Transcript
Speaker: Herzlich willkommen zum Bewegt was! Podcast!
Speaker: Bei uns geht es um Sport, Jugend und Beteiligung.
Speaker: Heute sprechen wir mit Sonja Kahle von der württembergischen Sportjugend und Noah Hermanns vom Jugendkreisrat Konstanz.
Speaker: Wir, das sind Friedlin Koch vom Institut für angewandte Sozialwissenschaften und Maximilian Seidel, der Co-Host und Journalist.
Speaker: Guten Morgen.
Speaker: Sonja, magst du dich kurz vorstellen?
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Ich bin Sonja, bin Vorsitzende der Württembergischen Sportjugend und da im Ehrenamt tätig, sehr, sehr sportlich bewegt, sage ich mal.
Speaker: Und nebenher Geschäftsführerin beim Schwimmverein Cannstatt, oder?
Speaker: Also du bist eigentlich eine Profisportfunktionärin.
Speaker: Ja, also haupt- und ehrenamtlich im Sport zu Hause und natürlich gerne auch noch in der Freizeit selber aktiv.
Speaker: Also vereint so ein bisschen alles, was die Leidenschaft rund um den Sport bei mir betrifft.
Speaker: Und Noah, was machst du?
Speaker: Ja, hi, guten Morgen.
Speaker: Ich habe praktisch meine Freizeit in meiner Jugend schon seit längeren Jahren daran reingesteckt, dass ich die politischen Interessen von Jugendlichen,
Speaker: vertrete und versuche, da das Beste rauszuholen für uns Jugendliche.
Speaker: Also so eine Art Lobbyist, könnte man sagen.
Speaker: Magst du noch ein bisschen genauer erzählen?
Speaker: Du hast so ganz viele unterschiedliche Sachen, habe ich den Eindruck, wo du drinstehst.
Speaker: Ja, es ist ein sehr langer Weg.
Speaker: Generell immer so in der Politik.
Speaker: Aber angefangen als Klassensprecher natürlich, als Schülersprecher.
Speaker: Dann habe ich mich für den Jugendgemeinderat aufgestellt, für die Stadt Konstanz.
Speaker: War dann dort stellvertretender Vorsitzender.
Speaker: Ich habe dann geholfen, den Jugendkreisrat, also auf Kreisebene, das heißt, da ist noch Singen dabei und auch ein sehr großer ländlicher Raum rund um den Bodensee.
Speaker: Ich habe dort geholfen, den Jugendkreisrat, also eine politische Vertretung für die Kreisebene aufzubauen.
Speaker: Und bin jetzt dort auch Mitglied seit Anfang des Jahres und bin auch jetzt schon seit zwei Jahren fast, oder schon zwei Jahre genau, bin ich Mitglied oder bin ich im Vorstand vom Dachverband der Jugendgemeinderäte von Baden-Württemberg.
Speaker: Dort vertreten wir die Interessen von diesen Jugendgemeinderäten.
Speaker: und auch helfen bei der Organisation, bei der Gründung von neuen Jugendgemeinderäten und eben da eine Wissensdatenbank, coachen Jugendgemeinderäte.
Speaker: Und seit Mitte dieses Jahres bin ich jetzt auch im Landesjugendbeirat von Baden-Württemberg.
Speaker: Das ist jetzt ein sehr neues Gremium.
Speaker: Es gibt tatsächlich nur zwei in ganz Deutschland, einmal in Rheinland-Pfalz und einmal in Baden-Württemberg.
Speaker: Und unsere Aufgabe ist es, auf Landesebene gegenüber der Landesregierung,
Speaker: die Jugendlichen zu vertreten, deren Interessen darzulegen und dann auch ziemlich konkret in der Landespolitik Vorschläge zu machen, was wir haben wollen für Jugendliche.
Speaker: Und ja, das ist so mein Werdegang.
Speaker: Und in der restlichen Zeit studierst du in St.
Speaker: Gallen, oder?
Speaker: Genau, ich studiere International Affairs an der Universität in St.
Speaker: Gallen.
Speaker: Da pendle ich hin.
Speaker: Das geht sehr gut und macht auch viel Spaß.
Speaker: Es ist ein bisschen anstrengend, aber geht alles noch klar.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Ich habe euch ein kleines Spiel mitgebracht.
Speaker: Es nennt sich was Lustiges, drei Statements oder Fragen, Antwort in einem Wort.
Speaker: Zumindest haben wir es so im Skript genannt.
Speaker: Und das ist genau das, was ich gerade beschrieben habe.
Speaker: Ich habe ein paar Statements, es sind mehr als drei, das Skript ist ein bisschen veraltet.
Speaker: Und ihr dürft einfach immer sagen, ich gebe euch mal entweder oder und ihr dürft sagen, was ihr wollt.
Speaker: Also immer nacheinander.
Speaker: Lieber das ganze Leben lang in Bavü oder nie wieder in Bavü leben?
Speaker: Na, das ist jetzt sehr extrem, aber da muss ich ja fast sagen, lieber das ganze Leben in Bavü.
Speaker: Ja, dem schließe ich mich an.
Speaker: Lieber Couchabend oder auf dem Bolzplatz?
Speaker: Auf dem Bolzplatz, ganz klar.
Speaker: Für mich lieber ein blühtiger Couchabend.
Speaker: Lieber in der Gruppe diskutieren oder alleine in Ruhe denken?
Speaker: Oh, ist beides spannend, finde ich.
Speaker: Also ich finde, man braucht beides, Diskussion und aber auch das Nachdenken.
Speaker: Aber wenn ich mich jetzt entscheiden muss für die Gruppe, für das Diskutieren.
Speaker: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich mit vielen Leuten trifft, viel bessere Lösungen findet, als wenn man nur alleine nachdenkt.
Speaker: Deshalb auf jeden Fall in der Gruppe diskutieren und sich was gemeinsam überlegen.
Speaker: Und ab und vor Zukunft und Politik, später lieber Top-Manager-Posten im Sport oder im Bundestag?
Speaker: Ich bleibe da jetzt dem Sport treu, da das ja so viel Herzblut bei mir ist.
Speaker: Aber ich finde beides spannend.
Speaker: Also für mich klar, den Bundestag.
Speaker: Ich habe nichts gegen Sport, aber meine Kompetenzen liegen woanders.
Speaker: Und wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich da besser aufgehoben sein als im Sportverein.
Speaker: Dann fangen wir ein bisschen an mit dem Thema und für die erste Frage habe ich eine kleine Geschichte mitgebracht.
Speaker: Ich bin jetzt selbst am Studieren in Dresden und habe darüber angefangen in Unisport reinzugehen und es gibt hier ein ganz tolles Unisport-Angebot und was total cool von den lokalen Vereinen organisiert wird.
Speaker: Und damit bin ich mal wieder im Vereinsgeschehen, im Sportvereinsgeschehen.
Speaker: Und so habe ich jetzt auch viel über Sportverein und Demokratie nachgedacht.
Speaker: Und auch wegen dieses Podcasts.
Speaker: Und merke, wenn da vorne mein Jiu-Jitsu-Trainer steht oder mein Wasserball-Trainer und ich mache alles nach und muss irgendwie ganz viel schlechter.
Speaker: Und dann habe ich mich gewundert.
Speaker: Das ist gar nicht so demokratisch.
Speaker: Das ist irgendwie sehr hierarchisch.
Speaker: Aber
Speaker: Klar, man kann mit den Trainern auch quatschen, aber der Vereinssport an sich, wenn man ihn jeden Tag einfach ausführt hat, hat gar nicht so wahnsinnig viel mit Demokratie zu tun, wenn man sich nicht in den Strukturen engagiert.
Speaker: Und da wollte ich euch fragen, was heißt denn für euch so Demokratie im Sport, Sport und Demokratie?
Speaker: Wie nehmt ihr die da wahr und würdet ihr sagen, es gibt da auch eine Demokratiekultur?
Speaker: Vor allem du, Sonja, kennst dich damit ja aus, hast damit viel Erfahrung.
Speaker: Also definitiv.
Speaker: Du hast recht, dass auf den ersten Blick gibt es schon manchmal auch autoritäre Trainerstrukturen, wenn man jetzt nur den Sport sich anschaut.
Speaker: Aber ich finde, wenn man so einen Blick weiter über den Tellerrand wirft, ist doch auch ganz viel was, angefangen von Fair Play, von Umgang mit anderen, Teilhabe,
Speaker: Mitbestimmung im Team.
Speaker: Es gibt ja auch zum Beispiel Wahl zum Kapitän, Kapitänin und so weiter.
Speaker: Das sind ja schon, sage ich mal, kleine Strukturen, die auf jeden Fall demokratisch angehaucht sind.
Speaker: Und von daher ist natürlich dann, finde ich, eine sehr gute und niedrigschwellige Art, sich zu engagieren im Sportverein, dass man es einfach...
Speaker: schaffen kann, durch Leidenschaft zum Beispiel im Jugendbereich einfach das weiterzutreiben, was die Jungen bewegt und man da nicht zwangsweise jetzt nur eine Vorstandsebene hat, die, sage ich mal, hierarchisch den Verein diktiert, sondern man kann sich da sehr gut als junger Mensch engagieren und einiges auch bewegen, ob es
Speaker: jetzt nur ein Event ist oder Weihnachtsfeier, wie auch immer.
Speaker: Also das, was so brennt, finde ich, ist in einem Sportverein sehr einfach abzuändern oder sich einzubringen auf eine einfache Art und Weise.
Speaker: Noah, du engagierst dich im Landesverband der Jugendgemeinderäte.
Speaker: Was heißt, oder bist auch sonst im Kreisverband engagiert für Demokratie.
Speaker: Was heißt Demokratie für dich?
Speaker: Ich glaube, Demokratie auf niedrigschwelliger Ebene bedeutet für mich, dass jeder und jede, die etwas bewegen will, die eine Idee hat, im Konkreten, also vor allem auf kommunaler Ebene, funktioniert es natürlich am besten.
Speaker: die sollten sich auch einbringen können und das auch zur Sprache bringen können.
Speaker: Und wenn es dann auch richtig ist, dann sollte es auch umgesetzt werden.
Speaker: Und das ist eben meine Auffassung.
Speaker: Also in einem Wort zusammengefasst sollte es heißen Beteiligung.
Speaker: Ich setze mich ja eben für die Jugendbeteiligung ein.
Speaker: Das ist sowas, was ich jetzt auf niedrigschwägster Ebene unter Demokratie verstehe.
Speaker: Sona, du engagierst dich in Sportvereinen und im Landessportbund.
Speaker: Ich hatte einen Blick in euer Fortbildungsprogramm geworfen und habe da ganz viele Veranstaltungen zu Teilhabe und Chancengerechtigkeit gefunden.
Speaker: Du hattest das auch als dein Arbeitsschwerpunkt 2025 gewählt, gemeinsam mit Kinder- und Jugendamt.
Speaker: Erzähl uns doch, warum sind dir, warum sind euch diese Themen so wichtig?
Speaker: Also ich denke, die Themen sind gerade heutzutage in der heutigen Zeit sehr wichtig, weil wir einfach merken, ein Sportverein ist eine sehr positive Sache, die Kinder und Jugendliche begleitet und auch Werte vermittelt und merken aber gleichzeitig, dass wir nicht zwangsweise alle erreichen und so eben...
Speaker: genau einen zum einen niedrigschwelligen, aber auch leichten Zugang für Kinder und Jugendliche zu den Sportvereinen schaffen wollen und gleichzeitig natürlich merken, dass es jetzt Thema Rechtsruck oder extremere Einstellungen, dass eben gerade durch den Sport es auch sehr auf niedrigschwellige Weise einfach ist, Demokrat
Speaker: Erfahrung zu machen oder sich einzubringen und deshalb möchten wir das fördern.
Speaker: Zumal so viele Menschen in Sportvereinen sind, man also auch nicht, sage ich mal, nur neue Menschen rekrutieren muss, sondern schon ganz viele hat, die vor Ort sind und wir denken, dass das sehr wichtige Themen für heutzutage und auch für die Zukunft sind.
Speaker: Wie spürt ihr denn im Sportkontext den Rechtsruck, den du gerade angesprochen hast, den wir in vielen Wahlergebnissen sehen?
Speaker: Also ich würde sagen, wir spüren es vielleicht auf der untersten Ebene der Sportvereine, manchmal mittelbarer, manchmal weniger.
Speaker: Es ist natürlich so, es ist ja klar, wenn Stichwort AfD 20 Prozent oder mehr die AfD wählen, werden höchstwahrscheinlich auch ein ähnlicher Prozentsatz in unseren Mitgliederzahlen zu verzeichnen sein.
Speaker: Wir hoffen natürlich immer etwas weniger, da der Sport ja vielleicht nicht ein exaktes Abbild dessen ist, aber da muss man sich definitiv damit auseinandersetzen und nicht die Augen verstießen, dass einfach die
Speaker: Sportvereine die Gesellschaft abbilden und wir deshalb auch positiv einwirken wollen, eben die Demokratie zu fördern und stark zu sein und zu machen, dass wir im Sport uns da ganz klar für die Demokratie einsetzen.
Speaker: Und klar, was man jetzt im Fußball oder bei größeren Sportarten, die viele Fans haben, kommt ja auch immer wieder das Stichwort Rassismus, einfach menschenverachtende, feindliche Haltung zum Ausdruck.
Speaker: Das können wir natürlich auch und wollen wir nicht die Augen davor verschließen, sondern aufmerksam machen, dass ein Verein und der Sport für Fairplay und für Demokratie steht.
Speaker: Noah, wie ist es in deinem Kontext?
Speaker: Spürst du den Rechtsruck, den wir in vielen Wahlergebnissen sehen, irgendwie in den Jugendgemeinderäten oder so?
Speaker: Tatsächlich nicht, also nicht, dass ich wüsste, in Baden-Württemberg zumindest nicht.
Speaker: Ich habe das Gefühl, dass die allermeisten Jugendlichen, die sich in Jugendgemeinderäten oder generell Jugendgremien, in institutionalisierten Jugendgremien engagieren, meistens aus der politischen Mitte kommen.
Speaker: Ich habe auch schon viel darüber philosophiert.
Speaker: Wir haben meistens entweder Sozialdemokraten, Christdemokraten, teilweise Liberale,
Speaker: Und wenig, tatsächlich gar nicht mal so viele grüne Jugendliche und mir sind keine von der AfD bekannt.
Speaker: Ich habe das Gefühl, das hat ein bisschen was mit dieser Mentalität, mit dem Gang durch die Institutionen im Vergleich zu der aktivistischen Form der politischen Betätigung zu tun, wie es zum Beispiel eher bei den Grünen der Fall ist, sprich demonstrieren gehen oder einfach auf gewisse Themen aufmerksam machen.
Speaker: Bei der AfD ist es so, ich weiß, es gibt einen Fall aus Heilbronn, wo man ein Jugendlicher von der AfD oder ein, ja, er ist, glaube ich, auch im Landesverband der AfD-Jugend oder der, wie heißt das jetzt, neue Generation, der wurde aber nicht gewählt tatsächlich und
Speaker: Daher aus Baden-Württemberg kenne ich da keine Fälle.
Speaker: Ich kann aber sagen, in Ostdeutschland ist das anscheinend etwas anders.
Speaker: Es gibt eine Bundeskonferenz der Jugendbeteiligungsgremien.
Speaker: Das heißt, ich habe auch schon mit Kollegen aus, ich weiß jetzt nicht welches Bundesland, ich habe mit Kollegen aus dem Osten gesprochen und die meinten, sie müssen sich da schon überlegen, wie sie damit umgehen.
Speaker: Aber in Baden-Württemberg ist das zum Glück noch nicht der Fall.
Speaker: Würdet ihr beiden sagen, Sport und Jugendarbeit sind ein Gegenmittel, ein Stück weit auch gegen den Rechtsruck oder Demokratiefeindlichkeit?
Speaker: Ich denke, also auf jeden Fall, auf jeden Fall.
Speaker: Vor allen Dingen, ich möchte nochmal Sonja auch beipflichten, Sportvereine oder generell Vereine sind wirklich ein enorm wichtiger Grundstein für eine demokratische Gesellschaft.
Speaker: Da ist auch der niedrigschwählte Eingang.
Speaker: Da kommt man zusammen in einer Gruppe von Menschen.
Speaker: Es geht vielleicht nicht immer um Politik, es geht halt eher um Sport.
Speaker: Aber man kommt auf jeden Fall ins Gespräch, man diskutiert, man lernt Argumente auszutauschen, man lernt mit anderen Menschen klar zu kommen.
Speaker: Und ich denke, was am wichtigsten ist, Demokratie ist Volksherrschaft.
Speaker: Und das bedeutet, die Leute selbst haben die Verantwortung.
Speaker: Und das lernt man, finde ich, vor allem im Sportverein, wahrscheinlich auch am meisten, Verantwortung zu übernehmen.
Speaker: Und deshalb finde ich auch andere Vereine, wo ähnliche Dinge sind, es kann auch ein Modelleisenbahnverein sein, wo man als kleines Kind schon irgendwie verantwortlich ist, irgendwelche Dinge für den Verein zu tun.
Speaker: Da merkt man, man ist Teil von etwas, man trägt zu dem Ganzen bei und man ist auch ein geachtetes und respektiertes Mitglied.
Speaker: Da fangen die Grundsteine an von der Demokratie und wie die Menschen an die Demokratie herangeführt werden.
Speaker: Am 8.
Speaker: März ist Landtagswahl in Baden-Württemberg und da sind ganz viele Themen wieder aktuell.
Speaker: Ihr als der Baden-Württembergische Sportjugend hat auch ein Positionspapier dazu veröffentlicht.
Speaker: Wie zufrieden seid ihr denn gerade mit der jetzigen Landesregierung und den Themen Sport, Jugend, Demokratie, aber auch Jugendbeteiligung?
Speaker: Ich habe mit Blick auf den Sport das Gefühl, dass wir eben dranbleiben müssen und dass wir, die so viele sind, da nicht untergehen.
Speaker: Auch Stichwort Ehrenamtsförderung.
Speaker: Das ist, glaube ich, so das Wichtigste, was mir als erstes einfällt, dass diejenigen, die sich engagieren, dass es denen nicht noch schwerer gemacht wird.
Speaker: Und
Speaker: dass einfach junges Engagement und Ehrenamt weiter gefördert wird.
Speaker: Zum einen brauchen wir natürlich entsprechende finanzielle Mittel dafür, aber auch, dass es einfach attraktiver gemacht wird und man eben leicht und möglichst niedrigschwellig sich da engagieren kann.
Speaker: Das wäre mein absoluter Wunsch.
Speaker: Und natürlich auch, dass die Rahmenbedingungen
Speaker: zum Beispiel beim Kinder- und Jugendschutz da so gegeben sind, dass wir da weiter verlässlich arbeiten können und alle unsere Vereine zu sicheren Orten machen können und dafür Prävention von verschiedenen Gewaltformen und so weiter da entsprechende Unterstützung bekommen.
Speaker: Ihr hattet jetzt gerade schon Forderungen an die Politik formuliert.
Speaker: Aber wenn jetzt nochmal in euren Bereich geht, was bräuchtet ihr, um jungen Menschen den Wert einer demokratischen Gesellschaft noch näher zu bringen?
Speaker: Also Jugendgemeinderäte und Sportvereine etc.
Speaker: bringen sehr viel, wie eben schon gesagt.
Speaker: Aber was in der Politik dann konkret gemacht wird und beschlossen wird, ist fast wichtiger, würde ich sagen.
Speaker: Und da können Sonja und ich uns fair legen, dass Jugendliche beteiligt werden.
Speaker: Wenn in der Politik, und ich schaue jetzt auch konkret auf die Bundesebene, wenn dort Politik gemacht wird, Beschlüsse gefasst werden, Gesetze verabschiedet werden, sehr nah hintereinander zeitlich, wo man immer wieder direkt schon rauslesen kann, das liegt nicht im Interesse der Jugend.
Speaker: Und da werden Jugendliche hinten angestellt in der Prioritätenliste.
Speaker: Das merken Jugendliche.
Speaker: Und ich denke, deshalb ist es zusätzlich zu unserem Engagement, Sonja und ich, ist es auf jeden Fall wichtig, dass man in der Politik dann auch wirklich Dinge macht für die Jugendlichen und die auch merken, ja,
Speaker: Es wird auf uns geschaut.
Speaker: Unsere Interessen sind der Politik wichtig.
Speaker: Und wir werden nicht hinten angestellt, sei es jetzt Deutschland-Ticket, sei es die Rente.
Speaker: Das sind so Dinge, die muss man auch angehen, wenn man den Jugendlichen zeigen will, die Demokratie ist wichtig für euch.
Speaker: Ja, ich danke euch ganz herzlich für diesen spannenden Austausch.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Vielen Dank, dass ihr hier wart.
Speaker: Danke euch.
Speaker: Danke euch.
Speaker: Und das Ganze ist ein Podcast im Rahmen des Projekts Vom Sportplatz ins Rathaus, Jugend bewegt Demokratie.
Speaker: Und unser Podcast ist nicht das Einzige, was dieses Projekt macht, sondern es gibt auch viele tolle andere Angebote, zum Beispiel Workshops, Fortbildungen und Veranstaltungen.
Speaker: Da findet ihr im Internet mehr Informationen.
Speaker: Und das Ganze ist ein Projekt der Baden-Württembergischen Sportjugend gemeinsam mit dem Württembergischen Landessportbund und dem Institut für angewandte Sozialwissenschaften.
Speaker: Und das Ganze wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Masterplans Jugend.
Speaker: Vielen Dank und bis bald!


