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Filmkritik zum Kinostart von SULTANAS TRAUM
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2 months ago

Inspiriert von einer feministischen Science- Fiction-Geschichte, die 1905 in Bengalen geschrieben wurde, begibt sich Inés in dem Film SULTANAS TRAUM auf eine Initiationsreise durch Indien auf der Suche nach Ladyland, dem utopischen Land der Frauen.

Worum es genau geht und wie uns der Film gefallen hat, könnt Ihr in unserem Microfazit hören. 

Darum geht's in SULTANAS TRAUM

Die junge Künstlerin Inés stößt in einer indischen Buchhandlung auf „Sultana’s Dream“, einen Science-Fiction-Band, der vor mehr als hundert Jahren von einer Frau namens Rokeya Hossain geschrieben wurde. Fasziniert von den kühnen Visionen einer Unbekannten begibt sich Inés auf eine hypnotische Reise quer durchs Land – auf der Suche nach dem sagenumwobenen „Ladyland“ und ihren verloren geglaubten Träumen.

„In Ladyland, ladies rule over the country and control all social matters, while gentlemen are kept in the mardanas to mind babies, to cook and to do all sorts of domestic work.“

SULTANAS TRAUM von Rokeya Hossain (1905) SULTANA’S DREAM, das Pionierwerk der Science-Fiction und der feministischen utopischen Literatur, wurde 1905 von Begum Rokeya in Bengalen, dem heutigen Bangladesch, geschrieben. Die Kurzgeschichte skizziert eine utopische Zukunft, in der Männer in den häuslichen Bereich zurückgedrängt wurden, während Frauen eine friedliche und gerechte Gesellschaft in Harmonie mit der Natur gestalten.

Der Film übt Kritik an Patriarchat, Krieg, Industrialisierung sowie Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und spricht damit – auf eine unerwartet visionäre Art – die Anliegen unserer heutigen Welt.


Regie: Isabel Herguera
Drehbuch: Isabel Herguera, Gianmarco Serra
Produzent:Innen: Isabel Herguera, Diego Herguera Acosta, Chelo Loureiro, Mariano Baratech, Fabian Driehorst, Iván Miñambres
Gefördert von MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Bundesweiter Kinostart: 7. März 2024
im Verleih von
FILMS THAT MATTER
by luftkind filmverleih

Bildrechte: © Luftkind Filmverleih

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