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#38 3 Monate mit meinem Ex-Rennpferd - Update

Heu hoch zwei
Heu hoch zwei

45 plays · Aug 10, 2026

3 Monate mit meinem Ex‑Rennpferd. Gesundheits‑Updates, erster kleiner Trainingsschritte und unserem Weg hinein ins tensegrale Training. Was als vorsichtiger Neustart begann, hat uns beide verändert: mehr Körpergefühl, mehr Ruhe, mehr Verbindung. Diese drei Monate waren erst der Anfang von etwas richtig Gutem. Schaut gerne bei uns vorbei: Heu Hoch zwei Instagram [https://www.instagram.com/heuhochzwei/] 🦄 Joelle: Instagram [https://www.instagram.com/healthyhorsie/] 💚  Website [https://www.healthyhorsie.com/] 🌐 Debby: Instagram [https://www.instagram.com/derzwergundgalando/] 🦄

Transcript

Speaker: Heuhoch 2, dein Podcast für fundierte Pferdefütterung und smarte Stallfinanzen.

Speaker: Hallo.

Speaker: Hallo.

Speaker: Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

Speaker: Wir sind auch heute fast wieder live, nicht ganz so live wie das letzte Mal.

Speaker: Aber es ist Sonntagnachmittag und wir sind jetzt am Aufnehmen.

Speaker: Und es ist crazy, wir haben jetzt in unserem ganz kleinen Vorgespräch schon besprochen,

Speaker: wie schnell das die Zeit vergeht, dass es jetzt einfach schon fast Mitte August ist und die Tage werden auch schon wieder kürzer.

Speaker: Das heißt, man merkt, dass irgendwie der Zenit des Sommers überschritten ist, obwohl die Temperaturen das ja gar nicht hergeben.

Speaker: Aber darum soll es in der heutigen Folge nicht schon wieder gehen, um das, wie heiß das ist, sondern wie schnell die Zeit vergangen ist und Joel hat ihr Pferd, das sie

Speaker: in ein paar Folgen davor schon vorgestellt hat, ja jetzt drei Monate und wir wollten hören, wie es euch denn jetzt so geht und ein ganz kleines Update über euren Gesundheitszustand, euren Trainingszustand, wie ihr euch gemeinsam fühlt.

Speaker: Darüber wollen wir heute reden und deswegen die wichtigste Frage vorab, wie geht es ihm denn im Moment so?

Speaker: Genau, so Moon geht sehr gut.

Speaker: Für alle, die das noch nicht mitbekommen haben oder die Folge davor nicht gehört habt, ihr könnt gerne ein paar Folgen zurückgehen.

Speaker: Aber ich habe mir ja ein Ex-Rennpferd gekauft vor drei Monaten und ich habe ja auch da erwähnt, dass so ein bisschen so gesundheitliche Dinge da waren, die ich auch wusste.

Speaker: Aber jetzt nach drei Monaten geht es ihm wirklich sehr, sehr gut.

Speaker: Also wir mussten ein paar Impfungen nachholen, wir mussten ihn mehrmals entwurmen und wir sind da leider immer noch dran, aber er war halt sehr stark verwurmt und dann war ja sein Gewichtszustand einfach krass.

Speaker: sehr, sehr, sehr schlecht, also er war extrem dünn und musste einfach zunehmen und das hat natürlich auch ein bisschen gedauert, weil wie auch das Abnehmen geht auch das Zunehmen, nicht einfach so von heute auf morgen, aber ich habe mich da ein bisschen eingefunden in die Futterprodukte, die ich hier zur Verfügung habe und habe da auch ein paar Dinge ausprobiert und

Speaker: Ich bin jetzt eigentlich sehr zufrieden mit der Zusammenstellung, die ich jetzt habe und auch wie er aktuell aussieht.

Speaker: Und diese Woche wird auch der Sattler oder die Sattlerin kommen, weil ich jetzt halt finde, dass er wirklich

Speaker: endlich oder das erste Mal in einem wirklichen Zustand ist, wo ich ihn auch wirklich anfangen zu reiten kann und wo es auch Sinn macht, den Sattel anzupassen.

Speaker: Klar, da fehlt noch ganz viel Muskulatur und das kommt auch mit der Zeit, aber einfach auch von seinem Gewichtszustand ist da endlich mehr vorhanden, dass man da auch drauf reiten kann.

Speaker: Ja, eigentlich schon irgendwie für mich verrückt, weil normal sind für mich immer die

Speaker: Rennpferde oder auch Turnierpferde, also die, die so sauber durchgeimpft sind und sauber entwurmt, weil das ja für Turniere alles sehr wichtig ist und oft hört man eher so, dass Freizeitpferde gar nicht oder nur so...

Speaker: spirituell entwurmt werden und da hört man ja oft wilde Geschichten, dass das dann aber auch bei so einem Rennpferd der Fall ist, dass da, nachdem man gemerkt hat, der ist nicht nutzig quasi für das, was man braucht, einfach sagt, ja, dann ist alles scheißegal, finde ich irgendwie schon krass.

Speaker: Ich hätte nicht gedacht, dass eben da Impfungen fehlen und so.

Speaker: Das war für mich schon, als du das das erste Mal erzählt hast, irgendwie mega überraschend, weil ich mir das so ganz anders vorgestellt habe.

Speaker: Ja, tatsächlich ich auch und es ist auch nicht von allen Rennpferden so, also auch wenn ihr jetzt online irgendwie schaut oder so, da kommt es halt super darauf an.

Speaker: Bei ihm war halt einfach die, oder das Spezielle daran, dass er letztes Jahr Rennen gelaufen ist.

Speaker: Also der wurde letztes Jahr trainiert, dreijährig und ist da auch ein Rennen gelaufen und in dieser Zeit war auch alles up to date und ich nehme auch an, sein Gesundheitszustand war da auch okay.

Speaker: Er wurde dann aber bereits letztes Jahr im November oder Oktober, so um den Dreh rum, wurde er halt weggestellt, weil es ganz klar war, dass dieses Pferd keine Rennen mehr laufen wird, weil er einfach zu langsam ist und das einfach überhaupt nicht geeignet ist für diesen Job.

Speaker: Und dann wurde er halt weggestellt.

Speaker: Und ich würde jetzt einmal sagen, es ist halt leider oft so, auch vielleicht bei anderen Turnierpferden, wenn es Verletzungen gibt, dass man halt die Pferde dann wegstellt.

Speaker: Und manchmal ist das einfach aus dem Auge, aus dem Sinn.

Speaker: dass man halt dann einfach diese Pferde auch so günstig wie möglich halten möchte und da denkt, ich gehe ja nicht mehr an Veranstaltungen, das Pferd geht nirgendwo hin, da braucht es vielleicht nicht mehr ganz alle Impfungen oder man eben hat nicht irgendwie alle paar Monate den Tierarzt da, wo das Pferd auch anschaut und durchcheckt und ich denke, dass es mit ihm eben passiert, er war ja auch

Speaker: in so einem Zwischen-Zuhause zwischen Rennstall und mir.

Speaker: Da war jemand, also sie ist gut befreundet mit diesem Rennstallbesitzer und sie nimmt immer wieder Pferde auf, weil sie einfach Weiden zur Verfügung hat und vermittelt die dann eigentlich weiter, einfach weil sie im Rennstall da keinen Platz hat und es macht auch keinen Sinn, dass die Pferde, die nicht aktiv trainiert werden und Rennen laufen, dass die da im Stall sind, weil

Speaker: Ich meine, das ist leider noch die Realität, aber diese Pferde sind mehrheitlich in den Boxen und mehrere Stunden pro Tag im Training oder in der Führanlage.

Speaker: Aber für ein junges Pferd, das weder trainiert wird, noch wirklich auf irgendwas vorbereitet wird, macht es da auch einfach Sinn, das auf die Weide zu stellen und es auch sich erholen zu lassen.

Speaker: Da war jetzt halt einfach das Ding, dass auf diesen Weiden leider nicht ganz so viel Gras war, wie er es gebraucht hätte, aus meiner Sicht.

Speaker: So hat er halt unheimlich viel Gewicht verloren letzten Winter.

Speaker: Und ich glaube auch, dass das Management von...

Speaker: diesen blütigen Pferden, insbesondere den Vollblütern, einfach sehr wichtig ist, auch im Winter, dass die halt zusätzlich Futter bekommen und man auch da mit Zusatzfutter halt auffüttern kann oder sollte, weil der Winter, oder ich erwarte jetzt auch im kommenden Winter, dass das nicht ein Zuckerschlecken wird, um sein Gewicht so zu halten, sondern das braucht wahrscheinlich aktives Management.

Speaker: Und das hatte er halt letztes Jahr nicht und ja, in diesem Zwischenzuhause war es dann halt eben auch nicht die Priorität, das Pferd jetzt wirklich regelmäßig zu impfen, das Pferd zu entwürmen und so weiter und so fort.

Speaker: Und als er dann zu mir kam, habe ich da einfach einmal alles angeschaut und da war halt wirklich die Impfung leider wirklich einen Monat oder so zu spät, weil die Pferde sollten ja mindestens einmal im Jahr korrekt geimpft sein, damit du die

Speaker: Immunität aufrechterhaltest, dass du auch an Turnieren oder sonst irgendwo hin kannst.

Speaker: Und bei ihm war dieser Monat wie verstrichen und dann leider muss nochmal neu immunisiert werden, auch wenn aus meiner Sicht wegen diesem einen Monat nicht die ganze Immunität verloren gegangen wäre, aber man muss es halt eben einfach korrekt machen, damit die Pferde dann wieder zugelassen sind auf öffentliche Veranstaltungen, Trainings.

Speaker: Also hier in Irland ist wirklich, auch wenn du irgendwo mal ein Auswärtstraining machen willst,

Speaker: muss dein Pferd korrekt geimpft sein.

Speaker: Und genau, das ist so ein bisschen der Hintergrund, wieso das bei ihm einfach so war.

Speaker: Ich denke, wenn man es direkt von der Rennbahn kauft, kann man eigentlich davon ausgehen, dass das Pferd geimpft ist oder korrekt geimpft ist, weil ansonsten können die auch nirgendwo hin.

Speaker: Und wahrscheinlich auch, dass die gepflegt wurden im Sinne von, dass die jetzt nicht stark verwurmt sind oder so.

Speaker: Ja, es ist schon, es ist einfach verrückt.

Speaker: Also ich kenne das ja ein bisschen bei unserem Stall, der ist ja auch so, der ist relativ günstig mit viel Weiden und wir haben doch auch immer wieder Leute, die die Pferde einfach abstellen und auch da ist dann für auch den Hofbesitzer bei uns immer ein bisschen schwierig, da dran zu bleiben, dass die Gruppen ungefähr gleichzeitig entwurmt werden, weil mit gewissen Besitzern ist es auch nicht so einfach.

Speaker: Dann gibt es die, die sagen, entwurmen muss man sowieso nicht und

Speaker: Ja, manchmal ist das wirklich auch sehr schwierig und dann

Speaker: gab es auch schon den Fall, dass man dann sogar Würmer im Kot entdeckt hat.

Speaker: Und das ist dann halt schade, wenn man Leute hat, die das nicht ganz so ernst nehmen und sagen, ja, das ist nicht so wichtig, aber manchmal eben wie bei diesen Rennpferden, die werden dann einfach weggestellt und die sind quasi nicht mehr wichtig genug, um das dann zu machen oder das kostet dann halt zu viel Geld.

Speaker: Das ist halt leider das Business hinter diesen Rennpferden.

Speaker: Ich meine, ich bin da ja auch nah dran, meine Mama hat ja auch

Speaker: ehemaliges Pferd, zwar Trabrennen, aber trotzdem, es ist schon verrückt, was da halt alles abgeht und auch wie es den Pferden da zum größten Teil geht.

Speaker: Es gibt sicher auch solche, die es besser machen, aber bei vielen glaube ich, dass es halt einfach schlecht ist und eben wenn sie dann nicht mehr nützlich sind, dann ist es sowieso nicht mehr so wichtig, wie es ihnen geht und das finde ich eigentlich gegenüber einem Lebewesen eine wirklich verrückte Einstellung.

Speaker: Ja, wie du sagst, es ist einfach das Business.

Speaker: Ich glaube es nicht, dass die Menschen das absichtlich, also die schauen den Pferden ja eigentlich schon.

Speaker: Also es gibt es schon wahrscheinlich auch, dass den Pferden dann komplett nicht geschaut wird.

Speaker: Bei ihm war ja trotzdem immer wieder jemand da, aber es ist halt einfach das Geld, wo meistens dann fehlt oder nicht investiert werden möchte.

Speaker: Weil man muss halt auch ganz klar sehen, jetzt vor allem hier in Irland, ich denke, es ist überall etwa gleich, aber hier ist es wirklich, der Wertverlust eines Pferdes oder eines Rennpferdes ist extrem, wenn es keine Rennen mehr läuft.

Speaker: Weil von der Rennbahn zu kaufen und dann wieder zu trainieren, das ist wirklich...

Speaker: ... eine riesige Aufgabe und das kann auch einfach nicht jeder.

Speaker: Und wenn man da das Pferd dann wiederum zu jemandem schickt, der das ein paar Monate trainiert, dann klar hast du wieder eine Wertsteigerung.

Speaker: Aber wie gesagt, das bezahlt schlussendlich wieder fast niemand, dass jemand auch diese Trainingsmonate dann aktiv verkültet bekommt.

Speaker: Und...

Speaker: Und also das ist ein bisschen das Traurige und ich meine, es ist super gut.

Speaker: Wir haben super viele Vereine und Associations, wo das auch wirklich fördern, dass man halt Rennpferde kauft und diese wieder trainiert.

Speaker: Also es gibt auch ganze Turnierklassen nur für Ex-Rennpferde und das wird super gefördert, was sehr, sehr schön ist.

Speaker: Und auch wenn du ein Ex-Rennpferd hast, du kannst kostenlos dich in diesen Verein eintragen lassen und die sponsern einem dann eigentlich die

Speaker: eine Turnierlizenz pro Jahr.

Speaker: Also man muss sich da ja auch anmelden und das Pferd registrieren.

Speaker: Und das ist ja eigentlich das Schöne, dass man schon, dass das irgendwie schon gefördert wird, aber man muss sich halt auch noch dieser Challenge annehmen und ich glaube schon, dass das sehr

Speaker: schwierig ist, gerade auch wenn Pferde älter sind und vielleicht schon Verletzungen hatten, weil ich meine, die meisten Rennpferde kommen jetzt nicht komplett verletzungsfrei aus dieser Sache leider raus und das muss man halt wollen und es ist nicht nur die Verletzungen, ich glaube, grundsätzlich ein Rennpferd zu halten oder ein Vollblüter, das muss man wollen, also ich glaube,

Speaker: Es sind unheimlich tolle Tiere, aber ich glaube auch eine missverstandene Rasse, aber eben auch eine Rasse, die super, super, super viel Pflege und Management braucht.

Speaker: Und ich glaube, das muss man schon wollen als Besitzer.

Speaker: Ja, ich glaube mittlerweile, dass Pferde haben sowieso so ein Thema ist, dass man so richtig wollen muss eben mit dem Management und dann ist es wieder krank und dann kostet es da wieder Geld und dort.

Speaker: Und ich meine, ich liebe meine zwei ja sehr, aber manchmal, wenn ich so drüber nachdenke, ist es schon auch ein bisschen ein verrücktes Hobby.

Speaker: Und deswegen, je spezieller dann die Rassen noch sind und spezielle Bedürfnisse haben, in meinem Fall ist das ja,

Speaker: jetzt das Shetty halt das spezielle Bedürfnisse hat, in deinem Fall der Vollblüter und das ist dann schon irgendwie crazy, dass wir das so neben all unseren alltäglichen Dingen halt auch noch so machen.

Speaker: Aber du hast jetzt schon ganz viel über Training und Training der Pferde gesprochen und

Speaker: Ich weiß nicht ganz genau, in welcher Folge, aber irgendwo haben wir mal kurz angeschnitten, dass du jetzt Tenise Graal mit ihm trainierst und das so ein bisschen dazugenommen hast.

Speaker: Und ich bin natürlich sehr interessiert zu wissen, wie euer Training gerade läuft und was ihr so an...

Speaker: machen seid und wo du glaubst oder wo ihr das Gefühl habt, dass ihr gerade steht.

Speaker: Wir haben ja schon mit dem Sattel ein bisschen gehört, wir sind kurz vor, reiten wäre auch wieder eine Option, aber wie läuft es so ganz insgesamt?

Speaker: Genau, also ganz insgesamt läuft es wirklich super.

Speaker: Es ist ein kleines Streberpferd und vielleicht starten wir wirklich mal bei Monat 1.

Speaker: Also was habe ich mit ihm gemacht, als ich ihn gekauft habe?

Speaker: Also ich habe ihn nicht einfach weggestellt auf die Weide und gesagt, so jetzt musst du einmal zunehmen, sondern ich habe mit ihm von Anfang an

Speaker: Und vor allem haben wir an Botenarbeit und unserer Beziehung gearbeitet.

Speaker: Er ist wie die meisten Rennpferde extrem menschenbezogen.

Speaker: Also wirklich wie ein Hund, nicht wirklich wie ein Pferd.

Speaker: Aber das ist bei den meisten ja so, weil die so früh in den Stall geholt werden und mit den Menschen ja auch Kontakt haben.

Speaker: Und da habe ich aber einfach angefangen mit ihm zu...

Speaker: An Horsemanship, also an der klassischen Bodenarbeit, wie man es aus dem Western kennt oder wie ich es kennengelernt habe, habe ich da einfach an der Beziehung gearbeitet, dass ein bisschen mein Raum ist mein Raum, dein Raum ist dein Raum, so dieses Konzept, dass man nicht einfach jemanden über den Haufen rennt und dass man ein bisschen so, ja, dass man einfach lernt,

Speaker: seinen Körper im Raum einzuschätzen, weil das konnte er überhaupt nicht.

Speaker: Er wusste nicht, ich glaube, er wusste nicht mal, dass er Vierbeine hat.

Speaker: Also wirklich, es war einfach so ein riesen Tollpatsch, der einfach irgendwie durch die Gegend gerannt ist.

Speaker: Und

Speaker: Ja, das haben wir so im ersten Monat ein bisschen angeschaut.

Speaker: Viel Führtraining, viel grundsätzlich putzen, anbinden, Hufe geben.

Speaker: Also wirklich wie mit einem Jungpferd haben wir einmal dieses Fohlen-ABC eigentlich schon fast schon durchgespielt.

Speaker: Und dann im zweiten Monat ist ein bisschen die klassische Handarbeit dazugekommen.

Speaker: Oder auch mit Kapzaumarbeit, also ein bisschen...

Speaker: ihn daran zu gewöhnen zum Konzept, ich werde jetzt von ein bisschen weiter weg geführt oder longiert, also so ein bisschen in diese Richtung.

Speaker: Da haben wir das ein bisschen aufgebaut und auch sind ein bisschen in die laterale Arbeit gekommen, um einfach seinen Rücken vor allem zu stärken oder anfangen zu stärken.

Speaker: Und dann bin ich eben auf das tänsegrale Training gestoßen, weil ich einfach gemerkt habe, dass er mit diesen Trainingsansätzen, die ich für mein vorheriges Pferd gelernt und benutzt habe, dass es für ihn, glaube ich, nicht hundertprozentig passt.

Speaker: Einfach, weil er vom Muskeltonus ganz ein anderes Pferd ist als mein Pferd.

Speaker: anderes Pferd.

Speaker: Also das erste Pferd, mein Freiberger, der ist einfach so ein grundentspanntes Pferd.

Speaker: Also der hat seine Muskeln schon immer entspannen können und der hat schon von Anfang an eine sehr gute, natürliche Körperhaltung gehabt.

Speaker: Also das kann man immer so sagen.

Speaker: Und bei Moon ist es jetzt einfach so, dass der vermutlich durch das, dass der Rennen gelaufen ist,

Speaker: einen sehr, sehr harten Muskeltonus hat und einfach grundsätzlich sich nicht entspannen kann.

Speaker: Also er ist konstant eigentlich auf der Flucht, so aus meiner Sicht, auch wenn er nicht aktiv Angst hat, aber er ist einfach immer so, es könnte jetzt irgendwas passieren und dann muss ich bereit sein für das Schlimmste.

Speaker: Und das war einfach so, dass er wirklich um mich nicht entspannen konnte.

Speaker: Er konnte seinen Hals wirklich gar nie fallen lassen oder irgendwas fallen lassen.

Speaker: Also der ist, ich kann das gar nicht beschreiben, aber einfach so konstant angespannt durch die Gegend gelaufen.

Speaker: Also sogar auf der Weide.

Speaker: Es war wirklich eigentlich krass anzusehen für mich, weil ich das so noch nicht...

Speaker: wirklich erlebt habe beim Pferd.

Speaker: Aber ja, der war einfach konstant so angespannt.

Speaker: Dann bin ich eben auf das tänzegrale Training gekommen, wo du mich eigentlich hingeführt hast.

Speaker: Du kannst vielleicht mehr dazu sagen, aber so wie ich es verstehe, beim tänzegralen Training steht halt der Fokus auf diesen Muskeltonus, also dass man eigentlich

Speaker: dem Pferd beibringt, gewisse Muskeln auf Knopfdruck mehr oder weniger entspannen zu können oder eben auch anspannen zu können und dass man ihnen mit der Zeit beibringt, wie die Körperhaltung sein sollte, dass es für sie dann eigentlich angenehm wird bzw.

Speaker: dass man sie vorbereiten kann.

Speaker: dass sie dann irgendwann einen Reiter tragen kann.

Speaker: Weil ich glaube, wenn ich jetzt einfach so geritten wäre und das irgendwie so gemacht hätte, ich glaube, wir wären sehr, sehr schnell in einer Tragererschöpfung gelandet, weil er hatte schon einen abgesenkten Brustkorb und auch durch die Mobilität von seinen Gelenken natürlich als Rennpferd glaube ich einfach, dass wir da sehr, sehr schnell in einer sehr schlechten Phase gelandet wären.

Speaker: Hätten wir das jetzt nicht angefangen, dass er wirklich

Speaker: ja, wie nennt man das, diese Körperarbeit fokussiert.

Speaker: Ja, vielleicht kannst du noch mehr ein bisschen erklären, was die Tentakalarbeit ist, weil ich glaube, du machst es ja schon super lange und kannst vielleicht auch, weil du hast ja auch Pferd mit Muskelproblemen, also wie das so bei euch ist.

Speaker: Ja, also ich glaube grundsätzlich ist der tensegrale Weg so ein bisschen mehr der Weg, wie das Pferd gesund mit dem Thema Druck und Stress auch so ein bisschen umgeht.

Speaker: Es geht darum, das Pferd immer wieder in die Entspannung zu bringen und dem Pferd zu lernen, dass Druck nicht immer weglaufen, sondern auch entspannen heißen kann, ist zum Beispiel besonders wichtig, wenn der Sattel kommt.

Speaker: Ich meine, wir müssen schon damit leben, dass wir als Menschen für die Pferde immer Druck von oben sind.

Speaker: Und man muss dem Pferd ja beibringen, den Rücken trotzdem zu wölben gegen diesen Druck und nicht einfach von dem Druck wegzulaufen.

Speaker: Ich glaube, das ist ein großer Teil und auch, dass das Pferd einfach ebenso

Speaker: sich im Raum spürt und die einzelnen Teile von sich spürt.

Speaker: Zum Beispiel Galando hatte auch lang das Gefühl, dass seine Hinterbeine nicht zu ihm dazugehören.

Speaker: Das war für ihn kein Konzept, dass es die auch gibt.

Speaker: Und ich glaube, solche Impulse zu geben.

Speaker: Und am Anfang ist natürlich viel dieses Dehnen, dieses Entspannen, dieses Lösen.

Speaker: Und irgendwann kommt man auch wieder ins Aufrichten.

Speaker: Ich habe manchmal das Gefühl, dass das tensegrale Training, wenn man dem so als großes Ding sagen will,

Speaker: das so ein bisschen den Ruf hat, man führt das Pferd einfach mit dem gesenkten Kopf im Kreis.

Speaker: Das sieht man jedenfalls nach außen viel, aber es ist ja viel mehr als das.

Speaker: Es ist wirklich, dass diese Muskeln ansteuerbar sind, dass die Muskeln

Speaker: und dass halt die richtigen Muskeln das Richtige machen, dass die Bewegungsmuskeln das Pferd bewegen und die Stabilisationsmuskeln das Pferd stabilisieren, weil halt oft Pferde auch mit Bewegungsmuskeln beginnen zu stabilisieren, wenn irgendwas im Körper nicht passt, weil das größte Problem, das unsere Pferde ja aus der Reitersicht haben, ist, dass der Thorax nicht, wie bei uns über Schlüsselbein, mit den Armen geht,

Speaker: oder im Pferdefall jetzt mit dem Vorderbein verbunden ist, sondern dass das nur in Muskeln und Bandstrukturen hängt und wenn die Pferde natürlich den nicht richtig tragen, hängt der irgendwann so in den Vorderbein und das sieht man dann oft, dass die Pferde die Schulterblätter so bis zum Ellbogen zusammendrücken und dann vorn so ganz eng stehen.

Speaker: Das ist ja oft ein Zeichen, dass das falsch getragen wird.

Speaker: Und ich glaube jedenfalls, also die Erfahrung, die ich so ein bisschen auch bei uns am Stall habe, diese Vollblüter, die sind ja oft so drahtig und lang, wenn du natürlich einen langen Thorax hast, der zwischen den

Speaker: Beinen hängt, also den Vieren, dann muss der natürlich umso besser stabilisiert sein, um diese Länge zu fixieren und viele Vollblüter kennen das Konzept ja nicht, weil die können einfach Kopf hoch und dann einmal losrennen und denen muss man viel so Bewegungsmuster, die der ungünstige Körper quasi mitbringt, wieder ein bisschen umsetzen.

Speaker: umgelernt werden und ich glaube, dass das Tensegrale Training da ein besonders guter Ansatz ist, um dem Pferd zu zeigen, wie er das macht, dass er das dann auch kann, wenn man ihn reitet, weil da braucht es ja dann besonders viel Stabilität im ganzen Brust- und Rückenbereich, dass das Pferd das überhaupt leisten kann, ohne daran komplett kaputt zu gehen.

Speaker: Genau, absolut.

Speaker: Und wie du das jetzt eigentlich beschrieben hast, das ist auch genau auf Muen zu getroffen.

Speaker: Also er steht oder stand sehr, sehr eng vorne.

Speaker: Seine Schultern waren eigentlich die ganze Zeit, man kann sich das vorstellen, als hätte er es die ganze Zeit so hochgezogen und so einen kleinen Buckel gemacht, also so jetzt in Menschenform.

Speaker: Und sein Unterhalt, es war einfach

Speaker: der Stabilisationsmuskel für dieses ganze Konzept und das wollen wir eben genau nicht.

Speaker: Und bei ihm war das eben sogar schon mit einer Absenkung des Thorax verbunden, wo ich eben denke, dass wenn jetzt er einerseits noch weiter wächst, weil er ist vier Jahre alt, er wird aus meiner Sicht noch wachsen in irgendeiner Form.

Speaker: Und vor allem, dass wenn man das jetzt eben nicht wirklich ihm beibringt, wie muss ich meine Körperhaltung haben, dass

Speaker: nicht nur der ganze Körper stabilisiert wird, sondern eben auch, dass nachher, falls er nochmal wächst, dass das nicht komplett aus dem Ruder läuft.

Speaker: Und ja, wie du sagst, es sieht von außen aus.

Speaker: Also ich kannte das Tänsegerale-Training nicht im Sinne von, ich habe es selber schon gemacht.

Speaker: Ich habe es natürlich online gesehen, ich habe mich schon informiert.

Speaker: Ich finde diese Anatomie-Webinare super spannend.

Speaker: Da habe ich auch schon zwei besucht, einfach weil mich der Körper super interessiert von den Pferden.

Speaker: Als Biologin, eh logisch.

Speaker: Aber ich habe mich mit dem Training jetzt nicht so krass befasst, eben weil vor allem auch das Pferd, das ich halt vorher hatte, da waren diese Probleme gar nicht vorhanden, weil der hatte einfach eine...

Speaker: Diese ganze Stabilisation hatte er von Anfang an einfach schon wie ein normales Pferd.

Speaker: Klar, der könnte wahrscheinlich auch noch ein bisschen mehr von hinten nach vorne gearbeitet werden, wie jedes Pferd.

Speaker: Aber jetzt einfach so Extremfälle vom Körperbau hat er schon einen sehr vorteilhaften Körperbau, der sehr gleichmäßig ist.

Speaker: Und wie du sagst, Vollblüter sind einfach super lang, also super langer Hals, riesigen Brustkorb, weil da ist ja auch ein riesiges Herz drin.

Speaker: Und dann einfach super lange Beine.

Speaker: Also ja, ob das jetzt Sinn macht, sei dahingestellt.

Speaker: Und ja, dann habe ich mich einfach ins kalte Wasser geschmissen und gesagt, jetzt machst du einfach so einen Online-Kurs, weil es bringt nichts, wenn man es nicht ausprobiert.

Speaker: Und manchmal muss man, also ich zumindest, ich bin so ein Mensch, ich muss es sehen.

Speaker: Ich muss sehen, wie etwas funktioniert und ich muss sehen, ob es funktioniert.

Speaker: Ich kann nicht von außen sagen,

Speaker: nee, das ist kompletter Blödsinn, das funktioniert nicht, obwohl ich es nie ausprobiert habe.

Speaker: Also das ist immer so ein bisschen mein Ding.

Speaker: Deshalb habe ich da einfach so einen Kurs gebucht und bin da so einfach selber, habe ich mich da reingestoßen eigentlich.

Speaker: Und ja, wir sind jetzt bei Woche 5, also dieser Kurs ist so in Monate aufgeteilt.

Speaker: Jeden Monat hat man neue Übungen und neue Hausaufgaben und dann kann man seine Videos einsenden.

Speaker: Und genau, ich habe jetzt den ersten Monat hinter mir und ich mache jetzt auch regelmäßig Fotos.

Speaker: Und wie du sagst, ich meine, im ersten Monat haben wir jetzt eigentlich nicht viel gemacht, wenn man jetzt sich spektakuläre Dinge erhofft.

Speaker: Also was wir gelernt haben oder was er gelernt hat, ist einerseits seinen Unterhalt zu entspannen, wenn er Druck spürt.

Speaker: Also wie du sagst, dass man eben auf Druck sich auch entspannen kann.

Speaker: dass die ganze Oberlinie, dass diese gelöst wird.

Speaker: Und wir haben auch angefangen, die Schulter zu lösen über diesen Muskel, der da bei der Schulter drüber führt.

Speaker: Und eben auch, dass das Schulterblatt vor allem freier wird in der Bewegung.

Speaker: Und das ist eigentlich alles.

Speaker: Also es klingt jetzt wirklich nicht nach wahnsinnig viel.

Speaker: Und wir haben noch weiterhin vier Übungen gemacht.

Speaker: Auch das R-

Speaker: natürlich lernt, dass eben, dass wenn er anhält beim Führen oder so, dass er nicht einfach sein, also ich kann jetzt das Bild nicht mehr ganz so widerrufen, dass die Trainerin gesagt hat, es ist wie so, dass die irgendwie ihren Brustkorb so durchhängen lassen, wenn die anhalten und dass sie sich gar nicht sozusagen anspannen und das kommt ja dann auch mit dieser engen

Speaker: mit diesem engen Stand eigentlich dann zusammen.

Speaker: Und das haben wir auch geübt.

Speaker: Und als ich die Bilder angeschaut habe, ich war schockiert.

Speaker: Weil ich habe mit ihm das wirklich, also sagen wir fünf bis sieben Mal die Woche geübt.

Speaker: Und ich war teilweise wirklich erstaunt, wie gut er es schon macht.

Speaker: Aber ich war nie so nahe, der kann sich noch nicht hundertprozentig loslassen.

Speaker: Das ist einfach, der ist noch zu fest in diesem Ding drin.

Speaker: Und das dauert logischerweise auch sehr lange.

Speaker: Aber ich dachte so, ja gut, dieser erste Monat ist, glaube ich, jetzt noch nicht so krass erfolgreich.

Speaker: Und dann habe ich mir Bilder angeschaut und es ist so krass, wie fest er sich schon verändert hat.

Speaker: Vor allem eben diese eigene Körperhaltung.

Speaker: Und ich finde es sehr interessant, in diesen letzten Wochen hat er auch selber auf der Weide viel mehr angefangen rumzurennen.

Speaker: Und ich finde das irgendwie so ein super Zeichen, weil vorher hat er das wirklich fast nie gemacht.

Speaker: Er ist höchstens mal getrabt.

Speaker: Aber jetzt galoppiert er wirklich und auch ein bisschen nicht so, dass man gerade denkt, den haut es jetzt gleich um.

Speaker: Also dass er wirklich so ein bisschen mehr koordiniert und einfach ein bisschen elastischer in den Bewegungen.

Speaker: Und da bin ich wirklich sehr erstaunt, dass nur schon diese kleinen Übungen schon so einen riesen Effekt haben.

Speaker: Und ihr hört es wahrscheinlich in der Stimme, ich bin so top begeistert.

Speaker: Also ich bin so happy, dass es eben so gut tut.

Speaker: Und ich habe dann auch so ein bisschen, also uns wurde gesagt, wir sollen auch anfangen, ein bisschen mehr auf Distanz zu arbeiten, dass man eben nicht nur auf Druck von unseren Händen, dass sie sich entspannen, sondern auch lernen, dass sie sich dann in dieser Biegung

Speaker: oder den Hals auf jeden Fall einmal fallen zu lassen und bei ihm hat das nie funktioniert und letzte Woche war wirklich ein Tag, ich weiß nicht, was ich anders gemacht habe, keine Ahnung, aber ich habe ihn vielleicht zwei Meter weg von mir longiert, also sehr, sehr klein, eine kleine Distanz und er hat das erste Mal einfach seinen Kopf fallen gelassen, also seine Muskeln gelöst, selber auf dieser Wolte und ich war einfach so aufgelöst.

Speaker: Oh mein Gott, ich kann es nicht fassen.

Speaker: Also ich kann auch vielleicht ein Vergleichsvideo posten.

Speaker: Ich finde, beim Trab sieht man es umso krasser, weil der wirklich so seinen Kopf vorher angespannt und diesen Hals, der war so gespannt.

Speaker: Und jetzt kann er einfach erstens langsam traben, was er auch nicht gekannt hat, und sich fallen zu lassen.

Speaker: Und ich finde das so...

Speaker: Also ich finde das so cool für ihn einfach, weil ich weiß, hey, das muss sich so gut anfühlen für seinen Körper, dass er das jetzt selber auch macht, ohne dass er gefragt wird, sozusagen.

Speaker: Und ich finde das so ein super Zeichen.

Speaker: Oder was meinst du als Profi?

Speaker: Ja, Profi ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ja, ich finde auch,

Speaker: das so crazy auch, wie viel das hilft.

Speaker: Ich finde auch oft diese Fotos, wenn man von vorn den Brustkorb und wie sie stehen fotografiert, das ist ja auch meistens bei Pferden, die ich jetzt so mitbegleitet habe, meistens, weil ich das so angestoßen habe, meistens ist oft so, nach zehn Tagen sieht man das die deutlich, auch in ihrer

Speaker: sagen wir, breiter dastehen und so ein bisschen mehr den Brustkorb auch so halten, wie man es sich ungefähr vorstellt.

Speaker: Und ich finde das schon verrückt und ich verstehe alle, die sagen, oh, und dann dieses im Kreis gehen und da drücken und du gehst im Kreis und das ist ja alles...

Speaker: auch ein bisschen langweilig und blöd.

Speaker: Ich verstehe das, aber ich bin ja jetzt schon länger dran und ich mache das wirklich schon länger und mittlerweile, wir reiten ja auch ganz normal aus und es funktioniert ja alles wieder.

Speaker: Es ist am Anfang bescheiden, ich weiß das.

Speaker: Ich habe Galando, als ich angefangen habe, ungefähr sieben Monate gar nicht geritten, einfach um das sauber aufzubauen und ich verstehe, dass das eine Phase ist, in der man manchmal auch wirklich zweifelt und so,

Speaker: und sagt, ob das der richtige Weg ist.

Speaker: Aber ich habe auch so viel gelernt und ich finde das so wichtig.

Speaker: Und deswegen für alle, die immer noch glauben, es ist nur im Kreisführen.

Speaker: Am Anfang mag das stimmen, aber danach ist so viel mehr und ich glaube, dass jedes Pferd grundsätzlich eine solche...

Speaker: Trainingseinheit, ob das jetzt wirklich tänzegal ist oder sonst so Körperarbeit, aber irgendwie das braucht, um das Konzept zu verstehen, was wir von ihm wollen, weil wir müssen uns schon vor Augen halten, Pferde sind grundsätzlich nicht fürs Tragen gemacht, rein vom Körper her und deswegen finde ich das schön, dass immer mehr Pferde das so von Grund auf lernen dürfen, was es denn benötigt, um zu tragen und was ich auch wichtig finde,

Speaker: Und was ich selber ganz lang nicht gemacht habe und was ich jetzt im Nachhinein auch für Fandango, also für mein erstes Pferd, ein bisschen traurig fand, ich habe mich lang gar nicht mit der Anatomie der Pferde so richtig beschäftigt.

Speaker: Ich wusste das, was man in der Schweiz mit dem Pröve lernt, also mit dem kleinsten Test quasi, den man braucht.

Speaker: Und danach war es bei mir eigentlich so ein bisschen vorbei, ehrlicherweise.

Speaker: Und wenn ich die Zeit zurückspulen könnte, dann würde ich mich viel früher mit, wie der Pferdekörper genau funktioniert und wo genau was liegt, beschäftigen, weil ich finde, je mehr man es sieht, desto mehr sieht man es.

Speaker: Also dann weiß man, ah, dieser Muskel wäre eigentlich nicht für Bewegung zuständig und dann merkt man, dass die zum Beispiel durchlaufen,

Speaker: viel zu ausgeprägt oder zu wenig ausgeprägt sind und davor, wenn man natürlich nicht weiß, wo die Muskeln sind und wie die hingehören und wie die Knochen sind und so, dann hat man dazu keine Meinung, nicht weil man zu blöd ist oder weil es ein

Speaker: Problem ist, sondern weil man es halt einfach nicht weiß und man denkt dann, ich dachte auch oft, ja, bei mir ist ja zwei-, dreimal im Jahr die Physio da, die schaut schon, aber es ist so wichtig, dass auch Pferdebesitzer das wissen und dass auch Pferdebesitzer nicht nur wissen, wo ungefähr

Speaker: die Knochen sind und wir haben ja alle mal ganz lang gelernt, dass das Vorderfußwurzelgelenk so heißt, wie es heißt.

Speaker: Das war ja früher schon ein Ding, aber es ist so wichtig, das genauer zu wissen und wie ihr das lernt, finde ich, spielt wie keine Rolle, ob ihr jetzt da einen Online-Kurs macht, ob ihr die Physio- oder Osteo-eures Vertrauens nehmt

Speaker: und das erklären lässt oder auch eure Trainerin, weil ich finde, eine gute Trainerin muss das erklären können, sonst würde ich vielleicht nochmal kurz über die Trainerwahl nachdenken, aber lasst euch das erklären, lasst euch vielleicht von Trainerin oder Osteophysio auch ganz genau erklären, welche Muskeln vielleicht bei eurem Pferd

Speaker: ein Problem sind oder wo was funktioniert oder welcher Muskel zum Beispiel darauf hindeutet, dass das Pferd nicht von hinten stößt, sondern sich von vorn zieht, weil manchmal finde ich, täuscht das, dann denkt man, oh, das Pferd ist ja eigentlich ganz gut bemuskelt.

Speaker: weil so das Gesamtkonzept relativ hormonisch ausschaut, aber wenn man dann die einzelnen Muskeln genauer anschaut, sieht man, dass eigentlich ganz viele so Kompensationsmuskeln gut bemuskelt sind und die anderen gar nicht.

Speaker: Und umso wichtiger finde ich, dass man sich damit als Pferdebesitzer beschäftigt

Speaker: Und heutzutage ist das ja mega einfach.

Speaker: Also für alle, die sagen, oh, das kann ich nicht oder ich will die Physio nicht so oft holen wegen des Geldes.

Speaker: Es gibt ganz viele Online-Kurse wirklich für die Anatomie, die auch nicht die Welt kosten, die man mal in seiner Freizeit oder wenn man krank ist oder so anschauen kann, um einfach so das Grundwissen da ein bisschen anzupassen.

Speaker: und ich finde in dem Moment, sobald man das macht, kann man sowieso nicht mehr dran vorbeischauen, weil das habe ich bei mir auch gemerkt, je mehr ich wusste, desto mehr habe ich gesehen und desto weniger konnte ich mit Galando einfach da weitermachen, wo ich mal war, weil wenn man sieht, wie falsch das für das Pferd ist, dann finde ich, kann man nicht mit gutem Gewissen einfach weitermachen und dieses Störgefühl sollte man dann ernst nehmen und dann dem Pferd ein Training ermöglichen,

Speaker: das im zweiten Schritt wieder das ermöglicht, was man vorher gemacht hat, weil Galant und ich sind jetzt uns am Vorbereiten, wahrscheinlich nächstes Jahr, ich will es noch nicht zu laut verschreien, wenigstens ein Teil um den Bodensee zu reiten, so Wanderrhythmäßig.

Speaker: Also es gehen dann schon auch solche Dinge wieder, wenn das Pferd muskulär darauf vorbereitet ist.

Speaker: Genau, ich glaube, man muss es eben

Speaker: für das, was man nachher das Pferd brauchen möchte.

Speaker: Man muss das entsprechend vorbereiten und es ist auch nur fair, es richtig vorzubereiten und ich finde es jetzt eben für Moon vor allem fair, ihn einmal korrekter vorzubereiten, wie es als gesundes Reitpferd

Speaker: ist sozusagen, also dass er mich gesund tragen kann.

Speaker: Und ich glaube, es ist einfach auch für ihn fair, einmal das jetzt komplett aufzubauen und ja, vielleicht nochmal bezüglich Sattel, also wir werden jetzt nicht einfach so mit Reiten starten, weil da sind wir noch lange nicht.

Speaker: Aber ich muss auch sagen, ich habe schon gemerkt, dass einfach diese Bodenarbeit

Speaker: Bei uns, also es ist einfach sehr viel im Sinne von sehr viel Platzarbeit.

Speaker: Also ich habe jetzt nicht die Möglichkeit, irgendwie ins Gelände zu gehen und mit ihm da Bodenarbeit zu machen, weil man da meistens wegfahren muss und es einfach zu gefährlich ist an den Straßen.

Speaker: Also wir haben hier leider nicht so waldend Wiesenwege wie jetzt in der Schweiz oder in Deutschland.

Speaker: Und ja, das ist einfach nicht unbedingt möglich.

Speaker: Und ich dachte jetzt einfach, dass vielleicht wir den Sattel einfach einmal oder zweimal pro Woche nutzen würden, um einfach einmal locker im Schritt ausreiten zu gehen mit unseren Stallfreunden, einfach für uns beide, um den Kopf zu lüften.

Speaker: Also ich glaube,

Speaker: einfach mental gesehen und ich glaube, er muss auch so viel lernen noch, dass wir danach ausreiten können.

Speaker: Also, wie du schon gesagt hast, man muss das Pferde auch vorbereiten.

Speaker: Und ich glaube auch da, dass es wichtig ist, dass er jetzt einmal dann die Straßen und so auch kennenlernt, einfach weil es vor unserer Haustüre ist.

Speaker: Und ich kann ihn nicht einfach die ganze Zeit jetzt in diesem behüteten Umfeld lassen.

Speaker: Und ich denke einfach, dass da

Speaker: Oder aus meiner Sicht macht das Sinn, vielleicht ist das eine kleine Abwechslung.

Speaker: Aber ich möchte das jetzt auch nicht sagen, dass wir das wirklich machen, weil ich möchte zuerst fühlen, wie er sich überhaupt anfühlt, wenn ich da drauf sitze.

Speaker: Weil ich meine, ich bin jetzt auch seit, also das Pferd wurde seit sechs Monaten nicht mehr geritten.

Speaker: Ich bin einmal, zweimal drauf gesessen, um den Sattel einmal zu testen.

Speaker: Aber ich meine, das waren so fünf Minuten.

Speaker: Und also das kann man nicht reiten nennen.

Speaker: Ich glaube jetzt auch, dass ich da...

Speaker: mich auf mein Bauchgefühl wieder verlassen werde, wie vorher, als mein Bauchgefühl gesagt hat, nein, das passt noch nicht.

Speaker: Aber wir lassen den Sattel jetzt einmal anpassen und schauen dann, ob es für uns beide passt oder eben auch nicht.

Speaker: Aber sobald ich merke, dass es für ihn noch nicht passt, wirklich auch vielleicht das Ausreiten so zu machen,

Speaker: Dann werden wir einmal bei diesen Übungen natürlich bleiben und das geht ja auch weiter jetzt im zweiten Monat, kommt auch eben dieses Konzept mit dem Gegendruck und ich glaube, dass es auch sehr spannend wird, wie er das dann eben auch mit dem Sattel dann umsetzbar ist.

Speaker: Weil, wie du sagst, sie müssen uns ja irgendwie tragen.

Speaker: Und da bin ich auch sehr gespannt, wie es weitergeht.

Speaker: Und ja, also ich bin mega begeistert vom Trainingskurs, den ich mache.

Speaker: Aber vor allem bin ich begeistert von seiner Entwicklung, dass wir das schon so gut in die richtige Richtung anschieben konnten.

Speaker: Und bin mega gespannt, wie er so in einem Jahr aussieht und was wir dann so machen müssen.

Speaker: Ja, ich bin auch gespannt, wie es bei euch weitergeht, mit dem Sattel dann und mit den neuen Übungen.

Speaker: Und es ist so spannend, das so zu verfolgen.

Speaker: Ich finde das ja mega interessant.

Speaker: Ich mache das ja so gern, auch so Entwicklungen bei uns im Stall mit Freundinnen und so, wie die Pferde sich entwickeln.

Speaker: Ich finde das super interessant und mega schön, dass du das teilst.

Speaker: Wir freuen uns natürlich dann auf die...

Speaker: die du posten wirst und uns ein bisschen mitnehmen wirst.

Speaker: Und wir werden sicher in ein paar Wochen oder Monaten eine weitere Update-Folge machen.

Speaker: Vielleicht auch mal, wenn du irgendeinen speziellen Erfolg zu verzeichnen hast.

Speaker: Also jetzt nicht turniermäßig, sondern für euch als Podcast.

Speaker: Pferd, Reiterpaar und dann werden wir sicher noch ein paar Mal hören, was bei euch alles weitergegangen ist und wie die Entwicklung läuft und mega spannend, dass du uns da so teilhaben lässt und alle, die noch Fragen dazu haben oder allenfalls auch wissen wollen, welchen Kurs du machst oder so, ihr wisst, wie immer, ihr dürft uns einen Kommentar da lassen, ihr dürft uns privat schreiben, wir beantworten gerne Fragen, auch wenn ihr selber unsicher seid, vielleicht bis bei euch

Speaker: Wir sind keine Profis, wir können sicher, je nachdem, wo die Leute sind, jemanden empfehlen.

Speaker: Ich kenne hier in der Schweiz ein paar Trainerinnen, die helfen würden im Zweifelsfall oder auch in Süddeutschland.

Speaker: Und ja, ich glaube, dass wir somit an

Speaker: Ende dieser Folge sind und eben bei Fragen freuen wir uns, wenn ihr uns schreibt und dann hören wir uns doch nächste Woche wieder mit einem neuen Thema.

Speaker: Genau, bis nächste Woche.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Tschüss.

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