner Tag und Nacht.

MHJ: Eine Uhr, bei der ich auch dann selber was entwickeln durfte.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: verändern durfte.

MHJ: Das wäre eine MB &F Legacy Machine 101.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Uhrwerk EMC2.

MHJ: von dem

MHJ: Ich weiß jetzt nicht, wie die Hörerschaft sich zusammensetzt, aber ich nenne einfach mal einen Namen.

MHJ: Von Cyril Brevé -Nodot.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Keptobal, Excentricity, Keptomadea.

MHJ: Eine Uhr, die ich auch zusammen mit dem Uhrmacher.

MHJ: machen konnte.

MHJ: Jetzt haben wir noch eine, fehlt noch, oder?

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Ah.

MHJ: Der G -Shock.

n_a_w_p: Oh Gott. Okay, dann machen wir es genau in der Reihenfolge. Dann erklär mal, warum die einzelnen Uhren bedeutsam sind und was sie ausmacht.

MHJ: Danke, Hans.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Alles Gute.

MHJ: Äh...

MHJ: Oxfam Junior hatte ich als erstes genannt. Mein Zusammenkommen

MHJ: mit Oxfam Junior oder ich stelle kurz die Marke vor.

MHJ: gegründet.

MHJ: Oder ausgehend von einem Projekt der MIH Uhr, das war ein Jahreskalender, den...

MHJ: Ludwig Oechslin entwickelt hat.

MHJ: Jahreskalender 1996, entwickelt von Patek Philipp.

MHJ: Ganz geniale Sache, weil einfacher und...

MHJ: weniger Teile.

MHJ: im Normalfall, außer bei Patek Philipp, als der ewige Kalender. Das heißt, es kann weniger kaputt gehen.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: entwickelt Ludwig Oechslin eine Uhr, die 2009...

MHJ: 2005 vorgestellt wird.

MHJ: Und die einen Jahreskalender hat, der nur vier Teile braucht. Das ist ein Bruchteil von dem, was Patrick Philipp brauchte.

n_a_w_p: Vier Teile. Das muss man, glaube ich, nochmal extra highlighten, weil normalerweise werben Uhrenfirmen ja damit, dass sie sagen, ich habe hier einen ewigen Kalender oder einen Jahreskalender, der hat 5000 Teile. Daran siehst du, wie filigran das ist und wie wertvoll. Und er sagt, nein, ich mache es mit vier und zwar aus Duplo.

MHJ: Genau.

MHJ: Grüß dich.

MHJ: Richtig. Und ich muss mich aber korrigieren.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Es sind neun Teile satt gewesen. Verzeihung. Aber immer noch viel, genau, aber weniger als die 60 Teile oder was auch immer Patek Philippe brauchte.

n_a_w_p: Okay, aber weniger als 400.

MHJ: Genau.

MHJ: Und weil diese Uhr sehr erfolgreich war, er finanziert damit auch ein Restaurationsprojekt in dem...

MHJ: Museum International d 'Orologie im Urnmuseum in La Chaux -de -Fonds.

MHJ: dem er in der Zeit als Direktor vorsteht.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: kommt Beat Weinmann als Projektmanager, sage ich jetzt mal, um das abzukürzen.

MHJ: Äh...

MHJ: von dem MIH -Projekt und gründet mit Ludwig Oechslin zusammen eine Marke.

MHJ: Und die produzieren auch heute noch, ich weiß es nicht, wenn es 120 Uhren pro Jahr sind oder so weiter, alle mit denen.

MHJ: Konstruktionen, die aus Öxlins Kopf fußen. Und ich hatte die Möglichkeit, in der...

MHJ: Beate.

MHJ: Geht dann aus der Firma.

MHJ: Und ich hatte die Möglichkeit, in der Zeit, als er ging,

MHJ: mir das Recht zu erwerben, eine Uhr von denen zu modifizieren.

MHJ: zusammen mit einer sehr guten Schweizer Uhrmacherin, Marion Müller.

MHJ: Der Name taucht auch immer mal wieder auf, überall dort, wo Innovation stattfindet.

MHJ: Das war ein spannendes Projekt.

MHJ: Jahre hat das Ganze gedauert von den ersten Skizzen.

MHJ: und die konnte dann etwas mehr.

MHJ: Als also.

MHJ: zehn Komplikationen mehr.

MHJ: Als das, was Öxlin hatte und ohne ein zusätzliches Teil.

MHJ: Und einer meiner besten Tage war, als ich dann nach La Chaux -de -Fonds fuhr, um Ludwig die Uhr zu präsentieren.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja, das hat seine Antwort dann, nachdem ich fertigbar war.

MHJ: Ja, ja.

MHJ: Das gefällt mir alles sehr gut.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Seitdem haben wir uns auch mal wieder gesehen.

MHJ: Oh, die Uhr wäre für mich sicherlich meine wichtigste, weil da das meiste Herzblut drinsteckt.

n_a_w_p: Ja, das ist gut verständlich. Da ist ja wirklich alles drin.

n_a_w_p: Nicht nur an Komplikationen, sondern auch an...

n_a_w_p: Zwischenmenschlichen, finde ich toll, wie du das beschrieben hast, wie er das gemacht hat.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Man kann vielleicht noch dazu erwähnen, du sagst ja, sie machen sehr wenig Uhren, 120. Mir ist aufgefallen, sie sind aber trotzdem in den großen

n_a_w_p: Buch von Pulverant drin.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: über Uhrenmarken.

n_a_w_p: Wo eigentlich sonst nur so große Marken sind. Und ich glaube, sie sind auch relativ erschwinglich. Ich weiß, dass viele Leute immer glauben, wenn es um Independent geht, dass man Millionär sein muss. Aber ich glaube, das kann man kaufen normal.

MHJ: Gute Nacht.

MHJ: Das kann man kaufen. Die fangen vielleicht an. Ich habe nur die Schweizer Frankenpreise auch nur vage, aber ich sage mal einfach, dass...

MHJ: fängt bei...

MHJ: Ungefähr 3000 Euro an oder so.

n_a_w_p: Das ist, glaube ich, wichtig.

n_a_w_p: nochmal zu sagen, dass es jetzt...

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: komplett nicht abgehoben, obwohl das so eine spezielle, besondere Uhr ist.

MHJ: Nein.

n_a_w_p: Toll. Was ist die zweite Uhr gewesen?

MHJ: Die zweite Uhr war...

MHJ: Was hatten wir denn?

MHJ: Mb und F.

n_a_w_p: Ja.

n_a_w_p: Die LM1...

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: 0 ,1

MHJ: 0 ,1 genau.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Eigentlich meine Lieblingsuhr aus deinem Stall.

MHJ: Oh ja.

n_a_w_p: Sie sieht aus wie eine große liegende Acht, die man dann auf dem Arm hat und in der Mitte.

MHJ: Nein, stopp.

MHJ: Ciao.

n_a_w_p: Vielen Dank.

MHJ: Das wäre die HM1.

n_a_w_p: Ach so, ah.

MHJ: Ja, die...

MHJ: Die andere, die trägt sich nur sehr schwer.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Die Legacy Machine ist...

n_a_w_p: Ach, LM, ja.

MHJ: Das ist eine kleine Uhr, bei der die Besonderheit ist, dass die Unruhe über dem Zifferblatt schwebt und gehalten wird von einem zweiarmigen...

MHJ: was auch immer, Teil und darunter werkelt gut sichtbar die Hemmung.

MHJ: Es gibt ein sehr kleines, auf blauem Grund und daneben gibt es noch ein...

MHJ: Einmal die Gangreserve, ein kleines weißes Zifferblatt und auf der anderen Seite hätten wir dann noch eine Zeitanzeige, Stunde und Minute.

MHJ: Ebenfalls in weiß und die Besonderheit hier, damit es auch von Max Büsser & Friends ist, wäre, dass das das erste von...

MHJ: von MB &F in Eigengrie hergestellte Uhrwerk ist, was allerdings die Gestaltung des Werkes sehr...

MHJ: an klassische Taschenuhren.

MHJ: 19. Jahrhunderts erinnert, von Garry Wuthilan übernommen wurde.

MHJ: Die hatte ich, die kam an, ich habe die angelegt und das glatt wieder vergessen.

MHJ: Als ich dann ging in die Küche, habe einen Braten zubereitet für die Familie und irgendwann...

MHJ: Während des Schneidens des Fleisches merke ich dann so.

MHJ: Jetzt hast du diese nicht ganz so günstige Uhr am Handgelenk.

MHJ: Sie fühlt sich an, als ob sie da schon immer war. Und du kannst damit auch eigentlich, außer schwimmen, ist nicht sonderlich wasserdicht.

MHJ: oder druckdicht eigentlich alles machen. Es ist eine Alltagsuhr.

MHJ: Und diese Verbindung aus...

MHJ: Alltagsuhr und eben...

MHJ: Ja, den.

MHJ: urmacherischen höchsten Wein, die ich auch bei Oxon Junior halt eben finde, wo alle Uhren auch bis 10...

MHJ: atmosphärendruckdicht sind, die hat mich da auch sehr überzeugt.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Nummer...

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Drei wäre die schon angesprochene Uhrwerk -EMC2, also eine Vici -Zeitwaage mit einem Generator, der das Ganze antreibt.

MHJ: Kurbeldreht, es stammt von der gleichen Firma, die auch die Generatoren...

MHJ: für die Rekuperation der Energie in den Mars -Modulen oder in diesem kleinen Mars -Rover hergestellt hat.

MHJ: für mich dann also wirklich in dieser zweiten Welle von Unabhängigen.

MHJ: Uhrmachern halt eben dieses...

MHJ: dass jemand mal das Terrain der reinen Mechanik verlässt.

MHJ: elektromechanische Zusatzmodule entwickelt, übrigens auch das erste.

MHJ: Das eigenentwickelte Uhrwerk.

MHJ: Euer Kloberg.

MHJ: Und das ist für mich ein absoluter Meilenstein.

MHJ: In eine Kiste mit den besten Uhren oder den Uhren, die mir am Herzen liegen, wäre die auf jeden Fall dabei.

n_a_w_p: Uhrwerk.

n_a_w_p: Hat ja immer so einen Star Trek.

n_a_w_p: Design Approach könnte man sagen. Und da ist das interessant. Ich fand das spannend, dass sie bei den früheren Modellen

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Bei der...

n_a_w_p: Von mir so geschätzten 103.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Da ist ja auch schon auf der Rückseite sind so Möglichkeiten zum Einstellen und extra Anzeigen und so weiter. Und hier ist nochmal auf die Spitze getrieben, weil man eben nicht nur mit einer Schraube interagieren kann, sondern auch noch mit dem Generator.

MHJ: Genau.

MHJ: Genau.

n_a_w_p: So dass man irgendwie so eine Menschmaschine macht, also bist du schon fast bei Kraftwerk dann.

MHJ: Das...

MHJ: Ja, es ist richtig. Ich will nicht sagen One -Pony -Trick oder One -Trick -Pony, aber sagen wir mal so, das ist das, was man gemeinhin als Conversation -Starter hat.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: begreift. So viele gibt es davon auch nicht.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Und das ist einfach, ja, das ist toll.

MHJ: Zusätzlich auf die Spritze getrieben mit der AMC Uhr, die...

MHJ: Also eine Sympathik, das heißt, es gibt eine Mutteruhr, in die man zum Stellen und Aufziehen die Armbanduhr legen kann.

MHJ: Und diese Mutteruhr ist eine Atomuhr.

MHJ: Und...

MHJ: Das heißt, man hat eine unabhängige Atomuhr. Es gibt auch noch ein Funkmodul, falls die Atomuhr ausfallen sollte, kein Strom da ist oder was auch immer der Fall sein sollte, die Akkus leer sind.

MHJ: Das funktioniert auch noch unabhängig voneinander. Und das ist so im Grunde alles, was Uhrwerk macht, ist die Begrä...

MHJ: Die Entwicklungslinien, angefangen von 3G bzw.

MHJ: Noch weiter dahinter wandert eine Stunde.

MHJ: Das fing ja dann Mitte der, oder 1997, beziehungsweise dann 2003, als wir die 103er vorgestellt haben, halt eben auch der Erfolg an vom Uhrwerk halt.

MHJ: Also der Rückgriff von historischen Sachen immer...

MHJ: die Möglichkeit, Linien zu ziehen.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: steckt in allen Produkten von Uhrwerk. Niemand fragt meistens nach den Uhrwerken, die tatsächlich bei Uhrwerk drin ticken.

MHJ: weil einerseits die Zeitanzeige, andererseits natürlich die Gestaltung so anders ist.

n_a_w_p: Verstehe. Was ist die dritte?

MHJ: Die vierte sind verschwunden.

n_a_w_p: Ach, die sind schon bei der vierten, sehr gut.

MHJ: Wir sind bei der vierten, genau.

MHJ: Ähm.

MHJ: Exzentrisity hebdomadaire.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das ist immer noch...

MHJ: Junger, toller Uhrmacher.

MHJ: der sehr von allen Kollegen geschätzt wird.

MHJ: der 2018 glaube ich oder 2017 seinen ersten Artikel hatte. Da war er 27 Jahre alt.

MHJ: Er hatte die Uhrmacherschule in Matteau beendet, von der recht viele französische...

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Erfolgreiche Uhrmacher.

MHJ: Theo Offred zum Beispiel.

MHJ: Auch.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Er möchte halt eben seine erste eigene Uhr.

MHJ: herstellen.

MHJ: Stellt die vor, dann...

MHJ: muss man dazu sagen, er selbst hatte den Spitznamen Cyril Breguet.

MHJ: Nodo in Matto. Das heißt, es ist alles von der Gestaltung her sehr angelehnt an Breguet, ganz klassisch. Es ist alles von Hand hergestellt, kein CNC.

MHJ: dass keine Uhr gleich der anderen, genauso wie bei Breguet, auch immer wieder Innovationen einfließen in das Ganze. Nur das halt eben die Produkt - oder die Entwicklungszyklen.

MHJ: da jeder ein Einzelstück ist, etwas länger dauern.

MHJ: zweieinhalb Jahre oder sowas auf die Uhr warten können und heute ist es...

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Auch schon gar nicht mehr möglich und ganz fantastische Zeiten einfach nur.

MHJ: Weil ich ein Early Adapter war. Ich habe diese Uhr gesehen und ich wusste, ich möchte diese Uhr haben.

MHJ: Ich möchte eine Uhr von ihm haben.

MHJ: 150 E -Mails später und...

MHJ: Ich begann mit einer Skizze, die ich ihm geschickt hatte.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Und daraus entwickelte sich ein Dialog und am Ende war dann eine Uhr fertig, die im Gegensatz zu seinem ursprünglichen Modell

MHJ: eine Wochentags - und AMPM -Anzeige beinhaltet.

MHJ: Und der Zügel...

MHJ: Nimmt eben keine UNITAS als Grundlage und feilt dann ein bisschen rum.

MHJ: sondern halt, da wird alles...

MHJ: Auf Grundlage seines eigenen Werkes, seiner eigenen Hemmung, die er zusammen mit dem

MHJ: Herzlichen Dank.

MHJ: Super Uhrmacher.

MHJ: und Prototypisten Luc Monet entwickelt hat.

MHJ: Das gibt alles von Hand und als Einzelstück angefertigt.

n_a_w_p: Und dann hast du einfach bei 5 das Gegenteil angekreuzt und zwar

MHJ: Ja.

MHJ: Die wichtigste Uhr überhaupt.

MHJ: Die beginnt Mitte der 80er Jahre, nicht nur meine. Also entweder mal eine Swatch oder mal eine G -Shock.

MHJ: Und eine G -Shock ist auch immer noch mein Begleiter.

MHJ: Äh.

MHJ: wohin ich gehe, selten am Abend.

MHJ: also eine flessende U -Bahn.

MHJ: Aber jetzt halt immer dabei ist, ein universelles Stück. Ich habe keine Smartwatch.

MHJ: Aber bin mit einer G -Shock Solar.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das ist Tough Solar ganz glücklich, weil sie eigentlich alle Komplikationen beinhaltet, die man überhaupt in einer Uhr braucht.

MHJ: sollte jeder haben.

MHJ: Tschüss.

n_a_w_p: Es ist schön, dass du das so zusammenbindest. Ich hatte so einen ähnlichen

n_a_w_p: Ich bin ja ganz glücklich über eine Schenkung an eine Moonswatch gekommen und war auch ganz angetan. Die hat jetzt nicht so viele Komplikationen, aber die Idee, dass sie...

n_a_w_p: Dass sie auch dieses spielerische Element hat, dass der Tiger so sirren zurückfährt und dass du einfach auch dieses Symbolische darin, weil sie ja trotzdem das Speedmaster -Design hat und dann aber so unkompliziert ist in allem.

n_a_w_p: Das hat auch schon Reiz.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Und man soll auch kein Snob sein.

n_a_w_p: Ich würde gerne zum Schluss noch mit dir darüber sprechen.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: wie sich die Szene vielleicht unterscheidet, weil jetzt hast du besprochen, gesagt oder erzählt, wie du mit den Einzelnen ja auch in Kontakt warst, per E -Mail und so weiter.

n_a_w_p: Aber es gibt ja auch die Möglichkeit, die Leute zu treffen. Bei normalen Firmen kannst du ja zu einem Juwelier gehen und dann

n_a_w_p: sprichst du mit dem Verkäufer über die Uhr oder du kannst in die Firmenboutique gehen, dann kriegst du vielleicht sogar einen richtigen Fan der Marke, der das schon lange macht, ist mir auch schon passiert, gibt's.

n_a_w_p: Aber wie ist das bei Independent Watchmaking? Wie kann ich mir das vorstellen? Kann man da einfach nach Genf fliegen und trifft die dann da? Oder wie ist das auf Messen? Kannst du das vielleicht einmal skizzieren und sagen, ob das Gerücht stimmt, dass man mindestens ein Uhrwerk kaufen muss, damit man mitspielen darf?

MHJ: Also bei bestimmten Sachen hilft es natürlich, wenn man die Uhren der Marke hat.

MHJ: Das ist natürlich auch zur Kundenpflege.

MHJ: recht hilfreich, das Uhrwerk oder bei MB &F auch Veranstaltungen haben in den bestehenden

MHJ: die Bestandskunden sich treffen können und austauschen können.

MHJ: Grundsätzlich bei den Unabhängigen...

MHJ: Nehmen wir jetzt mal einfach...

MHJ: Den Server...

MHJ: Ich habe den Artikel gelesen, habe eine E -Mail geschrieben, der hat sofort zurückgeantwortet, ja, er ist bereit, seine dritte Uhr zu bauen.

n_a_w_p: Aber es ist echt früh.

MHJ: Dann...

MHJ: Dann lief das einfach, genau.

MHJ: Ich war jetzt gerade in London.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ich hatte vorher Charles Fletcher im Partner.

MHJ: Ganz interessante Armbanduhr.

MHJ: entwickelt seit einigen Jahren, ihr wolltet sie sehen, habt ihr am Tag vorher.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Richard, der...

MHJ: Die Firma leitet...

MHJ: Auch kurz eine Nachricht geschickt und dann hatte er zum Glück Zeit, hat sich gefreut und wir hatten auch wieder ein, zwei Stunden sehr freundliches und nettes Beisammensein.

MHJ: Und das funktioniert...

MHJ: Wie ich finde...

MHJ: grundsätzlich immer, wenn man höflich fragt.

MHJ: Ansonsten gibt es natürlich zu den großen Messen

MHJ: Tschüss.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Umfeld der Watches und Wonders zum Beispiel die Möglichkeit.

MHJ: Beim AHCI der...

MHJ: auch immer dort

MHJ: halt eben Flächen.

MHJ: in der Stadt hat und wo unterschiedlichste AHCI -Mitglieder sich vorstellen, hinzugehen.

MHJ: abends mit den Leuten zu.

MHJ: Trinken oder zu essen niederschwellig.

MHJ: ist da vieles möglich oder aber natürlich...

MHJ: Man hat das Glück über Sammlerkreise.

MHJ: in denen jemand etwas organisiert, im besten Falle Freunde.

MHJ: halt dorthin zu reisen und das...

MHJ: Das klappt eigentlich immer dann.

n_a_w_p: Wenn du...

n_a_w_p: Wenn jemand jetzt sagt, er hat das gehört und findet das alles wahnsinnig interessant und möchte da gerne mitspielen und sich darüber informieren, was würdest du als Einstieg empfehlen? Wo kann man was lesen? Mit wem kann man reden? Wo kann man hingehen?

MHJ: Alle, also jetzt lesen, das ist ja bei, ob das für Dinky ist oder...

MHJ: Block to Watch und so weiter. Im Augenblick wird ja eigentlich alles gefeatured.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Jedes Erstlingswerk bekommt in irgendeiner Weise Aufmerksamkeit.

MHJ: Insofern, das funktioniert als

MHJ: Eigentlich erstmal ganz gut.

MHJ: Der zweite...

MHJ: Das sind dann halt die Messen.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Wie ich schon sagte.

MHJ: Bei Bridges and Wonders, der AHCI.

MHJ: oder aber die anderen kleineren Messen.

MHJ: Also Time to Watch zum Beispiel.

MHJ: Es gibt...

MHJ: Jetzt demnächst ja wieder die Mikro.

MHJ: in Prag.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Danke.

MHJ: zahlreiche Möglichkeiten halt eben, um mit den Leuten direkt ins Gespräch zu kommen.

n_a_w_p: Mhm.

MHJ: Auch Watchtime Düsseldorf zum Beispiel.

n_a_w_p: Gut, ja, nächstens.

MHJ: Vor kurzem erfahren haben, dass selbst Thomas Prescher, also jemand, der sich mit drei Achsen, Turbos und Wahnsinnszeug halt eben beschäftigt.

MHJ: Bei dem kann man auch vorbeischauen. Der ist tatsächlich in Düsseldorf.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ja.

n_a_w_p: Ich werde auch da sein und ich hoffe, ihn treffen zu können.

MHJ: Ja, dann wünsche ich dir viel Spaß. Das wird bestimmt super.

n_a_w_p: Aber wir kriegen...

MHJ: Nee, das sind so...

n_a_w_p: Er kommt natürlich auch nach Berlin, wie alle Anständigen.

MHJ: Hm?

MHJ: Ja, natürlich.

n_a_w_p: Ruhe mache und trifft uns da.

n_a_w_p: Sehr gut.

MHJ: Das stimmt.

n_a_w_p: Ja, das...

MHJ: Ja, das sind so die Wege, die mir einfallen. Ansonsten häufig reicht es auch einfach...

MHJ: Telefonhörer und so. Alle wollen ja verkaufen letztendlich.

n_a_w_p: Ja.

MHJ: Und...

n_a_w_p: Ich glaube, es ist wichtig wegen der Barriere.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Viele Menschen schon finden, dass Juweliere erstmal eine Barriere darstellen.

MHJ: Ja.

MHJ: Okay.

n_a_w_p: Und jetzt könnte man vermuten, die meisten Independent -Uren sind ja sehr viel teurer, dass die Barriere denn umso höher ist. Mein Eindruck ist aber, das ist nicht so, sondern wir haben ja auch die Erfahrung gemacht, dass wir zum Beispiel

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Also du hast mindestens eine Libertün, das weiß ich, aber wir anderen sind ja auch bei Libertün schon mehrfach gewesen und haben uns die Uhren zeigen lassen und mit denen darüber gesprochen und ich hatte den Eindruck, dass die sehr...

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: angenehm waren und auch für sich verstanden haben, dass das wichtig ist, dass man

n_a_w_p: mit Leuten, die Interesse hat, darüber spricht, ohne dass jetzt sofort ein Verkauf getätigt wird, weil das zu diesem Ökosystem dazu gehört. Oder Armin Strom ist, finde ich, ein super Beispiel, wo wir auch Claude Kreisler mal in Berlin hatten, der das erklärt hat und wo man auch einfach hingehen kann.

MHJ: Sehr gut.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Das ist mir immer wichtig, dass man das spiegeln kann, damit einfach mehr Leute auch sagen, das könnte für mich interessant sein und nicht von Anfang an denken, nee, ich bin gar nicht gemeint. Also es ist nicht so wie, weiß ich nicht, zu Ferrari gehen und sagen, ich will ein Auto haben, das klappt nicht.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

MHJ: Das funktioniert.

n_a_w_p: Bei Uhren geht es schon.

MHJ: Genau.

n_a_w_p: Oder ich will mal Probe fahren, ich will mich damit beschäftigen. Weil die geben einem die Uhr ja auch in die Hand und erklären einem alles. Das wird einem bei Ferrari nicht passieren.

MHJ: Ja.

MHJ: Das ist richtig, genau.

n_a_w_p: Obwohl die Uhr im Zweifel teurer ist als der Ferrari.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Das stimmt. Ich hatte ja zum Beispiel, ich habe das Glück oder das Pech eigentlich

MHJ: Die ganze Zeit meine ganze Uhrenkarriere, die ja schon ein bisschen andauert.

MHJ: ohne ein Konzessionär auszukommen. Dieses Konzessionärsverhältnis ist etwas, was mir...

MHJ: Ich glaube.

MHJ: irgendwie fremd geblieben ist.

n_a_w_p: Du bist halt independent.

MHJ: Ja, genau, das ist das Problem. Ich bin jetzt ganz glücklich, muss ich sagen, da mal ein bisschen hineinschnuppern zu können, denn auch die Konzessionäre öffnen sich ja den Unabhängigen.

n_a_w_p: Da gibt es bessere, ja.

MHJ: Müssen sie ja auch.

MHJ: Verlangt der auch vielleicht der Markt?

MHJ: Oben.

MHJ: Mir geht es gerade.

MHJ: Kopfhörer aus dem Ohr. Und insofern, das ist auch eine schöne Chance, die Uhren erst mal halt...

MHJ: Und vielleicht...

MHJ: an den Angeboten von

MHJ: Rolex, Omega und wie sie alle heißen.

MHJ: Vielleicht vorbeizugehen und mal zu schauen, was hinten in der Küche so gekocht wird.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ja, das können wir ruhig, finde ich, auch sagen. Wir sprechen beide von Bucherer Berlin in der Friedrichstraße. Ich finde, wenn Leute was gut machen, kann man auch viel davon sprechen.

n_a_w_p: Vielen Dank.

n_a_w_p: die diese Masterworks -Serie sowieso hatten, aber eben auch Ressorts zum Beispiel im Sortiment haben.

n_a_w_p: Und andere Independent -Marken haben die Strom zum Beispiel.

n_a_w_p: Und auch Events machen und so weiter und damit ja auch.

n_a_w_p: was dazu beitragen, dass dieses Ökosystem funktioniert, ohne dass es direkt darum geht, dass man jetzt irgendwie eine Excel -Tabelle gleichen Verkauf...

MHJ: Ja.

n_a_w_p: abdrücken kann. Und das, finde ich, kann man auch durchaus unterstützen. Umso mehr, wenn, ich glaube, sie sind ja auch Marktführer und finden es trotzdem gut, dass sie dann eben sich die Mühe geben und diese extra Meile laufen und nicht sagen, wir sind ja eh der Marktführer, sollen die anderen das mal testen und dann machen wir das.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Ja.

n_a_w_p: Wunderbar, dann haben wir doch einen schönen runden Schluss, wie man das einsammeln kann.

n_a_w_p: Ich habe jetzt allerdings auch schon...

n_a_w_p: mindestens drei Ideen, was wir eigentlich noch weiter besprechen müssten beim nächsten Mal.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Gerne, gerne, gerne.

n_a_w_p: Und dann will ich auch.

n_a_w_p: alles über deine Reihenfälle hören. Aber für heute ist das erstmal gut.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

n_a_w_p: Ich danke dir sehr.

MHJ: Gut, ich danke dir.

MHJ: Vielen Dank.

MHJ: Vielen Dank.

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