Zencastr
00:00:00
00:00:01
Speed1x
Format
Share
Embed
Report

Wie können Exkursionen nachhaltig gestaltet werden?

Was bewegt die Geographie?
Was bewegt die Geographie?

96 plays · Nov 18, 2025

Prof. Dr. Peter Fiener [https://www.researchgate.net/profile/Peter-Fiener] und Prof. Dr. Matthias Schmidt [https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/fai/geo/prof/geohum/geohum-team/m-schmidt/] sprechen mit Bjarne Braunschweig [https://www.chemgeo.uni-jena.de/33495/braunschweig] über die nachhaltige Gestaltung von Exkursionen in der Geographie.  Dabei wird deutlich, dass Exkursionen pädagogisch wertvoll, aber oft ressourcen‑ und emissionsintensiv sind. Der Planung und der Wahl des Ziels kommt somit entscheidende Bedeutung zu. Die beiden Experten sprechen über die Notwendigkeit, Exkursionen stets in vorbereitende Seminaren einzubetten, nach regionalen Alternativen zu suchen und institutsspezifische Leitlinien einzuführen, welche neuen Dozierenden bei der Planung unterstützen. In ihren Abwägungen stehen Lern‑ und Forschungsnutzen von Exkursionen an weiter entfernte Orte vor allem ökologischen Kosten gegenüber. In der weiteren Diskussion geht es unter darum, * was Nachhaltigkeit konkret für Exkursionen bedeutet und welche Dimensionen zu berücksichtigen sind, * welche Überlegungen den CO2‑Fußabdruck von Exkursionen besonders stark beeinflussen, * welche Rolle Vorbereitungsseminare und die Sensibilisierung der Studierenden spielen, * wann der Bildungs‑ oder Forschungsmehrwert weiter entfernter Ziele höhere Emissionen rechtfertigt, * welche institutspolitischen Leitlinien praktikabel sind, * welche alternativen Exkursionsformate funktionieren und wie diese inklusiv gestaltet werden können und * wie finanzielle Beschränkungen und Barrierefreiheit bei nachhaltiger Planung berücksichtigt werden. Weiterführende Links * Homepage der Professur für Wasser- und Bodenressourcenforschung [https://www.uni-augsburg.de/en/fakultaet/fai/geo/prof/georwa/] * Homepage des Lehrstuhls für Humangeographie und Transformationsforschung [https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/fai/geo/prof/geohum] * Ausgabe 06/2025 der Geographischen Rundschau zu „Exkursionen und Geländepraktika“ Der Podcast "Was bewegt die Geographie?" wird herausgebracht vom VGDH - Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungsinstituten [https://vgdh.de/].

Transcript

Speaker: Einen wunderschönen guten Tag und ein herzliches Willkommen zu einer neuen Folge des vom VGDH herausgebrachten Podcasts Was bewegt die Geografie?

Speaker: Heute geht es um etwas, das jedes Geografie-Studium prägt, das wir als Studis geliebt haben und als Dozierende irgendwie trotz des übermäßigen Aufwandes auch lieben.

Speaker: Exkursionen.

Speaker: Exkursionen sind schön, lehrreich, interessant und leider zumeist auch sehr ressourcenintensiv.

Speaker: Denn schon allein ein Flug für 20 Studentinnen und zwei Dozentinnen kann die persönlichen Klimabilanzen komplett aus dem Ruder laufen lassen.

Speaker: Doch zusammen mit den Professoren Peter Fiener und Matthias Schmidt von der Universität Augsburg bespreche ich heute, dass es auch anders geht.

Speaker: Und wir gehen der Frage nach, wie sich Exkursionen tatsächlich nachhaltig gestalten lassen.

Speaker: Matthias, du hast in Bonn und Southampton studiert, hast dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim DFG-Schwerpunktprogramm Kulturraum Karakorum gearbeitet und darüber später auch promoviert.

Speaker: Warst Referent bei der Gesellschaft zur Förderung des Nord-Süd-Dialogs in Bonn, hast als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Erlangen und der Freien Universität Berlin gearbeitet und an letzterer dann auch habilitiert.

Speaker: Hast dann für fünf Jahre die Professur für Kulturgeografie an der Uni Hannover vertreten und bist jetzt seit 2015 Inhaber des Lehrstuhls für Humangeografie an der Universität Augsburg.

Speaker: Du hast eine ganze Reihe an Funktionen inne, wozu neben der Rolle als Sprecher des Arbeitskreises Hochgebirge auch deine Mitgliedschaften im VGTH, Redaktionsbeirat der Geografischen Rundschau und dem Forschern des Wissenschaftszentrums Umwelt an der Uni Augsburg gehören.

Speaker: Und neben diesen Verpflichtungen forschst du zudem unter anderem an geografische Entwicklungs- und Transformationsforschung, Ressourcennutzung und Management und politische Ökologie und engagierst dich dafür, Lehre besser zu gestalten.

Speaker: Insofern freue ich mich, dass du Zeit gefunden hast, diese geballte Expertise heute mit uns zu teilen.

Speaker: Herzlich willkommen, Matthias.

Speaker: Ja, hallo.

Speaker: Ganz herzlichen Dank für die Einladung.

Speaker: Ich freue mich wirklich auf das Gespräch heute.

Speaker: Danke.

Speaker: Peter, du hast mit der Uni Augsburg schon länger zu tun, da du dort und an der LMU München studiert hast, bevor du dann an der TU München promoviert hast.

Speaker: Nach deiner Promotion hast du erst an der Bundeswehrhochschule München und dann an der KU Leuven in Belgien als Postdoc gearbeitet, bevor du für zwei Jahre in Chennai am Indian Institute for Technology als Professor tätig warst und an der Uni Köln zu Wasser- und Stoffflüssen in Agrarlandschaften habilitiert hast.

Speaker: Seit 2013 schließt sich für dich der Kreis und du bist wieder in der Uni Augsburg, aber diesmal als Professor für Wasser- und Bodenressourcenforschung.

Speaker: Du arbeitest weiterhin zu Wasser- und Stoffflussläufen im Rahmen von Agrarlandschaften, aber unter anderem auch zur Messung und Modellierung von Bodenerosion sowie Mikro- und Makroplastik in Ackerböden.

Speaker: Und in der physischen Geografie kommt Exkursion ja auch als praktische Übung nochmal eine andere Rolle zu, als jetzt in der Humanengeografie, zumindest in Teilen.

Speaker: Und insofern freue ich mich, dass auch du Zeit hast und deine Erfahrungen und Expertise mit uns teilen kannst.

Speaker: Hi Peter.

Speaker: Hallo zusammen.

Speaker: Freut mich auch dabei zu sein.

Speaker: Bin ganz gespannt.

Speaker: Und ich würde gerne gleich mal einsteigen mit einer etwas höheren Flughöhe, sage ich jetzt mal.

Speaker: Also Nachhaltigkeit ist ja ein wundervoller Lehrer signifikant.

Speaker: Also alle denken, sie reden über das Gleiche, dabei wissen wir zumeist gar nicht, wie jetzt die andere Person Nachhaltigkeit versteht oder was Nachhaltigkeit in einem gewissen Kontext speziell bedeutet.

Speaker: Insofern wäre meine Frage an euch, also was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich im Kontext von Exkursionen?

Speaker: Und warum sollten wir uns über die nachhaltige Gestaltung von Exkursionen Gedanken machen, Matthias?

Speaker: Als erstes würde ich sagen, dass wir als Lehrende an der Universität, als Dozierende Verantwortung haben, aber natürlich auch als Bürgerinnen und Bürger.

Speaker: Und Nachhaltigkeit bedeutet ja, dass unser Handeln die Zukunftsaussichten künftiger Generationen nicht beeinträchtigt.

Speaker: Und als Organisatoren, Organisatorinnen von Exkursionen haben wir durchaus einen ganz starken Hebel in der Hand, finde ich.

Speaker: Ob ich mit 25 Studierenden nach Thailand fliege oder in die Pyrenäen fahre, macht dann schon einen gewaltigen Unterschied im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch oder den CO2-Ausstoß.

Speaker: Explosionen sollten prinzipiell so gestaltet sein, dass ihr schädigender Einfluss auf unsere Ökosysteme, aber auch auf die Gesellschaft und in den Zielregionen möglichst gering ist.

Speaker: Sie sollten mit dem geringen CO2-Fußabdruck verbunden sein, also mit möglichst geringen Treibhausgasemissionen, um dann eben den Klimawandel auch nicht weiter irgendwie zu fördern.

Speaker: Zudem sollten sie natürlich umweltfreundlich sein, sie sollten also mit einem gering gebrauchten Ressourcen verbunden sein.

Speaker: Da kann man sich schon auch Gedanken machen über die Art der Unterkunft, vielleicht auch die Art der Verpflegung.

Speaker: Das sind natürlich dann schon relativ hohe Ansprüche, die man dann an so eine Exkursion stellt.

Speaker: Das macht natürlich auch einen Unterschied, ob ich Zelte oder ob ich ein Luxushotel beziehe.

Speaker: Natürlich soll man keine Biotope zerstören oder Natur irgendwie negativ beeinflussen auch.

Speaker: Aber wichtig ist mir auch dabei bei nachhaltigen Exkursionen, dass wir auch gegenüber den

Speaker: In den Gesellschaften, in den Destinationen, in den Zielregionen auch, dass wir dort auch keine schädigen, störenden, also zu sehr störenden Einflüsse ausüben.

Speaker: Also dass man etwa fragwürdige Events besucht.

Speaker: Ich kenne jetzt niemanden, der auf einer Explosion Stierkampf anschaut, aber das wäre zum Beispiel so eine Sache auch, dass man vielleicht auch keine falschen Erwartungen weckt.

Speaker: Und dass man sich auch an die kulturellen Gepflogenheiten hält.

Speaker: Also dass man sich nicht so verhält, wie bei dem Gegenüber Scham auslösen können.

Speaker: Und vom anderen Blickwinkel, also wenn man das jetzt umdreht, sollten die Exklusionen auch für die Studierenden nachhaltig sein, indem sie ihren Horizont erweitern, indem sie ihnen Neues bieten und indem sie eben auch dazu beitragen, eigene Positionen zu überdenken, das eigene Handeln zu reflektieren und im Idealfall natürlich auch zu bleibenden positiven Erinnerungen beitragen.

Speaker: Das heißt, es geht eben nicht nur darum, wenn jetzt irgendwie möglich mit der Bahn oder dem Bus zu fahren, statt zu fliegen, sondern tatsächlich auch, wie du jetzt schön auch dargestellt hast, darum, die eigene soziale Rolle zu reflektieren und zum Beispiel dann halt an den Orten der Exkursion lokale DienstleisterInnen einzubeziehen, den ökologischen Schutz vor Ort zu gewährleisten, die Reisen zu nutzen,

Speaker: um dann natürlich auch die Studentinnen für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und im besten Fall auch ressourcenschonend zu sein.

Speaker: Seien wir mal ehrlich, das ist eine ganze Menge an Anforderungen bei zumeist ja doch relativ schmalen finanziellen Ressourcen.

Speaker: Und das macht dann natürlich irgendwie auch die Planung umso wichtiger.

Speaker: Denn ein minimaler ökologischer Fußabdruck und minimales Eingreifen vor Ort, aber gleichzeitig maximale positive Effekte für die lokale oder regionale Wirtschaft und die Studentinnen zu schaffen, geht halt nicht einfach so nebenher.

Speaker: Also...

Speaker: Daher habe ich mich dann auch gefragt, inwiefern sich das im Vorfeld überhaupt planen lässt.

Speaker: Also wir alle wissen ja, dass eine Exklusion noch so gut geplant sein kann und irgendwas geht dann irgendwie immer schief.

Speaker: Also wie bereitet ihr euch und die Studis darauf vor?

Speaker: Also habt ihr dafür vielleicht Beispiele aus gelungenen Exklusionen, Peter?

Speaker: Also ich würde eigentlich einen Schritt früher ansetzen.

Speaker: Also der Anspruch, glaube ich, darf nicht sein zu sagen, wir müssen das jetzt alles perfekt machen und es muss perfekt durchgeplant sein.

Speaker: Ich meine, Exkursionen zu planen sind ja in der Regel ohnehin schon eine Herausforderung und gerade wenn wir jüngere Dozierende in dieses Exkursionsspiel mit aufnehmen wollen, dann ist ja für viele der Berg, oh jetzt muss ich das alles organisieren, in der Regel relativ hoch.

Speaker: Wir müssen vorsichtig sein einerseits, dass wir nicht sagen, oh, wir haben da diesen Riesenanspruch und wenn ihr dem nicht gerecht werdet, dann klappt es irgendwie nicht.

Speaker: Unser Gedanke war eigentlich ein bisschen früher anzusetzen, bei dem können wir als Institut bestimmte Vorgaben machen, wo wir hinschauen, wo wir auch so ein bisschen messbar machen, was ist nachhaltig und das haben wir ja...

Speaker: in unserem Institut auch versucht.

Speaker: Und da schauen wir ganz stark auf den CO2-Fußabdruck, weil halt die Anreise zu Exkursionen in der Regel den größten Impact haben.

Speaker: Über all das hinaus, was Matthias schon erwähnt hat, dass wir natürlich vor Ort uns adäquat bewegen wollen, möglichst nachhaltig sein wollen in allen Dimensionen.

Speaker: Und ich glaube, das ist das, was man als Institut machen kann und auch anstoßen kann, dann so ein bisschen top down in gewisser Weise zu sagen, oh, können wir nicht uns eine Art Agenda geben, die dann auch bei jedem Neuen, der eine Exkursion macht, so ein bisschen so einen Anstoß erzeugt.

Speaker: Mein Doktorvater hat immer gesagt, Universitäten sind Durchlauferhitzer, also wir haben ja einen unglaublichen Durchgang an Personal und ich glaube, es geht wirklich darum, dass ein Institut sich so ein bisschen eine Art Exkursionsverfassung gibt, weil das einfach auf den neuen Dozenten, der dann anfängt, für den ist dann klar, okay, das sind so die Rahmenbedingungen.

Speaker: Und dann liegt es natürlich ganz stark an dem individuellen Engagement der einzelnen Veranstalter, das voranzubringen.

Speaker: Und auch da, glaube ich, können als Institut besser werden, indem wir einen stärkeren Austausch zwischen erfahrenen Exkursionsgehern und weniger erfahrenen schaffen und es eher auf dieser Ebene anschieben und nicht sagen, also das ist jetzt der festgeklopfte Katalog, dem ist zu folgen, weil dann hat nämlich keiner mehr Lust auf eine Exkursion und damit ist auch niemand geholfen.

Speaker: Absolut.

Speaker: Das heißt also schon mal Rahmenbedingungen schaffen, die aber tatsächlich eher als Richtlinien zu sehen sind und so als Richtschnur weniger als jetzt ein klaren Katalog, der abzuarbeiten ist.

Speaker: Das wäre jetzt das eine.

Speaker: Hast du sonst auch vielleicht so gelungene Exkursionsbeispiele aus deiner Erfahrung, Matthias?

Speaker: Also vielleicht noch ergänzt würde ich noch hinzufügen, im Hinblick auf die Vorbereitung von Exkursionen, es gibt natürlich auch immer Vorbereitungsseminare.

Speaker: Also wir sprechen jetzt ja im Wesentlichen von großen Exkursionen, so heißen die bei uns im Curriculum.

Speaker: Oftmals eben auch Exkursionen ins Ausland, manchmal gibt es auch noch große Geländepraktika etc.

Speaker: Und die sind immer verbunden mit Vorbereitungsseminaren.

Speaker: Da bereiten sich alle ganz explizit inhaltlich auch auf die Exkursionsziele, auf die Themen vor.

Speaker: Und da kann man bestimmte Themen, auch die Nachhaltigkeitsthematik natürlich ansprechen und auch die Studierenden entsprechend sensibilisieren.

Speaker: Mit den Beispielen, also ich habe beides, würde ich mal sagen.

Speaker: Ich habe durchaus auch große Exkursionen durchgeführt früher, allerdings immer verbunden auch mit meinen eigenen Forschungsschwerpunkten.

Speaker: Und das ist eigentlich ein Punkt, der mir auch sehr wichtig ist.

Speaker: Also man darf durchaus oder sollte durchaus mal sanere Ziele ansteuern dürfen auch, insbesondere wenn man auch die Expertise entsprechend mitbringt.

Speaker: Mir geht es eher so darum, Exkursionen zu erschweren, bei denen man so wahllos irgendwo in der Welt umreist oder sowas.

Speaker: Aber besonders nachhaltige Exkursionen hatte ich natürlich auch, indem ich Fahrradexkursionen durchgeführt habe beispielsweise in Norddeutschland einmal oder in Ostdeutschland eine ganze Woche.

Speaker: Das war natürlich auch ein ganz schönes Erlebnis und war auch für die Studierenden durchaus bereichert.

Speaker: Wie kam das bei den Studis an?

Speaker: Also wie viele Kilometer habt ihr am Tag gemacht?

Speaker: Also die Tage waren ja geprägt von Fahrradfahren, von Standorten, an denen wir mit Expertinnen und Experten gesprochen haben oder von Referaten, die gehalten worden sind.

Speaker: Ich glaube insgesamt waren das dann zwischen 40 und 60 Kilometern.

Speaker: Aber ich würde auch sagen, es wäre ungut, wenn ein Institut ausschließlich Fahrrad-Exklusion anbieten würde.

Speaker: Das würde ja wieder einige Leute ausschließen, die dann körperlich da nicht mitkommen etc.

Speaker: Also das kann eine Option sein, das muss nicht sein.

Speaker: Und die Studierenden, also die, die mitgefahren sind, ich kann natürlich nicht von denen sprechen, die sich bewusst nicht angemeldet haben, aber die, die mitgefahren sind, für die war das schon eine tolle Erfahrung auch, ein tolles Erlebnis.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Also es klingt auch tatsächlich nur eine wahnsinnig spannende Exklusion.

Speaker: Aber das heißt, bereits in der Vorbereitung macht ihr euch beide auch eure Rolle als Exklusionsleitende sehr stark bewusst.

Speaker: Mit dem quasi Kriterienkatalog in Anführungsstrichen sowie den Vorbereitungsseminaren bereitet ihr dann auch die Studis beziehungsweise auch jüngere Exklusionsleitende entsprechend darauf vor.

Speaker: Du hattest es jetzt schon angesprochen, Matthias.

Speaker: Also gerade bei euren räumlichen Schwerpunkten, also Süd- und Zentralasien bei dir, Matthias, und Süd- bzw.

Speaker: Zentralafrika bei dir, Peter, sind ja aber zum Beispiel auch klare Grenzen gesetzt, was zum Beispiel die ökologische Nachhaltigkeit bei der Anreise angeht.

Speaker: Also man kommt halt nicht mit dem Zug dahin.

Speaker: Also in Teilen schon, aber dann müssen wir halt alle ein Forschungssemester nehmen und die Studis dürfen halt den ganzen Semester nichts anderes machen, außer Anreise, Abreise.

Speaker: Da könnte man jetzt auch ketzerisch behaupten, so eine Reise ins Erzgebirge oder die Alpen tut es ja eigentlich häufig auch.

Speaker: Warum also Exklusion zu anderen Kontinenten?

Speaker: Also warum ist es trotzdem sinnvoll?

Speaker: Du sprachst es jetzt schon an, Matthias.

Speaker: Ich würde es aber auch gerne von dir kurz hören.

Speaker: Also das ist natürlich eine sehr grundlegende Diskussion, die wir ganz oft im Institut führen.

Speaker: Ich würde jetzt mal selbstkritisch aus naturwissenschaftlicher Perspektive sagen, es gibt natürlich bestimmte naturwissenschaftliche Phänomene, die kann ich nur angucken, wenn ich an entsprechende Orte fahre.

Speaker: Jetzt mache ich sowas wie Bodenkunde, wenn ich nach Zentralafrika fahre, so leuchtend rote Ferrasole, die kann man halt nun mal in Bayern nicht besichtigen.

Speaker: Trotzdem, rein fachlich, finde ich, müssen wir schon, ich glaube, noch mehr in der physischen Geografie als in der Humangeografie selbstkritisch sein, dass es bestimmte Dinge gibt, die kann man vielleicht zwar im Himalaya sehen und es ist toll, da hinzufahren, aber im Zweiten Fall in den Alpen auch.

Speaker: Und da schlagen so ein bisschen zwei Herzen in meiner Brust.

Speaker: Das eine ist, als jemand, der im globalen Süden viel gearbeitet hat, es steckt ja ein unglaublicher Erfahrungswert dahinter, überhaupt mal in so ein Land zu kommen.

Speaker: Der hat aber ja mit meinen fachlichen Inhalten erstmal relativ wenig zu tun.

Speaker: Also gestehe ich, ich neige dazu zu sagen, also wir arbeiten relativ viel in Zentralafrika, also Uganda, Wanda und der demokratischen Republik Kongo, wobei das jetzt stark runtergefahren ist die letzten Jahre, weil die Sicherheitslage auch gar nicht mehr so einfach ist.

Speaker: Mit meiner Arbeitsgruppe, was wir sehr gepflegt haben, ist zu Feldkampagnen dann Hiwis mitzunehmen, möglichst Leute mitzunehmen, die da Bachelor- und Masterarbeiten machen, die natürlich nochmal ein bisschen tiefer einsteigen, als wenn ich da mit 20 Leuten für 10 Tage durch Uganda reise.

Speaker: Also das ist so ein bisschen der eine Strang, wo ich durchaus selbstkritisch sage, vielleicht, wenn man da schon hinfährt, muss man nochmal ein bisschen tiefer einsteigen als bei einer Exkursion.

Speaker: Was nicht ausschließt, dass andere Kollegen sagen, für unseren Background, also wenn man jetzt wie Matthias Transformationsforschung macht, dann ist es halt in Bayern vielleicht eher schwierig.

Speaker: Aber vieles, was wir inhaltlich machen, da müssen wir schon auch sagen, das könnten wir den Studierenden auch in unserer näheren Umgebung vermitteln, sage ich mal.

Speaker: Und auch die Studenten,

Speaker: sind nicht nur davon begeistert, wenn wir sagen, wir fahren in die nähere Umgebung.

Speaker: Also wir gestalten gerade mit meinem Mitarbeiter, dem Florian, gestalten wir gerade eine Exkursion, wo wir im Prinzip wirklich nur, ich sage jetzt mal im Umkreis von 200 Kilometer um Augsburg Dinge anschauen, wo es stark um Landnutzungswandel und wie hat sich der entwickelt über die letzten 200 Jahre und auch wo geht es Richtung Nachhaltigkeit und

Speaker: Das bieten wir bewusst an, weil wir im Prinzip, also für Studierende ist der Preis einer Exkursion, für manche ist der unproblematisch, für andere ist das eine Exkursion, die 2000 Euro kostet, natürlich hochproblematisch.

Speaker: Und deshalb glaube ich, so ein Institut muss auch versuchen, da so etwas anzubieten, was für jeden auch ein Stück weit passt.

Speaker: Weil die Exkursion, die wir jetzt planen, ist im Zweifelsfallkoste, die für die Studenten wirklich so gut wie nichts, weil wir das dann mit Unibussen von hier aus organisieren.

Speaker: Das wird auch von den Studierenden natürlich stark eingefordert.

Speaker: Aber es gibt natürlich auch welche, die sagen, also wie, ihr habt jetzt da so ein Regelwerk und wir können nicht mehr im Rahmen unseres Studiums jetzt, wir haben da Einschränkungen, wollen wir eigentlich gar nicht.

Speaker: Ich finde, es gibt schon Dinge, die...

Speaker: Kann man auch in der Umgebung jemanden beibringen.

Speaker: Man verliert aber so ein bisschen dieses, wenn ich 20 Studenten nach Ruanda packe, dann wachsen die anders zusammen, wie wenn ich mit denen von Augsburg aus mit dem Unibus oder dann zwei Tage mit dem Fahrrad mache.

Speaker: Das ist einfach anders.

Speaker: Das ist aber interessanterweise, steckt das in unserem Curriculum ja überhaupt nicht drin.

Speaker: Also ich meine, das ist soziale Erfahrung, super wichtig.

Speaker: Aber wenn ich jetzt in unsere Prüfungsordnung reinschauen würde, steht auch nichts.

Speaker: Also ich finde, dieses Spannungsfeld muss man halt sehen.

Speaker: Und insofern finde ich jetzt weder zu sagen, man fährt nur zu diesen Zielen, weil ich sage, ach, dieser Ferrasol, der ist aber so wunderbar rot.

Speaker: Das macht keinen Sinn und es macht aber auch keinen Sinn, dogmatisch zu sein.

Speaker: Und da darf man nicht einfach.

Speaker: Und du hattest es jetzt selber gerade schon angesprochen.

Speaker: Also in der Humanengeografie kann das vielleicht auch anders gesehen werden.

Speaker: Matthias, wie würdest du das einschätzen?

Speaker: Ketzerisch gefragt, kann man Transformationsforschung nicht auch in Bayern machen?

Speaker: Kann man, zweifellos.

Speaker: Ich meine, von Transformation sprechen ja alle gerade.

Speaker: Also das ist ja das Buzzword.

Speaker: In der Zeit fast auch.

Speaker: Also Transformation findet hier statt und wir müssen uns transformieren.

Speaker: Wir sprechen ja von der sozial-ökologischen Transformation, wo viel passiert.

Speaker: Natürlich kann man das hier machen auch so.

Speaker: Wenn ich jetzt mich, das ist glaube ich ein anderer Begriff, der noch auf meiner Website steht, ich beschäftige mich auch mit der sogenannten Entwicklungsforschung.

Speaker: Ich weiß, der Begriff ist auch sehr problematisch inzwischen und manche lehnen ihn auch strikt ab.

Speaker: Aber wenn ich das betreiben möchte oder wenn ich mich mit dem globalen Süden auseinandersetzen möchte, dann wird das wirklich ein bisschen schwieriger, das in Bayern zu realisieren.

Speaker: Aber wenn ich bestimmte Zusammenhänge untersuchen will, dann haben Exkursionen quasi in den globalen Süden durchaus ihren Wert auch.

Speaker: Und sie tragen auch, und das ist, finde ich, schon auch wichtig und das ist so ein Zwiespalt, in dem ich selbst auch so ein bisschen stecke,

Speaker: Und Exkursionen in solche Länder, die eine andere Kultur haben, eine andere Geschichte haben, dann trägt das schon zu einer Horizont-Erweiterung bei den Studierenden erheblich bei.

Speaker: Und das ist ein großes Gut, das ist ein großer Wert auch, den sie haben.

Speaker: Sie machen Erfahrungen, die sie vielleicht auch ihr ganzes Leben lang behalten und immer wieder sich daran erinnern auch.

Speaker: Also insbesondere, wenn man in Länder fährt, in die die Studierende vielleicht nicht dran selbst fahren würden, wo sie sich vielleicht nicht hintrauen oder was auch nicht irgendwie in ihrem Vorstellungshorizont irgendwie eng verankert ist.

Speaker: Beispielsweise habe ich Exkursionen nach Kyrgyzstan und in den Iran durchgeführt.

Speaker: Das waren für alle, die teilgenommen haben, das waren unvergessliche Erlebnisse.

Speaker: Insbesondere wenn ich das verbinde mit bestimmten Fragestellungen, sagst du nochmal Geografie des globalen Südens oder so weiter, dann fällt es einem schon schwer, das hier irgendwo zu realisieren.

Speaker: Natürlich habe ich auch schon eine Exkursion nach Berlin durchgeführt und da haben wir Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit besucht, klar.

Speaker: Aber das ist nochmal was anderes, als wenn ich durch Nairobi laufe beispielsweise oder so.

Speaker: Also auch so ein Verständnis tatsächlich zu schaffen für nicht nur globale Zusammenhänge, sondern tatsächlich auch die eigene Position in diesen globalen Zusammenhängen.

Speaker: Du sprachst auch an, dass natürlich es dann auch super hilfreich sein kann, im Rahmen dessen über Kolonialismus, postkoloniale Strukturen zu besprechen und dass da tatsächlich ja auch eine Veränderung in einem selber stattfindet und natürlich eine Sensibilisierung für den globalen Zusammenhalt bzw.

Speaker: die globalen Zusammenhänge.

Speaker: So ein bisschen also auch der Gedanke und das sprachst ja auch du an, Peter, die Studis umfassender und im Hinblick auch auf ihr eigenes Denken nachhaltig zu sensibilisieren, also auch diesen sozialen Zusammenhalt zu schaffen.

Speaker: Also steht ihr jetzt im Curriculum oder nicht, aber zu sagen, wir sehen StudentInnen nicht einfach nur als Wissensbehältnisse, die jetzt gefüllt werden müssen, sondern das sind halt tatsächlich auch Menschen.

Speaker: In unserer Gesellschaft können wir davon profitieren, wenn, und dann sind wir bei dem, was du meintest, mit dem Durchlauferhitzer, also auch diese Verantwortung als Universität, wenn StudentInnen sensibilisiert dafür sind.

Speaker: Kann ich dazu was ergänzen vielleicht?

Speaker: Ja, ja, selbstverständlich.

Speaker: Du hast gerade schon davon gesprochen, von der Rolle in der Gesellschaft auch und was das in unserer Gesellschaft auch macht.

Speaker: Ich sehe die Studierenden durchaus auch als Multiplikatoren.

Speaker: Also einerseits sind sie, und das sage ich denen auch immer, wenn wir in diesen Ländern unterwegs sind, einerseits Botschafter ihres eigenen Landes.

Speaker: Entsprechend sollen sie sich auch verantwortungsvoll verhalten.

Speaker: Und zum anderen können sie aber natürlich auch dazu beitragen, dass bestimmte Vorurteile abgebaut werden.

Speaker: Also gerade wenn man nach Pakistan fährt beispielsweise, ganz schlechtes Image bei uns.

Speaker: Wir sehen die Bilder in den Nachrichten und Realität vor Ort sieht ja doch mal ganz, ganz anders aus.

Speaker: Und natürlich auch Länder, die eine große Vielfalt haben.

Speaker: Das ist mir eigentlich auch immer wichtig, dass man das auch mitteilt, den Exklusionsteilnehmern und Teilnehmern.

Speaker: Auch, dass sie da sehen, wie heterogen auch diese einzelnen Länder sind, dass wir sie nicht einfach in Schubladen schieben könnten.

Speaker: Aber wir haben natürlich eine große Herausforderung.

Speaker: Ich denke gerade im Hinblick des Klimawandels finde ich es selbst schwierig, in diese Länder jetzt noch zu fahren.

Speaker: Ich habe auch in den letzten Jahren keine Exkursion dahin mehr angeboten und frage mich schon, ob ich das in den nächsten Jahren nochmal anbieten soll.

Speaker: Ich hätte vielleicht auch noch eine Erweiterung dazu.

Speaker: Ja, gerne.

Speaker: Man nehme nur in der Bodenkunde die Anzahl der Bodenpublikationen zum Thema Klima im Kontext spezifischer Böden.

Speaker: Da gibt es eine Verteilung, die heißt, wir wissen ganz viel aus dem globalen Norden und aus dem globalen Süden wissen wir eigentlich ganz wenig.

Speaker: Und das ist schon etwas, was man in einer Exkursion oder wenn man es so wie ich eher mit...

Speaker: Kiwi ist Master- und Bachelorstudenten dahin fährt, ziemlich schnell klar wird, dass aus der europäischen Perspektive glauben wir, wir haben zu alles Daten und wir wissen alles.

Speaker: Das kann man jetzt mal für den Kongo relativ ausschließen.

Speaker: Also auch das über all diese sozialen Aspekte hinaus, die ich voll unterstütze, was Matthias gesagt hat.

Speaker: Das sind persönliche Erfahrungen, die man machen kann.

Speaker: ist es auch eine Erfahrung, dass wir auch in unserer naturwissenschaftlichen Perspektive manchmal durchaus arrogant sind im Sinne von, wir sitzen in einem Land, wo es ganz viele Arten gibt und da glauben wir, das ist überall so.

Speaker: Also das ist schon die Lanze, die man von einer

Speaker: diese Auslandsaufenthalte von Studierenden in unserem Fach ganz klar brechen muss.

Speaker: Ich finde, das muss dann auch nicht zwingend Exkursionen sein.

Speaker: Es kann eben auch sein, dass man sehr offen ist, eine kleinere Menge von Studierenden mitzunehmen zu solchen Feldkampagnen und so weiter.

Speaker: Ich würde das gar nicht so auf Exkursionen allein runterbrechen.

Speaker: Also ich glaube, das ist für uns schon wichtig, das wahrzunehmen und nicht nur in Bayern zu sitzen.

Speaker: Das heißt also, wir haben hier eigentlich so eine ganze Reihe an Themen, die, und das gilt einerseits sowohl für die Beispiele, die du jetzt genannt hattest, Matthias, als auch natürlich die Beispiele, die du jetzt irgendwie genannt hattest, Peter.

Speaker: Also diese Stereotype sind ja nicht nur, okay, so und so sieht dieses Land irgendwie aus, sondern so und so funktioniert dann vielleicht auch Forschung.

Speaker: so und so funktioniert bei uns Forschung und wir gehen jetzt davon aus, das sieht halt auch überall gleich aus und das hat halt auch überall gleich auszusehen und dann halt festzustellen, so nee, es geht vielleicht auch anders.

Speaker: Und das ist ja die Schwierigkeit immer dabei und diesen Mittelweg dabei zu finden, stelle ich mir gerade bei diesen größeren Exkursionen nicht leicht vor oder auch bei den größeren Auslandsoffenheiten zwischen, okay, das ist in Anführungsstrichen, das ist ein ganz großer Anführungsstrich etwas Fremdes, was wir uns gerade anschauen, aber

Speaker: eigentlich aus dem Blick kommend, um zu zeigen, es ist halt nichts Fremdes.

Speaker: Also wegzukommen von diesem Othering, wegzukommen davon, das ist jetzt irgendwie das andere, sondern eigentlich eher dafür zu werden.

Speaker: Und aus dem, was ich jetzt bei euch rausgehört habe, funktioniert das auch sehr gut, dass es hier eigentlich einen globalen Zusammenhang und einen globalen Zusammenhalt geben kann, wenn man sich dessen einfach auch bewusst ist.

Speaker: Das heißt also eigentlich könnte man sagen, okay, mit der entsprechenden Vorbereitung, mit den entsprechenden Reflexionen dabei, mit den entsprechenden vielleicht auch Leitlinien, könnte man dann sagen, okay, gut, alles erreicht, es ist gut für die StudentInnen, ihr achtet auf die Umwelt und sozusagen Gegebenheiten vor Ort und das, was es braucht, ist Verständnis und gute Planung, gepaart jetzt auch dann vielleicht mit guter Ortskenntnis beziehungsweise auch Verbindungen vor Ort und eigentlich...

Speaker: gibt es dann auch nur Vorteile.

Speaker: Warum ist es dann aber jetzt nicht bei jeder Exkursion so, dass jede Exkursion tatsächlich nachhaltig gestaltet ist?

Speaker: Also was sind Herausforderungen bei der Planung und Durchführung, damit so eine Exkursion nachhaltig wird?

Speaker: Danke für die Frage.

Speaker: Peter hat es vorhin ja auch schon mal angesprochen.

Speaker: Es ist gar nicht so leicht, Dozierende zu finden, die Exkursionen durchführen möchten.

Speaker: Das mag in anderen Instituten anders sein.

Speaker: Da habe ich schon gehört, wir haben einen großen Run und wir müssen Leuten immer wieder absagen.

Speaker: Bei uns ist es tatsächlich schwierig, dass wir genügend Lehrkräfte finden, die bereit sind, eine Exkursion durchzuführen.

Speaker: Und das lag zum Teil auch daran, dass Exkursionen eben deputatstechnisch sehr schlecht belegt sind.

Speaker: Also das heißt, man

Speaker: ist dann zehn Tage oder vielleicht noch länger weg von zu Hause und bekommt dann eigentlich nur relativ wenig Deputat abgerechnet.

Speaker: Und das kommt für viele Leute auch nicht in Frage.

Speaker: Dann gibt es natürlich noch familiäre andere Gründe, warum die das nicht machen wollen etc.

Speaker: Also das heißt, man muss es ein bisschen attraktiver machen.

Speaker: Das haben wir auch gemacht, indem das umgewandelt wurde im Geländepraktikum.

Speaker: Das kann man dann deputatstechnisch anders abrechnen.

Speaker: Das heißt, da ist eine gewisse Attraktivität jetzt gesteigert.

Speaker: Die Schwierigkeit ist, ich denke, es gibt halt irgendwo auch viele Fälle nach wie vor, sowohl bei den Studierenden als auch bei den Dozierenden, die wollen was Neues sehen, die wollen, ich bin jetzt wieder natürlich auch nicht ganz fair manchen gegenüber, die wollen ihre persönliche Bucketlist abarbeiten.

Speaker: Es wurde vorhin gesagt, wir wollen ja kein striktes Korsett-Kolleginnen und Kollegen hier überstülpen, aber in einer gewissen Weise muss es doch eine gewisse Stringenz und eine gewisse Strenge haben, damit eben solche Exkursionen nicht so einfach möglich sind.

Speaker: Und die gibt es, die gibt es überall.

Speaker: Ich meine, ich habe vor Jahren schon mal...

Speaker: Kollegen gesprochen, die gesagt haben, naja, ich wollte schon immer mal übers Okavango-Delta fliegen, dann mache ich das halt jetzt auf einer Exkursion.

Speaker: Dann wird es ja finanziert vom Steuerzahler und weiter.

Speaker: Das finde ich, so etwas geht eigentlich gar nicht.

Speaker: Und idealerweise sollten, und das ist eigentlich auch Teil unseres Punktesystems, sollte auch so ein gewisser Forschungsbezug oder mindestens eine Erfahrung und Zusammenhang mit diesem Land irgendwie bestehen.

Speaker: Ja, dann sind natürlich die Ansprüche ganz hoch an eine nachhaltige Exkursion.

Speaker: Vieles lässt sich nicht realisieren.

Speaker: Und wir haben ja gerade darüber gesprochen, wie wichtig durchaus Exkursionen nicht unbedingt nur in einem Nachbarland, sondern in weiter entfernten Ländern sind.

Speaker: Das sollte nicht aufgegeben werden.

Speaker: Sie sind Teil des Curriculumes und sollten es auch bleiben.

Speaker: Und dass es immer mit einem gewissen Ressourcenverbrauch, mit dem CO2-Ausstoß verbunden ist,

Speaker: Und dann ist es, glaube ich, ein Abwägen auch so.

Speaker: Wie wertvoll ist es mir, dass ich meinen Horizont der Studierenden erweitere vielleicht beispielsweise oder wie wichtig ist mir dann eine umweltfreundliche Anreise?

Speaker: Also quasi solange der Wissensbenefit, solange der soziale Benefit deutlich höher ist als jetzt eine ähnlich gestaltete Exkursion mit dem Unibus, wie du jetzt vorhin auch meintest, Peter, 200 Kilometer entfernt, wenn

Speaker: ich einen deutlich besseren Eindruck gewinnen kann, wenn ich deutlich besser auch gegebenenfalls eigene Forschung umsetzen kann, dann in den entsprechenden Forschungsschwerpunkten, dann kann es ja aber trotzdem auch in Anführungsstrichen nachhaltig sein.

Speaker: Also, oder wäre die Frage...

Speaker: Sei es jetzt für die entsprechende soziale Dimension, die dann vielleicht überwiegt.

Speaker: Und dann sind wir halt ganz, ganz schnell bei den Grundsatzdiskussionen über Substituierbarkeit.

Speaker: Aber dann zu sagen, wenn ich etwas Bestimmtes erreichen möchte, kann es halt gegebenenfalls an der einen oder anderen Stelle nicht in jeden Dimension nachhaltig sein.

Speaker: Dann kann ich halt nur versuchen, es in anderen Dimensionen so nachhaltig wie möglich zu machen.

Speaker: Würdest du dem zustimmen?

Speaker: Würdest du da etwas ergänzen, Peter?

Speaker: Ich bin ganz bei Matthias.

Speaker: Das ist ja kein Schwarz-Weiß.

Speaker: Also das eine darf man auf keinen Fall mehr, das andere ist erlaubt.

Speaker: Und in dem vielen Grau kann man durchaus, das war ja unser Ansatz, versuchen, man schiebt es ein bisschen näher, jetzt zum Beispiel Richtung Klimaschutz.

Speaker: und kann trotzdem noch ganz tolle Sachen machen.

Speaker: Das sollte also ausschließen, dass wenn man also noch nie in Hawaii geforscht hat, ist vielleicht ein Flug nach Hawaii schon wirklich mit 20 Leuten.

Speaker: Viel weiter geht dann halt nicht mehr.

Speaker: Also wir wollen nicht sagen, wenn jemand in Indien forscht und da mit einer Exkursion hinfährt, dass wir das nicht mehr erlauben wollen.

Speaker: Aber wir wollen schon sagen, wenn jemand noch nie in Neuseeland war und sagt, da wollte ich aber immer schon mal hin,

Speaker: Das ist einfach nicht geeignet für ein Exkursionsziel.

Speaker: Also das ist ein Abwägen.

Speaker: Und wie macht man Abwägen?

Speaker: Man hat irgendwie so ein Punktesystem und das ist immer ein bisschen ungerecht, weil jeder bringt dann unterschiedliche Argumente vor.

Speaker: Also persönlich glaube ich, seit wir diese Idee eingeführt haben, wir lassen nicht Exkursionen, jeder kann so ungefähr...

Speaker: sich Ziele raussuchen, wie er es für richtig hält.

Speaker: Das hat zumindest schon mal zu einer Diskussion geführt, auch bei manchen, die vielleicht darüber vorher überhaupt nicht nachgedacht haben, sondern sich gedacht haben, naja, wir haben ja alles ein bisschen diese Schizophrenie, finde ich.

Speaker: Das eine ist mein berufliches Leben und da gehört das halt dazu.

Speaker: Und wenn ich da halt fliegen muss, dann fliege ich halt.

Speaker: Und im Privaten würde ich vielleicht sagen, naja, gut, aber ob ich jetzt in Urlaub fliegen muss, weiß nicht.

Speaker: Und wir haben schon auch in dem Professionellen eine Chance, daran zu drehen.

Speaker: Und ohne jetzt ein Verbotsinstitut zu sein, das mit dem erhobenen Zeigefinger der Moral sagt, ja, aber das dürft ihr jetzt auf keinen Fall mehr machen, finde ich das schon wertvoll, darüber nachzudenken und Anpassungen zu machen.

Speaker: Und das geht auch über Exkursionen hinaus.

Speaker: Man muss auch nicht zu jedem Meeting eben mal hinfliegen, weil man sich denkt, es ist ja super, dass ich übers Wochenende der Nacht

Speaker: Also ich meine, und ich finde da Bewusstsein zu schaffen, also da sollten wir speziell als Geografen, also wenn wir nicht anfangen darüber nachzudenken, dann würde ich sagen, dann läuft irgendwas ganz verkehrt.

Speaker: Und diese Exkursionen, die, finde ich, gehören zu diesem Puzzle dazu und ich finde, es gehört auch die Diskussion mit den Studierenden dazu.

Speaker: Zu sagen, ja, also wir haben uns da was überlegt und da gibt es auch Gründe für, warum wir uns das überlegt haben.

Speaker: Weil natürlich rennt man bei manchen Studierenden damit offene Türen ein, aber andere sind völlig erbost und sagen, ja, aber ich habe Geografie studiert, weil ich die Welt sehen wollte und jetzt sagt ihr, ihr schränkt hier ein.

Speaker: Wie kann denn das sein?

Speaker: Und ich glaube, das ist ein Aushandlungsprozess.

Speaker: Darf ich da vielleicht noch ein Beispiel bringen zu diesem Thema, wie die Rezeption bei den Studierenden ist oder die Sensibilisierung für dieses Nachhaltigkeitsthema?

Speaker: Also ich habe im vergangenen Jahr eine Exkursion nach Albanien angeboten und durchgeführt auch, eben auch vor dem Hintergrund.

Speaker: Da ist noch nicht so viele Studierende wahrscheinlich gewesen, da lernen sie auch viel Neues.

Speaker: Und Albanien ist ja durchaus erreichbar über den Landweg oder mit einem Schiff.

Speaker: Tatsächlich ist mit dem Zug ziemlich schwierig erreichbar oder gar nicht, glaube ich.

Speaker: Und wir haben dann also eine Anfahrtsmöglichkeit ausgearbeitet und die bestmögliche jenseits des Fliegens war es einfach mit dem Zug bis nach Bari, also nach Süditalien zu fahren und dann mit der Fähre nach Albanien überzusetzen.

Speaker: Und das habe ich auch gemacht, das haben wir uns auch angeboten, auch die Preise mitgeteilt etc.

Speaker: Und das Ganze dauert 26 Stunden von Augsburg.

Speaker: 26 Stunden Augsburg bis Albanien.

Speaker: Und mein Mitarbeiter und ich als Exklusionsleitende haben das gemacht.

Speaker: Von den Studierenden sind uns aber nur ein Drittel gefolgt.

Speaker: Zwei Drittel sind dann tatsächlich geflogen.

Speaker: Die sind hin und zurück geflogen, das war...

Speaker: günstiger und viel, viel schneller.

Speaker: Und am Ende der Exkursion haben wir dann auch nochmal dieses Thema angesprochen, Nachhaltigkeit, wie Sie das finden.

Speaker: Und Peter hat es ja schon angesprochen.

Speaker: Das ist teilweise ein emotional aufgeladenes Thema auch.

Speaker: Da scheiden sich die Geister.

Speaker: Ich glaube, welche, die wirklich ganz vehement die anderen fast angeklagt haben, warum seid ihr dann geflogen und so weiter.

Speaker: Jetzt gab es dieses Angebot und wir haben eine Verantwortung und wir müssen entsprechend auch möglichst klimafreundlich da anreisen und zurückreisen.

Speaker: Und dann gab es die anderen, die aber gesagt haben, nein, ich

Speaker: studiere ja deswegen Geografie.

Speaker: Ich will ja was Neues, was ganz Besonderes sehen, wenn nicht im Geografiestudium, wo sonst ungefähr auch.

Speaker: Also das war wirklich spannend.

Speaker: Das waren zwei Lager tatsächlich, die da offenkundig waren.

Speaker: Und das Fakt ist tatsächlich auch, wenn man jetzt anbietet, den Fall hatten wir auch schon, eine Exkursion in den Harz oder eine Exkursion, eine Ahnung, nach Kanada.

Speaker: Die eine kostet doppelt so viel wie die andere.

Speaker: Die Kanada-Exkursion ist voll.

Speaker: Die Harz-Exkursion nicht unbedingt.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ja, und da liegt ja auch ganz, ganz viel drin.

Speaker: Also gerade auch der Punkt, den du aufgemacht hast mit der Anreise mit jetzt Zug und Schiff.

Speaker: Es dauert nicht nur länger, es ist auch noch teurer.

Speaker: Und das ist ja tatsächlich etwas, was dann für viele Studis ja auch eine schwierige Abwägung ist und was wir ja auch bei, nehmen wir jetzt zum Beispiel jetzt ganz eigene Erfahrungen,

Speaker: Northern Geography Meeting in Finnland, den Hinweg.

Speaker: Dafür konnte ich die Zeit einplanen, da quasi mit Zug und Fähre anzureisen.

Speaker: Aber das sind halt auch mal eben 30 Stunden.

Speaker: Ja, für den Rückweg, weil wir natürlich dann auch in unserem Alltag einfach andere Verpflichtungen haben, wie zum Beispiel auch die Lehre.

Speaker: Ja, da ging es halt nicht, sondern dann wäre ich halt zu spät gekommen und dementsprechend musste ich dann zurückfliegen.

Speaker: Und ich glaube, dass halt aber dieser wichtigste Punkt, den ihr jetzt auch nochmal sehr, sehr gut deutlich gemacht habt, ist nämlich genau dieses Abwägen und sich darüber bewusst sein und die Gespräche dafür eröffnen,

Speaker: Gleichzeitig sind es ja natürlich aber auch eine wahnsinnige Kette an Herausforderungen, die nicht nur mit dem, ich sage jetzt mal in Anführungszeichen, sozialen Druck dann einhergehen.

Speaker: Also du hattest jetzt die zwei Lager bei deinen Studentinnen beschrieben, sondern tatsächlich auch rein finanzielle Ressourcen.

Speaker: So können wir uns das leisten.

Speaker: Inwiefern geht es?

Speaker: Dann die zeitlichen Ressourcen, die Vorbereitung, die gegebenenfalls zum Teil deutlich höher ist, als wenn ich einfach nur sage, ich hätte jetzt gerne einen Flug von A nach B. Also ich glaube, jede Person, die schon mal versucht hat, verschiedene Verkehrsmittel miteinander zu kombinieren.

Speaker: weiß, wie schwierig das sein kann.

Speaker: Hättet ihr da aber so abschließend vielleicht auch noch so ein paar Tipps, was man vielleicht machen könnte, einfach um diese Diskussion vielleicht auch anzuregen oder aber natürlich auch für vielleicht jetzt auch andere Dozentinnen oder neue Dozentinnen einfach vielleicht einen guten Umgang zu finden mit diesen Dilemmata, die ja zuhauf auftreten?

Speaker: Das ist eine ganz schwierige Frage zum Abschluss.

Speaker: Also ich glaube, was an der Stelle stark zählt, ist der Austausch zwischen denen, die schon Exkursionen gemacht haben an einem Institut, weil da kann man schon irgendwie einen tollen Leitfaden erstellen und was da alles gemacht werden soll, aber damit erschlägt man ja jemand, der es das erste Mal macht, tendenziell.

Speaker: Da muss man also wirklich dazu sagen, dass es anders zu organisieren als standardmäßig natürlich auch immer mit Administration einhergeht, die für Menschen wie Matthias und mich, die das schon lange machen, einigermaßen überschaubar sind, aber für jemanden, der das das erste Mal macht, nicht.

Speaker: Also ich glaube, das ist etwas, was man anstoßen kann.

Speaker: Das versuchen wir auch.

Speaker: Das klappt manchmal besser und manchmal schlechter, dass man die Leute, die da Erfahrungswerte haben, auch dann zusammenbringt.

Speaker: Weil jetzt so nach Kochrezept gestehe ich, ich habe kein gutes Kochrezept dafür.

Speaker: Es ist ja auch an jeder Uni ein bisschen anders gehandhabt.

Speaker: Und wie geht man damit um und wie wichtig werden Exkursionen genommen?

Speaker: Und also ich glaube, es ist der Austausch, der am Ende zählt und dranbleiben an dem Thema.

Speaker: Und vielleicht sagen wir in fünf Jahren, okay, wir haben jetzt hier ein Regelwerk erstellt.

Speaker: Es funktioniert entweder gut und wir machen es weiter oder keiner will mehr eine Exkursion machen, weil wir zu viele Regeln erzeugt haben.

Speaker: Also ich denke, daran müssen wir weiterarbeiten.

Speaker: Man muss es nachschärfen.

Speaker: Vielleicht sagen wir auch in fünf Jahren, wir ziehen die Daumenstrauben beim CO2-Ausstoß einer Exkursionsstärke an.

Speaker: Also ich finde, das ist etwas, was für uns wichtig ist, in dieser Diskussion zu bleiben, die natürlich im Alltag, jeder hat irgendwas ganz Wichtiges.

Speaker: Da sehe ich ganz viel Herausforderung.

Speaker: Und als Fach finde ich schon auch die Herausforderung,

Speaker: Nachwuchswissenschaftler für Exkursionen zu begeistern in der Tat, weil die natürlich auch in einem Konkurrenzdruck stecken, dass am Ende zählt die Publikation mehr als kann sagen, ich war schon mal auf einer Exkursion oder habe die organisiert.

Speaker: Also auch da müssen wir als Fach, glaube ich, ein bisschen aufpassen, also eine Umgebung schaffen, die zumindest das attraktiv innerhalb des Instituts macht.

Speaker: Aber für ein richtiges Kochrezept, da muss ich leider passen.

Speaker: Das ist ja auch schon sehr, sehr viel.

Speaker: Also Austausch fördern, dann als Institut zu schauen, inwiefern man sich vielleicht auch Regelwerke schaffen kann, auf die man dann leichter zurückgreifen kann.

Speaker: Und ich würde eigentlich nicht mal sagen, dass es dann unbedingt Regelwerke sind, sondern es sind halt eigentlich, das ist eine Richtschnur, die es mir erleichtert, einen Schritt zu machen und so eine Exkursion zu planen, weil ich einfach auf quasi qualifizierten Wissen aufbauen kann, was halt andere Leute vor mir erarbeitet haben.

Speaker: Hättest du an der Stelle

Speaker: Noch Ergänzungen, Matthias?

Speaker: Nee, ich kann eigentlich nur sagen, Exkursionen sind toll.

Speaker: Also so würde ich sagen, Exkursionen machen Spaß, Exkursionen erweitern den Horizont für die Dozierenden wie auch die Studierenden.

Speaker: Man lernt viele auch einfach deutlich besser kennen.

Speaker: Das ist ja auch etwas, die Studierenden untereinander interagieren ganz anders, lernen sich auf Exkursionen anders kennen.

Speaker: Also das ist einfach ein ganz hohes Gut, hoher Wert.

Speaker: Das haben wir, glaube ich, auch beide ziemlich deutlich gemacht, dass wir Exkursionen keineswegs abschaffen, sondern den Sinn ganz klar erkennen, wie wertvoll Exkursionen auch sind.

Speaker: Was mir vielleicht noch, ich weiß nicht, passt jetzt nicht ganz auf die Frage, aber eher so ein bisschen Sorgen bereitet, ist tatsächlich auch, wie sich der Diskurs jetzt gerade in den letzten Wochen verändert hat.

Speaker: Also das ist einfach momentan gar kein Thema mehr, Klimaschutz.

Speaker: Das ist doch stark in den Hintergrund gerückt.

Speaker: Und ich finde, gerade jetzt müssen wir doch weiter sagen, nein, das ist ein super Thema, ein super wichtiges Thema, mit dem wir uns ja in der Geografie beschäftigen.

Speaker: Wir wissen um die

Speaker: Wir wissen um die Problematiken des Artenschwuns, des Klimawandes etc.

Speaker: Wir lehren das ja auch.

Speaker: Und da sollten wir halt dann möglichst auch authentisch sein.

Speaker: Das ist mir eigentlich auch wichtig, nochmal zu sagen, dass wir authentisch sein müssen in unserem eigenen Handeln.

Speaker: Also Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch als verantwortungsbewusste Multiplikatoren, die wir ja in einer gewissen Weise sind.

Speaker: Da gehört es eben dazu, dass wir uns da Gedanken machen.

Speaker: Aber es sollte nicht abschrecken, sondern es sollte die Leute ermuntern und ermutigen, auch Exkursionen durchzuführen, weil sie einfach, wie ich finde, eine wundervolle Lehrveranstaltung auch sind.

Speaker: Und ich finde, das, was du jetzt auch gesagt hast, Matthias, das sind wunderschöne Schlussworte, die ich eigentlich auch am liebsten so stehen lassen möchte.

Speaker: Aber will an der Stelle auch einfach nochmal kurz zusammenfassen, was wir jetzt heute alles über nachhaltige Exkursionen gelernt haben.

Speaker: Also das ist einerseits natürlich immer ein Abwägungsprozess zwischen dem, was bringt diese Exkursionen und ist es jetzt wirklich notwendig, sei es jetzt aus der humangeografischen oder der physisch-geografischen Perspektive, jetzt explizit in ein weiter entferntes Land zu reisen.

Speaker: Oder kann ich mir bestimmte Umstände nicht auch viel besser noch vielleicht vor Ort anschauen oder in einem näher gelegenen Land oder aber auch tatsächlich in Deutschland?

Speaker: Und dabei aber die prinzipiellen ökologischen Folgen, die wahnsinnig wichtig sind, die auch auf dem Schirm zu haben.

Speaker: Und auch darüber haben wir gesprochen, dass es sich wirklich anbietet, darüber auch die entsprechenden Diskussionen anzustoßen.

Speaker: nicht aus den Augen zu verlieren, dass auch diese Exkursionen in weiter entfernt gelegene Regionen durchaus eine Berechtigung haben, weil es einerseits natürlich den sozialen Zusammenhalt nochmal unter den StudentInnen, aber vor allem auch das soziale Verständnis seitens der StudentInnen für die eigene Position in globalen Zusammenhängen und natürlich dann dementsprechend auch auf dieser Welt super, super wichtig ist.

Speaker: Wir können so bei den StudentInnen

Speaker: bestimmten Stereotypen entgegenwirken.

Speaker: Wir können so natürlich dafür auch sorgen, dass diese StudentInnen zu MultiplikatorInnen werden im Hinblick auf unsere eigene Gesellschaft.

Speaker: Das heißt, hier auch entsprechende gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können.

Speaker: Und das Ganze, und das hatten wir aber auch ganz am Anfang gesprochen, geht natürlich nur

Speaker: wenn ich mich entsprechend darauf vorbereite, wenn ich einen Austausch schaffe auch zwischen DozentInnen, die das schon länger gemacht haben, DozentInnen, die neu sind und natürlich auch dafür sorge, dass die neuen heranwachsenden Dozierenden, die dann entsprechend solche Exkursionen durchführen, dann auch entsprechend sensibilisiert sind.

Speaker: Und dafür können dann zum Beispiel auch entsprechende Richtlinien an einem Institut als Richtschnur, als Unterstützung helfen, ohne dass jetzt tatsächlich gesagt werden muss, nein, das geht überhaupt nicht, wir schieben hier dem Ganzen einen Regel vor.

Speaker: Und dementsprechend für all diese Eindrücke und auch für mich sehr, sehr spannenden Punkte möchte ich euch an der Stelle erstmal herzlich danken.

Speaker: Also vielen, vielen Dank für das tolle Gespräch.

Speaker: Und wenn ihr da draußen bei Was bewegt die Geografie auf dem Laufenden bleiben wollt, dann abonniert den Podcast auf der Streaming-Plattform eures Vertrauens.

Speaker: Und wenn ihr mehr über die SchöpferInnen hinter den Kulissen, also den VGDH, erfahren wollt,

Speaker: Schaut auch gerne mal auf vgdh.de vorbei.

Speaker: Dort findet ihr dann auch alle Infos zu diesem Podcast und natürlich auch die Links zu allen Publikationen, über die wir gesprochen haben und zu den Profilen von Peter und Matthias.

Speaker: In dem Sinne wünsche ich euch da draußen erst einmal eine gute Zeit und euch beiden, Matthias, Peter, nochmals vielen, vielen Dank für euren Input.

Speaker: In dem Sinne freue ich mich auf die nächste Folge und euch da draußen.

Speaker: Ahoi und bis zum nächsten Mal.

Speaker: Ciao, ciao.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Tschüss zusammen, hat Spaß gemacht.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Recommended