Wir spielen wieder ARIA-Glücksrad und sprechen mit Paweł Masarczyk (Mastodon), Peter Krautzberger (LinkedIn / Mastodon) und Marco Bretschneider (Mastodon) über ARIA-Rollen und -Attribute, die uns unser Glücksrad ausspuckt. Daniela Kubesch (LinkedIn / Bluesky / Mastodon) musste leider erneut aussetzen, und Paweł wurde später von seiner Internetverbindung aus der Runde gewürfelt.
Wir arbeiten uns durch abstrakte Landmark-Rollen, praktische Landmark-Navigation, die Rolle option, aria-required, ariaNotify() und schließlich role="form". Dabei geht es wie immer darum, was die Spezifikation meint, was Browser und assistive Technologien daraus machen und wo native HTML-Elemente fast immer die bessere Wahl sind.
Shownotes
[00:02:28]
role=“landmark“
Zum Auftakt würfeln wir die abstrakte Landmark-Rolle. Wir sprechen darüber, warum es in ARIA überhaupt abstrakte Rollen gibt, obwohl sie nicht direkt verwendet werden dürfen, und stellen fest, dass sie vermutlich eher Browsern und Accessibility-APIs als Autorinnen und Autoren dienen. Anschließend biegen wir zu den konkreten Landmark-Rollen wie banner, navigation, main, contentinfo und complementary ab, die heute fast alle native HTML-Entsprechungen besitzen.Wir diskutieren außerdem, warum Elemente wie
section oder Formulare nur dann als Landmark sinnvoll sind, wenn sie einen zugänglichen Namen besitzen, und weshalb zu viele oder falsch verschachtelte Landmarks eher schaden als helfen. Schließlich fragen wir uns, ob Landmark-Navigation nicht auch für reine Tastaturnutzende interessant wäre, und verweisen auf Browser-Erweiterungen wie
Landmark Navigation via Keyboard or Pop-up. Außerdem überlegen wir, ob sich mit dem
WebAIM Million Report oder HTTP Archive herausfinden lässt, wie häufig abstrakte Rollen fälschlich eingesetzt werden.
[00:24:40]
role=“option“
Die Rolle option wirkt zunächst wenig spannend, weil sie im Wesentlichen dem nativen option-Element entspricht. Interessant wird sie erst dann, wenn man sich eine eigene Listbox oder Combobox bauen muss, beispielsweise für durchsuchbare Select-Komponenten.Wir sprechen darüber, wie aufwendig solche Eigenbauten sind, weil neben der Semantik auch die gesamte Tastaturbedienung nachimplementiert werden muss. Deshalb hoffen wir auf die weitere Verbreitung von
Customizable Selects und Customizable Multi-Selects. Dabei streifen wir auch den aktuellen Stand von
Interop 2026 sowie einen kürzlich wieder aufgetauchten
Datalist-Bug unter